Lyrik

Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke 520

Der versperrte Näscher

Ich war nach fremder Kost verstohlen ausgegangen/
Ward drüber unverhofft verschlossen und gefangen/
Dem kleinen Leibe ward der grosse Raum fast klein/
Doch must ein Loch zu Speiß und Tranck mein Trost noch seyn.
Wann jeder Näscher so solt jedern Bissen büssen/
Was würde Weisens Buch von so viel Näschern wissen!
Doch macht Gelück und Gunst viel schlimme Näscher frey:
Drum bleibt die gantze Welt voll List und Näscherey.

VIII. Vermischte Gedichte 85

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