Lyrik


Gedichtzeilen Be

Bebend sieht er seinen SchattenLenau
Becherklirren, Spiel und Sang.Lenau
Bedachtest du dabei, womit du das, o Kind,Rückert
Bedachtet ihr einmal, was die Unsterblichkeit,Rückert
Bedarfst du, Menschengeist, wol andrer Offenbarung?Rückert
Bedauer' ihn! gewis ist übel ihm zu Muth,Rückert
Bedauerst du es nicht? Ja wohl, ich armer MannRückert
Bedauerst, wiß daß ich beneidenswerth noch bin.Rückert
Bedauert wol, daß er kein Kind mehr werden kann.Rückert
Bedaure du sie nicht, daß sie der Welt entgangen,Rückert
Bedaure, daß ich nicht noch länger schlafen kann.Rückert
Bedenk' einmal nur recht, wie wenig durch ErfahrungRückert
Bedenk, auch einen Fuß hast du der straucheln kann.Rückert
Bedenk, wenn Undank herb dich kränket,Lenau
Bedenk: der schöne Strauß des Frühlings blüht für dich;Rückert
Bedenke daß ein Gott in deinem Leibe wohnt,Rückert
Bedenke daß es gibt auch schwächere Gehirne.Rückert
Bedenke dieses nur, und nie wird es dich reun:Rückert
Bedenke, wenn der Stolz des Denkens dich bethört,Rückert
Bedenke, wenn du gehst, daß du nichts nimmst von hier,Rückert
Bedenke, wenn du gehst, daß nichts von dir hier bleibt,Rückert
Bedenke, wessen Sohn du bist, richt' auf im AdelRückert
Bedenke: jeder lebt in seinem Element,Rückert
Bedenken wir es recht! Man räumt noch mehr uns ein,Rückert
Bedenken wir es recht! wir sannen Eitlem nach,Rückert
Bedenken wir es recht, bescheiden uns damit,Rückert
Bedenkest aber nicht, daß nach dir andre gehn,Rückert
Bedenklos daß, wie du, auch jeder ist sein eigen.Rückert
Bedenkt, daß euch daran ein Antheil ist verliehn.Rückert
Bedenkt, daß sie zum Heil der Welt das werden sollen,Rückert
Bedeutend innere Denkmale meines Lebens!Rückert
Bedeutendes, und frag’ ihm die Bedeutung ab.Rückert
Bedienen muß er sie mit Unterhalt und Lohn;Rückert
Bedingen kann er dich mit Macht und dich umringen,Rückert
Bedingte Wahrheit nur, nicht Wahrheit unbedingt;Rückert
Bedingter Geist, in dir, indem du’s hast gedacht.Rückert
Bedünken, wenige nur seien dir beschieden.Rückert
Bedürfnislosigkeit und göttliches Genießen.Rückert
Befand nichts nützlicher als Menschenbundgestaltung.Rückert
Befangen sei der Sinn von sinnlichen Gestalten,Rückert
Befangnen, eitler Lust und eitler Traurigkeit.Rückert
Befehl den Völkern winkt in die Fernen er,Lenau
Befeuchtet sich kein Auge mehr.Lenau
Befeuchtet von dem Gischt des grünen Reisigs zischtRückert
Beflügle dich, mein Lied, denn immer trüberLenau
Befrachtet auch mit zwei verhüllten Männern,Lenau
Befragt Verschiedene, wie jedem es gefalle.Rückert
Befragtest, was dir die und die von Gott berichte;Rückert
Befreie deinen Geist! Dies ist dein höchster Hort,Rückert
Befreie dich, o Mensch, vom Halben, Falschen, Bösen,Rückert
Befreien wollt ihr das gejochte LebenLenau
Befreit vom Förmlichen, das euch hielt eingebannt,Rückert
Befreundet wirst du leicht mit fremdester Natur,Rückert
Befriedigt bin ich nicht, doch geb’ ich mich zufrieden,Rückert
Befriedigt schweigt, und tief heraus die Wachtel ruft.Rückert
Befriedigt, angezogen drauf verweiltLenau
Befriedigt, wo er nicht sich schöpferisch verhält.Rückert
Befriedigung alswie im kleinsten SinngedichteRückert
Befriedigung der Lust, und Lust des Weiterstrebens,Rückert
