Lyrik


Gedichtzeilen Ei

Ei schäme dich, daß dich im Sattel wankelhaftRückert
Ei schäme dich, daß dir noch immer ganz der ZügelRückert
Ei Unglück, besser sollst du als das Glück nicht seyn;Rückert
Ei! seltsam ist des Manns Geleit,Lenau
Ei! Veilchen! wie du töricht bist,Lenau
Ei, daß im KerkersitzeLenau
Eiche in den Grund,Lenau
Eiche und Maria mußLenau
Eichen nieder zu Boden, die frühentseelten,Lenau
Eichenstämme warf ich ins lustige Feuer,Lenau
Eichwald, da hört ich leis und lindLenau
Eidechsen, die sich wiegenLenau
Eigen dem Eigennutz, ohne Geduld und Duldung.Rückert
eil sie den Menschen vor sich selbst zu Schanden macht.Rückert
Eile du zu mir geschwind:Lenau
Eile fort aus meinem Haus!Lenau
Eile fort aus meiner Kammer!Lenau
Eile, Bote, und entweiche,Lenau
Eilen fort im Kampfgewühl;Lenau
Eilen mit ihm anzustoßen.Lenau
Eilend spornt ich meinen Renner,Lenau
Eilfertiger als je die Eilfuhr mit den Gästen,Rückert
Eilig kommen sie heraufgefahren,Lenau
Eilig noch in unsre Sterbehauche,Lenau
Eilst du entgegen,Lenau
Eilt auch schon das gute KlärchenLenau
Eilt dahin im Sturme!Lenau
Eilt der junge Bräutigam zu Rosse,Lenau
Eilt der Jungfrau froh entgegen. —Lenau
Eilt er jetzt im tollen Zug,Lenau
Eilt nun Anna, fürcht’t sich schier;Lenau
Eilt’ er damals, dem GedächtnisLenau
Ein Abschiedsliebesgruß nur von besonders lieben.Rückert
Ein ahnendes BesinnenLenau
Ein ahnungsreicher Traum aus unsrer Kindheit Nacht,Rückert
Ein All Unzähliger, von denen jed's ein All,Rückert
Ein Allerseelentag, wo du vereint in FriedenRückert
Ein allgemeines Recht vertritt die Einzelsache.Rückert
Ein Allgemeines, nur mit Örtlichem versetzt.Rückert
Ein alt baufällig Haus kann man durch Pfeiler stützen,Rückert
Ein alter Dichter, der nur dreier Sprachen GabenRückert
Ein alter Herr die Schrift den Diener mit der Brille.Rückert
Ein alter Kahlkopf hier, dort eine Jungfrau zart.Rückert
Ein alter Vogel lernt nicht mehr; kommt her, ihr jungen,Rückert
Ein alter Weiser lehrt, daß Tugend vielerlei,Rückert
Ein alter Weiser sprach: Den Mann mag’s auch erbauen,Rückert
Ein Alter, dessen Hirn sich nicht mehr so kann schmiegen,Rückert
Ein alter, finsterer Nomad,Lenau
Ein altes Jüngferchen, das ohn? ihn sitzen bliebe.Rückert
Ein altes Reiterlied aus voller Kehle.Lenau
Ein altes Sprichwort sagt: Es hängt sich an den FrevelRückert
Ein altes Sprichwort sagt: Im Trüben ist gut fischen.Rückert
Ein Anblick ists der traurigsten hienieden. —Lenau
Ein anderes Gemüth in jeder andern Lage.Rückert
Ein andrer das Gemüth, von keinem Drang verstört.Rückert
Ein andrer fühlst du dich im Thun, als du dich dachtest,Rückert
Ein andrer hat indeß ihn schweigend abgenommen.Rückert
Ein andrer ist zu faul um aus dem Dienst zu laufen;Rückert
Ein andrer lief vom Dienst, und ist dann wieder kommen,Rückert
Ein andrer schuldig, nicht was du ihm schuldig bist.Rückert
Ein andrer trägt den Herrn in seines Busens Schrein,Rückert
Ein andrer unter dem, kein Mangel zu besorgen.Rückert
Ein andrer wiederum durch Duldmuth und Ertragung,Rückert
Ein andrer, der es sah, sprach: Welcher Thorenritt!Rückert
Ein andres Band; das laßt vom Glauben nicht zerspalten!Rückert
Ein andres Bestes macht er irgend anderswo.Rückert
Ein andres Bienenkind nehmen sie, das zu weiterRückert
Ein andres: gut ists auch im Trüben zu entwischen.Rückert
Ein angestammtes Recht hat jedes Zeitgeschlecht,Rückert
Ein anspruchvolles Buch will im ZusammenhangRückert
Ein Antwortgeber auch als ein vorlauter Frager.Rückert
Ein Ärgernis ist nur, wo man es nimmt, gegeben;Rückert
Ein armes Herz vor Leide bricht.Lenau
Ein armes Ich, doch strahlen sieLenau
Ein art’ges Büchlein ward nun aus der Maulthierbürde,Rückert
Ein artig Grenzgebiet in Mitten ist geblieben,Rückert
Ein Aschenfünkchen muß doch seyn im Aschenhaufen,Rückert
Ein Athlet, auf glattem BodenLenau
Ein aufgeschlagnes Gebetbuch lagLenau
Ein Äußeres allein ist leerer Schein, der flieht;Rückert
Ein Äußerstes wird stets ein Äußerstes verdrängen,Rückert
Ein ausgestrichnes Wort ist ein entstellend Zeichen.Rückert
Ein Bächlein unter Blumen flüstern,Lenau
Ein Baum der Weltvernunft, verzweigt in seine Ranken,Rückert
Ein Beerchen und ein Wurm, die er für seinen TischRückert
Ein Berg, um den sich leicht im Tanz der Schatten dreht,Rückert
Ein beßres hat das Thier, die Pflanze, ja der Stein.Rückert
Ein bessrer Vater muß es seyn, den ich verloren,Rückert
Ein Beter hat erzählt: Lang betet’ ich, und nickteRückert
Ein Bettler geht nie irr, er geht an jedem OrtRückert
Ein Bettler nur misgönnt dem andern ein Stück Brot,Rückert
Ein Bettler steckt wol auch den falschen Groschen ein.Rückert
Ein Bild der Andacht mir, von Weimar Karl August.Rückert
Ein Bild der Schöpfung selbst, die er nur dazu schuf,Rückert
Ein Bild des Lebens ists, was dir dein Vater gab:Rückert
Ein Bild von Großmuth ist der Löw’ und Tapferkeit,Rückert
Ein Bild, an dem er nicht erblickt geliebte Züge;Rückert
Ein Bild, ein Gleichniß macht der Sache Dunkles klar,Rückert
Ein Bild, grad’ angesehn, glich einem schönen Schatze,Rückert
Ein Bild, wie dein Geschöpf nicht stralt, doch sollte stralen.Rückert
Ein Bilderbüchelchen hat heut mich unterhaltenRückert
Ein Bischen lautres Gold für soviel Läutrungsfeuer.Rückert
Ein Bischen lautres Gold für soviel Läutrungsfeuer.Rückert
Ein Bißchen Weh im Kopf, ein Bißchen Weh im Magen,Rückert
Ein bitterlicher Jammer,Lenau
Ein blasser Mond, o Erd’, ist deine Mittagssonne,Rückert
Ein Blatt, wo jegliches Gebet geschrieben stand;Rückert
Ein Blättchen riß sich los als Schmetterling-Cicade,Rückert
