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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 397

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 397

Von Hofleuten

Schöne neue Lieder mit Musik von Orlando di Lasso. München 1576. III. T.S. 21.

Ich sprech, wenn ich nicht lüge,
So sollt ihr glauben mir,
Ihr habt oft sehen Fliegen,
Das ist ein solches Thier.

Wenn man ein Kost richt anne,
Sie sey saur oder süß,
Sind sie die ersten dranne,
Mit Händen und mit Füß.

Kommt dann ein Krämer here
Mit guter Specerey,
Mit Zucker und Latwere,
Sind sie die ersten frey.

Und die das Maul drin schlagen,
Versuchens um und um,
Und wenn mans dann thut jagen,
So gebns kein Heller drum.

Wo man hat Bier und Mete,
Da ist den Fliegen wohl,
Sie kommen ungebeten,
Und saufen sich auch voll.

Daß manche thut ertrinken,
Im Becher und im Glas,
Kommt raus, so thut sie hinken,
Die Kleider sind ihr naß.

Ist einer dann beschoren,
Und hat ein kurzes Haar,
Die Fliegen um ihn bohren,
Sieht man im Sommer zwar.

Es muß sich einer oft wehren,
Will er Fried vor ihn han,
Sie thuns Fürsten und Herren,
Es hilft dafür kein Zaun.

Auch ich umfliege eine,
Und sie erwehrt sich mein,
Doch find ich sie alleine,
So ist sie dennoch mein.

Des Knaben Wunderhorn 181 Band 1 - 181

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