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Hermann Conradi (1862-1890) - Gedichtzeilen

Hermann Conradi (1862-1890)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Gedichtzeilen

  1. 's ist Samstag. Heilige Stille geht
  2. 's ist Samstag. Meine Seele gab
  3. 's ist Samstag. Müder Glockenton
  4. 's ist Samstag. Nebelumgürtet liegt
  5. 's ist Samstag. Schwerbeladen kriecht
  6. (Der eine: »Rein fiel ich!« bei sich –
  7. (Man kann für »Modus« auch »Methode« sagen)
  8. (Natürlich gab's auch hierfür andre Worte,
  9. Also auch wieder
  10. Die Seele zerrissen von Schmerzen –
  11. Geeint und versöhnt
  12. Schicksalgekrümmter
  13. Und in lichtgrünem Gekränz'
  14. Es ist vollbracht!
  15. Staubbestimmter!
  16. Aber nur der in Nöten gesündigt,
  17. Alles Große muß verkranken – –
  18. Am Schild des Schrankenlosen
  19. Auch nicht ein einz'ger – nicht ein einz'ger reift!
  20. Aufsprang mir der Erkenntnis Sonnentor:
  21. Beinahe nur! Denn leider mein Benehmen –
  22. Das ist der Einsamkeit Gesetz ...
  23. Das macht: ich bin – o grenzenloser Hohn! –
  24. Das war dein Sein? – das war dein Lieben?
  25. Daseinsfreude hebt die Lider –
  26. Denn – nein! – nicht länger trag' ich diese Fesseln!
  27. Dennoch von grenzenlosem Unrecht trieft:
  28. Der moderne Kampfgedanke!
  29. Der Weltenrätsel Erkenntnis!
  30. Der Zukunft Evangelium!
  31. Die Sehnsucht meiner Seele wird doch nie gestillt...
  32. Die sich der Kraft nie verloren hatten,
  33. Doch was ich bin, besitze ich!
  34. Du sollst ein »Kind der Sünde« sein? ...
  35. Durch mich von Stern zu Stern!
  36. Ein Kind der Sünde bist du doch! ...
  37. Ein Kind der Sünde bist du doch! ...
  38. Ein Kind der Sünde bist du doch!...
  39. Eine einzige Seele...
  40. Entsagt hab' ich jedwedem Tand und Flitter!
  41. Entschleire in ernstem Geständnis!
  42. Erwirb mich mit dem Sonnensiegel! ...
  43. Es wird doch ewig ungefunden bleiben!
  44. Euer Gott, er ist der meine nicht!
  45. Euer Gott, er ist der meine nicht!
  46. Gemach in seine Bezirke hinein...
  47. Gewaltige Reuekarmen!
  48. Hat noch die Kreatur nicht abgebüßt? ...
  49. Hellt sich vor meinem Blick das Menschenleben!
  50. Himmelsprache: köstlich Kristall,
  51. Höhen gabst du mir, Vater,
  52. Ich bin der Freiheit Sohn!
  53. Ich hab' auf den Staub verzichtet!
  54. Ich hab' auf den Tag verzichtet!
  55. Ich habe genossen!
  56. Ich verdiente es doch,
  57. Ich verzehre mich in Sehnsucht –
  58. Ich war ein Sklave unter Sklavenbrut!...
  59. Ich ward ein Mensch
  60. Ich hab' den Bann zerbrochen –
  61. Ich hab' mich freigesprochen:
  62. Ich habe noch eine Seele,
  63. Ich trotze deinen Jochen!
  64. In diesem Zeichen triumphierst du über Sünde, Nacht und Graus! ...
  65. In seiner Zukunft
  66. Ist das Gewesene!
  67. Licht den Lebendigen – die Nacht den Toten! ...
  68. Listkampf ums Brot ...
  69. Mein Leben vergiftet!
  70. Mir ward der Geist nun, der sich nicht verliert!
  71. Noch strömt in unsern Adern die Glut,
  72. Nur wer das Leben überstinkt, wird siegen!
  73. Oh! Unerbittlich
  74. Oskar Hänichen zugeeignet.
  75. Schaffen will ich in deinem Fron!
  76. Schau' ich in einem alle Weltgeschichte!
  77. Sie – sie ist zu mir niedergestiegen
  78. Sie hallen, wie der Donner krachend hallt –
  79. Sie ragen trotzig wie die Wettertanne,
  80. Sie zucken wie der Blitz mit loh'nden Zungen,
  81. So aber halt' ich stets nur, was getrennt –
  82. So liebe mich wieder! ...
  83. So reife mein Herz, von neuem bewehrt,
  84. Starb ich schmerzlos ...
  85. Tag, nach dem meine Seele schreit,
  86. Tieferen Sinn
  87. Tieferen Sinn
  88. Und bin an Erfüllung so reich! ...
  89. Und eine andre, große Harmonie
  90. Und entdeckte den Himmel!
  91. Und gute Freunde haben immer recht,
  92. Und Taten zermalmen die Reue! ...
  93. Und vorher hat es
  94. Und zermalme meine Größe!
  95. Und zu der Freiheit ringe ich mich los!
  96. Verflucht in Ewigkeit!
  97. Vergessen können – ja! Das ist die Kunst,
  98. Verkauft!
  99. Wann siegt die Stunde, da der Kampf entbrennt?
  100. Werden in der Kraft sich nie wiederfinden!
  101. Wie ist der Tag so weit!
  102. Wie einsam wir sind?
  103. Wir sind die Sieger!
  104. Wir sind die Sieger!
  105. Wuchs nächtens ich, bin nächtens ich erstarkt!
  106. Zerbröckelt, was bedingt!
  107. Zu der Freiheit Gipfelrose!
  108. Zukunftssymbolen!
  109. Es liegt die Welt in Sünden,
  110. Aber da lagst du –
  111. Aber deine Seele war stumm,
  112. Aber deine Seele war stumm,
  113. Aber der Tod ist der Meister,
  114. Aber die Stimmen, die geheimnisvollen,
  115. Aber die Sünde,
  116. Aber eines
  117. Aber im Fluge –
  118. Aber nicht werben kann ich
  119. Aber saget, ihr Toten,
  120. Aber saget:
  121. Aber wieder
  122. Abgrundsnieder – himmelan!
  123. Abseits in lockende Bezirke führten ...
  124. Abseits war ich gegangen,
  125. Ach ja! Im Harz war's – in den Hundstagsferien.
  126. Ach solch ein Kerl! Ein Kampflegionär!
  127. Ach! dieses einen Wortes Sinn gefunden?
  128. Ach! unerfüllt ...
  129. Ahne traumumflirrt nur,
  130. Ahnend gesellt ...
  131. Ahnt er das Rätsel
  132. All mein Sehnen und Suchen:
