Lyrik


Gedichtzeilen We

Webt daran aus Schnee und EiseLenau
Wechselnd mit frohem LachenLenau
Wechselnd raucht’ er und sprach, und aller AugenLenau
Wecken mit dem stillen GrußLenau
Weckenden Frühlings,Lenau
Weckt der Reue wilden Schrei,Lenau
Weckt er, stoßend in sein Horn,Lenau
Weckt Erdenlebenslust der Himmelslebenstral.Rückert
Weckt ihn sein Pferd, es schnaubt und bäumt,Lenau
Weckt mir der Rose FreudenstrahlLenau
Weder Gefahr zu scheun, noch mit Gefahr zu spielen.Rückert
Weder Nachkommenschaft noch Haushalt zu betrachten!Rückert
Wegweiser ihm zu sein im weglos dunklen Raum.Rückert
Wegwischen kannst du’s nicht, du kannst es nicht verstecken.Rückert
Weh aber dem, der nicht vor Hunger schlafen kann.Rückert
Weh aber dem, der, wenn Geld oder Kraft versiecht,Rückert
Weh aber ihm, wenn er muß aus dem Kampfe weichen,Rückert
Weh dem Tränenlosen, wehe,Lenau
Weh den in eure Hand gegebnen zarten Blüten!Rückert
Weh dir wenn du es sagst, weh dir wenn du's verschweigest,Rückert
Weh dir, wenn dich verstimmt, was auftaucht und verschwimmt,Rückert
Weh mir! ich kann des Bilds mich nicht entschlagen,Lenau
Weh mir, folg' ich der Pflicht! weh mir, folg' ich dem Triebe!Rückert
Weh uns! da quoll der Murmelbach der RedeLenau
Weh, drei Feinde! bald sind sie hier.«Lenau
Weh, Reim, du hast im Klang ein Bild mir aufgedrungen,Rückert
Weh, verfluchtes Weib, dir, weh!«Lenau
Wehe, wer das Licht verloren!Lenau
Wehgetan und hast es andern,Lenau
Wehmuth, wie ihm die Zeit wird Müh und Dornen weben.Rückert
Wehmütig rauscht der Hain,Lenau
Wehmütig säuseln, doch kein Blatt entführen;Lenau
Wehmütig säusem, doch kein Blatt entführen;Lenau
Wehrlos dem Sturz der Zeiten hingegeben;Lenau
Wehrlose Städte drauf und Tempel niederbrannten;Rückert
Weht der linde Maienwind,Lenau
Weht des Todes leiser Flügel.Lenau
Weht es aus der Niederung;Lenau
Weht mir die VergangenheitLenau
Weht nicht Sehnsucht in dem Hauche,Lenau
Weht nun des Herbstes einsam kühler Hauch;Lenau
Weib, du riefst in böser StundeLenau
Weib, Knecht und Dirne flohn den Ort,Lenau
Weib-, kinderlos, verscharren,Lenau
Weich macht die Sonne Wachs, doch Lehmen hart und trocken;Rückert
Weich und duftig, lind und zärtlich tönend.Lenau
Weich unter ihren Schritt,Lenau
Weich war die grüne Saat, hier sind die Ähren reif. —Rückert
Weiche Herzen bleiben KinderLenau
Weiche ProvenzalenliederLenau
Weichen die Grenzen des Reichs, und weiter.Lenau
Weiches Moos am Felsgesteine,Lenau
Weidet, eigner Schönheit trunken,Lenau
Weih dich dem Tatendrange zum Gemahl;Lenau
Weihend mich mit stillem Beten,Lenau
Weil Adlerfedern selbst den Trieb des Adlers hegen;Rückert
Weil alle Güter mit darin begriffen sind.Rückert
Weil alles Alte neu und immer neu muß werden,Rückert
Weil alles andre ruht,Lenau
Weil alles ihm gehört, was Menschen freut und frommt,Rückert
Weil alter LiebesbandeLenau
Weil angebissen hat am Fang ein Zitteraal.Rückert
Weil Arbeit eine Art von Schöpfung immer ist;Rückert
Weil aus der Rede nur das Innre wird erkannt.Rückert
Weil bei ihm und seinem wilden StammeLenau
Weil beides überall in beidem ist zugegen,Rückert
Weil Blick und Mut ich in die Zukunft richte;Lenau
Weil das nicht gelten kann der Welt, was dir nur gilt.Rückert
Weil deine Augen ganz erfüllet Sonnenlicht.Rückert
Weil dem Sünder ohne ReueLenau
Weil den Wangen sie verblaßt;Lenau
Weil der Tod zerreißt die Larve,Lenau
Weil der Tote nicht mehr kommen kann,Lenau
Weil des Wahnes grimme KnechteLenau
Weil dich, sein Bild, er nicht zum Werkzeug wollt' erniedern.Rückert
Weil Dichterherzen stets verwandeln Schmerz in Scherz.Rückert
Weil die getriebne Frucht zu neuen Trieben drängt.Rückert
Weil die Liebe, die sein Herz verschönt,Lenau
Weil die Mächte ihm des LebensLenau
Weil die Wunden ehrlich schmerzen.Lenau
Weil die zu lachen dir und die zu weinen scheint.Rückert
Weil doch die Poesie ein Bild des Lebens ist.Rückert
Weil drin einmal gezaust ihm wurden Fell und Glieder,Rückert
Weil du die Welt in dir und dich fühlst in der Welt.Rückert
Weil du für's Ganze bist, sind sie und es für dich.Rückert
Weil du gebrauchen es nicht kannst im Lauf des Lebens?Rückert
Weil du hast geliebt, gehofft;Lenau
Weil du hast keinen Schatz verschlossen noch vergraben.Rückert
Weil du ihn anders nicht kannst fassen als im Bild.Rückert
Weil du ihr dientest zwar, doch wolltest ihr nicht dienen.Rückert
Weil du nanntest einen Namen,Lenau
Weil du nicht ihrem Gang vorzeichnest deine Spur;Rückert
Weil du nicht weißt wiebald du es verlieren kannst.Rückert
Weil eigensüchtig du den eignen suchst darinn;Rückert
Weil ein Name, wacker und gesund,Lenau
Weil er als Sonnenschirm den eignen Fuß beschattet.Rückert
Weil er am trüben auch nichts helles malen mag.Rückert
Weil er aus Nichts entstand, Nichts ohn' ihn kann entstehn.Rückert
Weil er beseligen kann alles Weltgewimmel.Rückert
Weil er dem Wanderer zum Koth wird auf den Wegen.Rückert
Weil er für alle so garwenig Sorge trägt.Rückert
Weil er ihn sieht im Geist voran den andern wallen.Rückert
Weil er im bekannten WorteLenau
Weil er kein Lehrgedicht darf geben in Bruchstücken.Rückert
Weil er mit falschem Schein den innern Fehl geschmückt.Rückert
Weil er nicht selber braucht, was andre brauchen können.Rückert
Weil er nun, statt mit Salz, mit Wolle war beladen.Rückert
Weil er nur seinem Zweck die Welt sucht zu bereiten,Rückert
Weil er sich anders fühlt an jedem andern Tage.Rückert
Weil er sich selber liebt, den andern auch zu lieben.Rückert
Weil er so schön noch spielt’ und war schon alt genung.Rückert
Weil er so Vorsicht hat als Nachsicht dich gelehrt.Rückert
Weil er so wenig selbst sich fühlt als dessen gleichen.Rückert
Weil er uns nicht vermag zu stehlen,Lenau
Weil er versäumt, wozu ihn Gott mit Kraft begnadet.Rückert
Weil er vollkommen ist, ist all sein Thun vollkommen;Rückert
Weil er von sich allein mich ließ erfahren nur.Rückert
Weil er war Gottes Kind, und werden sollt' ein Mann,Rückert
Weil er zum Feierkleid und Festtagschmuck sie macht.Rückert
Weil er, der lustentbrannt im freien Wald gegangen,Rückert
Weil es die Blüt’ ist, die der Frucht entgegen reift.Rückert
Weil es nicht blühn kann unter den Wellen,Lenau
Weil es nicht dir entsprang, dich dessen doch zu freun?Rückert
Weil es nicht singen kann unter den Wogen,Lenau
Weil es sonst, vom WellendrangeLenau
Weil es zu tragen Holz und Wasser gab im Hause.Rückert
Weil euern Rossen nicht gewachsen so die Schwingen.Rückert
Weil ewig Ich bin Ich dir Brahma sagt voran.Rückert
Weil finstre Kerkerwände ihn umgrauenLenau
Weil für ein ganzes Volk ein Herrscher ist genug.Rückert
Weil Für und Wider er nicht kann aufs Loth abwägen.Rückert