Ein Blick sieht überall, er sieht aufs Leben nieder,Rückert
Ein Blick von ihr wird euch und euern Wahn wegräumen.Rückert
Ein blindes Ohngefähr, gleich rauher Stürme Wüthen.Rückert
Ein Blumenantlitz hat noch nie gelogen,Lenau
Ein böser Nachbar selbst mag nicht den guten plagen,Rückert
Ein böses Buch ist, das durchaus dir nicht gefällt,Rückert
Ein böses Irrlicht, lockend sehrLenau
Ein Böses, wenn man es verkehrt zusammensetzt.Rückert
Ein Brocken ists, womit vorlieb ein Bettler nimmt.Rückert
Ein Bruchstück immer ist des einzlen Mannes Wissen,Rückert
Ein Bruchstück, welches auf sein Ganzes sich besinnt,Rückert
Ein Bruder oft, den nicht die Mutter dir gebar.Rückert
Ein Buch, aus dem du viel Gedanken nehmen kannst,Rückert
Ein Buch, gelesenes, bringt dir die Welt ins Haus,Rückert
Ein Bücherkatalog fiel heut in meine Hand,Rückert
Ein Büchlein, das mir will beweisen, was ich glaube.Rückert
Ein Bücken darf dich nur und Drücken nicht verdrießen;Rückert
Ein bunt Gevögel, singend wunderbar.Lenau
Ein bunter Schattenwurf der Himmelssonn' allein.Rückert
Ein Büßer, der im Wald bei strenger Buße büßte,Rückert
Ein Dach dir, und ein Mahl die Frucht, die er verstreut.Rückert
Ein dem Bedürfnis angemeßnes, ungemeßnes.Rückert
Ein denkendes Gefühl, ein innerlicher Sang,Rückert
Ein Denkmal läßt zurück, das hundert Jahre lebt.Rückert
Ein dich schließen und verwahren,Lenau
Ein Dichter ist ein Thor, der das der Welt zu zeigenRückert
Ein Dolch ins Herz ist ihr sein Frost.Lenau
Ein Dolch, gewetzt im Mondenschein,Lenau
Ein Doppelbündelein hat jeder Mann empfangen,Rückert
Ein Drittel bist du selbst, ein Drittel ist die Welt,Rückert
Ein dritter durch Genuß der Güter dieser Erde,Rückert
Ein dritter fragt nicht erst, was ihm der Herr befiehlt,Rückert
Ein drittes fordert' er. „Gib ihm das dritte Stück.Rückert
Ein Drittes lebt, und ist dir nah, und doch getrennt;Rückert
Ein drittes rief die zwei, sonst schliefen sie noch tief.Rückert
Ein drittes, und er wird villeicht ein Knie noch beugen.Rückert
Ein Duft der Herzlichkeit, ein Duft der Lebenstreue;Rückert
Ein dunkles Wortspiel war, wird ihr nun klar bewußt.Rückert
Ein düsterndes Gestöhn, Geschnaub aus welchen Nüstern?Rückert
Ein Edler auf Besuch kam zu dem Thor des Andern,Rückert
Ein edler König sprach: des Fürsten Schätze ruhenRückert
Ein eigenes Geschlecht Luftgänger ward aus jeder.Rückert
Ein eigner Anblick ists, im sommerlichen ThalRückert
Ein eigner Zauber liegt im langgewohnten Alten,Rückert
Ein eingebildet Unglück seine Ruh,Lenau
Ein einzig Bienchen wacht, noch schweigt der ganze Chor.Rückert
Ein einzig Bienchen war im Bienenstock erwacht,Rückert
Ein einzig Blümchen lacht, noch schläft der ganze Flor;Rückert
Ein einzig Blümchen war am Blumenstock erblüht,Rückert
Ein einzig Zicklein führt am rothen Bändchen er.Rückert
Ein eisernes Gesetz hat gleiche Strafe, Tod,Rückert
Ein Eitler, der allein sich dünkt die ganze Welt.Rückert
Ein Engel stand vor mir, und hielt in seiner HandRückert
Ein Engel vor dem Paradies. —Lenau
Ein Engelmaler kann des eignen Leibes MängelRückert
Ein enges Herz, das sich verstockt im Winkel hat,Rückert
Ein ernster Freund, mein einziges Geleite,Lenau
Ein Esel ist wer nicht kommt zum Entschluß deswegen,Rückert
Ein ew'ger Liebesblick der Schöpfung Blüt' erschließt.Rückert
Ein Fächer, und sogleich verschwindet es mit Lächeln.Rückert
Ein farbenbuntes Bett, ein kühles Laubgemach,Rückert
Ein Faß zu sein, ein Faß zu sein,Lenau
Ein Faß, dem lieben Wein ergeben,Lenau
Ein fehlgeschriebner wird nie gründlich weggewischt.Rückert
Ein Feind schläft selber nicht, und läßt uns auch nicht schlafen;Rückert
Ein Feld ist das Gemüth, und du bist sein Besteller;Rückert
Ein Fenster offen hier, ein Fenster offen dort,Rückert
Ein fester Standpunkt sei in deinem Kreis dir eigen,Rückert
Ein Feuersplitter, dir ins Tal.Lenau
Ein Feuerstrom, der, ohn’ Holz oder Kohlenfeuer,Rückert
Ein Fischer horcht' erstaunt, der beide wollte fangen;Rückert
Ein fleckenloses Blatt ist jungfräuliches Herz;Rückert
Ein Fleiß'ger Fleißigen ihn sterbend übergeben;Rückert
Ein Flöckchen Wolle nur, es ward davon nicht nackt.Rückert
Ein Fluch des Himmels den, der es hätt’ angetastet.Rückert
Ein flücht’ger Sonnenblick, ein Thau aus Wolken sprühend,Rückert
Ein flüchtger Lichtstrahl, in den Stein gemauert!Lenau
Ein flüchtig Lächeln des Geschickes,Lenau
Ein flüsterndes Getön im Laub der alten Rüstern,Rückert
Ein fortgesetzter Spiegel.Lenau
Ein Fortschritt auf dem Weg zu höherm Ziele sei.Rückert
Ein Frauenbild, erhellt von Lampenschein,Lenau
Ein freches Weib, mit wirren Flatterhaaren,Lenau
Ein freier Mann, der nur sich selbst gehorchen kann.Rückert
Ein freies Volk mit Macht; er that was er vermocht.Rückert
Ein Freudentränenstrom, dem Lenz entgegen;Lenau
Ein Freund, den das verdrießt, der ist nicht von Belang.Rückert
Ein Freund, um irdischen Gewinnstes OpferungRückert
Ein Freundeswort ein gutgemeintes übel nimmt.Rückert
Ein freundlich Bild des Lebens.Lenau
Ein freundliches Gesicht wird Hoffnung dir erwecken,Rückert
Ein friedliches Gebiet ist groß genug verliehn;Rückert
Ein froher Abend wirkt wie Zauber durch die Nacht;Rückert
Ein frommer Bettler stand an Krämerladenwand,Rückert
Ein Frommer, der fern auf der Kanzel uns erbaut,Rückert
Ein Führer kräftigt sich am Anblick seiner Treuen,Rückert
Ein Fuhrwerk wars, wie bei den AltgermanenLenau
Ein fünftes, und er wird den Hut nachlässig rücken.Rückert
Ein Fünkchen Menschenlieb’, ein Körnchen Menschenachtung?Rückert
Ein furchtlos Geisterheer sie kalt empfange.Lenau
Ein Fürst ließ seinem Sohn verfertigen ein Schild,Rückert
