Lyrik


Gedichtzeilen Sa

Sä'n, schneiden oder mähn, dann dreschen, mahlen, backen.Rückert
Saatkörner seines Ruhms, warf Kugeln in die Herzen;Lenau
Säbel blink! Säbel trink!Lenau
Säbel und Schild und Küraß zugleichLenau
Sacht ging es fort auf heugewohntem Wagen,Lenau
Sachte auf den freien Anger schreitend,Lenau
Sachte sind sie nun getretenLenau
Sag an, ob jede Lust des Lebens auch? mitnichten.Rückert
Sag das nicht, sondern sag: Falsch hab' ichs ausgelegt.Rückert
Sag ihnen: Was verschlägt es mir, wie ihr mich wägt?Rückert
Sag jedem: schon hab’ ichs dem andern abgeschlagen;Rückert
Sag nicht: das ist, dis nicht! sag: es ist ungewis.Rückert
Sag Übles dem nicht nach, bei dem du kehrtest ein.Rückert
Sag’, hast du warm bis jetzt den Anspruch fortgesetzt?Rückert
Sag' an, Vergißmeinnicht, durch deinen Mund wer spricht?Rückert
Sag' an, warum sich heut nicht diese Blüt' erschloß?Rückert
Sag': Ich bin Ich! und dich in den Gedanken senke:Rückert
Sag': Ich bin Ich! und wer wie ich sagt Ich bin Ich,Rückert
Sagen darf ich dir, wir sind allein,Lenau
Sagen ihm viel süße Worte,Lenau
Sagst du, sei kein Gesetz der Sittlichkeit gegeben.Rückert
Sagt dieser ihm darauf: es ist des Himmels Fügung,Rückert
Sagt er das wichtige Anliegen, das ihn bringt:Rückert
Sagt er sich selber nur, dir braucht ers nicht zu sagen.Rückert
Sah das Volk gar hell erglänzen,Lenau
Sah er vorübergehnLenau
Sah ich ein Häuschen blinken,Lenau
Sah ich noch die EdeldameLenau
Sah ich zu Stein erstarrt die Lebensformen ruhn.Rückert
Sah ich, als beim Gehöft ich Obdach sucht' im Regen.Rückert
Sah wieder ich des Lammes Wolle bebenLenau
Sah zu, und rief: Warum tobst du so ungelind?Rückert
Sah zum Kreuz hinüber:Lenau
Sah, wie dir am AngesichtLenau
Sahen uns die Toten weinen,Lenau
Sahn geisterhaft herab die Häupter starr und kahl.Rückert
Sahst aus den Fluten tauchenLenau
Sahst du sie regellos, und kein Gesetz in ihnen.Rückert
Sähst du, o Wandrer, nie die Blum' am Wege schön.Rückert
Sahst ihm ruhig, lächelnd nach.Lenau
Sahst in die Lüfte ragen,Lenau
Sahst nach ihr dich gar nicht um.Lenau
Sammeln sich um ihn die Seejungfrauen,Lenau
Samt den Rosen wieder schwandLenau
Samt den ungrischen Husaren.Lenau
Samt seinem Roß ins WellengrabLenau
Sandalen drücken neu, bequem sind sie zerschlissen;Rückert
Sandt ich über Wälder und Meer ihm zu.Lenau
Sandten Rosen ihm erbarmungslindLenau
Sanft bebte über uns dein flüsternd Grün,Lenau
Sanft der Strom hinwiegt die Scheiter;Lenau
Sanft entschlummert Natur, um ihre ZügeLenau
Sanft fällt des Jägers Schuß dort nieder,Lenau
Sanft hinab vom schäumenden HengsteLenau
Sanft läßt er wehn den Wind, wenn man das Schaf geschoren.Rückert
Sanft nachgiebige Schwellung ist so ruhlich;Lenau
Sanft niederträufelt’ auf das Dach.Lenau
Sanft senkten mich die fluchgestärkten Lüfte,Lenau
Sanft senkten sich in feierliches SchweigenLenau
Sanft und lieblich schläfernd klang.Lenau
Sanfte GeflüsterLenau
Sanftes GesäuselLenau
Sanftes Wogen, holdes Rieseln;Lenau
Säng ich! und in meinem Liede schaltenLenau
Sangen auf den grünen Zweigen:Lenau
Sangen Vöglein Abendsang,Lenau
Sänger prüfen schaukelnd den Ast, der durch dieLenau
Sangs und schwang sich auf zu Rosse,Lenau
Sank er zurück, sobald der König auch verschieden.Rückert
Sann nach den alten Zeiten,Lenau
Saß ich einst die mondeshellenLenau
Saß ich einst in einem Mädchenkreise,Lenau
Saß schweigend und wie sinnend auf GeschichtenLenau
Saßen wir am Gemurmel eines Baches,Lenau
Säßest du auf einem harten Stumpfe,Lenau
Satt wird das Menschenherz von allen Schätzen nicht;Rückert
Saug Äther in dein Herz, nicht Gift in deine Milz.Rückert
Saugen das Licht, das sie selbst aus der Sonne saugen.Rückert
Saugt das Herzblut mit verstohlner Gier!Lenau
Säuseln durch das Laub der Bäume,Lenau
Säuseln ihm wie Palmenbäume,Lenau
Säuselnd, unendliche Sehnsucht weckend.Lenau
Säuselt rings ein Blütenstrauch;Lenau
Säuselt und verweht der Unschuld Friede; —Lenau
Säuselten um mich wie Träume.Lenau
Sausend durch den Wald.Lenau