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Hermann Conradi (1862-1890) - Gedichtanfänge

Hermann Conradi (1862-1890)

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Gedichtanfänge

  1. 's ist Samstag. Heilige Stille geht
  2. 's ist Samstag. Meine Seele gab
  3. 's ist Samstag. Müder Glockenton
  4. 's ist Samstag. Nebelumgürtet liegt
  5. 's ist Samstag. Schwerbeladen kriecht
  6. Vergessen können – ja! Das ist die Kunst,
  7. Es liegt die Welt in Sünden,
  8. Abseits war ich gegangen,
  9. Am Donnerstag kam Meta in die Schule,
  10. Auch ich – auch ich, in unseligem Drang,
  11. Auf Wald- und Wiesenpfaden
  12. Aus des Lebens lebendigstem Wellenschlag
  13. Aus eines Weibes Armen komm' ich her ...
  14. Aus schweren Träumen hob ich mich. – Noch lag gebreitet schweigend, groß,
  15. Auszog ich: den Muskel gestrafft, den Blick
  16. Da nun die Nächte kamen,
  17. Das sind die Wogen der Sehnsucht,
  18. Das war ein lust'ges Feiern –
  19. Der frischgedüngte Acker stinkt herüber;
  20. Der Nachtwind heult dir den Totensang –
  21. Des Lebens buntes Formenspiel
  22. Die Flut ist nun verbrandet,
  23. Die müde schon verglühte,
  24. Du bist nicht schön ... Ich könnte auch nicht sagen,
  25. Du fragst, was mir so herbe, tiefe Falten
  26. Du warst so brav, da ich dich einst verlassen, –
  27. Durch meine letzten Tage
  28. Durch webenden Nebel ging ich zur Nacht.
  29. Ein Strahl der Dichtersonne fiel auf sie –
  30. Es flog der Staub, und die Enge zwang –
  31. Es hat die Dirne mich geküßt:
  32. Es hat sich wilder Tatendrang
  33. Es hat um mich die Einsamkeit
  34. Es ist so still geworden,
  35. Es ist wohl meine ganz »verfluchte Pflicht
  36. Es rauscht um mich leis und geheimnisschwer
  37. Es spiegelt sich das Abendrot
  38. Fall ab von mir, du gottverfluchte Sünde!
  39. Freund! Noch sproßt uns die Kraft
  40. Ganz leise erst, noch in den zartsten Fäden,
  41. Habe die Nacht verzecht und verpraßt,
  42. Hast du es einmal schon verspürt –?
  43. Heim komm' ich taumelnd vom Geschwelg' –
  44. Höhen gabst du mir, Vater, Höhen –
  45. Ich beuge mich über dich
  46. Ich flüchte aus dem Marktgedränge,
  47. Ich hab' mich jenen je und je gesellt,
  48. Ich kehrt' aus engen Gassen
  49. Ich liege schlaflos. – Die Gedanken kreisen
  50. Ich stand auf sturmbestrichnem, granitnem Bergeshaupt,
  51. Ich war in deinen Kreis getreten, Weib,
  52. Ich weiß – ich weiß: Nur wie ein Meteor,
  53. Ich wollte dich mit Rosen überschütten,
  54. Im fremden Gasthofszimmer,
  55. Im Morgengrauen schritt ich fort –
  56. Im Sklavendienst der Lüge
  57. In der Entsagung stumpfes Brüten
  58. In ein Wirtshaus bin ich eingekehrt,
  59. In flammender Empörung
  60. Kaum dunkelt's – und die nackte Stunde würmt
  61. Kennst du der Nacht geheimnisschweres Raunen?
  62. Laß fahren, was dich traurig macht,
  63. Losgelöst aus eurer Mitten
  64. Manchmal ist's mir, als packte mich ein Krampf,
  65. Mein Blick, nun weide dich zum letztenmal
  66. Mein Herz ist voll Sonne,
  67. Mein Mütterlein, zu dieser Stund',
  68. Meine bebenden Finger halten das blutrote Gold umspannt –
  69. Meine Seele ist traurig ...
  70. Mit metallhartem Rotgelb
  71. Nach goldumsäumten Tagen –
  72. Nicht mit Trauben, nicht mit Rosen
  73. Nicht war mir zu Willen
  74. Nun feiert vom Werke! des Alltags Gelüst,
  75. Nun ist die Stunde kommen,
  76. Nun knospet's in den Linden wieder,
  77. Nun wieder in die Seele schlage
  78. Nun wogt einher in mächt'gem Geroll,
  79. O köstliche Stille der Einsamkeit!
  80. Ob's deine Augen auch verneinen
  81. Oft schweif' ich durch der Menschen Reihen hin
  82. Oh! Daß mir doch ein Etwas – Schicksal – Gott –
  83. Oh! Welche namenlose Müdigkeit
  84. Oh, wir sind einsam –
  85. Schaust du die Sterne, vergißt du der Wesen,
  86. Schon floh die Mitternacht. – Noch aber pocht's
  87. Sind mir die Schwingen denn gebrochen?
  88. So hast du denn auch mich bezwungen,
  89. So stürze, Moloch der Vernichtung,
  90. Trüb schleicht die Zeit und nüchtern ...
  91. Verhaltenes Geigengeriesel
  92. Vieles habt ihr voraus, ihr Toten,
  93. Von einem Grabe komm' ich her. – Du weißt,
  94. Von Winternot und Wintergram
  95. Wär' ich ein andrer doch und leichtren Sinnes!
  96. Was frag' ich nach Zeit und Stunde,
  97. Was mir die Brust so wundermächtig schwellt,
  98. Wenn der Weißdorn blüht –
  99. Wie bin ich nur so jäh hierher verschlagen
  100. Wie bist du plötzlich über mich gekommen,
  101. Wie du mich lange, lange verlassen hattest,
  102. Wie gerne lass' ich von der ersten Sonne
  103. Wie ich mich auf den Frühling freue!
  104. Wie wag' ich's nur, mein junger Tag,
  105. Wir gehen so stumm neb'einander
  106. Wo seid ihr hingegangen,
  107. Zieh ein, o Schmerz,
  108. Zur Nacht, zur Nacht an den Wassern ich ging –
OPERONE