• [german1] 18
    German Luther Bible 1545
  • 1Mose 2Mose 3Mose 4Mose 5Mose Josua Richter


    Richter

    1NAchdem tod Josua fragten die kinder Jsrael den HERRN / vnd sprachen / Wer sol vnter vns den Krieg füren wider die Cananiter?
    1Der HERR sprach / Juda sol jn füren / Sihe / Jch hab das Land in seine hand gegeben.
    1Da sprach Juda zu seinem bruder Simeon / Zeuch mit mir hinauff in meinem Los /vnd las vns wider die Cananiter streiten / So wil ich wider mit dir ziehen in deinem los / Also zoch Simeon mit jm.
    1DA nu Juda hinauff zoch / gab jm der HERR die Cananiter vnd Pheresiter in jre hende / vnd schlugen zu Besek zehen tausent Man.
    1Vnd funden den AdoniBesek / zu Besek / vnd stritten wider jn / vnd schlugen die Cananiter vnd Pheresiter.
    1Aber AdoniBesek flohe / vnd sie jagten jm nach / Vnd da sie jn ergriffen / verhieben sie jm die daumen an seinen henden vnd füssen.
    1Da sprach AdoniBesek / Siebenzig Könige mit verhawenen daumen jrer hende vnd füsse lasen auff vnter meinem Tisch / Wie ich nu gethan habe / so hat mir Gott wider vergolten. Vnd man bracht jn gen Jerusalem / daselbs starb er.
    1ABer die kinder Juda stritten wider Jerusalem /vnd gewonnen sie / Vnd schlugen sie mit der scherffe des schwerts / vnd zundten die Stad an.
    1Darnach zogen die kinder Juda erab zu streiten wider die Cananiter / die auff dem Gebirge vnd gegen mittag vnd in den gründen woneten.
    1VNd Juda zoch hin wider die Cananiter / die zu Hebron woneten (Hebron aber hies vor zeiten KiriathArba) vnd schlugen den Sesai vnd Ahiman vnd Thalmai /
    1Vnd zoch von dannen wider die einwoner zu Debir (Debir aber hies vor zeiten KiriathSepher.)
    1Vnd Caleb sprach / Wer KiriathSepher schlegt vnd gewinnet / dem wil ich meine tochter Achsa zum Weibe geben.
    1Da gewan sie Athniel /der son Kenas des Calebs jüngster bruder / Vnd er gab jm seine tochter Achsa zum weibe.
    1Vnd es begab sich / da sie einzoch ward jr geraten / das sie fordern solt einen Acker von jrem Vater / Vnd fiel vom esel. Da sprach Caleb zu jr / Was ist dir?
    1Sie sprach / Gib mir einen Segen / Denn du hast mir ein Mittagsland gegeben / Gib mir auch ein wesserigs. Da gab er jr ein wesseriges oben vnd vnten.
    1VND die kinder des Keniters Mose schwager zogen erauff aus der Palmenstad / mit den kindern Juda in die wüsten Juda / die da ligt gegen mittag der stad Arad / vnd gieng hin vnd wonet vnter dem Volck.
    1VND Juda zoch hin mit seinem bruder Simeon /vnd schlugen die Cananiter zu Zephath / vnd verbanneten sie / vnd nenneten die stad Harma.
    1Dazu gewan Juda Gaza mit jrer zugehör / vnd Asklon mit jrer zugehör / vnd Ekron mit jrer zugehör.
    1Vnd der HERR war mit Juda / das er das Gebirge einnam /Denn er kund die Einwoner im grunde nicht einnemen / darumb / das sie eisern Wagen hatten.
    1Vnd sie gaben dem Caleb Hebron / wie Mose gesagt hatte / Vnd er vertreib draus die drey Söne des Enak.
    1ABer die kinder BenJamin vertrieben die Jebusiter nicht / die zu Jerusalem woneten / Sondern die Jebusiter woneten bey den kindern BenJamin zu Jerusalem bis auff diesen tag.
    1DEsselben gleichen zogen auch die kinder Josephs hinauff gen BethEl / vnd der HERR war mit jnen.
    1Vnd das haus Joseph verkunschafften BethEl (die vorhin Lus hies)
    1Vnd die Wechter sahen einen Man aus der Stad gehen / vnd sprachen zu jm / Weise vns / wo wir in die Stad komen / so wöllen wir barmhertzigkeit an dir thun.
    1Vnd da er jnen zeiget wo sie in die Stadt kemen / schlugen sie die Stad mit der scherffe des schwerts / Aber den Man vnd alle sein Geschlecht liessen sie gehen.
    1Da zoch der selb Man ins land der Hethiter / vnd bawete eine Stad / vnd hies sie Lus / die heisst noch heutes tages also.
    1VND Manasse vertreib nicht BethSean mit jren töchtern / noch Thaenach mit jren töchtern / noch die Einwoner zu Dor mit jren töchtern / noch die einwoner zu Jebleam mit jren töchtern / noch die Einwoner zu Megiddo mit jren töchtern / Vnd die Cananiter fiengen an zu wonen in dem selben Lande.
    1Da aber Jsrael mechtig ward / macht er die Cananiter zinsbar /vnd vertreib sie nicht.
    1DEsgleichen vertreib auch Ephraim die Cananiter nicht / die zu Gaser woneten / Sondern die Cananiter woneten vnter jnen zu Gaser.
    1SEbulon vertreib auch nicht die einwoner zu Kitron vnd Nahalol / Sondern die Cananiter woneten vnter jnen / vnd waren zinsbar.
    1ASer vertreib die einwoner zu Ako nicht / noch die einwoner zu Zidon / zu Ahelab / zu Achsib / zu Helba / zu Aphik vnd zu Rehob /
    1Sondern die Asseriter woneten vnter den Cananitern / die im Land woneten / denn sie vertrieben sie nicht.
    1NAphthali vertreib die einwoner nicht zu BethSemes / noch zu BethAnath / Sondern wonet vnter den Cananitern / die im Lande woneten / Aber die zu BethSemes vnd zu BethAnath wurden zinsbar.
    1VND die Amoriter drungen die kinder Dan auffs gebirge / vnd liessen nicht zu / das sie erunter in den grund kemen /
    1Vnd die Amoriter fiengen an zu wonen auff dem gebirge Heres / zu Aialon vnd zu Saalbim. Doch ward jnen die hand des hauses Joseph zu schweer / vnd wurden zinsbar.
    1Vnd die grentze der Amoriter war / da man gen Akrabbim hinauff gehet / vnd von dem fels vnd von der höhe.
    2ES kam aber der Engel1 des HERRN erauff von Gilgal gen Bochim / vnd sprach / Jch hab euch aus Egypten er auff gefurt / vnd ins Land bracht / das ich ewrn Vetern geschworen hab / vnd sprach / Jch wolt meinen Bund mit euch nicht nachlassen ewiglich /
    2das jr nicht soltet einen Bund machen mit den Einwonern dieses Lands / vnd jre Altar zubrechen / Aber jr habt meiner stimme nicht gehorchet / Warumb habt jr das gethan?
    2Da sprach ich auch / Jch wil sie nicht vertreiben fur euch / das sie euch zum stricke werden /vnd jre Götter zum netze
    2Vnd da der Engel des HERRN solche wort geredt hatte zu allen kindern [132b] Jsrael / Hub das volck seine stimme auff / vnd weineten.
    2Vnd hiessen die stet Bochim2 / vnd opfferten daselbst dem HERRN.
    2DEnn als Josua das Volck von sich gelassen hatte / vnd die kinder Jsrael hin gezogen waren / ein jglicher in sein Erbteil / das Land einzunemen /
    2dienete das volck dem HERRN / so lange Josua lebet vnd die Eltesten / die lange nach Josua lebten /vnd alle die grossen werck des HERRN gesehen hatten / die er Jsrael gethan hatte.
    2Da nu Josua der son Nun gestorben war / der Knecht des HERRN / als er hundert vnd zehen jar alt war /
    2begruben sie jn in den grentzen seins erbteils zu Thimnath Heres / auff dem gebirge Ephraim von mitternacht werts am berge Gaas.
    2DA auch alle die zu der zeit gelebt hatten / zu jren Vetern versamlet worden / Kam nach jnen ein ander Geschlecht auff / das den HERRN nicht kennet / noch die werck die er an Jsrael gethan hatte.
    2Da theten die kinder Jsrael vbel fur dem HERRN /vnd dieneten Baalim /
    2Vnd verliessen den HERRN jrer veter Gott / der sie aus Egyptenland gefüret hatte vnd folgeten andern Göttern nach / auch den Göttern der völcker / die vmb sie her woneten / vnd betten sie an / vnd erzürneten den HERRN /
    2Denn sie verliessen je vnd je den HERRN / vnd dieneten Baal vnd Astharoth.
    2SO ergrimmet denn der zorn des HERRN vber Jsrael / vnd gab sie in hand dere / die sie raubten / das sie sie beraubten / vnd verkaufft sie in die hende jrer Feinde vmbher. Vnd sie kundten nicht mehr jren Feinden widerstehen /
    2Sondern wo sie hinaus wolten /so war des HERRN Hand wider sie zum vnglück /Wie denn der HERR jnen gesagt vnd geschworen hatte / vnd wurden hart gedrenget.
    2WEnn denn der HERR Richter aufferwecket / die jnen holffen aus der Reuber hand /
    2so gehorchten sie den Richtern auch nicht / Sondern hureten andern Göttern nach vnd betten sie an / vnd wichen bald von dem wege / da jre Veter auffgegangen waren / des HERRN Geboten zu gehorchen / vnd theten nicht wie dieselben.
    2WEnn aber der HERR jnen Richter erwecket /So war der HERR mit dem Richter / vnd halff jnen aus jrer Feinde hand / so lang der Richter lebet / Denn es jamert den HERRN jr wehklagen / vber die so sie zwungen vnd drengeten.
    2Wenn aber der Richter gestarb / so wandten sie sich / vnd verderbeten es mehr denn jre Veter / das sie andern Göttern folgeten / jnen zu dienen vnd sie anzubeten / Sie fielen nicht von jrem furnemen / noch von jrem halsstarrigen wesen.
    2DARumb ergrimmet denn des HERRN zorn vber Jsrael / das er sprach / Weil dis volck meinen Bund vbergangen hat / den ich jren Vetern geboten hab / vnd gehorchen meiner stimme nicht /
    2So wil ich auch hinfurt die Heiden nicht vertreiben / die Josua hat gelassen / da er starb /
    2Das ich Jsrael an jnen versuche / ob sie auff den wegen des HERRN bleiben / das sie drinnen wandeln / wie jre Veter geblieben sind / oder nicht.
    2Also lies der HERR diese Heiden / das er sie nicht bald vertreib / die er nicht hatte in Josua hand vbergeben.
    3DJS sind die Heiden / die der HERR lies bleiben / Das er an jnen Jsrael versuchete / die nicht wusten vmb die kriege Canaan /
    3vnd das die Geschlechter der kinder Jsrael wüsten vnd lerneten streiten / die vorhin nichts drumb wusten /
    3nemlich die fünff Fürsten der Philister / vnd alle Cananiter vnd Zidonier /vnd Heuiter die am berge Libanon woneten / von dem berg BaalHermon an / bis man kompt gen Hemath.
    3Dieselben blieben / Jsrael an den selben zuuersuchen / Das es kund [133a] würde / ob sie den Geboten des HERRN gehorchten / die er jren Vetern geboten hatte / durch Mosen.
    3DA nu die kinder Jsrael also woneten vnter den Cananitern / Hethitern / Amoritern / Pheresitern /Heuitern vnd Jebusitern /
    3namen sie jener Töchter zu Weibern / vnd gaben jre Töchter jener Söne / vnd dieneten jener Göttern /
    3Vnd theten vbel fur dem HERRN / vnd vergassen des HERRN jres Gottes /vnd dieneten Baalim vnd den Haynen.
