L Y R I K
Louise Aston (1814-1871) - Gedichtzeilen

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Louise Aston (1814-1871)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Gedichtzeilen

  1. 's ist derselbe Mond, ihr Brüder,
  2. Auf freien Höh'n in heiligem Entzücken!
  3. Baut sich im Busen die eigene Welt! –
  4. Beglücken ist des Weibes Heiligthum,
  5. Bin ich immer treu geblieben!
  6. Bin ich immer treu geblieben!
  7. Bin ich immer treu geblieben!
  8. Bis ich dem Einen gab mein Alles hin,
  9. Bis ich die ganze Seele ihm verschrieben.
  10. Den Gedanken mit den Blitzgeschossen!
  11. Der alte Landtag wieder auf.
  12. Der Freie sündigt, weil er sünd'gen muß!
  13. Der Zeiten Abscheu hin!
  14. Die ganze Seele will ich ihm verschreiben!
  15. Doch der Geist, der ewig freie,
  16. Du gabst mir Muth in einsam herber Qual;
  17. Du heiligtest mein Sinnen und mein Trachten,
  18. Du zaubertest sein mächtig Walten
  19. Eine Schranke muß ja fallen,
  20. Eines Volkes Recht zertreten,
  21. Einst dem freien Mann vereint.
  22. Entsagen ist der Nonne Stolz und Ruhm,
  23. Euch ist rings ein Thal der Schmerzen,
  24. Freiem Leben, freiem Lieben,
  25. Freiem Leben, freiem Lieben,
  26. Freiem Leben, freiem Lieben,
  27. Freiem Lieben, freiem Leben,
  28. Gibt dem Volk die Siegesweihe!
  29. Hab' ich ewig mich ergeben!
  30. Ich steh' bei Dir, verhüllt vor ihren Blicken,
  31. Ich finde meine Tugend nur im Glück.
  32. Ihn, des Sturmes feurigen Genossen:
  33. Ihr wollt das Glück in eurer Tugend finden,
  34. Ihr wollt mühsam die Ewigkeit ergründen,
  35. Lass' mit Blute sonder Gleichen
  36. Leben – Meer, das endlos rauschend
  37. Liebe – von der Welt geächtet,
  38. Mir lächelt sie aus jedem Augenblick;
  39. Nichts nenn' ich mein, drum gehört mir das All;
  40. Nirgends bett' ich mein heimathslos Haupt.
  41. Seit ich die ganze Seele Ihm verschrieben.
  42. So gab man deinen Namen
  43. So vergeh' die alte Welt!
  44. Unglücklich war ich, als ich Herrin war,
  45. Uns den Purpur wieder färben!« –
  46. Was das Herz in Fesseln hält!
  47. Wenn den unterdrückten Knechten
  48. Wenn mich die ew'gen Gedanken durchblitzen,
  49. »Er sei Dein Herr!« das Wort besteht,
  50. Abendroth versunk'ner Tage.
  51. Alle finstern Geister weichen,
  52. Aller Fesseln sind wir los,
  53. Alles wird zur Elegie;
  54. Als Lelia mein Herz besiegen?
  55. Also tönen ihre Worte
  56. An das Leben, das lichte, das reiche,
  57. An den Gedanken-Barrikaden.
  58. An den heitern Genius der Welt!
  59. An der eigenen Seele Gluten,
  60. An der eigenen Seele Gluten,
  61. An der eigenen Seele Gluten,
  62. An des Altars heilger Schwelle
  63. An des eig'nen Gedankens Geschoß,
  64. An des eig'nen Gedankens Geschoß,
  65. An des eig'nen Gedankens Geschoß,
  66. An geöffneten Adern, verbluten!
  67. An geöffneten Adern, verbluten.
  68. An geöffneten Adern, verbluten.
  69. Auf die haßentbrannte Welt; –
  70. Auf diese rothe Fahne dann
  71. Auf freier Schweizer freien Bergen
  72. Auf ihr Haupt in todesmuth'gem Sinn
  73. Auf ihren Bannern glänzt im Morgenlichte
  74. Auf mein Haupt der Wetter Wuth!
  75. Auf seiner Todtenbahr'!
  76. Auf zu begeisterter Himmelfahrt!
  77. Aufzusteigen zu den ew'gen Göttern!
  78. Aus andern Zügen spricht ein and'res Leben.
  79. Aus Drang des Herzens, glüh'nder Leidenschaft.
  80. Aus edlem Feuer flossen meine Sünden,
  81. Aus jeder Todeswunde
  82. Auskämpfen ritterlich den heil'gen Krieg,
  83. Bald wird sich das Land empören
  84. Bang vor mir das Schicksal steh'n;
  85. Bannerträger in Berlin!
  86. Bannt euch in der Dichtung Kreis!
  87. Begrüßt kein rettend Licht!
  88. Bei dem früh erloschnen Glanze;
  89. Bereitet von höchsteigner Hand?
  90. Bergen sich in Lorbeerhecken,
  91. Berührt von deines Geistes Zauberstrahl,
  92. Bevor es vernichtendem Tode geweiht!
  93. Bewußt ein groß' Verhängniß!
  94. Bin ich klar mir und bewußt.
  95. Bis der selige, fröhliche Tag erwacht,
  96. Bis in die tiefe Nacht,
  97. Bis Leben und Liebe mit frischer Macht
  98. Bis von dem kalten Tod umfangen
  99. Bis zum letzten Athemzug,
  100. Bleiches Mondlicht strahlt hernieder
  101. Blickt in die Zukunft! drohend grollt
  102. Blinde Seher einst gelauscht;
  103. Blitze zucken von Höh' zu Höh'!
  104. Bote des Sturms in geflügeltem Lauf!
  105. Brannten matt und tief herunter!
  106. Bringt das Herrliche zurück!
  107. Buhlerisch den Myrthenhain,
  108. D'rum hab' ich ein knöchern Beingerippe,
  109. Da droben auf einsamer Höhe
  110. Da droben auf einsamer Höhe