Weil gegenüber ihm aufgehen will die Sonne.Rückert
Weil Gnade nicht gerinnt im Schmutzgeschirre,Lenau
Weil gut seyn jeder soll, und wer es will, der kanns.Rückert
Weil heut, auf den ihr hofft, der Thau nicht eingetroffen,Rückert
Weil hier die Seligen soviel Unsel’ge sehn.Rückert
Weil ich den Nachbar nicht, sprach er, verkaufen kann.Rückert
Weil ich den Ort nicht fand, o Meister, welchen duRückert
Weil ich die Tücke die sich barg nicht sah darin.Rückert
Weil ich in dir, der ist, bin ewig inbegriffen.Rückert
Weil ich mich dir gezeigt so weich,Lenau
Weil ich nicht mag verscheuchenLenau
Weil ich noch nicht gereift zum nackten Büßer bin.Rückert
Weil ich sie nicht bestimmt für meinesgleichen weiß.Rückert
Weil ich so tief für dich entbrannte,Lenau
Weil ich von allem, was mir lieb ist, scheiden muß.Rückert
Weil ihn der Wind getragen fort.Lenau
Weil ihn sein Anhang lobt, schelten die Gegner ihn.Rückert
Weil ihnen aller Schmuck der Bildung ist verliehn.Rückert
Weil ihnen sonst die dürren LeiberLenau
Weil ihre Starrheit nicht will Niederfall gestatten,Rückert
Weil ihrer Zärtlichkeit mehr ganz unmöglich war.Rückert
Weil in fruchtbarem Grund Fruchtbäume nur gedeihen.Rückert
Weil in ihm alles ist das Einzelste, das Kleinste.Rückert
Weil inneres ersetzt das äußerliche Licht.Rückert
Weil ja der Menschengeist dazu grad’ aufgenommenRückert
Weil jeden Augenblick ihm andre Flut ist eigen,Rückert
Weil jeder Aufschluß ihm Aufgaben neu gebiert.Rückert
Weil jeder das nur wird, was er schon strebend ist.Rückert
Weil jeder gelten will, und keinen lassen gelten.Rückert
Weil jeder Wandrer trägt die Bürd' auf seinem Rücken,Rückert
Weil jeder, was er weiß, spart lieber für ein Buch.Rückert
Weil kein Laub zu finden mehr,Lenau
Weil keins vorm andern sich durchs Kleid auszeichnen kann.Rückert
Weil Klein-Alltägliches nur so wird zum Gedichte.Rückert
Weil krank ich oder tot,Lenau
Weil man den Redlichen beim Worte halten kann.Rückert
Weil man nicht lieben kann, was man den Freund sieht hassen.Rückert
Weil Manigfaltigkeit es nur durch sie erhält.Rückert
Weil melken will die Frau, muß sich der Mann bequemen.Rückert
Weil menschliches Verdienst er kennt aus eignen Proben.Rückert
Weil mich der Mond, ins Zimmer glotzend,Lenau
Weil mich die Meinungen mehr als die Gründe plagen.Rückert
Weil mit den fünfen doch, die dir inzwischen dienen,Rückert
Weil mit den fünfen du so wenig kanst bezwingenRückert
Weil nah das Angesicht sich ihm der Mutter zeigt,Rückert
Weil nicht das Land erzeugt unedlere Metalle.Rückert
Weil nichts den großen Leib der Menschheit kann berühren,Rückert
Weil nichts zufällig ist, nothwendig seyn zum Schluß.Rückert
Weil nun der Leib, beseelt von einer Seel', ist schön,Rückert
Weil nur das Thun dich freut, nicht die gethane That.Rückert
Weil offen sie allein dem Allgemeinen sind;Rückert
Weil ohne Eifersucht, weil ohne Groll und Neid,Rückert
Weil rechte Freude doch nur ist im Thun vom Neuen.Rückert
Weil seinem Sack entgeht, was jenem dar sich bot.Rückert
Weil selbst er ohne Wank will machen dessen Glück.Rückert
Weil sich der stille, blasse schleicht heran,Lenau
Weil sich der Wald entlaubtLenau
Weil sich die Lösung in mein eignes Seyn verflicht.Rückert
Weil sich kein Höchstes läßt aus Höherem erklären,Rückert
Weil sie das beste doch gelassen in den Schatten.Rückert
Weil sie des Lebens Ziel noch haben nicht erreicht.Rückert
Weil sie durften solchen FrevelLenau
Weil sie erfrischen will das welke Grün der Au.Rückert
Weil sie für ihn gelebt, weil er für sie gedacht.Rückert
Weil sie sind ausgelegt mit köstlichem Gestein.Rückert
Weil so laut das heischende Rufen,Lenau
Weil soviel sei erreicht, sei alles zu erreichen.Rückert
Weil stets das Äußere des Innern Spiegel hält.Rückert
Weil stets die Schwinge mir gebrach, und noch gebricht.Rückert
Weil stets ein Gegentheil ins andre überschlug.Rückert
Weil stets in Wahrheit eins ins andre sich verlief.Rückert
Weil über Spiegelflut die Lüfte spielend hauchen.Rückert
Weil überall ihr Trieb ins Weitere sie drängt.Rückert
Weil übern Berg das Licht des Morgens uns gekommen,Rückert
Weil überzeugt du seist, es sei nun an der Zeit,Rückert
Weil ungenügsam er um fremden Vorzug stritt.Rückert
Weil unser Zeichen du hast schmählich misverstanden.Rückert
Weil vielen vieles taugt, wird keines unterbleiben.Rückert
Weil von dem ersten Baum ihr habt zu früh versucht.Rückert
Weil von der Wahrheit er, vom Leben, ist verlassen!Rückert
Weil von zwei Treibenden muß eines stärker treiben.Rückert
Weil Welt und Ich in Gott nicht weiter sind geschieden.Rückert
Weil wir die Schlange nicht und ihren Rachen schauen.Lenau
Weil wir nie guten Zweck durch schlechte Mittel fanden.Rückert
Weil zu laut der Wogenschall.Lenau
Weil zu zwei Bündeln Heu ihn gleicher Hunger triebe.Rückert
Weil, was den Ursprung nahm vom Vater, zu ihm floß.Rückert
Weil, was die Thierheit spürt mit eigennütz’gem Triebe,Rückert
Weil, was er mittheilt, nicht ist seiner Kraft Bewegung,Rückert
Weil, wenn der Schein vom Licht sich trennt, er wird zum Schatten.Rückert
Weil, wo Begränzung fehlt, auch der Gehalt gebricht.Rückert
Weils dich schmäht; auch hat er schon dahinLenau
Weils drin vereint die zwei unsichtbaren erblickt.Rückert
Weils trägt ein tiefers Kränken.Lenau
Weilt des Mondes holder Glanz,Lenau
Wein, Brot und einen feinen Bratenschnitten?« Lenau
Weinberg, sei mir gegrüßt!Lenau
Weinen hört er die Entrückten,Lenau
Weinen wirst du in den Teich,Lenau
Weinend dich durch alle Wälder sucht;Lenau
Weinend eine Sklavin lieget.Lenau
Weinend ist sie ihm ans Herz gesprungen.Lenau
Weinend muß mein Blick sich senken;Lenau
Weinend sinkt sie oft am stillen TeicheLenau
Weinend trat er auf den Boden,Lenau
Weinendes Klagen, FreudengekicherLenau
Weint ich ihm die letzte Ölung,Lenau
Weint noch sein Kind, sein liebstes, Philomele.Lenau
Weint still die Nacht ihr Mitleid nieder,Lenau
Weint verstohlen, und sie flüstert:Lenau
Weinte Adam noch am GartensaumeLenau
Weiß auch nichts Besseres zu unserem Ergetzen,Rückert
Weiß der Laie nicht zu schalten,Lenau
Weiß der Weidmann scharf genau,Lenau
Weiß doch nicht, wie ein Dorn kann Rosenglut gebären.Rückert
Weiß er nicht mehr im Entschlummern,Lenau
Weiß er nur selber was er hat zu thun auf Erden.Rückert
Weiß ich nicht, wie mir geschieht,Lenau
Weiß im Finstern zu erspähenLenau
Weiß keiner mehr, von wem, was und wie ers empfängt.Rückert
Weiß nicht mehr recht, wie sie sich zugetragen;Lenau
Weiß nicht warum, doch weiß gar wohl, wenn es gehorcht.Rückert
Weiß nicht wie? — hier auf der See.Lenau
Weiß nur des Schicksals Liebling, nur ein Held,Lenau
Weiß sie die Wurzel einzuschieben stark und tief,Rückert