    3Da ergrimmet der zorn des HERRN vber Jsrael / vnd verkaufft sie vnter die hand CusanRisathaim / dem könige zu Mesopotamia / Vnd dieneten also die kinder Jsrael dem CusanRisathaim acht jar.
    3DA schrien die kinder Jsrael zu dem HERRN / Vnd der HERR erwecket jnen einen Heiland / der sie erlöset / Athniel / den son Kenas / Calebs jüngsten bruders.
    3Vnd der Geist des HERRN war in jm /vnd ward Richter in Jsrael / vnd zoch aus zum streit /Vnd der HERR gab den könig zu Syrien CusanRisathaim in seine hand / das seine hand vber jn zu starck ward.
    3Da ward das Land stil / vierzig jar / Vnd Athniel der son Kenas starb.
    3ABer die kinder Jsrael theten furter vbels fur dem HERRN / Da sterckt der HERR Eglon den könig der Moabiter wider Jsrael / Darumb das sie vbels thaten fur dem HERRN.
    3Vnd samlet zu jm die kinder Ammon / vnd die Amalekiter / vnd er zoch hin vnd schlug Jsrael / vnd nam ein die Palmenstad.
    3Vnd die kinder Jsrael dieneten Eglon der Moabiterkönig achzehen jar.
    3DA schrien sie zu dem HERRN / Vnd der HERR erwecket jnen einen Heiland / Ehud den son Gera / des sons Jemini / der war Linck. Vnd da die kinder Jsrael durch denselben Geschenck sandten /Eglon der Moabiter könige /
    3macht jm Ehud ein zweischneidig Schwert / einer ellenlang / vnd gürtet es vnter sein Kleid auff seine rechten hüfft /
    3vnd bracht das Geschenck dem Eglon der Moabiter könige / Eglon aber war ein seer fetter Man.
    3VND da er das Geschenck hatte vberantwortet /lies er das Volck / die das Geschenck getragen hatten.
    3Vnd kart vmb von den Götzen zu Gilgal / vnd lies ansagen / Jch hab o König dir was heimlichs zu sagen. Er aber hies schweigen / vnd giengen aus von jm alle die vmb jn stunden.
    3Vnd Ehud kam zu jm hinein / Er aber sas in der Sommerleube. Vnd Ehud sprach / Jch hab Gottes wort an dich / Da stund er auff von seinem stuel.
    3Ehud aber recket seine lincken hand aus / vnd nam das Schwert von seiner rechten hüfft / vnd stiess jm in seinen Bauch /
    3das auch das hefft der schneiten nach hinein fur / vnd das fette das hefft verschlos (Denn er zoch das schwert nicht aus seinem bauch) das der mist von jm gieng.
    3Aber Ehud gieng den Saal1 hinaus / vnd thet die thür hinder jm zu vnd verschlos sie.
    3DA er nu hinaus war / kamen seine Knechte hinein / vnd sahen das die thür der Sommerleube verschlossen war / vnd sprachen / Er ist vieleicht zu stuel gangen in der kamer an der Sommerleube.
    3Da sie aber so lange harreten / bis sie sich schemeten / Denn niemand thet die thür der Leuben auff / namen sie den schlüssel vnd schlossen auff / Sihe / da lag jr Herr auff der erden tod.
    3EHud aber war entrunnen die weil sie verzogen /vnd gieng fur den Götzen vber / vnd entran bis gen Seirath.
    3Vnd da er hinein kam / blies er die Posaunen auff dem gebirge Ephraim. Vnd die kinder Jsrael zogen mit jm vom Gebirge / vnd er fur jnen her.
    3Vnd sprach zu jnen / Jaget mir nach / Denn der HERR hat euch die Moabiter ewr Feinde in ewr hende gegeben. Vnd sie jagten jm nach / vnd gewunnen die Furt am Jordan ein / die gen Moab gehet / vnd liessen niemand hin vbergehen /
    3vnd schlugen die Moabiter zu der zeit / bey zehen tausent Man / allzumal die besten vnd streitbare Menner / das nicht einer entran.
    3Also wurden die Moabiter zu der zeit vnter die hand der kinder Jsrael gedempfft / Vnd das Land war stille achzig jar. [133b]
    3DARnach war Samgar der son Anath / Der schlug sechs hundert Philister / mit einem Ochsenstecken / vnd erlöset auch Jsrael.
    4ABer die kinder Jsrael theten fürter vbel fur dem HERRN / da Ehud gestorben war.
    4Vnd der HERR verkaufft sie in die hand Jabin der Cananiter könig /der zu Hazor sass / vnd sein Feldheubtman war Sissera / vnd er wonet zu Haroseth der Heiden.
    4Vnd die kinder Jsrael schrien zum HERRN / Denn er hatte neun hundert eissern Wagen / vnd zwang die kinder Jsrael mit gewalt zwenzig jar.
    4ZV derselbigen zeit war Richterin in Jsrael / die Prophetin Debora / ein Eheweib des Lapidoth.
    4Vnd sie wonet vnter der Palmen Debora / zwisschen Rama vnd BethEl / auff dem gebirge Ephraim / Vnd die kinder Jsrael kamen zu jr hinauff fur gericht.
    4DJeselbige sand hin vnd lies ruffen Barak dem son AbiNoam von KedesNaphthali / vnd lies jm sagen / Hat dir nicht der HERR der Gott Jsrael geboten / Gehe hin / vnd zeuch auff den berg Thabor / vnd nim zehen tausent Man mit dir / von den kindern Naphthali vnd Sebulon?
    4Denn ich wil Sissera den Feldheubtman Jabin / zu dir ziehen an das wasser Kison / mit seinen Wagen / vnd mit seiner Menge /vnd wil jn in deine hende geben.
    4BArak sprach zu jr / Wenn du mit mir zeuchst /so wil ich ziehen / Zeuchstu aber nicht mit mir / so wil ich nicht ziehen.
    4Sie sprach / Jch wil mit dir ziehen / Aber der preis wird nicht dein sein auff dieser Reise die du thust / sondern der HERR wird Sissera in eines Weibs hand vbergeben. Also macht sich Debora auff / vnd zoch mit Barak gen Kedes.
    4Da rieff Barak Sebulon vnd Naphthali gen Kedes / vnd zoch zu fus mit zehen tausent Man / Debora zoch auch mit jm.
    4HEber aber der Keniter war von den Kenitern /von den kindern Hobab Moses schwager gezogen /vnd hatte seine Hütten auffgeschlagen bey den eichen Zaanaim neben Kedes.
    4DA ward Sissera angesagt / das Barak der son AbiNoam auff den berg Thabor gezogen were.
    4Vnd er rieff allen seinen Wagen zusamen / neun hundert eisern wagen / vnd allem Volck das mit jm war / von Haroseth der Heiden / an das wasser Kison.
    4Debora aber sprach zu Barak / Auff / das ist der tag / da dir der HERR Sissera hat in deine hand gegeben / Denn der HERR wird fur dir er aus ziehen. Also zoch Barak von dem berge Thabor erab / vnd die zehen tausent Man jm nach.
    4ABer der HERR erschrecket den Sissera / sampt allen seinen Wagen vnd gantzem Heer / fur der scherffe des schwerts Barak / das Sissera von seinem wagen sprang / vnd floh zu füssen.
    4Barak aber jaget nach den wagen vnd dem Heer bis gen Haroseth der Heiden / vnd alles heer Sissera fiel fur der scherffe des schwerts / das nicht einer vberbleib.
    4SIssera aber floh zu fussen in die hütten Jael /des weibs Heber des Keniters / Denn der könig Jabin zu Hazor / vnd das haus Heber des Keniters / stunden mit einander im friede.
    4Jael aber gieng er aus Sissera entgegen / vnd sprach zu jm / Weiche / mein Herr /weiche zumir / vnd fürchte dich nicht. Vnd er weich zu jr ein in jre Hütten / vnd sie deckte jn zu mit einem Mantel.
    4Er aber sprach zu jr / Lieber / Gib mir ein wenig wassers zu trincken / denn mich dürstet / Da thet sie auff einen Milchtopff / vnd gab jm zu trincken / vnd decket jn zu.
    4Vnd er sprach zu jr / Trit in der Hüttenthür / vnd wenn jemand kompt vnd fragt / Ob jemand hie sey? So sprich niemand.
    4DA nam Jael das weib Heber einen Nagel von der Hütten / vnd einen Hamer in jre hand / vnd gieng leise zu jm hin ein / vnd schlug jm den Nagel [134a] durch seinen Schlaff / das er zur erden sanck / Er aber entschlummet / ward ammechtig vnd starb.
    4DA aber Barak Sissera nachiaget / gieng jm Jael entgegen eraus / vnd sprach zu jm / Gehe her / Jch wil dir den Man zeigen den du süchst. Vnd da er zu jr hinein kam / lag Sissera tod / vnd der nagel stackt in seinem schlaff.
    4Also dempfft Gott zu der zeit Jabin der Cananiter könig / fur den kindern Jsrael.
    4Vnd die hand der kinder Jsrael fur fort / vnd ward starck wider Jabin der Cananiterkönig / bis sie jn ausrotten.
    5DA sange Debora vnd Barak der son AbiNoam zu der zeit / vnd sprachen.
    5LObet den HERRN1 / das Jsrael wider frey ist worden / Vnd das Volck willig dazu gewesen ist.
    5HOret zu jr Könige / vnd mercket auff jr Fürsten /Jch wil dem HERRN / wil ich singen / Dem HERRN dem Gott Jsrael wil ich spielern.
    5HERR / da du von Seir auszogest / vnd einher giengest vom felde Edom / Da erzittert die Erde / der Himel troff / vnd die Wolcken troffen mit wasser.
    5Die Berge ergossen sich fur dem HERRN / Der Sinai fur dem HERRN dem Gott Jsrael.
    5ZVn zeiten Samgar des sons Anath / zun zeiten Jael waren vergangen die wege / Vnd die da auff pfaten gehen solten / die wandelten durch krumme2 wege.
    5Es gebrach / an Bauren gebrachs in Jsrael / Bis das ich Debora auffkam / bis ich auffkam eine Mutter in Jsrael.
    5Ein newes hat Gott erwelet / Er hat die Thor bestritten / Es war kein schilt noch spies vnter vierzig tausent in Jsrael zu sehen.
    5Mein hertz ist wol an den Regenten Jsrael / die freiwillig sind vnter dem Volck / Lobt3 den HERRN /
    5die jr auff schönen Eselin reittet / die jr am Gericht sitzt / Vnd singet / die jr auff dem wege gehet.
    5Da die Schützen schrien zwisschen den Schepffen4 / da sage man von der gerechtigkeit des HERRN / von der gerechtigkeit seiner Baurn in Jsrael / Da zoge des HERRN volck erab zu den Thoren.
    5WOlauff / wolauff Debora / wolauff / wolauff /vnd singe ein Liedlin / Mach dich auff Barak / vnd fange deine Fenger / du son AbiNoam.
    5Da herrscheten die Verlassene vber die mechtigen Leute / Der HERR hat geherrschet durch mich vber die Gewaltigen.
    5AVs Ephraim war jre wurtzel5 wider Amalek /Vnd nach dir BenJamin in deinem volck. Von Machir sind Regenten komen / Vnd von Sebulon sind Regierer worden durch die Schreibfedder.
    5Vnd Fürsten zu Jsaschar waren mit Debora /Vnd Jsaschar war wie Barak im grunde gesand mit seinem Fussuolck / Ruben hielt hoch von jm / vnd sondert sich von vns.
    5Warumb bleibstu zwisschen den Hürten6 / zu hören das blecken der Herde / Vnd helst gros von dir /vnd sonderst dich von vns?
    5Gilead bleib jenseid dem Jordan / Vnd warumb wonet Dan vnter den schiffen? Asser sass an der anfurt des Meers / vnd bleib in seinen zerrissenen Flecken.
