Spinelli, Nicola
* 29. Juli 1865 in Turin
+ 17. Okt. 1909 in Rom
Komponist, Pianist und Dirigent

Bühnenwerk

  • I guanti gialli (Enrico Golisciani), Oper 3 Akte (1881 Neapel, Konservatorium)
  • Labilia (Vincenzo Valle), Oper 1 Akt (7. Mai 1890 Rom, Teatro Costanzi)
  • A basso porto (Im stillen Hafen; Eugenio Checchi nach einem Schauspiel von Cognetti), Oper 3 Akte (unter dem Titel Am Untern Hafen Uraufführung 8. Apr. 1894 Köln, Stadttheater; italienische Erstaufführung 11. März 1895 Rom, Teatro Costanzi)
    DETAILS

    Erstaufführungen: Basel 1896; Berlin, Theater des Westens 1897; Petersburg 1898; Salzburg 1898; Prag 1898; Riga 1898; Posen 1898; Rom 1895 (italienisch); Budapest 1895 (ungarisch); Amsterdam 1897 (holländisch); 1900 New York (englisch)
    Wiederaufnahme: Leipzig 1928; Wiesbaden 1934

    Mutter Maria - Sopran
    Luigino und Gesella, ihre Kinder - Tenor, Sopran
    Pascale, ein Wirt - Bass
    Ciccillo - Bariton
    Picchillo - Tenor
    Camorristen, neapolitanisches Volk
    Neapel am Ende des 19. Jahrhunderts

    1. Akt Straße Acquaquilia "am unteren Hafen". Picchillo, Pascale und Luigino spielen mit anderen Camoristen (Anhänger der Camorra, einer weiterzweigten italienischen geheimen Gesellschaft, die die Erpressung und Rache in wohlorganisierter Weise pflegt). Maria versucht vergeblich, ihren Sohn von der Leidenschaft des Spieles zu befreien. Ciccillo allein bezichtigt sich selbst, aus Herrschsucht das Haupt der Camorra an die Behörden verraten zu haben. Er gerät mit den Genossen in Streit, während in einer andern Gruppe Maria und Sesella auf den Sohn und Bruder zum Guten einzuwirnen versuchen, was dieser damit erwidert, dass er seine Schwester wegen ihrer Liebe zu Ciccillo verspottet. Dieser hält, nachdem die anderen gegangen sind, Sesella zurück, um sie zu gemeinsamer Flucht zu bestimmen. Luigino, der gelauscht hat, bringt mit dem Messer auf Ciccillo ein, wird aber von Maria und Sesella zurückgehalten. Ciccillo will Maria, die er früher geliebt hat, an ihren Kindern strafen, indem er Sesella zur Dirne, Luigino zum Sträfling macht. Pascale stürzt herein und berichtet den Verrat des Häuptlings der Camorra. Ciccillo bleibt ruhig, während Maria in ihm den Verräter ahnt.

    2. Akt Das Innere der Wirtschaft des Pascale. Picchiollo und Luigino singen, unterstützt vom Chor, Lieber, als Ciccillo eintritt und Luigino eine schallende Ohrfeige versetzt. Dieser will Rache nehmen, wird aber von seinen Gefährten hinausgedrängt. Ciccillo bezichtigt ihn des Verrates. Dann, als er allein ist, beklagt er sein Leben, das er nur noch der Rache widmen will. Abermals bestimmt er Sesella zur Flucht, bis Maria dieser die Augen über den wahren Charakter Ciccillos öffnet und ihr vertraut, dass dieser Verrat geübt hat. Die Camorristen treten zur Beratung zu sammen, verurteilen Ciccillo zum Tode und beauftragen Luigino mit der Vollstreckung der Strafe.

    3. Akt Straße wie im 1. Akt. Maria betet, dass Luigino das Urteil nicht auszuführen brauche, da er sonst als Mörder selbst sterben muß. Aus diesem Grunde will sie den eintretenden Ciccillo zur Flucht verleiten. Dieser jedoch, der die Camorristen wiederum der Behörde denunziert hat, glaubt sie schon von Truppen umzingelt und verhöhnt deshalb die Warnung Marias. Als er die Verfolger der Camorristen herbeirufen will, reißt Maria ein Messer aus der Tasche und ersticht ihn.

  • La trilogia di Dorina (Luigi Illica), unvollendet

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