Lyrik


Gedichtzeilen Dr

Dran die Seele sehnend haftenLenau
Drang er mit seinem Heer tief in die Felsenwand.Rückert
Drängen sich des Volkes Wogen.Lenau
Drängt sich, dich einmal noch zu küssen,Lenau
Dräuend im nächtlichen Flug, fahren Orkane dich an:Lenau
Drauf das goldne Fell des WiddersLenau
Drauf der Graf jüngst durch die Heide schoß;Lenau
Drauf der Helden Geister wallen,Lenau
Drauf der Jude spricht, der echte:Lenau
Drauf er rasch die Geige nimmt,Lenau
Drauf noch immer freudig glühtLenau
Drauf sie nach des Stromes Mitte ringen;Lenau
Drauf todstill in alle Weite,Lenau
Drauf wies der Alte sinnig deutend hin,Lenau
Drauf wies er hin und sprach: »Ich denke dein!« Lenau
Drauf zurück zum ErdenglückeLenau
Draufzuschlagen mit dem Eisen;Lenau
Draus die Seele muß von hinnen wallen.Lenau
Draußen durch die Nacht der wilde Fluß.Lenau
Draußen hat die rauhe ZeitLenau
Draußen mag ein linder WestLenau
Draußen schlägt der NachtgesellLenau
Draußen sind die WarfenknechteLenau
Draußen tobt des Frühlings Eile,Lenau
Drehen sie schnell im wechselnden KreiseLenau
Drei alte Schneiderjungfern, zubereitenLenau
Drei bitter, saur und herb, dem süßen oft verbunden.Rückert
Drei Dinge hätt ich gern vollbracht:Lenau
Drei Eigenschaften gibts, die sich verschieden gattenRückert
Drei Fuß zuerst, und sich zuletzt zu zwei Fuß neigen.Rückert
Drei Hengste sinds, rasch wie des Nordens Lüfte,Lenau
Drei Husaren in der Nacht.Lenau
Drei Jahre sind es schon, seitdem ich dich mit SchmerzenRückert
Drei Menschen auf einmal verdirbt Verläumdungs-Gift!Rückert
Drei Nachwehn einer Lust; o Schmerz, o Leid, o Trauer!Rückert
Drei Neider sind in Streit, wer könn’ am besten neiden,Rückert
Drei Reiter nach verlorner Schlacht,Lenau
Drei Säle schritt ich durch, gebaut im Haus der Zeit,Rückert
Drei Seelen hab ich offenbar,Lenau
Drei Söhnen, welchen er den Weinberg hinterließ,Rückert
Drei Sprachenstämme gibts des menschlichen Vereins,Rückert
Drei Striche Flächenraum, vier Flächen körperlich.Rückert
Drei Stufen sind es die der Mensch empor muß streben,Rückert
Drei Tage eine Lust, am vierten eine Last.Rückert
Drei treten in die Schenke und verlangenLenau
Drei übel, bös? und schlimm; oft ist noch gutes schlimmer.Rückert
Drei Wünsche blieben mir versagt,Lenau
Drei Zigeuner fand ich einmalLenau
Dreier Lilien, einzukehrenLenau
Dreier Tage galts ein Jagen,Lenau
Dreifach haben sie mir gezeigt,Lenau
Dreifach zusammen wol geschlungen fänd’ er jeden.Rückert
Dringen deine Lieder.Lenau
Dringend heischt er nach dem Becher;Lenau
Dringt heran mir ein Gesicht wie deines,Lenau
Drohend klirren ihre Säbel,Lenau
Drohend, ins Verderben lockend,Lenau
Dröhnend von arabschen Hengsten.Lenau
Droht ihn der schwellenden Wogen Andrang.Lenau
Drohten allen Christenreichen. —Lenau
Drüben aber werden ToteLenau
Drüben geht die Sonne scheiden,Lenau
Drüben Geistesnacht die Krieger;Lenau
Drüben liegt mein KameradLenau
Drück manchmal zu ein Aug'! es ist nicht schwer, der FlorRückert
Drückt die Fiedel unters Kinn,Lenau
Drückt er auch ein Herz zum Grabe nieder.Lenau
Drum auf Erwerben üb' im Ernst der Kräfte Spiel;Rückert
Drum bitte täglich Gott, daß er dich, streng wie gütig,Rückert
Drum bleib ich hier nicht lang,Lenau
Drum blüh ich in der Einsamkeit,Lenau
Drum braucht der Mann auch nicht alswie ein Kind zu fallen;Rückert
Drum danke Gott, daß so die Welt ist eingerichtet,Rückert
Drum danke Gott, und fühls, daß du ein Einzler seist,Rückert
Drum danket alle Gott, die ihr nicht zu gescheutRückert
Drum denke, was dich stört, daß dich ein Schein bethört,Rückert
Drum denke, wo du gehst, damit nicht öd' erscheineRückert
Drum dränge nicht zuviel hinaus dich in den Braus,Rückert
Drum etwas anders muß dein Menschenvoraus seyn,Rückert
Drum faß ein stark Vertraun, laß dir vorm Schutt nicht graun,Rückert