    5Sebulons volck aber waget seine Seele in den tod / Naphthali auch in der höhe des felds.
    5DJe Könige kamen vnd stritten / Da stritten die Könige der Cananiter zu Thaanach am wasder Megiddo / Aber sie brachten keinen gewin davon. [134b]
    5Vom Himel ward wider sie gestritten / Die Stern in jren leufften stritten wider Sissera.
    5Der bach Kison waltzet sie / der bach Kedumim / Der bach Kison. Tritt meine seele auff die Starcken /
    5Da rasselten der Pferdefüsse fur dem zagen jrer mechtigen Reuter.
    5FLuchet der stad Meros / sprach der Engel des HERRN / fluchet jren Bürgern / Das sie nicht kamen dem HERRN zu hülff / Zu hülff dem HERRN zu den Helden.
    5GEsegnet sey vnter den weibern Jael / das weib Heber des Keniters / Gesegnet sey sie in der Hütten vnter den Weibern.
    5Milch gab sie / da er wasser foddert / Vnd Butter bracht sie dar / in einer herrlichen Schalen.
    5Sie greiff mit jrer Hand den Nagel / Vnd mit jrer Rechten den Schmidhamer. Vnd schlug Sissera durch sein Heubt / Vnd zuquitzschet vnd durchboret seinen Schlaff.
    5Zu jren füssen krümmet er sich / fiel nider vnd legt sich / Er krümmet sich / fiel nider zu jren füssen /Wie er sich krümmet / so lag er verderbet.
    5DJe mutter Sissera sahe zum fenster aus / vnd heulet durchs Gitter / Warumb verzeucht sein wagen /das er nicht kompt? Wie bleiben die reder seiner wagen so da hinden?
    5Die weisesten vnter seinen Frawen antworten /da sie jre Klagwort jmer widerholet /
    5Sollen sie denn nicht finden vnd austeilenden Raub / einem jglichen Man eine metzen oder zwo zur Ausbeute / Vnd Sissera bundte gestickte Kleider zur ausbeute / Gestickte bundte kleider vmb den hals zur ausbeute?
    5ALso müssen vmbkomen HERR alle deine Feinde / Die jn aber lieb haben / müssen sein / wie die Sonne auffgehet / in jrer macht.
    5Vnd das Lande war stille vierzig jar.
    6VND da die kinder Jsrael vbels theten fur dem HERRN / gab sie der HERR vnter die hand der Midianiter sieben jar.
    6Vnd da der Midianiter hand zu starck ward vber Jsrael / machten die kinder Jsrael fur sich Klüfften in den gebirgen / vnd hölen / vnd Festunge.
    6Vnd wenn Jsrael etwas seete / So kamen die Midianiter vnd Amalekiter vnd die aus dem Morgenland erauff vber sie /
    6vnd lagerten sich wider sie /vnd verderbeten das gewechs auff dem land / bis hinan gen Gaza / vnd liessen nichts vberigs von Narung in Jsrael / weder schaf / noch ochsen / noch esel.
    6Denn sie kamen erauff mit jrem Vieh vnd Hütten /wie ein grosse menge Hewschrecken / das weder sie noch jr Kamel zu zelen waren / vnd fielen ins Land /das sie es verderbeten.
    6Also ward Jsrael seer geringe fur den Midianitern. Da schrien die kinder Jsrael zu dem HERRN.
    6ALs sie aber zu dem HERRN schrien vmb der Midianiter willen /
    6sandte der HERR einen Propheten zu jnen / der sprach zu jnen / So spricht der HERR der Gott Jsrael. Jch hab euch aus Egypten gefüret / vnd aus dem Diensthause bracht /
    6vnd hab euch errettet von der Egypter hand / vnd von aller hand die euch drengeten / vnd hab sie fur euch herausgestossen / vnd jr Land euch gegeben.
    6Vnd sprach zu euch / Jch bin der HERR ewr Gott / fürchtet nicht der Amoriter Götter / in welcher Land jr wonet / Vnd jr habt meiner stim nicht gehorchet.
    6Vnd ein engel des HERRN kam / vnd setzet sich vnter eine Eiche zu Ophra / die war Joas des vaters der Esriter / vnd sein son Gideon drasch [135a] weitzen an der kelter / das er flöhe fur den Midianitern.
    6Da erschein jm der Engel des HERRN / vnd sprach zu jm / Der HERR mit dir / du streitbarer Helt.
    6Gideon aber sprach zu jm / Mein Herr / ist der HERR mit vns / Warumb ist vns denn solchs alles widerfaren? Vnd wo sind alle seine Wunder / die vns vnser Veter erzeleten / vnd sprachen / Der HERR hat vns aus Egypten gefürt? Nu aber hat vns der HERR verlassen / vnd vnter der Midianiter hende gegeben.
    6DEr HERR aber wand sich zu jm / vnd sprach /Gehe hin in dieser deiner krafft / Du solt Jsrael erlösen aus der Midianiter hende / Sihe / Jch hab dich gesand.
    6Er aber sprach zu jm / Mein Herr / Wo mit sol ich Jsrael erlösen? Sihe / meine Freundschafft ist die geringst in Manasse / vnd ich bin der kleinest in meines Vaters hause.
    6Der HERR aber sprach zu jm / Jch wil mit dir sein / das du die Midianiter schlagen solt / wie einen einzelen Man.
    6Er aber sprach zu jm / Lieber / Hab ich gnade fur dir funden / So mach mir ein Zeichen / das du es seiest der mit mir redet.
    6Weiche nicht bis ich zu dir kome / vnd bringe mein Speisopffer / das ich fur dir lasse. Er sprach /Jch wil bleiben bis das du widerkomest.
    6VND Gideon kam vnd schlachtet ein Zigenböcklin / vnd ein Epha vngeseurts melhs / vnd legt Fleisch in einen korb / vnd thet die brühe in ein töpffen / vnd brachts zu jm eraus vnter die Eiche / vnd trat er zu.
    6Aber der Engel Gottes sprach zu jm / Nim das fleisch vnd das vngeseurt / vnd las es auff dem Fels der hie ist / vnd geus die brühe aus / Vnd er thet also.
    6Da recket der Engel des HERRN den stecken aus den er in der hand hatte / vnd rüret mit der spitzen das fleisch / vnd das vngeseurt melh an / Vnd das Fewr fur aus dem fels / vnd verzeret das fleisch vnd vngeseurt melh / Vnd der Engel des HERRN verschwand aus seinen augen.
    6DA nu Gideon sahe das es ein Engel des HERRN war sprach er / O HErr HERR / habe ich also einen Engel des HERRN von angesicht gesehen?
    6Aber der HERR sprach zu jm / Fried sey mit dir /Fürchte dich nicht / du wirst nicht sterben.
    6Da bawet Gideon daselbs dem HERRN einen Altar / vnd hies jn / Der HERR des friedes / der stehet noch bis auff den heutigen tag / zu Ophra des vaters der Esriter.
    6VND in der selben nacht sprach der HERR zu jm / Nim einen Farren / vnter den ochsen die deines Vaters sind / vnd einen andern Farren / der sieben jerig ist / vnd zubrich den Altar Baal / der deines vaters ist / vnd hawe ab den Hayn der dabey stehet /
    6vnd bawe dem HERRN deinem Gott / oben auff der höhe dieses felsen einen Altar / vnd rüste jn zu /Vnd nim den andern Farren / vnd opffere ein Brandopffer mit dem holtz des Hayns / den du abgehawen hast.
    6Da nam Gideon zehen Menner aus seinen Knechten / vnd thet wie jm der HERR gesagt hatte /Aber erfurcht sich solchs zu thun des tages / fur seines Vaters haus vnd den Leuten in der Stad / vnd thets bey der nacht.
    6DA nu die Leute in der Stad des morgens früe auffstunden / Sihe / da war der Altar Baal zubrochen /vnd der Hayn dabey abgehawen / vnd der ander Farr ein Brandopffer auff dem Altar der gebawet war.
    6Vnd einer sprach zu dem andern / Wer hat das gethan? Vnd da sie suchten vnd nachfragten / ward gesagt / Gideon der son Joas hat das gethan.
    6Da sprachen die leute der stad zu Joas / Gib deinen son er aus / er mus sterben / das er den Altar Baal zubrochen / vnd den Hayn da bey abgehawen hat.
    6Joas aber sprach zu allen die bey jm stunden / Wolt jr vmb Baal haddern? wolt jr jm helffen? Wer vmb jn haddert der sol dieses morgens sterben / Jst er Gott / so rechte er vmb sich selb / das sein Altar zubrochen ist.
    6Von dem tag an hies man jn JerubBaal / vnd sprach / Baal rechte vmb sich selbs / das sein Altar zubrochen ist. [135b]
    6DA nu alle Midianiter vnd Amalekiter vnd die aus dem Morgenland sich zu hauff versamlet hatten /vnd zogen er durch / vnd lagerten sich im grunde Jesreel /
    6Zog der geist des HERRN Gideon an / Vnd er lies die Posaunen blasen / vnd rieff AbiEser / das sie jm folgeten.
    6Vand sandte Botschafft in gantz Manasse / vnd rieff jn an / das sie jm auch nachfolgeten /Er sandte auch Botschafft zu Asser vnd Sebulon vnd Naphthali / die kamer erauff jm entgegen.
    6VND Gideon sprach zu Gott / Wiltu Jsrael durch mein hand erlösen / wie du geredt hast /
    6So wil ich ein Fell mit der wollen auff die Tenne legen /Wird der taw auff dem Fell allein sein / vnd auff der gantzen Erden trocken / So wil ich mercken / das du Jsrael erlösen wirst durch meine hand / wie du geredt hat.
    6Vnd es geschach also / Vnd da er des andern morgens frue auffstund / drucket er den taw aus vom Fell1 / vnd füllet eine schale vol des wassers.
    6Vnd Gideon sprach zu Gott / Dein zorn ergrimme nicht wider mich / das ich noch ein mal rede / Jch wils nur noch ein mal versuchen mit dem Fell / Es sey allein auff dem Fell trocken / vnd taw auff der gantzen Erden.
    6Vnd Gott thet also dieselbe nacht / das trocken war allein auff dem Fell / vnd taw auff der gantzen Erden.
    7DA macht sich JerubBaal / das ist Gideon / früe auff / vnd alles Volck das mit jm war / vnd lagerten sich an den brun Harod / das er das Heer der Midianiter hatte gegen Mitternacht hinder den hügeln der Warte im grund.
    7Der HERR aber sprach zu Gideon /Des volcks ist zu viel das mit dir ist / das ich solt Midian in jre hende geben / Jsrael möchte sich rhümen wider mich / vnd sagen / Meine hand hat mich erlöset.
    7So las nu ausschreien fur den ohren des Volcks vnd sagen / Wer blöde vnd verzagt ist / der kere vmb /vnd hebe bald sich vom gebirge Gilead. Da keret des Volcks vmb / zwey vnd zwenzig tausent / das nur zehen Tausent vberblieben.
    7VND der HERR sprach zu Gideon / Des volcks ists noch zu viel / Füre hinab ans wasser / daselbs wil ich sie dir prüfen / Vnd von welchem ich dir sagen werde / das er mit dir ziehen sol / der sol mit dir ziehen / Von welchem aber ich sagen werde / das er nicht mit dir ziehen sol / der sol nicht ziehen.
    7Vnd er füret das volck hinab ans Wasser. Vnd der HERR sprach zu Gideon / Welcher mit seiner Zungen des wassers lecket / wie ein Hund lecket / den stelle besonders / Desselben gleichen welcher auff seine knie felt zu trincken.
    7Da war die zal / dere die geleckt hatten aus der hand zum mund drey hundert Man / das andere volck alles hatte kniend getruncken.
    7Vnd der HERR sprach zu Gideon / Durch die drey hundert Man die geleckt haben / wil ich euch erlösen / vnd die Midianiter in deine hende geben / Aber das ander Volck las alles gehen an seinen ort.