Ein Fürst, ist immer nur das gleiche Bild geprägt.Rückert
Ein ganz besonderes war stets damit vereint.Rückert
Ein ganzer Frühling wächst mit einmal aus der Erden;Rückert
Ein ganzer ist, wer ungetrennt vereint die beiden.Rückert
Ein Ganzes in sich selbst das Gröste wie das Kleinste,Rückert
Ein Ganzes werden nie Bruchstücke groß und klein;Rückert
Ein Ganzes wird der Theil, den du für sich betrachtest:Rückert
Ein Ganzes, das besteht aus tausend kleinen Ganzen.Rückert
Ein gar herzlieber Gesell!Lenau
Ein Garten prangte frisch mit Blumen, Früchten,Lenau
Ein Gärtner sieht am Baum, was er für Frucht wird tragen.Rückert
Ein geheimes Wort ins Ohr,Lenau
Ein Geier ist der Krieg, Herzblut ist sein VerlangenLenau
Ein Geier nahte kühn zum Kerker seiner Lust,Rückert
Ein Geier seinem Felsenhorste zu.Lenau
Ein Geist dort spukt in Mönchsgewand,Lenau
Ein Geist, der schöpferisch den meinen angehaucht,Rückert
Ein Geist, in dem vermählt Verstand ist und Gefühl,Rückert
Ein Geiziger, der mit Begier sein Gold beschaut,Rückert
Ein geknicktes Volk geblieben.Lenau
Ein Geschlecht von Menschen wacht.Lenau
Ein Gewitter in den Alpen,Lenau
Ein Gewitter in die Schlucht,Lenau
Ein gleich Bedürfnis wird verschiedentlich gefühlt,Rückert
Ein Glied des Leibs zu seyn, der tausendfach sich gliedert,Rückert
Ein Glöcklein trägt das Mittelroß der Gabel,Lenau
Ein Glück, das plötzlich kam, wird plötzlich wieder gehn;Rückert
Ein goldner Regen floß herab vom Himmelsraum,Rückert
Ein Gott, der still geahnt ruht hinter den Tapeten,Rückert
Ein Gott, der überall ist schweigend anerkannt,Rückert
Ein Gottesbild am Weg; andächtig hin wird tretenRückert
Ein Gotteskasten ist des Armen leerer Bauch,Rückert
Ein Göttliches, daraus, darein zurück sie schwammen.Rückert
Ein Göttliches, o Mensch, mußt du in dir erkennen,Rückert
Ein Grashalm wächst nicht leicht dem Palmbaum übern Kopf;Rückert
Ein Grauen: plötzlich aus des Schlosses TiefenLenau
Ein grauer Bart am Hals, und noch die Kinderflecken!Rückert
Ein Greis trat lächelnd mir entgegen,Lenau
Ein Greis von finstern Augen, bleichen Locken.Lenau
Ein Greis, bemüht, die braunen RückenhaareLenau
Ein grollendes und eins das nur gezwungen lacht.Rückert
Ein großer Rückschritt schien von dort zu hier gethan,Rückert
Ein Großes an sich selbst darf man wie’s ist nur lassen.Rückert
Ein Grund der Bildung ist dir an- und eingeboren,Rückert
Ein grünes Blatt, ein Hauch der LuftLenau
Ein gut Gewissen nur wird bei der Hand dich fassen,Rückert
Ein gut Wort, gut gesagt, und auch gut aufgenommen,Rückert
Ein Guter aber sich im Gegentheil befleißen,Rückert
Ein guter aber wird den bösen selbst ertragen.Rückert
Ein gutes Jahr geht früh mit gutem Frühjahr an;Rückert
Ein gutes Werkzeug braucht zur Arbeit ein Arbeiter,Rückert
Ein Gutes, Schönes steht, Ein Wahres dort gewis;Rückert
Ein Gutes, Wahres klar in schöner Form gestaltet.Rückert
Ein halb Jahrhundert lang freut' ich mich Jahr um Jahr,Rückert
Ein halberschlossnes Lied auf morgen auch zurück.Rückert
Ein halbes Jahr ist's nur, daß du bist hingegangen,Rückert
Ein halbes Körnchen und ein ganzes hat der Tropf,Rückert
Ein Halm, auf den es ewig niederhagelt!Lenau
Ein Hauptstück deines Guts, dein höchstes Gut mit Recht;Rückert
Ein hausgeborner Knecht, ohn’ eignen Sinn und Rath.Rückert
Ein Häutchen zart und fein, das schwoll im Wind als Segel.Rückert
Ein hebendes Gefühl, daß du auf rechten WegenRückert
Ein Heil, das Unruh heilt, und das die Ruh ertheilt,Rückert
Ein Heil, dem Heilung dankt das Herz, wenn es erkranktRückert
Ein heilend Lüftchen Nebel zuLenau
Ein heiliges Gefühl, daß du ihm angehörest,Rückert
Ein Heimchen schwirrt, und macht den Wanderer gedenkenRückert
Ein heiteres Gemüt ist gleich in jeder Lage,Rückert
Ein Held ist, wer, versucht, der Lockung widersteht.Rückert
Ein heller Morgen bringt dir einen guten Tag;Rückert
Ein herbes Menschenleben;Lenau
Ein Herr, — der Rosse HufLenau
Ein herrliches Gefühl ist es, in sich empfinden,Rückert
Ein Herrscher der Gewalt unwill?ger Sklavenhorden.Rückert
Ein Herz das Unruh fühlt, ist noch in sich nicht heil;Rückert
Ein Herz, das Lieb und Sorge dicht umhegen,Lenau
Ein Herz, dem untergieng die Klarheit in der Trübung,Rückert
Ein herzensholder Herr hat oft unholde MienenRückert
Ein Himmel auf der Wanderung;Lenau
Ein Himmelslicht dir eingeschlossen deuchtet.Lenau
Ein Höchstes ist es doch, wo Höheres gebricht.Rückert
Ein Höchstes ist Genuß, ein Höh’res sel’ge Ruh;Rückert
Ein hoher Fichtenstamm, sein Haupt vom Sturm gepflückt,Rückert
Ein hohes Ideal dem einen schwebte vor,Rückert
Ein hohes Räthsel ists, wie alle sind berufenRückert
Ein holdes Weib als Braut umschlungen,Lenau
Ein hölzern Rösslein rennt auf endlos grünen Räumen,Rückert
Ein hölzernes Gefäß, gefüllt mit Willkommsflut,Rückert
Ein Hunderttheil so stark, als von dem Grobschmied einer.Rückert
Ein hungeriger Gast wird auf dem Wege seyn.Rückert
Ein Hussit im Walde dort,Lenau
Ein im unendlichen Großen unendlich kleines;Rückert
Ein indischer Brahman, geboren auf der Flur,Rückert
Ein Inneres allein, nur Gott ist der es sieht.Rückert
Ein Inneres, soweit im Äußern es erscheint;Rückert
Ein innig freudiges in seiner Gnade Wallen.Rückert
Ein innres Aug? und Ohr, im Äußern müßig ruhn,Rückert
Ein irrer Geist, der weilend fliehtLenau
Ein Irrthum abgethan ficht dich nicht weiter an,Rückert
Ein Irrthum irret nicht den wahren Drang des Strebens;Rückert
Ein Irrthum ist nur durch den andern zu bezwingen.Rückert
Ein Irrthum weggeräumt gibt einen wahren Satz;Rückert
Ein Jäger findet sie, der früh zur Jagd ausgeht.Rückert
