André Chénier (Andrea Chénier; Luigi Illica), dramma di ambiente storico (Musikalisches Drama) 4 Akte (28. März 1896 Mailand, Teatro alla Scala)
Musik von Umberto Giordano

Erstaufführungen New York 1896; deutsch von Max Kalbeck Breslau 28. Jan. 1897; Budapest 1897 (ung.); Moskau 1897; Prag 1897 (tschech.); Buenos Aires 1897; Lyon 1897 (frz.); Lissabon 1898; Antwerpen 1898 (frz.); Rio de Janeiro 1898; Barcelona 1898; Berlin, Theater des Westens 1898 (deutsch); Manchester und London 1903 (engl.); Warschau 1905; Paris 1905; Wien, Volksoper 1909 (deutsch); Stockholm 1909 (schwed.); Monte Carlo 1923

André Chénier, Dichter - Jugendlicher Heldentenor
Charles Gérard, Diener bei Coigny - Charakterbariton / Lyrischer Bariton
Gräfin Coigny - Mezzosopran oder Spielalt
Madeleine, ihre Tochter - Jugendlich-dramatischer od. Lyrischer Sopran
Bersi, ihre Vertraute, eine Mulattin - Mezzosopran od. Spielalt
Roucher, Chéniers Freund - Charakterbaß
Matthieu "Populus", ein Sansculotte - Baß
Fouquier Tinville, öffentlicher Ankläger - Charakterbaß
Dumas, Präsident des Wohlfahrtsausschusses - Baß
Ein Spitzel - Tenor
Pierre Fléville, der Romancier - Baß
Ein Abbé - Tenor
Schmidt, Schließer von St. Lazare - Baß
Der Majordomus - Baß
Der alte Madelon - Spielalt
Gérards Vater - stumme Rolle
Mitglieder der Gesellschaft, Lakaien, Diener, Musiker, Schäferinnen, Bürger, Sansculotten, Soldaten, Gendarmen, Marktweiber, Fischhändler, Strumpfwirkerinnen. Ausrufer, Incroyables, Volksvertreter, Richter, Geschworene, Gefangene, Gassenbuben und allerlei Volk
Paris, Französische Revolution, zwischen 1789 und 1794

2 Flöten (3. auch Kleine Flöte), 2 Oboen (2. auch Englisch Horn), 2 Klarinetten (2. auch Baßklarinette), 2 Fagotte, 4 Hörner, 3 Trompeten, 3 Posaunen, Baßtuba, Pauken, Schlagzeug (Große Trommel, Becken, Triangel, Kleine Trommel, TamTam), Harfe, Streicher
Bühnenmusik 8 Kleine Trommeln

Durchkomponiert; Casa musicale Sonzogno di Piero Ostali, Mailand

1. Bild. Saal im Schloß des Grafen von Coigny. Noch immer feiert der leichtlebige Adel auf dem Lande sorglos seine glänzenden Feste. Die Dienerschaft trifft die letzten Vorbereitungen zu einer Abendgesellschaft. Der Diener Charles Gérard, Sohn des alten Schloßgärtners, ist vom aufrührerischen Geist der Revolution bereits erfüllt und macht aus seinem Haß gegen die lebenslustigen Herrchen und ihre zierlichen Koketten kein Hehl. Nur der Tochter des Hauses, Madeleine, gilt seine stille Verehrung. Diese eilt mit ihrer Zofe Bersi davon, um sich fürs Fest zu schmücken. Schon nahen die Gäste. Ein Schäferspiel und ein Hirtenlied sollen sie unterhalten. Während der Soiree bittet die Gräfin von Coigny den anwesenden Dichter André Chénier, einige seiner Gedichte vorzutragen. Er weicht der Bitte aus, und erst der verletzende Spott Madeleines entlockt seiner Muse eine dichterische Vision. Chénier greift bei dieser Gelegenheit den Adel scharf an. Während alle Umstehenden helle Empörung zeigen, stimmt Madeleine seiner revolutionären Kritik an ihrem Stande zu. Die jetzt beginnende Gavotte wird durch Gérard unliebsam unterbrochen, der eine Gruppe hungriger Armer, mitten ins glänzende Balltreiben führt. Er wird zwar zurückgedrängt und sofort entlassen - aber die unbeschwerte Feststimmung ist verflogen.

