Auber, Daniel-François-Esprit
* 29. Jan. 1782 in Caen während eines kurzen Aufenthalts der Eltern
† 12. Mai 1871 in Paris
Komponist

Bühnenwerk

  • Julie ou l'erreur d'un moment (Jacques-Marie Boutet, gen. Monvel), comédie 1 Akt (1805 Paris, Salle Doyen)
  • Jean de Couvain (auch Le Château de Chimay ) (Népomucène Lemercier), opéra comique 3 Akte (Sept. 1812 Paris, Château de Chimay)
  • Le Séjour militaire (Jean-Nicolas Bouilly/Emanuel Mercier-Dupaty), opéra comique 1 Akt (27. Febr. 1813 Paris, Opéra-Comique)
  • Le Testament et les billets doux (François-Antoine-Eugène Planard), comédie mêlée de chant 1 Akt (18. Sept. 1819 Paris, Opéra-Comique)
  • La Bergère châtelaine (Die Schäferin als Edeldame; François-Antoine-Eugène Planard), opéra comique 3 Akte (27. Jan. 1820 Paris, Opéra-Comique), Brüssel 1820; deutsch von F. L. Rhode Frankfurt/M 1821; Petersburg 1824 (russ.)
  • Emma ou La Promesse imprudente (Planard), opéra comique 3 Akte (7. Juli 1821 Paris, Opéra-Comique)
  • Leicester ou Le Château de Kenilworth (Scribe/Anne-Honoré-Joseph Duveyrier, gen. Mélesville, nach Walter Scott), opéra comique 3 Akte (25. Jan. 1823 Paris, Opéra-Comique)
  • La Neige ou Le Nouvel Eginard (Der Schnee; Eugène Scribe/Germain Delavigne), opéra comique 4 Akte (9. Okt. 1823 Paris, Opéra-Comique)
    DETAILS

    Herzog von Lothringen - Bass
    Prinzessin Elise, seine Tochter - Sopran
    Edwin, Graf von Lahnstein, ihr Gatte - Tenor
    Prinz von Nassau - Bariton
    Gräfin Drusenheim, Oberhofmeisterin - Mezzosopran
    Adele von Lauterburg, Hoffräulein - Sopran
    Baron von Botweiler, Kämmerer - Bass
    Wilhelm, Gärtner - Bass
    Hofstaat, Bediente
    Auf einem herzoglichen Lustschloss, 19. Jahrhundert

    1. Akt - Gothischer Saal, Tisch mit Schreibgerät. Fräulein Adele und Graf Lahnstein, beide Zöglinge und Günstlinge des Hofes, unterhalten sich über eine Schlittenpartie, bei welcher der Graf heute morgen die Prinzessin vor einem Unfall bewahrte, dann über den Prinzen von Nassau, einem verdienten General, der sich, wie es scheint, um die Prinzessin bewirbt; Duett, in welchem den Grafen diese Fortschritte des Prinzen sehr verdrießen. Er geht, und die Prinzessin erscheint mit der Oberhofmeisterin, wieder ganz erholt. Jetzt wird Graf Lahnstein gemeldet, gleich darauf der Prinz mit seinem Hofstaat. Ensemble. Der sehr linkische Prinz hat von dem tapferen Oberst schon gehört und löst für ihn einen Orden von der Brust. Andeutungen lassen erraten, dass Lahnstein heimlich mit der Prinzessin vermählt ist, während Adele, als sie nun alle gehen, ihre Liebe zu dem Grafen bekennt; Arie: „Himmlische Freundschaft.” Sehr aufgeregt stürmt der Graf wieder herein. Er hat in Gegenwart des Herzogs gewagt, dem Prinzen, welcher der Prinzessin die Hand küsste, unziemlich zu begegnen, und Botweiler, der im gefolgt, kündigt ihm sechs Monate Verbannung an. Er möchte die Prinzessin gern noch sprechen; doch das geht nicht, und nun sagt er nur Adele noch Lebewohl.

    2. Akt - Festlich geschmückter Saal, an dessen Schmuck Burschen und Mädchen noch letze Hand legen. Wilhelm nacht den Vorschlag, dass sie alle, während die Herrschaften hier den Ball abhalten, draußen eine Schlittenfahrt machen können; Lied „Wenn sich mit Eis bedeckt der Teich”. Alle ab, denn der Herzog kommt mit dem Prinzen. Dieser hat bei dem Fürsten um Verzeihung für Lahnstein gebeten, und gern erlässt der Herzog seinem Liebling die ihm zudiktierte Strafe. Die Prinzessin schien verstimmt, und so soll ihr nun der Prinz ein paar verbindliche Zeilen schreiben. Der Herzog geht, und nun kommt dem Prinzen Lahnstein zurecht. Der soll für ihn schreiben, und der eben eintretende Gärtner das Billet in einem Rosenstrauß der Prinzessin überreichen. Diese kennt Lahnsteins Handschrift, nicht aber die des Prinzen, und so wird sie die Bitte um eine Unterredung, als deren Gewährung sie den Strauß vor den Füßen des Bittstellers fallen lassen soll, hoffentlich von dem Rechten kommend halten. Nachdem sie gegangen, treten die Prinzess und die Oberhofmeisterin ein, und Wilhelm überreicht den Strauß. Die Prinzessin entdeckt das Billet, und während sie die Gräfin nach einem anderen Fächer sendet, liest sie es. Dann erscheint der ganze Hof, und das große Final-Ensemble gibt einerseits der Hoffnung auf gutes Gelingen, andererseits der Hoffnung Ausdruck, den Günstling unmöglich zu machen, denn die Oberhofmeisterin und der Kämmerer Botweiler sind Lahnsteins entschiedene Gegner.

