Lyrik


Gedichtzeilen Ni

Niagaras tiefen FallLenau
Nicht aber das Gespräch von widerwärtigen Leuten.Rückert
Nicht aber mit dem Jahr, nicht mit der Lüfte Hauch.Rückert
Nicht abgewichen bist von des Gesetzes Bahn;Rückert
Nicht Achtung kanst du dem, der dich nicht achtet, schenken,Rückert
Nicht ahnt die Sängerinn die schweigende Gefahr.Rückert
Nicht allein an Schall und süßen WeisenLenau
Nicht allen alle, dir, o Mensch, gar keine nur.Rückert
Nicht allen alles, wenn nur einem eins gefällt,Rückert
Nicht alles in der Welt kanst du gesehen haben;Rückert
Nicht Alles kann der Mensch mit offnen Augen sehn,Rückert
Nicht Alles was du weißt, darfst Allen du vertraun,Rückert
Nicht als besondre Lust, noch als besondre Plage.Rückert
Nicht als sei Gutes mir durchaus zu thun beschieden;Rückert
Nicht andern! es ist auch ein Stück von deinem Gut.Rückert
Nicht anders als indem du Zeit und Raum vernichtest.Rückert
Nicht anders, auch nur rot und warm,Lenau
Nicht ärgern sollst du dich an Fratzen, die der GlaubeRückert
Nicht auf des Gönners Sohn, noch auf des Günstlings Kind.Rückert
Nicht auf die eigne, nur auf seines Schiffes NothRückert
Nicht auf die Schwalbe, die des Frühlings Botschaft bringt,Rückert
Nicht aufgehoben, wie sich Ja und Nein aufhebt;Rückert
Nicht aufzugehn, ist wol im Kern vom Wurm genagt.Rückert
Nicht aus der Hand des Todes erst empfangen.Lenau
Nicht aus Unendlichem die Endlichkeit der Sachen.Rückert
Nicht Baum und Strauch, nur Wiesengrund zu sehnLenau
Nicht bei dem Graben fiel mir damals ein das Grab;Rückert
Nicht besser konnte seyn die Welt hervorgebracht.Rückert
Nicht besser wird sie stets, zuweilen wird sie schlimmer.Rückert
Nicht bessern kannst du sie an andern, doch villeichtRückert
Nicht biegen aus dem Weg, um Blumen nur zu pflücken.Rückert
Nicht bieten kann er ihn, weil er arbeiten muß.Rückert
Nicht bilde dir ihn vor, noch bilde dir ihn nach.Rückert
Nicht blöder Misverstand, noch theilnamloser FrostRückert
Nicht blos ein gleiches Ziel, auch gleichen Schritt zu haben.Rückert
Nicht brauchen kann, fängt ihm den Vogel und den Fisch.Rückert
Nicht braucht in seinem Haus, doch draußen führt im Schilde,Rückert
Nicht brechen sich am Grabe:Lenau
Nicht darauf ist er stolz, stolz ist er darauf bloß;Rückert
Nicht darauf kommt es an, wie es nun sei betitelt.Rückert
Nicht darfst, dir aber bleibt der Bau drauf auszuführen.Rückert
Nicht darum soll es sich bei deinem Willen handeln,Rückert
Nicht darum sollst du dich verbunden halten, Kind,Rückert
Nicht daß er glaube, schon ein Großes sei gethan,Rückert
Nicht das Fell des Marders geben;Lenau
Nicht das gedeiht zumeist, was man gepflegt mit Fleiß;Rückert
Nicht das gemeine nur, das Geld, das im GedrängeRückert
Nicht das Gesetz nur spricht in dir, das du gebrochen;Rückert
Nicht das Gestückte, das zusammensetzt und trennt.Rückert
Nicht das Herz entgegen wie sonst. — O Lethe!Lenau
Nicht das ihm heil'ge Rind mußt du zur Malzeit schlachten,Rückert
Nicht daß sein Glauben selbst bedürfte der Vernunft;Rückert
Nicht das ungeheure Weh.Lenau
Nicht das, wie sich verhält an und für sich die Welt,Rückert
Nicht decken jede Blöß' und jeden Fehl verhüllen,Rückert
Nicht dein Verdienst ist das, erkenne Gottes Gnaden,Rückert
Nicht deine Bahn darin verkürzen noch verlängern.Rückert
Nicht deine Freude hat den Schaden angebahnt,Rückert
Nicht den frohen Mut mehr hast,Lenau