2. Bild. Auf der Terrasse des Cafés bei der Brücke Peronnet in Paris sitzt André Chénier und betrachtet die von Denunzianten durchsetzte Volksmenge. Erst von den Revolutionären, gefeiert, hat er sich bereits durch seine Beziehungen zum Adel verdächtig gemacht. Sein Freund Roucher rät ihm daher zu eiliger Flucht. Aber Chénier weigert sich. Seit einiger Zeit hat er Briefe von einer Unbekannten erhalten, die in ihm eine unbesiegbare Liebe erwecken. Als die geheimnisvolle Geliebte schließlich verkleidet naht, erkennt er beglückt Madeleine. Der Incroyable belauscht diese Liebesszene und holt den inzwischen zum Sekretär der Republik aufgestiegenen Gérard herbei. Es kommt zum Duell. In dessen Verlauf unterliegt Gérard und bricht schwer verwundet zusammen.

3. Bild. Sitzungssaal des Revolutionstribunals. Der wiederhergestellte Gérard hat Chénier festnehmen und vor Gericht stellen lassen. Um ihn zu retten, naht Madeleine. Bei ihrem Anblick bricht in Gérard die lang unterdrückte Leidenschaft elementar aus. Er begehrt Madeleine als Preis für Chéniers Rettung, und sie ist aus Liebe zu Chénier dazu bereit. Doch die ergreifende Schilderung ihres Schicksals in den Wirren der Revolution und ihr Opfermut führen zu einer tiefen Wandlung von Gérards Gesinnung. Obwohl sich Chénier glänzend verteidigt und Gérard nunmehr für ihn eintritt, wird der Dichter nach dem Wunsch der aufgereizten Volksmenge zum Tode verurteilt.

4. Bild. Im nachtdunklen Hof des Gefängnisses von St. Lazare liest Chénier dem Freunde Roucher seine letzten Verse vor. Auch Madeleine möchte dem Geliebten nahe sein: sie besticht den Gefängniswärter, der sie an Stelle der zur Guillotine verurteilten Legray mit Chénier den Todeskarren besteigen läßt. Beseligt halten sich die beiden Liebenden umfangen. Gérard eilt davon, um bei Robespierre eine Begnadigung zu erlangen. Zu spät! Mit ihrem Schicksal versöhnt, gehen Chénier und Madeleine im Tode vereint, den Weg zum Schafott.

Der Hintergrund. Die Vorgänge der Oper, in Einzelzügen frei erfunden, kreisen um eine historische Gestalt und stützen sich auf geschichtliche Tatsachen. Der Dichter André Chénier, der mit sicherer Witterung die Überlebtheit des alten Adelsregimes durchschaute, aber sich nach dem Ausbruch der Französischen Revolution von 1789 bald den Umsturzbestrebungen der Jakobiner widersetzte, der an der Verteidigung Ludwigs XVI. beteiligt war und Beziehungen zu adligen Damen unterhielt, ist eine recht zwielichtige Erscheinung der Revolutionszeit. Er wurde noch kurz vor dem Sturz Robespierres vom Pariser Revolutionstribunal 1794 zum Tode verurteilt. Die Oper, deren Geschehnisse zwischen den beiden Jahreszahlen liegen, zeigt die Verkettung der politischen Schicksale Chéniers mit seiner Liebe zu der ihm gesinnungsverwandten Komtesse Madeleine de Coigny. In der Einschätzung der Ereignisse der Revolution ist das Buch freilich (besonders deutlich bei der Schrecken verbreitenden Gruppe der Jakobiner) in bürgerlichen Anschauungen verhaftet. Die Handlungen des Revolutionärs, und späteren Volkstribuns Gérard sind recht fragwürdig von privaten Empfindungen bestimmt. Wenn am Schluß Madeleine aus freiem Entschluß gemeinsam mit Chénier das Schafott besteigt, triumphiert die Liebe, eindeutig über den Tod.