  111. Da scheint mir der Mond am Himmelszelt
  112. Da strauchelt jäh sein Fuß;
  113. Dann fallen meine Hände
  114. Dann schmück' ich unter Thränen
  115. Dann tauml' ich empor in wildem Entzücken,
  116. Dann will ich zu der Stätte wallen,
  117. Daraus gemahnt mich, bleich und fern,
  118. Das freie Weib, das keinem fremden Wahn,
  119. Das Serail, von Park umringt –
  120. Das Auge in Thränen ihm schwimmt.
  121. Das Bild der himmlischen Madonne;
  122. Das Brautbett wird zur Todtenbahre,
  123. Das eile zu des neuen Geistes Fahnen!
  124. Das ein edles Weib verschlingt? –
  125. Das freie Weib, es schmückt die Fahne!
  126. Das Glück zugleich nur mit der Schande tragen?
  127. Das Haupt Maria Stuart's
  128. Daß ich dem Tode angetraut;
  129. Das in einer wilden Nacht
  130. Das ist der Tag, der leuchtend aufgegangen!
  131. Das Jahrelang dem neuen Licht
  132. Das Kreuz auf Golgatha!
  133. Das Kreuz – ich fühle seine Last,
  134. Das längst der Würmer Raub geworden!«
  135. Das Leben auch verlangt sein mächtig Recht,
  136. Das Leben noch einmal an's Herz zu drücken,
  137. Das Leben und der Traum verweht!
  138. Das liebend einst über mir gewacht,
  139. Das Maaß nicht voll. –
  140. Das mein Innerstes durchklang;
  141. Daß meine Sünde eurer Tugend gleich.
  142. Das mich träumend Dir vereint?
  143. Das mich träumend Dir vereint?
  144. Das nie mir Trost gewährte.
  145. Das nur dem eig'nen Geiste unterthan,
  146. Das Roth der Schaam auf euern Wangen glühn;
  147. Das Schauspiel ist zu Ende –
  148. Das schmerzentstellte Götterbild,
  149. Das seines Werths sich kaum bewußt,
  150. Das streu' ihm Blumen auf die Siegerbahnen!
  151. Das um das Glück gebiet'risch fleht,
  152. Das war zuviel der guten Gabe;
  153. Das wir nur ahnen, nur prophetisch schauen: –
  154. Deinen Tiefen freudig lauschend
  155. Deinen Zauber zu betrügen,
  156. Deiner Freuden reicher Schatz
  157. Deiner Lehre treuer Jünger
  158. Dem blöden Vater mit dem blöden Kinde.
  159. Dem Losungswort der neuen Weltgeschichte!
  160. Dem Tod, der Hölle nehmen ihren Sieg!
  161. Dem Uebermuth der Jugend hingegeben,
  162. Dem Vater Wahn mit seiner Tochter Sünde,
  163. Demüth'ge Schaam auf Schläfenpaar und Stirne.
  164. Den freien Menschen gilt es jetzt zu krönen!
  165. Den des Lebens Glut gebar,
  166. Den er der alten Schmach getragen,
  167. Den Kampf der Zeit in ihren echten Töchtern
  168. Den stolzen Geist, zum Sündenfall?
  169. Den Sturm gewaltiger Ideen
  170. Den Ukas der Gewalt verlacht,
  171. Den Verderber mit der wilden Glut!
  172. Denn der Herr der hohen Pforte
  173. Denn dies Aug' hat das Entzücken
  174. Denn ein neuer Freudenbringer
  175. Denn er ist von faulem Holze.
  176. Denn nur die Sorge ist meine Schwester,
  177. Denn seht! sie suchen schon nach Schergen,
  178. Denn wer um Freiheit muthig rang,
  179. Denn wo immer Herzen schlagen,
  180. Der Begeist'rung wilder Reigen
  181. Der Bethlehem verklärte.
  182. Der blinden Satzung treuergebner Knecht,
  183. Der die Märznacht einst erhellt;
  184. Der Fabrikant ist kommen,
  185. Der Förster schoß ihn todt. –
  186. Der Freiheit heiße Schwüre hauchte:
  187. Der Freiheit Majestät ist neu erwacht;
  188. Der Geist von alten Tagen.
  189. Der harret aus. Noch ist es nicht
  190. Der Henker hat sein Theil;
  191. Der Herrschsucht Mühsal zu belohnen.
  192. Der Himmel und wird Blitze senden.
  193. Der höhnend durch der Zukunft Schleier
  194. Der höhnend durch der Zukunft Schleier
  195. Der Hülferuf von hundert Indianen!
  196. Der im Sturm vorüberrauscht –
  197. Der Kreuzestod, die Grabesnacht,
  198. Der Liebe Wünsche leis' vorüberfliehn!
  199. Der Liebste nahm die Büchse,
  200. Der Menschheit Einendes Panier
  201. Der mir das Herz im Busen bricht!
  202. Der mir das Herz im Busen bricht;
  203. Der Mond in stummer Klage
  204. Der Mühlbach stärker rauscht,
  205. Der Nächte drei und vier,
  206. Der nie versöhnte Feind der freien Geister!
  207. Der Priester segnet Schmerz und Thränen,
  208. Der reicht mit kindischem Vertrau'n
  209. Der schon im Schoß ein schön'res Leben trägt,
  210. Der Sklaven bunte Weihrauchwolke
  211. Der stirbt auf dem Schaffot!«
  212. Der Stolz, die Freude thörichter Gemüther!
  213. Der Unschuld Lilien mögen euch umblühn,
  214. Der Völker heiligstes Problem:
  215. Der Wahn der Menge ist der Kerkermeister,
  216. Der Weihe heil'ger Spruch,
  217. Des Abgrunds finstere Tiefe
  218. Des Auges milde Glut und Pracht,
  219. Des freien Geistes trotzige Vasallen,
  220. Des frommen Glaubens treuer Genius!