Nicht denkend an ein Scheiden und Vergehen,Lenau
Nicht denkend anderer, legt seine ganze Stärke.Rückert
Nicht der Erwerb ist hier, die Übung ist das Ziel.Rückert
Nicht der Geselligkeit Beschränkungen ertragen.Rückert
Nicht der ist glücklich, den ein Unglück nie geschlagen;Rückert
Nicht der Quell allein, der klare,Lenau
Nicht der so lieber selbst sein letztes Blut verwendet,Rückert
Nicht der Verwerfung Staub ist seine Stelle.Lenau
Nicht dich in deiner Art verstockest und versteifest,Rückert
Nicht die aus Langerweil’ in Neuigkeiten wühlen.Rückert
Nicht die Bewegung fühlt er seiner Eingeweide,Rückert
Nicht die Erscheinung nur von allgemeinem Geist.Rückert
Nicht die Gestalt ist es, nur der Gedank' allein.Rückert
Nicht die noch blühenden, und die erst blühen sollen,Rückert
Nicht die Rosse halten;Lenau
Nicht die schwanksten Halme nicken,Lenau
Nicht die Vergangenheit, die Zukunft ist mein Glück.Rückert
Nicht die Verschiedenheit soll ausgestrichen seyn,Rückert
Nicht dies' und jene Sprach' entzückt, erfreuet mich;Rückert
Nicht diesen Schmerz von mir, den ich von dir, empfangen;Rückert
Nicht drückest deinem Busen ein,Lenau
Nicht du gebarest ihn, er hat sich dir geboren.Rückert
Nicht du lebst und die Welt ist todt, nicht lebt die WeltRückert
Nicht duften darf dein Mund von Rauschgetränkes Duft,Rückert
Nicht durch Befriedigung befriedigst du die Triebe;Rückert
Nicht durch Beweise kannst du stützen deinen Glauben,Rückert
Nicht durch Unbilden, die ich reichlich selbst bestanden;Rückert
Nicht edler wird die Waar’, indem sie durch die HandRückert
Nicht ehr behalten dort dich Götter zum Genossen,Rückert
Nicht ehr zum Waten aus als bis wir sind am Sumpf.Rückert
Nicht eigenmächtig kanst du dir den Freibrief schreiben,Rückert
Nicht ein Blatt am Strande wagt zu rauschen,Lenau
Nicht ein jeder wagt zu richtenLenau
Nicht ein Lüftchen hörst du wallen,Lenau
Nicht ein Sternlein seh ich funkeln,Lenau
Nicht ein Wort des Himmels kündet;Lenau
Nicht ein Wörtchen auch verloren.Lenau
Nicht Ein Ziel, sondern eins ums andre zu gewinnen,Rückert
Nicht eine dachte, daß sie selber siegen sollte,Rückert
Nicht Eine Rose gibts, nicht Einen grünen Baum;Rückert
Nicht eine Stätte blieb,Lenau
Nicht eine Stimme nur in dir warnt dich vorm Bösen,Rückert
Nicht einen Reisefreund, des Bündel ich soll tragen.Rückert
Nicht einmal wie ein Erz dem Wasser undurchdringlich,Rückert
Nicht einmal wie ein Stein dem Feuer unbezwinglich.Rückert
Nicht einmal willst du ihm, dem Allerfreisten, gönnenRückert
Nicht einst mit schmerzlichern Gefühlen auch verloren!Rückert
Nicht erst vom Werkzeug wird Naturtrieb angehaucht,Rückert
Nicht falscher Demuth Schein ist es wovor ich warne,Rückert
Nicht fertig ist die Welt, sie ist im ew’gen Werden,Rückert
Nicht fest ist in der Hand, noch fest der Fuß im Bügel.Rückert
Nicht Flüsse rinnen hier in einen Strom zusammen,Rückert
Nicht fragt, drum lernt man in der Jugend leicht und viel.Rückert
Nicht Fremdes deutest um, verfälschend seinen Sinn,Rückert
Nicht fühle, daß er mir die heißen Schläfe kühle!Rückert
Nicht für die Menschheit nur und für den Geist der Welten,Rückert
Nicht für sich selbst ists nicht, für dich nur ists nicht da.Rückert
Nicht ganz und gar entfernt, doch alzu nahe nicht.Rückert
Nicht ganz verlor ich sie, denn ihr seid mir geblieben.Rückert
Nicht ganz vermeiden kanst, darüber leis’ hingleiten.Rückert
