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Charlotte von Ahlefeld (1781-1849) - Gedichtzeilen

Charlotte von Ahlefeld (1781-1849)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Gedichtzeilen

  1. An eine Freundinn
  2. An Sophie B.
  3. Beim Abschied, im Nahmen einiger seiner Freunde.
  4. Im Frühling.
  5. Romanze.
  6. Sophiens Schatten gewidmet
  7. Aber ach, auf ihrer Höhe
  8. Aber ach, ihm zu entfliehen,
  9. Aber bald umwölkt ein trüber Schleier
  10. Aber dauernd prägten sich die Bilder
  11. Aber dennoch bleibt sie heilig mir,
  12. Aber es nahet mir hold auf muthlos umdämmerten Bahnen,
  13. Aber fest und liebend halt' ich sie,
  14. Aber jetzt verdunklen bittre Thränen
  15. Aber mich reizt ihre Schönheit nicht,
  16. Aber nimmer kehrt der Liebe Frühling wieder!
  17. Aber wie des Schmetterlinges Farben
  18. Aber wie Du auch nahst ─; freundlich empfang' ich Dich stets.
  19. Aber will es wankelmüthig weichen
  20. Ach der Schmerz, der jetzt mich tief durchdringt,
  21. Ach die fremde Bahn erschliesset
  22. Ach die leisen Töne meiner Lieder
  23. Ach du entflohst ─; doch schön're Stunden kamen,
  24. Ach einer Zauberinsel muss es gleichen,
  25. Ach es folgt der Frühling auf den Winter,
  26. Ach es lindert so sanft den zehrenden Schmerz des Entbehrens
  27. Ach hätte sie die Macht, vergangne Tage
  28. Ach hier auf Erden müssen wir uns meiden ─;
  29. Ach ich fand in lauten, bunten Freuden
  30. Ach ich kann sie nicht erreichen! ─; ─;
  31. Ach in höh're Räume
  32. Ach jetzt dünkt sie leer mir und verblichen,
  33. Ach nimm den meinigen dazu!
  34. Ach nun schwankt auf wild erzürnten Meeren
  35. Ach sie hat die Sonne nicht genossen,
  36. Ach so viele heucheln nur Gefühle
  37. Ach so vieles hat es schon verlohren ─;
  38. Ach tief verschlossen in der wunden Brust
  39. Ach warum ward es dem Menschen nicht? ─;
  40. Ach, dass er ihr Leben, so entehret,
  41. Ach, ein geschmückter Kahn
  42. Ach, geschieden ist oft der Werth vom täuschenden Glanze,
  43. Ach, in der Andacht seeligem Vereine
  44. Ach, sei zufrieden, dass sie einst Dir schien.
  45. Ach, siehst Du dort das Felsenschloss
  46. Ach, verscheucht hat ihn die Nacht der Trennung
  47. Ach, wie der matten Flur ein frischer Regen,
  48. Ahndungen ihn tief durchschauern? ─;
  49. Ahnet wohl die Stolze nicht,
  50. Alle die im späten Herbste starben
  51. Alle Schrecken, welche wir erfahren,
  52. Allein es ward mir nicht die Macht gegeben,
  53. Als Dein Verlobter führ' ich Dich
  54. Als die Erstlingsgefühle der Liebe sich regten im Busen,
  55. Als ginge ewig dort in sanften Gleisen
  56. Als hörtest Du die leisen Lieder
  57. Als ich zuerst Dein Innerstes verstand ─;
  58. Als mein fröhliches Herz lauter zu klopfen begann!
  59. Als meiner Achtung Pfand.«
  60. Als mir die Freundschaft zuerst reichte den duftenden Kranz!
  61. Als mir, von goldner Freiheit noch umfangen,
  62. Als seines Auges klarer Himmelsstrahl,
  63. Als Stern der Ahndung dort in fremder Luft?
  64. Am gerührten Herzen Euch getragen,
  65. Am herbstlichen Himmel
  66. Am müden Abend aufgelöst entweichen,
  67. An Deiner Brust die weite Welt durchziehn.
  68. An Deiner Brust, in der es längst gewohnt,
  69. An Deines Glückes kurzen Augenblick.
  70. An der Gluth, die mich zerstört,
  71. An der Seite lustiger Gespielen
  72. An ihrer Zofe Brust.
  73. An Jammer und Verdruss,
  74. An jener Küste Rand.
  75. An jener Küste Saum? ─;
  76. Angestrahlt vom Morgenroth des Lebens,
  77. Auch darum wirst Du mir, Du stille Linde,
  78. Auch der Liebe Blüthe in den Staub? ─;
  79. Auch ich sank hin in Todesnoth
  80. Auch mir erdrückt manch' banger Gram das Herz,
  81. Auch verwelkt noch ist sie heilig mir.
  82. Auch wenn nie mein Blick Dich wiedersieht.
  83. Auf blauem Ocean.
  84. Auf Deinem hohen, fernen Licht;
  85. Auf Deinen Saiten, und sie bringen mir,
  86. Auf den Gipfeln erhabener Berge
  87. Auf der Fluth und schweben
  88. Auf der Kindheit längst vergangnen Tagen
  89. Auf der Wallfahrt durch dies dunkle Leben
  90. Auf die verschmachtende, verbleichte Flur.
  91. Auf meinem frühen, stillen Gang durch's Leben
  92. Auf vergangene Zeit trübe umwölket mein Sinn.
  93. Auf weiter, öder Bahn.
  94. Auf's neu in mir der ew'gen Trennung Wunden.
  95. Aufgethürmt von schwarzer Fantasie.
  96. Augenblicke der Erinn'rung schenken,
  97. Aus Bangigkeit zu neuer Lebenslust,
  98. Aus Deinem Ernste saug' ich meinen Schmerz,
  99. Aus Deinem Lächeln nehm' ich meine Freude,
  100. Aus Deines Tones wunderbarer Fülle
  101. Aus dem Grabe der Vergangenheit hervor.
  102. Aus den Lüften nieder,
  103. Aus der Ferne ziehen
  104. Aus des Gewölkes nächtlich grauem Flor,
  105. Aus des Glückes unumwölkten Tagen
  106. Aus des mütterlichen Bodens Grüften,
  107. Aus Dir die goldne Ruh?
  108. Aus unheilschwangrer Saat.«
  109. Bald das Herz des Fischers bricht.
  110. Bald, bekränzt mit Veilchen, kehrt er wieder
  111. Bedarfst Du mehr, Dein Innres auszusprechen? ─;
  112. Bedarfst Du wohl der äussern Zeichen nicht.
  113. Bedrohte selbst der Wälder dunklen Kranz,
  114. Befreite Dich mein Tod von Schmerz und Leiden,
  115. Begeistrung weht Dein Athem mir entgegen
  116. Begrüsst ihn froh und laut.
  117. Begrüsst mein Blick in stiller Nacht so gerne.
  118. Begrüsste meiner Liebe Bild,
  119. Behandle achtungsvoll die theuern Gaben,
  120. Bei dem Gedanken der vergangnen Zeiten,
  121. Bei der Erinn'rung wundersüssem Schmerz,
  122. Bei des Wiedersehens Götterfreuden,
  123. Beim schweren Amte unterstützt mit Kraft,
  124. Berührt der Himmel uns mit süssem Kusse.
  125. Besänftigen irdischen Schmerz.