  133. All meine Erdenduldung, von dieser Größe zerdrückt –
  134. All meine Gedanken,
  135. All meine Gottheit! ...
  136. All meine Gramverschuldung, wiedergeburtsbeglückt –
  137. All' Winterunrast hab' ich abgetan –
  138. All-einig Bewußtsein
  139. All-eins mit den Weltengewalten:
  140. Alle Gewöhnlichkeit glitt dahin –
  141. Allein zur Schule gehn ... Nun weint's und schreit:
  142. Aller Besten jede Stunde –
  143. Alles dessen,
  144. Alles Entstehens
  145. Alles gestaltend
  146. Alles gewährend, Leidenschaft, bist du genaht!
  147. Alles Verstaubte tief, tief versunken –
  148. Alles, alles sargt' ich ein ...
  149. Alles, was ich besitze,
  150. Alles, was mein Herz gelitten,
  151. Allstündig die Richtschnur
  152. Als ahnten sie kaum
  153. Als deckte sie Schlummer –
  154. Als Frühlingsstürme krachten,
  155. Als hätt' ich allen Zwiestreit eingetürmt –
  156. Als hätt' ich mich niemals
  157. Als hätt' ich nie an seinen Feuern
  158. Als hätt' ich nie auf seinen Höhen
  159. Als hätt' ich nie in seinen Tälern
  160. Als hätt' ich's nie gekostet – nie!
  161. Als hätt' mit seinen Ungeheuern
  162. Als hätte dein Genius mich,
  163. Als hätte ich niemals
  164. Als heiteren Trost
  165. Als ich die Menschen ließ
  166. Als ich in bitter harter Qual
  167. Als ich mich in dein Lärvchen flugs vergafft ...
  168. Als klaffte auseinander
  169. Als küßt' ich noch der Glieder weiße Rundung –
  170. Als küßt' ich noch in wilder Brunst Gesundung!
  171. Als mein machtloser Wille ...
  172. Als noch der Lenz mit süßem Veilchenodem,
  173. Als ob bacchantische Brunst mir den Schädel zerbreche! ...
  174. Als orgelte drunten ein Sturmchoral,
  175. Als riefe mich Posaunenton zu Kampf
  176. Als Schatten des Scheins ...
  177. Als schlüg' ans Ohr mir dröhnend Roßgestampf –
  178. Als schlüg' ans Ohr mir gellend Horngeschmetter –
  179. Als schritte ich auf Wolken, treib' ich hin ...
  180. Als sei ich von Sinnen –
  181. Als sei nimmer ihr Ende
  182. Als sein vertränter Blick von ungefähr
  183. Als sollte ich sie nun hassen:
  184. Als Sommernächte wachten –
  185. Als stürb' an sündloser Lieb' mir der Glaube ...
  186. Als trät' zu mir mit Glorienschein
  187. Als träumte entrückt sie
  188. Als wär' ich zu hohem Roß gekommen.
  189. Als wär' ich, ird'scher Grenzen bar,
  190. Als wäre die Welt mein eigen!
  191. Als Weltenspiegel zu betäuben ...
  192. Als wir die Domstadt, die ehrwürdig alte –
  193. Als wollte das Hirn mir zerbrechen
  194. Als ziemten uns Siegerlose! –
  195. Als zum ersten Male
  196. Also hebe dich auf
  197. Also trägt auch der Mensch
  198. Am Einzelnen verbluten,
  199. Am Abend sah ich dich! Du hattest zwar
  200. Am Donnerstag kam Meta in die Schule,
  201. Am Donnerstag nach Ostern. – Wie das Kind
  202. Am Heiligsten begangen ward!
  203. Am Tage sei ihr Kavalier,
  204. An ihrem Leib bin ich zerschellt,
  205. An deinem Leibe mehr – der Fremdling – geht ...
  206. An der schwarzen Flut – die Nacht lag schwül –
  207. An die Pforte deiner lichthellen Seele –
  208. An die Pforten des Alls:
  209. An die Venus ein Gebet:
  210. An diesem Tage – ach, verloren!
  211. An dieses Frühlings satter Blütenfülle!
  212. An ein Säulchen, ein Denkmal – die Nation! –
  213. An eine andre Mutter mit dem Sohne ...
  214. An eine andre Mutter mußt' ich denken –
  215. An Entsagung so voll ... an Entzücken so leer ...
  216. An goldenem Gespinst dich heimgeleiten ...
  217. An ihr hartes Schaffen,
  218. An meine braune Tür!
  219. An meinem Lebenshorizont
  220. An mich sollst du dich klammern,
  221. An mir vorübertreibt:
  222. An rauschenden Wassern –
  223. An seine heimlichen Poetenpfade,
  224. An seine saatbestandnen Bergeslehnen,
  225. An seiner Leidenschaft Brust
  226. An seiner Wohner kraftgesundes Trachten! – –
  227. Ans Riesenkreuz drückt – nimmer jener blasse
  228. Armen und rauschende Flut
  229. Atem des Bergwinds
  230. Atmen des Frühlings Gedanken! ...
  231. Auch den habt ihr gekreuzigt,
  232. Auch ich entrafft' mich dem heimischen Herd –
  233. Auch ich – auch ich, in unseligem Drang,
  234. Auch ihm, dem Bußekünder,
  235. Auch in die Berge mitgebracht – und doch:
  236. Auch mich hat sie ergriffen ...
  237. Auch nachtwärts flattern – – nimm mich hin –
  238. Auch nur geahnt –
  239. Auch schließlich ein paar Zeilen zu verehren ...[106]
  240. Auch schon glücklich – verkauft!
  241. Auch solch ein Held! Ein armer Proletar!
  242. Auch solch ein Rüttler, Zweifler, Schrankenbrecher,
  243. Auf daß die Welt ich endlich überwinde –
  244. Auf daß er ihm leihe
  245. Auf daß er ihn labe
  246. Auf daß er ihn löse
  247. Auf daß Erlösung wir finden!
  248. Auf daß ich endlich – endlich Frieden finde!
  249. Auf deinen Armen, die mich trunken machten,
  250. Auf dem Heidesand ...
  251. Auf der Erde steinerne Glieder ...
  252. Auf des Lebens weißschäumigen Wogenbraus,
  253. Auf die rotüppigen Lippen
  254. Auf dürrem Heidepfad
  255. Auf einen ... Augenblick in tiefem Anschau'n,
  256. Auf einen Korb mit roten Rosen fiel ...
  257. Auf farbiger Falterschwinge:
  258. Auf goldenen Thronen regiert –
