Was noch auf dem Acker steht, folget dem Erbe.
Acker
mhd] Daz noch uffe dem acker stet, daz voget dan erbe. (Ortog.)
Was nützt es, den Acker pflügen, wenn man nichts drein säet (pflanzt).
Acker
Was nützen Kenntnisse, wenn man sie nicht anwendet.
Welches acker steht auff festen grund, der kan sein frölich zu aller stund.
Acker
Wenig Acker, wollgebawet, seind ein Hausschatz.
Acker
Wenn der Acker des Jahres nicht einmal wohl aussfreurt, so bringt er kein gut Korn.
Acker
Wenn der Acker gut gebaut ist, so trägt er gut.
Acker
Bei Tunnicius: Wan de acker wohl gebouwet is, so drecht he wohl. (Si bene cultus ager, segetes cum gramine profert.)
Wenn man den Acker betrieget, betrieget er seinen Herrn wieder.
Acker
D. i. wer ihn nicht, wie es sich gehört, düngt, bestellt, pflegt, der hat keinen lohnenden Ertrag.
Wenn man den Acker nicht baut, so trägt er nur Farrnkraut.
Acker
Empfiehlt Bildung des Geistes und Herzens.
Wenn man einen Acker nicht eggt, ist schon das erste Wetter darübergegangen.
Acker
Wer dem Acker gibt, dem gibt der Acker wieder.
Acker
Wer dem Acker hat gegeben, der kann vom Acker leben.
Acker
Wer den Acker aus der Westentasche düngt, die Ernte leicht in die Rocktasche bringt.
Acker
Wer den Acker betrügt, der betrügt sich selbst.
Acker
Wer den Acker nicht baut, erntet nichts als Unkraut.
Acker
la] Neglectis urenda silix innascitur agris. (Horaz.)
Wer den Acker nicht will graben, wird nichts als Unkraut haben.
Acker
Wer den Acker pflegt, den pflegt der Acker.
Acker
Wer den Acker säet, der mähet.
Acker
Während das römische Recht die Früchte einer Aussaat in streitigen Fällen dem Eigentümer des Bodens zuspricht, so erkennt das deutsche sie dem zu, der den Acker angebaut hat.
Wer den Acker zu gut baut, wenig Früchte schaut.
Acker
Zu gut kann man eigentlich etwas nicht machen; indess will dies alte, schon in Plinius vorkommende Sprichwort nur sagen, dass man in keiner Sache die Grenze überschreiten dürfe.
Wer den Acker zu sehr düngt, bekommt Kraut statt Knollen.
Acker
Wer fremden Acker baut, teilt sein Gut.
Acker
Er verliert Saat und Arbeit, weil er, sofern es wissentlich geschah, von der rechtswidrigen Benutzung fremden Gutes keinen Gewinn beanspruchen kann. Hatte jemand dagegen aus Irrtum fremden Acker bebaut, so bleiben ihm ein Teil der Früchte.
Wer hat einen steinigen Acker, ein froh Pferd, jung und wacker, ein bösen Zaum und stumpfen Pflug, den wird zu schaffen genug.
Acker
Wer ihm (sich) einen Acker kaufft, der verkaufft sein Hauss.
Acker
D. i. »wer der Landwirtschaft lebet, der kann nicht in der Stadt wohnen, auch nicht im Hause bleiben.«
Wer seinen Acker bauet, der wird Brotes die Fülle haben.
Acker
dk] Hov som dyrken sin jörd, skat maettes med bröd.
Wer seinen Acker brach liegen lässt, dem läuft Schaf- und Hornvieh darüber.
Acker
Wer seinen Acker fleißig bauet, der macht seinen Hauffen groß.
Acker
Wer seinen Acker fleißig baut, macht den Haufen groß.
Acker
dk] Man kand og giöde sin ager for meget.
Wer seinen Acker mit armer Leute Schweiss will düngen, dem wird er keine Segengarben bringen.
Acker
Wer seinen Acker mit Fleiß baut, soll Brotes genug haben.
Acker
Wer seinen Acker wohl baut, genießt sein auch wohl.
Acker
nl] Die wel aen sijem acker doet, die doet gewis hem weder goet.
Wer seinen Acker wohl düngt, der hat desto mehr zu ernten.
Acker
Wer spärlich seinen Acker düngt, der weiß schon, was die Ernte bringt.
Acker
Wer unfruchtbaren Acker baut, vergeblich nach der Ernte schaut.