Weis' ihn aus deinem Kreis und laß ihn weiter wallen,Rückert
Weise Verträglichkeit mit Thoren und mit Weisen;Rückert
Weißem Nacken, Perlenschnüren,Lenau
Weisen deiner Phantasie die Wege,Lenau
Weisest du mit TrosteslächelnLenau
Weissagt den ew’gen Sieg der lichten Geistermacht.Rückert
Weißt du dein Thun gerecht, und andres ungerecht,Rückert
Weißt du noch nicht, wie sehr es wund?Lenau
Weißt du, auf wieviel Art sich Gott läßt sehn und fassen?Rückert
Weißt du, wieviel Gestalt der Vielgestaltige trägt,Rückert
Weist stumm hinunter in die dunkle Flut;Lenau
Weit auf das Roß die Nüstern reißt,Lenau
Weit besser diesen doch, wann kommen böse Zeiten.Rückert
Weit fühlt sein Herz, wer die, und eng, wer die beschickt.Rückert
Weit gähnt ihm zu der RachenrißLenau
Weit machst du dir’s allein, eng macht es dir die Menge.Rückert
Weit über mein Verdienst ist mir noch Heil beschieden,Rückert
Weit übers Meer zur trauten Hütte wallt,Lenau
Weit voran dem trippelnden Trosse:Lenau
Weit wich zurück die Erde mit meinem Grab;Lenau
Weit, weit in die See,Lenau
Weitab von ihrem Strauche.Lenau
Weite Ärmel niederhangen,Lenau
Weite Strecken stumm und sachtLenau
Weiter fechten mit Behagen.Lenau
Weiter gings durch Feld und HagLenau
Weiter verfolg ich den Weg, den gefallene Blüten bedecken.Lenau
Weither kam das gute Lüftchen,Lenau
Weithin das lachende Märlein fliegtLenau
Weithin ertönt ihr froher Glockenschall.Lenau
Weithin im öden Mondrevier,Lenau
Weizenkorn hinab zum Stein:Lenau
Welch eine Herrlichkeit wär’ erst daraus entsprungen!Rückert
Welch eine Kleinigkeit dein Denken, Denker, stört.Rückert
Welch eine Lieb' ist das? zu welchem Liebesgut?Rückert
Welch höhere Natur, worin von all den Chören,Rückert
Welch höhere Natur, worin von all den Chören,Rückert
Welch Schimmer! ha! mich faßt ein süßes Bangen!Lenau
Welche der Mond warf über den Fluß.Lenau
Welche Verstockung kann der Gnade widerstreben?Rückert
Welche Wonne in der FeldschlachtLenau
Welche zum strahlenden Kranz sich der Unendliche wand:Lenau
Welchen durch der Scheiben trübe BlendenLenau
Welches von beiden soll führen der Schöpfung Steuer.Rückert
Welkes Laub und welkes Hoffen.Lenau
Welkes Laub, kein Vogel ruft —Lenau
Welket rasch und unaufhaltsam,Lenau
Welkt die Rose, kehrt sie wieder;Lenau
Welkt und Tränen viel vergießet;Lenau
Welle, daß den Wunden der bangen Seel ichLenau
Weltabgeschiedenheit, von Gott nur ungeschieden.Rückert
Welten schwimmen auf den FlutenLenau
Weltend’ und Anfang ist sein Wechselauseinhauch.Rückert
Weltgüter, ohne dich mit ihnen zu beschmutzen.Rückert
Weltneurungsblasen die lautlos zersprungen sind,Rückert
Weltsehnsucht ist umsonst, umsonst dein Liebesmühn.Rückert
Weltweise, wenn ihr neu ins Fachwerk sie gebracht?Rückert
Weltweisheit aber soll, damit sie Sinn erhält,Rückert
Weltweisheit, die die Welt in allen LebensweisenRückert
Weltweisheit, die die Welt vor Augen uns gelegt:Rückert
Weltweisheit, die nicht sich beweisen will der Welt,Rückert
Weltweisheit, in der Welt Wegweiserdienst erweisend,Rückert
Wem aber einmal klar und voll geklungenLenau
Wem hoch und niedrig gleich, gleichviel ist hart und weich,Rückert
Wem ich sie geben soll.Lenau
Wem Lust blüht, lache; traure, wem sie gar;Lenau
Wem man das Seine gönnt, mag Andern Ihres gönnen.Rückert
Wem noch in Zunahm' ist das Leben, der ist jung;Rückert
Wen aber keiner treibt, mag wie er will es treiben,Rückert
Wen Gottes Gnade hält, den lässet sie nicht wanken.Rückert
Wen ich am liebsten will, bei mir zu Gaste laden, —Rückert
Wen man von oben drückt, der drückt nach unten weiter,Rückert
Wen nicht das Glück beräth, wer sich nicht kann berathen,Rückert
Wen sie lieben; fremd und rauhLenau
Wenig brauchend kommt und gehtLenau
Wenig eilte der Mann, mich zu bedienen,Lenau
Wenig kümmerliche Föhren,Lenau
Wenig Schlaf auf hartem Kissen,Lenau
Wenige davon sind munter,Lenau
Wenn ab der Schatten nur, wenn zu das Licht nur nimmt,Rückert
Wenn aber du dich selbst ertragen mußt und leiden;Rückert
Wenn ächt, so wie ein Bild vom Frühling jede Pflanze.Rückert
Wenn alle Klagen einst in diesen Erdengründen,Lenau
Wenn alle Schmerzen auch ein Herz durchbohren,Lenau
Wenn Alles aber gleich getheilet Allen würde,Rückert
Wenn alles auch so leicht nicht der Zerstörung StaubRückert
Wenn alles du als gut im höchsten Gut erkennst,Rückert
Wenn als ein Vogel nicht, doch wie ein Pfeil vom Bogen.Rückert
Wenn als Mitspieler selbst du Beifall nicht erhieltest;Rückert
Wenn anders sie mir zeigt die Welt, muß ichs in RuhRückert
Wenn auch dem Landesherrn Gott wie dem Hausherrn gönnte,Rückert
Wenn auch dem Thiere fehlt Gemüt, Vernunft und Liebe,Rückert
Wenn auch den Vollgehalt die Form nicht in sich hält,Rückert
Wenn auch der Irrthum von sich selbst ist überzeugt?Rückert
Wenn auch des Trostes kühle RindeLenau
Wenn auch die Glut, die dauerlose,Lenau
Wenn auch die Phantasie ihn nicht zum Voraus litt.Rückert
Wenn auch die Wellen ihre Ufer fressenLenau
Wenn auch geendet nur du hast und nicht vollbracht.Rückert
Wenn auch ihn weder Wort noch Werk bemerklich macht.Rückert
Wenn auch nur Einer mein sich freut.Lenau
Wenn auf meine lauten Wälder,Lenau
Wenn aus dem Aug dir Tränen brechen,Lenau
Wenn aus dem Raupenstand er einst sich wird erheben.Rückert
Wenn aus dem Vollgehalt die Wohlgestalt entsprungen.Rückert
Wenn ausgelebt, das bange Erdenleben.Lenau
Wenn Beethovens Lieder klagen;Lenau
Wenn bessre Mächte nicht die Nacht-durch es beschützen.Rückert
Wenn Böses dich erreicht, so such' ihm zu entweichen.Rückert
Wenn Bronnen, sei sie uns voll stets vom Thau der Gnaden;Rückert
Wenn dann auch der Himmel heiterLenau
Wenn dann das schwarze Traumbild sich verkroch,Lenau
Wenn dann die Qual versank in Ruh,Lenau
Wenn dann in rauher WinterzeitLenau
Wenn das die Titel nur sind deiner Bücherhorden.Rückert
Wenn das die Weisen sind, so sind wir blöde Knaben,Rückert
Wenn das Leben uns nachtet,Lenau
Wenn deine Liebe noch im Tode wacht,Lenau
Wenn deine Liebe soll vergehen,Lenau
Wenn deine Maler ihr von dir dies Zerrbild schenken?Rückert
Wenn deine Unschuld erst ist Blumen gleich vollendet,Rückert
Wenn deine Väter all gut waren, sei nicht schlechter;Rückert
Wenn deine Züge verhüllend auchLenau
Wenn deinem Bilde leiht ein Maler schönern Schein,Rückert
Wenn den Aussprüchen ich der Weisen aller ZeitenRückert
Wenn den Begriff von sich er nie sich ließ' entschwinden.Rückert
Wenn der Begeisterung Erwachen schauernd spürtRückert
Wenn der Brahmane, der Nichts Lebendes versehrt,Rückert
Wenn der Dichtkunst kühne FlammenLenau
Wenn der Dolch im Busen wühlte,Lenau
Wenn der ganze reiche HimmelLenau
Wenn der gesunkne Muth auf einmal wieder steigt,Rückert
