Lyrik


Gedichtanfang L

Laß das Ringen nach der Ehre;Lenau
Laß deine Zunge gleich der Zunge seyn der Wage;Rückert
Laß deinen Arm nicht schlapp am Leibe niederhangen,Rückert
Laß dich auf das nicht ein, wo dir die Sinne schwinden;Rückert
Laß dich auf diesem Markt von falschem Schein nicht reizen;Rückert
Laß dich nicht das Gewirr der Volksmundarten wirren,Rückert
Laß dich nicht gutes Geld noch gutes Wort verdrießen,Rückert
Laß dich nur blenden nicht von denen die ersannenRückert
Laß dich von dem bunten HäufleinLenau
Laß dich von glänzenden Beweisen nur nicht blenden,Rückert
Laß dich, Unwürdigen zu geben, nicht verdrießen!Rückert
Laß dichs nicht ärgern, daß dir ein Stück Wild entgangen;Rückert
Laß dir in der Natur am Was, Wozu und WieRückert
Laß du der Klerisei den geistlich scharfen Geifer!Rückert
Laß einen Augenblick, es ziemt dem Menschenwitze,Rückert
Laß einen Heilversuch dir meines Auges sagen,Rückert
Laß gelten, lieber Sohn, was irgend gelten mag,Rückert
Laß gute Nachbarschaft uns mit der Hexe halten,Rückert
Laß keinen, was er nicht kann halten, dir versprechen!Rückert
Laß kommen, was da mag, ohn’ es zuvor zu klagen!Rückert
Laß meiner Einsamkeit das AngedenkenLenau
Laß nur den tollen Spuk der Zeit vorüberflirren!Rückert
Laß nur ein Stäubchen Mehl beim Fegen im Mehlkasten,Rückert
Laß trinken, frommer Mann, die Durst?gen, eh sie flehten;Rückert
Laß trösten dich, mein Sohn, für eines Augs Verlust!Rückert
Laß über dich ergehn, was du nicht kanst abhalten,Rückert
Laß uns besonnen seyn! Wir waren unbesonnen,Rückert
Laß uns im Augenblick ein Gottesbild aufrichten,Rückert
Laß uns um Dinge, die wir nicht verstehn, nicht streiten,Rückert
Laß, Freund, uns übernachtenLenau
Laßt ab, laßt ab, bauwütig rauhe Leute,Lenau
Laßt auf der Stelle, wo er steht, doch stehn den Mann,Rückert
Laßt uns für Sofiens teures LebenLenau
Laßt uns nur hin und her, her- und hinüber meinen;Rückert
Leb' in der Gegenwart! Zu leer ist und zu weitRückert
Lebe nicht so schnell und stürmisch;Lenau
Lebewohl! ach, jene AbendstundeLenau
Lebt oder starb der Mann, der den Verrath begieng,Rückert
Lebt wohl, lebt wohl, ihr trauten Lindenbäume,Lenau
Leicht ist's, mit der Natur im Einklang dich empfinden,Rückert
Leicht kommt hinein der Dieb ins unbewachte ThorRückert
Leicht schenkst du hin, was schwer dir nicht ward zu gewinnen;Rückert
Leicht wäre christliche Religion zu gründenRückert
Leichtgläubigkeit ist nicht nur Mangel an Verstand,Rückert
Leis umrauscht von Himmelsquellen,Lenau
Lern Gutes ums zu thun, und Böses ums zu meiden;Rückert
Lern zweierlei, mein Sohn, zu thun nach Ort und Zeiten:Rückert
Lern’ ohne Klagen, Herz, ein brennend Weh ertragen;Rückert
Lern? auf die Augen thun, wenn nichts dir soll misglücken;Rückert
Lethe! brich die Fesseln des Ufers, gießeLenau
Licht ist auch ohne Wärm’, und Wärm’ auch ohne Licht,Rückert
Liebende, die weinend mußten scheiden, —Lenau
Lieber Frühling, sage mir,Lenau
Lieblich war die Maiennacht,Lenau
Liebliche Blume,Lenau
Ließe doch ein hold GeschickLenau
Lob Ihm, mit dessen Hülf? auch das ist abgethan!Rückert
Lob oder Schmähung tritt nur durch das Wort ins Leben,Rückert
Lobt ihr das Schwert, wenn ihrs nennt schärfer als den Stecken?Rückert
Luftig, wie ein leichter Kahn,Lenau
Lüg? einfach, und ich glaubs; doch wenn hinzu du fügstRückert
Lust an Vergänglichem kann nur vergänglich seyn,Rückert