  126. Betracht' es oft in stillen Augenblicken,
  127. Betrügt so oft die Brust
  128. Bewahre heilig, was ich Dir gegeben,
  129. Bilder der Freundschaft und Liebe, und all' ihr lächelnden Träume,
  130. Bilder der Vergangenheit? ─;
  131. Bis dahin gönne diesem Bild die Stelle
  132. Bis das Schicksal finster mich ergriff;
  133. Bis das Sehnen, das uns oft durchbebet,
  134. Bis der Schleier schimmernd sich erhebet,
  135. Bis in's weite offne Meer
  136. Bis mich das wilde Kriegsgeschrei
  137. Bis mir aus hohen Lüften eine Stimme
  138. Blätter rauschen auf den öden Wegen,
  139. Bleibt die Erinnerung mir ewig ein leuchtender Stern.
  140. Bleibt er seiner Würde sich bewusst,
  141. Bleiche Camille, Du blühst verachtet im einsamen Felde,
  142. Blühe Deinem Schicksal denn entgegen,
  143. Blühe einsam nur fort am grünen Rande des Weges,
  144. Blühn und welken, so vergingt auch Ihr.
  145. Blüthen brechen aus dem Keim hervor;
  146. Bot sie liebevoll Ersatz Dir an,
  147. Bricht auch die Liebe Dich nicht ─; findet das Leiden Dich doch.
  148. Bricht bewusstlos dann die Blume auf;
  149. Bringe sie den Gruss der Freundschaft Dir.
  150. Bringt ihm Regen nur statt Sonnenschein.
  151. Da blickt ich froh und kühn in die Gefilde
  152. Da braust um sie das Meer,
  153. Da bricht ihr Blick, sie sinket hin
  154. Da denk' ich sehnend der vergangnen Tage,
  155. Da dunkelt' es vor meinem Blick, ─;
  156. Da ergriffen schreckende Gewalten
  157. Da flicht die Zofe weinend ihr
  158. Da fluthet der Verzweiflung dunkle Welle,
  159. Da folgte mir im dunklen Hain,
  160. Da hob sich aus des Meeres dunkler Bläue
  161. Da kam der Friede ─; öhlbekränzt;
  162. Da kehrt' er wieder ─; zitternd ihm entgegen
  163. Da lächelte golden und ruhig
  164. Da lachtest Du in meine Thränen
  165. Da leuchtete ein heller Blitz
  166. Da mir die wirkliche Welt meine erträumte versagt.
  167. Da nahte hold und mild,
  168. Da regte glühendes Gefühl
  169. Da sprach ich weinend: ach, mein Pfad ist enge,
  170. Da stand ich zürnend, und im bittern Grimme
  171. Da starrte sie mit irrem Sinn
  172. Da steh' ich nun am öden Strand
  173. Da strömtest Du, aus höhern Regionen
  174. Da träumt ich mir des Schicksals Härte milder,
  175. Da wagt' ich's erst mir selbst es zu gestehen,
  176. Da wandelt's meine Sorgen
  177. Da war's ein dunkles, heiliges Verlangen,
  178. Da warf ich mich vor ihr auf's Knie
  179. Da werd' ich still der Lüfte Kühlung trinken,
  180. Dachte still beschäftigt dann mit Freuden
  181. Dahin zieht meinen wüsten Sinn
  182. Dann blick' ich, wie in meines Glücks Ruinen,
  183. Dann denk' ich all' der Wünsche, die vergebens
  184. Dann ermuntern sich zu neuem Leben
  185. Dann erst wird der Frühling mir erblühen,
  186. Dann flieht der Zweifel, ob Du mein gekenkst.
  187. Dann hüllt die Furcht, die leis' in mir erwacht,
  188. Dann strahlst Du, holder Himmelsfunken,
  189. Dann vernimmt es in der Stürme Wehen
  190. Dann will ich Dir die schönsten Kränze binden,
  191. Dann wird es Dich in Himmelsglanz empfahen,
  192. Dann wird mein Bild Dich liebevoll umschweben,
  193. Dann wird uns des Entbehrens Schmerz belohnt.
  194. Dann, Ihr Blumen, werd' ich Euch beneiden,
  195. Dann, o dann kann dieses öde Leben,
  196. Darf in seinen Ketten regen,
  197. Darum kehr' ich gern in deine Fluren
  198. Darum nimm die Krone nun zurück!
  199. Darum öffne ihrem kurzen Glücke
  200. Darum will ich die Blumen, die nächsten, welche mir blühen,
  201. Darum will ich nicht Dir Treue schwören,
  202. Das als der Treue Sinnbild Dich erfreut.
  203. Das Bild des Vaterlandes uns beschleicht? ─;
  204. Das bittre Gift verschlossnen Grames drängt,
  205. Das bittre Opfer, sonst dem Schmerz geweiht,
  206. Das Blümchen heisst ─; ─; Geduld.
  207. Das Dein Abschied selbst nicht lösen kann.
  208. Das der Schauplatz Deiner ersten Freuden,
  209. Das des Kummers öde Nacht durchbricht,
  210. Das des Trostes Balsam oft entbehrt,
  211. Das Dich wiederum mir näher bringt,
  212. Das duftend mich erfreut.
  213. Das Felsenschloss daher.
  214. Das ferne Gebirg. ─;
  215. Das göttergleich, gesunknen Muth befeuert,
  216. Das Grab ist ja die erste dunkle Stufe
  217. Das Herrlichste, was uns der Himmel spendet,
  218. Das ihrer Blüthe tiefen Kelch bewegt ─;
  219. Das im Lenz sich jugendlich erneut,
  220. Das ist wahre Einsamkeit!
  221. Das jedem Selbstbetruge freudig glaubt.
  222. Das jetzt betäubend mir die Brust beklemmt.
  223. Das Leben der Natur, die mit dem ew'gen Streben
  224. Das Leben schien in ungetrübter Milde
  225. Das Licht des Lebens ihr;
  226. Das Meer war still, und in den weiten Fluthen
  227. Das Morgenroth brach an;
  228. Das nach und nach von dem erkrankten Herzen
  229. Das neu erwacht, rings um mich her sich regt,
  230. Das nimmer stockend ruht,
  231. Das nimmermehr zu heilen war,
  232. Das nur durch Schweigen wagt sich auszudrücken
  233. Das schmale Fenster, das mit Eisenstäben,
  234. Das sich so gern in bange Busen senkt.
  235. Das sie so hoch erhebt.
  236. Das so reich, so herrlich einst mir schien,
  237. Das still ersehnte Labsal kranker Herzen.
  238. Das über mich der Sehnsucht Flammen goss.
  239. Das weit entlegne Länder mir verklärt,
  240. Das wild verworrene Geräusch mich grüssen,
  241. Das zieht uns aus der Fremde schönern Kreisen
  242. Dass freudiger sein Herz erbebt.
  243. Dass für sie in stummen Wehe
  244. Dass ich ihn liebte, und in seinem Blick
  245. Dass ich noch Dir tröstend wiederkehre,
  246. Dass ich nun nicht mehr so glücklich bin!
  247. Dass Ihr früh dem Tode Euch geweiht,