Wenn der lang und schwer BedrückteLenau
Wenn der Mond, die Sterne scheinen,Lenau
Wenn der Rose Knospe springt,Lenau
Wenn der Verschlinger droht im Strom dem armen Frosche,Rückert
Wenn der versöhnte Geist frei mit unschuld’gem SpielRückert
Wenn dich begnügt ein Baum des Lebens und des Todes?Rückert
Wenn dich dem Wasser gleich treibt ein unruhiger Geist.Rückert
Wenn dich der Zorn befällt im Stehn, so setz dich nieder,Rückert
Wenn dich ein mäßiges Verständniß gestern freute,Rückert
Wenn dich Liebe fortbewogenLenau
Wenn dich von uns verdrießt die Unacht wie die Acht?Rückert
Wenn die Ablöse kommt, das neue Jahr von Osten,Lenau
Wenn die Bewundrung nun er sieht sein Rad betrachtenRückert
Wenn die Brust die Woge trinkt,Lenau
Wenn die Geliebte spräche.Lenau
Wenn die Gewisheit ruht auf ungewissen Schriften.Rückert
Wenn die Kerzen der Kapelle brennenLenau
Wenn die Lerche wieder singtLenau
Wenn die Sklaven, kettenwund,Lenau
Wenn dieser Mittelpunkt denn allerorten ist,Rückert
Wenn dir der Nachbar wirft sein Unkraut übern Zaun.Rückert
Wenn dir die Sonne scheint, bedarfst du Kerzenscheines?Rückert
Wenn dir ein lieber Freund hinweg gestorben ist,Rückert
Wenn dir erklang sein teurer Name.Lenau
Wenn dir vom Hause kommt ein Brief und Kunde giebt,Rückert
Wenn dirs gelungen ist in Schlummer sie zu wiegen,Rückert
Wenn dis nicht blühte, hätt’ umsonst sich jens bemüht,Rückert
Wenn doch endlich tüchtige Winde braustenLenau
Wenn donnernde WogenLenau
Wenn dort ist ein Gedräng und hier Zufriedenheit.Rückert
Wenn drauf der Regen leise klopft;Lenau
Wenn drüben seinen Feind, den Tieger, treibt sein Brand.Rückert
Wenn du (nur prüfe dich) nicht selbst dich willst erheben,Rückert
Wenn du als Reiseziel betrachtest jeden Schritt,Rückert
Wenn du am Niedern nicht dein Hochverlangen stillst.Rückert
Wenn du an andres denkst, als was dein Lehrer spricht,Rückert
Wenn du auch gar nichts siehst und hörst, nur träumst und sinnest,Rückert
Wenn du auch ihrs verstehst, indem du deines thust.Rückert
Wenn du auch weiter nichts vollbracht, nur hast erfahren,Rückert
Wenn du aus reiner Lust nach ihnen schauest selten,Rückert
Wenn du behauptest daß er dich nicht fassen kann?Rückert
Wenn du bei deinem Werk nicht fühlst die frische Lust,Rückert
Wenn du Besinnung kühl mit Glutgefühl vereinst,Rückert
Wenn du das göttliche im Menschen wirst erkennen.Rückert
Wenn du dazu denkst, wie dich sonst gefreut der Glanz.Rückert
Wenn du dem Bösen Rast einmal gegeben hast,Rückert
Wenn du dem Sturm dich ab, dich jenem kehrest zu,Rückert
Wenn du den andern traust, so klimmt sie aufwerts munter.Rückert
Wenn du den einen glaubst, so geht die Zeit bergunter;Rückert
Wenn du den Himmel willst in glatter Fläche spiegeln.Rückert
Wenn du der Lehre nicht willst allen Nachdruck rauben,Rückert
Wenn du derselbige nicht wärst in Ewigkeit.Rückert
Wenn du des Menschen Zweck und Glück erreichen wollest.Rückert
Wenn du dich schwingen kannst frei in die Luft wie Tauben?Rückert
Wenn du dich selber denkst als ewigen GedankenRückert
Wenn du dich selber nicht zum Kunstwerk hast gemacht.Rückert
Wenn du dich selber nur zu halten weißt in Ehren.Rückert
Wenn du dich wenigstens beschäftigest mit Worten,Rückert
Wenn du dich, ohne zu versinken, ganz versenkest,Rückert
Wenn du die Achtung, die es fordert, ihm verwehrt.Rückert
Wenn du die blauen BergeLenau
Wenn du die einzelnen zusammenrechnend zählst!Rückert
Wenn du die Kunde hast, so laß mich sie nicht missen.Rückert
Wenn du die lehren sollst, die alles besser wissen.Rückert
Wenn du die Menschen liebst mit Thieren zu vergleichen.Rückert
Wenn du die Perle bist, sei lieber groß als klein;Rückert
Wenn du dir sagen mußt, daß man dich schilt mit Recht.Rückert
Wenn du ein Krieger bist, ist hier denn Feindesland?Rückert
Wenn du einnickest; Wandrer, halt dich munter!Lenau
Wenn du erkennen kannst, wie vielfach ist das Eins,Rückert
Wenn du es auch villeicht auf Falsches angewandt.Rückert
Wenn du es dazu glaubst von Himmlischen gesandt.Rückert
Wenn du es nicht erkennst, so liegt die Schuld an dir;Rückert
Wenn du es nicht geschenkt hättest von Gott bekommen?Rückert
Wenn du es recht bedenkst, laß ihm nur seinen Platz!Rückert
Wenn du es siehest mit dir selbst in Gott vereint.Rückert
Wenn du es übel nimmst, so geht es dir noch schlimmer.Rückert
Wenn du es weißt auf ein Gesehnes zu beziehn.Rückert
Wenn du für deinen Mann hast angethan den Putz,Rückert
Wenn du hast recht bedacht, schlag das Bedenken nieder,Rückert
Wenn du heut alles fiengst, was willst du morgen fangen?Rückert
Wenn du hinwider auch als mein das Mein’ erkennst.Rückert
Wenn du ihn biegen willst, so biege fein den jungen;Rückert
Wenn du ihn haben willst im Regen umzuschlagen.Rückert
Wenn du ihn hören willst in dir, mußt du nur schweigen;Rückert
Wenn du im Licht erkennst, wie aus dem Licht erstandenRückert
Wenn du im Seelengrund den klaren Himmel schaust.Rückert
Wenn du im Strome schwimmst, und zählest nicht die Wogen.Rückert
Wenn du im Wetter, das nun kommt, nicht blühen kannst,Rückert
Wenn du in des Welkens TagenLenau
Wenn du in diesem Bau mit willst als Sonne leuchten.Rückert
Wenn du in ihr nur siehst kein grinsendes Gespenst,Rückert
Wenn du in weiter FerneLenau
Wenn du kein Zutraun hast zu andrer Denker Denken.Rückert
Wenn du mit dem SonnenglanzLenau
Wenn du mit Fleiß irrgiengst in Hoffnung gleichen Glücks.Rückert
Wenn du mit Fleiß irrgiengst in Hoffnung gleichen Glücks.Rückert
Wenn du mit herbem Trotz dein Gutes eigensinnigRückert
Wenn du mit Muth ihm stehst, siehst du des Zweifels Fall.Rückert
Wenn du mit Sauerteig ihm kannst aushelfen morgen.Rückert
Wenn du mit Spott den wahren Schmerz begeiferst.Lenau
Wenn du nach ihrem Werth auch andre lässest gelten.Rückert
Wenn du nach Reichthum strebst, nach welchem alle streben,Rückert
Wenn du nicht äußerlich Macht über ihn gewannst,Rückert
Wenn du nicht beides kennst, wie kannst du's unterscheiden?Rückert
Wenn du nicht deiner Pflicht erst hast genuggethan.Rückert
Wenn du nicht einsiehst, daß Gott auch die niedern loben.Rückert
Wenn du nicht Freudendaur im Hause wohnen hast.Rückert
Wenn du nicht geben kannst, was ich empfangen kann;Rückert
Wenn du nicht innerlich bezwingen kannst das Gähnen.Rückert
Wenn du nicht kaufen willst, so steh nicht an dem Laden;Rückert
Wenn du nicht minder doch nach Ruhm und Ehre schmachtest?Rückert
Wenn du nicht wieder kommst für unsre Nöten,Lenau
Wenn du noch gewinnen willst den Frieden,Lenau
Wenn du nur fühlest daß sie dem im Herzen lebt,Rückert
Wenn du nur immer recht gebrauchst, was er gegeben.Rückert
Wenn du nur siehst und hörst, was dir gibt kein Gefühl,Rückert
Wenn du nur wenig hast, ein andrer hat noch minder;Rückert