  221. Des Himmels Strafgericht!
  222. Des neuen Tages flammenden Propheten.
  223. Des Zornes Allmacht nicht!
  224. Die Euch des Hochverrathes zeih'n.
  225. Die Krone zeigte selbst dem Volke,
  226. Die alte deutsche Nacht durchzittern.
  227. Die alten Götzenbilder höhnend.
  228. Die Angst, die bang und betend wacht,
  229. Die Bibel, aufgeschlagen;
  230. Die Buße, die sich selbst kasteit,
  231. Die der blasse Kummer weint!
  232. Die der blasse Kummer weint;
  233. Die der Menschen Sinn bethört;
  234. Die Du, Frankensohn genährt!
  235. Die ein Opfer des Geschickes
  236. Die einst das Volk hierher gesandt,
  237. Die einst das Volk hierher gesandt,
  238. Die finstern Bilder alle;
  239. Die frech auslangt nach Kron' und Titel.
  240. Die heilige Nacht der Liebe.
  241. Die Heuchelei, gleich einer frechen Dirne,
  242. Die in ihrem Thau erblüh'n!
  243. Die keck nach Scharlach und nach Purpur langt,
  244. Die kühn die Welt gefordert vor die Schranken,
  245. Die kühn sich unvergänglich wähnen,
  246. Die Leiche, die man vorübertrug,
  247. Die Leier nicht – es gilt den Speer!
  248. Die mein ganzes Sein zerstört!
  249. Die Schattenbilder seh' ich rings zerfließen,
  250. Die schwarze Trauerfahne trägt; –
  251. Die schwarze Trauerfahne trägt; –
  252. Die Schwerter wieder rein von Blut;
  253. Die sich nach ew'gen Himmeln sehnen,
  254. Die Siegerhand nicht hin versöhnend,
  255. Die Sonne hat zu heiß gebrannt;
  256. Die Thränen auf die Händ' –
  257. Die Thränen sind es nicht.
  258. Die Tirannei von Gottes Gnaden
  259. Die Trauerbirken steh'n! –
  260. Die uns martern, die uns knechten,
  261. Die wilde Rose blüht,
  262. Die wilde Rose blüht,
  263. Die Zeugen meines Werthes, meiner Kraft.
  264. Dir verhaßt sind diese Thränen,
  265. Dir verhaßt sind diese Thränen,
  266. Doch Glück umfängt mich süß und wunderbar,
  267. Doch all' der Kampf, der in der Brust der Frauen
  268. Doch aus den Gluthen steig' ich neugeboren,
  269. Doch des Lebens reichste Gaben
  270. Doch des Lebens reichste Gaben
  271. Doch immer heißer fielen
  272. Doch in dem verzweiflungsvollsten Ringen
  273. Doch meine Seele bleibe frei
  274. Doch nicht die einsame, trübe!
  275. Doch pocht im Stillen manches Herz;
  276. Doch zu früh ins wilde Leben
  277. Dörfer und Wälder, Hügel und Thal:
  278. Dort in einsamer Kapelle
  279. Drüberhin im Abendrothe
  280. Drum denn hinaus in's Freie! in's Weite!
  281. Drum voran mit edlem Stolze,
  282. Drum willst Du bei mir ruhen
  283. Du gold'ne Zeit, du Traumbild der Poeten!
  284. Du hast Erlösung prophezeit!
  285. Du Herr der Welt, du Lebenswürger,
  286. Du träumerischer Dänenprinz, erkranken
  287. Durch's stille Strohdach lauscht;
  288. Ein and'res Bild wird schützend uns umschweben,
  289. Ein Evangelium kam über Nacht,
  290. Ein fiebrisch zitterndes Verlangen,
  291. Ein glühend Schwelgen, süßes Bangen,
  292. Ein Gott der Rache spricht:
  293. Ein Heldenweib, mit flammenden Panieren,
  294. Ein jeder Pulsschlag sei des Siegers Knecht;
  295. Ein kämpfendes Kind der kämpfenden Zeit!
  296. Ein Kämpfer steht er, ernst und bang
  297. Ein Kerker ist die Welt; ich bin gefangen!
  298. Ein kühner Jäger klimmt.
  299. Ein neues Reich, loh angefacht
  300. Ein Schmerz, der nicht in leichtem Beben,
  301. Ein Schmerz, der nicht in leichtem Beben,
  302. Ein spähender Lauscher hingestellt,
  303. Ein stattlich Wohnhaus zu errichten,
  304. Ein stattlich Wohnhaus zu errichten,
  305. Eine finst're Schädelstatt!
  306. Eine Glocke, die gesprungen!
  307. Eine kurze Sclavenrast.
  308. Eine Priest'rinn steh' ich am Altare,
  309. Einen Kranz von wilden Rosen
  310. Eingewiegt von Liebeskosen,
  311. Eingewiegt von Sturmestosen,
  312. Einsam durch den Traum der Nacht!
  313. Einsam, wie dem Geisterzuge
  314. Einsamer Hufschlag verhallen in Nacht!
  315. Einst der Erde gleichgemacht.
  316. Einst waren mein der Erde reichste Güter,
  317. Empfängt ihn mit kaltem Kuß.
  318. Empor, aus trauriger Bethörung!
  319. Empor, in heiliger Empörung!
  320. Entflieh', du gespenstische Mitternacht!
  321. Entflieht, ihr blassen Gestalten!
  322. Er segnet selbst den Meineid ein!
  323. Er will sie erfassen und pflücken,
  324. Erlöscht, ihr Kerzen am Altare!
  325. Erlöscht, wie meiner Seele Licht!
  326. Erlösung bringst du nicht –
  327. Erst der Freiheit Sonne scheint;
  328. Erst des Landes Stimme hören
  329. Es muß der Tag der Ernte kommen –
  330. Es bindet mich für Ewigkeit
  331. Es gilt des Geistes machtvoll Schwert zu zücken!
  332. Es lebt ein heil'ger Geist auch im Verbrecher.
