Lyrik


Gedichtzeilen La

Labst du dich an Wein und Braten.«Lenau
Lächeln kann das Auge trocknenLenau
Lächeln und Weinen nur, Erröthen und Erbleichen.Rückert
Lächeln und Weinen und Erröthen und Erbleichen.Rückert
Lächelnd lehnt er am Weidenstumpen,Lenau
Lächelnd sieht zu Asche lodern.Lenau
Lächelnd zugewandt, doch stumm;Lenau
Lächelt ihm den Gruß zurück,Lenau
Lächelt sie: so lächelt die Rose still durchLenau
Lächelt, die holde;Lenau
Lächelt, ein schlummernd Kind in Vaters Armen,Lenau
Lachen hört er sie beklommen,Lenau
Lachend deiner grauen Mähre.Lenau
Lachend denkt man nur der Lyrik,Lenau
Lachst du mich freundlich an, eh ich dich lassen muß.Rückert
Lacht der Husar dem Judengauche:Lenau
Lacht des Werbers bittrer Hohn:Lenau
Laden ein zu Spielen ihn.Lenau
Lag ein Kirchhof innen,Lenau
Lag sanft erhöhtLenau
Lager, Zahl und Zug der FeindeLenau
Lagernd auf dem weichen Grün der Wiesen,Lenau
Lampe des Mondes.Lenau
Landbauerwohnungen, jede von ihren SchattenRückert
Lande der Magyaren tönen,Lenau
Lang blickt ich ihnen nach, bis sie verschwunden.Lenau
Lang freutest du dich vor, und freust dich lange nach;Rückert
Lang gab der Herr ihm nichts, dann macht’ er ihn zum Sohn.Rückert
Lang ist der heiße Tag, der uns versengt die Glieder,Rückert
Lang kämpft ich mit des Zweifels schwanken Bildern,Lenau
Lang mir noch im Ohre lagLenau
Lang sorgst du, sorgenlos zu haben eine Stunde;Rückert
Lange mich behalten kann!Lenau
Lange nicht währet die Blüte, es sinkt das schöne Gebilde,Lenau
Lange noch auf ihrem AntlitzLenau
Länger sein äußrer seyn, kürzer sein innrer Fuß.Rückert
Langsam die größeren Gestalten ferner Zeiten,Rückert
Längst harr’ ich deiner hier in Abgeschiedenheit;Rückert
Längst sind die Blüten und die Vögel fort.Lenau
Langweile war es müd' im ew'gen Chor zu schweben,Rückert
Lärmet über eurem Haus,Lenau
Laß ab! ich weiß, du möchtest gernLenau
Laß aber unbemerkt vorbei nichts deinem Haus.Rückert
Laß als ein Wahres erst das Schön' an uns bewähren,Rückert
Laß als Müller du dein FohlenLenau
Laß andre gelten, und dich lassen andre gelten;Rückert
Laß andre von der Zeit gar raschem Laufe sprechen,Rückert
Laß aus der Kräfte Kampf des Lebens Fülle sprießen,Rückert
Laß das für Kind und Hund, und gib ihm deins, mein Knecht.”Rückert
Laß deine Botschaft unter meinem Dach,Lenau
Laß deine Toten auferstehnLenau
Laß deine Zunge nie das Amt des Schwertes führen;Rückert
Laß deinen Bruder nicht allein!Lenau
Laß deines Zornes Glut nie werden wilde Wuth;Rückert
Laß den Grauen bei den Säcken!Lenau
Laß des Glaubens wilde Streiter,Lenau
Laß dich den Schluß zurück zu nehmen nicht verdrießen,Rückert
Laß dich die Nachbarschaft des Schlechten nur nicht kränken;Rückert
Laß dich die Übung in der Kunst nur nicht verdrießen,Rückert
Laß dich erinnern! stets erinnert er dich dessen.Rückert
Laß dich taufen und verwandeln;Lenau
Laß dich umarmen, Tod, in dieser Leiche!Lenau
Laß die Vers’ im Halse stecken;Lenau
Laß die verstimmende verstimmte Saite ruhn.Rückert
Laß diesem Chaos uns der Meinungen entfliehn,Rückert
Laß diesen Lebenshauch mich hauchen denn in Frieden,Rückert
Laß dir die Lust vergehn, die Lust zu gehn auf Reisen!Rückert
Laß dir gesagt es seyn, o Schüler des Brahmanen:Rückert
Laß doch die Blumen blühn, die Bäume rauschen,Lenau
Laß eines Spiegels auch die Einsamkeit genießen.Rückert
Laß es entschlossen uns ins Göttliche versenken.Rückert
Laß es, einmal im Schwung, in Stocken nicht gerathen!Rückert
Laß fliegen ich am Strom Unsterblichkeitsgedanken.Lenau
Laß hängen, was zu fest der Wurzel sich verflicht.Rückert
Laß hassen wer da will und beßres nicht vermag,Rückert
Laß heut den Feind entfliehn, so kommt er morgen wieder.Rückert
Las ich mir laut den herrlichen ›Held Harald‹.Lenau
Laß ihm deine reinste QuelleLenau
Laß ihm den Tag aufgehn, und einen hellen Tag!Rückert
Laß ihm die Täuschung selbst als klare Wahrheit sehn,Rückert
Laß ihn nicht deinethalb, laß es ihn seinthalb spüren.Rückert
Laß ihn wachsen wild im Freien.Lenau
Laß ihn zusehr dabei dein Ansehn nicht empfinden.Rückert
Laß ihrer blinden Lust sie nachgehn, der zu schwachRückert