Wenn du recht auf den Grund nachgrubest, wird dir kund:Rückert
Wenn du rückverlangstLenau
Wenn du sie alle nimmst als Fortschritt’ auf der Bahn,Rückert
Wenn du sie wirst genießen,Lenau
Wenn du tief schlummerst unter deinem Hügel,Lenau
Wenn du über seinen WogenLenau
Wenn du uns glauben machst, daß wir die Fülle haben. —Rückert
Wenn du vollkommen wärst, wär auch die Welt vollkommen,Rückert
Wenn du Vorrechte hast, so sei derselben werth;Rückert
Wenn du zu deinem Ziel weißt andre fein zu wenden.Rückert
Wenn du zu Fuße gehst, so fällst du nicht vom Pferde.Rückert
Wenn du zu spenden hast und zu verweigern Gnaden,Rückert
Wenn du zum Lohne willst die Dornenkron' empfahn.Rückert
Wenn du’s verwandelt hast in deines Herzens Drang.Rückert
Wenn du’s vor dem Frost bewacht,Lenau
Wenn du, o Sturm der Nacht, aufspielest, hör' ich zu;Rückert
Wenn du, was du entbehrt, zu hoch hast angeschlagen.Rückert
Wenn eben war die Flut, und es ihm dünkte gutRückert
Wenn ein muntrer Spatz am DacheLenau
Wenn ein vollkommnes Werk sie haben vorgefunden,Rückert
Wenn eine duftig riecht, die andre farbig glänzt,Rückert
Wenn eine eigne Kraft nicht selber wohnte beiRückert
Wenn eine Seuche kommt, die Völker zu verschlingen.Lenau
Wenn einfach gnädig nur, ists Silber, wenn er holdRückert
Wenn eins dir nach dem andern weicht,Lenau
Wenn einst dem VogelstellerLenau
Wenn Eintritt mit dem Blick nicht einmal den BeschauernRückert
Wenn endlich seine sanften FingerLenau
Wenn er an den Pfeilern rührt,Lenau
Wenn er auch am Wohlgeschmack der ErdeLenau
Wenn er auch Toren euresgleichen schreckt.Lenau
Wenn er bewandert wär’ auch in der Erde Pfaden?Rückert
Wenn er dann auch stürzt zu ihren Füßen,Lenau
Wenn er das dunkle Haus, das er bewohnen soll,Rückert
Wenn er das Glück besiegt, wird seinem Muth gehuldigt;Rückert
Wenn er den Starken lähmt, und wenn er stärkt den Schwachen,Rückert
Wenn er der anderen Geburt nicht ist entstiegen.Rückert
Wenn er der Hemmung nun, er hofft auf stets, entfloh:Rückert
Wenn er des Tags zuvor hat doppelt eingetragen.Rückert
Wenn er dich besser schuf, hast du nicht dich erschaffen;Rückert
Wenn er die Blase schaut in seinem Schaume,Lenau
Wenn er die Fahrt mit Müh vollbracht,Lenau
Wenn er die Meerflut pflügt, wenn er das Feld umbricht.Rückert
Wenn er die nicht erdient, hab’ er sie nur verdient;Rückert
Wenn er die Ordnung fühlt, in der durch jede WendungRückert
Wenn er dir auf DornenwegenLenau
Wenn er dir oft entrann, wird er nicht stets entrinnen;Rückert
Wenn er gescheit ist, kehrt er keck die Waffen um.Rückert
Wenn Er im Innern nun des Lebens Früchte zeitigt,Rückert
Wenn er im Kampf erliegt, kehrt er als Sieger heim,Rückert
Wenn er in einen Brunnen scheintLenau
Wenn er kam und ihr zum TanzLenau
Wenn er läßt die starke StimmeLenau
Wenn er mich freundlich wollte beschenken.Lenau
Wenn er mich heilsam bestehlen wollte,Lenau
Wenn er nicht soll ein Thier ein reißendes dich achten.Rückert
Wenn er nur tüchtig ist, verdient er auch sein Lob.Rückert
Wenn er sein Denken dreist im höchsten Geist versenkt.Rückert
Wenn er seine Flammen schürt,Lenau
Wenn er sie zappeln sieht am Land im Sonnenstral.Rückert
Wenn er um eine schlechte ParadeLenau
Wenn er unter Tränen, tausend KüssenLenau
Wenn er vor lauter Glanz es nicht bewohnen kan?Rückert
Wenn er Wahnsinnige mit Ketten rasseln hört.Rückert
Wenn er zu höherer Empfindung sich erhebt,Rückert
Wenn er zum Fliegen Kraft auch hat gleich Adlerjungen.Rückert
Wenn er, einander sie zu machen wohlgeneigt,Rückert
Wenn ers auch könnte, müßt' er sich des Diebstals schämen.Rückert
Wenn erst das Licht du schaust, ohne daß es dich blende,Rückert
Wenn erst der Arbeit ihr zum eignen Heil entbehrenRückert
Wenn erst die Lieder nur erwachen,Lenau
Wenn es auch alle Welt mit Lust und Andacht schaut,Rückert
Wenn es auch die Welt mir schwört,Lenau
Wenn es begünstiget vor andern einen Theil;Rückert
Wenn es blitzt im Herzensgrund,Lenau
Wenn es dich trösten kann, des alten Meisters Wort,Rückert
Wenn es dir half dazu, daß du ein Beßres wähltest.Rückert
Wenn es ein äußrer Stoß, ein innrer, macht’ erkranken.Rückert
Wenn es ein Hauch berührt, wenn einen Feind es spürt,Rückert
Wenn es ein Lied dir sänge,Lenau
Wenn es ein Schein nur ist, bist du auch nur ein Schein.Rückert
Wenn es ein Schein nur ist, vor seinem Untergange?Lenau
Wenn es sich schmiegt an Gott und die Natur,Lenau
Wenn es um Fried’ und Ruh den Handel gilt zu schließen.Rückert
Wenn etwas Ganzes würd’ aus noch so vielen Halben,Rückert
Wenn euer Blick nicht straßenüber sieht,Lenau
Wenn flüchtig noch sich seine Wangen färben,Lenau
Wenn Freiheit und Natur du neu vermählst im Schönen.Rückert
Wenn fremde Schauder selbst ein Blick der Sonne bannte.Rückert
Wenn Freundschaft Einheit ist, wenn Feindschaft ist Entzweiung,Rückert
Wenn gähnend sich der Mund aufthut, gehn zu die Augen,Rückert
Wenn gähnend sich der Mund aufthut, schließt sich das OhrRückert
Wenn geistig in der Luft es schwebt, genügt es schon,Rückert
Wenn Gott ist ewig, muß die Welt auch ewig seyn;Rückert
Wenn Gott, der gnadenreiche,Lenau
Wenn gründlich du daraus erwachen willst, laß rüttelnRückert
Wenn gute Götter dir geschenkt und Geister holdRückert
Wenn Haß dich wurmt, der scharfe Herzensnager,Lenau
Wenn hell der Mond am Himmel blinkt,Lenau
Wenn hell zu Sternen Sterne sich gesellenLenau
Wenn hier die Sonne lacht, und dort die Wolke weint.Rückert
Wenn Hirtin, hüte sie mit treuem Blick die ihren;Rückert
Wenn höher steigt der Dunst, euch nicht als Thau erquickt,Rückert
Wenn Hürde, sammle sie die Herd’ ein ohne Schaden.Rückert
Wenn ich dem Strome zu entfliehen meine,Lenau
Wenn ich die Nacht um Abälard verweine.« Lenau
Wenn ich die Näh der Himmlischen genoß,Lenau
Wenn ich ein Maler wär', und hätt' ein Lieb ein feines,Rückert
Wenn ich ein Naturgeist wäre,Lenau
Wenn ich herab einst flog, werd' ich hinauf einst fliegen;Rückert
Wenn ich herunter fiel, wie lange soll ich liegen?Rückert
Wenn ich heut ein edles Wild noch schieße,Lenau
Wenn ich ihn ehre, fühl' er sich geehrt davon!Rückert
Wenn ich jage, gleich ich selbst dem Wild,Lenau
Wenn ich nach den lichten RäumenLenau
Wenn ich nicht gerne kam, will ich doch gerne bleiben,Rückert
Wenn ich vom Glück, das mir entschwundenLenau
Wenn ich von diesem weit zu jenem müßte wandern.Rückert
Wenn ich will wissen: wer? und du’s nicht sagen willst;Rückert
Wenn ihm das Wort gebricht,Lenau
Wenn ihm die Trompete klingt,Lenau
Wenn ihm durch das NebeldüsterLenau
Wenn ihm entgegen blüht die farbenreiche Flur.Rückert
Wenn ihn bereits nach wenig TagesneigenLenau
Wenn ihn der Mensch nicht scheucht, die Früchte picken kann.Rückert