Ein jeder baue nur mit Lust sein eignes Zelt;Rückert
Ein jeder eilt, dich noch zu findenLenau
Ein jeder Glaube hält sich für den einzig wahren,Rückert
Ein jeder hat ein Recht zu leben wie er kann,Rückert
Ein jeder hat sein Recht, um sich in sich zu ründen;Rückert
Ein jeder ist sich selbst der nächste. Zeugen sindRückert
Ein jeder Tag ist für den Geist ein Erntetag.Rückert
Ein jeder trägt das werte ProbezeichenLenau
Ein jedes Band, in das du noch dich fühlst geschlagen,Rückert
Ein jedes Blatt der Freiheit Leichentuch!Lenau
Ein jedes haschte flink auch einen Mundvoll Speise.Rückert
Ein jedes Thier der Trift hat seine Nahrungsweise;Rückert
Ein jedes Tröpfchen Thau kann Gottes Spiegel scheinen.Rückert
Ein jedes Wesen eingepflanzt hat von NaturRückert
Ein jegliches, wie ich’s der Reihe nach gesprochen;Rückert
Ein Jerusalem, papieren,Lenau
Ein Jubelchor von Sängern schmettertLenau
Ein jugendlicher Fürst vermeide nur den Wein.Rückert
Ein junger Kritiker und Dichter tritt ins Feld,Rückert
Ein junger Mann nun plötzlich vor ihm stand,Lenau
Ein Junges sinkt hinab, alsob's kein Adler sei,Rückert
Ein jungfräuliches ErrötenLenau
Ein Jüngling seinen Lebenslenz;Lenau
Ein kalter Tropfen fiel auf die glühende Stirn:Lenau
Ein kaltes, plumpes, blödes Ungeheuer,Lenau
Ein Kind aus der Kajüte.Lenau
Ein Kind das wir erziehn, ein Büchlein das wir schreiben.Rückert
Ein Kind ich, selig betend, oft gekniet,Lenau
Ein Kind mit Lächeln kämpft, ein andres mit Geschrei,Rückert
Ein Kind, das läuft vorm Jahr, geschiht ihm sonst kein Schade,Rückert
Ein Kind, fällt’s auf den Kopf, steht wieder auf sogleich,Rückert
Ein Kindchen, das zuerst auf seinen Füßchen steht,Rückert
Ein Kleeblatt Reisender hat Glück auf jedem Schritte;Rückert
Ein kleines Auge, wie ers brauchet, die Natur,Rückert
Ein kleines Ungemach kan großen Schaden kühlen.Rückert
Ein kleines Weh, das, recht besehn, ihm frommen mag.Rückert
Ein Kleinod einem Mann, und ihm für alle StundenRückert
Ein Kloster; auf die Höh wie kommt hinauf der Sumpf?Rückert
Ein kluger Wandersmann ruht aus am Scheidewege;Rückert
Ein Knabe lernt nur von geliebten Lehrern gerne;Rückert
Ein Knabe vor das Glöcklein schwingt,Lenau
Ein König aber braucht nichts einem zu misgönnen,Rückert
Ein König göttlich gut, hätt' er dazu die Macht,Rückert
Ein König möcht' ich seyn, ein Herr der Morgenlande,Rückert
Ein König ward gefragt, was ihm das Liebste seiRückert
Ein König wäre das von unbescholtnem Preise,Rückert
Ein König, dem das Reich ein andrer abgewonnen,Rückert
Ein königlicher Spruch von Sonnenschein und GnadeRückert
Ein Königsreiher schwebt hoch über ihm gemach;Rückert
Ein Körnchen Reißes unverzehrt beim Opfermale;Rückert
Ein Krämer liebt im Kram, was abgeht und gefällt;Rückert
Ein Kreis, des Mittelpunkt, wenn er ist irgendwo,Rückert
Ein Krokodil, das man für einen Rachen hält.Rückert
Ein Krückennothbehelf gebrechlicher Gedanken.Rückert
Ein Kruzifix so ernst, versöhnungsmild.Lenau
Ein kühner Jäger, der die Jungen weggenommen.Rückert
Ein Labehaus gebaut für die des Weges schritten.Rückert
Ein Lager mir, da kam ein Rauch geflogen,Lenau
Ein langentfernter Freund, ein weitgetrennter, kamRückert
Ein langer lauer Lenz, ein linder langer Herbst,Rückert
Ein Leben tausendfach, das sich des Lebens freut.Rückert
Ein Leben, um so mehr sind widerlich die Scheiter.Rückert
Ein Lebendes, weil so ein König es geschont.Rückert
Ein lebenswarmes Erdenkind.Lenau
Ein leeres Haus, worin die Menschen nicht mehr wohnen,Rückert
Ein Lehrer lehrt dich, daß es keine Wahrheit gebe,Rückert
Ein Lehrgebäud' und ich nur Lieder draus gesponnen.Rückert
Ein Leichentuch zerfetzet,Lenau
Ein leicht erwärmter Freund wird leicht erkältet seyn.Rückert
Ein leichter Anflug nur von Mundart steht ihm gut,Rückert
Ein leichtes Meiden und ein schweres Scheiden.Lenau
Ein leichtes Wölkchen, das in seiner Helle schwimmt,Rückert
Ein leider Nachbar ist ein Leid, dem du nie fliehst,Rückert
Ein leidliches Getränk schlecht Wasser, schlechter Wein.Rückert
Ein Leidliches nur wird vom Bessern schwer bezwungen.Rückert
Ein leises Morgenroth anglimmend und verblühend.Rückert
Ein leises Schreiten der Vergänglichkeit,Lenau
Ein leises Wort gesagt, das seinen Grimm beschwor.Rückert
Ein Leitstern meinen BrüdernLenau
Ein Liebeszeichen froh entgegenhält;Lenau
Ein Liebeszeichen froh entgegenhält;Lenau
Ein Lied mein Liebchen sängeLenau
Ein lindes Badetuch reicht dir die Morgenluft,Rückert
Ein Los der Sehnsucht wert zu finden.Lenau
Ein Lüftchen nur ist mein Geleit;Lenau
Ein Lüftchen spielt im Gezweige;Lenau
Ein lust’ger Bettler mag so trösten seinen Sohn,Rückert
Ein mächt’ger König sprach: Mehr als im ÜberwindenRückert
Ein Mädchen seh ich dort am SchattenrandLenau
Ein Mädchen zart und engelreinLenau
Ein Mädel sitzt an seiner Seit,Lenau
Ein Mahner an die Schwüre,Lenau
Ein Manigfaltiges, ein Vielgestaltiges,Rückert
Ein Mann zu werden, ist des Kindes Stolz; ein MannRückert
Ein Mann, dem jedermann des Grüßens Ehr' anthut.Rückert
Ein Maßstab sei es euch, gebraucht mit Maßen ihn!Rückert
Ein Mensch nimmt aus der Welt mehr oder minder Licht,Rückert
Ein Mensch seyn ohne Gott, was ist das für ein Seyn!Rückert
Ein Mensch zu seyn, das ist nicht groß und ist nicht klein.Rückert
Ein Mensch, und Menschliches so oder anders treiben.Rückert
Ein Mensch, zum Sturz bereit, den er nicht vorempfand.Rückert
Ein Menschenkenner oft den Menschen unbequem.Rückert
Ein Menschenkönig und die Kön'gin der Gedanken,Rückert
Ein Menschenruf, den sie auf lauem Fittig trug.Rückert
Ein Menschenschwarm herum, Wettkämpfer alle,Lenau