    7VND sie namen Fütterung fur das Volck mit sich / vnd jre Posaunen / Aber die andern Jsraeliten lies er alle gehen / einen jglichen in seine Hütten / Er aber stercket sich mit drey hundert Man. Vnd das Heer der Midianiter lag drunden fur jm im grunde.
    7Vnd der HERR sprach in der selben nacht zu jm /Stehe auff / vnd gehe hinab zum Lager / denn ich habs in deine hende gegeben.
    7Fürchstu dich aber hinab zu gehen / so las deinen knaben Pura mit dir hinab gehen zum Lager /
    7das du hörest was sie reden / Darnach soltu mit der macht hinab ziehen zum Lager. Da gieng Gideon mit seinem knaben Pura hin ab an den ort der Schiltwechter die im Lager waren.
    7Vnd die Midianiter vnd Amalekiter vnd alle aus dem Morgenland / hatten sich nidergelegt im grunde /wie eine menge Hewschrecken / vnd jre Kamel waren nicht zu zelen fur der menge / wie der sand am vfer des Meers.
    7DA nu Gideon kam / Sihe / da erzelet einer eim andern einen Trawm vnd sprach / Sihe / mir hat getrewmet / Mich daucht ein geröstet gersten Brot weltzet sich zum Heer der Midianiter / vnd da es kam an die Gezelte / schlug es dieselbigen / vnd warff sie nider vnd keret sie vmb / das öberst zu vnterst / das das Gezelt lag.
    7Da antwortet der ander / Das ist nichts anders / denn das schwert Gideons / des sons Joas des Jsraeliten / Gott hat die Midianiter in seine hende gegeben / mit dem gantzen Heer.
    7DA Gideon den höret solchen Trawm erzelen /vnd seine auslegung / betet er an / vnd kam wider ins heer Jsrael / vnd sprach / Macht euch auff / Denn der HERR hat das Heer der Midianiter in ewr hende gegeben.
    7Vnd er teilete die drey hundert Man in drey Hauffen / vnd gab einem jglichen eine Posaun in seine hand / vnd ledige Krüge vnd Fackeln drinnen. Vnd sprach zu jnen /
    7Sehet auff mich / vnd thut auch also / vnd sihe / wenn ich an den ort des Heers kome /wie ich thue / so thut jr auch.
    7Wenn ich die Posaune blase / vnd alle die mit mir sind / So solt jr auch die Posaunen blasen vmbs gantze Heer / vnd sprechen / Hie HERR vnd Gideon.
    7ALso kam Gideon vnd hundert Man mit jm an den ort des Heers an die ersten Wechter / die da verordenet waren / vnd weckten sie auff / vnd bliesen mit Posaunen / vnd zuschlugen die Krüge in jren henden.
    7Also bliesen alle drey Hauffen mit Posaunen / vnd zubrochen die Krüge / Sie hielten aber die Fackelen in ihrer lincken hand / vnd die Posaunen in jrer rechten hand das sie bliesen / vnd rieffen / Hie schwert des HERRN vnd Gideon /
    7Vnd ein jglicher stund auff seinem ort / vmb das Heer her. Da ward das gantze Heer lauffend / vnd schrien vnd flohen.
    7Vnd in dem die drey hundert Man bliesen die Posaunen / schafft der HERR / das im gantzen Heer eines jglichen schwert wider den andern war / Vnd das Heer floh bis gen BethSitta Zeredatha / bis an die grentze der breite Mehola bey Tabath.
    7Vnd die menner Jsrael von Naphthali / von Asser vnd von gantzem Manasse schrien vnd jagten den Midianitern nach.
    7VND Gideon sandte Botschafft auff das gantze gebirge Ephraim / vnd lies sagen / Kompt er ab den Midianitern entgegen / vnd verlaufft jnen das wasser /bis gen BethBara / vnd den Jordan. Da schrien alle die von Ephraim waren / vnd verlieffen jnen das wasser / bis gen BethBara vnd den Jordan.
    7Vnd fiengen zween fürsten der Midianiter / Oreb vnd Seb / vnd erwürgeten Oreb auff dem fels Oreb / vnd Seb in der kelter Seb / Vnd jagten die Midianiter / vnd brachten die heubter Oreb vnd Seb zu Gideon vber den Jordan.
    8VND die Menner von Ephraim sprachen zu jm /Warumb hastu vns das gethan / das du vns nicht rieffest / da du in streit zogest wider die Midianiter? Vnd zanckten sich mit jm hefftiglich.
    8Er aber sprach zu jnen / Was hab ich jtzt gethan / das ewr that gleich sey? Jst nicht ein rebe Ephraim besser / denn die gantze weinernd AbiEser?
    8Gott hat die Fürsten der Midianiter / Oreb vnd Seb in ewr hende gegeben / Wie hette ich kund das thun das jr gethan habt? Da er solches redet / lies jr zorn von jm abe.
    8DA nu Gideon an den Jordan kam / gieng er hinüber mit den drey hundert Man / die bey jm waren /vnd waren müde / vnd jagten nach.
    8Vnd er sprach zu den Leuten zu Sucoth / Lieber / gebt dem volck das vnter mir ist etlich Brot / denn sie sind müde / das ich nachiage den Königen der Midianiter / Sebah vnd Zalmuna.
    8Aber die Obersten zu Sucoth sprachen /Sind die feuste Sebah vnd Zalmuna schon in deinen henden / das wir deinem Heer sollen brot geben?
    8Gideon sprach / Wolan / wenn der HERR Sebah vnd Zalmuna in meine hand gibt / wil ich ewr fleisch mit dornen aus der wüsten / vnd mit hecken zudreschen.
    8Vnd er zoch von dannen hin auff gen Pnuel / vnd redet auch also zu jnen / Vnd die Leute zu Pnuel antworten jm gleich / wie die zu Sucoth.
    8Vnd er sprach auch zu den Leuten zu Pnuel / Kom ich mit frieden wider / so wil ich diesen Thurn zubrechen.
    8SEbah aber vnd Zalmuna waren zu Karkor / vnd jr Heer mit jnen bey fünffzehen tausent / die alle vberblieben waren vom gantzen Heer / deren aus Morgenland / Denn hundert vnd zwenzig tausent waren gefallen / die schwert ausziehen kunden.
    8Vnd Gideon zoch hinauff auff der strassen / da man in Hütten wonet / gegen morgen gen Nobah / vnd Jagbeha / vnd schlug das Heer / Denn das Heer war sicher.
    8Vnd Sebah vnd Zalmuna flohen / Aber er jaget jnen nach / vnd fieng die zween Könige der Midianiter / Sebah vnd Zalmuna / vnd zurschreckt das gantze Heer.
    8DA nu Gideon der son Joas widerkam vom streit / ehe die Sonne erauff komen war /
    8fieng er einen Knaben aus den Leuten zu Sucoth / vnd fragt jn / Der schreib jm auff die Obersten zu Sucoth / vnd jre Eltesten / sieben vnd siebenzig Man.
    8Vnd er kam zu den Leuten zu Sucoth / vnd sprach / Sihe / hie ist Sebah vnd Zalmuna / vber welchen jr mich spottet / vnd sprachet / Jst denn Sebah vnd Zalmuna faust schon in deinen henden / das wir deinen Leuten die müde sind Brot geben sollen?
    8Vnd er nam die Eltesten der Stad / vnd dornen aus der wüsten vnd hecken / vnd lies es die Leute zu Sucoth fülen1.
    8Vnd den Thurn Pnuel zubrach er / vnd erwürget die Leute der stad.
    8VND er sprach zu Sebah vnd Zalmuna / Wie waren die Menner die jr erwürget zu Thabor? Sie sprachen / Sie waren wie du / vnd ein jglicher schön wie eins Königskinder.
    8Er aber sprach / Es sind meine Brüder meiner mutter söne gewest / So war der HERR lebt / wo jr sie hettet leben lassen / wolt ich euch nicht erwürgen.
    8Vnd sprach zu seinem erstgebornen son Jether / Stehe auff / vnd erwürge sie. Aber der Knabe zoch sein schwert nicht aus / denn er [137a] furchte sich / weil er noch ein Knabe war.
    8Sebah aber vnd Zalmuna sprachen / Stehe du auff vnd mache dich an vns / Denn darnach der Man ist /ist auch seine krafft. Also stund Gideon auff vnd erwürget Sebah vnd Zalmuna / Vnd nam die Spangen die an jrer Kamelen helse waren.
    8Da sprachen zu gideon etliche in jsrael / Sey Herr vber vns du vnd dein Son vnd deines sons son /weil du vns von der Midianiter hand erlöset hast.
    8Aber Gideon sprach zu jnen / Jch wil nicht Herr sein vber euch / vnd mein Son sol auch nicht Herr vber euch sein / Sondern der HERR sol Herr vber euch sein.
    8GJdeon aber sprach zu jnen / Eins beger ich von euch / Ein jglicher gebe mir die Stirnbande / die er geraubt hat. Denn weil es Jsmaeliter waren / hatten sie güldene Stirnbande.
    8Sie sprachen / Die wöllen wir geben / Vnd breiten ein Kleid aus / vnd ein jglicher warff die Stirnbande drauff / die er geraubt hatte.
    8Vnd die gülden Stirnbande die er fodderte / machten am gewichte / tausent sieben hundert sekel golds /On die Spangen vnd Keten vnd scharlaken Kleider /die der Midianiter könige tragen / vnd on die Halsbande jrer Camelen.
    8Vnd Gideon macht einen Leibrock draus / vnd setzt es in seine stad zu Ophra. Vnd gantz Jsrael verhurete sich daran daselbs / vnd geriet Gideon vnd seinem haus zum Ergernis.
    8ALso wurden die Midianiter gedemütiget fur den kindern Jsrael / vnd huben jren Kopff nicht mehr empor / Vnd das Land war stille vierzig jar / so lange Gideon lebet.
    8VND JerubBaal der son Joas / gieng hin vnd wonet in seinem hause /
    8Vnd Gideon hatte siebenzig Söne / die aus seiner hüfft komen waren / Denn er hatte viel Weiber.
    8Vnd sein Kebsweib das er zu Sichem hatte / gebar jm auch einen Son / den nennet er AbiMelech.
    8Vnd Gideon der son Joas starb im guten alter / vnd ward begraben in seines vaters Joas grab / zu Ophra des Vaters der Esriter.
    8DA aber Gideon gestorben war / kereten sich die kinder Jsrael vmb / vnd hureten den Baalim nach /vnd machten jnen Baal Berith zum Gott.
    8Vnd die kinder Jsrael gedachten nicht an den HERRN jren Gott / der sie errettet hatte von der hand aller jrer Feinde vmbher /
    8vnd theten nicht barmhertzigkeit an dem hause JerubBaal Gideon / wie er alles guts an Jsrael gethan hatte.
    9ABiMelech aber der son JerubBaal gieng hin gen Sichem zu den Brüdern seiner Mutter / vnd redet mit jnen / vnd mit dem gantzen Geschlecht des hauses seiner mutter Vater / vnd sprach /
    9Lieber / redet fur den ohren aller Menner zu Sichem / Was ist euch besser / das siebenzig Menner / alle kinder JerubBaal vber euch Herrn seien / Oder das ein Man vber euch Herr sey? Gedenckt auch dabey / das ich ewr gebein vnd fleisch.
    9DA redten die Brüder seiner Mutter von jm alle diese wort / fur den ohren aller menner zu Sichem /Vnd jr hertz neiget sich AbiMelech nach / Denn sie gedachten / Er ist vnser Bruder.
    9Vnd gaben jm siebenzig Silberling aus dem haus BaalBerith / Vnd AbiMelech bestellet da mit lose leichtfertige Menner /die jm nachfolgeten.