Acker
la] Sterilem agrum ne colas. (Plato.)
Wer vom Acker lebt und vom Vieh, lebt wohl, wenn - er nicht wird zum Vieh.
Acker
Wie der acker ist, so ist der Sam.
Acker
la] Qualis ager, talia mihi semina et quales flores, tales et colores.
Wie der Acker, so das Getreide, wie die Wiese, so die Weide, wie der Herr, so der Knecht, wie der Krieger, so das Gefecht.
Acker
Wie der Acker, so das Getreide.
Acker
Wie der Acker, so die Rüebe, wie der Aetti, so die Büebe.
Acker
Wie du den Acker wirst eggen, so wird das Getreide sich legen.
Acker
Wie man den Acker baut (bestellt), so trägt er auch Frucht.
Acker
»Als man den acker bawen thut, so tregt er frucht, böss oder gut.« (Loci comm.)
Wo der Acker braun, ist reiche Frucht zu schaun.
Acker
Wo der Acker leidet not, da fehlt's dem Bauer bald an Brot.
Acker
dk] Laed agermand er ey maden vand.
Ackerbau und Bergwerk soll man nicht lassen feiern.
Ackerbau
Ackerbau und Viehzucht sind die zwei Brüste, die den Staat sicherer säugen, als die Gold- und Silberminen Perus.
Ackerbau
Karl Julius Weber (1767-1832), Der Landwirt oder Bauer
Ackerbau vnd Bergwerck soll man nicht feyren lassen.
Ackerbau
Ackerbau, Ochsenschau und eine hübsche junge Frau machen ins Christentum manche Sau.
Ackerbau
Der Ackerbau ist die Wurzel aller Bildung in der Welt.
Ackerbau
Berthold Auerbach (1812-1882), Schwarzwälder Dorfgeschichten (1843-1854), 2
Glückselig jener, der, entfernt dem Weltgeschäft,
Ackerbau
(Akerbau betreibt). Lat: Beatus ille qui procul negotiis
Süß ist's, tätig die Zeit beim Ackerbau zu verbringen.
Ackerbau
la] Tempus in agrorum cultu consumere dulce est.
Wer die Tiefe seines Ackerbodens mehrt, tut ebenso viel, als wenn er die Fläche des Ackers vergrössert.
Ackerboden
Aus einem Ackergaul wird kein Reitpferd.
Ackergaul
en] A kindly aver will never make a good horse.
Ackergurren lässt man weiden ohne Zaum; die köstlichen Stuten werden wohl gehütet.
Ackergurren
Ackerland hält stets Bestand.
Ackerland
Erst habe Ackerland, dann rechne nach Lofstellen.
Ackerland
(Lettland)
Er meint, jedes Äckerli müss' er säen, und jedes Wiesli mähen.
Äckerlein
Kein Äckerli, das er säet, kein Wiesli, das er mähet.
Äckerlein
Was die Äkermähren (mit dürrem Rücken) bauen, das können die Barrenhengste kauen.
Ackermähre
Siehe, ein Ackermann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und ist geduldig.
Ackermann
Jak. 5, 7
Ackermanntje (Bachstelze) wipp up Stert; wel hett di dat Wippen lehrt.
Ackermanntje
Ein Kinderspruch.
Wo sichtig Ackermaß vorhanden, das soll nicht für Neubruch gehalten werden.
Ackermaß
Wahrscheinlich hat man, um zum Anbau öder Landstrecken anzureizen, für einige Zeit Zins und Zehntfreiheit verheißen, mit der Beschränkung jedoch, dass sie da nicht zur Anwendung kommen solle, wenn sich nur irgendeine Spur bereits stattgehabter Kultur zeige.
Besser ackern und düngen, als beten und singen.
Ackern
Sagen die Bauern in der Gegend von Zobten in Schlesien, wenn man sie zu frommen Vereinen einlädt.
Da geschieht fürs Ackern wenig genug, wo der Bauer lauft vom Pflug, der Ochse verwirft das Joch und das Ross sein Kummet noch.
Ackern
Det drätmôl akere' git fir îmôl mässten (misten, düngen).
Ackern
(Siebenbürgen-sächsisch)
Drämol akern äs îmôl mässten.
Ackern
Gut ackern ist halbe Düngung.
Ackern
(Frankenwald)
Ich ackere, sagte die Ameis, da saß sie auf dem Ochsenhorn.
