L Y R I K
Hugo Ball (1886-1927) - Gedichtzeilen

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hugo Ball (1886-1927)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Gedichtzeilen

  1. Uns schützt vor Kindersegen doch der liebe Gott.«
  2. a-o –auma
  3. Abends schon zu unterst im Grabe drin.
  4. Aber es ist in der Luft ein Gegeneinanderwehen von Purpur und Eigelb
  5. acycam glastala feirofim blisti
  6. acycam glastula feirofim flinsi
  7. Allüberall der gleiche Wiederhall,
  8. Als daß es wurmig zugeht im Geliege
  9. Als dein Wehgeschrei dir die Zähne aus den Kiefern sprengte
  10. Als ich zum ersten Male diesen Narren
  11. Als jüngstes Kind aus ihres Schoßes Hut.
  12. Als König Salomo beim Tempelbau
  13. Als Schellenkönig tanzt er auf der Wiese
  14. Als Schlangenmensch im Teufelskabinett
  15. Am Eingang sitzt die ölige Camödine.
  16. An lichtgewobener Kette muß ich hängen
  17. An seiner Seite sah man eine Frau,
  18. anlogo bung
  19. Auch konnt es unserm Scharfsinn nicht entgehen,
  20. Auch sei es innen nicht genug verziert
  21. Auf die wehenden Locken legte.
  22. Auf Dreien spielt er die Trinität
  23. Auf roten Schuhen schlurrt es in den nassen
  24. Auf Seil und Räder scheint es aufzupassen
  25. Auf seinen Fingern zittern Hahnenkämme,
  26. Auf zweien die Engelszungen.
  27. Aus dem Aburte schlitzt Lolô die Tangoschneppe,
  28. Aus dem Meere, beschworen von dunkler Trompete,
  29. Aus hohen Himmeln in das trübe Leben,
  30. Aus Kistenholz und langen Schneckenschrauben,
  31. Aus meinem Bette spiel ich mit den Ratten
  32. Aus meinem Mund geht die Zeit hervor,
  33. Aus Saba kam sie wie ein weißer Pfau
  34. Aus Watte und aus Werg an einem Faden
  35. ba – umf
  36. Babula m'balam
  37. Bald kritzelt er, bald hüpft er aufgeregt
  38. ballubasch
  39. ballubasch
  40. ballubasch
  41. baubo sbugi ninga gloffa
  42. baumbala bunga
  43. baumbala bunga
  44. bedient hat mit Geduld und Blick für das Douceur,
  45. Behüten euch mit einer sichern Mauer
  46. biba bimbel
  47. Bin ich auch meinen Häschern nicht entgangen
  48. Bin ich – wie nennt ihr's doch? – ein Schizophrene.
  49. Bis sich vom Gelenke das Hüftbein dreht.
  50. bitdli
  51. blago bung blago bung
  52. blaulala violabimini bisch
  53. bluku terullala blaulala loooo
  54. Blutig und besudelt der liebe Gott.
  55. bosso fataka
  56. Bruder reck dich auf vor mir,
  57. Bruder, deine Brust!
  58. Bruder, der du fallen und sterben mußt.
  59. bschiggo bschiggo
  60. bschigi bschigi
  61. bschigi bschigo
  62. Buhlt veilchenblau im Bidet mit dem Schwan(n).
  63. bumbalo bumbalo bumbalo bambo
  64. cerobadadrada
  65. Da bin ich unauffällig weggefahren.
  66. da brach auch ein Goldprasseln durch die Himmelssparren nieder.