    9Vnd er kam in seines Vaters haus gen Ophra / vnd erwürget seine Brüder die kinder JerubBaal / siebenzig Man auff einem stein / Es bleib aber vber Jotham / der jüngst son JerubBaal /Denn er ward versteckt.
    9VND es versamleten sich alle Menner von Sichem / vnd das gantze haus Millo / giengen hin vnd machten AbiMelech zum Könige / bey der hohen Eichen / die zu Sichem stehet. [137b]
    9DA das angesagt ward dem Jotham / Gieng er hin / vnd trat auff die höhe des berges Grisim / vnd hub auff seine stim / rieff vnd sprach zu jnen / Höret mich jr Menner zu Sichem / das euch Gott auch höre.
    9Die Bewme giengen hin / das sie einen König vber sich salbeten / vnd sprachen zum Olebawm / Sey vnser König.
    9Aber der Olebawm antwortet jnen / Sol ich mein fettigkeit lassen / die beide Götter vnd Menschen an mir preisen / vnd hin gehen das ich schwebe1 vber die Bewme?
    9Da sprachen die Bewme zum Feigenbawm / Kom du vnd sey vnser König.
    9Aber der Feigenbawm sprach zu jnen / Sol ich meine süssigkeit vnd meine gute frucht lassen vnd hin gehen /das ich vber den Bewmen schwebe?
    9Da sprachen die Bewme zum Weinstock / Kom du vnd sey vnser König.
    9Aber der Weinstock sprach zu jnen / Sol ich meinen Most lassen / der Götter vnd Menschen frölich macht / vnd hin gehen das ich vber den Bewmen schwebe?
    9Da sprachen alle Bewme zum Dornbusch / Kom du vnd sey vnser König.
    9Vnd der Dornbusch sprach zu den Bewmen / Jsts war / das jr mich zum König salbet vber euch / So kompt vnd vertrawet euch vnter meinen schatten / Wo nicht / So gehe fewr aus dem Dornbusch / vnd verzere die Cedern Libanon.
    9HAbt jr nu recht vnd redlich gethan / das jr AbiMelech zum Könige gemacht habt / vnd habt jr wol gethan an JerubBaal / vnd an seinem Hause / vnd habt jm gethan wie er vmb euch verdienet hat /
    9das mein Vater vmb ewr willen gestritten hat / vnd seine Seel dahin geworffen von sich / das er euch errettet von der Midianiter hand /
    9Vnd jr lehnet euch auff heute wider meines Vaters haus / vnd erwürget seine Kinder / siebenzig Man auff einem Stein / Vnd machet euch einen könig AbiMelech seiner magd Son vber die Menner zu Sichem / weil er er ewr Bruder ist /
    9Habt jr nu recht vnd redlich gehandelt an JerubBaal / vnd an seinem hause an diesem tage / So seid frölich vber dem AbiMelech / vnd er sey frölich vber euch /
    9Wo nicht / So gehe fewr aus von AbiMelech / vnd verzere die Menner zu Sichem / vnd das haus Millo / Vnd gehe auch fewr aus von den Mennern zu Sichem / vnd vom haus Millo / vnd verzere AbiMelech.
    9Vnd Jotham floch vnd entweich / vnd gieng gen Ber / vnd wonet daselbs fur seinem bruder AbiMelech.
    9Als nu abimelech drey jar vber jsrael geherrschet hatte /
    9sandte Gott einen bösen willen zwisschen AbiMelech vnd den Mennern zu Sichem. Denn die Menner zu Sichem versprachen AbiMelech /
    9vnd zogen an den freuel / an den siebenzig sönen JerubBaal begangen / Vnd legten der selben blut auff AbiMelech jren Bruder / der sie erwürget hatte / vnd auff die menner zu Sichem / die jm seine hand darzu gesterckt hatten / das er seine Brüder erwürgete.
    9Vnd die menner zu Sichem bestelleten einen Hinderhalt auff den spitzen der Berge / vnd raubeten alle die auff der strassen zu jnen wandelten. Vnd es ward AbiMelech angesagt.
    9ES kam aber Gaal der son Ebed vnd seine Brüder / vnd giengen zu Sichem ein. Vnd die menner zu Sichem verliessen sich auff jn /
    9vnd zogen eraus auffs feld / vnd lasen ab jre Weinberge / vnd kelterten / vnd machten einen Tantz / vnd giengen in jres Gottes haus / vnd assen vnd truncken / vnd fluchten dem AbiMelech.
    9Vnd Gaal der son Ebed sprach /Wer ist AbiMelech? vnd was ist Sichem / das wir jm dienen solten? Jst er nicht JerubBaals son / vnd hat Sebul seinen knecht her gesetzt vber die leute Hemor des vaters Sichem? Warumb solten wir jm dienen?
    9Wolt Gott / das Volck were vnter meiner hand / das ich den AbiMelech vertriebe. VND es ward AbiMelech gesagt / Mehre dein Heer / vnd zeug aus /
    9Denn Sebul der Oberst in der Stad / da er die wort Gaal / des sons Ebed höret / ergrimmet er in seinem zorn /
    9vnd sandte Bottschafft zu AbiMelech heimlich / vnd lies jm sagen / Sihe /Gaal der son Ebed vnd seine Brüder [138a] sind gen Sichem komen / vnd machen dir die stad widerwertig.
    9So mach dich nu auff bey der nacht / du vnd dein volck das bey dir ist / vnd mach einen Hinderhalt auff sie im felde.
    9Vnd des morgens wenn die Sonne auffgehet / so mache dich früe auff / vnd vberfalle die stad / Vnd wo er vnd das volck das bey jm ist / zu dir hinaus zeucht / So thu mit jm / wie es deine hand findet.
    9ABiMelech stund auff bey der nacht / vnd alles volck das bey jm war / vnd hielt auff Sichem mit vier Hauffen.
    9Vnd Gaal der son Ebed zoch eraus / vnd trat fur die thür an der Stadthor. Aber AbiMelech macht sich auff / aus dem Hinderhalt sampt dem volck das mit jm war.
    9Da nu Gaal das volck sahe /sprach er zu Sebul / Sihe / da kompt ein volck von der höhe des Gebirges hernider. Sebul aber sprach zu jm /Du sihest die schatten der Berge fur Leute an.
    9Gaal redet noch mehr vnd sprach / Sihe / ein volck kompt ernider aus dem mittel des Landes / vnd ein Hauffe komet auff dem wege zur Zaubereiche.
    9DA sprach Sebul zu jm / Wo ist nu hie dein maul / das da saget / Wer ist AbiMelech / das wir jm dienen solten? Jst das nicht das volck / das du verachtet hast? Zeuch nu aus vnd streit mit jm.
    9Gaal zoch ausfur den Mennern zu Sichem her / vnd streit mit AbiMelech.
    9Aber AbiMelech jaget jn / das er flohe fur jm / Vnd fielen viel erschlagene / bis an die thür des thors /
    9Vnd AbiMelech bleib zu Aruma. Sebul aber veriaget den Gaal vnd seine Brüder / das sie zu Sichem nicht musten bleiben.
    9AVff dem morgen aber gieng das volck eraus auffs feld. Da das AbiMelech ward angesagt /
    9Nam er das Volck / vnd teilets in drey Hauffen / vnd macht ein Hinderhalt auff sie im feld. Als er nu sahe / das das volck aus der Stad gieng / erhub er sich vber sie /vnd schlug sie.
    9AbiMelech aber vnd die Hauffen die bey jm waren / vberfielen sie / vnd tratten an die thür der Stadthor / Vnd zween der Hauffen vberfielen alle die auff dem felde waren / vnd schlugen sie.
    9Da streit AbiMelech wider die Stad denselben gantzen tag / vnd gewan sie / Vnd erwürget das volck / das drinnen war / vnd zubrach die Stad vnd seet saltz drauff.
    9DA das höreten alle Menner des thurns zu Sichem / Giengen sie in die Festung des hauses des Gottes Berith.
    9Da das AbiMelech hörete / das sich alle Menner des thurns zu Sichem versamlet hatten /
    9Gieng er auff den berg Zalmon mit all seinem volck / das bey jm war / Vnd nam ein Axt in seine hand / vnd hieb einen Ast von bewmen / vnd hub jn auff / vnd legt jn auff seine achsel / Vnd sprach zu allem volck / das mit jm war / Was jr gesehen habt das ich thu das thut auch jr eilend wie ich.
    9Da hieb alles volck ein jglicher einen Ast ab / vnd folgten AbiMelech nach / Vnd legten sie an die Festung / vnd stecktens an mit fewr / das auch alle Menner des thurns zu Sichem sturben / bey tausent Man vnd Weib.
    9ABiMelech aber zoch gen Thebez / vnd belegt sie / vnd gewan sie.
    9Es war aber ein starcker Thurn mitten in der Stad / auff welchen flohen alle Menner vnd Weiber / vnd alle Bürger der stad / vnd schlossen hinder sich zu / vnd stigen auff das dach des Thurns.
    9Da kam AbiMelech zum Thurn / vnd streit da wider / Vnd nahet sich zur thür des Thurns das er jn mit fewr verbrente.
    9Aber ein Weib warff ein stück von einem Mülstein AbiMelech auff den kopff / vnd zubrach jm den schedel.
    9Da rieff AbiMelech eilend dem Knaben / der sein waffen trug / vnd sprach zu jm / Zeuch dein schwert aus / vnd tödte mich / Das man nicht von mir sage / Ein weib hat jn erwürget /Da durchstach jn sein Knabe / vnd er starb.
    9DA aber die Jsraeliter die mit jm waren / sahen das AbiMelech tod war / gieng ein jglicher an seinen ort.
    9Also bezalet Gott AbiMelech das vbel / das er an seinem Vater gethan hatte / da er seine siebenzig Brüder erwürget.
    9Desselben gleichen alles vbel der Menner Sichem / vergalt jnen Gott auff jren kopff /Vnd kam vber sie der fluch Jotham / des sons JerubBaal. [138b]
    10NAch AbiMelech macht sich auff zu helffen Jsrael / Thola ein man von Jsaschar / ein son Pua /des sons Dodo. Vnd er wonet zu Samir auff dem gebirge Ephraim /
    10vnd richtet Jsrael drey vnd zwenzig jar / vnd starb / vnd ward begraben zu Samir.
    10NAch jm macht sich auff Jair ein Gileaditer / vnd richtet Jsrael zwey vnd zwenzig jar.
    10Vnd hatte dreissig Söne / auff dreissig Eselfüllen reitten / Vnd hatte dreissig Stedte / die heissen / Dörffer Jair / bis auff diesen tag / vnd ligen in Gilead.
    10Vnd Jair starb / vnd ward begraben zu Kamon.
    10Aber die kinder jsrael theten fürder vbel fur dem HERRN / vnd dieneten Baalim / vnd Astharoth / vnd den Göttern zu Syria / vnd den Göttern zu Zidon / vnd den Göttern Moab / vnd den Göttern der kinder Ammon / vnd den Göttern der Philister / vnd verliessen den HERRN / vnd dieneten jm nicht.
    10Da ergrimmet der zorn des HERRN vber Jsrael / vnd verkaufft sie vnter die hand der Philister vnd der kinder Ammon.
    10Vnd sie zutratten vnd zuschlugen die kinder Jsrael / von dem jar an wol achzehen jar / nemlich alle kinder Jsrael / jenseid dem Jordan / im Land der Amoriter / das in Gilead ligt.
    10Dazu zogen die kinder Ammon vber den Jordan / vnd stritten wider Juda /BenJamin / vnd wider das haus Ephraim / Also das Jsrael seer geengstet ward.
    10DA schrien die kinder Jsrael zu dem HERRN /vnd sprachen / Wir haben an dir gesündiget / Denn wir haben vnsern Gott verlassen / vnd Baalim gedienet.
    10Aber der HERR sprach zu den kindern Jsrael /Haben euch nicht auch gezwungen die Egypter / die Amoriter / die kinder Ammon / die Philister /
    10die Zidonier / die Amalekiter vnd Maoniter? vnd ich halff euch aus jren henden / da jr zu mir schriet.