  259. Auf irrer Spur
  260. Auf Land und Volk, wie Winterfron –
  261. Auf meinen Scheitel streut der Frühlingswind
  262. Auf Menschenpfaden ...
  263. Auf Pergament, verbrämt voll Phantasie:
  264. Auf schmaler Bahn –
  265. Auf seinen Lippen liegen ew'ge Lieder ...
  266. Auf stillen Pfaden, wo vom lauten Markt
  267. Auf Strahlenbrücken
  268. Auf Trümmern lehn' ich ... Es schert mich kaum –
  269. Auf Wald- und Wiesenpfaden
  270. Auf Wald- und Wiesenpfaden
  271. Aufbrausen die Meere im Sturme,
  272. Aufreckt sich wie der schwarze Tod
  273. Aufschreien möcht'! Doch trüb
  274. Aufschwillt mit jauchzender Titanenwut –
  275. Aufstehen
  276. Aufzusprießen
  277. Aus deiner Locken Geroll ...
  278. Aus dem Gnadenkelch
  279. Aus den hellen Augen,
  280. Aus der Finsternis schlündigem Kraterschoß,
  281. Aus der Spelunke jagte mich das Fieber
  282. Aus der unzulänglichen Kleinheit,
  283. Aus der Verstäubnis zu der Freiheit reift! ...
  284. Aus des Gewesnen ungeheurer Zone –
  285. Aus des Lebens blutleerem Schattenspiel
  286. Aus des Lebens lebendigstem Wellenschlag
  287. Aus diesem Kampf hat keiner noch
  288. Aus Dunst und Wolkenflor!
  289. Aus einer höhern Zone:
  290. Aus eines Weibes Armen kam ich her –
  291. Aus eines Weibes Armen komm' ich her ...
  292. Aus eines Weibes Armen komm' ich her –
  293. Aus eueren Leichen ...
  294. Aus eurem Sündensaal! ...
  295. Aus falben Nebeln heben mag?
  296. Aus ihrem Schoße entmündet
  297. Aus ihrer Hütten
  298. Aus irdischen Sündenpfützen ...
  299. Aus meines Herzens Tiefe trug ans Licht –
  300. Aus nächt'gen Tiefen aufwärtsbrachte?
  301. Aus Schlünden der Nacht
  302. Aus schweren Träumen hob ich mich. – Noch lag gebreitet schweigend, groß,
  303. Aus Träumen von Gott
  304. Aus Trümmern bau' ich aufs neue –
  305. Aus verschlungenem Wurzelgeflecht
  306. Aus vollen Lungen!
  307. Aus weißem Kelch den gelben Wein
  308. Ausatmen in diese Wildnis meine kleine, dürftige Welt!
  309. Auszog ich: den Muskel gestrafft, den Blick
  310. Bald schamgekrümmt – – ich muß – ich muß
  311. Bald wird es sich erfüllen –
  312. Beäugelten rechts die schnurrige Sphinx
  313. Bedeute –
  314. Bedünken, daß ich dereinst geliebt,
  315. Beengtes Trachten
  316. Befeuert, daß du kühn entbrannt,
  317. Beflügele den Hochgesang,
  318. Begeisterung! Ich schlürfe dich liebeglühend, Erlöserin!
  319. Begraben will ich dich
  320. Bei Alltagsmühen zu suchen nach meinem Alltagsgrab.
  321. Bei den ewigen Sternen der Nacht! ...
  322. Bei der Gelegenheit an einen Frühlingstag,
  323. Bei des Weines blutrot blitzendem Kelch
  324. Bei diesem Marionettenspiel der Ewigkeit ...
  325. Bei dir findet's Heimat,
  326. Bei dir schlägt es Wurzel,
  327. Bei dir und trink' dir vom Munde
  328. Bei Gott! Ich kann den Kitzel nicht verknebeln! –
  329. Bei solch holdem Zeitvertreib! ...
  330. Beim letzten Abendstrahle
  331. Bemeistern kann? Schloß schon das Schweigen
  332. Bemessener Scholle
  333. Berauschende Düfte wehen mir zu die Winde,
  334. Bericht' ich nun von diesem Augenblick
  335. Berückende Wunderwelt
  336. Beruhigt unsere Gegenwart verfließt ...
  337. Bescheiden und winzig ...
  338. Bescheinen! Leise kommt auf leichten Sohlen
  339. Beschert sie sterbend das reichste Glück ...
  340. Beschlich uns mit härenen Fesseln! ...
  341. Beschwor ein dunkler Schicksalswille
  342. Beschwor mir nicht die Wahnsinnsflammen.
  343. Besonders gerne einem, den ich liebe,
  344. Besonders wenn sie nicht – pro domo reden! –
  345. Bevor es Nacht ward! ...
  346. Bewahrt vor herzenzermergelndem Brand –
  347. Bewuchert die Sünde,
  348. Bewußtsein trägt
  349. Bin ich die Straße dann hinabgeschlendert ...
  350. Bin ich gegangen,
  351. Bin ich ihr an die wildwogenden Brüste gesunken ...
  352. Bin ich zu dir, o Mutter Nacht, geflüchtet!
  353. Bin ich zu dir, o Todesnacht, geflüchtet!
  354. Bin klein und doch riesengroß ...
  355. Bin Staub und doch die Achse –
  356. Binde und Hülle –
  357. Bis das Frührot purpurne Garben warf
  358. Bis das Gemeine entwich,
  359. Bis der Tag verträumt hob die Lider, –
  360. Bis er, am Horizont ein Wolkenstäubchen,
  361. Bis ich in meine stille Stube trat,
  362. Bis in der zweiten
  363. Bis in die tiefsten Tiefen meiner Seele ...
  364. Bis in flammender Pracht
  365. Bis in gewissen Nebeln sie ersoffen ...
  366. Bis sie den Trotzigsten zerrieben –
  367. Bis zu der Sterne spätem Lichte
  368. Bis zum Ende der Tage ...
  369. Bis zum letzten großen Gedankenstrich ...
  370. Bis zur Frühe,
  371. Bist du aus leisem, kurzem Schlaf
  372. Blauaugen niederschlägst, wenn jach,
  373. Blauweiße Dünste schweben,
  374. Bleibt dir dein Genius unverloren.
  375. Bleich, wie ohne Seele,
  376. Bleicht durch den Raum ... du gähnst ... und gehst zu Bett ...
  377. Blieben wir immer
  378. Blitzende Welten empor
  379. Blühn auf in meiner qualzerspaltnen Brust ...
  380. Blüte, Entfaltung
  381. Blüten duft'ger Erinnerung
  382. Bluten in stiller Nacht ...
  383. Bluten in stiller Nacht ...
  384. Bluten in stiller Nacht!
  385. Bluten in stiller Nacht! ...
  386. Blutrot aus der Zukunft Wogen!
