L Y R I K
LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 448

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Poetische Werke 448

Lenore

Bürger hörte dieses Lied Nachts in einem Nebenzimmer.

Es stehn die Stern am Himmel,
Es scheint der Mond so hell,
Die Todten reiten schnell:

Mach auf mein Schatz dein Fenster,
Laß mich zu dir hinein,
Kann nicht lang bey dir seyn;

Der Hahn der thät schon krähen,
Er singt uns an den Tag,
Nicht lang mehr bleiben mag.

Weit bin ich her geritten,
Zweihundert Meilen weit,
Muß ich noch reiten heut;

Herzallerliebste meine!
Komm setz dich auf mein Pferd,
Der Weg ist reitens werth:

Dort drin im Ungerlande
Hab ich ein kleines Haus,
Da geht mein Weg hinaus.

Auf einer grünen Haide,
Da ist mein Haus gebaut,
Für mich und meine Braut.

Laß mich nicht lang mehr warten,
Komm Schatz zu mir herauf,
Weil fort geht unser Lauf.

Die Sternlein thun uns leuchten,
Es scheint der Mond so hell,
Die Todten reiten schnell.

Wo willst mich dann hinführen?
Ach Gott! was hast gedacht
Wohl in der finstern Nacht?

Mit dir kann ich nicht reiten,
Dein Bettlein ist nicht breit,
Der Weg ist auch zu weit.

Allein leg du dich nieder,
Herzallerliebster schlaf!
Bis an den jüngsten Tag.

Des Knaben Wunderhorn 232 Band 2 - 15

◀◀◀ ▶▶▶


Gedichte:

Anfänge

Titel

Zeilen

Autor - Anfänge

Autor - Titel

Wortschatz

OPERONE