  67. Da ich mich also in mir selbst verfangen
  68. Da packen alle ihre Damen in die Geigenkästen ein
  69. Da sang er den Mond und die Sterne dazu
  70. Da stieg die Madonna vom Sockel herab
  71. Da stiegen Mauern auf gleich goldenen Schanzen
  72. Da stoben die Engel den Erdkreis hinunter
  73. Da tanzten nackichte Männer und Huren in verrückter Ekstase
  74. Da war auch Dame Wueh in einer Prunkkarosse,
  75. Da war ich Vater, Mutter, Sohn zugleich,
  76. Da war keine Mutterknospe, kein Auge mehr blutunterlaufen und ohne Hoffen
  77. Da war's, als ob der Atem uns entschliefe.
  78. Da werden geil die ältesten Sündenböcke.
  79. Damit ich mich nicht allzu bitter härme
  80. Dann reißen plötzlich alle wehen Dämme
  81. Daraus fährt eine Speichelfahne. Darauf steht: »Schlange«.
  82. Darin schläft er zum ewigen Lohne.
  83. Das ausgedehnte Land braucht neue Gelder.
  84. Das Blut euch bis zum Herzen schon durchmessen.
  85. Daß ein Herr Geist uns zu bemäkeln pflegt,
  86. Das ihm die Winde um die Ohren säen.
  87. Daß man sich hüten muß, ihn tot zu sagen.
  88. Das tönende Holz unterm Kinne.
  89. Das Tympanum schlag ich mit großem Schall.
  90. De fakto dient bewußter Schlingenleger
  91. Dein Leib ist gekrümmt und blendend und glänzt wie der gelbe Mond
  92. dein Mund ist geborsten in Wollust und in der Jüdinnen Not
  93. deine Augen sind kleine lüsterne Monde
  94. deine Hand eine Schnecke, die in den blutroten Gärten voll Weintrauben und Rosen wohnte.
  95. Dem Kastellan als Flur- und Straßenfeger
  96. Dem Priapus verschrieben und dem Pan.
  97. Dem Unerhörten nur Gehör zu leihn.
  98. Den Bleistiftstummel hat er ganz zerbissen,
  99. Den Gästen hängt der Kiefer bis zur Treppe,
  100. Den sieben Gaben und den scheuen Reden,
  101. Denn siehe, ich bin bei euch alle Tage
  102. Der Exhibitionist stellt sich gespreizt am Vorhang auf
  103. Der Exhibitionist, der je zuvor den Vorhang
  104. Der gleiche Köder und der gleiche Wähler.
  105. Der großen Reden abgenützte Blößen,
  106. Der gute Mann, den wir zu Grabe tragen,
  107. Der hinter den Rädern der Sonne steht.
  108. Der Kneifer von Beamten und Verwesern.
  109. Der König selber saß in seinem Zelt,
  110. Der Lampionen blutgeduns'nes Schwirren
  111. Der sticht einer Bogenlampe die Augen aus.
  112. der Syphiliszwerg stochert in Töpfen voll Gallert und Kleister.
  113. Der Tag ging schon zur Neige.
  114. Der überflutet Erdehöhen und Täler,
  115. Der Übermensch verzehrt die Paprikagoulasche,
  116. Der umgekippten Erektionen Frühlingsklage
  117. Des großen Pan. Ich höre die zinnoberrote Musik der Sonne. Sie steht
  118. Des Tages Licht und der Gewohnheit Dauer
  119. Die aufgebaut war ganz aus Parabasen,
  120. Die Brust erfüllt von froher Zukunft ahnen
  121. Die Drillichnaht ist hinten aufgeschlissen,
  122. Die Ersten sinds, sie sind im besten Zug
  123. Die Geistestaube schweben im Geviert.
  124. Die gingen bergauf und gingen bergab
  125. Die Hahnenfeder ab, Ihr Garibaldis!
  126. Die hingen ihm bis zur Stirne,
  127. Die hohe Gattin nickt verständlich
  128. Die konnte er alle verschenken
  129. Die Lanze schwang ich bis zu ihrem Sitze.
  130. Die leuchteten ihm aus den Augen.
  131. Die Masse fällt dein Zeichen der Verräter.
  132. Die Menschen umfaß ich mit Auge und Ohr.
  133. Die mich die Hölle wohl empfinden ließen.
  134. Die Pfeife rauchten und den Mut nicht fanden,
  135. Die Saiten rasseln und die Stimme wimmert,
  136. Die Schlacht ist unser Freudenhaus.
  137. die schlage ich in der Christenheit Götzenplunder.