  248. Dass mir ahnungsvoll das Herz erbebt
  249. Dass sich oben schnell nach unten kehret.
  250. Dein eignes Ich in schöner Reinheit schauen.
  251. Dein hehres Bild, Du Hochgebenedeite,
  252. Dein Kind zu Dir, das nach Erlösung ringt.
  253. Dein künft'ger Gatte, lebt.
  254. Dein längst so heiss, so bang erflehter Seegen,
  255. Dein reiner Schimmer still erblich.
  256. Deine Blicke liebend zu mir auf.
  257. Deinen Körper birgt das dunkle Grab;
  258. Deiner Freundinn Herz vergisst Dich nie.
  259. Deines ersten bittern Kummers war.
  260. Dem Drohn des Himmels, und der Wellen Wuth,
  261. Dem Geiste leiht, das schwerste zu vollbringen?
  262. Dem Herzen zu, das Dir entgegen schlägt.
  263. Dem irdischen, als stilles Ziel erscheint,
  264. Dem lauschenden, getäuschten Ohr entgegen,
  265. Dem Sterblichen ─; in jedem Busen flüstert.
  266. Dem wir den Nahmen unsers Daseyns geben,
  267. Den Balsamodem spendet, süss und mild.
  268. Den Blüthenschimmer jedes Frohsinns streift.
  269. Den du bewohnst mit Deiner Engelschaar,
  270. Den ewig heil'gen Liebesschwur
  271. Den Frühlingstag in mein Gedächtniss ruft,
  272. Den isolirten Felsen rings umspühlt ─;
  273. Den Myrthenkranz in's Haar.
  274. Den Nahmenszug, der in mir brannte, ein,
  275. Den nassen Blick, wenn Dich der Gram bezwingt,
  276. Den sie mir gab zum irdischen Geleite,
  277. Den Trauerflor vergebner Wehmuth breitet.
  278. Den trüben Sinn in Grabestiefen winket?
  279. Den vollen Mond begrüssten meine Thränen,
  280. Den wehenden Schleier
  281. Den wir dem Schicksal abgewinnen dürfen,
  282. Denen die Hoffnung einst lieh ihr verwelkendes Grün?
  283. Denen nicht in zarten Klängen
  284. Denk' ich an den schönen Tag zurück,
  285. Denk' ich ihrer mit der Sehnsucht Schmerz.
  286. Denn ach ─; wer weiss, ob wir uns wiedersehn,
  287. Denn Dein nachtumhülltes Schattenbild
  288. Denn Dein simples Gewand reizet die Lüsternen nicht.
  289. Denn der Fischer ist erkranket
  290. Denn der Leidenschaften wilde Flammen
  291. Denn der Menschheit edelste Gefühle
  292. Denn der Zauber ist von mir gewichen,
  293. Denn des Geliebten fernes Schiff umfassen
  294. Denn des Lebens Fackel löscht auch Dir.
  295. Denn Du allein beglückst und füllst mein Herz.
  296. Denn eh' der Waffen blutig Spiel
  297. Denn einem schönern Lande eil' ich zu;
  298. Denn fremd ist ihr die schmerzlich süsse Lust,
  299. Denn gespannt an hohen Siegeswagen,
  300. Denn gute Früchte keimen nicht
  301. Denn in dir begegnen mir die Spuren
  302. Denn in hoffnungsloser Trauer
  303. Denn in Staub zerfallen ist die Hülle,
  304. Denn leise nur spricht die Melancholie.
  305. Denn meinen Busen hob ein banges Sehnen ─;
  306. Denn mich ergriff ein allgewaltig Sehnen.
  307. Denn noch bittrer als der Trennung Leiden
  308. Denn ohne ihn reizt mich das Leben nicht.
  309. Denn schnell entflieht die Zeit ─; auf ihren Schwingen
  310. Denn seine dunkle Pforte ist das Grab,
  311. Denn umweht von warmen Frühlingslüften,
  312. Denn von dem harten Lager scheucht der Kummer,
  313. Denn Zuversicht, Hoffnung und Glaube
  314. Denn zwiefach schön war mir des Jahres Morgen
  315. Dennoch reich' ich eine seiner Spuren
  316. Dennoch trotzte sie mit innrer Kraft,
  317. Dennoch verklärst Du die Nacht still mit erquickendem Glanz;
  318. Dennoch ─; fühllos gegen treue Pflege,
  319. Der ahnungsvollen Schwermuth gern.
  320. Der als Wunsch mir längst im Herzen glühte,
  321. Der Beschränkung nur ist Sicherheit beschieden,
  322. Der Blumen Sprache möchtest Du ergründen,
  323. Der Dämmrung Nebel grausend um mich her.
  324. Der das matte Auge jetzt umhüllt:
  325. Der der Kindheit nur allein beschieden,
  326. Der die Gefilde erhellt mit bleichem Glanze, so blicket
  327. Der Erinnerung Glück, ist's auch mit Wermuth vermischt.
  328. Der Erinnrung unsres Glücks geweiht?
  329. Der ersten Liebe nahmenloses Glück
  330. Der Freiherr ist's ─; sein stolzes Schiff
  331. Der Freude hold umglüht,
  332. Der Freuden Fülle in Dein sehnend Herz.
  333. Der Freunde Schaar dahin;
  334. Der Gefangene sich kaum
  335. Der Geist mir noch zurück.
  336. Der Geist, befreit von irdischer Beschwerde,
  337. Der gepresste, bange Busen nicht.
  338. Der heiligen Natur so ernst erregt.
  339. Der Himmelsleiter, die uns aufwärts bringt.
  340. Der höchsten Wonne glanzerfüllten Saum.
  341. Der Hoffnung heller Stern.
  342. Der Hoffnung lichten, morgenrothen Strahl,
  343. Der hold bekränzten Braut,
  344. Der Hölle weiter Schlund.
  345. Der in der Blumen still entsprosstem Leben
  346. Der langen Haare glänzend Gold
  347. Der lauten Stadt, die ─; wie ein wogend Meer
  348. Der Liebe fester Glaube ist dahin,
  349. Der Liebe Losung ist's, es heisst: Für Dich!
  350. Der Menschheit höchsten Zauber, ach den Schlummer,
  351. Der mich weckt aus öder Trennung Traum.
  352. Der mir sonst die öde Welt verklärt.
  353. Der Nächte ödes Dunkel mir erhellt,
  354. Der neuen Lust und der Erquickung Spuren.
  355. Der nicht auf rothgeweinten Augen wohnt.
  356. Der reinen Gunst, des Scheidens Weh zu mildern.
  357. Der Ritter naht sich schwermuthsvoll
  358. Der Ritter schweigt, und winket ihm
  359. Der schönen Zeit, in der wir uns geliebt.
  360. Der Sehnsucht Klage, und ihr Schleier
  361. Der Sonne Gluth schien alles zu verzehren;
  362. Der Sprache Mangel und der Taubheit Qual.
  363. Der steilen Felsenwand;
  364. Der Sterbliche sich schon auf Erden träumt.
  365. Der Stern der Hoffnung matt in meinen Schmerz.
  366. Der Sterne Licht zu seyn.
  367. Der stillen Nacht wie Melodie
  368. Der Strom des Glücks, der sonst uns nirgends wallt?