  333. Es liegt vor mir das Wort des Herrn,
  334. Es mahne der Tod mich, der finst're, bleiche,
  335. Es sagen oft die Leute:
  336. Es soll mein Herr für ew'ge Zeiten bleiben,
  337. Es tritt auf allen meinen Wegen
  338. Es wird der Tag des Kampfes kommen,
  339. Es ziehn die Irdischen zur Freiheitsschlacht,
  340. Euch beschwört der Zaubermeister,
  341. Euch ruft zurück ein schönrer März! –
  342. Ewig soll's im Herzen lenzen,
  343. Fach' ich in der Seele an;
  344. Fast halt' ich's nicht mehr aus,
  345. Fehlt, die Geister fortzubannen,
  346. Fest schau' ich es an bei Mondenscheine,
  347. Fester Bund von stolzen Seelen
  348. Fiel unter seinem Beil!
  349. Finst're Trauer zu bezwingen: –
  350. Flattern weiter dann zum Meere,
  351. Flechten mir der Dichtung Rosen
  352. Fliehen der Erinn'rung Fluch;
  353. Fliehen der Landschaft Bilder vorüber,
  354. Flieht mich der eigenen Seele Qual!
  355. Fluch den fremden, starren Mächten,
  356. Fluch diesem Tage höchster Feier,
  357. Flüchtet der Dämon, der mich schüttelt,
  358. Foltert sie derselbe Schmerz,
  359. Fort, mit deinen bleichen Zügen,
  360. Frei ausathmet nur in Stürmen
  361. Frei schmückst du dich mit deinen Abendröthen,
  362. Freier Herzen freies Wählen,
  363. Freiheit und Glück
  364. Fromme Seelen, fromme Herzen,
  365. Fühl' ich mächtig mich und jung!
  366. Fühlt der Geist sich frei und groß.
  367. Für sie würd' ich schon hier Vergebung finden,
  368. Gähnende Schlünde zur Rechten, zur Linken;
  369. Gedacht mag ich wohl haben:
  370. Gefesselt ist mein glühendes Verlangen!
  371. Gefühle still durch eure Seele ziehn;
  372. Gegen Wrangels Regiment;
  373. Geläutert ward mein Wesen – nicht verloren,
  374. Gelöst, das alte Mißverständniß,
  375. Geschmiedet wird den Nationen,
  376. Gestalten bleich und trübe!
  377. Gestorben ist mein Vater, –
  378. Geträumt mit offnen Augen,
  379. Gibt das Fallbeil seinen Segen. –
  380. Gibt Republik!
  381. Giebt für alle Schicksals Fehden
  382. Ging manch' schöne Hoffnung unter,
  383. Gläubig singt des Volkes Menge
  384. Glimm'! o glimm',
  385. Glücklich, wem der Gott der Reben
  386. Gluterfüllte Liebesnacht!« –
  387. Gott als eine Liebeszähre
  388. Gottes auserwählte Kinder.
  389. Großgesäugt vom Thau der Nacht!
  390. Großgesäugt vom Thau der Nacht!
  391. Grüßt es im Vorüberflieh'n.
  392. Hab' ich selber doch heraufbeschworen
  393. Habe mir zum Freier auserkoren
  394. Hält der Tod sein Sichelfest,
  395. Hält sie – Seufzer auf der Lippe –
  396. Haltet ein auf mein Geheiß!
  397. Hat ihre Gewalt von Gott,
  398. Hat mich dies Himmelsbuch!
  399. Hat sich dem neuen, heil'gen Kampf geweiht;
  400. Hat's Elend gar kein End? –
  401. Heiliger Entzückung Gluten
  402. Heiliger Grimm!
  403. Hell des Mondes Silberlicht,
  404. Herniederrauschend in Gewitterpsalmen;
  405. Herrscher in des Traumes Reichen,
  406. Himmelssehnend, lebenssatt;
  407. Hin zu der Freiheit belebendem Strahl!
  408. Hoch von der Felsen gigantischen Spitzen
  409. Hörst Du, wie das Meer jetzt wimmert,
  410. Hört ihr des neuen Geistes lautes Mahnen?
  411. Hört, wie jetzt zerriss'nes Leben
  412. Hüllend um das ganze Leben
  413. Ich achte dennoch eure Tugend nicht,
  414. Ich begrüße euch, ihr Rosen,
  415. Ich fühl' es mächtig in dem tiefsten Herzen,
  416. Ich fühl' mich allein in der weiten Welt;
  417. Ich fühle: Ja, ein neu Panier
  418. Ich liebe die Nacht; ich liebe die Nacht!
  419. Ich sah einen finstern Leichenzug;
  420. Ich sah es von Haß umnachtet!
  421. Ich sah mich in Träumen der Mitternacht
  422. Ich traure mit des Volkes Besten.
  423. Ich will vor Sünde und Kreuz bewahrt,
  424. Ich wußt' nicht, was ich hörte –
  425. Ihm gönne freudig ich des Sieges Recht,
  426. Ihr habt, als Bajonette drohten,
  427. Ihr habt, nach Brandenburg entboten,
  428. Ihr richtet streng, der Sitte heil'ge Vehm',
  429. Ihr spracht zu kühn von Barrikaden
  430. Ihre bleiche Lippe spricht:
  431. Ihre Farbenpracht verglüht!
  432. Ihrem Segen, ihrem Fluch!
  433. Ihrer Töne einst gelauscht;
  434. Im Winkel auf den Schrein:
  435. Immer frischer, immer dreister,
  436. In das weite Meer der Zeit.
  437. In dem politischen Capitel,
  438. In den Stürmen der Gefahr.
  439. In der Freiheit wilder Pracht,
  440. In der Freiheit wilder Pracht,
  441. In der Jugend Thatendrang,
  442. In des Gartens Mutterschoß,
  443. In einer stillen Nacht,
  444. In Fesseln seufzt, wie ich, mein ganz' Geschlecht!
  445. In flammender Pracht, in Zaubermacht,
  446. In flüchtigem Vorüberschweben
