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LYRIK Ernst Moritz Arndt - Poetische Werke 50

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 50

Frühlingslied

Frischauf! liebe Kinder! Es ist Maientag.
Heute sei fröhlich, wer froh sein mag!
Frisch! alle zu den Blumen hinaus!
Der Himmel öffnet sein Sonnenhaus,
Alle Engelein kommen mit Prangen,
Sie wollen den Frühling empfangen.

Frischauf! liebe Kinder! Es ist Maientag.
Seht, wer das Schönste sich pflücken mag:
Demut, das Veilchen, lächelt so blau,
Die Unschuld winket als Lilie im Tau,
Und die Rose, die himmlische Liebe,
Auf Dornen trauert sie trübe.

Frischauf! liebe Kinder! Es ist Maientag.
Horcht, was der Engelgespiele sprach:
Schön bist du Erdenmaitag und süß,
Das holde Bildnis vom Paradies,
Aber auf himmlischen Blumenauen
Da sollt ihr Schöneres schauen.

O du süßer Himmel und dein Maientag!
Seliger himmlischer Maientag!
Droben verwelket Demut nicht mehr,
Die Unschuld klagt nicht: Die Welt ist leer,
Und die Rose, die himmlische Liebe,
Sie steht auf Dornen nicht trübe.

O du süßer Himmel und dein Maientag!
Glücklich, wer schon deine Blumen brach!
Frisch! alle zu den Blumen hinaus!
Der Himmel öffnet sein Sonnenhaus,
Und die Engel wollen mit Prangen
Die frommen Kinder empfangen.

Reime aus einem Gebetbuche für zwei fromme Kinder 20

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