  369. Der Thränen Thau, der sanft aus unsern Herzen
  370. Der treusten Neigung, nimm es freundlich an,
  371. Der uns im Lauf des Lebens oft versengt,
  372. Der unsichtbar in diesen Mauern thront,
  373. Der unsre Herzen liebend einst verband,
  374. Der Vater der geliebten Braut
  375. Der Vater lächelte mit Hohn,
  376. Der Vater öffnet das Gemach
  377. Der vergangnen frohen Tage nach,
  378. Der Verklärung Himmelsglanz erfüllt.
  379. Der wechselnden Laune
  380. Der Zukunft hin, von Morgenroth beglänzt;
  381. Des Abendroths daher.
  382. Des Argwohns bange, zagende Gedanken.
  383. Des Augenpaares stiller Glanz
  384. Des Beisammenlebens Stundenblumen
  385. Des Daseyns Fülle blühend sich erschloss,
  386. Des düsteren Sinnes.
  387. Des ewigen Himmels,
  388. Des Geistes Leben väterlich erschafft.
  389. Des Haines hernieder,
  390. Des Haines Wipfel rauschten, und es drangen
  391. Des Heimwehs Qualen füllten bang mein Herz.
  392. Des Herzens Blüthen, die sich still erschliessen,
  393. Des Himmels Gluthen an.
  394. Des Himmels hehres, sternbesäetes Zelt,
  395. Des Kummers Trauerflor?
  396. Des Lebens Glanz, der düster uns verbleicht,
  397. Des Leidens sich bewusst.
  398. Des Meineids Übelthat;
  399. Des Mondes Antlitz ihn an;
  400. Des Mondes Glanz, der oft in stiller Feier
  401. Des Schicksals nach Norden
  402. Des Tages holdes, mir getrübtes Licht,
  403. Des Vaters Reu, der Aerzte Kunst ─; ─;
  404. Des Westes leiser Odem kaum bewegt,
  405. Des Zauberwortes Himmelsklang: Für Dich!
  406. Deute Du der Sehnsucht ihren Schmerz.
  407. Deutungsvoll der schönste Nahme schmückt,
  408. Dich zu verlieren hatt' ich Dich gefunden! ─;
  409. Die an den Wechsel der Zeit mahnet mit schweigendem Ernst.
  410. Die bebend nun mein matter Fuss betritt,
  411. Die blaue Winde, die die zarten Ranken
  412. Die bleiche Lippe bebt;
  413. Die das Gemüth mit schwarzer Ahndung füllt,
  414. Die der Liebe freie Regung schmücken.
  415. Die Dir des Abschieds dunkle Stunde bringt.
  416. Die dunkler Schatten mir so oft verlieh,
  417. Die Erinn'rung meiner ersten Lenze,
  418. Die Erinnrung Deiner frühen Leiden
  419. Die Ferne lindre Deinen bittern Schmerz,
  420. Die fliehenden Wolken;
  421. Die fromme Duldung, die Dir eigen war.
  422. Die ganze Welt mir in der Schwermuth Nacht.
  423. Die Gegenwart ist keines Blickes werth ─;
  424. Die Glocke klingt, die Thür geht auf und zu,
  425. Die Hoffnung aus der Zeiten Grab.
  426. Die Hoffnung hatte unter süssem Kosen
  427. Die Hülle nur schlummert im Meere,
  428. Die ich froh und glücklich einst betrat;
  429. Die Ihr den Sturm zu uns herab gesandt,
  430. Die ihr mein Leben geschmückt, eilet, und kehret zurück.
  431. Die ihr Nahme zärtlich zu Dir spricht.
  432. Die im geheimnissvoll gewebten Schleier
  433. Die in der schimmerlosen, weissen Hülle
  434. Die in Dir waltet, ach und nimmer, nimmer
  435. Die in feuchter Tiefe walten,
  436. Die jetzt noch schmerzlich nach der Welt mich zieht,
  437. Die Jungfrau, die sich Deinem Dienste weihte,
  438. Die Krone drückt mein müdes Haupt,
  439. Die kühlen Perlen, die in Millionen
  440. Die lang entbehrte Lind'rung stiller Thränen.
  441. Die Liebe reichte mir den Kranz von Rosen;
  442. Die Liebe und die Hoffnung vor mir schweben,
  443. Die Liebe, die des Lebens Kronen windet,
  444. Die Lilie, der Unschuld Ebenbild,
  445. Die matten Häupter in der Lüfte Räume.
  446. Die meine dunkle Bahn mir noch erhellen.
  447. Die mir des Frühlings bunter Segen beut.
  448. Die mir eröffnet die goldenen Thore
  449. Die mit Wohl und Wehe
  450. Die Nadel nimm, geziert mit Edelsteinen,
  451. Die noch umhüllt von zarter Knospen Grün,
  452. Die Pflanzen neigten sich ─; ein allgemein Verheeren
  453. Die Scheu verschwand, ein ruhigeres Glück
  454. Die Schlösser rasseln ─; dieses Himmels Bläue
  455. Die schwere Luft dem lechzenden Gefühle.
  456. Die Schwermuth mir die weite offne Welt;
  457. Die Seele füllt mit nahmenloser Feier.
  458. Die Sehnsucht ihn hinab.
  459. Die sie in der Zukunft Felder stellt.
  460. Die so schmerzvoll meinen Geist umwand;
  461. Die Sonne der Freude,
  462. Die Sonne steigt ─; was rauscht im Meer?
  463. Die Sterne golden durch der Wolken Flor.
  464. Die süsse Ruh, die ich bei Dir gefunden,
  465. Die Träume, die in stillen Feierstunden,
  466. Die unerschüttert fest
  467. Die uns das Gemüth verengen
  468. Die verblichne, freudenleere Welt;
  469. Die verblichnen Wiesen aus dem Winterschlafe,
  470. Die vielgeliebte Last
  471. Die Wellen tobend, rings von Graun umhüllt.
  472. Die wie Lebensbalsam sonder Gleichen
  473. Die Wirklichkeit Dich kalt und bitter scheucht,
  474. Die Wunden Deiner Brust.«
  475. Die zarte Lilie blüht.
  476. Die Zukunft, und ein lächelndes Geschick.
  477. Die zum Asyl sich eine Fee erkohr.
  478. Dientet Ihr zum Sinnbild wohl der Liebe?
  479. Diese Blume ─; ach sie kam von ihr!
  480. Diese Blume ─; denn sie kam von ihr.
  481. Diese Blume, deren blaue Blüthe
  482. Diese Rose, die sich spät erschlossen,
  483. Dir aus dem schnöden Sinn,
  484. Dir des Daseyns jugendliche Feier,
  485. Dir folgen darf, Geliebter! nimm es hin!
  486. Dir lohnend einst der Liebe Purpurrose.
  487. Dir, der tiefe Innigkeit und Güte
  488. Doch Treue gab ihr stillen Muth
  489. Doch ach umsonst! es regt sich frohes Leben,
  490. Doch ach ─; erkaltet war für mich sein Herz.
  491. Doch ach, die Kränze welkten ohne Pflege,
  492. Doch ach, die warme Phantasie
  493. Doch ach, so heiss, so bitter sie auch rinnen ─;
  494. Doch an die Flucht der Zeit darf sie Dich mahnen,
  495. Doch aus mir will nicht der Winter weichen,