Nicht gatten können sich die zwei wie Licht und Schatten,Rückert
Nicht gewahrt der rauhe WachmannLenau
Nicht giftig war die Schlang? und Wermuth noch nicht bitter.Rückert
Nicht gleich dem Mittag ist, doch ebenso vollkommen;Rückert
Nicht gleich der Pflanze will im Boden Wurzel schlagen,Rückert
Nicht gnug ists, selber nicht zu hassen noch zu neiden;Rückert
Nicht Gottes Schöpfermacht, nur seine Fahrt zu lernen;Rückert
Nicht gradaus wie der Wind, nur wie die Sonn im Kreise!Rückert
Nicht Großes nur ist groß, nicht Kleines nur ist klein;Rückert
Nicht gut ist Überfluß, nicht gut ist Übermacht.Rückert
Nicht halten kann er das, und dieses fest nicht fassen,Rückert
Nicht hätte können sehn die Pflanzen jährlich blühnRückert
Nicht hätte können sehn ringsum, ohn’ auch zu sterben,Rückert
Nicht heben kann dein Blick den schwarzen Trauerschleier,Rückert
Nicht helfen wollen sie, doch wollen sie dir rathen;Rückert
Nicht hemme du im Gang die sinnlichen Genüsse,Rückert
Nicht Hof- und Staatslivreen, der Uniform Unformen,Rückert
Nicht hört er Vogelsang im Walde tönen,Lenau
Nicht Ich und Du entzweit, und gleichviel Mein und Dein.Rückert
Nicht ihn begraben, noch von Todten auferwecken.Rückert
Nicht ihr droht die Gefahr, der frühwach aufgeschwungnen,Rückert
Nicht ihre Formenfüll' in deine Model pressest;Rückert
Nicht im Gedächtniß hat verewigt sich der Gast.Rückert
Nicht im Gedankentausch, der nur verworren ist,Rückert
Nicht im Genusse, nur in der Erinnerung.Rückert
Nicht im verschlungnen Pfad des Irrthums dich verrannt;Rückert
Nicht in der Einsamkeit bist du allein; es sprichtRückert
Nicht in der Einung noch Entzweiung ist gefundenRückert
Nicht in der Liebe Rausch, der währt so kurze Frist.Rückert
Nicht in Gesellschaft kannst du gehn, ohn' ein GesichtRückert
Nicht irren kann dich nur der Feldschlacht heisres Klirren,Rückert
Nicht ist das beste Geld, das beste Wort zu gut,Rückert
Nicht ist das Seyn zuerst und wird nachher gedacht,Rückert
Nicht ist von Nordens Eis bis Südens SonnenbrandRückert
Nicht jeden bösen Geist treibt guter Ruch vondannen,Rückert
Nicht jeden Thoren kannst du zu 'nem Weisen machen,Rückert
Nicht jeder Forderung genügen soll’ und müß’ er.Rückert
Nicht jeder log, wer dir die Wahrheit vorenthielt;Rückert
Nicht jenes das in dir die Menschheit selber ist.Rückert
Nicht kannst ermessen, kannst du mit Gedanken greifen.Rückert
Nicht kennt den Mittelpunkt, aus dem, zu dem es dringt.Rückert
Nicht klein nenn’ oder groß, was groß ist oder kleinRückert
Nicht länger meine gerechten Schmerzen,Lenau
Nicht längstes Leben reicht ihn vollends auszubeuten,Rückert
Nicht lassen sich die zwei wie Wein und Wasser mischen.Rückert
Nicht läugnen magst du es, nur suchen zu ergründen.Rückert
Nicht lauter Leben ist dis Durcheinanderlaufen,Rückert
Nicht leben in der That, nur leben auf den Schein;Rückert
Nicht legst, ein Mann, an deine Brust,Lenau
Nicht leicht ein Schönes wird, ein Gutes seyn, wovonRückert
Nicht Leiden, sondern Thun, nicht Ohnmacht, sondern Stärke,Rückert
Nicht löschen feig stupid mit seinem Wasserschlauche!Lenau
Nicht mache, daß sie selbst ein zweites Joch dir sei.Rückert
Nicht machen kannst du rings die Armen all zu Reichen.Rückert
Nicht machte drin, um auszuschließen Wohnlichkeit.Rückert
Nicht mehr als was und wie es in den Sinn dir fällt.Rückert
Nicht mehr braucht ja ihre LiebeLenau
