uiv="Content-Language" content="de"> uiv="content-type" content="text/html; charset=ISO-8859-1"> La finta semplice von Mozart

La finta semplice (Das schlaue Mädchen oder Die verstellte Einfalt; Marco Coltellini nach Carlo Ovaldo Goldoni), opera buffa 3 Akte KV 51 (1769 vielleicht Salzburg)
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart

komponiert in Wien zwischen April und Juli 1768
geschrieben für eine Aufführung in Wien, dort aber hintertrieben

Don Cassandro und Don Polidoro, reiche Edelleute - Baß, Tenor
Giacinta, ihre Schwester - Sopran
Fracasso, ein ungarischer Hauptmann - Tenor
Rosina, seine Schwester - Sopran
Simone, Sergeant und Bursche des Hauptmanns - Baß
Ninetto, Zofe und Dienerin in Don Cassandros Haus - Sopran
In der Gegend von Cremona im 18. Jahrhundert

3 Soprane, 2 Tenöre, 2 Bässe
2 Flöten/Oboen, 2 Englischhörner, 2 Fagotte, 2 Hörner/Corni da caccia, 2 Violinen, 2 Violas, Violoncello e Basso, [Cembalo]

1. Akt: Cassandro, ein erklärter Weiberfeind, und sein den Frauen dümmlich ergebener, von ihm unterdrückter Bruder Polidoro führen auf ihrem Landschloss in der Nähe Cremonas ein abgeschiedenes Junggesellendasein. Die Einuartierung des ungarischen Hauptmanns Fracasso und seines Dieners Simone bringt einige aufregende Veränderungen mit sich: Fracasso verliebt sich in Giacinta, Simone in die Zofe Ninetta. Damit Giacintas Brüder die Erfüllung dieser Harmonie nicht verhindern, verfällt die couragierte Ninetta auf die Idee, beide in Rosina, Fracassos ebenso gescheite wie hübsche Schwester, verliebt zu machen. Rosina spielt mit, und die Rechnung geht auf. Mit Schöntun gelingt es ihr sogar, dem tapsigen Polidoro eine gefüllte Geldbörse und dem Geizhals Carcasso einen Ring abzuluchsen.

2. Akt: Die Ereignisse überschlagen sich. Fracasso und Cassandro, so berichtet Giacinta, sind beim Wein in Streit geraten und wollen sich duellieren. Rosina muss sich einerseits amüsiert den ungeschickt werbenden Polidoro vom Leibe halten, geniesst es aber andererseits, dass Cassandro und Polidoro ihretwegen aneinander geraten. Und weil Cassandro sie beschuldigt, den Ring - den sie ihm heimlich wieder angesteckt hat - gestohlen zu haben, fordert ihn Fracasso nun wirklich auf Degen - eine Farce, denn Cassandro macht sich hasenfüssig aus dem Staub. Der Akt endet mit einem Knalleffekt: Fracasso und Simone verkünden, Giacinta und Ninetta seien mit dem gesamten Vermögen durchgebrannt.

3. Akt: Die beiden Paare, erst Simone und Ninetta, dann Giacinta und Fracasso, versichern sich ihres halb gewonnenen Spiels, und Rosina eröffnet Cassandro durch die Blume, dass er ihr nicht gleichgültig ist. Nur möchte sie Polidoro noch einen Streich spielen, indem sie Cassandro spielerisch bittet, seinem Bruder die Hand reichen zu dürfen, nur um sie dann Cassandro selbst statt Polidoro zu geben. In Hochzeitsstimmung tauchen die beiden anderen Paare auf, denn wer die Flüchtigen findet, solle sie heiraten dürfen. So haben es Cassandro und Polidoro versprochen. Man gesteht sich, man vergibt sich die geheuchelte Einfalt. Einzig Polidoro bleibt allein.

1956 Bernhard Paumgartner; Camerata Academica Salzburg
Don Cassandro: George Maran
Don Cassandro: Alois Pernerstorfer
Giacinta: Edith Oravez
Ninetta: Karin Küster
Polidoro: August Jaresch
Rosina: Dorothea Siebert
Simone: Walter Rahninger
Philips 6747 388 (8 LP); Philips A 00343-4 (2 LP)

1983 Leopold Hager; Mozarteumorchester Salzburg
Don Cassandro: Robert Holl
Fracasso: Thomas Moser
Giacinta: Teresa Berganza
Ninetta: Jutta-Renate Ihloff
Polidoro: Anthony Rolfe-Johnson
Rosina: Helen Donath
Simone: Robert Lloyd
Orfe o K 085844 (4 LP) / Orfeo C 085 843F (3 CD), Brilliant Classics 99726/3-5 (165'49)

1989 Peter Schreier; Kammerorchester C.P.E. Bach
Don Cassandro: Siegfried Lorenz
Fracasso: Hans-Peter Blochwitz
Giacinta: Ann Murray
Ninetta: Eva Lind
Polidoro: Douglas Johnson
Rosina: Barbara Hendricks
Simone: Andreas Schmidt
Philips 422 528-2 (2 CD) (146'43)

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