Lyrik


Gedichtanfang S

Sag': Ich bin Ich! Und wie du sagest, fühl' es auch:Rückert
Sahst du ein Glück vorübergehn,Lenau
Sanskrit, das einen Satz gern in Ein Wort verbindet,Rückert
Schade, daß des Kreuzes Zeichen,Lenau
Schauspielerin Natur tritt auf in allen RollenRückert
Scheitert unsre Brust an Klippen,Lenau
Schenk' in dein Glas nicht mehr, als auf einmal zu trinken!Rückert
Schlaflose Nacht, der Regen rauscht,Lenau
Schlaflose Nacht, du bist allein die ZeitLenau
Schlecht ist das Schlechte nicht, denn das verkennt man selten;Rückert
Schließ aus der ewigen Vollkommenheit der WeltRückert
Schlimm, einem nicht vertraun, den man nicht kann entbehren;Rückert
Schnell ist die Tat dem Aug des Tags entschwunden,Lenau
Schnell versammelt um die FelsenLenau
Schon hat der Lenz verblüht und ausgesungen;Lenau
Schon ist der Berge Purpurglut verglommen,Lenau
Schön ist der Tropfen Thau am Halm, und nicht zu kleinRückert
Schön ist es überall, ein Stellvertreter seyn,Rückert
Schon öfter hab' ich dir in Räthseln vorgetragenRückert
Schon sieben Jahre treibst duLenau
Schon verrauscht der Tag, und des Abends sanftere SeeleLenau
Schon wieder hat der Baum der Hoffnung fehlgetragen,Rückert
Schon zerfließt das ferne Gebirg mit WolkenLenau
Schon zu beneiden ist, wen Täuschung nur beglückt,Rückert
Schöne Frau! die ich verehre,Lenau
Schöne Sennin, noch einmalLenau
Schöner Jüngling, bist als Held gefallen;Lenau
Schwer ist im Wechselnden zu sehn ein Bleibendes,Rückert
Sechs Wörtchen nehmen mich in Anspruch jeden Tag:Rückert
Seh’ ich in seiner Hülfsbedürftigkeit ein Kind,Rückert
Seht, wann die Sonn' aufsteht, bis wann sie untergeht,Rückert
Sei dankbar für das Glück, das dir der Herr bestimmtRückert
Sei du die Traube nicht, o Herz, die unterm LaubeRückert
Sei mäßig im Genuß, nicht bloß gewürzter Speisen,Rückert
Sei mir gegrüßet, o Nacht, du Freundin stiller Betrachtung!Lenau
Sei mir zum letztenmal gegrüßt,Lenau
Sei selbst ein Mann, wo nicht, such' eines Mannes Schutz!Rückert
Sei wahr zu jeder Zeit, wahr in der Gegenwart,Rückert
Sei wie die Biene nur zu keiner Stunde müßig!Rückert
Sei's in drei Monaten, drei Jahren oder Tagen,Rückert
Sein Bündel Holz am Rücken bringtLenau
Sein eigen nennt der Mensch ein Gut uneigentlich;Rückert
Seitdem du mit den höchsten MächtenLenau
Selbliebe liebte gern sich selber ungestört,Rückert
Selbst deine Uhr geräth in Unordnung auf Reisen;Rückert
Selig wandelt dort ein RitterLenau
Selige Stunde! Da mir meine BerthaLenau
Sich selber anzuschaun, der Schöpferkraft bewußt,Rückert
Sich stärker fühlt der Mensch in UngemachabwehrungRückert
Sie haben ihr Vertraun auf dich gesetzt, und baunRückert
Sie haben mich gelobt, und mich dadurch beschämt;Rückert
Sie ließ sich überraschenLenau
Sie narren dich herum, um dir in RäthselwortenRückert
Sie sagen dir, nichts sei wie Eigenlob zu hassen:Rückert
Sie sagen mir, ich glaubs, allein ich fühl’ es nicht,Rückert
Sie sagen, werther Freund, du seist ein großer Heuchler;Rückert
Sieh an den Edelstein, wie fest in sich geschlossen,Rückert
Sieh an den Wasserfall, wo du ihm nahe stehst,Rückert
Sieh an die Pflanze, die empor aus dunklem GrundeRückert
Sieh die Verfassungen der Völkerstaaten hie,Rückert
Sieh diese Muschel, Kind, gewunden, glänzendroth,Rückert
Sieh diesen Mann! wie steht ihm felsenfest sein Glauben!Rückert
Sieh dort den Baum, der nie im Sonnenbrand ermattet,Rückert
Sieh dort den Berg mit seinem Wiesenhange,Lenau
Sieh wie das Ährenfeld vom goldnen AbendduftRückert
Sieh wie die Blättchen sich um ihren Stengel stellen,Rückert
Sieh, alles was dich sonst geärgert hat zu Haus,Rückert
Sieh, auf dem Pfuhl wie schwimmt das zarte Lotosblatt!Rückert
Sieh, mit den Füßen steht der Reis im Wasserbade,Rückert
Sieh, unter weißlicher Wolken zerstreutem VölkchenRückert
Sieh, wie das Räuplein auf dem schwanken Blatte geht,Rückert
Sieh, wie der Dotter so im Weiß des Eies schwimmt,Rückert
Sieh, wie der Schieferstift auf Schiefertafeln geht,Rückert
Sieh, wie des Niagara WellenLenau
Sieh, wie die Fantasie des Frühlings einen RaumRückert
Sieh, wie in einem Wort die Zukunft du vereinstRückert
Sieh, wie unmächtig sind, die nun im Lande walten,Rückert
Siehst du das Taucherlein, wie flink es untertaucht?Rückert
