Lyrik


Gedichtanfang W

Wag’ es wenn du’s vermagst, von beiden LebenssfärenRückert
Wann wacher Sinne Krieg geschlichtet Gottesfriede,Rückert
Wanns an zu dämmern fängt, so ist der Tag nicht ferne;Rückert
Wär’ es mit einem dir mislungen oder zweien,Rückert
Warum das große Ich der Menschheit sich gespaltenRückert
Warum der Vogel steht im Schlaf auf Einem Bein?Rückert
Warum der Vogel Strauß so garviel Eier legt?Rückert
Warum gehst in der Welt du aus dir selbst hinaus?Rückert
Warum ich euch soviel Sinnbildliches berichte?Rückert
Warum ist Redlichkeit von Rede so benannt?Rückert
Warum läßt Volksmundart von Frauenlippen sichRückert
Warum oft glücklich statt des Guten sei der Böse?Rückert
Warum verehrst du den? Weil ihn soviel verehren.Rückert
Warum vertragen sich verschiedne Menschen selten?Rückert
Warum vor Ungeduld dein Büchlein ich zuschlug?Rückert
Warum, o Lüfte, flüstert ihr so bang?Lenau
Was deinem innern Trieb ist angemessen, treibe,Rückert
Was diese Welt dir giebt, was diese Welt dir nahm;Rückert
Was dir am Mann gefällt, der stillschweigt, wird im Nu,Rückert
Was dir mislang, wirf weg, wenn du ein Meister bist;Rückert
Was dir mit Einem Mund bewundernd alle preisen,Rückert
Was du erlangen kanst, das stillt nicht dein Verlangen;Rückert
Was du im täglichen Hinleben leicht vergissest,Rückert
Was du nie müde wirst zu fühlen, wirst du nieRückert
Was du noch nicht erschwangst, das kannst du noch erschwingen;Rückert
Was du solang erhofft, wann es nun endlich kam,Rückert
Was du verstehest, reizt dich wenig; was du nichtRückert
Was einen Dichter macht? das hohe SelbstgefühlRückert
Was einer tragen kann an Leid und auch an Lust,Rückert
Was einmal ist geschehn, das laß auf sich beruhn,Rückert
Was feindlich ist der Welt, das magst du feindlich hassen;Rückert
Was gibt Behäglichkeit dir in des Lebens Kreisen?Rückert
Was giebt es hier, um was des Volks Gedräng sich häuft?Rückert
Was glänzt, daß du es siehst, ist gleichsam im Verbrennen;Rückert
Was Gott in der Natur und dir im Herzen spricht,Rückert
Was gut ist und was schlecht, ist schwer nicht zu entscheiden;Rückert
Was hab' ich nun erkämpft, daß stumpf sind meine Waffen?Rückert
Was hält den Vogel, der in Lüften schwebt, am Band,Rückert
Was hat dich, Geist, vermocht aus Gott hervorzuwallen?Rückert
Was heißt dich, wie dich selbst, jedweden Menschen achten?Rückert
Was hilft die Kundschaft, die du ein von andern ziehst?Rückert
Was hilft es, daß du dir die fremden Weg' einprägtest?Rückert
Was hilfts den Zweig, an dem kein Apfel ist, zu schütteln?Rückert
Was ich geworden bin, bin ich durch dich geworden;Rückert
Was Ihr Bild nennt unverständig,Lenau
Was in der Schule du gelernt, ists wol vergebens,Rückert
Was innig dich ergreift, das laß fein langsam reifen;Rückert
Was ist an Fluren schön? was schön ist auch am Leben:Rückert
Was ist bei diesem Spiel des Lebens zu gewinnen?Rückert
Was ist das Licht, das hold des Daseyns Nacht erheitert?Rückert
Was ist der kleine Mensch in der Unendlichkeit!Rückert
Was ist der Raum? die dir vom Sinn gesetzten Schranken.Rückert