    3. Akt - Zimmer der Prinzessin, Beleuchtung durch Armleuchter. Die Prinzessin ist bei der Nachttoilette und entlässt ihre Damen, dann schließt sie die Tür; Lied: „In fürstlichem Palast”. Sie hat Adelen ihr Geheimnis bekannt, dass Lahnstein ihr Gemahl ist, und treu hat Adele diesem den Schlüssel in die Hände gespielt. Schritte nahen, herein tritt aber, als die Prinzessin öffnet, ihr Vater. Er will über die Werbung des Prinzen mit ihr sprechen, in ihrer Verwirrung hört sie gar nicht, was der Herzog spricht, und dieser glaubt, dass sie in alles gewilligt habe. Plötzlich aber erfasst sie die Angst, und als nun Adele hereintritt, die infolge eines Geräusches gekommen zu sein vorgibt, merkt der Herzog, dass hier ein Geheimnis waltet; doch geht er und denkt, morgen mehr zu erfahren. Adele glaubt den Grafen schon hier versteckt, denn sie hat den Schlüssel dem Gärtner zugesteckt mit der Weisung, ihn der Person zu geben, von welcher der Rosenstrauch gekommen, denn beide Damen vermuten ja nur auf Lahnstein. Rasch geht nun Adele, damit der Graf den Weg nicht verfehle. Während der Zeit erscheint Lahnstein aber schon am Fenster, das die Prinzessin schnell öffnet, und steigt ein. Glück des Wiedersehens, Trauer um das notwendige Geheimnis, doch die Prinzessin will dem Prinzen, der ein linkischer, aber redlicher Mann ist, offen bekennen, warum sie nicht die Seine werden kann, und hofft in ihm einen Beschützer und Fürsprecher bei dem Vater zu finden. Da eilt Adele herein und ist bestürzt, den Grafen zu sehen, denn es folgt ihr jemand und sie meinte, er sei es. Rasch schließt sie die Tür, drängt die Prinzessin durch eine andere, den Grafen durch eine dritte Tür und wirft sich in einen Sessel. Nun tritt der Prinz herein, denn ihm hat Wilhelm ja den Schlüssel gebracht. In dem Gespräch ergibt sich, dass der Prinz, was ein Liebender fühlen soll, nicht für die Prinzessin, sondern für Adele empfindet, und obwohl sie nichts zusagt, ist er doch sofort entschlossen, bei dem Herzog selbst seine Bewerbungen zurückzuziehen. Er geht ab und die Gatten erscheinen wieder. Als es zum Abschied kommt, zeigt sich, dass inzwischen Schnee gefallen ist und die Fußtritte sofort alles verderben würden. Da entdeckt Adele unter dem Fenster einen stehengebliebenen Schlitten und beschließt, den Grafen selbst darin fortzuschaffen.

    4. Akt - Gothischer Saal wie im ersten Akt. Der Graf ist allein und glücklich; Arie: „Dies Starren der Natur”. Zu ihm kommt Wilhelm, der ein Geheimnis entdeckt hat, welches er nur dem Herzog mitteilen will; doch da er für seinen Hals fürchtet, soll Lahnstein ihm bei der Unterredung die nötigen Zeichen machen. Da naht der Herzog, der Gärtner tritt zur Seite. Der Herzog gibt Lahnstein den Auftrag, nachzuspüren, denn er hat diese Nacht nicht schlafen können und gesehen, wie zwei Frauen einen Mann im Schlitten über den See fuhren. Dasselbe Geheimnis bringt nun auch der Gärtner, der zwar durch die Zeichen des Grafen so verwirrt wird, dass aus ihm niemand klug werden kann, dann aber, nachdem der Herzog den Grafen mit einem Auftrage fortgeschickt, berichtet, dass er alles belauscht habe, das Einsteigen eines Mannes in das Fenster der Prinzessin sowohl wie die sonderbare Schlittenpartie, dass eine der Damen und der Mann verheiratet sein müssten und die Dame von ihrem Vater gesprochen habe; zugleich überreicht er den Hausorden des Prinzen, den der Mann bei dieser Gelegenheit verloren haben müsse. Und nun klärt sich rasch alles auf, denn der Herzog hat das Verhältnis zwischen seiner Tochter und Lahnstein längst geahnt, und da letzterer der Sohn seines Bruders aus heimlicher Ehe ist, was Lahnstein selbst nicht wusste, proklamiert der Herzog nun vor dem ganzen Hofe die Vermählung der Gatten.

  • Vendôme en Espagne (Adolphe-Joseph-Simonis Empis/Edouard Mennechet), drame lyrique 1 Akt (5. Dez. 1823 Paris, Grand Opéra); zusammen mit Ferdinand Herold
  • Les Trois Genres (Scribe/Dupaty/Emmanuel Mercier Michel Pichat), Prolog 1 Akt (27. Apr. 1824 Paris, Odéon); Mitarbeit von Boieldieu
  • Le Concert à la cour ou La Débutante (Scribe/Mélesville), opéra comique 1 Akt (5. Mai 1824 Paris, Opéra-Comique)
  • Léocadie drame (Scribe/Mélesville nach Cervantes), lyrique 3 Akte (4. Nov. 1824 Paris, Opéra-Comique)
  • Le Maçon (Der Maurer, auch Maurer und Schlosser; Eugène Scribe/Germain Delavigne), opéra comique 3 Akte (3. Mai 1825 Paris, Opéra-Comique)
    DETAILS

    Oberst Léon von Merinville - Tenor
    Irma (eine junge Griechin) - Sopran
    Roger (ein Maurer) - Tenor
    Baptiste (ein Schlosser) - Baß
    Henriette (seine Schwester) - Sopran
    Zobeide (Irmas Vertraute) - Mezzosopran
    Madame Bertrand (eine Nachbarin) - Mezzosopran
    Usbek und Ricca (Sklaven des türkischen Botschafters) - Baß, Tenor
    Bürger und Bürgerinnen, Sklaven und Sklavinnen