Befriedigung mein Geist aus deinen Regenbogen.Rückert
Befürchte, daß dein Lieb das Schweigen brech' und spreche.Rückert
Begabt mit jedem Sinn, mit jedem blind und taub,Rückert
Begann der Grund zu zittern,Lenau
Begannen ihren Tanz die Marionetten;Lenau
Begannst zu hadern und zu rechten,Lenau
Begegnen sich zwei Fisch', ein kleiner und der große.Rückert
Begehre nicht, daß man nur Wetter dir verleihe!Rückert
Begehrte, da sie war am Leben frisch und jung;Rückert
Begehrter Güter, sich zurückzieht in Entsagung.Rückert
Begeistert taucht’ er in des Busens TiefenLenau
Begierde — schlimm genung, daß sie BefriedigungRückert
Beginne muthig nur das endlose Beginnen!Rückert
Beginnet die Nomadenflucht aufs neue,Lenau
Beginnt der Narr zu preisenLenau
Begleiteten die Fahrt mit Sang und Klang und Tanz.Rückert
Beglückende, vernichtende Gebärde.Lenau
Beglückt der König, der den Mittelthron besitzt,Rückert
Beglückt der Weise, der ein kluges Weib gefunden,Rückert
Beglückt die Unschuld auch, die hier sanft schlummernd ruhtRückert
Beglückt ist wer den Weg der Sünde gar nicht kennt,Rückert
Beglückt ist, der empor auf leichterem gekommen,Rückert
Beglückt ist, wem ein Gott ins Buch des Lebens schrieb,Rückert
Beglückt nur, wenn du so zu spinnen lernst den Faden,Rückert
Beglückt, in Schmerz und Lust dich selber zu erfassen.Rückert
Beglückt, von wem nicht eh'r die Welt, daß er gelebt,Rückert
Beglückt, wenn dir die Welt gibt, was du brauchen kannst,Rückert
Beglückt, wenn dir ein Hauch der Fantasie mit KunstRückert
Beglückt, wenn jeder Dienst fand, unter der BenennungRückert
Beglückt, wenn sorgenfrei er einst durch ÄtherferneRückert
Beglückt, wer alles nicht muß durch sich selber werden,Rückert
Beglückt, wer so den Traum des Erdenlebens lebt,Rückert
Beglückte Zeiten, wo ein einzig AngesichtRückert
Beglückten Tod gefunden.Lenau
Beglücktes Mutterkind, von Qual der Schul? entfernt,Rückert
Begnügsamkeit ist doch des Menschen gröstes Glück;Rückert
Begnügt, daß sie sich fühlt an ihrem Theil geborgen.Rückert
Begöttert die Natur, dann ist die Kunst am Ziel.Rückert
Begraben einst in finstere Nacht, dein Strahl,Lenau
Begraben will ich in des Sees GruftLenau
Begreif, o Sohn, der Mensch ist eine kleine Welt,Rückert
Begreifen mußt du ihn, so bist du zauberfrei.Rückert
Begreifen sie wol dich, die du nicht kannst verstehn.Rückert
Begreifen willst du Gott? laß deinen blöden Eifer!Rückert
Begreifen, und mit ihr wohl wissen auszukommen,Rückert
Begreifen, weil ich selbst als Kind auf Vieren kroch.Rückert
Begreifest du dich selbst? und fühlest den Beruf,Rückert
Begriffen hast du, doch damit ists nicht gethan;Rückert
Begrub das Eis nicht längst die schönen Gärten?Lenau
Begründet und bedingt der andern Künste jede.Rückert
Begrüßen in der Flut sich laut die beiden Stummen.Rückert
Begrüßen must du ihn mit einem frommen Spruch,Rückert
Begrüßt das letztemal.Lenau
Begrüßt ihn tückisch wieder nun das Leben,Lenau
Behaglich durchs Gezweig und unermüdlich schlüpfen.Rückert
Behaglich fühlt sich drin der kleine Schöpfer Geist,Rückert
Behaglich hausten nun im alten Schloß die Eulen,Rückert
Behaglich ist er nur auf mittlern Höhn zuhaus.Rückert
Behaglich nahm es an der faule Schuft,Lenau
Behaglich streckte dort das Land sichLenau
