Lyrik

Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke [74]

Ein einig Kuß soll meiner Pein/
Soll meiner Treue Zahlung seyn?
Du weist ja/ daß der Kuß besiegelt das Versprechen
Der zugesagten Gunst/ daß Liebe durch diß Pfand
Ein stilles Jawort auff die Lippen drückt.
Bist du gesinnt dein Wort/ der Freundschafft Recht/ zu brechen?
Ein Kuß und tausend noch thun schlechten Widerstand:
Wo nicht? wie aus den treuen Augen blickt/
Was schadet dirs/ wenn mir zu gutt
Dein Mund noch mehr Versichrung thut?

II. Anemons und Adonis Blumen 74

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