L Y R I K
LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 407

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Poetische Werke 407

Gesellschaftslied

Mündlich.

Dieterlein.

Wohlauf ihr Narren, zieht all mit mir,
Zieht all mit mir,
Wohl heuer in diesem Jahre,
In diesem Jahre.

Alle.

Habens gern gethan,
Thuns noch einmal,
Was gehts dich denn an?
Dich gehts gar nichts an!
Was fragst denn du darnach?
Was hast denn du davon?

Dieterlein.

Bin ich ein Narr, bins nicht allein,
Achts sicher klein,
Wollt Gott, ich wär nur ein Narre,
Nach meinem Sinne.

Alle.

Hättst gern so gethan,
Thätst noch einmal, u.s.w.

Dieterlein.

Wollt Gott, ich wär ein kleins Vögelein,
Waldvöglein klein,
Zur Lieben wollt ich mich schwingen,
Ins Fenster springen.

Alle.

Hättst gern gethan, u.s.w.

Dieterlein.

Wollt Gott, ich wär ein klein Kätzelein,
Klein Kätzelein,
Gar lieblich wollt ich ihr mausen
In ihrem Hause.

Alle.

Hättst gern gethan, u.s.w.

Dieterlein.

Wollt Gott, ich wär ein klein Hündelein,
Hündelein klein,
Gar treulich wollt ich ihr jagen,
Die Hirsch und Hasen.

Alle.

Hättst gern gethan, u.s.w.

Dieterlein.

Wollt Gott, ich wär ein klein Pferdelein,
Artig Zeltelein,
Gar sanfte wollt ich ihr traben,
Zu ihrem Knaben.

Alle.

Hättst gern gethan, u.s.w.

Dieterlein.

Zu ihrem Knaben ins Kämmerlein,
Ins Kämmerlein,
Gern würd ich dann sehen,
Euch Herren gehen.

Alle.

Drauf trinken wir alle
Diesen Wein mit Schalle,
Dieser Wein vor anderm Wein,
Ist aller Welt ein Fürste,
Trink mein lieber Dieterlein,
Und daß dich nimmer dürste,
Trinks gar aus,
Trinks gar aus.

Dieterlein.

Der Wein schmeckt wohl,
Macht mich oft trunken,
Darum soll man ihn loben,
Mir ist verkündt,
Ein seltsam Spiel,
Ein Vogel auf dem Brunnen,
Ein seltsam Fang,
Macht mich oft siech,
Vor Lachen muß ich schweigen,
Kurz Griff sind auf der Lauten.

Alle.

So trinken wir die liebe lange Nacht,
Bis daß der liebe lichte Morgen wacht.
Bis zu dem lichten Morgen
Wir singen,
Und springen,
Und sind nun froh,
Und leben also
Ohn alle schwarze Sorgen.

Dieterlein.

Ich bin der König der Thoren,
Zum Trinken auserkoren,
Und ihr, ihr seyd erschienen,
Mich Fürsten zu bedienen.
Spann Jäger dein Gefieder,
Schieß mir das Wildpret nieder,
Erhebet dann die Stimme,
Und singt mit rechtem Grimme.
Ins Horn, ins Horn, ins Jägerhorn,
Und wer es hört der wird zum Thorn,
Und springt und singt mit Schalle,
Drauf trinken wir wohl alle.

Alle.

So springt und singt mit Schallen,
Der König soll leben vor allen.

Des Knaben Wunderhorn 191 Band 1 - 191

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