Weisheit 19
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21 Fundstellen

Weish 19,1Aber die Gottlosen überfiel der Zorn ohne Barmherzigkeit bis zum Ende.
Weish 19,2Denn er wußte zuvor wohl, was sie künftig tun würden, nämlich, da sie ihnen geboten hatten wegzuziehen, und dazu sie mit Fleiß lassen geleiten, daß sie es bereuen würden, und ihnen nachjagen.
Weish 19,3Denn da sie noch Leid trugen, und bei der Toten Gräbern klagten, fielen sie auf ein anderes törichtes Vornehmen: daß sie die verfolgen wollten als die Flüchtigen, welche sie doch mit Flehen hatten ausgestoßen.
Weish 19,4Aber es mußte also gehen, daß sie zu solchem Ende kämen, wie sie verdient hatten, und mußten vergessen, was ihnen widerfahren war, auf daß sie vollends die Strafe überkämen, die noch dahinten war
Weish 19,5und dein Volk eine wunderbare Reise erführe, jene aber eine neue Weise des Todes fänden.
Weish 19,6Denn die ganze Kreatur, so ihre eigene Art hatte, veränderte sich wiederum nach deinem Gebot, dem sie dient, auf daß deine Kinder unversehrt bewahrt würden.
Weish 19,7Da war die Wolke, und beschattete das Heer; da zuvor Wasser stand, sah man trockenes Land hervorkommen; da ward aus dem Roten Meer ein Weg ohne Hindernis und aus den mächtigen Fluten ein grünes Feld,
Weish 19,8durch welches ging alles Volk, so unter deiner Hand beschirmt ward, die solche wunderbare Wunder sahen;
Weish 19,9und sie gingen wie die Rosse auf der Weide, und hüpften wie die Lämmer, und lobten dich, Herr, der sie erlöst hatte.
Weish 19,10Denn sie gedachten noch daran, wie es ergangen war in der Fremde, wie die Erde anstatt der gewöhnlichen Tiere Fliegen brachte, und das Wasser anstatt der Fische Frösche die Menge gab.
Weish 19,11Hernach aber sahen sie auch eine neue Art der Vögel, da sie lüstern wurden, und um leckere Speise baten.
Weish 19,12Denn es kamen ihnen Wachteln vom Meer, ihre Lust zu büßen.
Weish 19,13Auch kam die Strafe über die Sünder nicht ohne Zeichen, so zuvor mit mächtigem Blitzen geschahen; denn es war recht, daß sie solches litten um ihrer Bosheit willen, weil sie hatten die Gäste so gar übel gehalten. Denn andere nahmen nur solche nicht auf, die, wenn sie kamen, nirgend hin wußten; sie aber zwangen die Gäste, so ihnen Gutes getan hatten, zum Dienst.
Weish 19,14Und das nicht allein, sondern es wird auch noch ein anderes Einsehen über sie kommen;
Weish 19,15denn während jene nur die Fremden so unfreundlich hielten, plagten diese die, so sie mit Freuden hatten angenommen, und Stadtrecht mitgenießen lassen, mit schwerer Arbeit.
Weish 19,16Sie wurden aber auch mit Blindheit geschlagen, gleichwie jene vor der Tür des Gerechten mit so dicker Finsternis überfallen wurden, daß ein jeglicher suchte den Gang zu seiner Tür.
Weish 19,17Denn die Elemente gingen durcheinander, wie die Saiten auf dem Psalter durcheinanderklingen und doch zusammenlauten, wie man solches an der Tat wohl sieht.
Weish 19,18Denn was auf dem Lande zu sein pflegt, das war im Wasser, und was im Wasser zu sein pflegt, ging auf dem Lande.
Weish 19,19Das Feuer war mächtig im Wasser über seine Kraft, und das Wasser vergaß seine Kraft, zu löschen.
Weish 19,20Wiederum die Flammen verzehrten nicht das Fleisch der sterblichen Tiere, so darin gingen, und zerschmelzten nicht die unsterbliche Speise, die doch wie Eis leicht zerschmolz.
Weish 19,21Herr, du hast dein Volk allenthalben herrlich gemacht und geehrt, und hast sie nicht verachtet, sondern allezeit und an allen Orten ihnen beigestanden.

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