  496. Doch bis dahin hüllt ein matter Schleier
  497. Doch bis dahin verlange nicht
  498. Doch bleibst Du ihm treu zur Seite stehen,
  499. Doch blieb die Hoffnung tröstend mir zur Seite,
  500. Doch die Bitte möge Dich erreichen,
  501. Doch dies Rad hilft mir mein Elend tragen
  502. Doch halte fest der Hoffnung helles Grün!«
  503. Doch halte fest ihr Schattenbild im Herzen,
  504. Doch heil'ger ist der Kranz, der ihn umlaubt.
  505. Doch ihn selbst belohnt des Leidens Fülle
  506. Doch in Dir ─; froh ging mir auf und unter
  507. Doch in lichte, höh're Regionen,
  508. Doch ist des Todes Loos ihm schon gefallen,
  509. Doch kehrte nach der Ohnmacht Schlaf
  510. Doch klagte nicht mein blöder Mund
  511. Doch knüpfte auch, im innigsten Vereine,
  512. Doch lässt sich nicht die heisse Sehnsucht tödten,
  513. Doch mit der Freiheit nicht entwich
  514. Doch mitten unter Menschen fühl' ich mich allein
  515. Doch nun verstummet, leise Klagetöne,
  516. Doch schreckt der Wahnsinn jeden, der
  517. Doch tief gerührt, allein,
  518. Doch umsonst ─; es kehrt mir niemals wieder!
  519. Doch wann kehrt der Liebe Frühling wieder?
  520. Doch wiedersehen werden wir uns dort.
  521. Doch will sie nicht gänzlich von Dir weichen,
  522. Doch zog sie ihn lächelnd und tröstend
  523. Doch, wenn ich still mein liebend Herz befrage,
  524. Dort brach in öder Einsamkeit
  525. Dort erheben die ernsten Gedanken
  526. Dort in der Hütte mir ein Obdach wählen,
  527. Dort ist die Heimath, die, vom Wahn verblendet,
  528. Dort ist's, wo Freiherr Eichenmuth,
  529. Dort lächelt dem Gequälten stille Ruh.
  530. Dort mangelt mir ewig
  531. Dort oben aus ewigen Fernen
  532. Dort rieseln durch die Fluren Balsamquellen
  533. Dort weicht die Nacht vom trüben Blick des Blinden,
  534. Dort weilt die Geliebte nicht.
  535. Drauf schloss er sie mit starker Hand
  536. Drum schlage fremde Liebelei
  537. Du blaue Ferne, die mir lieblich winket,
  538. Du blickst so lächelnd auf mich nieder,
  539. Du hast gelebt, denn Liebe nur ist Leben!
  540. Du heller, lieber Abendstern,
  541. Du schienest dann mir zuzuwinken:
  542. Du wärest dann mein liebstes Monument.
  543. Du zogst, mein Trauter, in den Krieg,
  544. Du, den ich längst nicht mehr zu nennen wage,
  545. Du, der im Chaos dumpf verworrner Triebe,
  546. Du, der im Innern meines Herzens lebt,
  547. Du, o Hoffnung! holdes Götterkind,
  548. Dufte Lenzgefühl Dir in die Brust. ─;
  549. Dünke Dir ein Traum der Prüfung nur;
  550. Dünken die Sorgen der Erde mir Zwerge,
  551. Dünkst Du ein Sinnbild zu seyn mir im Getöse der Welt.
  552. Dünkt süsser mir, als ohne Dich zu leben.
  553. Durch der Langeweile Leid ─; ─;
  554. Durch die glanzumsäumten Gipfel
  555. Durch die leis' bewegten Wipfel,
  556. Durch Lethe's Quell nur auszufüllen wäre,
  557. Durch schroffer Felsen starrendes Gedränge
  558. Eh' ich des Lebens vollen Werth erkannte.
  559. Eh' sie aus ihr erwacht.
  560. Ehe mein Auge Euch wieder begrüsst? ─;
  561. Ehe sie Dir naht wird sie verbleichen ─;
  562. Eilet nicht zu fliehen,
  563. Ein Echo, das in meinem Innern wohnte,
  564. Ein freudiges Willkommen! ihm zu stammeln,
  565. Ein leichter Nebel neben mir empor,
  566. Ein Räthsel ist der Himmel mir,
  567. Ein Räthsel mein Geschick!
  568. Ein Räthsel war ich selber mir,
  569. Ein reines Glück auf ewig uns vereint.
  570. Ein Ritter sah auf's weite Meer
  571. Ein seltner Traum hielt magisch mich umfangen
  572. Ein stilles Grab mir unter Dir verliehen,
  573. Ein wunderseeliges Geschick
  574. Eine Thräne nur von ihr!
  575. Einem Schmetterlinge gleicht die Liebe;
  576. Einen Blick der Huld erwerben;
  577. Einer nie gekannten Innigkeit;
  578. Einer wendet nur sein Haupt zur Seite,
  579. Einer zweiten, besseren Welt.
  580. Eingehüllt in trübe Wolken schweben
  581. Einsam die Qualen der Sehnsucht erleide,
  582. Einsam fühlt' sich's ─; traurig und allein,
  583. Einst mir erscheinen die lächelnde Hore,
  584. Einst wird das Dunkel unsrer Zukunft helle,
  585. Endet schnell der Schwur der Ewigkeit.
  586. Eng' ist Dein Raum ─; der Sonne warmer Schimmer
  587. Entblühte mir in der geliebten Nähe,
  588. Entfaltete es sich,
  589. Entflammt zur Andacht den umwölkten Sinn.
  590. Entquillt mir Trost in süsser Harmonie.
  591. Entsag ich meinem Glück.
  592. Entschlummert sanft in mir der Sehnsucht Schmerz,
  593. Entsetzen fasst mich ─; Nebelschleier schwanken
  594. Entzückt von ihres Anblicks Majestät.
  595. Er flieht mich nur in Deiner theuern Nähe,
  596. Er leuchtet freundlich mir statt aller Kerzen,
  597. Er musste scheiden ─; viele Monden schwanden,
  598. Er schaute beruhigt hinan.
  599. Er sei Dein Talisman im wilden Leben,
  600. Er sinkt zurück in seiner Mutter Schooss;
  601. Er soll mir folgen in des Hades Reich.
  602. Er welket nie, denn Deine Thaten leben,
  603. Erbebt, ihr Saiten innerer Gefühle,
  604. Erforschte bald ihr Herz.
  605. Erfrischt die ganze seufzende Natur,
  606. Erfüllt sich ihre Lust.
  607. Ergriff er ihre Hand,
  608. Erhebe den gesenkten Blick
  609. Erhebt sich rauschend das erzürnte Meer,
  610. Erheitert nie die graue Dämmerung
  611. Erheitre ihn mit Deinem Licht,
  612. Erklinge still, du Lied der treuen Liebe,
  613. Erloschen ist des Daseyns goldne Pracht.
  614. Erloschen ist in Thränen nun der Blick,
  615. Erneuert nicht den ewig heissen Schmerz.
  616. Eröffnet nur mein Herz der Wehmuth freier.
  617. Erregt der Hoffnung Hochgefühl aufs neue
  618. Erst dann gewährt der weisen Vorsicht Hand
  619. Erst wenn sein dumpfes Pflanzenleben endet,
  620. Ertönte mir die Stimme sonder Gleichen,