    In einer Pariser Vorstadt, 1788

    Handlung

  • Le Timide ou Le Nouveau Séducteur (Scribe/Xavier Boniface, gen. Saintine), opéra comique 3 Akte (2. Juni 1826 Paris, Opéra-Comique)
  • Fiorella (Scribe), opéra comique 3 Akte (28. Nov. 1826 Paris, Opéra-Comique)
  • La Fiancée (Scribe, nach Les Contes de l'atelier von M. Masson und R. Brucker), opéra 3 Akte (10. Jan 1829 Paris, Opéra-Comique)
  • La Muette de Portici (Die Stumme von Portici; Eugène Scribe/Germain Delavigne), opéra (Große historische Oper) 5 Akte (29. Febr. 1829 Paris, Grand Opéra)
    DETAILS

    Alfonso, Sohn des Vizepräsidenten von Neapel - Lyrischer Tenor
    Elvira, spanische Prinzessin, seine Braut - Dramatischer Koloratursopran
    Lorenzo, Alfonsos Vertrauter - Lyrischer Tenor, auch Tenor buffo
    Selva, Offizier der spanischen Leibwache - Bariton oder Bass
    Masaniello, ein neapolitanischer Fischer - Jugendlicher Heldentenor
    Fenella, dessen Schwester - Stumm
    Borella, Pietro und Morena, Fischer und Freunde Masaniellos - Baß, Bariton, Bass
    Ehrendame - Alt
    Fischer; Soldaten; Leute des Hofes und Volk

    Neapel und Portici: Am Hof des Vizekönigs - Am Strand von Portici - Der Markt in Neapel - Die Hütte Masaniellos - Am Fuße des Vesuv im Sommer 1647

    Piccolo, 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 4 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Ophikleide, Pauken, Schlagzeug, Harfe, Streicher
    Bühnenmusik: Flöte, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, Glockenspiel

    Durchkomponiert: Ouvertüre und 25 ineinander übergehende musikalische Nummern; ca. 2 1/2 Stunden; Verlag Troupenas (heute Salabert), Paris

    1979 Jean Doussard; Chœurs et Orchestre de la Radio-France
    Alphonse D'Arcos: André Mallabrera
    Elvire: Monique de Pondeau
    Masaniello: Yves Bisson
    RRE 186-8 (3 LP; live)

    1985 Myer Fredman; BBC Northern Symphony Orchestra
    Alphonse D'Arcos: Adrien de Peyer
    Elvire: Janet Price
    Lorenzo: Bernard Dickerson
    Masaniello: Maurice Maievsky
    Pietro: Neilson Taylor
    Selva: Alan Opie
    MRF 123 (PL; live)

    1986 Thomas Fulton; Ensemlbe Choral Jean Laforge, Orchestre Philharmonique de Monte Carlo
    Alphonse D'Arcos: John Aler
    Borella: Frédéric Vassar
    Elvire: June Anderson
    Fischer: Daniel Ottavaere
    Hofdame: Martina Mahé
    Lorenzo: Alain Munier
    Masaniello: Alfredo Kraus
    Pietro: Jean-Philippe Lafont
    Selva: Jean-Philippe Courtis
    EMI 165-749 284-2 (2 LP); EMI 749 284-2 (2 CD 148'13)

  • Fra Diavolo ou L'Hôtellerie de Terracine (Fra Diavolo oder Das Gasthaus von Terracina; Eugène Scribe), opéra comique 3 Akte (28. Jan 1830 Paris, Théâtre Feydeau)
    DETAILS

    Deutsch von Carl Blum. Deutsche Erstaufführung am 3. August 1830 in Berlin
    Fra Diavolo, ein 1760 geborener Brigant, der 1806 nach einem langjährigen Guerillakrieg mit den Franzosen gehenkt wurde.

    Fra Diavolo, unter dem Namen des Maruis von San Marco - Jugendlicher Heldentenor
    Lord Kookburn, ein reisender Engländer - Charakter- oder Lyrischer Bariton, auch Bass buffo
    Lady Pamella, seine Gattin - Spielalt, auch Mezzosopran
    Lorenzo, Offizier bei den römischen Dragonern - Lyrischer Tenor
    Matteo, Gastwirt von Terracina - Charakterbariton oder -bass
    Zerline, seine Tochter - Lyrischer Koloratursopran, auch Lyrischer Sopran
    Giacomo, Bandit - Bass buffo
    Beppo, Bandit - Tenor buffo
    Francesco, ein reicher Bauer, Zerlines Bräutigam - Stumm, Baß
    Einwohner von Terracina; Soldaten; Bedienstete des Gasthauses
    Italien um 1830

    2 Flöten (2. auch Piccolo), 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Schlagzeug, Streicher
    Bühnenmusik: 4 Hörner, 2 Trompeten, 2 Posaunen, Glockenspiel

    Nummernoper (18 Musiknummern) mit gesprochenen Dialogen; ca. 2 Stunden; Troupenas (heute Salabert), Paris

    Die Premiere des 'Fra Diavolo' am 28. Januar 1830 stand im Zeichen einer großen Sensation. Auber, der mit der 'Stummen von Portici' die französische Oper der großen Leidenschaft gestaltet hatte, bot mit dem 'Fra Diavolo' seinem begeistertem Publikum die Oper des französischen Esprit: vollendet in der Form und getragen von jenem gezügelten Übermut, der unvergleichlicher Kern des gallischen Humors ist. Die Delikatesse, mit der sich der Franzose ohne jede Sentimentalität über sein Urbürgerlichkeit, die doch der Grundzug seines Wesens ist, spottet, findet im 'Fra Diavolo' ihren bezaubernden Niederschlag. Es kann sich auch nur der geniale Franzose leisten, eine komische Oper mit tödlichem Ausgang zu schaffen, da in dem geistreichen Allotrie auch die erschreckliche Hinrichtung des Räuberhauptmanns, der alle Sympathien auf seiner Seite hat, nicht ernst genommen wird, und schießlich die Gerechtigkeit ja doch siegen muss.
    Hier ist es die große Kunst, die lustige Parodie auf die überspannte Romantik nicht zur Frace werden zu lassen und auch in verfänglichster Situation - das sittsame Bräutchen entkleidet sich auf offener Szene - nie das echte Gefühl zu verletzen.