Nicht mehr zu denken sind Gedanken, schon gedacht;Rückert
Nicht mehr zum Lustschloß umgezogen,Lenau
Nicht mehr, wer mich geliebt.Lenau
Nicht meint ich, daß vor uns das teure ErbeLenau
Nicht mein? ich ihn mit Schein der Tugend zu bedecken,Rückert
Nicht Miene machen sie noch Regung, herzuschreiten,Rückert
Nicht minder aber wahr sind andre hier und dort.Rückert
Nicht minder als davor die Zunge selbst bewahren.Rückert
Nicht minder als im glanzentfalteten GebäudeRückert
Nicht minder als im Schmuck erfindungsreichster Pracht;Rückert
Nicht minder als verstehn, will man verstanden seyn;Rückert
Nicht minder der ich war, und bleib? es immerhin.Rückert
Nicht minder drum dem Mund lerndurst'ger MenschenkinderRückert
Nicht minder haben dich die Ding' als du sie hast;Rückert
Nicht minder ihrem Wahn, als andre ihrem Wissen.Rückert
Nicht minder lieb ist ihm das Kindlein, das er züchtigt,Rückert
Nicht minder schauet Gott im Spiegel von Kristallen,Rückert
Nicht minder werth das Korn, wenn er die Spreu verflüchtigt:Rückert
Nicht missen möchtest du auch das was du verfehltest,Rückert
Nicht mit Liebe seinen Schmerz;Lenau
Nicht mit seinem GratLenau
Nicht mit zweideutigen Bezeichnungen benennen.Rückert
Nicht Mörtel reiben will, weil jener Farben reibt,Rückert
Nicht nachdenkt, daß dazu, was unter ihrem TitelRückert
Nicht nebenaus am Rand der Sfären eine Sfäre,Rückert
Nicht Neid noch Eifersucht, nicht Haß noch Zwietracht fandRückert
Nicht Neugier rath' ich dir, die giert nur nach dem Neuen,Rückert
Nicht nur dein Hab' und Gut, nicht nur dein Weib und Kind,Rückert
Nicht nur dem Altar ist sein Opfer dann entzogen,Rückert
Nicht nur den innern Sinn, den innern Wohllaut auch.Rückert
Nicht nur erkennen, wie gering du seist, mußt du;Rückert
Nicht nur von Starken fühlt der Schwache sich gestärkt,Rückert
Nicht nur wird ein zuweit getriebnes Gleichnis fehlen,Rückert
Nicht nur, wo der HerzensnagerLenau
Nicht nutzen, thäten sie's nicht für Nachkommenschaft.Rückert
Nicht Pyramiden, die Jahrtausenden getrotzt,Rückert
Nicht Recht, daß so geehrt sein ärgster Todfeind liege.Rückert
Nicht reden könnt ich, drückte fest und festerLenau
Nicht Reichthum kann es seyn und Macht und solche Gaben,Rückert
Nicht reizen darf den Feind und nicht beleidigen;Rückert
Nicht Ros? ins Angesicht, und hinterm Rücken Dorne.Rückert
Nicht Ruh im Leben hat, wer Schätz’ hat in der Truhe;Rückert
Nicht sag' ich, daß ihr dem euch sollt und könnt entziehn;Rückert
Nicht sagen darf, weiß er verhüllend anzudeuten.Rückert
Nicht sagen wollte, da er ward in Dienst genommen.Rückert
Nicht Schafe treiben will, weil jener Böcke treibt;Rückert
Nicht scheide so schwer;Lenau
Nicht schelten wird er dann den andern, der ihn schilt,Rückert
Nicht schelt? ich den Beweis, daß er sich dreht im Kreis;Rückert
Nicht schirmen kann er euch, noch warnen vor den Riffen,Rückert
Nicht schlafen ließ in dieser Nacht,Lenau
Nicht schon gewöhnt! man denkt zuletzt in Alles sich.Rückert
Nicht schöner ist es jetzt, als einst es war, auf Erden,Rückert
Nicht schöner, weil sich nur auf unsern Sinn beziehtRückert
Nicht Schritte soll man thun, die nur zum Ziele führen,Rückert
Nicht schwerer, um dich selbst zu machen unentbehrlich.Rückert
Nicht sei entschuldiget dein Irregehn, gepriesenRückert
Nicht sein Anliegen kann man stets dem Freunde sagen,Rückert
Nicht sein will, sondern auch der Andern Heil besorgen.Rückert