  138. Die schlägt sich die Goldstücke als Flitter in die Schenkel.
  139. Die Schlange schnellte auf, sie ringelte sich wild.
  140. Die Sehnsucht starb. Nur meine nimmersatten
  141. die Seile schneiden, drauf man flach entschwirrt,
  142. Die striegeln mich mit einem Eisenkreuze.
  143. Die tät seine Geige tränken.
  144. Die Vögel sangen im Herbstgefild,
  145. Die Zedern fügten sich und ungezählt
  146. Die Zymbel schlagen und Posaune blasen.
  147. Dieweil ein Krönlein ihre Haube ziert.
  148. Dieweil sie schluchzten über Totenbahren
  149. Doch dünkt er sich ein Diplomatenjäger.
  150. Doch läßt er sich die Illusion nicht rauben.
  151. Doch plötzlich überfällt auch euch die Trauer.
  152. Doch übertönt er nicht die Worte der Vertreter,
  153. Doch war er so verliebt in allen Schein,
  154. Dort hinterlist'ge Fallen tätlich legend.
  155. Dreh ich mich in den ewigen Gesängen.
  156. Drüber weg. Meine Stiefel ragen am Horizont empor wie die Türme einer
  157. Drum, wenn auch jetzt sein schmaler Maskenmund
  158. Durch Gestrüpp und Dornengehege.
  159. Durch kleine Röhrchen, die sich grünlich biegen,
  160. egiga goramen
  161. Ein Buchstabenkönig und Alleszerschwätzer.
  162. ein Clown, der eine andre Heimat hat.
  163. Ein Doppeldecker steigt aus jeder Flasche
  164. ein Hallelujah gurgelte durch Apostel- und Hirtenglieder.