Ein menschlich Mitgefühl in deinem Kreise nur.Rückert
Ein menschlich Vorbild ist in allem dir, was thatRückert
Ein milder Spruch aus deinem Munde grüßte!Lenau
Ein milder Tröster, sich zu ihm verirren;Lenau
Ein milderes Gesetz der Liebe sprach dagegen:Rückert
Ein mildres aber raubt ihm seine Kraft, und glaubt,Rückert
Ein Mittel sag' ich dir: du mußt die Schlechten adeln.Rückert
Ein Mittleres, was sich von keinem weit entfernt?Rückert
Ein Mörder, frech im Tod wie Leben, werden kann,Rückert
Ein Morgenlüftchen streut ihm duftge RosenLenau
Ein müdes Schwalbenvolk, heruntersinken.Lenau
Ein Muster, daran ihn Lieb’ und Nachahmung bindet.Rückert
Ein muth’ger Will’ ist gut, noch besser will’ger Muth,Rückert
Ein Nachen, fischervoll,Lenau
Ein nachgebetet Wort der Lehre nützet nicht,Rückert
Ein nachgesprochenes Gebet kann etwa nützen,Rückert
Ein Nachhall dieses Liedes ist entsprungenLenau
Ein Name, zieh es fest, daß er dir nicht entschlüpft.Rückert
Ein Narr nur weiter sich.Lenau
Ein närrisch Puppenspiel, worein er trugLenau
Ein neckend Schattenvolk, vorüberschwirren,Lenau
Ein Netz der Täuschung, das die Sehkraft selbst sich wob,Rückert
Ein neues Hoffen, das zu seiner Zeit gebiertRückert
Ein neues Mahl auftrug, und es mit Anmuth würzte.Rückert
Ein neues Vorurteil muß uns von alten heilen;Rückert
Ein neues wieder und sein Leben dran verliert.Rückert
Ein neugekauftes Buch, ein selbstgebautes Haus,Rückert
Ein niedrer Sinn ist stolz im Glück, im Leid bescheiden;Rückert
Ein nochso schöner Fluß, darauf nicht Schiffe gehn,Rückert
Ein nur gemaltes Pferd, ja gar ein nur in StrichenRückert
Ein Obdach suchten wir bei Nacht als müde Schreiter.Rückert
Ein Odem warm und kalt ist in des Windes Nasen;Rückert
Ein offner Wald am StraßensaumeLenau
Ein Opfer hier, ein blühend Kind gegeben,Lenau
Ein Paradis zu seyn, wie Fantasie es dichtet,Rückert
Ein Pflanzenkeim, der erst sich in zwei Läppchen spaltet,Rückert
Ein Pflanzenleben ist der Mensch zuerst berufenRückert
Ein Pflegevater auch ward ihm von fremdem Stamme.Rückert
Ein Plätzchen wo zu nehmen,Lenau
Ein Polenheld und grollet still,Lenau
Ein Punkt im Ganzen ist, in sich ein Lebensball.Rückert
Ein Pünktchen und zugleich ein Mittelpunkt, ein Ich;Rückert
Ein Quell hervor, die bange Ruh zu stören,Lenau
Ein Rachedämon, brausend hingefahren.Lenau
Ein rasches Pochen ists, ein ungeduldigs DrängenLenau
Ein Räthsel zwar, doch das ist dir nicht räthselhaft:Rückert
Ein Rätsel, unerfreulich zu erkennen.Lenau
Ein rätselhaft gebornerLenau
Ein Räuber singt: »Wir sind so frei,Lenau
Ein Räuber spukt im Haus umher,Lenau
Ein rauchender Turm von Ilion;Lenau
Ein rechter Lehrer ist, wer pilgernd alle StätenRückert
Ein rechter Mann hat zwei Gesichter, die er hältRückert
Ein Regen fiel die Nacht, doch war er nicht einweichend,Rückert
Ein reges Lebensheer, ein Wimmeln ewig munter.Rückert
Ein Reich des Friedens blüht, wie fern auch der Erreichung,Rückert
Ein Reich des Friedens ist, der Unschuld einst gewesen,Rückert
Ein Reicher in der Fremd? ist überall zu Haus,Rückert
Ein Reicher sah den Dieb, der an der Hand verholenRückert
Ein Reisender ist stets vor Räubern in Gefahr,Rückert
Ein Reiter kehret ein, am Morgen weiter trabend.Rückert
Ein reizend Landschaftbild, ein andres vorwerts winken.Rückert
Ein reizendes Gesicht ist kranker Augen Balsam,Rückert
Ein Sängerchor und sang zum Harfenspiele:Lenau
Ein Säugling ist der Geist, Natur ist seine Amme,Rückert
Ein Schäfer kommt gar oft zu mirLenau
Ein Schatten im Gemüt von einem deiner GästeRückert
Ein Schatten, welcher nie vom Lichte sich verlor,Rückert
Ein Schatz ist sicher auch im Seckel nicht zu tragen,Rückert
Ein Schauer meldet sie; und nun erscheint sie gleich,Rückert
Ein Schein Vergangenheit, ein Schein die Zukunft nur.Rückert
Ein Schiff vor Anker, doch die Segel aufgespannt;Rückert
Ein Schiff, das ganz und gar aus Proviant besteht,Rückert
Ein schlafend Kind! o still! in diesen ZügenLenau
Ein Schlängchen schlängelte durch Gras und Gries herbei;Rückert
Ein schlechter Jagdhund ist, der vorlaut bellend scheuchtRückert
Ein schlechter Kreuzer wird vielleicht einmal zum guten,Rückert
Ein Schlechtes ist, wenn kommt das Gute, leicht verdrungen;Rückert
Ein schlechtes Schauspiel ists, wenn hoch die Niedern steigen,Rückert
Ein schlechtes Zeugnis gebt ihr selber eurer Lehre.Rückert
Ein Schleier hielt das Liebchen mir umschlungen,Lenau
Ein Schlemmer aber mag in kleinen Bissen kauen,Rückert
Ein schlichter König pflegt’ umherzureisen.Lenau
Ein schlimmer Tischfreund ist Begierde, die nicht sattRückert
Ein schlimmer Wunsch: Weh' uns, daß andern wohl es gehe!Rückert
Ein schlimmes Treiben ists, bei dem es nicht kann bleiben,Rückert
Ein schlimmes Treiben ists, bei dem es nicht kann bleiben;Rückert
Ein schmerzlich Angedenken,Lenau
Ein schmerzliches Gelächter schlägtLenau
Ein Schmetterling mit mattem FlügelLenau
Ein Schmetterling über den HügelLenau
Ein Schmutz hinweggefegt, ein Rost hinweggescheuert,Rückert
Ein Schneegebirg von Menschengebeinen, hoch;Lenau
Ein schnelles Jahr voll bittrer Wonn entwich,Lenau
Ein schöner Augenblick, schön weil er schnell entfliegt;Rückert
Ein schöner Garten lag am Weg, ich stand davor;Rückert
Ein schöner Sommertag, den ausgesprungen habend,Rückert
Ein schönes Bild, bei dem ein tiefer Sinn sich denkt.Rückert
Ein schönes helles hat den Sinn verschönt, erhellt.Rückert
Ein schönes Spiel! solang der Frühling säumt,Lenau
Ein schönes Streben ist’s, den Guten ähnlich werden,Rückert
Ein Schrei, ein Krach — und alles ist verschwunden —Lenau
Ein schüchternes Gefühl: ›Wir sind gefallen!‹Lenau