    Man hat oft schon behauptet, dass die Oper als Kunstgattung überholt und veraltet sei: grober Irrtum. Die Oper ist lediglich kein Experimentierboden für analytische Musik, sondern muss in den Herzen der Zuhörer Widerhall finden. Außerdem benötigen auch die großen Komponisten Textdichter, die ihr Handwerk verstehen. Man schäme sich deshalb nicht, bei Auber und Scribe, Klasse 'Fra Diavolo', in die Schule zu gehen. Das Publikum wird es danken.

    1. Akt. Vorhof eines Gasthauses in Terracina
    Mit ihrem Hauptmann Lorenzo zechen die römischen Dragoner, die auf der Suche nach dem Banditen Fra Diavolo sind. Da erscheint - von diesem ausgeplündert - das englische Ehepaar Lord und Lady Kookburn. Außerdem ist der Lord eifersüchtig auf einen italienischen Maruis, der seiner Lady Pamella überallhin nachfährt. Richtig kommt auch schon der tolle Kavalier sehr zum Ärger des Lords, und macht der Lady gleich wieder den Hof. Der Wirt Matteo bringt die Gäste alle unter und überlässt die Bedienung seiner Tochter Zerlina. Diese flirtet ein wenig mit dem Maruis, bis zwei Bettler kommen, denen der Maruis großmütig das Nachtuartier spendiert.
    Es stellt sich heraus, dass die beiden Bettler zur Bande Fra Diavolos gehören, welche die Engländer ausgeraubt hat. Der Maruis ist Fra Diavolo persönlich.
    Und wieder kommt der Maruis mit den Engländern ins Gespräch. Er erfährt, dass diese ihr Geld in die Kleider eingenäht haben.
    Lorenzo erscheint mit seinen Dragonern und bringt den den Räubern abgejagten Schmuck zurück. Der Lord spendiert zehntausend Lire Belohnung, die Zerline als Mitgift erhält. Jetzt hat sie Hoffnung, ihren Lorenzo statt des faden Franz heiraten zu können. Alles ist begeistert, die Dragoner marschieren ab und die Gäste werden in ihre Zimmer gebracht.

    2. Akt. Zimmer im oberen Stockwerk des Gasthauses
    Fra Diavolo und die zwei anderen Halunken schleichen sich ein, um den Engländern Schmuck und Geld wieder abzunehmen. Sie verstecken sich, als Zerlinchen kommt, sich entkleidet und artig ins Bett steigt. Einer der schlechten Kerle will sie abmurcksen, da begehren unten die Dragoner Einlass. Die ganze Gesellschaft geht in Zerlinens Kammer aus und ein, zuguterletzt erscheint noch der Maruis und die Männer werden arg eifersüchtig auf ihn.

    3. Akt . Reizende italienische Landschaft.
    Als Räuber kostümiert kommt der Maruis den Berg herunter, sehr aufgeräumt, aber auch daran denkend, dass alles einmal schiefgehen kann. In einem hohlen Baum hinterlegt er seine Befehle, die dann von den zwei Räuberkumpanen gefunden werden.
    Unterdessen kommen schon die Hochzeitsgäste, Zerline versucht mit Lorenzo ins Reine zu kommen, aber der fade Zipf spielt den Schwermütigen und denkt nur an die Banditenjagd. Da verplappern sich die beiden Banditenburschen und werden hoppgenommen. Sie müssen das vereinbarte Zeichen geben und Fra Diavolo geht prompt in die Falle. Wie er im letzen Augenblick entwischen will, strecken ihn die Dragoner nieder, er stürzt in den Abgrund und es besteht keine Veranlassung mehr, dass sich die Paare Lord-Lady und Lorenzo-Zerline glückselig in die Arme stürzen.

    Handlung

  • Faksimile
    Opernführer Johannes Scholtze, ca. 1920 (PDF)
  • 1944 Karl Elmendorff; Chor und Orchester der Staatsoper Dresden
    Beppo: Karl Wessely
    Fra Diavolo: Hans Hopf
    Giacomo: Kurt Böhme
    Lady Pamela: Marie-Luise Schilp
    Lord Cockburn: Arno Schellenberg
    Lorenzo: Lorenz Fehenberger
    Matteo: Gottlob Frick
    Zerline: Irma Beilke
    Urania 204 (2 LP) / Preiser PR 90349 (2 CD) (93'58); Cantus Classics 500204 (2 CD) (deutsch, ohne Dialoge)

    1954 Wilhelm Schüchter; Chor und Orchester des NDR Hamburg
    Bauer: Josef Dienstbier
    Beppo: Kurt Marschner
    Fra Diavolo: Rudolf Schock
    Giacomo: Karl Otto
    Lady Pamela: Ursula Zollenkopf
    Lord Cockburn: James Pease
    Lorenzo: Ernst August Steinhoff
    Matteo: Sigmund Roth
    Soldat: Karl Alberti
    Zerline: Wilma Lipp
    Eurodisc 300 730-420 (2 LP) / Relief CD 1909 (2 CD) (deutsch von Karlheinz Gutheim)

    1955 Boris Khaikin; Chor und Orchester des Bolschoi-Theaters Moskau
    Sergei Jakowlewitsch Lemeschew
    Guselnikowa; E. Gribowa
    Melodia M10 39865 (3 LP) (2 CD) (live)