  621. Erträumtes Götterglück,
  622. Erwartet dort die Braut,
  623. Erweckst Du milde der Erkenntniss Strahl,
  624. Es braust der Sturm ─; mit schaumbedeckten Wellen
  625. Es bricht die Woge schauervoll
  626. Es dünkte ihr des Tages Licht
  627. Es fliehn des Lebens Bilder hin wie Träume
  628. Es folget ihm der Freiherr nach,
  629. Es hob aus der niederen Sphäre
  630. Es hört der Freund bewegt ihm zu,
  631. Es hüllt sich in Nebel
  632. Es ist das Heimweh, das mit bangen Schmerzen
  633. Es ist das süsse, trunkene Entzücken,
  634. Es ist der Hoffnung wunderbares Wehen
  635. Es ist geschehn ─; in seine düstre Mitte
  636. Es jagen die Stürme
  637. Es kehrte die Gestalt des Freundes wieder,
  638. Es kehrte die Hoffnung ihm wieder,
  639. Es lärmt der Markt ─; Geräusch erfüllt die Strassen,
  640. Es lässt der Freund ihn ahnungslos,
  641. Es mähte rings um mich der Tod
  642. Es mindert sich die herbe Qual
  643. Es sass ein Jüngling am Meere,
  644. Es schwebt die Stimme meiner innern Schmerzen
  645. Es wehen die Blätter
  646. Es welkte still dahin der Blumen Glanz.
  647. Es winkt das kalte Grab ─; ─;
  648. Es zogen Ungewitter, Regenschauer
  649. Euch liebevoll schmücket
  650. Euch, luftige Bilder
  651. Euer Loos ─; so einfach und bescheiden ─;
  652. Eure Knospen jugendlich empor?
  653. Eure still entsprossten Keime los.
  654. Ewig mir ferne wie Du, ist er dem Geiste doch nah.
  655. Ewig wird ihr Seegen Dich begleiten.
  656. Fand nur Sorgen, Bangigkeit und Leiden.
  657. Farb' und Duft erfüllt ihr kurzes Seyn ─;
  658. Farblos stehst Du verlassen im säuselnden Hauche des Windes ─;
  659. Fasst mich der Vorhof, wehe, wehe mir!
  660. Fenstern ihres Schlosses hin.
  661. Fern von dem verlassnen Vaterlande
  662. Fest bestehn sie noch am letzten Ziele.«
  663. Fest im stillen, ewig gleichen Kreislauf,
  664. Feuchte Lüfte haben sie erzogen,
  665. Flieh' auf ewig seine dunkle Spur.
  666. Fliehn vor der Besinnung Harmonie.
  667. Floh ich gern ins freundliche Gemach,
  668. Fluchend ihrem feindlichen Geschicke.
  669. Flüsternd sich im Meer;
  670. Folgt auf Deinen Ernst ein mildes Lächeln.
  671. Frecher Spötter nicht die Felsenbrust.
  672. Freundlich führt uns ihre milde Rechte
  673. Freundlich winkt mir sein Bild, wenn ich Dich einsam betrachte.
  674. Fühlt er nicht mehr den unbezwungnen Schmerz,
  675. Fühlt ich seitdem im ahnenden Gemüthe.
  676. Fühlt mein Gemüth sich durch das tiefe Schweigen
  677. Fühlt' ich des Lebens Glück.
  678. Führt er empor, und doch nicht himmelan.
  679. Führt mich der ländliche Pfad über das schweigende Feld,
  680. Füllt sein Auge mit Beruhigung.
  681. Füllte mich des Jahres Erstlingszeit.
  682. Für Dich dem Tode still mich hinzugeben,
  683. Für die Lieblingsträume, die mich fliehn.
  684. Für mich der Inbegriff des höchsten Glücks.
  685. Für mich erhöht zur höchsten Seeligkeit?
  686. Furchtbar drohende Gestalten,
  687. Gab mir's des Himmels Huld.
  688. Gab sie mir hin als Braut.
  689. Gedanken zu umwehn.
  690. Gefängnissgleich, verschanzt nach Norden schaut,
  691. Geht jetzt vielleicht sein ewig theures Leben
  692. Gern sie bannen in der Treue Kreis.
  693. Gern sieht man ja das drückende Gewand
  694. Gesellig soll sich Epheu um sie winden,
  695. Getrennter Liebe, die im Busen mir
  696. Giebst Du der Schwermuth Raum?«
  697. Glänzend hin und her.
  698. Gleich dem Glück hat mich sein Gang belehret,
  699. Glück und Ruhe möge Dich begleiten
  700. Glühend Dir zum jugendlichen Kranz.
  701. Goldne Zeiten ─; euerm Angedenken
  702. Goldne Zeiten, wo ich, gleich der Biene,
  703. Graue Nebel sinken feucht und schwer,
  704. Hab' ich einsam heut' im Thal gepflückt.
  705. Hab' ich Euch mir liebend aufgespart,
  706. Haben bald die zarte Brust erreicht.
  707. Haben rauschend es betrogen
  708. Habt Ihr schon in junges Grün gekleidet,
  709. Hält des Frühlings holde Lust gefangen;
  710. Hast mir gegeben, was mich freundlich grüsst,
  711. Hat er einmahl Dir das Herz durchdrungen,
  712. Hat mich das Schicksal tröstend Dir gesandt;
  713. Hat sich auf ewig von mir weggewendet.
  714. Hat sich die Purpurrose vorbehalten.
  715. Hat sie ihres Überwinders Macht.
  716. Heilsam wirkende Kräfte hat die Natur Dir in Busen
  717. Hellt uns oft ihr goldner Himmelsschein;
  718. Herbei gelockt, Geliebteste! von Dir
  719. Herbstlich rauh verödet sind die Fluren,
  720. Hier mahnet alles schmerzlich Dich
  721. Hier von des Ufers schmalem Rand
  722. Hin auf Dein Grab, um das Cipressen grünen.
  723. Hin in ferne, trennende Gefilde,
  724. Hinaus in's Feld uns rief,
  725. Hinweg, hinweg! ach über jene Schwelle,
  726. Hoffnung, Frieden in das bange Herz;
  727. Holde Melodieen
  728. Honig in dem kleinsten Blümchen fand!
  729. Ich bin hinüber, und mit dumpfem Klange
  730. Ich danke Dir, Du hast es mir versüsst,
  731. Ich kenne nur der Blumen stilles Blühen,
  732. Ich möchte weinen ─; ach und kann es nicht!
  733. Ich schlang entzückt ihn um mein freies Haupt.
  734. Ich that ihr nicht die Sehnsucht kund,
  735. Ich wandelte allein am öden Strande,
  736. Ich wünschte mich zurück in ferne Lande ─;
  737. Ihm der Sorgen dunkles Heer.
  738. Ihm verletzt das schmähliche Geleite
  739. Ihm war das volle Herz so schwer,
  740. Ihn scheinen schnell, wie Wolken ziehn,
  741. Ihn, dem ich klagte, was ich längst verlohr,
  742. Ihn, den ich mir zum Freunde auserkohr,
  743. Ihr Beruf ist erfüllt, haben sie lächelnd geblüht ─;
  744. Ihr Gebot auch noch im bessern Seyn.
  745. Ihr Lächeln die Wolken
  746. Ihr Mächte dort in jenen fernen Höhen,
  747. Ihr meine Liebespein.