Drum fein auf deinem Recht besteh', und sei nicht bang;Rückert
Drum flieh nicht vor dem Feind, und such’ ihn auch nicht auf;Rückert
Drum flucht er nun empor mit wildem Spott,Lenau
Drum füge dich der Zeit, erfülle deinen Platz,Rückert
Drum geb' ich Nachricht dir, daß du mir Nachricht gebest,Rückert
Drum geh rechts oder links, wie's in den Sinn dir kommt,Rückert
Drum geht im greulichen LärmeLenau
Drum Gutes, Schönes, soll man nur dem Kind vorhalten,Rückert
Drum hat es sich getheilt, nur in verschiedner WeiseRückert
Drum hat sie die Natur zum Sinnbild ausersehn,Rückert
Drum hüte dich, mein Sohn, je außer dich zu kommen;Rückert
Drum hüte dich, und nie ein Böses namhaft mache.Rückert
Drum irrt er, wie gebannt, um die Kapelle.Lenau
Drum ist am weitesten von ihr ein Fürst entfernt,Rückert
Drum ist der Gegensatz im Denkgedicht am Platz.Rückert
Drum ist der höchste Schmuck, vom Lenz der Welt verliehn,Rückert
Drum ist des Lebens Füll' ins Engeste gezwängt,Rückert
Drum ist die Erde ja ums Paradies betrogen,Lenau
Drum ist die schönste Sprach' und beste, die du nennstRückert
Drum ist er offen mir, weil ich ihm offen bin.Rückert
Drum ist er überall, doch ihn zu sehn ist schwer.Rückert
Drum ist es gut, daß du nur denkest schon Gedachtes,Rückert
Drum ist Gewohnheit nicht ein Äußerliches nur,Rückert
Drum ist kein Rath, als dich im Ganzen recht zu fassen,Rückert
Drum ist nur selig Gott, in ihm nur kannst du’s seyn.Rückert
Drum ist von Frühlingsgrün dein Auge so erquickt,Rückert
Drum kann die Seligkeit auf Erden nicht bestehn,Rückert
Drum kann ich wohlgemuth gehn durch die Einsamkeiten,Rückert
Drum kehren wir es um, das erste sei das dritte,Rückert
Drum klage nicht ein Mann, wenn Nahrungsquellen schwinden,Rückert
Drum klimme nicht, du pflückst die Früchte nie!‹Lenau
Drum lächle, rückt man dich zum letzten Range nieder;Rückert
Drum laß ein Lächeln dir nicht zuviel Hoffnung wecken,Rückert
Drum laß in ihrem Werth die Güter fein bestehn,Rückert
Drum laß mich zwischen beiden Himmeln schwanken,Lenau
Drum laß sie gehn des Wegs, und aus dem Weg geh' ihnen;Rückert
Drum laß, wie's ist getheilt, und nimm an Lust und LeidRückert
Drum lasset wohlgemut der kühlen Flut mich trinken,Rückert
Drum leb' aus dir hinaus, und steig in dich nur niederRückert
Drum lebt und nähret sich, was dir soll Nahrung geben;Rückert
Drum lerne zeitig nur zu lernen, wo du gehst,Rückert
Drum lieber allgemein mag ich Urtheile fassen,Rückert
Drum lieber geh mit mir vorüber dem Geschrei,Rückert
Drum lieber lasset uns von fern des Mondes NachenRückert
Drum liebt der Schönheit Glanz viel wechselnde Gewande,Rückert
Drum liebt mein Geist die Welt, weil er das Denken liebt,Rückert
Drum liegt es wol am Geist, wie er die Ding' anspricht.Rückert
Drum magst du, statt dir selbst zum Schrecken oder SpottRückert
Drum Männer scharf dein Kreuz beschossen habenLenau
Drum meide jeder Frist den Fehltritt! denn du bistRückert
Drum Menschentugend ist gleich Menschen mangelhaft.Rückert
Drum menschliche Vernunft, zu MenschenselbsterhaltungRückert
Drum mit Entschuldigung, o König, mich entlasse!Rückert
Drum mückenähnlich, nur vollkommner wird er seyn;Rückert
Drum müßen andere Erkenntnisquellen fließen,Rückert
Drum ohne Schaden konnt' es ungeschrieben bleiben.Rückert
Drum preist die Liebe, die ihm stets den Spiegel hält,Rückert
Drum rath’ ich dir, so ganz die zwei nicht zu entzwein;Rückert
Drum rath' ich dir, nur was dir selber taugt, zu treiben;Rückert
Drum rath' ich dir, wenn Rath du willst annehmen: Reise,Rückert
Drum rath' ich: Laß die Welt, wen sie will ehren, ehren,Rückert
Drum rechne nie auf Dank, du magst nun deine GabenRückert
Drum reimet Scherz auf Schmerz, und beides reimt auf Herz,Rückert