Was ist der Vorzug wol der menschlichen VernunftRückert
Was ist der Weg, mein Sohn, an dem du noch nicht bist,Rückert
Was ist des Geistes Leib? Der Körper ist es nicht,Rückert
Was ist die Schönheit, Herz? das Spiegelbild der Liebe.Rückert
Was ist die Tugend? Schrank' und Maß der Menschenkraft;Rückert
Was ist die Weite denn des Lebens und die Enge?Rückert
Was ist es denn, das du begreifst von Gott und Welt?Rückert
Was ist es, daß du sagst: es hat mich dieses heut,Rückert
Was ist und was ist nicht poetisch? Alles, wieRückert
Was ist unwandelbar als Wahrheit ausgemacht?Rückert
Was ist unwandelbar in der Verwandlung Reich?Rückert
Was ist Verneinung wol im Denken und im Wort?Rückert
Was ist wahr oder falsch an innrer Offenbarung?Rückert
Was ist zu wissen werth, was ist nicht werth zu wissen?Rückert
Was ist Zusammenhang der Rede, den du lobst,Rückert
Was jegliches Gemüt als klaren Kern enthält,Rückert
Was knistert neben mir und stört mein einsam Denken,Rückert
Was man nicht ändern kann, soll man nicht ändern wollen;Rückert
Was man zum Guten wie zum Bösen deuten kan,Rückert
Was Menschen Vorsicht heißt, ist schlecht von Menschen denken;Rückert
Was nennst du groß und klein? du nennest größer, wasRückert
Was nur vom Himmel kommt in gut und schlechten Tagen,Rückert
Was ragen himmelan die kalten dort und stolzenRückert
Was rauscht durch diese Pappeln? — horchet, Brüder!Lenau
Was richtet das Gesetz am menschlichen Beginnen?Rückert
Was rühmst du dich, daß du nach Geld und Gut nicht trachtest,Rückert
Was sagst du mir? du willst mir sagen wol von dort,Rückert
Was sagt Bewußtseyn aus? es sagt Bewußt und Seyn;Rückert
Was schlichtet, Herz, den Streit, der dich mit dir entzweit?Rückert
Was sucht der Geist? das was als Widerspruch betitelnRückert
Was sucht ihr, Reisende, in des Gebirges Schanzen?Rückert
Was thut ihr denn alsob ihr neu die Welt gemacht,Rückert
Was thut's wenn dich die Welt um weltlich Gut betrog,Rückert
Was trauerst du, mein schöner Junge?Lenau
Was ungelesen ich zu lassen mir erlaube?Rückert
Was unterscheidet dich, o Mensch, von der Natur?Rückert
Was unterscheidet dich, o Mensch, von Thier und Pflanze?Rückert
Was unterscheidet Kunst von Wissenschaft? Das Können;Rückert
Was uranfänglich ist, das ist auch unanfänglich,Rückert
Was Wärme schnell annimmt, läßt schnell sie wieder fahren;Rückert
Was willst du mit der Welt? Du kannst sie nicht durchmessen,Rückert
Was wird nun dieser Tag, der heutige, dir bringen?Rückert
Was wirklich satt dich macht, das wirst du niemals satt,Rückert
Was wirkte groß und wirkt, kann in sich seyn nicht nichtig:Rückert
Was, Dichter, suchst du? Ruhm? „Wen reizt die Seifenblase?”Rückert
Weh thuts, wenn man dich schilt, am wehsten, armer Knecht,Rückert
Wehe, wehe dem Rekruten!Lenau
Wehklage hallt am Susquehannaufer,Lenau
Weil auf mir, du dunkles Auge,Lenau
Weil das Vergnügen, das man bannen will, entweicht,Rückert
Weil du der ganzen Welt nicht kannst als Herrscher walten,Rückert
Weil du der ganzen Welt nicht kannst als Herrscher walten,Rückert