  387. Blutrot durchzittert es die Luft, fährt blendend hin wie Wetterschein –
  388. Blutrot ein Blitz
  389. Bluttriefend ein neuer Messias hängt,
  390. Bluttriefend hängt ... Und doch: ein andrer ist's,
  391. Botschaft und Kunde
  392. Bracht' ich die Komödie in Stanzen ...
  393. Braunrot quillt auf des Abends Dunstgeflecht ...
  394. Braunrot seh' ich die Kraft sich schließen –
  395. Braunrotes Land nickt über die Stackete,
  396. Braunzarte Schwärmer mit den nächt'gen Augen ...
  397. Breitwipfliger Eichenwälder ...
  398. Brennen auf deinen Scheitel nieder –
  399. Brennender Wollust –
  400. Bricht auf der Erde Gestein –
  401. Bricht denn durch ihre Lider nicht der Scheiterhaufen Flammenschein?
  402. Brüder! Meine Brüder!
  403. Brüder! O meine Brüder!
  404. Brünstiges Rufen ...
  405. Bunt kreuzte der Nebel phantastischer Kreis.
  406. Da aber andrerseits dies arme Büchlein
  407. Da aber mahnte der Ewige mich
  408. Da aber regt sich's leise,
  409. Da blitzt ein Licht auf hinten im Land –
  410. Da blutet's auf am Horizont! ... O Herr! O Herr! Gepriesen sei! ...
  411. Da brachten mir die Töchter der Lust
  412. Da dankt' ich dir, Krämerbrut, für das Mal,
  413. Da denk' ich an den »Gottessohn« –
  414. Da dich die Größe übermannt!
  415. Da dich ein Gott gekrönt!
  416. Da die Gefühle durcheinanderschäumen,
  417. Da die Tage lenzen
  418. Da droben auf ihrem Throne schlief wohl die Gottheit ein –
  419. Da endlich – bei Gott! – wie vom Wahnsinn geweckt,
  420. Da faßt es mich jäh – ich walle empor ...
  421. Da fiel der hirnversengende Stoß,
  422. Da fügte es der Zufall, daß wir beide
  423. Da fühl' ich mich gut,
  424. Da fühl' ich mich rein! ...
  425. Da fühlst du ein köstlich Erbeben –
  426. Da füllt mich ein großes Genügen,
  427. Da hab' ich die Menschlein mir angeguckt
  428. Da habe ich auch – dich vergessen!
  429. Da hat es mich jäh durchstochen:
  430. Da hat es sich mir in Gnaden enthüllt
  431. Da hat mir keiner den Wein verwehrt.
  432. Da hatten sie es sauber hingeschrieben,
  433. Da ich die Heimat mied.
  434. Da ich geküßt der buhlenden Dirn'
  435. Da ich größer war, denn du,
  436. Da ich von hinnen muß ...
  437. Da in der Brust tief drinnen
  438. Da ist es mir, als packte mich ein Krampf –
  439. Da kam auch für mich der Damaskustag –
  440. Da kam es von meinen Lippen leis:
  441. Da kam mir, Christus, dein Wort in den Sinn –
  442. Da klappert ein Schritt die Straße heran ...
  443. Da König Lenz auch mich zum Söldner warb ...
  444. Da kroch es heran –
  445. Da kroch es heran, das Entsetzen, belastete mich wie Erz –
  446. Da lag er, überdeckt von tausend Wunden,
  447. Da lagst du im fahlen Morgenrot –
  448. Da lauernder Schlangen giftspeiender Zahn
  449. Da lodert's plötzlich auf wie Feuerbrände
  450. Da mich der Höh'nwind
  451. Da nahten sie alle – beäugelten links,
  452. Da nun die Nächte kamen,
  453. Da nun die Nächte kamen,
  454. Da plötzlich schäumt es auf wie Katarakte –
  455. Da plötzlich stößt sich siedendheiß zum Herzen
  456. Da pocht's an das Tor meiner Seele:
  457. Da quoll es empor –
  458. Da regt sich's leise, leise,
  459. Da sich zum andern Mal das Glück mir böte,
  460. Da streift die brennende
  461. Da trafen mich der Götter Racheblitze
  462. Da tret' ich hin und singe meine Lieder –
  463. Da unten umkroch uns ein giftig Gerank,
  464. Da vergaß ich die harte Not und den Tod
  465. Da war mir treu geblieben,
  466. Da war's mir, als quöllen Flammenbäche
  467. Da war's mir, als stürbe der Gott in mir,
  468. Da ward ich von süßem Taumel trunken, –
  469. Da wieder am Kreuze einmal
  470. Da wir so groß gelebt, so stark gefühlt,
  471. Da wir uns sahn ... Am Abend dann
  472. Da wirbelt der Staub! Da verzerrt das Gesicht
  473. Da wird dir so groß, so siegreich ums Herz –
  474. Da wird sie über euch kommen,
  475. Da wußt' ich, daß ich dem Schächer gleich
  476. Da wußt' ich, daß ich die Seele verloren –
  477. Da – allein ich ging ... ich ging und freute mich,
  478. Da! Rauscht's nicht durch die Schatten der Nacht
  479. Da, letzter Nachtigallenschlag! –
  480. Dafür muß ich doch danken ... Denn ich bin
  481. Dahinten verdämmern ...
  482. Dahinzufliegen!
  483. Dann bebt's jäh aus in schriller Dissonanz ...
  484. Dann bitte blättre mit den schlanken Fingern,
  485. Dann bot ich dir zum Abschied still die Hand ...
  486. Dann die Brust mir schwillt,
  487. Dann flattert's hin im Morgenwind, der zu den Kreaturen spricht
  488. Dann fühlst du es wogen und gären!
  489. Dann fühlst du, wie sich in wildem Drang
  490. Dann gaben wir ihn, das Antlitz fahl,
  491. Dann ist's mir, als risse,
  492. Dann kennt mein Schwärmen kein Grenzen ...
  493. Dann kennt mein Schwärmen kein Grenzen ...
  494. Dann lachten wir ... und weich ward mir die Brust,
  495. Dann laß zur allerletzten Ruh'
  496. Dann liebt' ich dich vielleicht und deine Schönheit!
  497. Dann müßt' ich von dir gehen, meinem Sterne
  498. Dann reck' ich hoch mein Haupt empor –
  499. Dann reißt er uns alle im Sturme fort
  500. Dann ruh dich auf der Bahre aus
  501. Dann schau ich Frevel nur und Sünden
  502. Dann schließ die müden Augen zu,