Drum ringt nur muthig loszulöthen eure Fessel,Rückert
Drum scherzen ungestraft nur unter sich Gesellen.Rückert
Drum schlichen so traurig die Pferde.Lenau
Drum schwebt er in Gefahr, und es ist sicher nur.Rückert
Drum seelespendender als starke sind die schwachenRückert
Drum sei die Sprache wol der Menschheit selbst entsprungen,Rückert
Drum sei du beides fein zu gleicher Zeit beflissen,Rückert
Drum sei ein Kreis um dich, ein größrer oder kleiner;Rückert
Drum sieh ein fremd Gefild im Licht der Sonne nur,Rückert
Drum sinne spät und früh auf Sprachenbändigung!Rückert
Drum soll dein Rath allein an mir ergehn, nicht meiner.Rückert
Drum soll des Lebens Brot hinfort euch nie gebrechen,Rückert
Drum soll einander Held und Dichter nicht beneiden,Rückert
Drum soll ich lieber meinen,Lenau
Drum soll man diesen Mann aus meinen Reihen stoßen;Rückert
Drum soll, solang das Mädchen dort uns lächeltLenau
Drum sollst du in das Haus so Kuh als Henne schlachten,Rückert
Drum sollst du jegliches Beweisen niederlegen.Rückert
Drum stehen diese vier nicht in des Menschen Macht;Rückert
Drum steht dein Bild mit Recht hier in des Tempels Hallen.Rückert
Drum stelle so den Spruch, dann magst du dich ihm fügen:Rückert
Drum suche Freunde nur aus Fremden zu gewinnen,Rückert
Drum tat ich keinem, was ich tat daß mir’s geschehe.Rückert
Drum thuts ein dumpfer Sinn, verwandt mit thier’scher Zunft,Rückert
Drum trage deinen Schatz bei dir in deinem Seckel,Rückert
Drum tröst’ ein Künstler sich, wenn ihm ein Bild mislingt,Rückert
Drum trösten magst du dich, wenn aufgieng dir ein Licht,Rückert
Drum tut mein früher Tod mir leid.«Lenau
Drum übe Hand und Fuß, und Red'- und Sehekraft,Rückert
Drum unter Blumen bleib, und lerne Menschen meiden!Rückert
Drum wächst das Wissen, das nie gnug zu wissen glaubt,Rückert
Drum wagt ich einst mit lustigen Gesellen,Lenau
Drum warte nicht durchs Grab den Weg zum Herren ab,Rückert
Drum was du schaust, fühlst, denkst und sprichst, sei göttlich licht.Rückert
Drum was du schreibest, denk, ob du es immer sehnRückert
Drum wechselt Tag und Nacht, weil bald NachtthaubefeuchtungRückert
Drum wenn beim Lernen dir ein Gähnen kommt, so hemm’ es,Rückert
Drum wenn der Mond nicht scheint, kann sie bei Nacht nicht jagen,Rückert
Drum wenn dort Böses steht geschrieben, schreibe duRückert
Drum wenn du fühlst in dir ein Uranfängliches,Rückert
Drum wenn du von dir selbst hast den Begriff, so haltRückert
Drum wenn kein Wurm dich nagt des Hochmuths in der Brust,Rückert
Drum wer im Sommer dir und wer im Winter starb,Rückert
Drum wer tanzend nicht sanktveitelt;Lenau
Drum werden Thiere fett, und ihnen schmeckt der Bissen.Rückert
Drum will ich auf der Welt ein kleines Haus nur haben.Rückert
Drum wird ihm eure Liebe spät gelingen.Lenau
Drum wirke, dichte nur am angefangnen weiter,Rückert
Drum wischt er sich die hellen ZährenLenau
Drum wollt mit euern Gottbeweisen endlich schweigen!Rückert
Drum wünsch ich dir dies eineLenau
Drum wurzelt neben ihm fleischessende Gemeinheit,Rückert
Drum zähle nicht, die Gott gezählet hat, die ZahlRückert
Drum, grabend, gräbt er stets, die Sonn’ im Rücken habend,Rückert
Drum, nicht fehlloser, halt? auch einen Fehl zu gut!Rückert
Drum, ob an manchem Vers von mir du habest nichts,Rückert
Drum, Pfeifchen traut, ist mir dein Rauch,Lenau
Drum, weil er in der Nacht vergaß die alten Lieder,Rückert
Drum, weil ers so gemacht, kann ers auch anders machen.Rückert
Drum, wenn dein Lied die Schöpfung preist,Lenau
Drum, wenn dir zu Gebot mehr als fünf Sinne stünden,Rückert
Drum, wenn du bist im Haus, steh nicht am Fenster offen;Rückert
Drum, wie du issest nur soviel du kanst verdauen,Rückert
Drum, wie mit Gleichmut er im Unglück und im Glück,Rückert
Drum, willst du dich erfreun der MannichfaltigkeitRückert