Wenn ihnen du den Blick gleichgültig wendest ab?Rückert
Wenn ihr aufs Herz mir zielet,Lenau
Wenn ihr Bild der Freundin schön gelang.Lenau
Wenn ihr dagegen mir mein Recht nicht wollt zugeben,Rückert
Wenn ihr entfremdet nicht mehr eure Zeichen kennt,Rückert
Wenn ihr mich ehren wollt, so sei es ehrenwerth.Rückert
Wenn ihr Panier ins Blutgedräng gekommen,Lenau
Wenn ihr vielleicht es braucht, so ists ein Kapital;Rückert
Wenn ihr vorüberzieht,Lenau
Wenn ihre Samen hoch vom Baum zur Erde fielen.Rückert
Wenn ihren Anblick selbst dir ein Gewölk entzieht.Rückert
Wenn im Gebirg die fernen Glocken hallen.Lenau
Wenn im Wein Gedanken quellen,Lenau
Wenn in den Spiegel er mit Liebesblicken schaut,Rückert
Wenn in der That nun wird nur was schon war im Grunde,Rückert
Wenn in des Volkserretters RuhmgewandLenau
Wenn in dir selber du so süß als in mir bist;Rückert
Wenn in dir selbst den vorgesprochnen nichts entspricht.Rückert
Wenn in Gedanken dann du’s sagest hinterher,Rückert
Wenn innerlich, so wär's in seiner Red' erschienen,Rückert
Wenn Irrthum so sich gibt für Wahrheit unbefangen.Rückert
Wenn jeder so sich nur bestärkt in seinem Sinn,Rückert
Wenn jeder treiben will das was der andre treibt,Rückert
Wenn jedes Äug im Dorfe hingLenau
Wenn jemand stirbt im Haus, must du’s nicht nur ansagenRückert
Wenn jener sagt: es ist der alten Sünd’ Ererbnis,Rückert
Wenn kalt die Schwestern mich zur Hora wecken,Lenau
Wenn keine Ahnung duLenau
Wenn keine Christen nur es kämen zu vergiften.Rückert
Wenn keine Wirklichkeit, so ist es doch kein Wahn,Rückert
Wenn keiner bleiben will bei dem was er soll treiben;Rückert
Wenn man dem leeren Gang nicht neues Korn aufschüttet.Rückert
Wenn man mich bald von deiner BrustLenau
Wenn man vom Acker auch mir scheuchen will die Tauben,Rückert
Wenn mein die Täuschung ist, so gönn' ich euch die Wahrheit;Rückert
Wenn mein Herz im Liede klang;Lenau
Wenn mein Sporn ihm stachelt in die Weichen,Lenau
Wenn meine Sprüche nun, die goldnen, ich verglich,Rückert
Wenn menschlich handelnd er lehrt Menschen menschlich handeln.Rückert
Wenn menschlich ihr euch fühlt des Leibs der Menschheit Glieder.Rückert
Wenn mich des Waldes düstre Nacht umschlingt,Lenau
Wenn mirs beliebt, werd ich hier Blumen pflücken;Lenau
Wenn mirs beliebt, werd ich von Freiheit singen;Lenau
Wenn mit dem Obern du das Untre stets beschmutzest.Rückert
Wenn Musen sonst aus Lärm die Einsamkeit gesucht,Rückert
Wenn nach dir ich oft vergebensLenau
Wenn nach heißer Sehnsucht langen LeidenLenau
Wenn nicht auch alles, was er liebet, groß und klein.Rückert
Wenn nicht besondre Lust, doch Ruhe sonder Plagen.Rückert
Wenn nicht das Segel reißt, so reißt das Ankerseil;Rückert
Wenn nicht die Klinge folgt dem Fluche.Lenau
Wenn nicht Gerechtigkeit mit Liebe sich verbände,Rückert
Wenn nicht in Worten, doch in Mienen und Geberden.Rückert
Wenn nicht List und Gewalt stets neue Mannschaft würbe.Rückert
Wenn nicht vermittelnd Gott sie hieß' in Eintracht bleiben.Rückert
Wenn nicht wie Berg und Baum ihr starr seid, werfet nieder,Rückert
Wenn Niemand ihn betrügt, wenn Niemand ihn beraubt;Rückert
Wenn nun die Kerz' erblüht, so scheint sie dir dieselbe,Rückert
Wenn nun sich ein Gedank' aus jener Zeit erfrischtRückert
Wenn nur der Schöpfung Gang dir bliebe stät und feste.Rückert
Wenn plötzlich er den Sprachgenossen,Lenau
Wenn plötzlich übers Meer sichLenau
Wenn rathend er die halb sichtbare Schrift erneut.Rückert
Wenn Raub villeicht und Blut klebt am ererbten Gut,Rückert
Wenn rein dein innres schaut, das äußre mag erblinden,Rückert
Wenn Scharfsinn und Verstand nun liebet Unterscheidung,Rückert
Wenn schier mein Herz vor Leide brachLenau
Wenn Schiffer nachts das Meer befahren,Lenau
Wenn schon der letzte Sonnenstrahl geschwunden;Lenau
Wenn schon die Sonne sank und DämmerungLenau
Wenn schon ein Schauder ist misbrauchte Körperkraft,Rückert
Wenn sein Bewußtseyn ruht auf seinen Selbstursprüngen;Rückert
Wenn seine Spanne Zeit die Zukunft nicht umschließt.Rückert
Wenn seine Spitze treu er stets zur Höhe lenkt,Rückert
Wenn sich dann der Busch verdüstert,Lenau
Wenn sich der Sänger rühret:Lenau
Wenn sich die Liebe bestellenLenau
Wenn sich die MeereswellenLenau
Wenn sich Männer ihrem Volke zeigen;Lenau
Wenn sich sein Abglanz soll in tausend Spiegeln zeigen.Rückert
Wenn sie beim Gedröhn der FrühlingswetterLenau
Wenn sie brechen,Lenau
Wenn sie dein Thau benetzt, wenn sie dein Licht bescheint.Rückert
Wenn sie den Schlüssel dir soll zum Geheimnis reichen.Rückert
Wenn sie den Tag um dunkle Nacht vertauscht,Lenau
Wenn sie dir andre Frucht und Ausbeut' auch nicht gaben,Rückert
Wenn sie dir im Hause weinen:Lenau
Wenn sie dir nur das Kleid des Gleichmuths nicht auszog.Rückert
Wenn sie einnickt, aus den Adern ihrLenau
Wenn sie endlich kann allein sein,Lenau
Wenn sie für ihren Schutz von meinen Äpfeln speisen,Rückert
Wenn sie im wonn'gen Schooß dich wiegt mit weichen Winden.Rückert
Wenn sie in heilig stiller FerneLenau
Wenn sie jubeln, Leben schmetternd,Lenau
Wenn sie lang hineingesehn.Lenau
Wenn sie meinen Leib bestatten,Lenau
Wenn sie mich tragen zur ersehnten Rast,Lenau
Wenn sie mich unbeweint zuletzt,Lenau
Wenn sie mich zu Grabe tragen?Lenau
Wenn sie mir kocht im Feuer der Schlacht?«Lenau
Wenn sie nicht Christin wäreLenau
Wenn sie nicht dein Gemüt geglichen aus in Frieden.Rückert
Wenn sie rasten, stille passend,Lenau
Wenn sie verhauchen sich in dich, bist du ihr Hauch;Rückert
Wenn sie vom Bache wird davongetragen,Lenau
Wenn sie zürnen, hör ich rasselnLenau
Wenn sie zusammen auch im wilden Chore wandern.Lenau
Wenn sie, was leicht dir wird, so leicht nicht nehmen können.Rückert
Wenn so dein Sinn zurück sich wiegt in sel'ge Kindheit,Rückert
Wenn so der Geist dich treibt, daß er dir niemals raubeRückert
Wenn so der Lenz frohlocket, schmerzlich ahntLenau
Wenn Sommersgluten sie vom Strauche jagen,Lenau
Wenn statt aus deiner du es sprichst aus Aller Brust.Rückert
Wenn statt durch eignen klug du wirst durch fremden Schaden.Rückert
Wenn sündhart lebt der Priester der Gemeine,Lenau
Wenn süß ertönt um seine WohnungLenau
Wenn tastend Aug’ und Ohr ausgreifen in die Ferne,Rückert
Wenn Trift, so treibe sie mit ew’gen Frühlingstrieben,Rückert
Wenn trüb der Himmel ist, bis er wird wieder heiter.Rückert
Wenn über Nacht man so wird uns die Sichel schleifen.Rückert
Wenn übers Angesicht das Spiel vom letzten SchmerzeLenau
Wenn übers Meer der Süden sie entboten.Lenau
Wenn um den Gedanken nichtLenau
Wenn um die Krone Streit von zweien Häuptern waltet.Rückert
Wenn unempfänglich nicht, der Bildung doch nicht werth;Rückert
Wenn unser Schätzel kommt, die Wetternacht.Lenau