Nicht seines Werthes, den er fühlt, des Werthes deren,Rückert
Nicht Selbgefälligkeit, sich andern überhebend,Rückert
Nicht seyn das oberste Gesetz der Sittlichkeit.Rückert
Nicht sieht er, wie so schön die Blumen sprießen.Lenau
Nicht so ein stillverlaßner Schrein;Lenau
Nicht so unleidlicher Gesichter Schofel, Pafel,Rückert
Nicht so viel Sinne nur, als Köpfe, sind gefunden,Rückert
Nicht soll sich der des Kampfs, noch der des Fluges brüsten;Rückert
Nicht sonder Sorge wirst du sehn den Sohn erblühn.Rückert
Nicht Spekulation und Aktien-Eisenbahn,Rückert
Nicht springen könnte sie, wenn sie nicht wär’ entsprungenRückert
Nicht stehen bleiben sollst du mir beim Knabenhaften;Rückert
Nicht steigt, wenn kleiner Sinn Hohn großen Todten spricht.Rückert
Nicht steigt, wenn kleiner Sinn Hohn großen Todten spricht.Rückert
Nicht stille steh, bis du bist weit genug davon,Rückert
Nicht stillen jeden Durst und jeden Wunsch erfüllen.Rückert
Nicht süße Arzenei gibt ihm der Arzt zur Stunde;Rückert
Nicht täusche dich der Glanz! es hat des Himmels GunstRückert
Nicht triftig schienen mir von Gottes Güt' und MachtRückert
Nicht trunken, sondern klar, nicht schlummernd, sondern wach,Rückert
Nicht über den SternenLenau
Nicht über den WellenLenau
Nicht über Hals und Kopf dumpf in den Wirbel stürze!Rückert
Nicht übertrieben, krank, gebrechlich und verrenkt.Rückert
Nicht überwinden, doch zeugt Kinder schön wie Engel.Rückert
Nicht um danach zu thun, doch um damit zu trügen.Rückert
Nicht um den ganzen Stamm rings flicht er seine Stränge,Rückert
Nicht um zu gleiten, um zu stärken seinen Tritt,Rückert
Nicht ungeduldig ist die Freud’ in meiner Brust.Rückert
Nicht ungeneckt hingehn und träumen lassen,Lenau
Nicht ungenossen blüh ich hier,Lenau
Nicht ungeschrieben zwar wird, was ist ausgestrichen,Rückert
Nicht Ungeselligkeit, in enger Dumpfheit strebend.Rückert
Nicht unten bleiben will, wenn einer oben bleibt.Rückert
Nicht unter Gleichen ist die Freundschaft, noch Ungleichen,Rückert
Nicht unter schätze du’s, nein über den Geschenken,Rückert
Nicht unternimmt, und das vollbringt, was er begann.Rückert
Nicht Unverständliches ausstreichen soll voreilig.Rückert
Nicht unverträgliche Gesellschaft so gemischt,Rückert
Nicht verloren hier im Moose,Lenau
Nicht viel sind tausend Freund', ein einz'ger Feind ist viel;Rückert
Nicht viel zu leben, und nur leben in Benares!Rückert
Nicht viele Gründe sinds, es ist ein einz'ger Grund.Rückert
Nicht viele müßen's seyn, nur einige, nur einer.Rückert
Nicht Vogel und nicht Fisch, was ist er? ein Amfib;Rückert
Nicht vom Meere sturmgeschlagen,Lenau
Nicht von der nächsten Spinne aufgefressen.Lenau
Nicht von der Sprache will ich sprechen, noch vom LichtRückert
Nicht von der Theilnahm’ auch an meinem bist geschieden.Rückert
Nicht von dunkler Sehnsucht schon ergriffenLenau
Nicht von Spielwaaren sei ein Wagen mitgefahren,Rückert
Nicht von Unwissenheit genügt es frei zu sein;Rückert
Nicht vorm Vergrößrungsglas kann es die Probe stehn.Rückert
Nicht wachend, nicht in Schlafesruh,Lenau
Nicht Wachs noch Honig füllt der Mauerbiene Kluft.Rückert
Nicht wachsen siehest du, wie aufmerksam du bist,Rückert
Nicht wähnend, daß um dich als Mittelpunkt sich drehnRückert
Nicht wahr ist was du denkst, nur was du fühlst ist wahr;Rückert
Nicht wahr? ich habe dir den Edelstein geschenkt! —Rückert
