Sirach 14
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27 Fundstellen

Sir 14,1Wohl dem, der nicht bösen Rat gibt, und davon nicht böses Gewissen hat!
Sir 14,2Wohl dem, der kein böses Gewissen hat, und dem seine Zuversicht nicht entfallen ist!
Sir 14,3Einem Knauser steht's nicht wohl an, daß er reich ist; und was soll Geld und Gut einem kargen Hunde?
Sir 14,4Wer viel sammelt, und sich selber nichts Gutes tut, der sammelt's andern, und andere werden's verprassen.
Sir 14,5Wer sich selber nichts Gutes tut, was sollte der andern Gutes tun? Er wird seines Guts nimmer froh.
Sir 14,6Es ist kein schändlicheres Ding, denn daß einer sich selbst nichts Gutes gönnt; und das ist die rechte Plage für seine Bosheit.
Sir 14,7Tut er etwas Gutes, so weiß er nichts darum, und zuletzt offenbart er seine Bosheit.
Sir 14,8Das ist ein böser Mensch, der nicht sehen mag, daß man den Leuten Gutes tut, sondern wendet sein Angesicht weg und erbarmt sich niemande.
Sir 14,9Ein habgieriger Mensch läßt sich nimmer genügen an seinem Teil; und der Geiz macht die Seele dürr.
Sir 14,10Ein Neidischer sieht nicht gern essen; und es tut ihm wehe, wenn er soll zu essen geben.
Sir 14,11Mein Kind, tue dir selbst Gutes von dem Deinen, und gib dem Herrn Opfer, die ihm gebühren.
Sir 14,12Gedenke, daß der Tod nicht säumt; und du weißt ja wohl, daß du keinen Bund mit dem Tode hast.
Sir 14,13Tue Gutes dem Freund vor deinem Ende, und reiche dem Armen nach deinem Vermögen.
Sir 14,14Vergiß der Armen nicht, wenn du einen fröhlichen Tag hast; so wird dir auch Freude widerfahren, die du begehrst.
Sir 14,15Du mußt doch deinen sauren Schweiß andern lassen, und deine Arbeit den Erben übergeben.
Sir 14,16Gib gern, so wirst du wieder empfangen, und gönne deiner Seele Gutes.
Sir 14,17Denn wenn du tot bist, so hast du ausgezehrt.
Sir 14,18Alles Fleisch verschleißt wie ein Kleid: denn es ist der alte Bund: Du mußt sterben!
Sir 14,19Wie mit den grünen Blättern auf einem schönen Baum etliche fallen ab, etliche wachsen wieder, also gehet's mit den Leuten auch, etliche sterben, etliche werden geboren.
Sir 14,20Alles vergängliche Ding muß ein Ende nehmen;
Sir 14,21und die damit umgehen, fahren auch mit dahin.
Sir 14,22Wohl dem, der stets mit Gottes Wort umgeht und es auslegt und lehrt,
Sir 14,23der's von Herzen betrachtet und gründlich verstehen lernt und der Weisheit immer weiter nachforscht und schleicht ihr nach, wo sie hingeht,
Sir 14,24und guckt zu ihrem Fenster hinein und horcht an der Tür,
Sir 14,25sucht Herberge nahe bei ihrem Hause und richtet an ihrer Wand seine Hütte auf, und es ist ihm eine gute Herberge.
Sir 14,26Er bringt seine Kinder auch unter ihr Dächlein und bleibt unter ihrer Laube.
Sir 14,27Darunter wird er vor der Hitze beschirmt und ist ihm eine herrliche Wohnung.

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