Der Text. Luigi Illica, der spätere hochgeschätzte literarische Intimus Puccinis , schrieb das Opernbuch ursprünglich für Franchetti. Trotzdem dieser bereits daran arbeitete, trat er das Buch an den für den Stoff begeisterten Giordana ab. Es ist in seiner Vereinigung von feudaler Galanterie, Intrige und echter Leidenschaft vor dem blutrot gefärbten Hintergrund der Revolutionsjahre eine effektvolle Theatermischung.

Die Musik. Lyrisches Feingefühl und brutaler Effekt stehen in diesem blutvollen Musikdrama wie bei der "Tosca" dicht beieinander - die elegische Idyllik des Hirtenchores und die galante Gavotte des Festbildes neben dem furiosen, jäh auflodernden Gefühlsausbruch Madeleines im dritten Finale. Die Oper "André Chénier" enthält eine Fülle zündender und zugleich geschmackvoll geformter, nicht nur "reißerischer" Musik; sie umfaßt viele kleine und große Ensembleszenen. In der Tat ist ihr wesentlicher Zug das Streben, Giordanos nach unbeschwert sinnfälliger und dramatisch pointierter Melodisierung. Man wird nicht erwarten, daß diese Melödik mit ihren kräftigen Revolutionsfarben die umwerfende Kraft Verdis oder die eigenartige Süße Puccinis besitzt. Es ist eine Gebrauchs-Opernmelodik, die durch glänzende Behandlung der Singstimmen ein Maximum sinnlicher Wirkung und dramatischer Spannung erreicht. In dem Bemühen um plastische Deklamation und differenzierten Wohlklang des Orchesters, in der Kunst der oft mit ganz knappen Strichen gezeichneten Episodenfiguren geht diese Opernmusik über die üblichen Stilmittel eines rohen Verismo hinaus. Die Arien Chéniers und Gérards, die Erzählung Madeleines vor dem Tribunal ("Vom Blut gerötet") und das von stärkster, reinster Gesangsleidenschaft durchpulste Schlußduett des Liebespaares sind äußerst wirksame und dankbare Vokalnummern, die sich auch in ihrer melodischen Erfindungskraft einprägen. Anderseits zeigt sich eine Tendenz zur Formauflösung, zur engen Anpassung des musikalischen Verlaufs an den Bühnenvorgang, die in gleicher Weise in der musikdramatischen Entwicklung wie im speziellen Bestreben der italienischen Veristen um Wirklichkeitsnähe begründet ist.

Werkgeschichte. Giordano übersiedelte 1895 von Neapel nach Mailand, um mit Illica Verbindung zu haben. Daß seine Oper in wenig mehr als einem Jahr nahezu gleichzeitig mit Puccinis "Boheme" entstand, daß beide Werke dem gleichen nationalen Boden entwuchsen und als Schauplatz Paris haben - das ist ein in der neueren Operngeschichte ungewöhnliches Zusammentreffen. Während die Puccini-Oper in Turin zur Uraufführung kam, hatte Giordano den Vorzug der Mailänder Scala: am 28. März 1896 erklang hier erstmalig "Andrea Chénier" als ein "Musikalisches Drama vor geschichtlichem Hintergrund" - ein glänzender Erfolg, der sich an weiteren zehn Abenden wiederholte. Schon nahm sich die Opernwelt des neuen veristischen Zugstücks an. Am 28. Januar 1897 erschien es erstmals auf einer deutschen Bühne, in Breslau, und zwar in Max Kalbecks Übersetzung; seine spätere allgemeine Verbreitung geht auf die Dresdner Premiere von 1921 unter Fritz Busch mit dem Terzett Meta Seinemeyer, Pattiera, Plaschke zurück.