  748. Ihr scheint des Schlosses offnes Thor,
  749. Ihr trauriges Geschick.
  750. Ihr wildes Auge schaut.
  751. Ihr ziehet nach Süden,
  752. Im Busen auf und ab,
  753. Im Busen wurd' es ihm heller ─; ─;
  754. Im Jugendglanz sich jetzt empor bewegt.
  755. Im lichten Glanz der Jugendfantasie,
  756. Im linden Hauche jedes Lüftchens regt,
  757. Im Morgendufte untergehn!«
  758. Im Morgenglanz der Jugend lächelnd schmücken,
  759. Im reinen Lichte einer schönern Flur,
  760. Im Thaue bittrer Thränen
  761. Im Triumph, nach mühevollen Tagen,
  762. Immer bleibt es zärtlich Dir ergeben,
  763. Immer, wenn es durch des Himmels Bläue
  764. In Busen drang, der tief beklommen war.
  765. In das ferne Land, das Dich gebahr,
  766. In das Reich der Fantasieen ein.
  767. In Deiner Brust unsterblich mich zu denken,
  768. In Deines Herzens ruhiges Entzücken,
  769. In dem sonst Muth und Hoffnung lodernd brannte.
  770. In denen sein Liebchen verschied.
  771. In der Betäubung Nacht,
  772. In der Erde kühlen Mutterschooss?
  773. In der Erinn'rung theure Schatten senke
  774. In der Ferne noch vergiss uns nicht!
  775. In der Sonne mütterlichem Scheine
  776. In der verschwiegnen Brust.
  777. In des Baches reinen, hellen,
  778. In des Kerkers engen Raum,
  779. In des Kummers finstre Nacht zurück.
  780. In des Waldes heil'ger Nacht,
  781. In des Wiedersehens Himmelsschein.
  782. In Feindes Landen fern,
  783. In fern entlegne Länder willst Du ziehen,
  784. In fremden Ländern schauernd uns ergreift,
  785. In goldner Reinheit schimmernd jetzt hervor,
  786. In ihr kannst Du mit stillem Selbstvertrauen
  787. In ihres Duftes wonnevollem Grusse
  788. In jenen Sphären ihm ein ächtes Vaterland.«
  789. In meine Seele kamen, und entflohn,
  790. In meinem Geist der Erde Lust und Qualen,
  791. In meiner Brust, dem bittern Schmerz ergeben,
  792. In meines Herzens Nacht.
  793. In nimmer aufgehellten Finsternissen
  794. In seine Tiefe stösst mich bald
  795. In seinen Mienen las sie schon
  796. In Seufzern, die Du meinem Schicksal schenkst,
  797. In stiller Wehmuth Lust.
  798. In stummer Liebe seeligem Vereine.
  799. In stürmender Eile.
  800. In Thränen schwand die Nacht ihr hin,
  801. In trüber Einsamkeit,
  802. In unerreichbar weite Ferne flieht.
  803. In vergebner Sehnsucht sich verzehrt.
  804. In welcher Ferne dämmert es empor?
  805. In Wünsche um nach stetem Aufenthalt.
  806. In's blutende Herz mir Geduld!«
  807. In's einsame Gemach,
  808. In's leere Nichts zurück.
  809. Indem sie still den bangen Busen laben.
  810. Indessen führt der leise Kahn
  811. Ist all' mein Weh ─; sind alle meine Schmerzen.
  812. Ist das wahre Einsamkeit?
  813. Ist der Freundschaft Werk, die fest und rein
  814. Ist der Himmel Wonne nun mein Loos.
  815. Ist des höchsten Glücks Vergänglichkeit.
  816. Ist es Geisternähe,
  817. Ist ihr letzter, heisser Wunsch beim Scheiden:
  818. Ist mir auf ewig jenes Glück verschwunden?
  819. Ist mir ein Blümchen worden
  820. Ist schmerzliches Entbehren nur mein Loos?
  821. Ist verblichen Euere bunte Zier,
  822. Ist verwandelt mein Gemüth,
  823. Ist's Dein Schatten, der mit lindem Wehen
  824. Ist's ein Phantom, was mir entzückend blinket
  825. Ja, ihr erscheinet mir nun ─; doch nicht mehr im rosigen Schimmer
  826. Ja, immer stehst Du vor mir, rein und liebend,
  827. Jede Freude, die mein Herz entbehret,
  828. Jeden Reiz der Erde für mich ein,
  829. Jener Zeit, die noch kein Gram entstellt.
  830. Jenes Glück der frühern Jugend nie ─;
  831. Jetzt des Mittags schwülen Sonnenschein.
  832. Jetzt mit ew'ger Ruh' ein bessres Land.
  833. Jetzt muss mein letztes, mattes Blinken
  834. Jugendlich glühender Lust, die aus der Hoffnung entsprang.
  835. Käfer schweben freudig hin und her ─;
  836. Kann ich ganz auf Deine Treue bauen,
  837. Kehrt bald zurück als Held.«
  838. Kehrt Sesostris heim aus blut'ger Schlacht.
  839. Kehrt wie deine Farbe nie zurück!
  840. Kehrt' ich zurück nach Haus.
  841. Keimt die Knospe nur um aufzublühn.
  842. Kein lauter Klang darf sich mit dir vermählen,
  843. Kein milder Strahl des Wiedersehens glimmt,
  844. Keine Blume blühte mir vergebens ─;
  845. Keine Sonne wird sie neu erwecken ─;
  846. Keinen tröstenden Ersatz mir geben
  847. Keines Deine Liebe mir entziehn?
  848. Keines Wiedersehens goldner Schimmer
  849. Kennst Du das Wort, das allgewalt'ge Schwingen
  850. Kennst Du das Wort, dem nie ein andres glich?
  851. Klagen um das früh verlor'ne Glück,
  852. Klang jede Sylbe seiner Rede nach.
  853. Klarer Bach, dein Flüstern meinem Ohr.
  854. Klingend durch die Nacht;
  855. Könige, die seine Fesseln tragen,
  856. Könnt' ich Eurer vergessen ─; vergessen der Stunden voll Wonne,
  857. Könnt' ich nur im Tode mir
  858. Könnt' ich, stille Pflanzen, mit euch tauschen,
  859. Kraft und Muth siegt über bittre Leiden,
  860. Kraftvoll regt sich Euer innres Leben,
  861. Kränke, Bescheidne! Dich nicht, dass Dich die Freude verschmäht.
  862. Kränze windend um der Zukunft Pforte,
  863. Kummervoll benetzt von heissen Thränen,
  864. Labt den matten Sinn.
  865. Lächelnd grüsst mich jedes Plätzchen wieder,
  866. Lächelnd wie der Blick der Liebe bricht,
  867. Lächelndes schönes Gestirn, zu Deiner unendlichen Höhe
  868. Lächelt still mit wehmuthsvoller Lust.
  869. Lacht Dir des Himmels Milde nicht,
  870. Lachte mir der Frühling überall!
  871. Lag mir, im Glanz der Hoffnung aufgeschlossen,
  872. Längst sind ihre Farben hingeschwunden,
  873. Längst verblichne Blume, Du allein
  874. Lass denn den schwärmenden Tross die bunteren Blumen erjagen,
  875. Lass in seinem frischbelebten Grün