    10Noch habt jr mich verlassen / vnd andern Göttern gedienet /Darumb wil ich euch nicht mehr helffen /
    10Gehet hin / vnd schreiet die Götter an die jr erwelet habt /Last euch dieselben helffen zur zeit ewrs trübsals.
    10Aber die kinder Jsrael sprachen zu dem HERRN /Wir haben gesündigt / mache es nur Du mit vns / wie dirs gefellet / Allein errette vns zu dieser zeit.
    10Vnd sie theten von sich die frembden Götter / vnd dieneten dem HERRN / Vnd es jamert jn / das Jsrael so geplagt ward.
    10VND die kinder Ammon schrien1 / vnd lagerten sich in Gilead / Aber die kinder Jsrael versamleten sich / vnd lagerten sich zu Mizpa.
    10Vnd das volck der Obersten zu Gilead sprachen vnternander / Welcher anfehet zu streiten wider die kinder Ammon / der sol das Heubt sein vber alle die in Gilead wonen.
    11JEphthah ein Gileaditer war ein streitbar Helt /Aber ein Hurkind / Gilead aber hatte Jephthah gezeuget.
    11Da aber das weib Gilead jm kinder gebar / vnd desselben weibs kinder gros wurden / stiessen sie Jephthah aus / vnd sprachen zu jm / Du solt nicht erben in vnsers Vaters haus / Denn du bist eines andern weibs son.
    11Da floh er vor seinen Brüdern / vnd wonet im lande Tob / Vnd es samleten sich zu jm lose Leute / vnd zogen aus mit jm.
    11VND vber etliche zeit hernach / stritten die kinder Ammon mit Jsrael.
    11Da nu die kinder Amon also stritten mit Jsrael / giengen die Eltesten von Gilead hin / das sie Jephthah holeten aus dem lande Tob /
    11vnd sprachen zu jm / Kom vnd sey vnser Heubtman / das wir streiten wider die kinder Ammon.
    11Aber Jephthah sprach zu den Eltesten von Gilead /Seid jr nicht die mich hassen / vnd aus meines Vaters haus gestossen habt / Vnd nu kompt jr zu mir / weil jr im trübsal seid?
    11Die Eltesten von Gilead sprachen zu Jephthah / Darumb komen wir nu wider zu dir /das du mit vns ziehest / vnd helffest vns [139a] streiten wider die kinder Ammon / vnd seiest vnser Heubt vber alle die in Gilead wonen.
    11JEphthah sprach zu den Eltesten von Gilead / So jr mich widerholet zu streiten wider die kinder Ammon / vnd der HERR sie fur mir geben wird / Sol ich denn ewr Heubt sein?
    11Die Eltesten von Gilead sprachen zu Jephthah / Der HERR sey Zuhörer zwisschen vns / wo wir nicht thun / wie du gesagt hast.
    11Also gieng Jephthah mit den Eltesten von Gilead / Vnd das volck satzt jn zum Heubt vnd Obersten vber sich. Vnd Jephthah redet solchs alles fur dem HERRN zu Mizpa.
    11DA sandte Jephthah Botschafft zum Könige der kinder Ammon / vnd lies jm sagen / Was hastu mit mir zuschaffen / das du komest zu mir wider mein Land zu streiten?
    11Der König der kinder Ammon antwortet den Boten Jephthah / Darumb das Jsrael mein Land genomen hat / da sie aus Egypten zogen /von Arnon an bis an Jabok / vnd bis an den Jordan /So gib mirs nu wider mit frieden.
    11JEphthah aber sandte noch mehr Boten zum Könige der kinder Ammon /
    11die sprachen zu jm / So spricht Jephthah / Jsrael hat kein Land genomen weder den Moabitern noch den kindern Ammon.
    11Denn da sie aus Egypten zogen / wandelt Jsrael durch die wüsten bis ans Schilffmeer / vnd kam gen Kades /
    11vnd sandte Boten zum Könige der Edomiter / vnd sprach / Las mich durch dein Land ziehen. Aber der Edomiter könig erhöret sie nicht. Auch sandten sie zum könige der Moabiter / der wolt auch nicht. Also bleib Jsrael in Kades /
    11vnd wandelt in der Wüsten / vnd vmbzogen das Land der Edomiter vnd Moabiter / vnd kam von der Sonnen auffgang an der Moabiter land / vnd lagerten sich jenseid des Arnon / vnd kamen nicht in die grentze der Moabiter /Denn Arnon ist der Moabiter grentze.
    11VND Jsrael sandte Boten zu Sihon / der Amoriter könig zu Hesbon / vnd lies jm sagen / Las vns durch dein Land ziehen bis an meinen ort.
    11Aber Sihon vertrawet Jsrael nicht durch seine grentze zu ziehen / Sondern versamlet all sein volck / vnd lagert sich zu Jahza / vnd streit mit Jsrael.
    11Der HERR aber der Gott Jsrael / gab den Sihon mit all seinem Volck in die hende Jsrael / das sie sie schlugen. Also nam Jsrael ein alles Land der Amoriter / die in dem selben Land woneten /
    11Vnd namen alle grentze der Amoriter ein / von Arnon an / bis an Jabok / vnd von der wüsten an / bis an den Jordan.
    11SO hat nu der HERR der Gott Jsrael / die Amoriter vertrieben fur seinem volck Jsrael / vnd du wilt sie einnemen?
    11Du soltest die einnemen die dein Gott Camos vertriebe / vnd vns lassen einnemen / alle die der HERR vnser Gott fur vns vertrieben hat.
    11Meinstu / das du besser Recht habest / denn Balak der son Zipor / der Moabiterkönig? Hat derselb auch je gerechtet oder gestritten wider Jsrael /
    11ob wol Jsrael nu drey hundert jar gewonet hat in Hesbon vnd jren töchtern / in Aroer vnd jren töchtern / vnd allen Stedten die am Arnon ligen? Warumb errettet jrs nicht zu der selben zeit?
    11Jch hab nichts an dir gesündigt /vnd du thust so vbel an mir / das du wider mich streitest. Der HERR felle heut ein vrteil zwisschen Jsrael vnd den kindern Ammon.
    11Aber der König der kinder Ammon erhöret die rede Jephthah nicht / die er zu jm sandte.
    11DA kam der Geist des HERRN auff Jephthah /vnd zoch durch Gilead vnd Manasse vnd durch Mizpe / das in Gilead ligt / vnd von Mizpe das in Gilead ligt / auff die kinder Ammon.
    11Vnd Jephthah gelobt dem HERRN ein Gelübd / vnd sprach / Gibstu die kinder Ammon in meine hand /
    11was zu meiner Hausthür er aus mir entgegen gehet / wenn ich mit frieden widerkome / von den kindern Ammon / das sol des HERRN sein / vnd wils zum Brandopffer opffern.
    11Also zoch Jephthah auff die kinder Ammon wider sie zu streiten. Vnd der HERR gab sie in seine hende.
    11Vnd er schlug sie von Aroer [139b] an bis man kompt gen Minnith / zwenzig Stedte / vnd bis an den plan der Weinberge / ein seer grosse schlacht /Vnd wurden also die kinder Ammon gedemütigt fur den kindern Jsrael.
    11DA nu Jephthah kam gen Mizpa zu seinem hause / Sihe / da gehet seine Tochter er aus jm entgegen mit Paucken vnd Reigen / Vnd sie war ein einiges Kind / vnd er hatte sonst keinen Son noch Tochter.
    11Vnd da er sie sahe / zureis er seine Kleider / vnd sprach / Ah mein Tochter / wie beugestu mich vnd betrübest mich1 / Denn ich habe meinen mund auffgethan gegen dem HERRN / vnd kans nicht widerruffen.
    11Sie aber sprach / Mein Vater / hastu deinen mund auffgethan gegen dem HERRN / So thu mir wie es aus deinem mund gangen ist / nach dem der HERR dich gerochen hat an deinen Feinden den kindern Ammon.
    11VND sie sprach zu jrem Vater / Du woltest mir das thun / das du mich lassest zween monden / das ich von hinnen hinab gehe / auff die Berge / vnd meine Jungfrawschafft beweine mit meinen Gespielen.
    11Er sprach / Gehe hin / Vnd lies sie zween monden gehen. Da gieng sie hin mit jren Gespielen / vnd beweinet jre Jungfrawschafft auff den bergen.
    11Vnd nach zween monden kam sie wider zu jrem Vater / Vnd er thet jr /wie er gelobt hatte2 / Vnd sie war nie keines Mans schüldig geworden. Vnd ward eine gewonheit in Jsrael /
    11das die töchter Jsrael jerlich hingehen / zu klagen die tochter Jephthah des Gileaditers des jars vier tage.
    12VNd die von Ephraim schrien vnd giengen zur Mitternacht werts / vnd sprachen zu Jephthah / Warumb bistu in den streit gezogen wider die kinder Ammon / vnd hastu vns nicht geruffen / das wir mit dir zögen? Wir wöllen dein Haus sampt dir mit fewr verbrennen.
    12Jephthah sprach zu jnen / Jch vnd mein Volck hatten eine grosse sache mit den kindern Ammon / vnd ich schrey euch an / Aber jr halfft mir nicht aus jren henden.
    12Da ich nu sahe / das jr nicht helffen woltet / stellet ich meine Seele in meine hand /vnd zoch hin wider die kinder Ammon / vnd der HERR gab sie in meine hand. Warumb kompt jr nu zu mir erauff / wider mich zu streitten?
    12VND Jephthah samlet alle Menner in Gilead / vnd streit wider Ephraim / Vnd die menner in Gilead schlugen Ephraim / darumb das sie sagten / Seid doch jr Gileaditer vnter Ephraim vnd Manasse / als die Flüchtigen zu Ephraim1.
    12Vnd die Gileaditer namen ein die furt des Jordans fur Ephraim. Wenn nu sprachen die flüchtigen Ephraim / Las mich hin über gehen / So sprachen die Menner von Gilead zu jm /Bistu ein Ephraiter? Wenn er denn antwortet / Nein /
    12So hiessen sie jnsprechen / Schiboleth2 / So sprach er / Siboleth / vnd kunds nicht recht reden / So griffen sie jn vnd schlugen jn an der furt des Jordans / Das zu der zeit von Ephraim fielen zwey vnd vierzig tausent.
    12Jephthah aber richtet Jsrael sechs jar / Vnd Jephthah der Gileaditer starb / vnd ward begraben in den Stedten zu Gilead.
    12NAch diesem richtet Jsrael Ebzan von Bethlehem /
    12der hatte dreissig Söne / vnd dreissig Töchter satzt er aus / vnd dreissig töchter nam er von aussen seinen sönen. Vnd richtet Jsrael sieben jar /
    12vnd starb / vnd ward begraben zu Bethlehem.
    12NAch diesem richtet Jsrael Elon / ein Sebuloniter / vnd richtet Jsrael zehen jar /
    12vnd starb / vnd ward begraben zu Aialon im lande Sebulon.
    12NAch diesem richtet Jsrael Abdon ein son Hillel / ein Pireathoniter /
    12Der hat vierzig Söne vnd dreissig Neffen / die auff siebenzig Eselfüllen ritten /vnd richtet Jsrael acht jar.
    12Vnd starb / vnd ward begraben zu Pireathon im lande Ephraim / auff dem gebirge der Amalekiter. [140a]
    13VND die kinder Jsrael theten fürder vbel fur dem HERRN / Vnd der HERR gab sie in die hende der Philister vierzig jar.
    13ES war aber ein Man zu Zarea von einem geschlecht der Daniter mit namen Manoah / vnd sein Weib war vnfruchtbar vnd gebar nichts.
    13Vnd der Engel des HERRN erschein dem Weibe / vnd sprach zu jr / Sihe / du bist vnfruchtbar / vnd gebirst nichts /Aber du wirst schwanger werden / vnd einen Son geberen.