Bühnenpraxis. Das bei Sonzogno, Mailand (Ahn & Simrock), erschienene Werk hat vier Schauplätze. Keine Ouvertüre. Durchkomponiert. Dauer: 1. Bild (25 Min.); 2. Bild (25 Min.), 3. Bild (28 Min.), 4. Bild (15 Min.); Gesamt: 1 Stunde 33 Min.

Bemerkungen. Will man das wirkungssichere Stück, das von einer objektiven Darstellung der französischen Revolution recht weit entfernt ist, der heutigen Musikbühne nutzbar machen, müßten wenigstens einige dramaturgische Akzente (Jakobiner) anders gesetzt werden. Der Musik wegen würde sich das verlohnen. Drei Hauptpartien von loderndem Temperament!

Die Musik trägt ungeachtet des französischen Stoffes ausgesprochen italienischen Operncharakter. Sie wird durch eine blühende Melodik und starken dramatischen Nerv ausgezeichnet. Der von Akt zu Akt sich steigernde musikdramatische Aufbau verrät die Hand eines großen Könners. Das 1. Bild entwirft mit gelegentlichen Anklängen an den Zeitstil ein Gemälde der aristokratischen Gesellschaft vor der Französischen Revolution, diese selbst wetterleuchtet aus Gérards Gesängen. Im 2. Bilde verstärkt sich das dramatische Gepräge durch machtvoll gegeneinander abgesetzte Kontraste. Das 3. Bild erreicht seinen Höhepunkt in der Szene Madeleines und Gérards, die auch Giordanos melodische Einfallskraft auf einem Gipfel zeigt. Das 4. Bild bringt die letzte Steigerung in der straffen Führung der Szenen, im leidenschaftlichen Ausdruck des Gesangsmelos, während im Finale auch das Orchester zur Ausmalung der tragischen Situation wirksam herangezogen wird.

[Ernst Krause, Oper von A - Z, Leipzig 1962]

1920 Carlo Sabajno; Coro e Orchestra del Teatro alla Scala di Milano
Lupato - Andrea Chénier
Valentina Bartolomasi - Maddalena di Coigny
Adolfo Pacini - Carlo Gérard
Nelda Garrone - Bersi
Gilda Timitz - Madelon
Emilio Venturini - Roucher
HMV S 5220-52 (78er Schellack)

1930 Lorenzo Molajoli; Coro e Orchestra del Teatro alla Scala di Milano
Luigi Marini - Andrea Chénier
Lina Bruna-Rasa - Maddalena di Coigny
Carlo Galeffi - Carlo Gérard
Ida Conti - Bersi
Anna Masetti-Bassi - Madelon
Salvatore Baccaloni - Roucher
Columbia GQX 101-0-18 (78er Schellack); CBS EL 10 (2 LP); Arkadia 78042 ( 2 CD 103'37)

1941 Oliviero de Fabritiis; Coro e Orchestra del Teatro alla Scala di Milano
Beniamino Gigli - Andrea Chénier
Maria Caniglia - Maddalena di Coigny
Gino Bechi - Carlo Gérard
Maria Huder - Bersi
Vittoria Palombini - Madelon
Italo Tajo - Roucher
World Records SH 105-6 (2 LP); Victor LCT 6014 (2 LP);Melodia M 10 37377 (2 LP); EMI 769 996-2 (2 CD); Arkadia 78012 (2 CD); Naxos 8. 110275-76 (2 CD) (107'21)

1949 Victor de Sabata; Chor & Orchester des Teatro alla Scala
Carlo Gérard: Paolo Silveri
Chénier: Mario del Monaco
Maddalena: Renata Tebaldi
Madelon: Fedora Barbieri
Myto 906.34 (CD live)