  165. Ein Herr mit einer Ripsschleifenkrawatte und ein rotduftender Schutzmann.
  166. Ein Opfer der Zerstückung, ganz besessen
  167. Ein Schlachtgetöse gab es und ein Klirren
  168. Ein sehr zartes Gestänge von Kinderfahnen.
  169. Ein Spötter, ein Dichter, ein Literat
  170. Ein Stein hält eine Rede. Bäume in Grünbrand. Fliehende Inseln.
  171. Eine Baumgruppe wird zum Schlangenbündel und zischt in den Himmel.
  172. Eine gigantische Hostie gerann und blieb zwischen Rosabergen stehen
  173. Eine Menge blutbunten Volks wird sich stauen:
  174. Eine neue Sonne schaffen. Ich will zwei gegeneinanderschlagen
  175. elifantolim brussala bulomen brussala bulomen tromtata
  176. elomen elomen lefitalominal
  177. elomen elomen lefitalominal
  178. elominuscula pluplubasch
  179. elominuscula pluplusch
  180. endremin saxassa flumen flobollala
  181. Er brüllt und johlt, als hinge er am Spieße.
  182. Er drehte beim Spiele sich hin und her,
  183. Er hat sich eine Laute aufgezimmert
  184. Er kreiste um die gläsernen Pilaster
  185. Er lächelt schon und wir sind kaum am Ziele.
  186. Er lauscht vielleicht nur in den Schöpfergrund ...
  187. Er liebte es in allen Lebenslagen
  188. Er sang zu der Geige und immer noch nicht
  189. Er schwenkt juchelend seinen Brautzylinder.
  190. Er spielte den reifen Apfelast
  191. Er spielte der blauen Seen Licht,
  192. Er spielte der Reben süße Last,
  193. Er spielte noch, als schon der Hahn gekräht
  194. Er spielte und sang und merkte kaum
  195. Er wollte, daß seine süße Mär
  196. Erheben unsern grimmen Löwenschweif
  197. Erkennend eitel Schimmer, seichten Trug
  198. Erzkaiser über allen Unterschleif
  199. Es fallen Opfer tiefster Seelennot,
  200. Es glänzte seines Fluges Hieroglyphe
  201. Es haben meine ätzenden Arsene
  202. Es ist beschäftigt in der Gängelschwemme
  203. Es poltert mit den Tellern und den Tassen.
  204. Es rüttelt euch ein unterirdischer Schauer
  205. Es sank sein Haupt, wie eine Riesenaster,
  206. Es spiegelte darin der Schlange Bild.
  207. Es zischte ihres Kopfes schmaler Schild.
  208. eschige zunbada
  209. fasch kitti bimm
  210. faufo halja finj
  211. fellobasch falljada follidi
  212. fisch kitti bisch
  213. Flieg ich im Dunste der Lügengebete.
  214. flumbasch
  215. flusch kata
  216. Fürst von Saprunt und beiderlei Smeraldis,
  217. fusch kata
  218. gadjama bimbala oo beri gadjama gaga di gadjama affalo pinx
  219. gadjama bimbalo glandridi glassala zingtata pimpalo ögrögöööö
  220. gadjama gramma berida bimbala glandri galassassa laulitalomini
  221. gadjama rhinozerossola hopsamen
  222. gadjama tuffm i zimzalla binban gligla wowollmai bin beri ban
  223. gadji berl bin blassa glassala laula lonni cadorsu sassala bim
  224. gadjl beri bimba glandridi laula lonni cadori
  225. gaga blung
  226. gaga di bling blong
  227. gaga di bumbalo bumbalo gadjamen
  228. Gastierte er bei Vorstadtdilletanten.
  229. Genötigt hin und her zu schweben,
  230. Geschlossen liegt und nicht mehr sprechen mag:
  231. Geschwenkten Nächten und man hört sein Flennen.
  232. Gewöhnlich kommt es, wenn die Lichter brennen.
  233. Gleich Absalom blieb ich an langen Haaren,
  234. gloffalor
  235. gluglamen gloglada gleroda glandridi
  236. goggo goggo
  237. gomun guma zangaga gago blagaga
  238. Gott sei's geklagt und ihnen, meine Damen:
  239. gragluda gligloda glodasch
  240. Gras spannt grüne Säbel und Brücken und Regenbögen über meinen Bauch.
  241. großgiga m'pfa habla horem
  242. Ha, wie sie heuchlerisch entrüstet,
  243. halja hanja golja biddim
  244. Hart ist unsere Lagerstatt
  245. Hat er den Winter überstanden,
  246. hat er Verbindung mit Baronen in der Stadt.