    1968 Arturo Basile; Coro e Orchestra della Teatro Comunale di Triest
    Beppo: Paolo Mazzotta
    Fra Diavolo: Giuseppe Campora
    Giacomo: Alfredo Mariotti
    Lady Pamela: Margaret Simoncini
    Lord Cockburn: Marco Stecchi
    Lorenzo: Romano Grigolo
    Matteo: Vito Susca
    Zerline: Cecilia Fusco
    DG 2726 072 (2 LP; ital.) / DG 477562 8 (2 CD 66'08) (1 CD; Kurzfassung)

    1972 Wolf-Dieter Hauschild; RSO Berlin
    Fra Diavolo: Günter Neumann
    Giacomo: Herbert Rössler
    Lady Pamela: Hannerose Katterfeld
    Lord Cockburn: Reiner Süss
    Lorenzo: Eberhard Büchner
    Matteo: Horst-Dieter Kaschel
    Soldat: Gert Gruner
    Zerline: Helga Termer
    Berlin Classics 21402BC (1 CD) (Auszüge in deutscher Sprache)

    1979 Jean-Marc Cochereau; Choeurs de l'Opéra du Rhin, Orchestre Philharmoniue de Strasbourg
    Beppo: Bernard van der Meersch
    Fra Diavolo: Rémy Corazza
    Giacomo: Jacues Trigeau
    Lady Pamela: Bernadette Antoine
    Lord Cockburn: Gérard Friedman
    Lorenzo: Tibère Raffalli
    Matteo: Jean Brun
    Zerline: Christine Barbeaux
    Voce 26 (2 LP) (live Straßburg, Dez. 1979)

    1981 Alberto Zedda; Cambridge University Chamber Choir, Orchestra del Festival di Martina Franca
    Bauer: Fabio Luisi
    Beppo: Oslavio di Credico
    Fra Diavolo: Dano Raffanti
    Giacomo: Sergio Kalabakos
    Lady Pamela: Martine Dupuy
    Lord Cockburn: Nelson Portella
    Lorenzo: Aldo Bertolo
    Matteo: Giorgio Tadeo
    Zerline: Luciana Serra
    Fonit Cetra LMA 3011 (3 LP) / Fonit Cetra CDC 75 (2 CD 142'33); Warner Fonit 3984-27266-2 (2 CD) (ital., live 1. Aug. 1981 Festival della Valle d'Itrai)

    1984 Marc Soustrot; Ensemble Vocal Jean Laforge, Orchestre Philharmoniue de Monte Carlo
    Bauer: Michel Marimpouy
    Beppo: Michel Hamel
    Fra Diavolo: Nicolai Gedda
    Francesco: Michel Marimpouy
    Giacomo: Michel Trempont
    Lady Pamela: Jane Berbié
    Lord Cockburn: Rémy Corazza
    Lorenzo: Thierry Dran
    Matteo: Jules Bastin
    Soldat: Regis Ducroc
    Zerline: Mady Mesplé
    EMI 2700 683 (2 LP) / EMI 754 810-2 (2 CD 112'54)

  • Le Dieu et la Bayadère ou La Courtisane amoureuse (Der Gott und die Bajadere; Eugène Scribe), opéra 2 Akte (13. Okt. 1830 Paris, Opéra-Comique)
    DETAILS

    Der Unbekannte - Tenor
    Olifour (oberster Richter) - Baß
    Tschop-Dar - Tenor
    Anführer der Wachen - Baß
    Nink - Sopran
    Zilia - Sopran
    Zoloé - Tänzerin
    Fatme - Tänzerin
    Bajaderen, Sklaven, Wachen, Soldaten, Volk
    In Kaschmir, sagenhafte Zeit

  • Le Philtre (Der Liebestrank; Scribe), opéra 2 Akte (15. Juni 1831 Paris, Opéra-Comique); neu vertont von Donizetti 1832 Paris
  • La Marquise de Brinvilliers (Scribe/François-Henri-Joseph Castil-Blaze), opéra 3 Akte (31. Okt. 1831 Paris, Opéra-Comique); Mitarbeit von Désiré-Alexandre Batton, H.-M. Berton, Blangini, Boieldieu, Carafa, Cherubini, Hérold, Paër
  • Le Serment ou Les Faux-Monnoyeurs (Scribe/Edouard-Joseph Mazères), opéra 3 Akte (1. Okt. 1832 Paris, Grand Opéra)
  • Gustave III. ou Le Bal masqué (Gustav III. oder Der Maskenball; Eugène Scribe), opéra historique 5 Akte (27. Febr. 1833 Paris, Grand Opéra); neu vertont von Giuseppe Verdi 1859 Rom
    DETAILS

    Gustav III. (König von Schweden) - Tenor
    Graf Ankarström (sein Vertrauter) - Bariton
    Melanie (dessen Gattin) - Sopran
    Graf Horn, Graf Ribbing (Verschwörer) in - Tenor, Baß
    Armfeldt (Kriegminister) - Baß
    Kaulbart (Justizminister) - Baß
    Oskar (Page des Königs) - Sopran
    Arvedson (eine Wahrsagerin) - Mezzosopran
    Christian (ein alter Matrose) - Tenor
    Roslin (ein Bildhauer) - Schauspieler
    Sergell (ein Maler) - Schauspieler
    Hofstaat, Offiziere, königliche Garden, Soldaten, Matrosen, Diener, Volk

    In und bei Stockholm im März 1792

    1991 Michel Swierczewski; Ensemble Vocal Intermezzo, Orchestre Lyriue Français
    Amélie: Rima Tawil
    Ankastrom: Christian Tréguier
    Armfelt: Franck Leguérinel
    Arvedson: Valérie Marestin
    Christian: Patrick Foucher
    Dehorn: Gilles Dubernet
    Diener: Franck Leguérinel
    Gustave: Laurence Dale
    Kammerdiener: Franck Leguérinel
    Kammerherr: Franck Leguérinel
    Kaulbart: Franck Leguérinel
    Oscar: Brigitte Lafon
    Ribbing: Roger Pujol
    Arion ARN 368220 (3 CD) (Live-Montage)