    13So hüt dich nu / das du nicht Wein noch starck Getrenck trinckest / vnd nichts Vnreins essest /
    13Denn du wirst schwanger werden / vnd einen Son geberen / dem kein Schermesser sol auffs heubt komen / Denn der Knab wird ein Verlobter Gottes sein von mutterleibe / vnd er wird anfahen Jsrael zu erlösen / aus der Philisterhand.
    13DA kam das Weib vnd sagts jrem Man an / vnd sprach / Es kam ein man Gottes zu mir / vnd seine gestalt war anzusehen wie ein Engel Gottes / fast erschrecklich / das ich jn nicht fraget / wo her / oder wo hin / vnd er saget mir nicht wie er hiesse.
    13Er sprach aber zu mir / Sihe / du wirst schwanger werden / vnd einen Son geberen / So trincke nu keinen Wein noch starck Getrencke / vnd iss nichts Vnreins / Denn der Knab sol ein Verlobter Gottes sein von mutterleibe an / bis in seinen Tod.
    13DA bat Manoah den HERRN / vnd sprach / Ah HERR / las den man Gottes wider zu vns komen / den du gesand hast / Das er vns lere / was wir mit dem Knaben thun sollen / der geboren sol werden.
    13Vnd Gott erhöret die stim Manoah / Vnd der Engel Gottes kam wider zum Weibe / Sie sas aber auff dem felde /vnd jr man Manoah war nicht bey jr.
    13Da lieff sie eilend vnd sagts jrem Man an / vnd sprach zu jm /Sihe / der Man ist mir erschienen / der heut zu mir kam.
    13MAnoah macht sich auff vnd gieng seinem Weibe nach / vnd kam zu dem Man / vnd sprach zu jm / Bistu der Man / der mit dem Weibe geredt hat? Er sprach / Ja.
    13Vnd Manoah sprach / Wenn nu komen wird das du geredt hast / welch sol des Knabens weise vnd werck sein?
    13Der Engel des HERRN sprach zu Manoah / Er sol sich hüten fur allem / das ich dem Weibe gesagt habe /
    13Er sol nicht essen das aus dem Weinstock kompt / vnd sol keinen Wein noch starck Getrenck trincken / vnd nichts Vnreins essen / Alles was ich jr geboten hab / sol er halten.
    13MAnoah sprach zum Engel des HERRN / Lieber / Las dich halten / wir wöllen vor ein Zigenböck lin opffern.
    13Aber der Engel des HERRN antwortet Manoah / Wenn du gleich mich hie heltest / so esse ich doch deiner Speise nicht / Wiltu aber dem HERRN ein Brandopffer thun / so magstu es opffern /Denn Manoah wuste nicht / das es ein Engel des HERRN war.
    13Vnd Manoah sprach zum Engel des HERRN / Wie heissestu / das wir dich preisen / wenn nu komet was du geredt hast?
    13Aber der Engel des HERRN sprach zu jm / Warumb fragstu nach meinem Namen / der doch Wundersam ist?
    13DA nam Manoah ein Zigenböcklin vnd Speisopffer / vnd opfferts auff einem fels dem HERRN /Vnd er machts Wunderbarlich1 / Manoah aber vnd sein Weib sahen zu.
    13Vnd da die lohe aufffuhr / vom Altar gen Himel / fuhr der Engel des HERRN in der lohe des Altars hin auff. Da das Manoah vnd sein Weib sahen / fielen sie zur erden auff jr angesicht /
    13Vnd der Engel des HERRN erschein nicht mehr Manoah vnd seinem Weibe. Da erkandte Manoah /das es ein Engel des HERRN war /
    13Vnd sprach zu seinem Weibe / Wir müssen des todes sterben / Das wir Gott gesehen haben.
    13Aber sein [140b] Weib antwortet jm / Wenn der HERR lust hette vns zu tödten / So hette er das Brandopffer vnd Speisopffer nicht genomen von vnsern henden / Er hette vns auch nicht solchs alles erzeiget / noch vns solchs hören lassen / wie jtzt geschehen ist.
    13VND das Weib gebar einen Son / vnd hies jn Simson / Vnd der Knabe wuchs / vnd der HERR segenet jn.
    13Vnd der Geist des HERRN fieng an jn zutreiben im Lager Dan / zwisschen Zarea vnd Esthaol.
    14SJMson gieng hin ab gen Thimnath / vnd sahe ein Weib zu Thimnath vnter den töchtern der Philister.
    14Vnd da er erauff kam / sagt ers an seinem Vater vnd seiner mutter / vnd sprach / Jch hab ein Weib gesehen zu Thimnath vnter den töchtern der Philister /Gebt mir nu dieselbige zum Weibe.
    14Sein Vater vnd sein Mutter sprachen zu jm / Jst denn nu kein Weibe vnter den töchtern deiner Brüder / vnd in all deinem Volck / das du hin gehest / vnd nimpst ein Weib bey den Philistern / die vnbeschnitten sind? Simson sprach zu seinem Vater / Gib mir diese / Denn sie gefellet meinen augen.
    14Aber sein Vater vnd seine Mutter wusten nicht / das es von dem HERRN were /Denn er sucht vrsach an die Philister. Die Philister aber herrscheten zu der zeit vber Jsrael.
    14ALso gieng Simson hin ab mit seinem Vater und seiner Mutter gen Thimnath. Vnd als sie kamen an die Weinberge zu Thimnath / Sihe / da kam ein junger Lewe brüllend jm entgegen.
    14Vnd der Geist des HERRN geriet vber jn / vnd zurisse jn / wie man ein Böcklin zureisset / vnd hatte doch gar nichts in seiner hand / Vnd sagts nicht an seinem Vater noch seiner Mutter was er gethan hatte.
    14DA er nu hin ab kam redet er mit dem Weibe /vnd sie gefiel Simson in seinen augen.
    14Vnd nach etlichen tagen kam er wider / das er sie neme / Vnd trat aus dem wege / das er das ass des Lewens besehe /Sihe / da war ein Bienschwarm in dem ass des Lewens vnd honig.
    14Vnd nams in seine hand / vnd ass dauon vnter wegen / vnd gieng zu seinem Vater vnd zu seiner Mutter / [141a] vnd gab jnen das sie auch assen / Er sagt jnen aber nicht an / das er das honig von des Lewen ass genomen hatte.
    14VND da sein Vater hin ab kam zu dem Weibe /machte Simson daselbs eine Hochzeit / wie die Jünglinge zu thun pflegen.
    14Vnd da sie jn sahen / gaben sie jm dreissig Gesellen zu / die bey jm sein solten.
    14Simson aber sprach zu jnen / Jch wil euch ein Retzel auffgeben / wenn jr mir das errattet vnd trefft /diese sieben tage der Hochzeit / So wil ich euch dreissig Hembde geben / vnd dreissig Feirkleider.
    14Künd jrs aber nicht erratten / So solt jr mir dreissig Hembde vnd dreissig Feirkleider geben. Vnd sie sprachen zu jm / Gib dein Retzel auff / Las vns hören.
    14Er sprach zu jnen / Speise gieng von dem Fresser /vnd süssigkeit von dem Starcken. Vnd sie kundten in dreien tagen das Retzel nicht erratten.
    14AM siebenden tage sprachen sie zu Simsons weibe / Vberrede deinen Man / das er vns sage das Retzel / Oder wir werden dich vnd deines Vaters haus mit fewr verbrennen / Habt jr vns hieher geladen / das jr vns arm machet oder nicht?
    14Da weinet Simsons weib fur jm / vnd sprach / Du bist mir gram vnd hast mich nicht lieb / Du hast den Kindern meines volcks eine Retzel auffgegeben / vnd hast mirs nicht gesagt. Er aber sprach zu jr / Sihe / Jch habs meinem Vater vnd meiner Mutter nicht gesagt / vnd solt dirs sagen?
    14VND sie weinet die sieben tage für jm / weil sie Hochzeit hatten / Aber am siebenden tage sagt ers jr /denn sie treib jn ein / Vnd sie sagt das Retzel jrs volcks Kindern.
    14Da sprachen die Menner der Stad zu jm am siebenden tage / ehe die Sonne vntergieng /Was ist süsser denn Honig? Was ist stercker denn der Lewe? Aber er sprach zu jnen / Wenn jr nicht hettet mit meinem Kalb gepflüget / jr hettet mein Retzel nicht troffen.
    14VND der Geist des HERRN geriet vber jn / vnd gieng hin ab gen Asklon / vnd schlug dreissig Man vnter jnen / Vnd nam jr Gewand / vnd gab Feirkleider denen / die das Retzel erratten hatten. Vnd ergrimmet in seinem zorn / vnd gieng erauff in seines Vaters haus.
    14Aber Simsons weib ward einem seiner Gesellen gegeben / der jm zugehöret.
    15ES begab sich aber nach etlichen tagen / vmb die Weitzenerndte / das Simson sein Weib besucht mit einem Ziegenböcklin. Vnd als er gedacht / Jch wil zu meinem weibe gehen in die kamer / wolt jn jr Vater nicht hin ein lassen /
    15vnd sprach / Jch meiner du werest jr gram worden / vnd hab sie deinem Freunde gegeben / Sie hat aber eine jüngere Schwester die ist schöner denn sie / die las dein sein fur diese.
    15Da sprach Simson zu jnen / Jch hab ein mal eine rechte sach wider die Philister / Jch wil euch schaden thun.
    15VND Simson gieng hin / vnd fieng drey hundert Füchse / Vnd nam Brende / vnd keret ja einen Schwantz zum andern / vnd thet einen Brand ja zwisschen zween schwentze /
    15vnd zündet die an mit fewr / vnd lies sie vnter das Korn der Philister / Vnd zündet also an die Mandel / sampt dem stehenden Korn / vnd Weinberge vnd Olebewme.
    15Da sprachen die Philister / Wer hat das gethan? Da sagt man /Simson der Eidam des Thimniters / Darumb das er jm sein Weib genomen / vnd seinem Freunde gegeben hat. Da zogen die Philister hin auff / vnd verbrandten sie sampt jrem Vater mit fewr.
    15SJmson aber sprach zu jnen / Ob jr schon das gethan habt / doch wil ich mich an euch selbs rechen /vnd darnach auff hören.
    15Vnd schlug sie hart / beide [141b] an schuldern vnd lenden1. Vnd zoch hin ab /vnd wonet in der Steinklufft zu Etam.
    15DA zogen die Philister hin auff vnd belagerten Juda / vnd liessen sich nider zu Lehi.
    15Aber die von Juda sprachen / Warumb seid jr wider vns er auffzogen? Sie antworten / Wir sind er auff komen Simson zu binden / das wir jm thun / wie er vns gethan hat.
    15Da zogen drey tausent Man von Juda / hin ab in die Steinklufft zu Etam / vnd sprachen zu Simson /Weistu nicht das die Philister vber vns herrschen? Warumb hastu denn das an vns gethan? Er sprach zu jnen / Wie sie mir gethan haben / So hab ich jnen wider gethan.
    15SJe sprachen zu jm / Wir sind er ab komen dich zu binden / vnd in der Philister hende zu geben. Simson sprach zu jnen / So schweret mir / das jr mir nicht wehren wolt.
    15Sie antworten jm / Wir wöllen dir nicht wehren / sondern wöllen dich nur binden / vnd in jre hende geben / vnd wöllen dich nicht tödten /Vnd sie bunden jn mit zweien newen Stricken / vnd füreten jn er auff vom Fels.
    15VND da er kam bis gen Lehi / jauchzeten die Philister zu jm zu / Aber der Geist des HERRN geriet vber jn / vnd die Stricke an seinen Armen wurden wie Faden / die das fewr versenget hat / das die band an seinen henden zuschmoltzen.
    15Vnd er fand einen faulen Eselskinbacken / Da reckt er seine hand aus vnd nam jn / vnd schlug damit tausent Man.