Laß immer unbekannt dir in dir etwas bleiben.Rückert
Laß jeden trinken und trink immer selbst vom vollen!Rückert
Laß jedes Glück verblühn, wenn dir nur eines bleibt,Rückert
Laß meinen Lebenspunkt nicht stocken, nicht erkrankenRückert
Laß mich das Kind im Traume sprechen hörenLenau
Laß mich den Krieg der Welt in deinen Frieden tauchen.Rückert
Laß mich tief in dir begraben sein.Lenau
Laß mich verzagen nicht, und laß mich nicht ermatten!Rückert
Laß näher treten uns und zusehn zauberfrei,Rückert
Laß nicht dein Herz in Einsamkeit versumpfen,Lenau
Laß nie des Todes Furcht die Rüstigkeit dir dämpfen.Rückert
Laß nur auf ihre Weis' ihr Höchstes alle preisen.Rückert
Laß nur das schöne Spiel der Kunst dich nicht verdrießen,Rückert
Laß nur die ruhige Betrachtung nicht entfliehn:Rückert
Laß ruhn den welken Flieder!Lenau
Laß sehn, ob ich nicht selbst kann meinen Rechtstreit führen!” —Rückert
Laß seyn, was du nicht hörst! weil sichs von selbst versteht,Rückert
Laß tragen dich von flinken RossenLenau
Laß uns bescheiden seyn! Wir waren unbescheiden,Rückert
Laß uns im Fluß der Zeit die Ewigkeit betrachten!Rückert
Laß uns in Gottgefühl den Sinn der Welt auflösen!Rückert
Laß uns zufrieden seyn! Wir waren unzufrieden,Rückert
Laß uns, was vor uns steht, gewahren und erfahren,Rückert
Laß wach dich im Genuß nicht Mäßigkeit verdrießen.Rückert
Laß wenigstens den Traum sinnreich und trostreich seyn!Rückert
Lass’ er, so sagt man, nie mehr sich von ihnen rühren.Rückert
Lassen sie die Säbelklingen.Lenau
Lassen tiefempfundne MärenLenau
Lassest du nicht schauen.Lenau
Laßt allein mich zehn die Straßen!Lenau
Laßt aus dem streitigen dahin zurück uns ziehn!Rückert
Laßt aus Nothwendigkeit zur Wirklichkeit uns schreiten,Rückert
Laßt den Armen nicht allein!Lenau
Laßt den stillen Mann allein;Lenau
Läßt der Mann die Geißel knallen;Lenau
Läßt die Rose tragen;Lenau
Läßt die Windmühl ruhn die Flügel;Lenau
Läßt dir der WasserfallLenau
Laßt dort nur ungestört Chimären und Zentauern,Rückert
Läßt ein andres schon an seinem pochen.Lenau
Läßt einen völlig unbekannten Schmack empfinden;Rückert
Laßt endlich, um den Streit ums Wahre zu versöhnen,Rückert
Läßt er dort Weib und Kind, das kurz gefundne Glück.Rückert
Laßt euch Gottes Zeichen frommen! —Lenau
Läßt fahren die Beut, es schweigt sein blutig Gelüste,Lenau
Laßt gelten einen Dichter:Lenau
Läßt hörbar nun Welle auf WelleLenau
Laßt ihn das Gute thun, gebt ihm zum Guten Raum;Rückert
Läßt ihn leuchten in den See.Lenau
Laßt ihn nur liegen so! Was könnt’ ich bessers haben,Rückert
Laßt ihn ziehn; doch nicht in eure RundeLenau
Laßt ihr den Mond ins Brautbett scheinen,Lenau
Läßt jeder einmal noch die Flinte knallen. —Lenau
Laßt mich vergessen, daß ich je sah Todtenzüge!Rückert
Läßt Natur die Erd in Freuden prangen,Lenau
Laßt nur die Taumler ins Verderben rennen;Lenau
Laßt sehn, ob nicht die Glut sich auch in Asche legt,Rückert
Läßt sein buntes Spielzeug fallen. —Lenau
Läßt sein Laub zu Boden wallen,Lenau
Läßt sich der höhre Geist herab auf solche Weise.Rückert
Läßt sich von ihr umtanzen,Lenau
Laßt uns in tiefste SchattenLenau
Laßt uns, eh wir durchs Wort das Wesen schaffen können,Rückert
Laßt uns, wie man uns ruft, verlodern in die Luft,Rückert
Laßt wandeln ihn am WiesenhangLenau
Lastträger, ohne Lust und Leid,Lenau
Laubwerk, das sie umschloß,Lenau
Lauernde FrösteLenau
Launisch greifen ihm, heut schmückend,Lenau
Lauschen nach dem wilden Wogenbrande,Lenau
Lauschend hört Merlin entzücktLenau
Lauschend treten alle SchmerzenLenau
Lauscht dem Strom, der immer klagt im Grunde.Lenau
Lauscht den Stimmen, die das LiedLenau
Lauscht des Sprossers glückselige Braut.Lenau
Lauschten die SterneLenau
Laut auf zum höchsten Brande.Lenau
Laut im heiligen Orkane,Lenau
Laut mit ungestümer FreudeLenau
Laut rufend in den dunkeln Wald des Lebens,Lenau
Laut ruft und innig in die Mondennacht,Lenau
Laut ununterbrochne Donner krachen,Lenau
Lauter immer, immer tollerLenau
Lauter wird der Lüfte Streit,Lenau
Lauter wogt der Bach und trüber,Lenau
Lautes Gelächter werth, doch beides ist verloren.Rückert