• Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

  • Die bitter-süsse Dulcinde

    Kind/ deine Freundligkeit
    Kan Freud und Lust erwecken/
    Wo Trauren/ Sorg und Leyd
    Im innern Hertzen stecken:
    Man sieht auff deinen Wangen
    Narciß' und Rose prangen.
    Doch will ich was darvon
    Mit süssem Zwange brechen/
    So pfleget mich zum Lohn
    Ein scharffer Dorn zu stechen.
    Ich darff nicht frey bekennen
    Wie Hertz und Seele brennen.
    Wilt du mit gutem Recht
    Dulcindens Nahmen führen/
    Laß deinen treuen Knecht
    Genad und Gunst verspüren.
    Den Honig auff dem Munde
    Verderbt die Gall im Grunde.

    II. Anemons und Adonis Blumen 13
  • Hans Aßmann von Abschatz
    LYRIK - operone