  • Lestocq ou L'Intrigue et l'amour (Scribe), opéra comique 4 Akte (24. Mai 1834 Paris, Opéra-Comique)
    DETAILS

    Solisten

  • Elisabeth, Peter des Großen Tochter - Sopran
  • Lesoc, ihr Arzt - Tenor
  • Golofkin, Polizeiminister und Miglied der Regentschaft
  • Eudoxia, seine Gemahlin - Sopran
  • Strolof, Golofkins Leibeigener und Posthalter - Bariton
  • Katharina, Leibeigene in Eudoxias Diensten - Mezzosopran
  • Dimitri Lapukin, Hauptmann im Regiment Nowgorod - Tenor
  • Samojej, Offizier im nämlichen Regiment - Tenor
  • Woref, Golofkins Adjutant - Bariton

    Chor

  • Offiziere des Regiments Nowgorof, Hofleute und Masken, Hofbediente, Soldaten, Leibeigene, Volk

    Ort

  • 1. Akt: Eine Poststation zwischen Nowgorod und St. Petersburg, in den übrigen Akten der kaiserliche Palast in St. Petersburg

    Zeit

  • Anfang Dezember 1741
  • Le Cheval de bronze (Das eherne Pferd; Scribe), opéra féerie 3 Akte (28. März 1835 Paris, Grand Opéra)
    DETAILS

    Yang-yang, kaiserlicher Prinz von China - Bariton
    Tsing-sing, ein Mandarin - Baß
    Tao-chin, seine vierte Gemahlin - Alt
    Tschin-kao, Pächter und Schankwirt - Baß
    Peki, seine Tochter - Sopran
    Yanko, ein junger Bauer - Tenor
    Stella, des Großmoguls Tochter - Sopran
    Helianthe, eine Sirene - Sopran
    Gefolge des Prinzen, Landleute, Sirenen
    In einem chinesischen Dorf und auf dem Planeten Venus, Märchenzeit

    1979 Jean-Pierre Marty; Chœurs de Radio France, Nouvel Orchestre Philharmonique
    Sonia Nigoghossian - Péki
    Isabel Garcisanz - Tao-Jin
    Anne-Marie Rodde - Stella
    Brigitte Bellamy - Lo-Mangli
    Anthony Roden - Yang
    Ulrik Cold - Tchin-Kao
    Armand Arapian - Tsing-Sing
    Léonard Pezzimo - Yanko
    MRF 164 (3 LP) A-1047 (2 LP) Gala GL 100.174 (2 CD)

  • Actéon (August Eugène Scribe), opéra comique 1 Akt (1835-1836; 23. Jan. 1839 Paris, Opéra-Comique); EA Philadelphia 1843; Brüssel 1846; London 1849; deutsch von M. G. Friedrich Wien 1839
  • Les Chaperons blancs (Scribe), opéra comique 3 Akte (26. März 1836 Paris, Opéra-Comique)
  • L'Ambassadrice (Die Botschafterin; Scribe), opéra comique 3 Akte (21. Dez. 1836 Paris, Opéra-Comique); Deutsche Neubearbeitung als Vertauschte Rollen (Eugène Scribe/Henri de Saint Georges)
    DETAILS

    EA Brüssel 1837; New Orleans 1841; Rio de Janeiro 1846; dt. von C. A. L. von Lichtenstein Berlin 1837; Graz 1838; Prag und Wien, Theater in der Josefstadt 1839; Wien, Kärntnertortheater 1840; weitere Übersetzungen von F. Ellmenreich; auch ins Dänische, Englische, Schwedische und Spanische übersetzt; WA Berlin, Deutsches Opernhaus 1930 als Vertauschte Rollen (Guttmann/Barthel); mit der Titelgestalt, der Primadonna Henriette, soll H. Sontag gemeint sein

    Graf Valberg, Botschafter - Tenor
    Gräfin Westerburg, Valbergs Schwester - Sopran
    Fortunatus, Theaterunternehmer - Baß
    Madame Barneck, ehemalige Sängerin - Sopran
    Antoinette, ihre Nichte - Sopran
    Charlotte, Sängerin - Sopran
    Benedikt, Sänger und Regisseur - Tenor
    Bediente, Theaterleute
    München und Berlin 19. Jahrhundert

  • La Fête de Versailles (Scribe) intermède; 10. Juni 1837 Château de Versailles
  • Le Domino noir (Der schwarze Domino; Scribe), opéra comique 3 Akte (2. Dez. 1837 Paris, Opéra-Comique)
    DETAILS

    Solisten

  • Horatio von Massarena, Gesandtschaftssekretär - Tenor
  • Graf Juliano, sein Freund - Tenor
  • Lord Elfort - Bariton
  • Gil-Perez, Verwalter des königlichen Damenstiftes - Baß
  • Angela - Mezzosopran
  • Brigitte - Sopran
  • Lopez - Tenor
  • Claudia, Julianos Wirtschafterin - Alt
  • Ursula, eine Stiftsdame - Sopran
  • Gertrude, Pförtnerin - Sopran

    Chor

  • Ballgäste, Edelleute, Stiftsdamen, Hofgesellschaft, Dienerschaft

    Ort und Zeit

  • Madrid im 19. Jahrhundert

    Handlung

  • Faksimile
    Opernführer Johannes Scholtze, ca. 1920 (PDF)
  • Records

  • 1950 Jules Gressier; Chœur et Orchestre Lyrique de Radio-France
    Janine Micheau - Angèle
    Liliane Berton - Brigitte
    Joseph Peyron - Horace de Massarena
    Gilbert Maurun - Gil Perez
    Bernard Demigny - Lord Elfort
    Melodram 270110 (2 CD; live, gekürzt)
  • 1993 Richard Bonynge; London Voices, English Chamber Orchestra
    Sumi Jo - Angèle
    Isabelle Vernet - Brigitte
    Bruce Ford - Horace de Massarena
    Jules Bastin - Gil Perez
    Gilles Cachemaille - Lord Elfort
    Decca 440 646-2 (2 CDs)
  • Le Lac des fées (Der Feensee; Scribe/Mélesville), opéra 5 Akte (1. April 1839 Paris, Grand Opéra)
    DETAILS

