Lyrik


Gedichtzeilen Je

Je gerührt zum Freudenschauer,Lenau
Je größer einen Kreis du hast zu übersehn,Rückert
Je größre Lernbegier, je lieber man sie stillt.Rückert
Je höher aber selbst wird deine Einsicht steigen,Rückert
Je höher auf du klimmst, je höher steigt die Leiter;Rückert
Je höher er sich hob, je höher mußt? es weichen.Rückert
Je höher hin er folgt, je höher hin es flieht.Rückert
Je höher selbst er stand, je höher stehest du.Rückert
Je Höheres du aus vom Höchsten sagen magst,Rückert
Je klarer wird der Geist in Allem dir sich zeigen.Rückert
Je künstlerischer sie anordnet und verklärtRückert
Je kürzer wird die Lust daran zusammenschwinden.Rückert
Je länger du’s gehabt, je länger willst du’s haben,Rückert
Je länger sich in meinen TränenLenau
Je mehr und mehr beschwingend.Lenau
Je mehr vom Zwang der Zunft sich die Vernunft befreit,Rückert
Je minder kann dein Blick in alles Einzle gehn.Rückert
Je minder oder mehr man ist dazu bereitet.Rückert
Je näher er ihr kommt, scheint weiter zu entweichen.Rückert
Je näher jenem Kreis, wo graden Blicks die SonneRückert
Je näher schon am Mund, je duftiger das Brändchen.Rückert
Je schlechter nur, jemehr durch Siebe sie gegangen,Rückert
Je schwieriger, je mehr zeigt er die Künstlerhand.Rückert
Je stärker man ihn schlägt, je höher fliegt er all.Rückert
Je tiefer fühlst du daß du nichts im Grunde sagst.Rückert
Je tiefer mit den RäuberkrallenLenau
Je tiefer schloß ins Herz ich einLenau
Je ungeduldiger du wünschest ihr Entgleiten.Rückert
Je vergelten, niemand ihr vergüten,Lenau
Je weiter aber ich hinaufkam, ward mir kund,Rückert
Je weiter spielt die Zeit, dehnt sich der Spielraum weiter.Rückert
Je weitres Feld gewinnt die reine Menschlichkeit.Rückert
Je weniger bekehrst du ihn zum einen Gott.Rückert
Je wenigern du gibst, je mehr nun gibst du ihnen,Rückert
Jede Bewegung auch, vermehren und vermindern.Rückert
Jede Freude dir zu Füßen sank,Lenau
Jede Freude, all mein Leben.Lenau
Jede Freude, jedes schöne HoffenLenau
Jede Waffe an der Stimme,Lenau
Jede Welle sank in Ruh,Lenau
Jeden Helden niederringend;Lenau
Jeden stillen Trost versagen.Lenau
Jeder Blume deiner PflegeLenau
Jeder Pfad verlassen;Lenau
Jeder Schmerz wird doppelt heftigLenau
Jeder Traum, von Liebesschmerz gebunden,Lenau
Jeder Tropfen Weines scheint zu klingen,Lenau
Jeder Versuch dazu gibt eine neue mehr.Rückert
Jeder weiß von ihm zu schwatzen,Lenau
Jeder Welle Fluch, worauf sie fuhren,Lenau
Jedes an seinem Ort, und sah ein jedes passen,Rückert
Jedes Blatt, von MondesblickenLenau
Jedes Glied verdreht;Lenau
Jedes Glück ist seinem DunkelLenau
Jedes Grundstück, wo am bestenLenau
Jedes schöne Auge laut zu singen.Lenau
Jedmal sich der Windstoß rührte,Lenau
Jedoch dabei nichts thun, dort jene zu verwirken.Rückert
Jedoch das Herz das Weib, das er nicht missen kann.Rückert
Jedoch kein Ferngesicht, wovor uns Gott bewahr!Rückert
Jedoch umsonst, daß ich dem Lied geböte,Lenau
Jedwede Jahreszeit hervorbringt Himmelsblumen.Rückert
Jedwede, wieder dir ist keine zugefallen.Rückert
Jedwedem dein Gefühl im Busen anzudichten.Rückert
Jedweden Liebenden, der vorm Geliebten kniet.Rückert