Nicht war es weil er dacht’ an sein vergoldet Schloß;Rückert
Nicht wäre, weshalb sie die Knaben ihm zertraten.Rückert
Nicht wären, edel doch ich nennt' an Güt' und Schöne.Rückert
Nicht Wärme fühlten wir, doch eine milde Glut,Rückert
Nicht was du selber willst, was sie will, mußt du seyn.Rückert
Nicht was in Kirch' und Staat heillos die Menschheit spaltet,Rückert
Nicht was vorbei ihm kommt, er holt es selbst herbei.Rückert
Nicht wecken wird dich das, noch stören deine Ruh,Rückert
Nicht weh zu thun, auch dem, der weh that, zu verzeihn.Rückert
Nicht weil er fühlt, daß ers in sich allein vollbracht,Rückert
Nicht weil ich ihm verdeckt, nur weil ich reglos war.Rückert
Nicht weil ich irgend mich verdient gemacht um sieRückert
Nicht weil man fiel und irrt', obgleich man irrt' und fiel.Rückert
Nicht weil sein Hirn so hart, nur weil es ist so weich,Rückert
Nicht Weisheit kann es seyn und Kunst, zu deren StufenRückert
Nicht wenig kostet mich, was mir so wenig gilt.Rückert
Nicht wenn das eine durch das andre du verneinst,Rückert
Nicht wenn das ganze Haus du schon voll Gäste hast.Rückert
Nicht wenn das ganze Haus du schon voll Gäste hast.Rückert
Nicht wer auf Reisen selbst ist in die Welt gegangen.Rückert
Nicht wer auf Reisen selbst ist in die Welt gegangen.Rückert
Nicht wer den Richtweg sieht und doch ins Dickicht rennt.Rückert
Nicht wer sie nicht erkennt, wer sich nicht fühlt ist dumpf.Rückert
Nicht Widersinn, mein Sohn, du darfst es Unsinn nennen:Rückert
Nicht wird gehalten, ist der Einklang auch entflohn.Rückert
Nicht wissend was er war, doch seyn was er gewesen.Rückert
Nicht wo du Einzelnes aufzählst das du gewannst,Rückert
Nicht wohnen kann ein Mensch zugleich in allen Zonen,Rückert
Nicht wolltest du die Treu im Busen haltenLenau
Nicht Wunder nehm’ es dich, doch eine Lehre nimRückert
Nicht zähle, was im Brand des Hauses dir verbronnen;Rückert
Nicht Zahlen schreiben will, weil jener Verse schreibt;Rückert
Nicht zittern sehn die Erd’ und ihre Berge splittern,Rückert
Nicht zu verstehn; das nimmst du leicht beim Rechnen wahr.Rückert
Nicht zu verwehn, dem Pochen unsrer HerzenLenau
Nicht zügel-schrankenlos, in keinem Ding gewaltsam;Rückert
Nicht zumut wie dazumal.Lenau
Nicht zur Entschuldigung gereicht dir das indessen;Rückert
Nicht zur Versuchung ihm, nein, zur Vollendungskrone;Rückert
Nicht, ob du mich noch liebst, nur, ob du auch noch lebest.Rückert
Nicht, um es selber nun in gleichem Schein zu sehn,Rückert
Nicht, um mit Bilderkram dein Zimmer auszuschmücken,Rückert
Nicht, vom schönen Werke abzuschauen,Lenau
Nicht, weil du klommest, bist du auf zu höherm Grade,Rückert
Nicht, wer sich selber sagt: Weil es die Freiheit liebt,Rückert
Nicht, wie ein Feuchtes, wenn man drein ein Trocknes taucht,Rückert
Nichtmehr zurück zum Schooß sich sehnet von der Brust;Rückert
Nichts als ein Bild erhalten bliebLenau
Nichts anders kann erfreun den Menschen und erheben,Rückert
Nichts angemessen als zu werden Leibes frei.Rückert
Nichts Arges denkt, und braucht vor Argem nicht zu bangen.Rückert
Nichts bessers kann der Mensch hienieden thun, als tretenRückert
Nichts bessres weiß noch will, ist unverbesserlich.Rückert
Nichts Böses überhaupt thut er villeicht aus TriebRückert
Nichts elender, als halb geschlafen, halb gewacht;Rückert
Nichts gibt dir Sicherheit, als aus dir selbst zu wissen,Rückert
Nichts Greuelvollres ist berichtet im BerichteRückert