    Solisten
  • Graf Rudolf von Kronenburg - Baß
  • Albert, Fritz, Konrad, Georg, Kurt, Studenten - Tenor, Baß, Tenor, Tenor, Baß
  • Margarete, Gastwirtin - Mezzosopran
  • Isaschar, ein Jude - Tenor
  • Blitzer, ein Landstreicher - Tenor
  • Zeila, Edda, Feen - Mezzosopran, Sopran
  • Ein Hirtenknabe - Sopran
  • Die Feenkönigin - stumme Rolle
  • Ein Ausrufer - Tenor

    Chor

  • Feen, Vornehme Herren und Damen, Pagen, Studenten, Reisende, Kaufleute, Aufwärter im Gasthofe, Landstreicher, Bewaffnete, Volk

    Ort und Zeit

  • Im Hardtgebirge, in und bei Köln, im Feenreiche im 16. Jahrhundert
  • Zanetta ou Jouer avec le feu (Scribe/Jules-Henry Vernoy de Saint-Georges), opéra comique 3 Akte (18. Mai 1840 Paris, Opéra-Comique)
  • Les Diamants de la couronne (Die Krondiamanten; Scribe/Saint-Georges), opéra comique 3 Akte (6. März 1841 Paris, Opéra-Comique)
    DETAILS

    Solisten

  • Bazano, Graf von Campo, Major, Minister und Mitglied der Regentschaft - Baß
  • Diana, seine Tochter - Sopran
  • Don Enriquez de Sandoval, sein Neffe - Tenor
  • Don Sebastian d'Aveyro, Offizier - Tenor
  • Rebolledo, ein Falschmünzer - Baß
  • Theophila, seine Nichte - Sopran
  • Munholz und Barbarigo, Falschmünzer - Tenor, Baß

    Chor

  • Hofstaat, Offiziere, Soldaten, Falschmünzer, Volk

    Ort und Zeit

  • Portugal im Jahre 1777

    Records

    1999 Edmon Colomer; Orchestre de Picardie, Choir Spezzati
    Barbarigo: Sébastien Lemoine
    Catarina: Ghyslaine Raphanel
    Comte de Campo Mayor: Paul Medioni
    Diana: Mylène Mornet
    Don Henrique: Christophe Einhorn
    Don Sébastien: Dominique Ploteau
    Mugnoz: Nicolas Gambotti
    Rebolledo: Armand Arapian
    Mandala/Harmonia Mundi 5003/05 (3 CD)

  • Le Duc d'Olonne (Scribe/Saintine), opéra comique 3 Akte (4. Febr. 1842 Paris, Opéra-Comique)
  • Le Part du diable (Des Teufels Anteil; Scribe), opéra comique 3 Akte (16. Jan. 1843 Paris, Opéra-Comique), siehe auch Petrella
    DETAILS

    Solisten

  • Ferdinand VI., König von Spanien - Baß
  • Maria Teresia, seine Gemahlin - Alt
  • Fray Antonio, Großinquisitor - Baß
  • Carlo Broschi, ein berühmter Sänger - Sopran
  • Casilda, seine Schwester - Sopran
  • Rafael d'Estuniga - Tenor
  • Gil Vargas, sein Lehrer - Baß

    Chor

  • Hofstaat, Offiziere, Soldaten, Wachen, Mönche, Dienerschaft

    Ort und Zeit

  • Madrid und Aranjuez, um 1736

    Der "Carlo Broschi", dreizehn Jahre nach Fra Diavolo entstanden, ist das bezeichnedste Werk in der späten Schaffenszeit Aubers. Es ist nicht mehr von dem übersprudelnden Leben erfüllt wie Die Stumme von Portici oder Fra Diavolo, doch ist es noch immer ein Schatz schöner Melodien in formvollendeter Komposition.

    1. Akt. Wald in der Umgebung von Madrid. Carlo wartet unter einer Eiche auf seine Schwester Casilda. Das arme Mädchen war entführt und auf ein Schloß gebracht worden, von wo sie entflohen ist. Der junge Rafael d'Estuniga kommt vorbei und schwärmt seinem Hofmeister Gil Vargas von seiner unbekannten, plötzlich verschwundenen Geliebten vor. Wie sie weg sind, erscheint Casilda und erzählt eine ähnliche Geschichte. Carlo gibt die Schwester in die Obhut des nahen Klosters, dann sitzt er wieder unter seiner Eiche und singt sich ein Lied. Der schwermütige König, der gerade auf der Jagd weilt, hört's und ist davon so begesitert, daß die Königin Carlo zur Aufheiterung des Königs nach Madrid mitnehmen will.
    Rafael benutzt die Gelegenheit und bittet die Königin kniefällig um eine Fähnrichstelle, die aber veweigert wird, weil sich Rafael der Protektion des verhaßten Großinquisitors erfreut. In seiner Verzweiflung ruft er den Teufel zu Hilfe und Carlos in der Eiche läßt sich herbei, dessen Rolle zu spielen. Als Teufel fordert er seinen Anteil und der verdutzte Rafael verspricht ihm von allen Gewinnen die Hälfte.