  503. Dann setz' ich mich auf meine Lieblingsbank –
  504. Dann sind wir beide ganz allein,
  505. Dann sing' ich leise Lieder für mich hin,
  506. Dann sprängen heißer all die süßen Lüste
  507. Dann sprengst du die Bande! Dann reckst du dich weit!
  508. Dann tritt, als hätte ihn gesandt der Furien beutedurst'ger Schwarm,
  509. Dann trocknest du vielleicht mir eine Träne –
  510. Dann tut's ja nichts! – Nun gut! Ich will's probieren,
  511. Dann weißt du, wie es plötzlich mich
  512. Dann weißt du, wie ich dich geliebt
  513. Dann weitet meine Seele sich – will sich verjüngter Kraft dir weihn –
  514. Dann will ich alles dir gestehn –
  515. Dann will ich auf die Märkte gehn – will künden, Herr, dein Gnadenwort –
  516. Dann will ich meines Lebens Traum
  517. Dann will ich mit dir heimwärts gehn
  518. Dann will ich zu dir kommen und mit Rosen,
  519. Dann wollen wir, ein seltsam Pärchen,
  520. Dann zäumt das Wandertrachten
  521. Darauf die Sonne lag mit mildem Glühn,
  522. Daraus fällt
  523. Daraus fluten Ströme des Segens? ...
  524. Daraus in lichten Strömen
  525. Daraus mir entgegen
  526. Darf ich auch dich, dereinst geliebtes Mädchen,
  527. Darum nicht länger –
  528. Das Ewige mir nah gesetzt
  529. Das Urwort, das allein Erlösung beut,
  530. Das alles in zwingende Nähe schiebt,
  531. Das alte Lied! ... Auf allen Lippen liegt
  532. Das alte Mütterchen, die Erde, trägt:
  533. Das Auge erlahmte dem kleinlichen Leid
  534. Das Auge stier und brennend, tränenlos ...
  535. Das aus der Nacht verborgnen Quellen bricht! ...
  536. Das brandet zur Nacht, da die Engnis zerbrach!
  537. Das brannte sich ein wie Nesseln,
  538. Das deine Schönheit feiert –
  539. Das dem Sinne gewehrt, der befangen,
  540. Daß diese Botschaft auch für dich gebracht ward!
  541. Das dieses Frühlings Wundermund
  542. Das Dokument des freien Geists!
  543. Daß du dein Kind hast lassen müssen,
  544. Das du in Schmerzen einst geboren,
  545. Daß durch die Himmel
  546. Daß einstiger Schmerzen
  547. Das Ekel, Ueberdruß, Melancholie
  548. Das entgeistete, stumme,
  549. Daß er im Wandel, was da bleibt, begreift –
  550. Daß er mich spüre,
  551. Daß er wie auf der Marterbank gestöhnt –
  552. Daß es in deiner Segensfeier
  553. Das Evangelium,
  554. Das Feuer, dampfend, unbegriffen –
  555. Das Fieber irrt um Wang' und Stirn
  556. Das flehend vor dir niedersinkt!
  557. Das frißt wie verruchte Schande!
  558. Das Glück sich heimgebracht ...«
  559. Das Gold, das glänzt und gleißt,
  560. Das große Schicksalsspiel von Haß und Liebe!
  561. Das große, befreiende,
  562. Das große, verzehrende,
  563. Das habe ich da erst gefühlt!
  564. Das hat der Lehrer mir geschenkt –« ich nickte ...
  565. Das heilige Ziel!
  566. Das Heiligste ist feil –
  567. Das hohe Weib mit traumhaft leisem Schritt ...
  568. Daß ich den Blick nur kehre
  569. Daß ich dich an mich reißen will –
  570. Daß ich dich liebe!
  571. Daß ich dich liebte ... Denn oft Stunden, Tage,
  572. Daß ich dich nur gekauft...
  573. Daß ich erlösungsdürstig wild
  574. Daß ich gelandet bin zu einer neuen Welt!
  575. Daß ich ihnen
  576. Das ich liebe mit dem Flammensturm meiner Jugend,
  577. Daß ich nicht mehr des Herzens unstet Pochen,
  578. Daß ich so Meister meiner Leidenschaft –
  579. Daß ihr in wilder Bestiengier
  580. Das in gigantischen Gegensätzen
  581. Das ist Bestimmung, tiefste Herzenssatzung ...
  582. Das ist die Botschaft der neuen Zeit:
  583. Das ist eine alte Geschichte –
  584. Das ist: daß ich zu neuen Heilsasylen –
  585. Das Kunststück war mir ganz famos gelungen:
  586. Das lange sich deiner gewehrt hat!
  587. Das Laster wollustgeil!
  588. Das Leben bodenlos verachtet:
  589. Das Leben ist für sie nur ein Gefängnis –
  590. Das Leben seine goldnen Stunden feiert –
  591. Das Leben sich verjüngt?
  592. Das Leben sproßt im Märzen,
  593. Das Leben verträumt und verspielt –
  594. Das lebendige Leben ...
  595. Das legt dem Aerger – dieser Modus nämlich –
  596. Das letzte Amulett will ich zerschmettern,
  597. Das letzte eine:
  598. Das letzte Weh will sacht verbluten –
  599. Das Licht auf Abschied sann,
  600. Daß meiner Liebe Gewalt dich nicht heimwärts rief –
  601. Das mich zu Tod hat müd gemacht,
  602. Daß mir durch die nächtigen Lande
  603. Daß mir ergreifbar immer bliebe
  604. Das nach der Tat wie nach Erlösung dürstet –
  605. Das Nacht und Tag in meiner Seele flutet ...
  606. Das nie sich genug,
  607. Daß noch atme
  608. Daß nun der Menschheit Osterfest –
  609. Das Opfer diskreter Musik ...
  610. Das Reiseziel – bei Gott! – es war nicht Gießen,
  611. Daß ruhelos dein Kind noch irrt ...
  612. Das scheue Kind verschwiegner Stunden: wenn
  613. Daß schließlich alles ich – »natürlich« fand! ...
  614. Das schwarze Bahrgewand der Nacht, ein rätselschwangrer Riesenschoß –
  615. Das Schweigen der Felsenöde verschlingt den Siegerschrei ...
  616. Das Schweiß und Schwielen
  617. Das sich bricht in engen Schranken:
  618. Das sich herausgebar aus nächt'gem Schoß!
  619. Das sich in zarten, bläulich krausen Ringen
  620. Das sie heraufbeschworen im bangenden Menschenhirn –