  447. In flüchtigem Vorüberschweben,
  448. In gebroch'nen Klängen rauscht.
  449. In heiliger Sybillen-Ahnung.
  450. In heißer Sehnsucht erglüht.
  451. In heißer Sehnsucht erglüht. –
  452. In lebenskräftige Gestalten!
  453. In leichtem Spiel fühlt' ich des Daseins Schwere,
  454. In meiner Zelle aufgestellt.
  455. In Noth und Kummer sind;
  456. In vollem Reichthum meines Herzens Leere!
  457. In wilder ahnungsvoller Lust!
  458. In's weite Meer des Lichtes sich ergießen,
  459. Ist das Heiligste geächtet,
  460. Ist der Seele Harmonie;
  461. Ist eine Thräne dem Auge erlaubt;
  462. Ist nur ein Traumgesicht!
  463. Ja, ihr les't in meinen Blicken
  464. Ja, kühlen in frischen Lebensfluthen
  465. Ja, vergessen war mein Dulden,
  466. Jauchzend hernieder in's schöne Thal:
  467. Jauchzend sich in's Meer hinein,
  468. Jeder Pulsschlag ist geknechtet,
  469. Jedes freie Weib gehöhnt! –
  470. Jetzt ist des Menschen Eigenstes geknechtet;
  471. Jetzt ruh'n so still sie alle,
  472. Jetzt – nur jetzt verlaß' uns nicht!
  473. Jubelnd begrüßen mich, die Befreite,
  474. Kampflustige Gefühle und Gedanken,
  475. Kann ein krankes Herz gesunden?
  476. Kann ein krankes Herz gesunden?
  477. Kann ich lindern dieses Sehnen,
  478. Kann ich lindern dieses Sehnen,
  479. Kann kühner ich der Menge Spott verachten:
  480. Kannst du, o Gott, nicht helfen,
  481. Kein deutsches Reich, nicht Schwarz, Roth, Gold!
  482. Kein Sternlein mehr ich find'!
  483. Keine fremde Macht darf mich bezwingen,
  484. Keine Sternenschrift der Seligkeit!
  485. Kennt nur schnöde Sinnenlust. –
  486. Klagend in Erinnerungen,
  487. Klagt in Trauer mein Gemüth:
  488. Klangvoll hat Harmonie mein Herz durchdrungen;
  489. Knie'n die Allerhöchsten Sünder,
  490. Knirschen Kinder mit den Zähnen.
  491. Kommt es heut zum Kugelregen:
  492. Kurz ist der Jugend blühende Lust!
  493. Länger ertrag' ich den Sturm der Gedanken,
  494. Längst schwand dahin der Heil'gen Wundermacht.
  495. Laß die Todten sich bemüh'n;
  496. Laß' die Todten sich bemüh'n!
  497. Lausch' ich dem Gedankenfluge,
  498. Leise Abendwinde necken
  499. Licht und Feuer für die Erde.
  500. Mächt'ger Gott der süßen Reben,
  501. Mag der Thron in Flammen glühn!
  502. Mag in schreckenden Gesichten
  503. Mag jener Traum die Träumenden beglücken;
  504. Mag sie vor gold'nen Kälbern beten,
  505. Mahnend spricht es nur von Opfertod,
  506. Man gibt Euch Fersengeld in Kauf, –
  507. Manche Faust ist wuthgeballt;
  508. Manches Auge blitzt in Thränen,
  509. Mein Aug ist heiß, doch thränenleer,
  510. Meine Brust ihr lastendes Weh!
  511. Meine Rosen sind entblättert,
  512. Meiner Jugend Bilder schweben
  513. Meiner Seele sind sie verwandt!
  514. Meines Lebens irre Geister,
  515. Meines Lebens Wiederschein.
  516. Mich auf weiten Fluten trägt:
  517. Mich aus Fesseln und Banden schwingen
  518. Mich bade in heißen Zähren.
  519. Mich hat ein echt' und groß' Gefühl bezwungen!
  520. Mich jauchzend umschlungen halten.
  521. Mich lockt kein festlich heit'rer Klang!
  522. Mich mahnt's unheimlich, graunerfüllt,
  523. Mich starrt es an, das Wort des Herrn,
  524. Mild umgaukeln bunte Lichter
  525. Mir der mächt'ge Zauberspruch!
  526. Mir ist's wie Ahnung stumm bewegt,
  527. Mir malte der irre Gedankenflug
  528. Mir mein unendlicher, tiefer Schmerz.
  529. Mir strahlte nie der gold'ne Stern,
  530. Mir zeigt des Schmerzes Angesicht!
  531. Mir zeigt des Schmerzes Angesicht!
  532. Mir, der Fremden, Heimathlosen,
  533. Mit Crucifix und drohender Hippe,
  534. Mit irrem Blick, mit wildem Haar;
  535. Mit schonungsloser Hand zerschlägt!
  536. Mit schonungsloser Hand zerschlägt!
  537. Mit Träumen, die das Herz durchbeben,
  538. Möchte frei das All' umfluten,
  539. Mögen den Lebend'gen blüh'n!«
  540. Mögen den Lebend'gen blüh'n.
  541. Mögen die Funken durchs Dunkel stieben;
  542. Mögen die Geister der Tiefe winken:
  543. Mögen sie zum Himmel beten
  544. Mögt ihr entsagen stolz und seelengroß;
  545. Mögt ihr zu Boden stürzen eure Kerzen
  546. Mögt still verzehren eure heiße Jugend,
  547. Mögt vor Verrath Ihr sicher sein;
  548. Morgen muß ich Dich verlassen,
  549. Müd in den Schooß hinein.
  550. Muß ich, gleich Dir, an bleichen Nachtgedanken!
  551. Muß schmählich untergehn!«
  552. Müssen seine Kelche tränken,
  553. Mußt Du trauern allerwärts;
  554. Muthig hinein in die weite Welt!
  555. Muthig, mein Renner mit flatternden Mähnen!
  556. Muthig, mein Renner mit flatternden Mähnen!
  557. Nach deinem Lebensquell schmacht' ich vergebens.