1950 Oliviero de Fabritiis; Orchester?
Carlo Gérard: Ettore Bastianini
Chénier: Richard Tucker
Maddalena: Renata Tebaldi
HRE 350 (2 LP) (live)

1952 Alberto Paoletti; Coro e Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma
Gino Sarri - Andrea Chénier
Franca Sacchi - Maddalena di Coigny
Antonio Manca-Serra - Carlo Gérard
Loretta di Lelio - Bersi
Lucia Danieli - Madelon
Carlo Platania - Roucher
Urania URLP 218 (3 LP)

1953 Arturo Basile; Coro Cetra, Orchestra Sinfonico di Torino della RAI
José Soler - Andrea Chénier
Renata Tebaldi - Maddalena di Coigny
Ugo Savarese - Carlo Gérard
Ines Marietti - Bersi
Irma Colasanti - Madelon
Giuliano Ferrein - Roucher
Cetra 1244 (3 LP); Everest 412 (2 LP); Fonit Cetra CDO 24 (2 CD); Warner Fonit 8573 87486-2 (2 CD) (109'11)

1954 Fausto Cleva; New York Metropolitan Opera Chorus and Orchestra
Mario del Monaco - Andrea Chénier
Zinka Milanov - Maddalena di Coigny
Leonard Warren - Carlo Gérard
Rosalind Elias - Bersi
Sandra Warfield - Madelon
Frank Valentino - Roucher
MRF (3 LP); Nuovo Era 2364-5 (2 CD) (live 4. Dez. 1954) (107'59)

1955 Rudolf Moralt; Chor & Orchester der Wiener Staatsoper
André Chenier: Helge Rosvaenge
Madeleine de Coigny: Hilde Zadek
Gérard: Theo Baylé
Gräfin Coigny: Elisabeth Höngen
Relief/Note 1 CR 1919 (2 CD)

1955 Antonio Votto; Coro e Orchestra del Teatro alla Scala di Milano
Mario del Monaco - Andrea Chénier
Maria Callas - Maddalena di Coigny
Aldo Protti - Carlo Gérard
Silvana Zanolli - Bersi
Lucia Danieli - Madelon
Enrico Campi - Roucher
Melodram 421 (3 LP); Cetra LO 38 (2 LP); Melodram 26002 (2 CD); Rodolphe 232551-2 (2 CD); Verona 28020-1 (2 CD); Golden Melodram 2.0006 (2 CD) (live 8. Jan. 1955)

1955 Angelo Questa; Coro e Orchestra Sinfonico di Milano della RAI
Mario del Monaco/Antonietta Stella/Giuseppe Taddei
Myto 941.95 (2 CD) (live)

1956 Fausto Cleva; New York Metropolitan Opera Chorus and orchestra
Richard Tucker - Andrea Chénier
Maria Curtis-Verna - Maddalena di Coigny
Mario Sereni - Carlo Gérard
Rosalind Elias - Bersi
Belen Amparán - Madelon
Frank Valentino - Roucher
Metropolitan Opera Record Club MO 826 (2 LP)

1956 Gianandrea Gavazzeni; Coro e Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia Roma
Mario del Monaco - Andrea Chénier
Renata Tebaldi - Maddalena di Coigny
Ettore Bastianini - Carlo Gérard
Fiorenza Cossotto - Bersi
Amalia Guido - Madelon
Silvio Maionica - Roucher
Decca 6.35 356 (2 LP); Decca 425 407-2 (2 CD) (108'25)

1957 Fausto Cleva; Chor & Orchester der Metropolitan Opera
Carlo Gérard: Leonard Warren
Chénier: Richard Tucker
Maddalena: Zinka Milanova
Madelon: Martha Lipton
Melodram (2 LP live)

1958 Franco Capuana; Chor & Orchester des Teatro San Carlo
Bersi: Loretta di Lelio
Carlo Gérard: Ettore Bastianini
Chénier: Franco Corelli
L'Incredibile: Antonio Pirino
Maddalena: Antonietta Stella
Madelon: Miriam Pirazzini
Roucher: Antonio Cassinelli
Cincin CCCD 1019/20 (CD)