  621. Daß sie wie rote Feuer blitzen ...
  622. Daß sie zerschellt, zerkracht!
  623. Das sind die Wogen der Sehnsucht,
  624. Das sind die Wogen der Sehnsucht,
  625. Daß so Verrat
  626. Das stete Vernichtungsverlangen:
  627. Das tausend Tränen genetzt,
  628. Das Trostgeschmiege deiner Schleier
  629. Das trug triumphierender Freiheit Fracht! ...
  630. Das unsäglich nüchtern und kalt,
  631. Das Urteil zu vermelden –
  632. Das vor der Tat wie vor der Hölle schaudert ...
  633. Das wandelte sich in der Einsamkeit
  634. Das war ein keck Erfassen
  635. Das war ein lust'ges Feiern –
  636. Das war ein seltsam Passen!
  637. Das war ein tolles Zechen –
  638. Das war nun so – ich mußte flugs verzichten
  639. Das wilde Suchen, tolle Ueberspringen ...
  640. Das zart von dir zu mir sich angesponnen,
  641. Das zerborstne Herz ...
  642. Daß, da die Stunden herbsten,
  643. Deck um dies angstverzehrte Herz,
  644. Dehnt euch und breitet euch,
  645. Dein wahrer Lohn, wenn im stillen Gebet
  646. Dein blondes Haar – dein Auge blau – nicht wahr? –
  647. Dein feines, stolzes, leiskokettes Wesen
  648. Dein Genius, der um dich wacht,
  649. Dein Gott wird mit dir sein! ...
  650. Dein großes, dein gewalt'ges Schweigen,
  651. Dein Kind, du hast es einmal doch
  652. Dein kleines Stück vom großen Leben ...
  653. Dein lebendiges Leben! ...
  654. Dein liebelechzend Kind!
  655. Dein Schmerz wird sich verklären –
  656. Dein schöner Leib ist so gesellig
  657. Dein warmfeuchtes Leben ...
  658. Dein Wort am Kreuze: Es ist vollbracht! –
  659. Deine reine Nähe,
  660. Deine dithyrambische Einkehr!
  661. Deine Kraft durchquillt unser Herz. –
  662. Deine lebendige Seele!
  663. Deine Rosen, dein Traubengewind!
  664. Deine Saat gedeiht!
  665. Deine Tränen saugt der Sand:
  666. Deiner Liebe todtrotzige Flammengewalt?
  667. Deiner Seele glühender Ueberschwang –
  668. Deines einzigen Ichs ...
  669. Deines Leibes emporquoll,
  670. Deines Wanderns Fragmente vollenden!
  671. Dem Ew'gen zugesellt ...
  672. Dem die Welt sich nun malt
  673. Dem einz'ge Leuchte du in seinen Finsternissen ...
  674. Dem ewig unerschöpften Schoße,
  675. Dem Geleucht deiner Augen,
  676. Dem Gott, den du bekennst, dem wird
  677. Dem im Staube gefallenen Armen
  678. Dem Katarakte meiner Leidenschaft! – –
  679. Dem keuschen Blick
  680. Dem Lächeln deiner Wangen,
  681. Dem Leckermädchen durch die schmalen Lippen ...
  682. Dem mich das Schicksal auserwählt,
  683. Dem nichts den Feuerfraß der Schmerzen kühlt,
  684. Dem nichts den Wermut der Reue versüßt!
  685. Dem Rhythmus deines Leibes –
  686. Dem Schwärmen bei Nacht und bei Tag! ...
  687. Dem Schwärmen bei Nacht und bei Tag! ...
  688. Dem Sein entkeimend
  689. Dem Universums-Kern,
  690. Dem Wirken im Ruhn,
  691. Demantene Reinheit ...
  692. Den Balsam legen! Von den Stirnen bannen
  693. Den Bau, den ich so hoch erricht't!
  694. Den Brand in jede Brust –
  695. Den deiner Schönheit Reiz betört, –
  696. Den die Dämonen kreuz'gen mit dem Kuß ...
  697. Den Engpaß des Lebens ...
  698. Den es umschoßt,
  699. Den eure Liebe tönt!
  700. Den ganzen Köcher ihrer funkelnden Pfeile:
  701. Den gottgebornen Geist!
  702. Den ich durch Staub und Schlachtendampf
  703. Den ich trotz heißem Trachten,
  704. Den ich wie keinen je geliebt?
  705. Den Kampf für Freiheit und Licht!
  706. Den knospenden, schwellenden Leib –
  707. Den Kreaturen tuet kund –
  708. Den Leib der Sphinx,
  709. Den letzten Lorbeerkranz will ich entblättern,
  710. Den liebt' ich nicht seitdem noch drei Helenen,
  711. Den Menschen der Stunde,
  712. Den Menschen gesellt' ich mich wieder –
  713. Den Mund in sündigem Minnen ...
  714. Den Nacken gebeugt
  715. Den nicht auch einmal jäh die Furcht gepackt
  716. Den olympischen Kranz ...
  717. Den Rhythmus des Blutes –
  718. Den sie gefangen hinter Eisengittern:
  719. Den stillen Tönen nach ...
  720. Den strahlenden Ruhm zu erjagen.
  721. Den Tiefen der Seele
  722. Den verzwergten Halmen,
  723. Den weißen Fingern mit den Rosennägeln,
  724. Den wir gehegt, den alten Groll,
  725. Den Würmern zum Zeitvertreib ...
  726. Den Würzhauch des Wassers
  727. Den Zelter schnür' ich – ich schärfe mein Schwert:
  728. Denen ich diesen Gruß entboten,
  729. Denn bin ich nicht du –
  730. Denn daraus findet sich ja kaum ein Schw ...
  731. Denn die Himmel sind leer,
  732. Denn eine alte Angewohnheit ist's –
  733. Denn er hört der Räder Stöhnen
  734. Denn folgend diesem Zeugnis seiner Gnade
  735. Denn hier betastet
  736. Denn ich begriff dich
  737. Denn ich begriff dich, Allesempfindender!
  738. Denn ich bin ja nicht mehr mein Eigen,
  739. Denn ich bin stark
  740. Denn ich bin stark,
  741. Denn ich ward wie du!
  742. Denn ich – ich kroch zu Kreuz!
  743. Denn ich, Madonna, muß es wissen –
  744. Denn ja! bei dir,
  745. Denn nicht mehr länger
  746. Denn nur das Leben
  747. Denn nur ein neues Hinab
  748. Denn sie bedeutet
  749. Denn siehe! Ich begriff: Die »Liebe« ist
  750. Denn siehe, du Weib,
  751. Denn siehe, du Weib:
  752. Denn unbezähmbar in des Zwiestreits Fülle
  753. Denn Vater, deine Nähe –