  558. Nach eigenem Gesetze still und groß,
  559. Nach Rettung und Erlösung schmachtet:
  560. Nach strebt dir meine Seele fessellos;
  561. Natur, so heilig in dem stillen Walten!
  562. Natur, so keusch im offensten Entfalten!
  563. Nein, der ein ganzes, reiches Leben
  564. Nein, der ein ganzes, reiches Leben
  565. Nein, die aus seligen Augen lacht,
  566. Neue Triebe, neue Kraft!
  567. Nicht ahnen es die Kirchenglocken,
  568. Nicht ahnt's der Kranz in meinen Locken,
  569. Nicht im traulichen Gehege,
  570. Nicht Jeanne d'Arc mit Frankreichs Heldensöhnen
  571. Nicht Königen, nicht Völkern gilt der Streit:
  572. Nicht mehr verworr'ner Traum hält mich umfangen!
  573. Nicht mit seinem Zauberstab.
  574. Nicht wieder ist er kommen,
  575. Nicht winkt der Andacht Lebenssonne,
  576. Nie soll mich der Schmerz vernichten,
  577. Nie zerknirscht und reuig seh'n!
  578. Nieder die verderbenschwangern Blitze:
  579. Nimmer lausch' ich mehr dem Worte,
  580. Noch ist von Groll
  581. Noch kann er sich zum Fest nicht laden;
  582. Noch keine Sonne wieder tagen.
  583. Noch kennt ihr bis zur Stunde
  584. Nur ein Heil noch erblüht:
  585. Nur ein Heil noch erblüht:
  586. Nur ein Heil noch erblüht:
  587. Nur an des Volkes Wohl gedacht.
  588. Nur feiern meinen Untergang!
  589. Nur in der Brust das Wehe,
  590. Nur mache mich nicht schlecht!
  591. Nur meinen Schmerz kann er verhöhnen;
  592. Nur sie ist souverain;
  593. O dieser Tag der höchsten Feier,
  594. O falsches, gleißendes Metall!
  595. O jetzt zu leben, jetzt!
  596. O jetzt zu leben, jetzt!
  597. O jetzt zu leben, jetzt!
  598. O lasse mich nicht sinken!
  599. O naht mit Lorbeerkränzen, naht mit Palmen!
  600. O süße Knechtschaft, solche Fesseln tragen!
  601. O süßer Schmerz, so um die Freiheit klagen!
  602. O werft das Spielzeug aus den Händen.
  603. O, meines Kerkers Einsamkeit
  604. O, nicht der Geist allein; das Herz sei frei!
  605. Ob allem Hohen, Ed'len, höhnend prangt
  606. Ob der frevelnden Gewalt
  607. Oft gemartert, oft geknechtet,
  608. Ohne eines Gärtners Pflege
  609. Ohne Recht und Vaterland;
  610. Pochend an der Zukunft Pforte
  611. Pochend auf des Höchsten Huth:
  612. Prangend in Gewitterglut!
  613. Quält euch ein flammend Sehnen fessellos,
  614. Rasch, wie des Geistes geflügeltes Sehnen;
  615. Rathlose Königin!
  616. Raubend von des Himmels Heerde
  617. Richt' ich die Blicke himmelwärts;
  618. Sagt mir: »mein Herzenskind,
  619. Schau' ich in dem Flammenbilde
  620. Schau' umher ich tiefbekümmert,
  621. Schenke mir ein neues Leben,
  622. Schlagt die Gläser all' in Scherben:
  623. Schmachtend nach des Himmels sel'gem Sitze,
  624. Schmücke sich die Leidenschaft!
  625. Schon des Abends goldnes Thor;
  626. Schon fühl' ich sein begeisternd Weh'n
  627. Schon ist er in nächster Nähe –
  628. Schon verlernt seit langer, langer Zeit.
  629. Schöne Tage, kehret wieder!
  630. Schöne Welt, du blühend Eden,
  631. Schweigend aus dem Dorf der Richter
  632. Schweigend harrt des Volkes Menge
  633. Seh' ich das Dunkel des Lebens erhellt;
  634. Seh' ich die kranke Mutter
  635. Seh' ich die Vögel fliehn in die Nester,
  636. Sehnt sich mein Geist aus den engen Räumen
  637. Sei Himmel du gerecht
  638. Sei verjüngt und neugeboren!
  639. Seid des Gesetzes Hort, der Sitte Rächer,
  640. Sein Grab mit Blumenpracht.
  641. Sein Tuch, das thränenfeuchte, tauchte,
  642. Seine süßen Gaben beut,
  643. Seiner Freiheit wilde Lieder;
  644. Seiner Liebe mildes Glück!
  645. Seit der heil'gen Nacht des Märzen
  646. Selbst im Schmerz ist frei die Brust! –
  647. Selbstherrschend wandelst du die Bahn des Lebens.
  648. Selige Vergessenheit!
  649. Seufz' ich in schweren Banden.
  650. Sieh! da bricht durch Wolkenschleier
  651. Sieh' dieses blanke Goldstück!
  652. Sind machtlos jetzt dem neuen Bann verfallen!
  653. Sinkende Sterne in wilder Pracht.
  654. So beschwor der Heiden Priesterin,
  655. So hab' ich oft gesessen
  656. So hat man dir gerathen,
  657. So lange Macht das Losungswort
  658. So lange nicht die Hand verdorrt,
  659. So lange noch ein Pferchsystem
  660. So lange noch herniederschau'n
  661. So lass' uns lieber gehn,
  662. So mag sterben und verderben,
  663. So schmerzensreich, doch zukunftsvoll, sich regt,
  664. So zerstob mein Hoffen, mein Lieben;
  665. Sogleich gehört es Dir!«
  666. Solcher Liebe heißes Werben
  667. Soll ich mich sprödem Stolze fügen,
  668. Soll ich nicht brechen die engen Schranken?
  669. Soll ich, Pulcherien gleich, dem Wahn entsagen,
  670. Sollst du in Schmerz vergehn?« –