Jedweder hat ein Recht sich selbst anzugehören.Rückert
Jedweder Mensch ist doch nur eine von den SeitenRückert
Jedweder Sieg des Lichts im schwachen Geist vollbracht,Rückert
Jedwedes wär’, allein gehört, villeicht erfreulich;Rückert
Jedwedes, dichtgedrängt sind sie ein Heuschreckschwarm.Rückert
Jeglichen Wasserguß, der ihm enteilt, empfangen;Lenau
Jemehr dann Meisterschaft sich wird dem Werk verbinden,Rückert
Jemehr das Kälbchen saugt, jemehr das Euter quillt;Rückert
Jemehr die Liebe gibt, jemehr empfängt sie wieder;Rückert
Jemehr du aber dich enthebst den engen Schranken,Rückert
Jemehr du aus ihm nimmst, je größer wird der Graben;Rückert
Jemehr du es verstehst, jeminder übersetzlich.Rückert
Jemehr du in dir selbst zum Einklang bist gekommen,Rückert
Jemehr er Lust dir gab, jemehr du lüstern bist;Rückert
Jemehr es abwerts geht, je reicher wird das Leben.Rückert
Jemehr in deiner Brust du sein Geheimnis reifst?Rückert
Jemehr in deiner Brust reift Unvergänglichkeit.Rückert
Jemehr wird er von dir auch außenher vernommen.Rückert
Jenach du willst in sie und aus ihr übersetzen.Rückert
Jenach man es beschaut von unten oder oben.Rückert
Jene begegnen sich zuletzt in Einem Sinn.Rückert
Jene habens hoch getrieben,Lenau
Jene Zeit wird nicht mehr kommen;Lenau
Jenem zu die volle Flasche.Lenau
Jener Abend war entschwunden;Lenau
Jener bange Laut der Heide,Lenau
Jener Berg’ hinüberseh,Lenau
Jener Berge tanzen holdLenau
Jener Brautnacht unermeßne Wonnen,Lenau
Jener Klang vom Hügel.Lenau
Jener Kluft herüber mit den Winden;Lenau
Jener süße Rosentod!Lenau
Jenes Grauen heimlich beben.Lenau
Jenseit der Körperwelt muß eine Lichtwelt stehn,Rückert
Jenseit des Frostes tritt, geweckt von Frühlingsluft,Rückert
Jenseits ihrer Hörbarkeiten,Lenau
Jesu Christi warme Hürde.Lenau
Jesus, deine liebende Gebärde!Lenau
Jetzo ihn wie Grabesluft.Lenau
Jetzo muß ich sie bedauern,Lenau
Jetzo rauschen sie VersöhnungLenau
Jetzo stürzt sie bang zu FüßenLenau
Jetzt aber wird der Sarg geschlossen,Lenau
Jetzt an ihr vorüberziehnLenau
Jetzt bin ich meines Herzens Meister!Lenau
Jetzt die Mühlentrepp empor,Lenau
Jetzt dies zu setzen und es dann zurückzunehmen?Rückert
Jetzt eilen sie windschnell davon und schwindenLenau
Jetzt endlich sollte, was ihn noch nicht traf, betreffen.Rückert
Jetzt fällt mirs immer ein, seitdem ich ihm sie gab.Rückert
Jetzt faßt ein tödlich GrauenLenau
Jetzt frisch und froh herangefahren.Lenau
Jetzt fuhr der Alte auf, entzückt der Störung:Lenau
Jetzt in der Menschheit soll der Einzle sich empfinden.Rückert
Jetzt nah und schon so fern, wie auf der Flucht ein Reiter,Lenau
Jetzt naht dem Unglückseligen leiseLenau
Jetzt sammeln sich die KinderLenau
Jetzt scheint ihr Licht von dort herab durch Wolkenspalt.Rückert
Jetzt sein tapfres Schwert geschwungen!Lenau
Jetzt verliert sich in der FerneLenau
Jetzt von Land zu Land,Lenau
Jetzt Wölfe heulen am verschneiten Grunde,Lenau
Jetzt wollet ihr mit Ruh in eur Gespinnst euch spinnen;Rückert
Jetzt, um zu fliegen, muß es sich papierne SchwingenRückert
Jeweiter seinen Glanz ergießt dis Mittelbild,Rückert
Jeweiter tritt zurück das zeitliche Gewühl,Rückert