  754. Denn wir sind einsam ...
  755. Denn wir sind einsam ...
  756. Denn's ganze winzige Persönchen ... »Onkel!
  757. Denn, Anna, oft tickt's mich unwiderstehlich,
  758. Der Einheit Größe, die den Gipfel krönt,
  759. Der Elemente?
  760. Der Freiheit frohe Glückseligkeit,
  761. Der Genesung freistirnige Boten!
  762. Der Lüge Drachen du erschlagen?!
  763. Der Afterweisheit Götzen will ich fegen
  764. Der andere: »Wenn man nur nicht müßte!«) ...
  765. Der arme Kerl, vom Pöbel strohgekrönt! ...
  766. Der auf zum Himmel uns trägt!
  767. Der Augen Goldbraun und der Lippen Blüten –
  768. Der aus den Poren
  769. Der Bilder, der verblaßten,
  770. Der blöde Stumpfsinn ward sein Schwager ...
  771. Der Bronnen denn verdorrt,
  772. Der da säet Staub und erntet Staub,
  773. Der da schafft in der Zeiten Dämmerungsschwall
  774. Der da schafft in der Zeiten Wehen! ...
  775. Der das Ewige fügt
  776. Der deines Nackens holde Fülle
  777. Der dich begreift von Inbrunst hingerissen,
  778. Der Dinge unverstandne Hülle
  779. Der Dinge Wesen und der Dinge Grund:
  780. Der Duftschwall, so der Nacht entsprossen.
  781. Der einsam nach Verlorenem spürt ...
  782. Der eiskalte Anhauch,
  783. Der Erinnerung letzte Brücke ...
  784. Der Erlösung Sonnen mir steigen! ...
  785. Der flammend kam, jach sich in Nacht verlor,
  786. Der Fluren Duft
  787. Der Freiheit getauft!
  788. Der frischgedüngte Acker stinkt empörend, –
  789. Der frischgedüngte Acker stinkt herüber;
  790. Der Froner heim zu Herd und Lager ...
  791. Der Geister toller Schwarm!
  792. Der goldnen Freiheit führen will – ein Sieger:
  793. Der Gott hat sich verhüllt –
  794. Der Gott im Glorienkleid
  795. Der göttliche Mensch
  796. Der hat vollbracht
  797. Der Häuser schwarz Spalier ... die Fenster tot –
  798. Der herbe Widerstreit der Elemente
  799. Der Hieb des Todes – er traf!
  800. Der Hieb des Todes, er traf!
  801. Der Hunger seine Fingerspur geprägt;
  802. Der ich der Nacht zu Füßen lag
  803. Der ich gedacht kein einzig Mal,
  804. Der in die Arme der Sünde geflohn,
  805. Der jäh erwacht nach jahrelangem Schweigen:
  806. Der jäh in deine Seele eingeschlagen –
  807. Der jedem heißen Blute zu empfehlen ...
  808. Der jungen Flur ein goldnes Band
  809. Der Kelch deiner Seele zersprang!
  810. Der Keuschheit Paradies ...
  811. Der König Frühling selber ein
  812. Der Kräuter und Gräser,
  813. Der lebenstrotzig ringt um karge Spenden
  814. Der Lenz mit allmächtigem Werdeton
  815. Der Liebe süßseligen Preis!
  816. Der Liebe süßseligen Sieg!
  817. Der Mädchenträume bunte Fülle träumte!
  818. Der Menschheit? Will der Schoß des Himmels sich
  819. Der mich gewirket,
  820. Der mir des Herbstes letztes Laubwerk
  821. Der mir mit seinem Drang zum Licht,
  822. Der mir verschleiert des Lebens Tiefen
  823. Der Mitternacht phantastisch Tönemeer ...
  824. Der Morgen ward mir weidlich durchnäßt,
  825. Der Morgensonne Erblitzen –
  826. Der Muskel knollt, graniten wird die Stirn mir:
  827. Der Myriaden Leuchten,
  828. Der nachtschwarze Fittich
  829. Der Nachtwind heult dir den Totensang –
  830. Der Nachtwind heult dir den Totensang:
  831. Der nicht auch einmal bangte, ob er nicht
  832. Der nimmermehr die Feigen schreckt?
  833. Der nimmermehr die Müden reißt
  834. Der nun so lange schon dein Freund nicht mehr ...!
  835. Der nur mit Stammeln,
  836. Der nur mit Zagen
  837. Der Qualen nachtlockigen Reigen!
  838. Der Regen klatscht an meine Fensterscheiben –
  839. Der Schächer, wenn er krepiert!
  840. Der Schatten Schicksalschor ...
  841. Der Scheiterhaufen, darauf sie, die Menschheit, wahnsinnverkrampft,
  842. Der Seele Pforten: zu Hauf nun, zu Hauf
  843. Der Seelenverjüngung ...
  844. Der Sehnsucht, köstlich berückend,
  845. Der seine finstre Schule schwänzt! –
  846. Der Seligen Brust!
  847. Der sich in Schleiern hebt aus Staubwerk ...
  848. Der sich mit des Gigantenleibes Wucht
  849. Der sie aus ihrer Knechtschaft an das Licht
  850. Der Sieg in mir vollendet ward,
  851. Der sprach: »Glückselig bist du, Poet,
  852. Der steten Unrast, die sich festgekrallt
  853. Der stetig und still,
  854. Der stets gebändigt mein Rebellenblut ...
  855. Der Sturm ist nun verdröhnt –
  856. Der Sturm ist nun verdröhnt,
  857. Der Sturm sich ein – –
  858. Der Sünde, – der Sünde, die schamlos
  859. Der uns zur Freiheit entbunden!
  860. Der urgeborene Geist,
  861. Der Vergangenheit tränengedüngte Saat
  862. Der verkauften Kreaturen, –
  863. Der verkauften Seelen Würmerbrut,
  864. Der verruchte Drang mich,
  865. Der Verzweiflung Dornengeranke –
  866. Der Vögel Klang,
  867. Der Vorhang,
  868. Der Welt Geheimnis wurde dir bewußt! ...
  869. Der Weltentsagung – recke dich empor,
  870. Der Wind strich feucht und die Flut lief sacht –
  871. Der Winternebel Vorhang in zwei Stücke
  872. Der Wirklichkeiten, der märchenlosen –
  873. Der Wonneschmerzen
  874. Der zarte Teint – dein leiskokettes Wesen:
  875. Der Zeit Geschwüre kann ich nicht verwinden –
  876. Der Züge manchen – und von allen, die
  877. Der »gute Ton« ward mir Respektsmoment ...