  247. Hat ihn die Lappen- und Atrappenwelt
  248. Heiden, Türken, Kaffern und Muhammedaner zumal
  249. hej tatta gorem
  250. Hellgelben Stadt wie Lampenschirme aus Seidenpapier im Zugwind.
  251. higo bloiko russula huju
  252. Hilf, heilige Maria! Dir sprang die Frucht aus dem Leibe
  253. Hineinzusteigen in die schwarze Wiege.
  254. hitti betzli betzli
  255. hollaka hollala
  256. Hysteria clemens hab ich besungen
  257. Ich aber werde eure Worte pressen
  258. Ich bin am Werk: blank wie ein Metzgermeister.
  259. Ich bin aus dem Abgrund der falsche Prophet,
  260. Ich bin der Geheimnisse lächelnder Ketzer,
  261. Ich bin der große Gaukler Vauvert.
  262. Ich bin ein Mammuthkälbchen. Grüne Grasigel schnüffeln an mir.
  263. Ich höre das Meckern
  264. Ich hüte die Leichen im Wasserfall.
  265. Ich kann mich nicht halten: Ich bin voller Seligkeit. Die Fensterkreuze
  266. Ich kann mir nicht helfen: Die Dome zerplatzen mit Orgelfugen. Ich will
  267. Ich knie vor den Altären aus Sand,
  268. Ich kugle Dich auf Deiner roten Decke.
  269. Ich liebte nicht die Totenkopfhusaren
  270. Ich ward hinabgetaucht von einem Weibe.
  271. Ihr grauer Blick, der mich gefangen hielt,
  272. Ihr wollt, daß ich verschwinde von der Szene,
  273. Im Lappenkleide und bedeckt mit Schorfen
  274. Im Tempelbau der großen Zoroaster.
  275. Im Wehbaum hängen aller ihrer Dramen.
  276. In alle vier Winde zerrinne.
  277. In des Sonettes dunkle Kantilene.
  278. In einer violetten Sänfte über die Dächer euerer
  279. In hohen Luftgeleisen, wo sich enharmonisch
  280. In hundert Flammen lauf ich einher.
  281. In jeder Gestalt ihrer Ausschweifungen.
  282. In meine Nächte drangen Ungeheuer,
  283. In Schnabelschuhen und im Schnürkorsett
  284. Indem er ein Pasquill zusammenträgt,
  285. Jede Seele stand für die Kindheit und für das Wunder offen.
  286. Jedoch die Räder seien nicht geschmiert,
  287. jolifanto bambia o falli bambla
  288. Juckende Esel halten, die vor den Wagen gespannt sind beim Pyramidenbau.
  289. Kann man nur zögernd ihm zu glauben wagen.
  290. Kind und Weib verlassen wir –
  291. Kindsbetterinnen und Ammen,
  292. kla o auwa
  293. Klangvolle Phrasen, ein vereinter Schwall
  294. klinga inga M ao – Auwa
  295. klinga – o – e – auwa
  296. Koko der grüne Gott klatscht laut im Publikum.
  297. Kraftvoll empor auf selbstgewollten Bahnen.
  298. Kranke im Fahrstuhl, ein stelzender Kranich, zwei Veitstänzerinnen.
  299. kusa gauma
  300. la o auma
  301. la – auma
  302. Laßt ihn getrost bei seinem Leichenspiele.
  303. Ließ eine güt'ge Macht mein Herz ermatten.
  304. Ließ er in Mitternächten dumpf und grau
  305. Links oben. Zinnoberrot sprühen die Fetzen hinaus in die Weltnacht.
  306. mâ mâ
  307. Man haucht mich an mit Worten und mit Klängen,
  308. Man sammle alle Blätter unserer Wälder
  309. Man stirbt nicht nur durch Minen und durch Flinten.
  310. Man wird nicht von Granaten nur zerrissen.
  311. Manch Marterspiel und stürzend Abenteuer.
  312. Maria deckte den Mantel auf ihn
  313. Mein Haar ein Sturm, mein Gehirn ein Zunder
  314. Mein neues Totenwäglein vorgeführt,
  315. Meine Beine strecken sich aus bis zum Horizont. Eine Hofkutsche knackt
  316. meine Finger zehn gierige Zimmermannsnägel
  317. Meine Ohren sind rosa Riesenmuscheln, ganz offen. Mein Körper schwillt an
  318. Mit Blattgold aus dem nächsten Buchenschlag.«
  319. Mit den Dämonen stritt, die ihn umsaßen,
  320. Mit schrillen Glocken kugelt es im Staube.
  321. Mit Trumpf, Atout und ausgespielten Assen.
  322. Mit wulstigein Nacken, Blähnase und breitem Schritt wird fünfzig weiß-
  323. Mittags schon dahin.
  324. mjâma
  325. mo-auwa
  326. Morgen wird man die Sonne auf einen großrädrigen Wagen laden
  327. Morgens noch in Schlaf und Traum
  328. Nach Grammophonen in dem Twosteptakte
  329. Nach Untergang und gallgetränkten Tränen
  330. ninga
  331. Nun sich der Frühling wieder eingestellt
  332. o katalominai rhinozerossola hopsamen laulitalomini hoooo
  333. o kla o auwa
  334. o kla o ü
  335. ogoggo
  336. Oh du mein Hyazinth, die Wade knackte
  337. olofa fafamo
  338. omba dij omuff pomo – auwa
  339. ombula
  340. ome o-auwa
  341. pawapa baungo sbugi
  342. piaûpa
  343. prusch kata
  344. rallabataio
  345. rallalalaio
  346. Ruft sie: »Von Denen ist es schändlich
  347. Sah man die Tiere und die Teufel tanzen.
  348. sbugi faffa
  349. schampa wulla wussa olobo
  350. Schuf große Monde aus den Wassergläsern.
  351. Schwanken und Muschelgeklingel und Fischkopf wie auf dem Meeresboden.
  352. sei gebenedeit! Mir rinnt geiler Brand an den Beinen herunter.