  671. Spende mir Vergessenheit!
  672. Sprach ihren Fluch am Traualtar!
  673. Sprach'st Du mir von Männerwürde,
  674. Stark durch des eigenen Geistes Ringen,
  675. Steh' ich sinnend, stummbewegt.
  676. Steige auf, von Wonne trunken,
  677. Steigen die ewigen Sterne auf!
  678. Stieg empor der neue Tag.
  679. Stille Andacht überall,
  680. Stürmt empor, ihr Jugendgeister!
  681. Stürzt Gewittersturm, der wilde,
  682. Stürzt in's Leben euch hinein!
  683. Stürzt' ich freudig mich hinab. –
  684. Tanzende Lichter, dem Abgrund entsandt!
  685. Tanzt um mich in frohen Reih'n!
  686. Taub und schwach sind ihre Götter,
  687. Taugen nur zum Spiel der Spötter;
  688. Thränenlos an seiner Todtenbahre;
  689. Thränenlos in stolzem Sinn.
  690. Tob' ich aus des Gedankens Fieber;
  691. Tönen in die Nacht hinaus,
  692. Trage den Kampf nicht der sehnenden Brust!
  693. Tränken mit lebend'ger Flut.
  694. Träumende Erinnerung!
  695. Träumende Gedanken schweben
  696. Träumerisch die Höh'n erglüh'n,
  697. Trieb mich eine finstre Macht;
  698. Tritt ein stolzes Weib hervor;
  699. Trocknet der Himmel die Wolkenthränen;
  700. Trotz Fesseln und Gefängniß,
  701. Trübe Bilder ziehn vorüber,
  702. Trübe Bilder ziehn vorüber,
  703. Um die man Grabeskränze flicht.
  704. Um entschwund'ner Zeiten Grab;
  705. Um, vermählt in Sturmeswettern,
  706. Umsonst mit euern milden Tönen
  707. Und ein Morgen tagt uns allen!
  708. Und auf öder Felsenklippe,
  709. Und aus schönen, glüh'nden Nächten,
  710. Und aus Träumen frei und kühn,
  711. Und bringt den Tod mir nah',
  712. Und dem letzten Ueberrest
  713. Und der Blitz, der irre Bote,
  714. Und der jungen Freiheit Kerzen
  715. Und die verheiß'ne Seligkeit
  716. Und doch rührt mich frisches Leben
  717. Und doch so bleich und traurig
  718. Und es bluten alte Wunden!
  719. Und es bluten alte Wunden!
  720. Und es grüßt die bange Klage
  721. Und frevelnd lästern die Propheten;
  722. Und grinsend steht aus seinem Grabe
  723. Und im Innersten zertrümmert
  724. Und in seliges Verderben
  725. Und lasse mir mein Elend,
  726. Und mein Liebstes opf'r ich hin,
  727. Und mit dem Adelspergament,
  728. Und mit dem Vollmachtsbriefe eurer Tugend
  729. Und mit frischen Blüthenkränzen
  730. Und mit neu gestärktem Muth
  731. Und namenlosem Schmerz geweiht
  732. Und nur ein heißes Sehnen mir geblieben;
  733. Und schlagen an die Brust, so tugendreich:
  734. Und schleudert auf mein Haupt das Anathem!
  735. Und schöne Worte helfen nicht –
  736. Und sieht in einem Meteor
  737. Und so lang' die Pulse beben,
  738. Und spielte stolz mit Wünschen und mit Trieben;
  739. Und Spione die ewigen Sterne!
  740. Und Stambul in stummer Feier
  741. Und trage in der Sklaverei
  742. Und trägt ihn noch, den schwarzen Flor,
  743. Und vergeben mein Verschulden!
  744. Und von des Volkes Majestät. –
  745. Und von Mißgeschick zerschmettert
  746. Und wer sie ihr bestreitet,
  747. Und wer sie von Ferne gesehen,
  748. Und wer sie von Ferne gesehen,
  749. Und wir stehn mit dumpfem Schweigen
  750. Und's Schwesterlein zu Haus'!
  751. Und, was vom alten Wahn umnachtet
  752. Unheimlicher Geister wilde Jagd
  753. Unrettbar festgehalten.
  754. Unser Purpur will erbleichen,
  755. Unsre Macht zerfällt in Scherben;
  756. Verfolgt mich, bis ich, vom Schlaf erwacht,
  757. Verkaufen dir ein ew'ges Sein.
  758. Verkauft ein ganzes reiches Leben,
  759. Verlassen und verachtet!
  760. Verlaßt des starren Wortes todten Knecht;
  761. Verlockst du selbst des Himmels Bürger,
  762. Verloschen ist das Licht,
  763. Vermachtest du den spätesten Geschlechtern!
  764. Verschenkt war mein Gefühl, leer war mein Sinn,
  765. Verschlossen blieb – der Welterkenntniß.
  766. Verwerfe kühn eu'r heiliges Gericht!
  767. Verzweiflung spottend mir entgegen,
  768. Verzweiflung sprach den Hochzeitsegen,
  769. Völker schüttelt rings das Fieber:
  770. Völker schüttelt rings das Fieber:
  771. Voll Genuß und Seligkeit!
  772. Voll von Lebens-Uebermuth,
  773. Vollen, köstlichen Ersatz!
  774. Vom Dome hallen Glockenklänge –
  775. Von Sünden frei, weil frei vom Wahne,
  776. Von bewegtem Schicksalspiele,
  777. Von dem blinden Wahn verkannt,
  778. Von dem Schiffbruch glühender Gefühle,
  779. Von der Freiheit Herrlichkeit,
  780. Von des Daseins ganzer voller Noth!
  781. Von segenbringenden Gewittern
  782. Von seiner Macht bin ich erfaßt,
  783. Vor dem königlichen Haus;
  784. Vor der Schöpfung Hochaltar!
  785. Vor Kurzem war's ein Jahr –
  786. Vor neuem Sündenfalle;