Ein Schütz, der treffen will, muß zu ein Auge thun.Rückert
Ein schwacher Augenblick, Homers, des Alten, Nicken.Rückert
Ein schwankes Zelt, das wir bezogen —Lenau
Ein Schwein mit grunzendem Behagen.Lenau
Ein Schwert im Grase blinken,Lenau
Ein schwüler Sommerabend wars, ein trüber,Lenau
Ein Seelentrost und Freund; das sei auch mir und bleib' es.Rückert
Ein Sehnen faßt mich im Gemüt,Lenau
Ein seltenes Gewächs, das wir im Garten treiben,Rückert
Ein siebenter, villeicht auch wird er einst geboren?Rückert
Ein Sinn mit einem Bild aufs innigste vereint.Rückert
Ein Sinnbild des Vereins der Schale mit dem KerneRückert
Ein sinnverwirrendes verwirrtes Schaugepränge;Rückert
Ein Söhnlein froh im Arm geschwungen.Lenau
Ein solcher Gruß, wieviel des Großen du und SchönenRückert
Ein solcher Kund? ist es, auf den die Krämer hoffen.Rückert
Ein solcher möcht' ich seyn, um ohne Scheu und BangenRückert
Ein solcher Widerschein ist selbst die Sonne nurRückert
Ein solcher, wenn er fein will danken allen Grüßen,Rückert
Ein solches Wunder ists, wenn in der Zeit, beflecktRückert
Ein Sommernachspiel und ein Frühlingsvorspiel sei.Rückert
Ein Sphärenwirbel von beseelten Einzelheiten,Rückert
Ein Spiegel auch, darin du selbst dich schauend bist.Rückert
Ein Spiegel bist du nicht allein der Welt, sie istRückert
Ein Spiegel ist das Meer, von keinem Sturm empört,Rückert
Ein Spiegel wirft den Glanz dem andern Spiegel zu,Rückert
Ein Spiel dein Lernen und dein Spiel ein Lernen ist.Rückert
Ein Spinnenfädchen ist dein Böses im Anfange,Rückert
Ein Sprichwort sagt, darauf magst du dein Glücke bauen:Rückert
Ein Sprung, was schadet er, wenn er uns ist gelungen?Rückert
Ein Stadtthor kanst du wol verschließen mit dem Riegel,Rückert
Ein Stamm, der sich in Ast und Zweig und Blatt entfaltet.Rückert
Ein stärkendes Gefühl soll Lob und Tadel geben,Rückert
Ein Stäubchen Aschen, aufbewahrt vom Opferfeuer;Rückert
Ein stehngebliebner Freudenblitz,Lenau
Ein Steinchen spielend in die Tiefen:Lenau
Ein Stern mit ewig heller Pracht.Lenau
Ein stilles Wunder einst geschehen.Lenau
Ein Stöhnen auf der Walstatt, ausgestoßenLenau
Ein störendes GeleiteLenau
Ein Streben mag mit Lust den Strebenden betrügen,Rückert
Ein Streben, das durch Kampf beständig vorwerts schreitet.Rückert
Ein Strohseil zieht sogut wie eins aus Hanf gesponnen,Rückert
Ein Strom sein Bette durch beschäumte Felsen sprengt.Rückert
Ein Strom von Donnern rollt das Feuer immer.Lenau
Ein Strom von Lust und Licht und Liebe zu entspringen.Rückert
Ein Stromgeäder, das, wie es sich kraus verschlingt,Rückert
Ein Stück des Lebens ward verträumt,Lenau
ein stummer Blick,Lenau
Ein stummer Blick, daß sie dich rührten.Lenau
Ein stummes Lebewohl, ein düstrer letzter Wille.Lenau
Ein stumpfes Amen statt des scharfen Dolches?Lenau
Ein Stumpfhorn wirst du wohl, o Stier, doch nie ein Kalb.Rückert
Ein süß nach Ihm Begehren.Lenau
Ein süß neckendes Geheimnis,Lenau
Ein süßer Vorschmack schon dem Bittern eingemengt.Rückert
Ein süßes Lied des Mitleids singtLenau
Ein süßholdes Lied gedrungen,Lenau
Ein Tag, ein längerer, und doch sobald vorbei.Rückert
Ein Tempel Gottes hat sich die Natur gebaut,Rückert
Ein Tempel, wo die Kunst das Göttliche umfaßt.Rückert
Ein Theilchen Feuchte fühlt vom Trocknen aufgebraucht,Rückert
Ein Theilchen Gotteskraft, das eng sich fühlt umzirktRückert
Ein Thor ist zugethan, doch tausend sind noch offen.Rückert
Ein Thor ist, wer, anstatt Erholung seiner KräfteRückert
Ein Thor klagt andre an, und ein Halbweiser sich;Rückert
Ein Thor klagt überm Schmaus, daß er zu früh sei aus;Rückert
Ein Thor nimmt Weisheit an, und bleibt sich selber gleich.Rückert
Ein Thor nur glaubt, daß ihn zum Leiden Götter schufen.Rückert
Ein Thor steckt sie darein, und kauft die Wärme theuer.Rückert
Ein Thor, wer dieses Fleisch und jenes Mark wegschmeißt,Rückert
Ein tiefer Sinn, der in ein schönes Bild sich senkt,Rückert
Ein tiefer Zauber wohnt in dir.Lenau
Ein tiefres Heimweh hat mich überfallen,Lenau
Ein Tigerrachen ließ dich gestern unverletzt,Rückert
Ein toller Held, die bange Welt durchrast:Lenau
Ein Totengräber samt der Gruft.Lenau
Ein treuer Kampfgenoß dem Menschen ist das Roß,Rückert
Ein treuer Spiegel ist nicht jedem angenehm,Rückert
Ein treues Bild der Liebe, der Vermählung!Lenau
Ein Tröpfchen, das zurück blieb in der Opferschale;Rückert
Ein Trost ist dies, der fest besteht.Lenau
Ein Trost nur war geblieben ihr:Lenau
Ein trüber Wandrer findet hier Genossen,Lenau
Ein Trunk das ganze lange Leben,Lenau
Ein tugendhafter Mann denkt nie, weil es vergebensRückert
Ein Übelstand ist nur bei so vertheilten Grüßen:Rückert
Ein unbefangner Sinn benutzt die fremde Spur,Rückert
Ein unbeschriebnes Blatt ist jugendlicher Sinn;Rückert
Ein unbesonnen Wort, wo du es hörest sprechen,Rückert
Ein Unbestimmtes, das der Augenblick bestimmt.Rückert
Ein ungeduldig Sehnen.Lenau
Ein Ungeheuer liegt in Schlangenringen,Lenau
Ein Ungetüm, das einst von Land zu LandLenau
Ein ungewisses Wild im Grenzwald überbleiben.Rückert
Ein Unglück ist es wohl, daß sich auf lange nichtRückert
Ein Unglück, jedes ohn' ein gleiches, mir gebracht.Rückert
Ein unterdrücktes Wort kommt wieder neugeboren,Rückert
Ein unterdrücktes Wort kommt wieder neugeboren,Rückert
Ein unverstandenes Vernommnes kann nicht frommen.Rückert
Ein Unverständliches unendlich umzudeuten.Rückert
Ein unzerbrechlich Schiff lenkt, wie ihr Geist die Sterne!Rückert
Ein unzufriedenes Geschlecht mit ZorngeberdenRückert
Ein Unzugängliches gibt es in der Natur,Rückert
Ein uraltes SchlachtenliedLenau