Weil du irrgiengest, weil du dich irrführen ließest,Rückert
Weil du irrgiengest, weil du dich irrführen ließest,Rückert
Weil eben wir die Fahrt zu thun sind im Begriffe,Rückert
Weil ein Wort der DiätetikLenau
Weil ich kein Weltkind bin, nicht habe Weltverstand,Rückert
Weil nicht ein großer Fürst im weiten LänderbannRückert
Weil' an den Gräbern nur, und pflanze Rosenhecken!Rückert
Weißt du, was jedem frommt? Laß, was ihn mag ergötzen,Rückert
Weißt du, was Liebe sei? Daß eine dir gefallen,Rückert
Weißt, wie der alte Pfau lehrt fliegen seine Jungen?Rückert
Welch eine Kunst du lernst, solang du lernend bist,Rückert
Welch eine Pflanze trägt im Frühling ihren Samen,Rückert
Welch eine Sprach' ist schön? Welch eine Sprach' ist reich?Rückert
Welch wunderbare Art den Läugner zu bekehren,Rückert
Welche Freude fühlt der Wandrer,Lenau
Welt auszusprechen, welch ein Stück der Welt es sei,Rückert
Weltherrscher Raghu kehrt vom WelterobrungszugRückert
Weltklugheit räth dir an: verachte keinen Mann!Rückert
Weltweisheit ist die Kunst, die schlecht sich auf WeltweiseRückert
Weltweisheit ist ein Wort, hat weder Sinn noch Kraft;Rückert
Weltweisheit lehr’ ich dich, nicht Weisheit dieser Welt,Rückert
Wem ein Geliebtes stirbt, dem ist es wie ein Traum,Rückert
Wen du arbeiten siehst, dem beut du selbst den Gruß;Rückert
Wen man gern anerkennt, der wird gern anerkennen;Rückert
Wen unerwartet Glück mit Unmaß überschüttet,Rückert
Wenn alles Menschenthuns ist Wurzel Eigennutz,Rückert
Wenn Alten schlecht ansteht, was schön an Jungen gilt,Rückert
Wenn an einander wir, o Freund, nicht öfter dächtenRückert
Wenn auch von Rache nicht das Recht ist so benannt,Rückert
Wenn außen Wärme treibt und Sauerteig von innen,Rückert
Wenn das Erhabne staunt die junge Menschheit an,Rückert
Wenn dein Gemüt ist frisch vom Thau der Nacht befeuchtet,Rückert
Wenn dich am frühen Tag ein frommer Vorsatz hebet,Rückert
Wenn dich der Pöbel ehrt, befürchte, was dir droht!Rückert
Wenn dich der Unmuth plagt in deiner Einsamkeit,Rückert
Wenn dich ein Übel trifft, so denk: es ist ein kleines,Rückert
Wenn dich Gethanes freut, so magst du fröhlich ruhnRückert
Wenn dich Glückwechsel trifft, denk', um dich nicht zu grämen:Rückert
Wenn die unreife Frucht du schütteln willst vom Ast,Rückert
Wenn dir aus einem Buch, das heilig du benennst,Rückert
Wenn dir das Himmelslicht durchs Fenster ist zuwider,Rückert
Wenn dir die Lust noch nicht vergangen ist, den HerdenRückert
Wenn dir ein Glück will nahn, o nenne nicht das GlückRückert
Wenn dir ein Schritt entschlüpft ist ein unebener,Rückert
Wenn dir ein weises Wort zu denken und zu schreibenRückert
Wenn dir ein weises Wort zu denken und zu schreibenRückert
Wenn dir's an jedem Ort, o Wandersmann, gefiele,Rückert
Wenn du am rechten Ort das rechte Wort zu sagenRückert
Wenn du ans Göttliche stets halten willst dein Streben,Rückert
Wenn du das dicke Buch durchblätterst der Geschichte,Rückert
Wenn du das Höhere vom Niedern völlig trennst,Rückert
Wenn du das Ziel nur kennst, und bist auf rechten Wegen,Rückert
Wenn du dein Leben selbst in That verwandeln kannst,Rückert
Wenn du dem Gegner ab Vernunft sprichst und Verstand,Rückert
Wenn du den Augen hältst das Buch so nahe vor,Rückert
Wenn du den Formeln siehst ins Herz, nicht aufs Gewand,Rückert
Wenn du den lauten Streit vom Pöbel stillen willst,Rückert
Wenn du den Muth nicht hast, die Guten selbst zu tadeln,Rückert
Wenn du den Muth verlierst, verlierest du die KraftRückert
Wenn du der Außenwelt verschließest deine Sinne,Rückert
Wenn du dich anders willst als all die andern kleiden,Rückert
Wenn du dich lebenslang beschäftigest mit Wörtern,Rückert
Wenn Du die Deinen führst, bist du ihr Fürst zu nennen;Rückert
Wenn du die Menschen siehst, mein Sohn, an einem PlatzeRückert
Wenn du die Nacht durchschläfst, bedarfst du keines Lichts,Rückert
Wenn du die Pflanze wirst mit kühler Flut besprengen;Rückert
Wenn du ein bergiges Gelände steigst empor;Rückert
Wenn du ergreifen kannst des Augenblickes Stimmung,Rückert
Wenn du erkennen willst den Ruhm in seiner Blöße,Rückert
Wenn du für dein Verdienst erwartest reichen Lohn;Rückert
Wenn du für dich allein und deinen Frieden sorgtest;Rückert
Wenn du für kleinre Gab' undankbar bist erschienen,Rückert
Wenn du gefällst der Welt, wird dir die Welt gefallen;Rückert
Wenn du Gerechtigkeit nicht in des Menschen BrustRückert
Wenn du im Glücke schwimmst, das Unglück nur vernimmstRückert
Wenn du im Schmerz, den du empfindest, schon die RuhRückert
Wenn du mich fragst: auf wen darf ich in Treuen baun?Rückert
Wenn du mit deinem Schatz willst einen Bretterkasten,Rückert
Wenn du nach Ehre strebst, die dir die Welt soll geben,Rückert
Wenn du nur die Natur, wenn du nur die GeschichteRückert
Wenn du verachten willst, was andre vor dir dachten;Rückert
Wenn du Vertrauen hast, gereicht es dir zum Heile,Rückert
Wenn du vom Freunde seinen Stand nicht abzuziehnRückert
Wenn du von Seel' und Leib dich fühlst im Gleichgewicht,Rückert
Wenn du willst nach dem Rath von jedem Thoren fragen,Rückert
Wenn du zum Ziele mich den rechten Weg willst leiten,Rückert
Wenn du's nicht brauchen kannst, wozu hast du's gewonnen?Rückert
Wenn eine Uhr du hast, mußt du doch jedes NuRückert
Wenn einen Henkel zum Anfassen hat der Krug,Rückert
Wenn einen Teller mehr hat auf den Tisch gesetztRückert
Wenn einer hat genug, soll er nach mehr nicht streben;Rückert
Wenn eingetroffen ist ein unverhofftes Hoffen;Rückert
Wenn er beim alten hat Einsprecher und Abnehmer,Rückert
Wenn es dir nicht bequem, behaglich ist und gut,Rückert
Wenn es dir übel geht, nimm es für gut nur immer;Rückert
Wenn es nicht weiter geht, gelobt sei Gottes Macht!Rückert
Wenn etwas scheinet mehr als einen Grund zu haben,Rückert
Wenn etwas Schönes für mich selbst und für die WeltRückert
Wenn etwas Schönes für mich selbst und für die WeltRückert
Wenn gegen falschen Schmerz du dich ereiferstLenau
Wenn gelten zwischen zwein die Freundschaft soll und taugen,Rückert
Wenn Gott in dir nur ist, so wird in Höhn und GründenRückert
Wenn Gutes dir entweicht, so such' es zu erreichen;Rückert
Wenn Gutes dir gelang, warum willst du dich scheun,Rückert
Wenn ich verachte heimliches Verschwören,Lenau
Wenn ihr Orakel wollt, sollt ihr Orakel hören;Rückert
Wenn immer Aussicht wär' auf malerische Höhn,Rückert
Wenn in Geschichten wir von Noth und Jammer lesen,Rückert
Wenn jene haben Recht, die in des Lebens MitteRückert
Wenn jener Funke Licht in dir vom höchsten LichtRückert
Wenn man das Böse thut, sieht man für klein es an;Rückert
Wenn mit Gefälligkeit du einen willst verbinden,Rückert
Wenn nichts vom Erdenstaub mehr abzuschütteln bleibt,Rückert
Wenn nur auf Eine Art sich Gott hätt’ offenbart,Rückert
Wenn nur für fremde Lust dein Wirken ist bestrebt,Rückert
Wenn sein Gottähnliches du willst dem Menschen zeigen,Rückert
Wenn seine Sonne hat das Licht,Lenau
Wenn Seuche herrscht und selbst die Luft ist Krankheitszunder,Rückert
Wenn sich der Jüngere zum bösen Wege neigt,Rückert
Wenn sich ein Lehrer müht, um etwas dir begreiflichRückert
Wenn Thiere von dem Tod wüßten soviel wie ihr,Rückert
Wenn Weisheit thöricht wird, sucht sie den Stein der Weisen,Rückert
Wenn wir dich grüßen, fühlst du dich vom Dank beschwert,Rückert
Wenn wir erwägen Zeit und Ort, wo jeder steht,Rückert
Wenn Worte dir vom Rosenmunde wehen,Lenau
Wenns mir einst im Herzen modert,Lenau
Wer alles Gute liebt, wo er's nur aufgetrieben,Rückert
Wer Alles mag in Gott, in Allem Gott betrachten,Rückert
Wer alt geworden, mag sich an der Jugend SprüngenRückert
Wer an Unwürdige verschwendet Ehrenzeichen,Rückert
Wer Anmuth, Freundlichkeit, Gefälligkeit und MildeRückert
Wer aus dem Hause geht bei früher MorgenhelleRückert
Wer beide Hände voll hat und noch mehr will fassen,Rückert
Wer den kennt, der allein gewirkt hat und gedacht,Rückert
Wer dich betrog, der wird dich obendrein auslachen;Rückert
Wer Dörner auf den Weg legt, wo er gehen muß,Rückert
Wer edel lebt und stirbt, der ist mir auserkorenRückert
Wer ehrenwerth sich fühlt, will auch geehrt sich sehn;Rückert
Wer einem Freunde klagt, erleichtert sich das Herz,Rückert
Wer einen Fehler flieht, der hüte sich vor allen,Rückert
Wer einen Fehltritt tat, verzeih ihm, lieber Mann!Rückert
Wer einmal hier hat in geliebtem AngesichtRückert
Wer etwas Gutes schafft, der halt' es nur fürs Beste,Rückert
Wer etwas lernen will, der muß dazu drei Gaben,Rückert
Wer etwas scheinen will, der such' es auch zu seyn;Rückert
Wer etwas weiß, der ist darum kein Weiser noch,Rückert
Wer fährt durch ein Gefild, sieht hinter sich versinkenRückert
Wer fällt, steht wieder auf; deswegen nimmt im WallenRückert
Wer fremde Fehler rügt, glaubt sich der eignen quitt;Rückert
Wer Furcht vor keinem hegt, Furcht keinem auch erregt,Rückert
Wer gar nicht scherzen kann, der ist ein armer Mann,Rückert
Wer gegen seine Zeit ankämpfet, hat verlorenRückert
Wer gerne thätig ist, hat immer was zu thun;Rückert
Wer Gott nicht fühlt in sich und allen Lebenskreisen,Rückert
Wer Gutes thut soviel er kann, und keinen LohnRückert
Wer hat es nicht erlebt, daß etwas tief ihn kränkt,Rückert
Wer hat nicht Eitelkeit! die Klugen wie die Gecken;Rückert
Wer hier die Nachbarn hat, die stets mit ihm zufriedenRückert
Wer hier ein Übel thut, der thut es sich allein,Rückert
Wer hin die Hälfte gab, verliert das Ganze nicht;Rückert
Wer immer Anspruch macht auf das was nicht beschiedenRückert
Wer immer auf der Hut, sich zu vertheidigen,Rückert
Wer immer kommt zur Welt, verbraucht von ihr ein Stück,Rückert
Wer immer reicher nur will werden, ist nie reich;Rückert
Wer immer Schönes sieht, muß selber schön auch werden,Rückert
Wer in dem Winter stirbt, warum sollt' er nicht sterben,Rückert
Wer in den Spiegel sieht, und sieht sich schön darin,Rückert
Wer in sich trägt bewußt des Wissens höchste SfärenRückert
Wer ist beglückt? wers wähnt. Wer unbeglückt? wers glaubt.Rückert
Wer ist freigebig? Wer, dis sagt das Wort, gibt frei,Rückert
Wer ist ganz ein Tyrann? Nicht, wer hat unterjochtRückert
Wer keinen Willen hat, kann überhaupt nichts wollen,Rückert
Wer leer im Innern ist, sei außen doch gefällig;Rückert
Wer lehrt der jungen Schwalb' im Nest die Fliege kennen,Rückert
Wer mit Besonnenheit vereint Begeisterung,Rückert
Wer mit Erholung recht weiß Arbeit auszugleichen,Rückert
Wer mit geschickter Hand die heilge Schrift abschreibt,Rückert
Wer nicht sein eigner Freund, dein Freund kann der nicht seyn;Rückert
Wer nicht, was im Verstand sich ewig widerspricht,Rückert
Wer noch im Schlafe liegt, sei daraus aufgeweckt,Rückert
Wer noch nichts rechtes ist, kann noch was rechtes werden;Rückert
Wer nur beschäftigt ist, daß er sich selber bilde,Rückert
Wer sagt: ich suchte doch ich fand nicht; glaub, er lügt.Rückert
Wer Schranken denkend setzt, die wirklich nicht vorhanden,Rückert
Wer Seele mehr nicht hat, als braucht zum eignen LebenRückert
Wer seine Schwächen kennt, wird fremde nicht beschreien,Rückert
Wer seinem Freunde nicht ins Auge sehen kann,Rückert
Wer seinen Sohn versäumt zum Freunde zu erziehn,Rückert
Wer seiner eigenen Vernunft gehorcht allein,Rückert
Wer selber sich beherrscht, beherrschet auch die Welt,Rückert
Wer sich als Menschen fühlt, und tief in sich empfindet,Rückert
Wer sich begnügt zu thun das Gute niedrer Stufen,Rückert
Wer sich im Spiegel, im Betragen, in der Welt,Rückert
Wer sich in sich vertieft, kann nicht die Welt regieren;Rückert
Wer sich vorm Andern schämt, fühlt sich vor ihm gelähmt;Rückert
Wer stolz auf Vorzüg' ist, fühlt irgend ein Gebrechen,Rückert
Wer strebte nach dem Ziel, wenn er so fern es sähe,Rückert
Wer über Gräber geht, und denket nicht an sich,Rückert
Wer unbedingt dich lobt, der lobt dich wirklich nicht,Rückert
Wer unberedet wünscht zu bleiben, der muß schweigen,Rückert
Wer viele Bücher hat, und keines recht gelesen,Rückert
Wer viele Diener hat, hat viele zu bedienen;Rückert
Wer vom gebahnten Weg im Unverstand abirrt,Rückert
Wer wird von Sorgen frei? kein Mensch in keiner Lage;Rückert
Wer zwingen will die Zeit, den wird sie selber zwingen;Rückert
Wie alt ist Gottes Welt? Die Rechnung magst du sparen;Rückert
Wie anfangs man geirrt, das findet man am Ende;Rückert
Wie augentröstlich auch und lieblich lenzverjünglichRückert
Wie außer Athem, wem der Kopf brennt, kommt gelaufenRückert
Wie Blasen in dem Strom auftauchen und zergehn,Rückert
Wie Blüten aus dem Baum, wir Stralen aus der Sonne,Rückert
Wie das Ding die Flügel tummeltLenau
Wie das Schlachtroß proprio MarteLenau
Wie der Genesene ganz der Gesundheit GlückRückert
Wie die Ros in deinem Haare,Lenau
Wie dir auf nächt'ger Fahrt die nächste Reih der BäumeRückert
Wie doch dünkte mir die Fahrt so lang,Lenau
Wie du verschieden hast den Gott in dir empfunden,Rückert
Wie durch Gewöhnung lernt das Aug’ im Dunkeln sehn,Rückert
Wie eine lange Nacht die Feldwacht auf dem PostenRückert
Wie einem Thiere mag zu Muth seyn, kann ich dochRückert
Wie einst des Geiz'gen Aug' erschlossen Zaubersalben,Rückert
Wie fern der Wirklichkeit, wie fern der Ahnung liegtRückert
Wie fern, wie fern, o Vaterland,Lenau
Wie gegen Morgen, wann die Nacht die Macht verlor,Rückert
Wie gleichest du, o Mensch, und dein Geschick den Saaten,Rückert
Wie herzerquickend ist erfüllter Pflicht Gefühl!Rückert
Wie hoch, wie tief du seist, will das dir nicht sich zeigen,Rückert
Wie ich dich kehren mag, du kehrst dich selber zuRückert
Wie kommt es, da du doch gern hörst das Wasser rauschen,Rückert
Wie könnte Denken denn und Seyn verschieden seyn?Rückert
Wie legst du so vergnügt zur Ruh dich Abends nieder,Rückert
Wie leicht mag Flur und Land dem Jünglingsblick gefallen,Rückert
Wie manchen priesest du, was er nicht war, beglückt,Rückert
Wie mangelhaft und falsch kann eines Menschen WissenRückert
Wie mit dem Eignen sich der Eigner muß begnügen,Rückert
Wie mittheilt ein Magnet die eigne EigenschaftRückert
Wie nicht die Bäume nur, zur Dauer auferzogen,Rückert
Wie nur die Schleuder kann in rechter Ferne wirken,Rückert
Wie oft geschieht’s, daß ich ein Dunkles mir erkläreRückert
Wie oft nicht hab' ich schon, von dunklem Drang getrieben,Rückert
Wie oft verirrtest du, wie oft verirrst du noch,Rückert
Wie schwer entschlägst du dich, ein gleiches andern anRückert
Wie sehr ich dein, soll ich dir sagen?Lenau
Wie selten ahnt ein Freund, was dein Gemüth bekriegt;Rückert
Wie sich ein Hausherr freut zu sehn ein KinderpaarRückert
Wie trefflich ist gesagt das Wort des alten Weisen:Rückert
Wie übel ihr vergleicht! des Einen Wirklichkeit,Rückert
Wie unerträglich dir die leeren Tage waren,Rückert
Wie unvollkommene Vorstellungen von SfärenRückert
Wie von der Sonne gehn viel Stralen erdenwerts,Rückert
Wie Wasser von der Erd’ ein Sonnenstral aufzieht,Rückert
Wie wenig ist was die einander hier doch geben,Rückert
Wie wenig wissen doch die Menschen sich zu sagenRückert
Wie wirst du beide los, die dich zudringlich plagen?Rückert
Wie wunderbarer Trieb AmeisenmillionenRückert
Wie zu vereinigen ist all der Sekten Heer?Rückert
Wie, wer aus Finsternis auf einmal tritt ins Licht,Rückert
Wieder ein Strebender, der hohes wol und vielesRückert
Wieder ist es, ach! kein Ganzes,Lenau
Wiege sie sanft, o Schlaf, die holde Kleine.Lenau
