• Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

  • Klage über den tödtlichen Hintritt Herrn George Friderichs von Abschatz/ Königl. Mann-Recht-Sitzers und Landes-Eltisten des Fürstenthums Breßlau

    Ich/ zweyer Väter Sohn/ ein Wahlkind fremder Gütte/
    Muß izt zum andern mahl verlassne Wäyse seyn.
    Ich war ins fünffte Jahr nicht längst getreten ein/
    Als mir entzogen ward mein Vater von Geblütte/
    Sein Bruder zeigte sich als Vater von Gemütte/
    Vorsorge/ Zucht/ Verlag und eigner Tugend Schein
    War Fackel/ Stab und Bahn zu meinem Wohlgedeyn.
    Nun seh ich wie der Tod mein Glück auffs neu zerrütte.
    Gedult! der Höchste wird noch ferner Vater bleiben.
    Dein Nachruhm/ edler Freund/ schwebt um des Himels Pol.
    Der reinen Seelen gehts in Gottes Händen wohl:
    Ich will zur Danckbarkeit auff deine Grabstätt schreiben:
    Durch Tugend und Verstand nach wahrer Ehre streben
    Heist seinen Ahnen gleich/ wie der von ABSCHATZ/ leben.

    VII. Leichen- und Ehren-Gedichte 3
  • Hans Aßmann von Abschatz
    LYRIK - operone