Siehst du, wie der Planet sich um sich selber dreht,Rückert
Siehst unser Hüttlein du im Abend schimmern? —Lenau
Sind denn der Körner durch die weggefegte SpreueRückert
Sind wir zum Lebensmahl berufen, um zu fasten?Rückert
Singt ihr in eurem Freudenliede:Lenau
Singvögel sind es nicht, die lernen Wörter sprechen,Rückert
So hilflos zu der Welt wird nie ein Thier geborenRückert
So lange du noch kanst erröthen und erblassen,Rückert
So mancher klagt, und sagt, daß ihn die Welt verkennt;Rückert
So nebneinander gehn durchs Leben Menschen hinRückert
So oft du wieder treibst, was du einmal getrieben,Rückert
So oft sie kam, erschien mir die GestaltLenau
So sang ein armer Mann, des einz’ger Reichthum lagRückert
So sang ein Wandersmann im baumlosen Gefild,Rückert
So sang ein Wandersmann, als er die Welt durchlief:Rückert
So sprach der kluge Narr zu einer schönen Frau,Rückert
So sprach des Löwen Muth zu seinem eignen Rachen,Rückert
So sprach ein Wandersmann zu seinem Weggesellen,Rückert
So sprach ich, als ich jüngst gieng durch die Flur am Abend —Rückert
So sprach Saraswati, des Brahma hohes Weib,Rückert
So sprach zum Adlichen, der mit den Ahnen prahlte,Rückert
So sprach zum Könige, der mit den Leuten grollte,Rückert
So wenig achtest du der Welt und ihres Guts,Rückert
So wie dein Auge schaut mit Lust das grüne Laub,Rückert
Sobald dem Menschen wir die Freiheit zugestehn,Rückert
Sohn, aufrecht sei dein Gang, und all dein Thun aufrichtig!Rückert
Sohn, fürchte Gott, damit dein Innres furchtlos sei,Rückert
Solang des Schönen Hauch nicht so dich auch durchwittert,Rückert
Solang du jung bist, mag es dir villeicht behagen,Rückert
Solang du lebend bist, komm halte dich ans Leben,Rückert
Solang es in dir stürmt, so tröste dich: Du bistRückert
Solang hast du gesäumt an manchem guten TageRückert
Solange du nur denkst, ohn' es in dir zu fühlen,Rückert
Soll ich den nahen Tod dem Todesnahen zeigen?Rückert
Soll tragen mit Geduld dein Lehrling Lernbeschwerden,Rückert
Soll unsre Jugend nicht durchaus den Teufel missen,Rückert
Sonst da mich jeder schalt, und keiner fast mich lobte,Rückert
Sonst hat ein hoher Wahn, ein Glaube mich gehoben:Rückert
Sonst mocht' ein Einzelmann in seinem Volk verschwinden,Rückert
Sonst ward dem Zauberer in abergläubischen TagenRückert
Soviel du von der Gnad' Unedler wirst gespeist,Rückert
Soviel hab' ich gelernt: ich darf auf gar nichts zählen;Rückert
Soviel in eurer Art ist einfach, uranfänglich;Rückert
Soviel ist auf der Welt, was Herzen trennt und einet,Rückert
Sowahr als aus dem Eins die Zahlenreihe fließt,Rückert
Sowahr in dir er ist, der diese Welt erhält,Rückert
Soweit hab’ ichs gebracht mit dieser Welt Vergnügung,Rückert
Spät hab ich dich gefundenLenau
Sprachkunde, lieber Sohn, ist Grundlag’ allem Wissen;Rückert
Sprich es nicht aus, noch mit Gedanken denk' es aus,Rückert
Sprich, wie der Muselman im Unglück und im GlückRückert
Spritze Funken, Säbelklinge,Lenau
Sproßt ihr wie des Frühlings junge Triebe,Lenau
Standunterschied erscheint vor Fürstenthron geringer;Rückert
Statt dich zu zanken mit den eigenen Gedanken,Rückert
Statt vieler gebe Gott dir Einen Freund, getreuen,Rückert
Steh früh auf! früh auf steht die Sonn’ am Sommertag,Rückert
Steht denn so gar nichts fest in dir, daß du geschwindeRückert
Stell dich in Reih und Glied, das Ganze zu verstärken,Rückert
Stets klarer wird es mir, und endlich wird es klar,Rückert
Stets lebt ein Dichter im Vertheilen von Geschenken;Rückert
Stets löblich ist es, sich mit andern zu vergleichen,Rückert
Stets sah ich einen Mann, nicht wußt’ ich wie er hieß;Rückert
Stets unterhaltend ist die Reise für den Mann;Rückert
Still ist schon das ganze Dorf,Lenau
Stille! — Jedes Lüftchen schweiget,Lenau
Stolz flammt ein König dort auf erhabnem Thron,Lenau
Stoppelfeld, die Wälder leer,Lenau
Strichvogel Reflexion,Lenau
Stumm und regungslos in sich verschlossenLenau
Sturm der Vernichtung, sprich, wohin denn mich verschlagen,Rückert
Sturm mit seinen DonnerschlägenLenau
Such immer was du machst, zu machen besser immer,Rückert
Such' alles, was du machst, aufs beste nur zu machen;Rückert
Such' etwas Schönes dir nur immer aus vom GangRückert
Süß muß es Schwachen seyn, des starken Feinds zu spotten,Rückert