    15Vnd Simson sprach / Da ligen sie bey hauffen / Durch eins Eselskinbacken / hab ich tausent Man geschlagen.
    15Vnd da er das ausgeredt hatte / warff er den Kinbacken aus seiner hand / vnd hies die Stet RamatLehi2.
    15DA jn aber seer dürstet / rieff er den HERRN an / vnd sprach / Du hast solch gros Heil gegeben /durch die hand deines Knechts / Nu aber mus ich dursts sterben / vnd in der Vnbeschnitten hende fallen.
    15Da spaltet Gott einen Backenzaan in dem Kinbacken / das wasser er aus gieng / Vnd als er tranck /kam sein Geist wider / vnd ward erquicket / Darumb heisst er noch heutes tags / des Anrüffers brun / der im Kinbacken ward.
    15Vnd er richtet Jsrael zu der Philisterzeit / zwentzig jar. [142a]
    16SJmson gieng hin gen Gasa / vnd sahe daselbs eine Hure / vnd lag bey jr.
    16Da ward den Gasitern gesagt / Simson ist herein komen / Vnd sie vmbgaben jn / vnd liessen auff jn lauren die gantze nacht in der Stadthor / vnd waren die gantze nachtstille / vnd sprachen / Harr / morgen wens liecht wird / wöllen wir jn erwürgen.
    16Simson aber lag bis zu mitternacht / Da stund er auff zur mitternacht / vnd ergreiff beide Thür an der Stadthor / sampt den beiden pfosten / vnd hub sie aus mit den rigeln / vnd legt sie auff seine Schuldern / vnd trug sie hinauff auff die höhe des bergs fur Hebron.
    16Darnach gwan er ein weib lieb am bach Sorek /die hies Delila.
    16Zu der kamen der Philister Fürsten hin auff / vnd sprachen zu jr / Vberrede jn / vnd besihe worinnen er solche grosse Krafft hat / vnd wo mit wir jn vbermögen das wir jn binden vnd zwingen / So wöllen wir dir geben / ein jglicher tausent vnd hundert Silberlinge.
    16VND Delila sprach zu Simson / Lieber sage mir /worin dein grosse Krafft sey / vnd wo mit man dich binden müge / das man dich zwinge.
    16Simson sprach zu jr / Wenn man mich bünde mit sieben Seilen von frisschem bast / die noch nicht verdorret sind / So würde ich schwach / vnd were wie ein ander Mensch.
    16Da brachten der Philister Fürsten zu jr hin auff sieben Seile von frisschem bast / die noch nicht verdorret waren / vnd sie band jn damit
    16Man hielt aber auff jn bey jr in der Kamer Vnd sie sprach zu jm / Die Philister vber dir Simson / Er aber zureis die Seile wie eine flechsen Schnur zureist / wenn sie ans fewr reucht / Vnd war nicht kund / wo seine Krafft were.
    16DA sprach Delila zu Simson / Sihe du hast mich geteuscht vnd mir gelogen / Nu so sage mir doch / wo mit kan man dich binden?
    16Er antwort jr / Wenn sie mich bünden mit newen stricken / damit nie keine erbeit geschehen ist / So würde ich schwach / vnd wie ein ander Mensch.
    16Da nam Delila newe stricke vnd band jn damit / vnd sprach / Philister vber dir Simson (Man hielt aber auff jn in der Kamer) Vnd er zureiss sie von seinen Armen / wie einen Faden. [142b]
    16DElila aber sprach zu jm / Noch hastu mich geteuscht / vnd mir gelogen / Lieber sage mir doch /wo mit kan man dich binden? Er antwortet jr / Wenn du sieben Locke meines Heubts flöchtest mit einem Flechtband / vnd hefftest sie mit einem Nagel ein.
    16Vnd sie sprach zu jm / Philister vber dir Simson /Er aber wachet auff von seinem schlaff / vnd zog die geflochten Locke mit nagel vnd flechtband eraus.
    16Da sprach sie zu jm / Wie kanstu sagen / du habest mich lieb / so dein hertz doch nicht mit mir ist? Drey mal hastu mich geteuscht / vnd mir nicht gesaget /worinnen deine grosse Krafft sey?
    16DA sie jn aber treib mit jren worten alle tag /vnd zuplaget jn / ward seine Seele matt / bis an den tod /
    16vnd sagt jr sein gantzes hertz / vnd sprach zu jr / Es ist nie kein Schermesser auff mein Heubt komen / Denn ich bin ein Verlobter Gottes von mutterleib an. Wenn du mich beschörest / so wiche meine krafft von mir / das ich schwach würde / vnd wie alle andere Menschen.
    16Da nu Delila sahe / das er jr alle sein hertz offenbaret hatte / Sand sie hin / vnd lies der Philister Fürsten ruffen / vnd sagen / Kompt noch ein mal er auff / denn er hat mir alle sein hertz offenbaret. DA kamen der Philister Fürsten zu jr er auff / vnd brachten das Geld mit sich in jrer hand.
    16Vnd sie lies jn entschlaffen auff jrem schos / vnd rieff einem /der jm die sieben Locke seines Heubts abschöre. Vnd sie fieng an jn zu zwingen / Da war seine Krafft von jm gewichen.
    16Vnd sie sprach zu jm / Philister vber dir Simson. Da er nu von seinem schlaff erwacht / gedacht er / Jch wil ausgehen wie ich mehr mal gethan hab / ich wil mich ausreissen / Vnd wuste nicht das der HERR von jm gewichen war.
    16Aber die Philister grieffen jn / vnd stochen jm die Augen aus / vnd füreten jn hinab gen Gasa / vnd bunden jn mit zwo ehrnen Ketten / vnd er must malen im Gefengnis.
    16Aber das har seines heubts fieng an wider zu wachsen / wo es beschoren war.
    16DA aber der Philister Fürsten sich versamleten /jrem Gott Dagon ein gros Opffer zuthun / vnd sich zu frewen / sprachen sie / Vnser Gott hat vns vnsern feind Simson in vnsere hende gegeben.
    16Des selben gleichen als jn das Volck sahe / lobten sie jren Gott /Denn sie sprachen / Vnser Gott hat vns vnsern Feind in vnsere hende gegeben / der vnser Land verderbet /vnd vnser [143a] viel erschlug.
    16Da nu jr hertz guter dinge war / sprachen sie / Last Simson holen / das er fur vns spiele. Da holeten sie Simson aus dem Gefengnis / vnd er spielet fur jnen / Vnd sie stelleten jn zwisschen zwo Seulen.
    16SJmson aber sprach zu dem Knaben der jn bey der hand leitet / Las mich das ich die Seulen taste auff welchen das Haus stehet / das ich mich dran lehne.
    16Das Haus aber war vol Menner vnd Weiber. Es waren auch der Philister Fürsten alle da / vnd auff dem Dach bey drey tausent Man vnd Weib / die zusahen wie Simson spielet.
    16Simson aber rieff den HERRN an / vnd sprach / HERR HERR gedencke mein / vnd stercke mich doch Gott dis mal / das ich fur meine beide Augen mich einest reche an den Philistern.
    16VND er fasset die zwo mittel Seulen / auff welchen das Haus gesetzt war / vnd drauff sich hielt /eine in seine rechte / vnd die ander in seine lincke Hand /
    16vnd sprach / Mein Seele sterbe mit den Philistern / vnd neiget sie krefftiglich. Da fiel das Haus auff die Fürsten / vnd auff alles Volck das drinnen war / Das der Todten mehr war / die in seinem tod storben / denn die bey seinem leben storben.
    16Da kamen seine Brüder ernider / vnd seines Vaters gantzes haus / vnd huben jn auff / vnd trugen jn hinauff /vnd begruben jn in seines vaters Manoah grab /zwisschen Zarea vnd Esthaol / Er richtet aber Jsrael zwenzig jar.
    17ES war ein Man auff dem gebirge Ephraim mit namen Micha /
    17der sprach zu seiner Mutter / Die tausent vnd hundert Silberlinge die du zu dir genomen hast vnd geschworen1 vnd gesagt fur meinen ohren /Sihe dasselb Geld ist bey mir / ich habs zu mir genomen. Da sprach seine Mutter / Gesegnet sey mein Son dem HERRN.
    17Also gab er seiner Mutter die tausent vnd hundert Silberlinge wider. Vnd seine Mutter sprach / Jch hab das Geld dem HERRN geheiliget von meiner hand fur meinen Son / das man ein Bildnis vnd Abgott machen sol / darumb so gebe ichs dir nu wider.
    17ABer er gab seiner mutter das geld wider / Da nam seine Mutter zwey [143b] hundert Silberling /vnd thet sie zu dem Goldschmid / Der macht jr ein Bilde vnd Abgott / das war darnach im hause Micha.
    17Vnd der man Micha hatte also ein Gotteshaus / Vnd machet einen Leibrock vnd das Heilige2 / vnd füllet3 seiner Söne einem die hand / das er sein Priester ward.
    17Zu der zeit war kein König in Jsrael / Vnd ein jglicher thet was jn recht dauchte.
    17Es war aber ein jüngling von bethlehem Juda /vnter dem geschlecht Juda / vnd er war ein Leuit / vnd war frembd daselbs /
    17Er zoch aber aus der stad Bethlehem Juda / zu wandern wo er hin kundte. Vnd da er auffs gebirge Ephraim kam zum hause Micha / das er seinen weg gienge /
    17fragt jn Micha / Wo kompstu her? Er antwort jm / Jch bin ein Leuit von Bethlehem Juda / vnd wandere / wo ich hin kan.
    17Micha sprach zu jm / Bleibe bey mir / du solt mein Vater vnd mein Priester sein / Jch wil dir jerlich zehen Silberlinge vnd benante Kleider vnd deine narung geben / Vnd der Leuit gieng hin.
    17DER Leuit trat an zu bleiben bey dem Man / vnd er hielt den Knaben gleich wie einen Son.
    17Vnd Micha füllet dem Leuiten die hand / das er sein Priester ward / vnd war also im haus Micha.
    17Vnd Micha sprach / Nu weis ich das mir der HERR wird wolthun / weil ich einen Leuiten zum Priester habe.
    18ZV der zeit war kein König in Jsrael / Vnd der stam der Daniter suchte jm ein Erbteil / da sie wonen möchten / Denn es war bis auff den tag noch kein Erbe fur sie gefallen vnter den stemmen Jsrael.
    18Vnd die kinder Dan sandten aus jren Geschlechten von jren Enden fünff streitbare Menner / von Zarea vnd Esthaol / das Land zu erkunden vnd zu erforschen /vnd sprachen zu jnen / Ziehet hin vnd erforschet das Land. Vnd sie kamen auff das gebirge Ephraim ans haus Micha / vnd blieben vber nacht daselbs.
    18VND weil sie da bey dem gesinde Micha waren /kandten sie die stimme des Knabens des Leuiten /Vnd sie wichen dahin / vnd sprachen zu jm / Wer hat dich hieher bracht? Was machstu da? Vnd was hastu hie?
    18Er antwortet jnen / So vnd so hat Micha an mir gethan / vnd hat mich gedinget / das ich sein Priester sey.
    18Sie sprachen zu jm / Lieber / Frage Gott / das wir erfaren / ob vnser weg den wir wandeln / auch wolgeraten werde?
    18Der Priester antwort jnen / Ziehet hin mit frieden / Ewr weg ist recht fur dem HERRN /den jr ziehet.
    18DA giengen die fünff Menner hin vnd kamen gen Lais / vnd sahen das Volck das drinnen war / sicher wonen auff die weise / wie die Zidonier / stille vnd sicher / vnd war niemand der jnen leid thet im Lande /oder Herr vber sie were / vnd waren ferne von den Zidoniern / vnd hatten nichts mit Leuten zu thun.
    18VND sie kamen zu jren Brüdern gen Zarea vnd Esthaol / