Lyrik


Gedichtzeilen Ze

Zehn Finger hast du drum, o Kind, um ohne FehlenRückert
Zehnmal gestürmt, verloren, und genommenLenau
Zeig mir den See im stillen Felsentale,Lenau
Zeig’ ihnen an dir selbst, daß nichts die Plage sei,Rückert
Zeig’ ihnen ehr den Punkt, worauf man fest kann stehn.Rückert
Zeige dich als kecker Tummler!Lenau
Zeige dich nun selbst als Reiter!Lenau
Zeigen sich die holden Züge.Lenau
Zeigen uns im schönen BildeLenau
Zeigst du still mir meine Grenzen.Lenau
Zeigt dem Wandrer auf dem SteigeLenau
Zeigt sich ein schnöd ExempelLenau
Zeigt statt Erbleichen und Erröthen farbige Beulen.Rückert
Zeigt’ er den Weg mir hier; den zeige Gott mir nun!Rückert
Zeilen und Linien, doch die Natur nicht häufig.Rückert
Zeit gewesen wär es lang,Lenau
Zeit ists, daß endlich auch die Gottideen wandern.Rückert
Zeit mir eingehauen:Lenau
Zeit und Glück vorüberrann. —Lenau
Zeitlose heißt sie, weil sie vom Gesetz der ZeitRückert
Zerbricht der Sturm — das Schiff versinkt.Lenau
Zerbricht; warum hast du?s gebaut aus Glas allein.Rückert
Zerbrochen ist des Wahnes Kette,Lenau
Zerbrochen oder nicht, das Töpfchen hört? ich krachen;Rückert
Zerflossen ist der Thau in scharfer Morgenluft,Rückert
Zergangen ist, alswie in stiller Flut der Schaum;Rückert
Zergehn, und sie zergeht, wo dich der Geist erblickt.Rückert
Zergliederung, wenn auch nicht schöner, doch vollkommner.Rückert
Zergliedr? es und zerlegs, so ist der Zauber fort.Rückert
Zerknickte der grause Tod so bald!Lenau
Zerreißend kühn den Wolkenvorhang,Lenau
Zerreißt, Licht der Natur, wo du den Sieg gewinnst.Rückert
Zerrißne Glieder, Leichen, Donnerflüche,Lenau
Zerronnenes Gesetz.Lenau
Zerschlagt die Throne, schmettert sie zu StaubeLenau
Zerstör das Bös' in dir, so siehst du gut die Welt.Rückert
Zerstören wirst du ihn, wenn du ihn auf willst wühlen.Rückert
Zerstreue dich, bis nichts an dir zu sammeln bleibt;Rückert
Zertreten Knaben dir, die nach den Blumen streben.Rückert
Zertreten oft im Keime und vergessen.Lenau
Zeugt im Verfall noch klar, wie stark der Urbau war.Rückert