Weisheit 1
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16 Fundstellen

Weish 1,1Habt Gerechtigkeit lieb, ihr Regenten auf Erden! Denket dem Herrn nach in frommem Sinn, und suchet ihn mit einfältigem Herzen!
Weish 1,2Denn er läßt sich finden von denen, so ihn nicht versuchen, und erscheint denen, die ihm nicht mißtrauen.
Weish 1,3Aber ruchloser Dunkel scheidet von Gott; und wenn die Strafe kommt, beweist sie, was jene für Narren gewesen sind.
Weish 1,4Denn die Weisheit kommt nicht in eine boshafte Seele, und wohnt nicht in einem Leibe, der Sünde unterworfen.
Weish 1,5Denn der heilige Geist, der ein Geist der Zucht ist, flieht die Falschen, und weicht von den Ruchlosen, und wird verscheucht, wenn Ungerechtigkeit ihm nahen will.
Weish 1,6Denn ein leutseliger Geist ist die Weisheit, und läßt den Lästerer nicht ungestraft. Denn Gott ist Zeuge über alle Gedanken, und erkennt alle Herzen gewiß, und hört alle Worte.
Weish 1,7Denn der Weltkreis ist voll Geistes des Herrn; und der allenthalben ist, kennt die Rede.
Weish 1,8Darum kann der nicht verborgen bleiben, der das Unrecht redet; und das Recht, so ihn strafen soll, wird sein nicht fehlen.
Weish 1,9Denn des Gottlosen Anschläge müssen vor Gericht, und seine Reden müssen vor den Herrn kommen, daß seine Untugend gestraft werde.
Weish 1,10Denn des Eifrigen Ohr hört alles, und das Spotten der Lästerer wird nicht verborgen bleiben.
Weish 1,11So hütet euch nun vor dem schädlichen Lästern, und bewahret die Zunge vor dem Fluchen. Denn was ihr heimlich miteinander in die Ohren redet, wird nicht so leer hingehen, und der Mund, so da lügt, tötet die Seele.
Weish 1,12Strebet nicht so nach dem Tode mit eurem Irrtum, und ringet nicht so nach dem Verderben durch eurer Hände Werk.
Weish 1,13Denn Gott hat den Tod nicht gemacht und hat nicht Lust am Verderben der Lebendigen;
Weish 1,14sondern er hat alles geschaffen, daß es im Wesen sein sollte; und was in der Welt geschaffen wird, das ist gut, und ist nichts Schädliches darin. Dazu ist der Hölle Reich nicht auf Erden;
Weish 1,15denn die Gerechtigkeit ist unsterblich;
Weish 1,16sondern die Gottlosen ringen nach dem Tode mit Worten und mit Werken. Denn sie halten ihn für einen Freund und fahren dahin und verbinden sich mit ihm; denn sie sind's auch wert, daß sie seines Teils sind.

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