1960 Lovro von Matacic; Chor und Orchester der Wiener Staatsoper
Franco Corelli - Andrea Chénier
Renata Tebaldi - Maddalena di Coigny
Ettore Bastianini - Carlo Gérard
Margareta Sjöstedt - Bersi
Hilde Konetzni - Madelon
Edmund Hurshell - Roucher
GDS 3002 (3 LP); Morgan; Fonit Cetra CDE 3003 (2 CD); Golden Melodram 5.0021 (2 CD) (live 26. Juni 1960) (114'23)

1961 Franco Capuana; Chor und Orchester NHK Tokio
Mario del Monaco - Andrea Chénier
Renata Tebaldi - Maddalena di Coigny
Giangiacomo Guelfi/Aldo Protti - Carlo Gérard
Anna di Stasio - Bersi
Amalia Pini - Madelon
Arturo La Porta - Roucher
Melodram 453 (2 LP); Legato Classics LCD 214 (2 CD); VAI 4419 (1 DVD) (live 1. Okt. 1961)

1961 Angelo Questa; Chor & Orchester der Mailänder Scala
Carlo Gérard: Giuseppe Taddei
Chénier: Mario del Monaco
Maddalena: Antonietta Stella
Myto (2 CD live)

1962 Bruno Rigacci; Coro e Orchestra del Teatro Communale di Firenze
Giuseppe di Stefano - Andrea Chénier
Onelia Fineschi - Maddalena di Coigny
Ugo Savarese - Carlo Gérard
Flora Rafanelli - Bersi
Mafalda Masini - Madelon
Alesaandro Maddalena - Roucher
Melodram MEL 03.13 (3 LP live)

1963 Gabriele Santini; Coro e Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma
Franco Corelli - Andrea Chénier
Antonietta Stella - Maddalena di Coigny
Mario Sereni - Carlo Gérard
Stefania Malagù - Bersi
Anna di Stasio - Madelon
Giuseppe Modesti - Roucher
EMI 153-291064-3 (2 LP); EMI 565 287-8 (2 CD) (114'25)

1966 Anton Guadagno; Philadelphia Opera Chorus and Orchestra
Franco Corelli - Andrea Chénier
Montserrat Caballé - Maddalena di Coigny
Dino Dondi - Carlo Gérard
Rita de Carlo - Bersi
Sarita Felter - Madelon
Norman Riggins - Roucher
HRE 386 (2 LP); GOP 766 (2 CD) (live)

1970 Georges Sebastian; Choeurs et Orchestre Lyrique d'Opéra de l'O.R.T.F.
Alain Vanzo - Andrea Chénier
Michèle Le Bris - Maddalena di Coigny
Robert Massard - Carlo Gérard
Corinne Petit - Bersi
Geneviève Macaux - Madelon
Robert Geay - Roucher
INA DPV 30.9012 (2 CD); De Plein Vent 30.9012 (2 CD) (live 24. Sept. 1970)

1970 Anton Guadagno; Ambrosian Singers, New Philharmonic Orchestra London
Carlo Bergonzi - Andrea Chénier
Angeles Gulin - Maddalena di Coigny
Sherrill Milnes - Carlo Gérard
Emily Derr - Bersi
G. Psaros - Madelon
Christian du Plessis - Roucher
Myto 917.50 (2 CD) (live 8. Dez. 1970)

1973 Bruno Bartoletti; Chor & Orchester der RAI Milano
Bersi: Giovanna di Rocco
Carlo Gérard: Piero Cappuccilli
Chénier: Franco Corelli
Contessa: Gabriella Carturan
Dumas: Teodoro Rovetta
Fleville: Leonardo Monreale
Fouquier: Mario Chiappi
Haushofmeister: Franco Calabrese
L'Abate: Florindo Andreolli
L'Incredibile: Ermanno Lorenzi
Maddalena: Celestina Casapietra
Madelon: Cristina Anghelakova
Matthieu: Giorgio Giorgetti
Roucher: Luigi Roni
Schmidt: Renzo Gonzales
Tinville: Mario Chiappi
DGG 073 403-8 (1 DVD)