    2. Akt. Saal im königlichen Palaste zu Madrid. Carlo ist in den letzten drei Monaten ein großer Herr geworden. Der König ist von der Schwermut befreit und Carlo hat für Rafael die zuerst abgelehnte Fähnrichstelle erwirkt, während seine Schwester Casilda Hofdame bei der Königin geworden ist. Rafael wird zum Hauptmann befördert, muß aber die gleichzeitige Geldbelohnung als Anteil dem "Teufel" Carlo abliefern; der hebt das Geld als Mitgift für Casilda auf. Rafael wünscht nun sehnlich, die verschwundene Geliebte zu sehen. Der "Teufel" erfüllt den Wunsch; aber wie Rafael Casilda umarmen will, wird er vom Obersthofmeister in den Arrest gesteckt.
    In Gil Cargas erkennt Casilda ihren ehemaligen Entführer. Sie wirft sich dem König zu Füßen und in ihm wiederum erkennt sie den Edelmann, auf dessen Schloß sie seinerzeit gebracht worden ist. Der verrückte König ist ganz entsetzt, weil er das Mädchen für den Schatten derjenigen hält, deren Tod er verschuldet zu haben glaubt. Mit Mühe wird der König überezugt, daß Casilda echt und lebendig ist. Der kecke Rafael entwischt aus dem Gefängnis und findet zu Casilda. Beide werden vom König überrascht, der rasend vor Eifersucht das Liebespaar verbrennen lassen will. Carlo behauptet vor dem König, daß Rafael und Casilda miteinander verheiratet seien. Der König verzeiht und Rafael glaubt gern das neue Kunststück des Teufels. Rafael wird außerdem zum Oberst der leibgarde befördert, damit Casilda in der Nähe des Königs bleibt.

    3. Akt. Saal in Aranjuez. Der König hat den Schwindel von der angeblichen Ehe erkannt und will Carlo mit Rafael umbringen lassen. Carlo behauptet frech, er kenne den eigentlichen Entführer Casildas. Er beruhigt den tödlich erschrockenen König damit, daß er auch wisse, daß der König nur dem bösartigen Großinquisitor in die Falle gegangen sei, weil dieser gegen die Königin intrigiere. Nun erwacht der Geist Ferdinand, er verzeiht den Geschwistern, eint die Liebenden und geht bekehrt zu seiner bravn Königin zurück.

  • La Sirène (Scribe), opéra comique 3 Akte (26. März 1844 Paris, Opéra-Comique)
  • La Barcarolle ou L'Amour et la musique (Scribe); opéra comique 3 Akte (22. April 1844 Paris, Opéra-Comique); Wien, Theater an der Wien 1846; Wien, Kärntnerthortheater 1849 (deutsch von G. Ball); London 1847 (engl.); Lissabon 1847 (ital.)
  • Les Premiers pas (Alphonse Royer/Gustave Vaëz); opéra comique 1 Akt (15. Nov. 1847 Paris, Opéra national); Mitarbeit von Adam, Carafa, Halévy)
  • Haydée ou Le Secret (Scribe, nach der von Prosper Mérimée aus dem Russischen übersetzte Erzählung Six et quatre), opéra comique 3 Akte (28. Dez. 1847 Paris, Opéra-Comique)
  • L'Enfant prodique (Scribe), opéra 5 Akte (6. Dez. 1850 Paris, Grand Opéra)
  • Zerline ou La Corbeille d'oranges (Scribe), opéra comique 3 Akte (16. Mai 1851 Paris, Grand Opéra)
  • Marco Spada (Scribe/Delavigne; Finalszene nach La Confession du bandit von Horace Vernet), opéra comique 3 Akte (21. Dez. 1852 Paris, Opéra-Comique)
  • Jenny Bell (Scribe), opéra comique 3 Akte (2. Juni 1855 Paris, Opéra-Comique)
  • Manon Lescaut (Scribe, nach Histoire du chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut von Antoine-François Prévost d'Exiles), opéra comique 3 Akte (23. Febr. 1856 Paris, Opéra-Comique) / von Daniel-François-Esprit Auber
    DETAILS

    Manon Lescaut - Sopran
    Chevalier des Grieux - Tenor
    Lescaut, Manons Vetter - Bariton
    Marguérite, Manons Freundin - Mezzosopran
    Gervais, ihr Verlobter - Tenor
    Marquis d'Herigny - Bariton
    Durozeau, Polizeioffizier - Bariton
    Renaud, ein Sergeant - Bariton
    Madame Bancelin - Mezzosopran
    Zabi, eine schwarze Sklavin - Sopran
    Ballgäste, Wachen, Soldaten, Volk

    Frankreich und Nordamerika, Beginn des 18. Jahrunderts

    1974 Jean-Pierre Marty; Chœurs et Orchestre Lyrique de Radio France
    Mady Mesplé - Manon Lescaut
    Peter-Christoph Runge - Marquis d'Hérigny
    Jean-Claude Orliac - Chevalier des Grieux
    Yves Bisson - Lescaut
    Emmy Greger - Marguerite
    Gérard Friedmann - Gervais
    EMI 167-14056-8 (3 LP) EMI 763 252-2 (2 CD)

    1990 Patrick Fournillier; Chœurs du Théâtre Français de la Musique, Orchestre Régional de Picardie Le Sinfonietta
    Elisabeth Vidal - Manon Lescaut
    René Massis - Marquis d'Hérigny
    Alain Gabriel - Chevalier des Grieux
    André Cognet - Lescaut
    Brigitte Lafon - Marguerite
    Alexandre Laiter - Gervais
    Le Chant du Monde LDC 2781054-5 (2 CD; Live-Montage Sept. 1990)

  • La Circassienne (Scribe), opéra comique 3 Akte (2. Febr. 1861 Paris, Opéra-Comique)
  • La Fiancée du roi de Garbe (Scribe/Saint-Georges), opéra comique 3 Akte (11. Jan. 1864 Paris, Opéra-Comique)
  • Le Premier jour de bonheur (Adolphe Philippe Dennery/Eugène Cormon), opéra comique 3 Akte (15. Febr. 1868 Paris, Opéra-Comique)
  • Rêve d'amour (Adolphe Philippe Dennery/Eugène Cormon), opéra comique 3 Akte (20. Dez. 1869 Paris, Opéra-Comique)

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