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LYRIK Gottfried Arnold (1666-1714) - Poetische Werke 38

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Gottfried Arnold (1666-1714)

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Poetische Werke 38

6.

Nach dem Lied: Ich habe funden, den ich liebe.

1.
Zeuch meinen geist, o Herr von hinnen
Gantz über sich zu dir hinauff:
Ich sehn mich sehr, den gantzen lauff
Nach dir zu thun mit hertz und sinnen.
Regier mich nur nach deinem Willen,
Den führer nachzufolgen schlecht:
Was kan sonst meinen hunger stillen?
Wer ist, der mich vergnüge recht?

2.
Weil aber so viel wiederstrebet,
Dem abgewandten pilgrams-geist,
Der zum verheißnen erbe reyhßt,
Und gern als ein gefreyter lebet:
So nim mir ab die schweren lasten
Der sinnlich-groben irdigkeit;
Den geist laß in der stille rasten
In dir und deiner ledigkeit.

3.
Ist das geschöpff gleich noch so schöne,
Von mir muß alls verlassen seyn,
Mein auge dring in den hinein,
Nach dem ich mich im grunde sehne,
Von andern kan ich nichts behalten,
Dich zieh ich selbst in mich, und du
Zeuchst mich in dich: ich laß dich walten
Du schleußt mir sinn und hertze zu.

4.
Zwar findt mein geist noch manche speisen,
Die geistlich und vergnüglich sind,
Darinn man auch wol nahrung findt;
Doch kan ich nichts vors beste preisen.
Als dich selb-selbst, du brod der seelen.
O selig und vollkommen seyn,
Die dich zum besten theil erwehlen,
Biß sie in dich gesunken ein.

Poetische Lob- und Liebes-Sprüche 1

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