Ein Vater ist beglückt, daß er ein andrer Mann,Rückert
Ein Vaterauge schaut, es hört ein Vaterohr;Rückert
Ein Veilchen standLenau
Ein Verrauschen, ein VerschwindenLenau
Ein vielerfahrner Fuchs, der alle Weg' und StegeRückert
Ein vierter durch die Flucht vor Mühsal und Beschwerde;Rückert
Ein viertes fordert' er. „So gib das letzte Stück!Rückert
Ein viertes, und er wird das Haupt noch flüchtig bücken;Rückert
Ein Vogel drauf, sang seine Lieder.Lenau
Ein Vogel einsam; aber baldLenau
Ein Vogel singt, vom Frühlingshauche trunken.Lenau
Ein Vöglein aus der HeimatLenau
Ein Vöglein hatte sich in meinen Schutz begeben,Rückert
Ein Vöglein wiegte sich hoch im Gezweig und sang;Rückert
Ein Volk von Guebern hat im Kreis um diese FlammenRückert
Ein volkverwirrendes KomplottLenau
Ein voller stürmischer AkkordLenau
Ein völlig wahres Wort, o Sohn, hervorgebracht.Rückert
Ein Vorbild ist er drum des Menschen höherm Streben,Rückert
Ein Vorbild, wenn es wär’ am Löwen auch verschwunden!Rückert
Ein Vorderzahn des Munds ein obrer eingeschlagen,Rückert
Ein Vorspiel, dem bevor noch steh? ein andres Ziel;Rückert
Ein Wagenmacher hieß all dieser dreie Vater,Rückert
Ein wahrer Herbsttag ist, ein herber Herbsttag heut,Rückert
Ein Wäldchen rauscht auf weiter grüner Heide,Lenau
Ein Wammes, dessen Schnitt nicht deiner Wamme paßt,Rückert
Ein Wandersmann, der aus der weiten Wüste kam,Rückert
Ein Wandrer läßt sein helles Lied erklingen:Lenau
Ein Wandrer mittendurch geht mit verlechzter Lippe.Rückert
Ein Wandrer, wenn er geht gesellt mit einem andern,Rückert
Ein Weib soll, was sie weiß, in ihr Gemüt verwenden.Rückert
Ein Weib, das niemal weiß, wieviel die Uhr geschlagen.Rückert
Ein Weib, ehrwürdiger Gestalt, und schien,Lenau
Ein Weidmann mit dem Feuerrohr,Lenau
Ein Weilchen noch und kehrt zur alten Rast;Lenau
Ein weinender Bettler, stand am WegeLenau
Ein Weiser ißt sich satt, und geht vergnügt nach Haus.Rückert
Ein Weiser ist, wer Scherz und Ernst zu sondern weiß,Rückert
Ein weiser Mann, der sich den Bart lang wachsen lassen,Rückert
Ein Weiser sprach: Ich hab’ auf meines Lebens BahnRückert
Ein Weiser überhebt sich nicht, wenn Thoren fallen,Rückert
Ein Weiser, einst gefragt, wozu sei nutz das LebenRückert
Ein Weiser, um mit Kraft den Vorzug zu beweisenRückert
Ein weiter Thorweg ist, ein Pförtchen eng zur Seiten,Rückert
Ein weites aber hat das Fernste sein genannt,Rückert
Ein weites Zimmer macht weit die Gedankenwelt,Rückert
Ein wenig beigemischt, das schwächt nicht dessen Schimmer,Rückert
Ein wenig länger noch Geduld und froher Muth,Rückert
Ein wenig länger noch Geduld und froher Muth,Rückert
Ein wenig Salz ist gut, auch Pfeffer, am Gericht,Rückert
Ein wenig seinen Pflug zurück vom äußern Ort;Rückert
Ein wenig toll und voll,Lenau
Ein Werk nach deinem Sinn und deiner Kunst zu fügen!Rückert
Ein Werkzeug seiner Hand ist auch der Andersmacher,Rückert
Ein Werkzeug stark und neu, an alter statt und schwacher.Rückert
Ein Wetterstrahl herein.Lenau
Ein Wicht, der gar nichts kann als winseln, ächzen, stöhnen,Rückert
Ein wilder Tiger kam vom Wald daher im Lauf,Rückert
Ein Wirken höhrer Art ist sein gestecktes Ziel,Rückert
Ein Wirkliches ist da, das Wirkungen verkünden,Rückert
Ein Wissen, welchem nie mein Seyn kann seyn entrissen.Rückert
Ein Wisser ist er nur; was ist ein Weiser doch?Rückert
Ein Wolf; — wie’s Kind aufweckt die Mutter,Lenau
Ein Wolkenschatten, der vorbei der Sonne fliegt.Rückert
Ein Wort, das einsam mit sich selbst ein Dichter spricht.Rückert
Ein Wörtchen mir in meine Brust,Lenau
Ein Wörtchen, leise, aber mahnend,Lenau
Ein Wörtchen, schweig' ich satt von Duft und wohlberauscht.Rückert
Ein wortgewandter mit warmem Herzen.Lenau
Ein Wortspiel-Formelkram, vergebens drum zu zanken,Rückert
Ein Wunder ist die Frucht von Blüten überkrönt.Rückert
Ein Wunder ist die Welt, das nie wird ausgewundert,Rückert
Ein Wunder läßt sich durch ein andres nur erklären;Rückert
Ein Wunder lebt er, wird geboren und gesäugt.Rückert
Ein Wunder steht er da in aller Wunder Mitte,Rückert
Ein Wunder wächst er, hört und sieht, und fühlt sein Wunder,Rückert
Ein Wunder wär? es, wenn zu dir der Brunnen käme.Rückert
Ein Wunder wird der Mensch empfangen und gezeugt,Rückert
Ein Wunder, daß er denkt, und was er denkt ein Wunder.Rückert
Ein Wunsch in deiner Brust, in deinem Haus ein Gast,Rückert
Ein Würfelspieler, dem schlimm jeder Würfel fiel,Rückert
Ein wüstes Jagen ists von dem zum andern,Lenau
Ein zartes Auge wird beleidigt vom Unschönen,Rückert
Ein Zeichen ist es, daß Aufmerksamkeit entweicht.Rückert
Ein Zeichen nicht allein der Freuden, die verblüht,Rückert
Ein Zeichen sei es dir, daß du nie kannst benutzenRückert
Ein Zeichen war das Wort in erster Spracherfindung.Rückert
Ein Zeichen, daß dein Herz sich fassen soll desgleichen.Rückert
Ein Zeichen, daß wir noch genug gelernt nicht haben,Rückert
Ein Zeilenpaar, das sich vereint im Reim empfunden.Rückert
Ein Zentner Silber, wenn darein von Gold ein GranRückert
Ein zögernd Kälblein mit sich heim zu locken.Lenau
Ein zu trüber LebensgangLenau
Ein Zug, der blaß erlischt, wird leichter angefrischt,Rückert
Ein Zuwachs kein Gewicht kann in die Wage thun.Rückert
Ein Zweifel waltet ob, sag barsch nicht: es ist mein!Rückert
Ein zweiter nach, mit gleichgeschwinden Rennern,Lenau
Ein zweites Bild, er wird auch Andacht ihm bezeugen!Rückert
Ein zweites fordert' er. „Gib ihm ein zweites Stück.Rückert
Eindringen kann er nicht und in dir dich bezwingen.Rückert
Eine finstere Gestalt,Lenau
Eine Flöte klang mir im Schlaf zuweilen,Lenau
Eine freundlichere Miene,Lenau