1976 James Levine; John Alldis Choir, National Philharmonic Orchestra London
Plácido Domingo - Andrea Chénier
Renata Scotto - Maddalena di Coigny
Sherrill Milnes - Carlo Gérard
Maria Ewing - Bersi
Gwendolyn Killebrew - Madelon
Allan Monk - Roucher
RCA RL 12046 (3 LP); RCA 74321-39499-2 (2 CD) (113'30)

1979 Eugenio M. Marco; Chor und Orchester Gran Teatro del Liceo Barcelona
José Carreras - Andrea Chénier
Montserrat Caballé - Maddalena di Coigny
Juan Pons - Carlo Gérard
Rosa Ysas - Bersi
Montserrat Aparici - Madelon
Orazio Mori - Roucher
Legendary Recordings (2 LP live 26. Dez. 1979)

1981 Nello Santi; Chor & Orchester der Wiener Staatsoper
Bersi: Rohangiz Yachmi
Carlo Gérard: Piero Cappuccilli
Chénier: Plácido Domingo
Contessa: Czeslawa Slania
Dumas: Edmund Zelotes Toliver
Fleville: Paul Wolfrum
Haushofmeister: Walter Fink
L'Abate: Anton Wendler
L'Incredibile: Heinz Zednik
Maddalena: Gabriela Benackova
Madelon: Fedora Barbieri
Matthieu: Alfred Sramek
Roucher: Hans Helm
Schmidt: Rudolf Mazzola
Tinville: Reid Bunger
DGG 073 407-0 (1 DVD 119' live)

1982 Riccardo Chailly; Welsh National Opera Chorus, National Philharmonic Orchestra
Luciano Pavarotti - Andrea Chénier
Montserrat Caballé - Maddalena di Coigny
Leo Nucci - Carlo Gérard
Kathleen Kuhlmann - Bersi
Christa Ludwig - Madelon
Tom Krause - Roucher
Teldec 6.35 622 (3 LP); Decca 410 117-1 (3 LP); Decca 410 117-2 (2 CD 105'08)

1985 Riccardo Chailly; Coro e Orchestra del Teatro alla Scala di Milano
José Carreras - Andrea Chénier
Eva Marton - Maddalena di Coigny
Piero Cappuccilli - Carlo Gérard
J. Jovanivic - Bersi
Rosa Laghezza - Madelon
Franco Federici - Roucher
HRE (2 CD live)

1985 Julius Rudel; Chor & Orchester der Covent Garden Opera
Bersi: Cynthia Buchan
Carlo Gérard: Giorgio Zancanaro
Chénier: Plácido Domingo
Contessa: Patricia Johnson
L'Incredibile: John Dobson
Maddalena: Anna Tomowa-Sintow
Madelon: Anny Schlemm
Roucher: Jonathan Summers
Castle CVI 2058 (Video live)

1986 Giuseppe Patanè; Chor des Ungarischen Rundfunks, Ungarisches Staatsorchester
José Carreras - Andrea Chénier
Eva Marton - Maddalena di Coigny
Giorgio Zancanaro - Carlo Gérard
Klára Takács - Bersi
Eva Farkas - Madelon
Franco Federici - Roucher
CBS M2 42369 (2 LP); Hungaroton SLPD 12727 (2 LP); CBS M2K 42369 (2 CD 112'41)

1989 Marcello Viotti; Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt
Franco Bonisolli - Andrea Chénier
Maria Gulegina - Maddalena di Coigny
Renato Bruson - Carlo Gérard
Gisella Pasino - Bersi
Glenys Linos - Madelon
Michele Pertusi - Roucher
Capriccio 60014-2 (2 CD 113' live)

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