Behaglich und bequem, weil ich mich still bequeme:Rückert
Behalt und halte dis bei jeglichem Verhalten:Rückert
Behalt und halte dis, und ordne dein VerhaltenRückert
Behalte deinen Lohn, und ich will dir nicht fluchen;Rückert
Behalte, was ich hier dir nicht will vorenthalten,Rückert
Behalten, und ich mir die meine sah entraffen?Rückert
Behandelt seyn, um gern mit dir zu theilen Beute.Rückert
Beharrlich, steif und stät, daß Alles unstät sei.Rückert
Beherrschet, habe mehr als vor dem Thiere Scheue!Rückert
Beherrscht die Welt, und dient nur dem Gesetz der Welten.Rückert
Beherrscht’ ich deinen Stoff, Geschichte der Natur!Rückert
Behorchen magst du sie, nicht peinlich sie verhören;Rückert
Bei aufgesperrtem Mund ist selbst das Ohr geschlossenRückert
Bei bösem Wetter wird die Ehrennarbe schmerzen.Rückert
Bei dämmerlichem Schein dort saßen zwo Gestalten,Rückert
Bei deinen Früchten, Herz, die Blüten dir erneut.Rückert
Bei deines Sohns Geburt zu pflanzen einen Baum.Rückert
Bei dem Klang der LerchenliederLenau
Bei dem, wobei du bist, zu seyn mit ganzer Seele.Rückert
Bei den Verfolgten wird es wenigstens gefunden.Rückert
Bei deren Anblick sich das Herz entsetzt,Lenau
Bei deren Namen sind die Zeiten aufgerufen.Rückert
Bei des Prinzen Kerkerwachen.Lenau
Bei dir allein nicht ist der Jammer zu erproben,Rückert
Bei dir zu knospen ist die Hoffnung nur im Stand.Rückert
Bei dir, die ich nicht kann vergessen,Lenau
Bei einem Lehrer ist von Schülern eine Gilde,Rückert
Bei einer Dämmerlampe trübem LeuchtenLenau
Bei Geistes Mangel wird Anschauung nie dich letzen.Rückert
Bei Gott ist sie an sich, beim Menschen nur im Scheine.Rückert
Bei Gott und Menschen sind verhaßt des Hochmuths Zeichen.Rückert
Bei Hindu’s wandelten und bei den Muselmanen,Rückert
Bei ihrer Bürde noch von Seligkeiten;Lenau
Bei jedem übet sie gleich unumschränkten Brauch,Rückert
Bei jenem kanst du nichts, bei diesem alles thun,Rückert
Bei lieben Eltern wohnteLenau
Bei mancher Rechnung, von ihr geschrieben;Lenau
Bei Nacht an unsern Blumen ab.Lenau
Bei sanftem FrühlingswehenLenau
Bei Schmerzen tiefern als aus einem holen Zahn.Rückert
Bei seinem Namen! scheu vor'm Namen weicht's zurück.Rückert
Bei seinem Vater hat das Kind nicht lernen wollen,Rückert
Bei seinem vollen Klange,Lenau
Bei solchem frechen RaubenLenau
Bei Sterbetages WiederkehrLenau
Bei Tag mehr durch die Straßen.Lenau
Bei Toten oder Kranken;Lenau
Bei Überlegung nur darfst du was über-legen;Rückert
Bei Übertreibung bleibt nicht aus die Unterbleibung.Rückert
Bei Unverträglichkeit gedeiht kein Feur im Haus,Rückert
Bei weitem sehen wir dem Ding nicht alles an,Rückert
Bei weitem vorzuziehn falschangeregtem Trieb.Rückert
Beide, das ist gewis, zerbrechen bald genug.Rückert
Beiden, ach, so weit VerschiednenLenau
Beim Abendmahl sichs behagen läßt,Lenau
Beim Abendmahl; da hob er seinen Wein,Lenau
Beim Alten, außer dem was Neues heim ich schreibe.Rückert
Beim Angedenken denkst du, daß vom LebensmaleRückert
Beim aufgethanen Thor der Freiheit auch ein Riegel.Rückert
Beim Denken müße man sich des Gefühls entschlagen.Rückert
Beim ersten magst du Fuß auf festem Grunde fassen,Rückert
Beim ersten Morgenstral besteigen sie das Roß,Rückert
Beim ersten Schritt ist man noch weit vom Ziel entfernt.Rückert