Nichts hast du schlecht gemacht, auch was du machtest schlecht,Rückert
Nichts hat er ohne gleich der Welt es zuzudenken.Rückert
Nichts hat uns die Räuberbrut gelassen,Lenau
Nichts hör’ ich von der Welt, was mich verlocken kann,Rückert
Nichts in der Welt, das nicht Gedankenstoff enthält,Rückert
Nichts ist das Farbenspiel, nur wirklich ist die Sonne;Rückert
Nichts ist nur, was ohn’ Ihn Etwas zu seyn vermeint.Rückert
Nichts ist so schwer, es gibt Mittel ihm beizukommen.Rückert
Nichts kann ich mehr zum Opfer und GeschenkeLenau
Nichts lächerlicher als die Thorheit alter Gecken.Rückert
Nichts mehr erfährst vom holden Lenzerwachen,Lenau
Nichts Neues sagen sie den eingeweihten Brahmen,Rückert
Nichts sagen kann ein Mund, worin nicht Wahrheit wäre,Rückert
Nichts so schön gemacht auf Erden,Lenau
Nichts sonderliches wird er lernen, der verstehnRückert
Nichts vom freudigen GesangeLenau
Nichts war bestimmt als zum einfachen Feldarbeiter;Rückert
Nichts wie die Schmeichelei ist so gefährlich dir;Rückert
Nichts wird dir offenbart, wo du nicht offen bist;Rückert
Nichts zu bewundern ist alsdann der Weisheit Ende.Rückert
Nichts zum Glücke mehr brauche.Lenau
Nichts, wenn mein Blick sich hebt, viel, wenn er abwerts fällt.Rückert
Nickend träumt er: seine VäterLenau
Nickte und verlor sich sachtLenau
Nie auf den Gegenstand wird ganz ein Urtheil passen,Rückert
Nie brauchen mögest du den leidigen getreuen,Rückert
Nie das Verborgene verborgen anzudeuten,Rückert
Nie deine Weise so, wie meine du, verstanden.Rückert
Nie dem Gespiegelten entspricht der Spiegelglanz,Rückert
Nie dem Versiegelten das äußre Siegel ganz.Rückert
Nie der Erscheinung siehst du völlig auf den Grund,Rückert
Nie dir dein Lachen Gott zum Quell der Thränen machen.Rückert
Nie eine Feuersbrunst, ein Diebstahl nie ihn traf,Rückert
Nie einem Menschen weh, nie einem wohl getan.Rückert
Nie falsch ist, was dein Geist sich bei den Dingen denkt;Rückert
Nie fehlt ihm Gab' und Lab', und ein dankbarer Gast.Rückert
Nie furche drein die Schrift von Leidenschaft und Schmerz!Rückert
Nie gnügest du dir selbst, wenn du nicht andre liebst,Rückert
Nie hat genug ein Mann an dem was er gewann,Rückert
Nie hört ich einen Quell so leise traurig klingend,Lenau
Nie in ein schadhaft Herz, das Riß hat oder Sprung.Rückert
Nie kann ich meine Schuld, nie deine Huld bezahlen.Rückert
Nie laß dir dies Gefühl, es sei dein heil'ger Glauben,Rückert
Nie lösend seine Faust, die festgeballte,Lenau
Nie möge gar zu sehr dich ein Gethanes freuen,Rückert
Nie mögen menschliche Gefühle dir entweichenRückert
Nie muthlos lasse seyn, noch werden übermüthig.Rückert
Nie rastet das Geschick, zu scheiden und zu trennenRückert
Nie rückwerts, wie gesagt, nur vorwerts mußt du gehn,Rückert
Nie ruhe, bis du gut das was du schlecht gemachtRückert
Nie sah ich einen Geist, und will auch nie seh'n einen.Rückert
Nie säumend Tag und Nacht, das Glück ist stets versäumt.Rückert
Nie sicher ist, wer um mit falschen Listen springt,Rückert
Nie sicher, ob dein Unglücks- oder Glückstag ist.Rückert
Nie soll ein weiser Mann auf seinem Weg versäumen,Rückert
Nie soll weiter sich ins LandLenau
Nie stille steht die Zeit, der Augenblick entschwebt,Rückert
Nie such’ ich in der Nacht den Schlummer auf den Pfühlen,Rückert
Nie Unrecht hab? am Freund, doch eine deiner GabenRückert
Nie vergeßne Ahnengesänge.Lenau