Wenn unsichtbarer Hauch verweht ein Menschenleben;Lenau
Wenn viel du siehst und hörst, was viel dich denken macht,Rückert
Wenn von dem einen nur der andre wird verstanden.Rückert
Wenn von den Menschen wär’ ein einziger am Leben,Rückert
Wenn vor der Tür die Pferde schon passen.Lenau
Wenn vor sich er seinen Feind hat,Lenau
Wenn weder Arbeit dir noch Ruh schmeckt noch Zerstreuung.Rückert
Wenn windstill ist die Luft, bei jedem Sonnaufgange.Rückert
Wenn wir am Rand des steilen Abgrunds stehnLenau
Wenn wir den Wildbach jagen,Lenau
Wenn wir die Erd umkreisen,Lenau
Wenn wir die Wahrheit auch in deinem Irrthum sehn.Rückert
Wenn wir erstarrt im Lebensfrost,Lenau
Wenn wir zur eignen Lust uns nicht die Mühe gaben.Rückert
Wenn Wohltat ihn gebessert auch.Lenau
Wenn Wolf im Eise suchenLenau
Wenn wühlend er empor wirft die gewölbten Hallen.Rückert
Wenn zu gewohnter Zeit sich Hunger eingefundenRückert
Wenn zu Scheinleben sie erwecken Wörterleichen?Rückert
Wenn zu-unleserlich nicht einer hat geschrieben.Rückert
Wenn Zwietracht Eintracht wird, und Einfalt das Zwiefalte,Rückert
Wenn zwischen ihr und dir du lässest eine Weite,Rückert
Wenn, eh zur Luft sie steigt, Erdfeuchtigkeit zur ErdenRückert
Wenn, jung getrennt, sich wiedersehn die Alten,Lenau
Wenn, ohne dir bewußt zu werden, sie entschweben.Rückert
Wenn, statt auf ebnem Weg, auch über Stock und Graben?Rückert
Wenn, was als eigner Zweck genügend wär’ erschienen,Rückert
Wenn, was er nicht mehr kann, nun andere genießen.Rückert
Wenns auch immer schweigen bliebe,Lenau
Wenns den ätherischen Duft in die wogenden Lüft verhaucht hat.Lenau
Wenns einmal abgespielt ist,Lenau
Wenns einmal aus ist mit des Herzens Schlägen.Lenau
Wenns hier ist kahl und schmal, so ists dort schal und fahl,Rückert
Wenns Voglern baut sein Lager,Lenau
Wenns vorüberschnaubt?Lenau
Wer aber blind und taub zugleich ist uranfänglich,Rückert
Wer aber das nicht kann, der möge sich bedenken,Rückert
Wer aber hat das Rad des Pfauen je gesehn,Rückert
Wer aber Kaffe will und wer will Speise kochen,Rückert
Wer aber kann und darf nun führen dieses Amt,Rückert
Wer aber Keinem glaubt, hat sich noch mehr entzogen.Rückert
Wer aber kennt den Weg, und ihn nicht gehen mag,Rückert
Wer aber kommt die Heide hergezogen,Lenau
Wer aber macht uns heil von neuen Vorurteilen?Rückert
Wer aber nicht sie kennt, und nie sie hat versucht,Rückert
Wer aber schon erwacht, doch noch nicht aufgebrochenRückert
Wer aber Überfluß und mehr hat als er braucht,Rückert
Wer aber weis' ist, sucht des Freunds EntschuldigungRückert
Wer aber zählte sie, wann ich im Schlummer lag,Rückert
Wer aber, wenn sich ihm der Nacken sklavisch beugt,Rückert
Wer achtet ihren Wink, und auf ihr Zeichen merkt,Rückert
Wer alzueiferig bekräftigt sein Versprechen,Rückert
Wer auf der Jagd die Ent erschossen;Lenau
Wer aus dem dunkeln Ich noch nicht hinaus gekommen,Rückert
Wer Bein' und Arme nicht lernt in die rechte LageRückert
Wer besser schon sich dünkt und echter,Lenau
Wer besser sei zum Feind zu haben als zum Freunde?Rückert
Wer besser werden will, ist und wird es zugleich.Rückert
Wer besser, nicht wer eh'r es machte, trägt den Preis.Rückert
Wer bist du und woher? befragten sie sich leise.Rückert
Wer blind und taub nur ward, kann fort das Feuer schürenRückert
Wer Böses weiß und thuts, der thut viel Bösres noch;Rückert
Wer da weiß, wohin zu hauen.Lenau
Wer das errungen hat, der trägt das Siegeszeichen.Rückert
Wer das für andere von Gott erfleht, was erRückert
Wer dem Sturze näher geht;Lenau
Wer den Fels der Meisterschaft erklettert,Lenau
Wer den Unfreien gibt, den Schuldverbundnen, frei.Rückert
Wer denkt in deinem Geist? der höchste Geist allein.Rückert
Wer dich liebt, oder scheut, verachtet oder ehrt.Rückert
Wer dich nicht kränkt, ist drum kein guter Nachbar noch;Rückert
Wer die Laterne trägt, und hat kein Licht darinn,Rückert
Wer die Liebe hat im HerzenLenau
Wer die Waldesruh verstündeLenau
Wer diesem Triebe folgt, fühlt sich in Einigkeit,Rückert
Wer dieses lebhaft fühlt in jedem Augenblick,Rückert
Wer dieses weiß, der trägt mit Eifer bei sein TheilRückert
Wer dis Geheimniß kennt, ist selig und zufrieden.Rückert
Wer dis Gepräge trägt, der weiß daß man ihn wägt,Rückert
Wer dort es eingeprägt, kann freilich Gott nur seyn,Rückert
Wer durch ihn Gutes thut, wird im Gemüt ihn haben.Rückert
Wer einem Wanderer den Mantel ehr entwinde.Rückert
Wer einen Tag der Welt nicht nutzt, hat ihr geschadet,Rückert
Wer einen Vater hat, wer einen Lehrer findet,Rückert
Wer einmal lügt, muß oft zu lügen sich gewöhnen;Rückert
Wer einsam müßig geht, thu lieber es gesellig.Rückert
Wer etwas auf der Welt noch sucht als Gott allein.Rückert
Wer etwas geben soll, muß eine Füll' an Gaben,Rückert
Wer feige Frieden nur sucht für sein eigen Theil,Rückert
Wer fest das eine hält, dem ist das andr' entgangen;Rückert
Wer frei von hinnen geht, der ists in Ewigkeit.Rückert
Wer für ein Gotteswerk braucht alle Kraft und Zeit.Rückert
Wer für mein Bestes selbst hat Gut und Blut verwandt,Rückert
Wer für mein Bestes sich mit Rath und That verwandt,Rückert
Wer gewandelt durch die Au:Lenau
Wer Gott will finden dort, der muß ihn mit sich bringen;Rückert
Wer große Tugenden zu kleinen Fehlern fügt.Rückert
Wer halb und halb gesund, der mag nur krank sich nennen;Rückert
Wer handelt oder denkt, wer herrschet oder schreibt,Rückert
Wer hat der wilden Jagd gesetzet Ziel und Fristen?Rückert
Wer hätte wohl in so beglückten StundenLenau
Wer herum noch stümpert in der Tiefe.Lenau
Wer hier nicht Frieden kann mit seinen Nachbarn halten,Rückert
Wer Himmelsliebe hat, der hat Weltklugheit auch.Rückert
Wer hörte damals in den SchlittenschellenLenau
Wer ihm die Gaben weiht, genießet seiner Gaben;Rückert
Wer ihn nicht leiden will, dem muß sie selbst verleiden.Rückert
Wer im Vorübergehn nur schöpfet mit der Hand,Rückert
Wer in dem Strale will das ganze Licht begreifen.Rückert
Wer in der Jugend sich durch Mühsal mußte schlagen,Rückert
Wer in der Jugend so hat das Gesicht verloren,Rückert
Wer in des Maien Thau frühmorgens wandeln mag,Rückert
Wer irgend oder was dich stört in deinen Kreisen.Rückert
Wer ist der beste? der hervor das Gute bringtRückert
Wer ist der reiche Mann? dort Gott der ewige,Rückert
Wer ist der schwache Greis in Kriegertracht?Lenau
Wer ist er denn, der gute Gesell?Lenau
Wer ist es, der so wunderlich dort schreit,Lenau
Wer ist, der hier ein Heil dem kranken Trieb verschreibt?Rückert
Wer ists? Gott, dessen Stift an Erd- und HimmelstriftRückert
Wer kann die Titel bloß, wer erst die Bücher lesen?Rückert
Wer kann in gleichem Maß Gott und den Menschen dienen?Rückert
