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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 68

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

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Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke 68

Seestrand bey Terracina

Hier/ wo die wilde Flutt mit stoltzen Wellen spielet/
Und Eurus seinen Grimm am nassen Ufer kühlet/
Wo Einsamkeit ist Wirth und Gast ein Wandersmann/
Der voller Furcht betritt die Schrecken-reiche Bahn/
Schneidt seine treue Faust in Stein
Den Nahmen meiner Liebsten ein.

Es darff den Demant nicht der Böcke Blutt umschlüssen/
Noch scharff-gesäurter Wein den harten Fels begiessen/
Kein zugespizter Stahl/ kein Hammer schwer von Last/
Kein Eisen Mulcibers wird in die Hand gefast/
Wo Amor einen Bau giebt an/
Der Neid und Zeit besitzen kan.

Getreuer Hertzen Blutt/ die Thränen reiner Seelen
Sind mächtig ieden Stein und Felsen auszuhölen.
Was dieser Eßig-Safft/ diß Scheide-Wasser nezt/
Wird durch Cupidens Pfeil/ als Meißel/ ausgeätzt:
Mit solchem schreibet meine Hand
Diß edle Zeichen an den Strand.

Du/ den der Reisen Lauff in diese Gegend führet/
Verehre solche Schrifft/ wie deiner Pflicht gebühret/
Und/ hast du anders was aus reinem Hertzen lieb/
So wünsche/ daß der Hand/ die diese Worte schrieb:
Lisille möge linder seyn
Als dieser rauhe Felsen-Stein.

II. Anemons und Adonis Blumen 68

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