Beim Fürstenwechsel neu die Sprachart festgesetzt.Rückert
Beim halben Dichter läßt sich eins vom andern scheiden;Rückert
Beim Hauch des Morgens und der Mitternächte SchauerRückert
Beim höchsten Streben ist nothwendig höchste Wage;Rückert
Beim Höherbaun, es wird davon der Grund nicht wanken.Rückert
Beim Hüttchen auf der Abendbank,Lenau
Beim Irren, was nicht war auf gradem Weg zu hoffen.Rückert
Beim Lernen aber ist das Gähnen gleich erweckt;Rückert
Beim Lichtanzünden sprich: Willkommen sei die Nacht,Rückert
Beim Ohre das ihm fehlt, gedenke deines Fehles!Rückert
Beim Schein der Lampe, sei der Lampe Schein bewacht,Rückert
Beim Schlafengehn, als ich das Licht löscht? in der Nacht,Rückert
Beim stillen Sternentanz,Lenau
Beim Sturme sich zurück in seine Schlachten träumte. —Lenau
Beim Tode deiner Liebe.Lenau
Beim Tode, jetzt durchdringe die Wolke, dieLenau
Beim Wellenmurmeln schlummert ein.Lenau
Beispiele stehn vor dir, nimm Warnung an von ihnen,Rückert
Beitragen kann, so trag’ ich bei mit Lust mein Theil.Rückert
Bejahung nur, die rückt von dem zu jenem fort.Rückert
Bekämpfen mußt du ihn, du mußt ihn überwinden,Rückert
Bekannt ist auch, daß er nicht wirklich stehn wird bleiben,Rückert
Bekehrung gründliche, verkehrten Sinns Umkehrung.Rückert
Bekennest du zugleich als wesenhaft allein.Rückert
Bekennt sie freudig stolz: Es hats der Mensch vollbracht.Rückert
Beklage dich nur nicht, daß dir so viel mislang;Rückert
Beklagen sollt' ich dich? ich kann dich nur beneiden,Rückert
Beklagest du, o Mensch, die stehn auf niedern Stufen;Rückert
Bekleiden, ist von Kunst die eine Seit’ allein.Rückert
Bekleidung war zuerst Schutz gegen Witterung,Rückert
Belächelst du den Schmerz, und fühlst nicht mehr die Wunde.Rückert
Belausche, die im Traum ununterbrochen spricht,Rückert
Belauschen wie den Fleiß der Bienen in der Zelle.Rückert
Belauschet, wenn aus ihm ein neues Lied erblüht.Rückert
Beleb’, erfrische, stärk’ und zieh wie Sommerschüsse.Rückert
Beleben kann der Herr, doch soll der Mensch nicht morden.Rückert
Belebend überall ist der Begeistrung Hauch,Rückert
Belegt die Gottes Flur; komm und den Fuß entkleide!Rückert
Belehr uns besser doch, bevor wir uns bekehren,Rückert
Belehrt nicht, nur belobt, bewundert will es seyn.Rückert
Belohnt mit wackerm ImbißLenau
Bemähnt ist edel nur der Leu und stolz das Roß.Rückert
Bemerket, was uneingeweihtem Blick entflohn,Rückert
Bemüht ist, was ihr sucht ein Weiser zu verschweigen.Rückert
Beneide nicht den Mann um Ruhm, den er nicht hatRückert
Beneide nur die Brust der Amme, die es tränkt;Rückert
Beneiden die kaltenLenau
Benetzend sie mit mancher heißen Zähre;Lenau
Bequeme dich der Welt, so wirst du angenehmRückert
Bequemer ist die Reis? und bringt dich doch viel weiter,Rückert
Berauschet ihn, ihr Phantasein,Lenau
Berauschte KorybantenLenau
Berechnen ließ der Fürst die Schreiber alle Posten,Rückert
Bereden sie zu früher Flucht.Lenau
Bereit ihr Herzblut für den Blutscheu’n zu versprühn.Rückert
Bereit zur Rückgab’ hier leg’ ich es vor dir nieder,Rückert
Bereut schon, daß sie übers MeerLenau
Berg, Wiese, Laub und Blüte! —Lenau
Bergab, bergaufLenau
Berge hab ich, reich an Erz,Lenau
Berge, hab ich, reich an Erz,Lenau