Wer kann zuletzt mit Lust im fert’gen Ich beruhn?Rückert
Wer keck nur vorwerts schließt und eins ans andre hängt,Rückert
Wer keine Luft verstört, wen keine Luft bethört,Rückert
Wer kommt zu solcher Stund?Lenau
Wer könnt’ am Weltgeweb recht sondern alle Fäden,Rückert
Wer Lieb’ mit Lieb’ umfaßt, und selbst den Haß nicht haßt,Rückert
Wer löst den Widerspruch? Ein Ausweg kommt zu Statten:Rückert
Wer mit auf meinem Weg will gehn, der sei willkommen;Rückert
Wer mit dem Schmuck sich schmückt, und, wie er Blumen pflückt,Rückert
Wer mit den Schmerzen scherzt, der hat sich überwundenRückert
Wer mit entschlossnem Blick das Schöne liebt und sucht,Rückert
Wer mit Gemsen eine Luft getrunken,Lenau
Wer möchte leben, wär’ ihm nicht sein Tod verborgen?Rückert
Wer nach dem Schmucke hascht und sich darin verfängt,Rückert
Wer nach mir gleitet, weiß nicht wer voran ihm glitt;Rückert
Wer nach mir leidet, fühlt nicht, was ich vor ihm litt.Rückert
Wer nach mir schreitet, fragt nicht wer voran ihm schritt.Rückert
Wer nach mir streitet, ahnt nicht, daß ich vor ihm stritt;Rückert
Wer nach mir übrig bleibt, wann ich geschieden bin,Rückert
Wer nebenaus tritt, ist zuerst nicht noch zuletzt.Rückert
Wer nicht das Böse kennt, erblaßt, erröthet nicht,Rückert
Wer nicht das Rechte weiß, gut ists wenn ers nur thut;Rückert
Wer nicht streitet nur mit Worten,Lenau
Wer nicht stumm, ein jeder froh.Lenau
Wer nicht verkannt will seyn, muß erst sich selbst erkennen.Rückert
Wer nicht zu scheiden weiß, der quält sich lebenslänglichRückert
Wer nichts hinzuthut, was er wieder weg muß thun.Rückert
Wer noch nichts glaubt, ist leicht zum Glauben zu bekehren,Rückert
Wer nun kann heißen gehn den Krüppel und den Lahmen,Rückert
Wer nur das Gute thut, damit er Böses meide,Rückert
Wer nur dazu gefaßt den festen Vorsatz hat.Rückert
Wer nur für andre weiß, dem nützet nicht sein Fleiß,Rückert
Wer offen trägt sein Licht, von keinem Schirm umwacht,Rückert
Wer ohne sein Verdienst gestiegen ist, erhältRückert
Wer profezeit, wie es mit ihnen wird auf Erden?Rückert
Wer recht thut in der Welt, hat rechten Weltverstand,Rückert
Wer rein das Göttliche am menschlichsten erkannt:Rückert
Wer sagt mir nun, woher der erste selbst es nahm,Rückert
Wer sagt, daß sich der Quell in seinem Strom verliert,Rückert
Wer sagt: ich sucht' und fand; dem glaub, er redet wahr;Rückert
Wer sagt: ich suchte nicht und fand; glaub, er betrügt.Rückert
Wer schläft, den hungert nicht, geborgen ist der Mann;Rückert
Wer schuldig, frag' ich nicht, und wer unschuldig sei;Rückert
Wer sein Geschenk empfängt, den wird es nicht beschämen,Rückert
Wer seine Stellung kennt und dazu seine Kraft,Rückert
Wer seinen Freund beschämt, hat Menschenblut vergossen,Rückert
Wer selber zweifelt, kann nicht fremde Zweifel heben,Rückert
Wer selbst den rechten Weg muthwillig hat verlassen.Rückert
Wer selbst nichts rechtes weiß, noch lernen will was rechtes.Rückert
Wer selbst sich hat befreit, will andre auch befrein.Rückert
Wer selig wär’ und müßt’ unselig andre wissen,Rückert
Wer sich beherrscht, den kann beherrschen außenherRückert
Wer sich das Leichte wählt, erreicht es leicht villeicht,Rückert
Wer sich im Ganzen fühlt, der hängt am Einzlen nicht.Rückert
Wer sich im stillen kann an seinem Gott ergötzen.Rückert
Wer sicher gehn will, muß durchaus erst sicher stehn.Rückert
Wer sicher ist, sich selbst gleich wieder anzunehmen.Rückert
Wer sie geschaffen glaubt zur Lust und zum Behagen.Rückert
Wer sie gewähren läßt, dem wird sie Rosen bringen.Rückert
Wer sieht auf andrem Weg als ich das Heil gelegen,Rückert
Wer sieht nicht, daß sein Bild im Spiegel ähnlich seiRückert
Wer sind die Kinder? wer die Mutter? und wer istRückert
Wer sind die lauten, wildbewegten Rufer?Lenau
Wer sind, die des Besuchs mich würdigen, die Herrn?Rückert
Wer sitzt in jenem Hof? Ein Fremdling, jüngst gefangen.Rückert
Wer so sich ganz vertieft, der hat sich ganz erhoben,Rückert
Wer solchen Schmuck trägt, ihm fällt leicht der andre zu,Rückert
Wer sucht, der findet. Ja! nur der nicht, wer erblindetRückert
Wer überall ihn sieht, was wollt ihr dem ihn zeigen?Rückert
Wer übernehmen soll und kann beim Bild das Amt,Rückert
Wer um mit Bösen geht, hat immer übeln Stand.Rückert
Wer viel sich denken kann, dem wird viel möglich scheinen.Rückert
Wer vom Verlangen schon gespornt ist, doch den WegRückert
Wer von den Nachbarn nun will seinen Garten wässern,Rückert
Wer wandern will mit Glück durchs Leben, sehe zu,Rückert
Wer wäre so gerecht, der im Gericht bestände?Rückert
Wer weder scheinen will schwerfällig noch leichtsinnig,Rückert
Wer weiß, im fremden Land wer uns es wird erweisen?Rückert
Wer weiß, ob Geister so ins Leben wieder wallen?Rückert
Wer weiß, ob ich so schön noch einmal sehn dich werde.Rückert
Wer weiß, ob nicht so deine Schuld hieniedenLenau
Wer weiß, wann es ihn trifft, wie er es wird ertragen.Rückert
Wer wenig faßt, wird schnell Unfaßliches verneinen;Rückert
Wer werden will ein Mann, darf nicht am Knaben haften.Rückert
Wer wird es seyn? ein Hirt, der taglang unverirrtRückert
Wer zählt die Geister, die in einem Geist verschwammen?Rückert
Wer zum Abgrund schwindellos gesehen,Lenau
Wer zum heilgen Kampf berufen,Lenau
Wer zweifelt, ob er selbst sich denkbar möchte seyn?Rückert
Wer Zwietracht zwischen dir und deinem Nachbar stiftet,Rückert
Wer zwischen Neu und Alt sich in der Mitte hältRückert
Wer’s an sich trägt, der siegt, wo er wird angerannt.Rückert
Wer’s nicht verlieren will, der sollt’ es nicht beginnen.Rückert
Wer's nicht zu brauchen weiß, dem ist es eine Last.Rückert
Wer? wohin? woher des Weges?Lenau
Werd auf der See mich treibenLenau
Werd ich gelassen, ohne Zagen,Lenau
Werd ich meinen heißen Wunsch erreichen,Lenau
Werd ich nur, was schön und göttlichLenau
Werd ich sein glückselig immerdar;Lenau
Werd' über Freund und Welt und dich nicht ungemut!Rückert
Werde meinen HammerschlägenLenau
Werden dann die Gräber tauchen;Lenau
Werden die Armen nur um desto ärmer seyn.Rückert
Werden doch in stiller SehnsuchtLenau
Werden hundert Gäste laut,Lenau
Werden jetzt von ihm beschworen.Lenau
Werden plötzlich drauf lebendigLenau
Werden sich an Polen halten,Lenau
Werden sie der ÜbermachtLenau
Werden sie dich wiederfinden? —Lenau
Werden sie in ihren FelsenriffenLenau
Werfen empor die blühenden LeiberLenau
Werfen noch die Worte Falten,Lenau
Werkzeug in verruchten Taten:Lenau
Wes er sich selb schämt, wird er sich für sie nicht schämen,Rückert
Wes ganzes Streben ist auf dieses Ziel gerichtet,Rückert
Wes irgend einer vom Geschlecht sich freut' und litt,Rückert
Wetteifernd lassen sie die Milch im Kübel schäumen;Rückert
Wetterwolken seh ich jagen,Lenau