  878. Der's Herz mir stückweis bricht –
  879. Dereinst, als jung mein Herz und lauter noch:
  880. Des Weltwehs ewigen Trauerflor –
  881. Des Frühlings warmer Atem tastet brünstig
  882. Des Gebärers qualvolle Wollust
  883. Des Hasses! Da thront nur das Recht!
  884. Des heil'gen Geistes heißer Gipfeldrang,
  885. Des Heilands zermartert Gebein!
  886. Des Herdes würd'ge Götter, mir voll Gnade ...
  887. Des Lebens buntes Formenspiel
  888. Des Lebens ganzes Sein
  889. Des Lebens in jauchzender Lust! ...
  890. Des Lebens in jauchzender Lust! ...
  891. Des Lebens Inhalt, Mittelpunkt, Symbol –
  892. Des Lebens noch schüren:
  893. Des Mondes gleißend weiße Silberschleier
  894. Des Morgens Säuselwind
  895. Des Nichtseins
  896. Des Schöpfers Sieb,
  897. Des schrillen Tages heißer Ueberschwang:
  898. Des Südens formgewalt'ger Heiterkeit!
  899. Des unendlichen Geistes –
  900. Des Weltalls Weiten
  901. Des Zwiestreits bitterste Wunden!
  902. Dich abgeschliffen ganz:
  903. Dich an mich zöge, küßte ... und tief atmend
  904. Dich einen Traum des Lebens träumen lassen,
  905. Dich heimlich auf den Kirchhof tragen ...
  906. Dich heiß begehrt ... und deines Leibes Seele
  907. Dich überströmen mit Glut –
  908. Dich vor dem Frechen suchst zu schützen,
  909. Dich zu zermalmen
  910. Dich, die ich habe gehen heißen!
  911. Die Freiheit, die nur um Schmerzenfeil
  912. Die Leidenschaft!
  913. Die Nebelgeister hör' ich um mich weben –
  914. Die Rache baut sich ein furchtbar Reich
  915. Die unsere Schwerter geschliffen!
  916. Die Verzweiflung hob die Lider!
  917. Die war und bedingt war:
  918. Die aber preßt mich fest und läßt
  919. Die alles Hohle zerschlägt –
  920. Die Angst, die Rächerin!
  921. Die ans Kreuz wir geschlagen in frevelndem Wahn,
  922. Die aufwärts steigen, wieder zu zerstäuben –
  923. Die Augen halb geschlossen ... seltsam müde –
  924. Die Babel-Dome gefestet mit blut'ger Despotenfaust –
  925. Die bekannten klugen,
  926. Die Berge zum Götterpalast:
  927. Die Bilder, die in der Erinnrung Hallen
  928. Die Binde fiel, und die brennende Schmach
  929. Die Blüten sind verdorrt, versprüht der Glanz –
  930. Die Boten des stummen Gerichts!
  931. Die Brandung schreit – und Stürme, sie erschüttern,
  932. Die Brunnen tönen – durch das Dunkel bebt
  933. Die Brust mir blutig schlage
  934. Die da nachschleichen
  935. Die da wachsen und blühen
  936. Die Dämmerung balsamgütig ausgesät ...
  937. Die Dämonen verloren die Bannkraft!
  938. Die der Winter ihr wand um die Glieder:
  939. Die dich nicht beseelt,
  940. Die Dichterlippe – jenes große Schweigen,
  941. Die dir vielleicht ein bißchen von Interesse –
  942. Die dir zu Füßen in Knäueln sich winden:
  943. Die du begriffen,
  944. Die du in mir geweckt
  945. Die du mich hattest verdorren lassen und kläglich verkümmern –
  946. Die du mich lange, lange verlassen hattest, Leidenschaft –
  947. Die du von mir gewichen warest und von mir geflohen
  948. Die du zu mir herniedergestiegen,
  949. Die ein großes Streben schlägt,
  950. Die einmal, einmal –
  951. Die einst mit flammenden Schwertern über den Erdball gebraust,
  952. Die Enge drückt mich – es drückt mich die Nacht –
  953. Die Enge würde mich zerlasten, würde
  954. Die erlöste Brust –
  955. Die es zur Schule brachte, war das Mädchen ...
  956. Die Finsternis brütet – –
  957. Die Flamme der Wollust –
  958. Die Flut ist nun verbrandet,
  959. Die Flut ist nun verbrandet,
  960. Die Flut verlief sich sacht ...
  961. Die Flut verlief sich sacht ...
  962. Die fluten mir durch das Herz –
  963. Die Freiheit, sich auch auszurasten –
  964. Die Frucht seines Kreisens ...
  965. Die Frühlingsstürme nahen schon!
  966. Die Fülle
  967. Die ganze Welt scheint ihrer Macht verfallen,
  968. Die gierigen Augen stürzen auf seinen grellgleißenden Glanz – –
  969. Die Glocke schweigt. Das Nachten siegt –
  970. Die glücklichen Götter
  971. Die göttlichen Samens,
  972. Die Harzerberge, endlich einmal wieder ...
  973. Die heiligen Bilder befiel –
  974. Die Herzen der Menschen ...
  975. Die ich aus tiefstem Seelenschacht,
  976. Die ich gehen geheißen,
  977. Die ich geschaut mit taumelndem Hirn, –
  978. Die ich gesucht tagüber, doch nicht fand,
  979. Die ich geträumt mit brennender Stirn,
  980. Die ich in diesem Sturme trug, die Wehr:
  981. Die ich nun schlürfe,
  982. Die ich verachtet grenzenlos!
  983. Die ihnen gezeichnet
  984. Die ihr in prangenden Reizen
  985. Die ihr zärtlich bestauntet
  986. Die ihre Cäsarenspuren mit ehernem Meißel gehauen,
  987. Die in mir branden und blühn –
  988. Die Kinderträume sind dir längst gestorben –
  989. Die kleinen dünnen Finger hielten tapfer
  990. Die kleinen, losen Maschen wie verwaiste,
  991. Die Kraft zurück, die neu den Kampfgebiert!
  992. Die Kraftträume des Alls! ...
  993. Die Kreaturen ...
  994. Die Landschaft da vor meinen Blicken ...
  995. Die Laute rauscht. Es jauchzt wie Sturmgesang, –
  996. Die leise schon verklang ...
  997. Die leise schon verklang,
  998. Die leise schon verklungen,
  999. Die letzte Bürde werf' ich hin –
  1000. Die letzte seiner Phantasien ...
OPERONE