Eine Herberg für die Wolken,Lenau
Eine Herde irrt’ am Wiesenhang,Lenau
Eine himmlisch süße Kühle.Lenau
Eine holde Friedensstimme;Lenau
Eine holde Maske her.Lenau
Eine kalte Todesmiene;Lenau
Eine Kluft ists, einsam, tief und wild,Lenau
Eine leise Liebeskunde.Lenau
Eine Lilie sturmgebrochen.Lenau
Eine Lüge ausgebrütetLenau
Eine Rose dort am Aste,Lenau
Eine Sage läßt dich grüßen,Lenau
Eine Stimme hört er schallen,Lenau
Eine Törin dir zur SeiteLenau
Eine unglückliche Liebe.Lenau
Einem Bettler, wenn er scheidet,Lenau
Einem blitzgetroffnen Hain.Lenau
Einem entheiligten Tempel gleichet die sündige Seele,Lenau
Einem Freund im Wonnedrang?«Lenau
Einem Mann wie du, o Ziska,Lenau
Einem sehnsuchtsvollen FrauenherzenLenau
Einen Berg ich sahLenau
Einen Blick von dir!Lenau
Einen großen, ewgen Schmerz,Lenau
Einen Gruß dir und die Kunde:Lenau
Einen Gruß zu bringen.Lenau
Einen Hauch versäumte!Lenau
Einen Jüngling, stark und hoch,Lenau
Einen Kampf mit ihm zu wagen,Lenau
Einen Klagelaut erzwungen.Lenau
Einen schönen Jüngling vor sich stehenLenau
Einen Strauch im Winde beben.Lenau
Einen Tag hindurch geschlagen,Lenau
Einen Weltteil untertan?!Lenau
Einen Zaubermuff dir weben.Lenau
Einer bescheiden ist des Stoffes treu beflissen,Rückert
Einer den andern, statt jeder sich selbst, zu loben.Rückert
Eines aber hoch zu preisenLenau
Eines edlen Stamms du schöner Sprosse,Lenau
Eines lieben Freundes standLenau
Eines Morgens kam in goldnem RahmenLenau
Eines Posthorns Klänge,Lenau
Eines seligen vor allen,Lenau
Einfacher Haushalt ist im Staate zu empfehlen;Rückert
Einfält’ger, dir misfällt die Manigfaltigkeit:Rückert
Einflüstert ihn gelindeLenau
Einförmig stets das Aufgußtierchen schwimmt,Lenau
Einführen dürfen Wein von hier, von dort Taback.Rückert
Eingebettelt in die StelleLenau
Eingedenk der süßen Stunde.Lenau
Eingehauen dem Granite,Lenau
Eingeht es wie ein Kind in seines Vaters Haus.Rückert
Eingeschlafen vielleicht im Schoß der Blume.Lenau
Eingesogen in ihr Blut,Lenau
Eingezecht im tiefsten Rausche.Lenau
Eingreifend hier und dort mit eigner Gegenwart.Rückert
Eingreifend, es villeicht erst hin zum Sturz gerissen.Rückert
Einladend, seine leckern Speisen.Lenau
Einladend, und dem Trotz die Hölle heiß zu machen.Rückert
Einlaß gewährend knarrt in seinen Fugen.Lenau
Einleitung nicht allein und eine VorbereitungRückert
Einleuchten wird dirs leicht, wenn ich dirs klar erkläre.Rückert
Einmal ganz andre mit ganz andern Augen schauen.Rückert
Einmal geschrieben, ists nicht wieder auszustreichen,Rückert
Einmal geschrieben, ists nicht wieder umzuschreiben;Rückert
Einmal gewesen ists, und einmal wird es seyn,Rückert
Einmal nur die Wonne trinken,Lenau
Einmal nur, bevor mirs nachtet,Lenau
Einmal von wachsender Treulosigkeit der Bösen,Rückert
Einmal wird seine Frucht so Gut als Böses tragen.Rückert
Einmal, daß ich nun selbst an Einsicht weiter bin;Rückert
Eins ist der Punkt, der Kreis das andre, und das dritteRückert
Eins ob der Kreis zerfloß, Eins ob er nie entstand,Rückert
Eins sei gebeten, Jahr: was du getan, gesonnen,Lenau
Eins wie das andre will, muß er noch einmal regnen.Rückert
Einsam deine Klage singt,Lenau
Einsam dort am Waldessaume,Lenau
Einsam gerührt an deinen Tod.Lenau
Einsam in des Baches RauschenLenau
Einsam nur mit deinem Bild verkehren!Lenau
Einsam schwebest für und für.Lenau
Einsam still ein Mann — und träumt.Lenau
Einsam und in KarawanenLenau
Einsam verkümmert steht der Strauch, der kahle,Lenau
Einsam wandl ich meine Straßen,Lenau
Einsame Klagen sinds, weiß keine von der andern,Lenau
Einsamkeit verwehen.Lenau
Einsamkeit! mein stilles WeinenLenau
Einsammelnd jeglicher Verehrung Inbegriff.Rückert
Einschläfre ihn, als wie ihr KindLenau
Einschläft und träumt, daß ihm die Quelle rauscht;Lenau
Einseitig ist darum doch nicht die Unterhaltung,Rückert
Einseitig ist und war die Weisheit aller Weisen;Rückert
Einseitig lieb' ich sie, natürlich und beschrenkt,Rückert
Einseitig, und beschränkt nach seiner Eigenschaft.Rückert
Einseitigkeit ist Noth, die?s tüchtig meint und ehrlich,Rückert
Einsetzen werden dann das Fleisch in seine RechteRückert
Einst am Grabe Jesu sahn.Lenau
Einst bei SonnenuntergangLenau
Einst blühtest du im Jugendglanz,Lenau
Einst das Gelernte dient, für jetzo lerne du.Rückert
Einst die Grafen der Provence.Lenau
Einst gingen wir auf einer Bergeswiese;Lenau
Einst hatten desto mehr die armen aufzuschüsselnRückert
Einst Herzen labten, nun sind solcher Ochsen Heu.Rückert
Einst in der Kühlung leiser AbendwindeLenau
Einst in hoher Fürsten KreiseLenau
Einst mit rauher UngebühreLenau
Einst nähme doch die Welt die Unart nach GebührRückert
Einst sah ich Blüten prangenLenau
Einst saßen wir am steilen FelsenhangLenau
Einst singt er wieder, und sein blasser Hals wird roth,Rückert
Einst sprach ein frommer Mann, der stets im Geiste lebte,Rückert
Einst sprach ein harter Mann, von WiderwärtigkeitenRückert
Einst wird die Poesie zur Kinderkrankheit werden,Rückert
Einst wird vom raschen Flug ihr strahlend Heer,Lenau
Einst wirst du glücklicher, einst wirst du seyn vollkommner.Rückert
Einst wirst du wissender, einst besser als du bist;Rückert
Einst wirst du's einsehn ganz, und siehst es schon zum Theil.Rückert
Einst Wolken blies der alte PanLenau
Einst zum Heile geht?Lenau
Einst, o nächtlicher Himmel! blickt ichLenau
Einströmt er dem Geruch als Lenzduft, Sehnsuchtshauch,Rückert
Eintrat ich in die Stube, froh willkommen,Lenau
Eintraten wir in eine weite Halle:Lenau
Eisgeharnischt ragten eure Riesen.Lenau
Eitel Tand ist das und dies.Lenau
Eitles Trachten, eitles RingenLenau