  353. Sich einer ringt vom Heerdentaumel frei
  354. Sich hüllen in die Kutten der Moral
  355. Sie haben von der Sache nichts begriffen,
  356. Sie lauschet unter Kerzen und Gebeten
  357. Sie sagten mir: nun wohl, das sei ein Karren,
  358. Sie werden auch in diesen Versen finden
  359. Sieht wächsern aus und scheint erstarrt zu sein.
  360. sirgi ninga banja sbugi
  361. siwi faffa
  362. So ist es, weil sie drum herum gestanden,
  363. So lausch ich freudig, wenn mit wildem Schrei
  364. So morden wir, so morden wir.
  365. So sieht man wohl in frommen Kemenaten
  366. So sterben wir, so sterben wir,
  367. So tanze ich um meinen eignen Schatten.
  368. Sofort versehe man die Schatzbehälter
  369. solunkola
  370. Spielte ein Bettler die Geige.
  371. Streu ich der Worte verfängliche Saat.
  372. szaga la m'blama
  373. szaga szago
  374. szagaglugi m ba-o-auma
  375. tabla tokta tokta takabia
  376. tak tru – ü
  377. taka tak
  378. take
  379. Tische und Bänke stehen wie blitzende Messer
  380. Tod ist unser Zeichen und Losungswort.
  381. treßli beßli nebogen grügü
  382. tressli bessli nebogen leila
  383. tro-u-ü o-a-o-ü
  384. Trocken unser Brot.
  385. tru-ü
  386. Tsingtara! Da ist ein langes Blasinstrument.
  387. tuffm im zimbrabim negramai bumbalo negramai bumbalo tuffm i zim
  388. tumba ba-umf
  389. ü üü ü
  390. Um dessen Öffnung Feuer hing in Fransen
  391. Um die Erschütterungen aufzuheben,
  392. Um euren eigenen Anblick zu vergessen.
  393. Um uns herum, dann bleibt er zuckend stehen
  394. Umgeben so von hundert Fabulein
  395. Umhüllt von schweren Schwingen seiner Laster
  396. Und alle Vorgärten voll Krokus und Hyazinthen, und wird einen Schall geben
  397. Und als am End die großen Tage kamen,
  398. Und aus der Kuckucksuhr tritt eine Taube.
  399. Und brachten auf feurigem Teller die Finsternis und die Qual.
  400. Und das brennende Dach fällt herunter auf ihren Enkel.
  401. Und dekretieren vor den leeren Saldis:
  402. Und der Berge schneeige Firne.
  403. Und ein Verlangen, uns dort anzulehnen,
  404. Und eine Hungersnot liegt klar am Tag.
  405. Und fand mich lächelnd nun in ihrem Leibe.
  406. Und fetzten unsren Hausgott Grünekatze.
  407. Und Flaschengrün: Schaukeln, die eine orangene Faust festhält an langen Fäden,
  408. Und folgte ihm auf seine Wege.
  409. Und Frau Natura kräftig promenierte,
  410. Und glaubten selbst an dieses nicht daran.
  411. Und hat das Recht die Kübel auszugießen.
  412. Und hob die Stimme, daß er gellend riefe.
  413. Und hochweis weht dann seine erzene Haube,
  414. Und ich verschwand in ihr gleich einem Blitze.
  415. Und ihm beim Spiel ihrer Hände Schaum
  416. Und Ihr zergeht im Schwunge meiner Fahne.
  417. Und in die Kunsthandlung Caspari fahren. Ein viehköpfiger Neger
  418. Und ist an seinem Lärmen zu erkennen.
  419. Und ist ein Singen von Vogelhälsen, die über die Zweige hüpfen.
  420. Und manche Saite zersprungen.
  421. Und meine schmettergelbe Lusttrompete packt euch an.
  422. Und neugeboren trieb ich mit der Flut
  423. Und nicht die Mörser mit den Mädchennamen
  424. Und Obersäckelmeister vom Schmalkaldis
  425. und Pimpronella reizt ihn mit den roten Unterröcken.
  426. Und reckt den Schwartenhals, um zu erspähen,
  427. Und Rolf, der Mops. fraß jäh das Strumpfband auf.
  428. Und sauge aus den Fingern mir die Wärme.
  429. Und schließlich wollten sie mich selbst verscharren.
  430. Und schon will meine Flügelwaage beben.
  431. Und stand wie eine Mumie in Exstasen.
  432. Und stanze Gold daraus, soviel man mag.
  433. Und steht dann wieder auf wie jeden Tag.
  434. Und stößt sich heulend seinen Kopf kaputt.
  435. Und teile die Gemeinschaft schriller Käuze.
  436. und treibt gequollene Mädchenscharen vor sich her.
  437. und verziehen sich. Da wird ihnen bange.