Bergend vor der Welt ein herbes Leid,Lenau
Bergjäger, der kein Raubschütz, meidetLenau
Bergriesen, denen nie ist Schnee und Eis geschmolzen?Rückert
Berufen sei, zu der ich selbst empor dich rufe?Rückert
Berufst du gegen sie nur auf die Nachwelt dich,Rückert
Beruhigend sich an das Tal zu schmiegen.Lenau
Besaß das Oberhaupt mit in der Glieder Namen.Rückert
Beschädige des Selbstbewußtseyns edlen Trost.Rückert
Beschäftigt nur mit ihrem eignen Sterben.Lenau
Beschämen mag ihn wol die arbeitsame Gilde,Rückert
Beschämt dich das Gefühl, daß du nicht so kannst seyn.Rückert
Beschämt, zu sehn, wie du so kindisch hast verlangtRückert
Beschauen in der Nacht, wann wir gerade wachen,Rückert
Beschaut ein Lehrer doch in seines Schülers BrustRückert
Bescheid in jedem Winklein,Lenau
Bescheide dich! hier ist nichts höhers zu verlangen,Rückert
Bescheiden bleibt sie still von einzelnen gepriesen.Rückert
Bescheiden ist im Glück ein edler, stolz im Leiden.Rückert
Bescheiden nehmen sie, und sind damit zufrieden,Rückert
Bescheiden wollt' ich seyn, säh' ich mich vollgeehrt;Rückert
Bescheiden ziehen sie auch ihr beschieden Loß,Rückert
Bescheiden, wie nur sonst die Gläubigen hienieden,Rückert
Bescheidenheit, ein Schmuck des Manns, steht jedem fein,Rückert
Bescheidnes Handwerk ist sie im Beginn gewesen.Rückert
Beschlage dich,Lenau
Beschlagen dich,Lenau
Beschleunigend Waffen und Wehren,Lenau
Beschmitzt, und Niemand wehrts, mit edlem Gift die Kröte,Rückert
Beschmitzt, und Niemand wehrts, mit edlem Gift die Kröte,Rückert
Beschmutzt mit jedem Schmutz, unschuldig keiner Schuldung,Rückert
Beschränke dich, damit du seiest unbeschränkt,Rückert
Beschränkt, mir aussichtreich, klein, eng, mir groß genug;Rückert
Beschränktheit nur ist arm, Beschränkung aber reich;Rückert
Beschränkung reizende und Aussicht zum Erheben.Rückert
Beschreibt am Himmelskreis so unstet seinen Bogen.Rückert
Beschreitet niemals, daß ich nicht gedenken muß,Rückert
Beschritten schon von seinem Reiter,Lenau
Beschützen Eigenthum und Recht, gleichtapfer jeder.Rückert
Beschwerlich auf der Fahrt die große Bücherei.Rückert
Beschwingten Göttern gleich dich flügelnd übern Raum.Rückert
Beschwor die Wut zu schneller Wiederkehr.Lenau
Beseelend strömte weithin in die Luft —Lenau
Beseelt, die einen Bau, den alle baun, bewohnen,Rückert
Beseelte das Leben,Lenau
Beseligt, daß ihr Blick in seinem Auge sei.Rückert
Besessen, rühmte sich, der Seelen drei zu haben.Rückert
Besinnung, aber nie Besinnen dir erlaube.Rückert
Besinnungslose Furcht trieb mich den Baum hinauf.Rückert
Besonderheitsgefühl ins All zurückgenommen,Rückert
Besonders laß es nicht am eignen Namen fehlen.Rückert
Besonders seyn will, wird gemischt darunter Gold.Rückert
Besonders wenn sie selbst ist keine Dichterin.Rückert
Besonderstes ist Roth und Allgemeinstes Grün,Rückert
Besondres was gethan für dich, und dich, und dich?Rückert
Besonnen im Besitz, besonnen im Entgehn.Rückert
Besonnenheit, so fern von Arglist als Verblendung.Rückert
Besorge, daß ein Dieb den Kasten dir erbreche,Rückert
Besorgt, das Häuschen möcht, ein Traum,Lenau
Besser ein altes Kleid mit eignem Drate flicken,Rückert
Besser noch mir mag gelingen,Lenau
Bestahl mit frecher LügenstirneLenau
Beständig ist kein Glück im Unbestand des Lebens,Rückert