Nie verlerne doch zu klopfenLenau
Nie von also plastischer Schärfe,Lenau
Nie vor der Zukunft hält Stand die Vergangenheit.Rückert
Nie war ein Bild, gemalt vom heilgen Schmerze,Lenau
Nie wäschest du es rein mit Laugen und mit Seifen.Rückert
Nie weilen ohne Noth, doch gern wo's Noth thut, weilen.Rückert
Nie wiederkehrt, nur oft ein schönes Bild davon;Rückert
Nie wird mein Flügelroß zum SchindergauleLenau
Nie wird mein Herz von dieser Stelle scheiden,Lenau
Nie woll', o Vorsicht, mir die schlechte Vorsicht schenken!Rückert
Nie zu sühnender VerratLenau
Nie zur Behinderung der Glieder, noch zum Drucke.Rückert
Nie, o Verbildeter, wirst du gebildet sein.Rückert
Nie, wie du gnügsam seist, thut dir die Welt genug,Rückert
Nieder auf das weiche Meer.Lenau
Nieder auf die stille Heid.Lenau
Nieder die granitnen Stufen.Lenau
Nieder in mein tiefes Weh!Lenau
Nieder seine Strahlenwonne.Lenau
Niederhangen hier die WeidenLenau
Niederschmettert und zerschellt,Lenau
Niedertaumelt Blatt auf BlattLenau
Niemand als der MondenscheinLenau
Niemand als der Regen weine!Lenau
Niemand hier; doch lispelnd nennenLenau
Niemand kann verlernen Harrens SchmerzenLenau
Niemand sonst, wie heiß er schmachte,Lenau
Niewelke Blumen Gottes,Lenau
Nimm ab und zu an Lust, dem Mond gleich, in Geduld;Rückert
Nimm an mit Dank auch gottgesandtes Unbehagen!Rückert
Nimm auch den Menschen an, der Gottes Bildnis trägt!Rückert
Nimm auch den Menschen, wenn das Bild ist halb verwischt!Rückert
Nimm davon an, was sich mag deinem Sinn vereinen,Rückert
Nimm der Liebe sichern Himmel,Lenau
Nimm die Gelegenheit vorn bei dem kurzen Haar,Rückert
Nimm die Willfährigkeit, und spar das Opfer mir!Rückert
Nimm dir nicht selbst den Lohn; sonst wird es dir mit RechteRückert
Nimm dis, und jenem ziehst du weg die Unterlagen.Rückert
Nimm es dem Freunde nur nicht übel, der ergrimmtRückert
Nimm fort in deine graue NachtLenau
Nimm fort, was mich so traurig macht,Lenau
Nimm mich an zu deinem Paten;Lenau
Nimm mit deinem ZauberdunkelLenau
Nimm nur, was dir sich beut, und thu was du vermagst,Rückert
Nimm von der Welt nicht ein, was deinen Geist zerstreut,Rückert
Nimm, Brahma's Jünger, was ich vom Araber nahm;Rückert
Nimm, sei's zum Bösen auch gemeint, zum Guten an.Rückert
Nimmer entgegen tönen ihm die LiederLenau
Nimmer länger soll JohannesLenau
Nimmer verloren.Lenau
Nimmer verscheuche!Lenau
Nimmer wird mein Herz geheilt.Lenau
Nimmermehr entgegen mir.Lenau
Nimmst du die Zuthat weg von Zufall, Unverstand,Rückert
Nimmst du viel kleines noch im einfach kleinsten wahr;Rückert
Nimmst du von ihnen nun, was sie von dir genommen,Rückert
Nimmst du, zu trotzen der Gefahr,Lenau
Nimmt der ein breites Schilf geschwind in seine Gosche.Rückert
Nimmt der Wagen baldLenau
Nimmt dich an seinen Geisterbord,Lenau
Nimmt die Seele mit fort, schwingt sie den Sternen sich zu.Lenau
Nimmt er die bestaubte ZitherLenau
Nimmt in den Mund sie ihn und schwelgt in den Genüssen.Rückert
Nimmt mancher bald am Roß und bald am Wagen Schaden.Rückert
Nimmt Niemand übel, was du dir nicht übel nimmst.Rückert
Nimmt sie sich minder aus im Haus, als einst im Zelte,Rückert
Nimmt wieder seine Stelle dann. —Lenau
Nimmt zur Bequemlichkeit und Lust ein Weiser vor,Rückert
Nirgends auch nur Lampenschein!Lenau
Nirgends, auf Wald und Feld und Straßen,Lenau
Nirgends, nirgends darfst du bleiben!Lenau
Nistet dieses Ungeheuer! —Lenau