  787. Wagt' ich zu tändeln mit dem ganzen Leben!
  788. Wand das Schicksal mir in's Haar,
  789. Wandernde Stürme mit Donnerschall.
  790. Wann leuchten wieder deine Morgenröthen?
  791. War uns're gestorbene Liebe.
  792. Ward zu früh zum Todtentanze.
  793. Warf ich eig'ner Sorgen Bürde
  794. Warum mein Herz nicht freudig schlägt
  795. Was ich liebe, ist fremd und ferne!
  796. Was im Sturm der Zeit verloren,
  797. Was sie beten, was sie flehen?
  798. Was soll das Puppenspiel uns frommen,
  799. Was soll uns jetzt die Klage frommen?
  800. Weh! im Vordergrunde schimmert
  801. Weh'! wenn die finstern Schleier schwinden,
  802. Weih' der Liebe ich dies Leben,
  803. Weil der Sultan mein begehrt.«
  804. Weil ich dies Herrenthum geschmäht,
  805. Weint am Grab entschwund'nen Glückes! –
  806. Weint' ich keinem Glücke nach,
  807. Weiß nicht, was ich gedacht;
  808. Weit in die Ferne mögt Ihr flüchten,
  809. Weit in die Ferne mögt Ihr flüchten,
  810. Welche nach den Wogen faßt,
  811. Wenn der Donner mächtig die Felsen rüttelt;
  812. Wenn der Sonne Glanz versunken,
  813. Wenn die bösen Träume nicht wären!
  814. Wenn die Gipfel geißelt des Sturms Gebraus:
  815. Wenn einst der Freiheit Hymnen schallen,
  816. Wenn ich in verzweifeltem Schmerze weine,
  817. Wenn mich der Liebe Flammen heiß umsprühn,
  818. Wenn sie mich schlummernd wähnen,
  819. Wenn trüb die Lampe flackert
  820. Wenn verglüht des Tages Pracht;
  821. Wenn's in den Bergen rastet,
  822. Wer dem machterfüllten Beben
  823. Wer in das Blut, das für ihn rann,
  824. Wer ist, der den Beschluß nicht kennt?
  825. Wer nach der Krone tastet,
  826. Wer selbst sich lebt, verspottet und geächtet.
  827. Wettergewölk mag die Felsen umthürmen,
  828. Wie das ed'le arabische Roß
  829. Wie das ed'le arabische Roß
  830. Wie das ed'le arabische Roß
  831. Wie das Gewölk am Himmelszelt!
  832. Wie der alte Ocean!
  833. Wie ein dämonisch Walten –
  834. Wie eines Gottes große Mahnung,
  835. Wie es von je bestanden!
  836. Wie Falter neckend durch die Blumen gaukeln,
  837. Wie leicht ein Wort, ein Eid sich bricht.
  838. Wie liebt' ich die schöne, heilige Nacht,
  839. Wie sanft und selig schlief er
  840. Wie Schwäne sich auf stillen Fluthen schaukeln,
  841. Wie sich der Phönix aus der Asche schwingt,
  842. Wie spricht sich das geschwind
  843. Wiegen dort die Blüthen ein;
  844. Wild wie Bäche von Felsen schäumen,
  845. Wilde kriegerische Klänge
  846. Wilde Rosen: – die Gedanken,
  847. Will der friedliche Convent;
  848. Will ich der lodernden Seele Gluten!
  849. Will ich in sel'gem Feuertod verglühn;
  850. Will ich kräftig mich ermannen,
  851. Will ich wilde Rosen flechten,
  852. Will nur ein demuthsvoll Gebet; –
  853. Willst Du ihren Tod beklagen,
  854. Winkt nur aus endlos tiefen Gründen
  855. Wird Allen die Erlösung bringen.
  856. Wird das Kind der Berge groß.
  857. Wird das Weib mit gleichen Rechten
  858. Wird der Satzung nur gefröhnt;
  859. Wird Deutschlands Volk einst siegreich schwingen;
  860. Wird euch zum Sieg, wird euch zur Freiheit führen!
  861. Wird, eh' der neue Tag erwacht,
  862. Wo an dem weiten Himmel
  863. Wo dem edel'n Gemüth
  864. Wo dem edel'n Gemüth
  865. Wo dem edel'n Gemüth
  866. Wo drunten tief im Thale
  867. Wo Robert Blum, der Edle, ruht;
  868. Wo sonst der Willkür Zwingburg stand.
  869. Wo sonst der Willkür Zwingburg stand.
  870. Wohl weiß ich, wie die Deinen
  871. Wohl! so will ich schmerzhaft ringen,
  872. Wolken voll Gewitterglut,
  873. Wolken, die sich niedersenken,
  874. Wollt ihr dem Leben mich versöhnen;
  875. Wuchernd auf in üpp'gen Ranken,
  876. Wund hervor aus wunder Brust;
  877. Wurde rasch des Friedens Grab;
  878. Zeigt sich ihrem Angesicht.
  879. Zieht Ihr auch heute in die Weite,
  880. Zu all' dem Jubel, diesen Festen?
  881. Zu den Brüdern in's All hinaus.
  882. Zu der Orgel hellem Schall;
  883. Zu helfen in der Noth;
  884. Zu ihr über Felsen und Klüfte
  885. Zu läuten einer Grabesbraut! –
  886. Zu neuem, heil'gem Liebesglück verjüngt.
  887. Zum Himmel klagend dringt der Schmerzensschrei,
  888. Zwar gibt Euch Niemand das Geleite;
  889. »Du bist so jung und schön,
  890. »Elisabeth von England
  891. »Elisabeth von England,
  892. »Fort mit dem eitlen Tand der Orden
  893. »Ihre Todten zu begraben,
  894. »Ihre Todten zu begraben,
  895. »Jetzt, da wir am Abgrund stehen,
  896. »Lass' die Liebe schnell erblassen,
  897. »Nicht bleich und auch nicht traurig!«


Gedichte:

Anfänge

Titel

Zeilen

Autor - Anfänge

Autor - Titel

Wortschatz

OPERONE