Wieviel Abwechslung ist im kleinsten Raum zu haben!Rückert
Wieviel gibt dir ein Freund! genug, um ihm zu danken,Rückert
Wievieles Wasser fließt in einem Strom zusammen,Rückert
Wikramaditia, Hindustans Oberkönig,Rückert
Wild verwachsne dunkle Fichten,Lenau
Will deine Heiterkeit trüben ein Tag ein trüber,Rückert
Willst du an meine Kraft heran dich wagen,Lenau
Willst du auf die Ferne wirken,Lenau
Willst du dem Irrenden klar seinen Irrthum machen,Rückert
Willst du erquickenden traumlosen Schlaf genießen,Rückert
Willst du geheiliget, vergöttert seyn in Schriften,Rückert
Willst du richtenLenau
Wir alle sind getäuscht von einer Zauberbinde,Rückert
Wir bringen unsern Preis der Morgensonne dar,Rückert
Wir haben, spricht der Herr, der Erde Schmuck bereitet,Rückert
Wir hatten im Sacke nur wenig Geld,Lenau
Wir leben nur zum Schein in Einer Welt zusammen,Rückert
Wir reisten zusammen mit andernLenau
Wir sind in einem Streit, der nicht zu schlichten ist,Rückert
Wir streifen durchs Leben im schnellen Zug,Lenau
Wirres DurcheinanderwallenLenau
Wo du mit der Natur dich fühlst im Gleichgewicht,Rückert
Wo du nicht der Gefahr kannst aus den Wegen gehn,Rückert
Wo ein Volkshaufen ist, da ist von Staub die Wolke;Rückert
Wo es drei Heller thun, da wende vier nicht an,Rückert
Wo Gutes das zu thun, als Gutes dar sich stellt,Rückert
Wo in Behaglichkeit sich darf die Seele wiegen,Rückert
Wo jeder misversteht den andern unwillkürlich,Rückert
Wo kein Strahl des Lichtes blinket,Lenau
Wo naht der süße Strom dem bittern Flutenschooße,Rückert
Wo nicht als Ackersmann, als Fischer oder JägerRückert
Wo nicht, wie Mosis Stab die andern Stäbe fraß,Rückert
Wo schließet sich der Raum, und stehet still die Zeit?Rückert
Wo schroff ein Vorgebirg ins Meer die Stirne schiebt,Rückert
Wo Überlieferung ununterbrochen waltet,Rückert
Wo warest du? Ich schlief. So wird an dir sich strafen,Rückert
Woher dies plötzliche Verstummen?Lenau
Woher du kamest nicht, und nicht wohin du gehst,Rückert
Woher ich kam, wohin ich gehe, weiß ich nicht;Rückert
Woher nimmst du den Muth, von neuem vorzutragen,Rückert
Wohl ist's ein süß Gefühl, etwas gethan zu haben,Rückert
Wohl mag es dir Verdruß erwecken oder Bangen,Rückert
Wohl würde sich ein Mann in seine Lage finden,Rückert
Wol ärgern dumpfen Sinn des Geistes Widersprüche,Rückert
Wol der Gedanke bringt die ganze Welt hervor,Rückert
Wol dient ein freier Mann in mehr als einem Feld,Rückert
Wol gibt es zwischen Recht und Unrecht scharfe Gränzen,Rückert
Wol gönnen darf ich's dir, daß du vor mir gegangen,Rückert
Wol Hirten seid ihr all, und wisset, jeder werdeRückert
Wol ist das Gegentheil von der GelegenheitRückert
Wol ist im Saamenkorn die Pflanze schon enthalten,Rückert
Wol lebt des Mannes Geist im großen Allgemeinen,Rückert
Wol manger Mann, wie groß geworden ist sein Heil,Rückert
Wol sein Erkenntniskreis ist jedem Geist bestimmt,Rückert
Wolfeiler kanst du nicht den Fordernden abspeisen,Rückert
Wozu begehrst du Gut, mehr als du hast, und Ehre?Rückert
Wozu ein großes Haus? es nützt nicht voll noch leer.Rückert