Lyrik

Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke [112]

Schlaf/ angenehmes Kind der stillen Nacht/
Arzt der von Müdigkeit erstorbnen Geister/
Des Kummers Feind und Tod/ der Sorgen Meister/
Warum halt ich allein in meinem Bette/
(Das mir der Unruh Grab soll seyn) die Wette/
Mit tausend Sternen an dem Himmel Wacht

Wo ist dein süsses Thun/ die stille Ruh?
Wo sind die Träume/ die uns zu vergnügen
Bey brauner Nacht um unser Lager fliegen?
Du selber schläffst/ o Schlaf/ wie ich vermeyne:
Komm/ du des Todes Bild/ komm und erscheine/
Schleuß dieses müde Paar der Augen zu.

II. Anemons und Adonis Blumen 112

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