  438. Und vor »Empörung« brennend rot
  439. Und weinte des Waldes einsame Ruh,
  440. Und wenn ich mich vor Lachen jetzt noch biege,
  441. Und wie Papa vertraulich flüstert:
  442. Und wies gebietend in die Unterwelt.
  443. Uns schrak nicht Kino mehr, nicht die Picassofratze.
  444. Unsre Kameraden im Totentanz.
  445. velo da bang bang affalo purzamai affalo purzamal lengado tor
  446. Verdorrt der Mund und trocken die Gedärme
  447. Verdrossen erst und schließlich degoutieret.
  448. Verflogenen Ohren hängen noch am Lärme.
  449. Vergiftet fühlten wir das eigene Wähnen
  450. vergißt urplötzlich den Begebenheitenvorgang
  451. Verlassen kann.
  452. Verpestend mit dem Lockendampf die Absinthgegend.
  453. Verschlang ihn eine bodenlose Tiefe.
  454. Versinkenden Stadt. Ich bin der Riese Goliath. Ich verdaue Ziegenkäse.
  455. Versucht ein kleinkalibriges Kamel platonisch
  456. Verwehrte mir des Paradieses Spitze.
  457. viola laxato viola zimbrabim viola uli paluji malooo
  458. violabimini bimini bimini
  459. Violette Sterne trägt mein Gewand.
  460. Vollzog sich Notdurft Coitus und Lebenslauf.
  461. Vom eingeborenen Sohne.
  462. Vom willenlosen Haufen sich zu lösen.
  463. Von Blut ist unsere Sonne.
  464. Von dem gespitzten Ohr des Esels fängt die Fliegen
  465. Von Geräuschen, die sich gefangen haben darin.
  466. Von ihren Selbstportraits und anderen Schmarren.
  467. Von Zeit zu Zeit scheint es umherzurennen
  468. Vor einem hellen Marienbild
  469. Vor meinem Aberwitz und grellem Wahne.
  470. Vor mir erhellte sich ein Lotosteich.
  471. War alle Welt im Leichenhaus gerührt
  472. Was gehen sie uns an?
  473. Was sich in unserm Kabinett bewegt.
  474. Weil es so gemütlich sich sterben läßt.
  475. Weil sanfte Ätherwellen mich bedrängen.
  476. Wenn man sich auf uns nur
  477. Wenn sie herunterfällt, zerquetscht sie die Stadt und die Kirchtürme
  478. Wer kennt mich noch? Ich trug die Persermütze.
  479. Werd täglich ich den Wärtern vorgeworfen,
  480. Wie Blech von Kindertrompeten.
  481. Wie Maria sich leise bewegte
  482. Wie Zymbeln, und meiner Dame die Hand hinreichen. Wir werden entschweben
  483. Wir morden alle Tage
  484. Wir murren nicht, wir knurren nicht.
  485. Wir rollten von den Dächern, sternverschwistert,
  486. Wir sahens wohl und uns beschlich ein Sehnen
  487. Wir schluckten Sperma wie Armeegeschosse,
  488. Wir schweigen alle Tage,
  489. Wir sterben alle Tage,
  490. Wir waren sehr verekelt und verbiestert,
  491. Wir, Johann, Amadeus Adelgreif,
  492. Wo der versunkenste der Engel ruht.
  493. wo – um
  494. Wohl wächst der Massen Schrei nach Glück und Brot
  495. Wollte das Lied ihm taugen.
  496. wolminuscalo
  497. wolminuscalo
  498. wulubu ssubudu uluwu ssubudu
  499. zack hitti zopp
  500. zack hitti zopp
  501. zack hitti zopp
  502. Zerbröselnd Semmeln, rülpsend in den Kälberschutt.
  503. Zerplatzen. Ein Kinderfräulein hängt bis zum Nabel aus einem Fenster heraus.
  504. zick hiti zopp
  505. zikko di zakkobam
  506. zimzim urullala zimzim urullala zimzim zanzibar zimzalla zam
  507. zitti kitillabi
  508. zitti kitillabi billabi billabi
  509. zu klettern; was die Fröhlichkeit verwirrt.
  510. Zu schlürfen aller Trauermeere Flut.
  511. Zuletzt war es nur noch das heimliche Lied
  512. Zum Purzelbaum der Narren und der Kinder.
  513. Zwischen meinen Augenlidern fährt ein Kinderwagen.
  514. Zwischen meinen Augenlidern geht ein Mann mit einem Pudel.
  515. »Ihr Räuberhorden, eure Zeit ist reif.
  516. »Mama, dies ist ein offener Skandal«.


Gedichte:

Anfänge

Titel

Zeilen

Autor - Anfänge

Autor - Titel

Wortschatz

OPERONE