Ackern
Man muss mit ihm ackern.
Ackern
Angestrengt arbeiten, z. B. vom Lehrer, der einen schwach begabten Schüler zu unterrichten hat. Auch wohl, er muss sich mit ihm abackern, müde arbeiten.
Man muss nicht mehr ackern, als man eineggen kann.
Ackern
(Wendische Lausitz)
Mancher darf nicht ackern und nicht säen und kann doch Getreide mähen.
Ackern
la] Citra arationem citraque sementem. (Lucian.)
Mit dem kann man ackern.
Ackern
(Böhmen)
Bist du ein Ackerochs, so begehr' keinen Sattel.
Ackerochs
Die Ackerpferde fressen am wenigsten.
Ackerpferd
Von Ackersenf leben.
Ackersenf
Dürftig. Es ist eine Pflanze, die als Unkraut wächst, aber auch wohl genossen wird.
Ein Ackerleng fern.
Ackerslänge
Hans Sachs, ILXXXIII
Er nähm' eine Ackerslänge Weges für einen Spieß und wäre so freudig als ein anderer.
Ackerslänge
Ackersmann - Schlackersmann, eck lobe mui den Handwerksmann.
Ackersmann
Ackersmann - Slackersmann; viel beeter is en Handwerksmann.
Ackersmann
(Westfalen)
Der Ackermann muss den Acker bauen, ehe er die Frucht genießt.
Ackersmann
Der Ackersmann erwirbt's, der Kriegsmann verdirbt's.
Ackersmann
Der Ackersmann ist das folgende Jahr reich.
Ackersmann
Der geschickteste Ackersmann macht einmal eine krumme Furche.
Ackersmann
it] Non è si sperto aratore, che alcuna volta non faccia un solco torto.
Een Ackersmann segget (säet) sick wohl gries, awwer nich wies.
Ackersmann
(Lippe)
Ein Ackermann soll zween Pflüge haben.
Ackersmann
Nämlich einen zur Arbeit, den andern als Ersatz.
Ein Ackermann, ein Wackermann.
Ackersmann
dk] Agermand skal vaere vakermand.
Ein Ackersmann lernt nie aus.
Ackersmann
dk] Agermanden bliver aldrig viis.
En Ackermann - en Plackermann, ghuad aere bai en Handwiärk kan, sach de Bessenbänner (Besenbinder).
Ackersmann
(Grafschaft Mark)
En Ackermann, en Schlackermann, et geht nit für, wei 'n Handwerk kann.
Ackersmann
Es steht schlimm um den Ackersmann, der sich umdreht und sieht die Furchen.
Ackersmann
it] Tristo a quel bifolco, che si volta in dietro.
Kein Ackersmann ist so gut, er macht bisweilen krumme Furchen.
Ackersmann
O Ackersmann, du Klackersmann, wohl dem, der ein Handwerk kann, seggt de Bessembinne tom Bû'rn.
Ackersmann
(Jerrentowitz)
Wenn de gäle Ackermann kömt, sau bringet he en foier hou mêe under 'n Swanze.
Ackersmann
Das gelbe Ackermännchen oder die gelbe Bachstelze (Mola cilla flava) trifft etwas später ein als das weiße im April; und da mit diesem Monat der Frühling beginnt und das Gras zu wachsen anfängt, so sagt das Sprichwort: er bringe ein Fuder Heu unter dem Schwanze mit.
Acker-Studenten und Pfluge-Docktores müssen immer lernen mores.
Ackerstudent
Ackerwerk - Wackerwerk.
Ackerwerk
Ackerwerk hat Mühe.
Ackerwerk
Ackerwerk soll nähren.
Ackerwerk
Wer sein Ackerwerk nicht verlässt, den wird es auch nicht verlassen.
Ackerwerk
Mit Adalbert kommen die Schwalben.
Adalbert
Den 24. April. (S. Albertstod, Albertstag.)
St. Adalbert (24. April) ist des Ochsen Trost (Freude).
Adalbert
Der masurische Landmann gönnt an diesem Tage seinen Ochsen völlige Ruhe; er ist ihr Feiertag, wie der St. Georgstag (23. April) der Ruhetag der Pferde ist.
A peere Adem.
Adam
Jüdisch-deutsch, Warschau
Adam an Ef woren zwên Eppeldâf.
Adam
Adam hat das Obst gegessen und wir haben das Fieber davon.
Adam

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