Bestell den Acker, streu die Saat und füll die Scheuer.Rückert
Bester, den die Welt getragen,Lenau
Bestimmt geschieden und entschieden auszuüben.Rückert
Bestreuend ihre Bahn mit Flüchen, Tränen.Lenau
Besucht nur von den Wolken,Lenau
Bet' und arbeite, mach dein Land vom Giftbaum frei!Rückert
Betäubendes Erzgerassel,Lenau
Bete für dich und ihn, wie er hinüber tritt.Rückert
Bete ich von Gott, du Wunderbare,Lenau
Betrachte liebend Gott, willst du gottähnlich werden;Rückert
Betrachten lerne dich als einen Theil der Welt,Rückert
Betrachten sollst du viel, doch nicht nach allem trachten.Rückert
Betrachten wie dis Buch, auf Fuß und Kopf gestellt.Rückert
Betrachtend dich verschließen;Lenau
Betrachtend, wie in sich ein abgeblühter BaumRückert
Betrachtest du die Welt als einzig da für dich,Rückert
Betrachtet jedes Kind mit Ehrfurcht, denn geheimRückert
Betrachtet wechselweis Erdflur und Himmelsdom.Rückert
Betraten sie ein dämmerndes Gemach.Lenau
Betrieben, nun bestell dein Haus als Ökonom.Rückert
Betrinke dich, kosteLenau
Betrogen hat mich, wer dich mir empfahl zum Male.Rückert
Betrübt dichs wol, wie sich an Thorheit Thoren laben?Rückert
Bette Moos für seine Mannen,Lenau
Beut? auf, was in dir ist, entfalte deine Gaben,Rückert
Bevor das Grab ihn deckt mit Schollen,Lenau
Bevor durchrungen die Schlacht,Lenau
Bevor ich einschritt in die offne Pforte,Lenau
Bevor ich noch das Schlimmste sang.Lenau
Bevor mein Blick den Zauber noch getrunken,Lenau
Bevor mit ihr zum Tanz er fliegt. —Lenau
Bevor sie abends schlafen ein,Lenau
Bewaffnet bunt, umflirrt von eitlem Glast.Lenau
Bewahre doppelt rein den Sinn in deiner Brust!Rückert
Bewahren mußt du mehr als Perlen deine Worte.Rückert
Bewahren mußt du mehr als Perlen deine Worte.Rückert
Bewahrt das Brautbett, rat ich euch.Lenau
Bewegt die beiden nicht des Stromes gleiche Kraft?Rückert
Bewegter Nachtigallen.Lenau
Bewegung haben, sind elementarische Geister.Rückert
Beweise nur aus Endursachen vorgebracht;Rückert
Beweisen kann ichs nicht, mir hat sichs nur gewiesen,Rückert
Beweisen könntest du, ich müßt' es dir erlauben,Rückert
Beweisest du woraus? aus Jenes Daseyn nur.Rückert
Beweisest ihm zuerst, daß er verstehn nicht kann;Rückert
Beweiset dir damit den Willen es zu brechen.Rückert
Beweiset ihr vielmehr, daß ihr nicht minder nothRückert
Bewiesen hat ein Freund von Geisterseherei,Rückert
Bewiesen hat so gut wie der von NazaretRückert
Bewogen ward dadurch Gott selbst, uns zu erlösen.Rückert
Bewundern will ich den, und diesen nicht beneiden.Rückert
Bewundernd singen es die Schranzen,Lenau
Bewunderung der Macht, die lichte Wunder thut.Rückert
Bewußtseyn aber weiß nicht um sich selbst allein,Rückert
Bezahlst du dreifach mir, und also sind wir quitt.Rückert
Bezahlt zum mindsten nicht; nun zahlst du mir’s gehauft.”Rückert
Bezähme deinen Zorn, und lasse dem die Rache,Rückert
Bezaubernd bannte sie den Geist in Marmorbildern.Rückert
Bezaubernd ihren Schatten fallen läßt,Lenau
Bezaubert eine Welt so hängt wie am Koran.Rückert
Bezeichnen will ich dir vier kleinre Menschheitszeichen,Rückert
Bezeugt dasselbe dir ein seligs Nachgefühl.Rückert
Bezeugt, daß du in Gott dann aufgenommen bist;Rückert
Bezog in diesem einsamen Gefild.« —Lenau