  876. Lass mich den Himmel rein und offen schauen,
  877. Lass mich mit Dir das schöne Land erreichen,
  878. Lass sie dahin in's Reich der Zeiten schweben,
  879. Lasst ihn den Muth im Busen treu bewahren
  880. Laue Lüfte säuseln,
  881. Lebt wohl, sprach ich, es ruft der Krieg
  882. Leicht, wie des Lenzes Blüthenhauch verweht.
  883. Leis' und schnell ihr junges Leben auf.
  884. Leise Mächte es dahin.
  885. Leise nur berührt, wenn Stürme rauschen,
  886. Leise nur bewegten Wellen,
  887. Leise oft, und flüsternd um mich schwebt,
  888. Leuchten uns nur selten milde Sterne;
  889. Liebend um das neue, frische Grün.
  890. Lieblich ist des Lenzes erstes Lächeln,
  891. Lind und kühl die Abenddämm'rung nieder,
  892. Lindernd meinen Schmerz? ─;
  893. Lindernd stillest Du Schmerzen, wenn andre das Auge ergötzen,
  894. Löst sich sonst in schauerliches Grauen.
  895. Luna den trauernden Blick senkt von der ewigen Bahn,
  896. Machen selbst des Erdballs Huldigungen
  897. Macht mir Dein Schwur zur ewig heil'gen Pflicht,
  898. Mahnt es schmerzlich mich an Dich aufs neue.
  899. Maienlüfte wehen durch die Haine,
  900. Man gönnt ihr stille Rast.
  901. Man wechselte mich aus.
  902. Mancher mit der Städte lautem Streben,
  903. Mehren seines Zuges stolze Pracht;
  904. Mein ahnend Herz schlug laut.
  905. Mein bittres Weh hinab.«
  906. Mein Herz der Hoffnung Stimme nicht vernimmt;
  907. Mein Herz steht still ─; es schwinden die Gedanken,
  908. Mein kühler Thron das Meer.
  909. Mein Lieblingsbaum, o die vergess' ich nie!
  910. Mein Reich ist dort der Lüfte Raum,
  911. Mein Schicksal liebevoll sich an das Deine,
  912. Mein trauernd Herz erhielt sich ihm getreu.
  913. Mein Zepter ist von Blei,
  914. Meinem still umwölkten Blick vorüber.
  915. Meines Lebens einz'ges, höchstes Glück,
  916. Meines Lebens unbeschirmtes Schiff,
  917. Melodie war mir der Wasserfall.
  918. Melodisch eine Sprache meinem Ohr,
  919. Mich Einsame umgiebt. ─; Ach Deine Stimme
  920. Mich grausend nun, und Freude, Glück und Frieden
  921. Mich heimlich aufzehrt meines Herzens Sehnen.
  922. Mich hin in's Waffenfeld.
  923. Mich kühn bewahren lässt.«
  924. Mich nur vergessen lehrst,
  925. Mich schützen vor des Leidens bangen Stunden,
  926. Mich trieben die Stürme
  927. Mild und freundlich wie der Morgen seyn,
  928. Mild und sonnig in des Daseyns Raum.
  929. Mild wie der Mond in ew'ger Klarheit strahlet.
  930. Mir der Frühling meiner Jugend leise,
  931. Mir die frische, lächelnde Natur,
  932. Mir die heitre Einsamkeit verlieh.
  933. Mir dort den dornenlosen, heitern Pfad.«
  934. Mir durch des Abends leise Dämmerhülle.
  935. Mir durch Mark und durch Gebein,
  936. Mir im bewegten Busen tief erklang? ─;
  937. Mir im Glück des Wiedersehens blühn.
  938. Mir in den starren Blick,
  939. Mir neu ertönt im leisen Pappelhain,
  940. Mir Trost in's kranke Herz herab,
  941. Mir vorüber meiner Kindheit Mai.
  942. Mir war, als sei mein Inn'res umgetauscht.
  943. Mischt sich der Sehnsucht leicht erregtes Beben
  944. Mit bunten Hoffnungen, doch nie
  945. Mit Deinem Bilde, das in meiner Seele
  946. Mit Deinem bunten Laub mich übersäet.
  947. Mit Deinem Loos Dich friedlich zu versöhnen,
  948. Mit Deines Lächelns stiller Heiligkeit,
  949. Mit dem Gefühle der Kraft und der stillen Tugend im Innern,
  950. Mit denen Lieb' und Hoffnung Dich erfreut,
  951. Mit des fröhlichen Erwachens Lust;
  952. Mit diesem Glauben lass gefasst uns scheiden
  953. Mit Engelsunschuld, Ton und Blick
  954. Mit finsterm Blick, zu gehn.
  955. Mit frischem Grün es duftend schon umlaubt.
  956. Mit goldenem Saum.
  957. Mit Himmelsahnungen mich einst berauscht.
  958. Mit ihm sinkt meine Welt, auch ich will mit ihm fallen,
  959. Mit Kunde ihr zu nahn.
  960. Mit Riesenmacht der Schmerz.
  961. Mit schon erloschnem Sinn.
  962. Mit seinem holden Lächeln neben Dir.
  963. Mit Seufzern der Sehnsucht
  964. Mit Seufzern, ach, vermischt'ich nun die Lüfte,
  965. Mit stiller Wehmuth, lindre mein Gefühl!
  966. Mit süssem Liebesgruss,
  967. Mit trüben Blicken hin;
  968. Mit wunderbarer Ahnung mich,
  969. Mitgefühl für stumme Schmerzen reicht,
  970. Mitleidsvoll ihn hin.
  971. Möcht' auch mir dereinst der Morgen glühen,
  972. Möcht' ich heran genaht die Ferne sehen.
  973. Möcht' ich so gern, doch ach, der nasse Blick
  974. Möcht' ihr gern die raschen Flügel binden,
  975. Möchte auf Bergen, näher den Sternen,
  976. Möchte einst der Abend meiner Tage
  977. Möchte sein Innres, wie Dich, nimmer verwandeln die Zeit.
  978. Möge der eitele Sinn am Farbenspiel sich vergnügen,
  979. Mondbeglänzt vorüberziehn,
  980. Mondenstrahlen beben
  981. Morgenroth glänzt auf den stillen Fluthen,
  982. Muss ich mich der Sehnsucht weihn.
  983. Muss sich des Daseyns höchstes Glück gestalten.
  984. Müsse immer lächelnd Dich umwehn.
  985. Müsse niemahls Deinem Herzen fehlen,
  986. Müssen sie ihn statt der Rosse ziehen.
  987. Muth und Kraft uns lähmend in der Brust,
  988. Muthig dem Dunstkreis der Tiefe entflohn.
  989. Mütterlich sorgsam gelegt, und sie verläugnen sich nicht.
  990. Nach bessrer Zukunft mich.
  991. Nach dem empörten Element zurück.
  992. Nach ihrem himmlischen Besitz
  993. Nach jener Küste Saum.
  994. Nach Süden mit Euch.
  995. Nächtlich, und trübe verhüllt in melancholische Schleier
  996. Nahe dem prächtigen Himmelsgezelt,
  997. Näher des Mondes ewigen Fernen,
  998. Nahet dem sehnenden Geist mancher Erinnerung Bild.
  999. Nährt der Hoffnung Göttertraum,
  1000. Nahrung und Vergnügen hin.

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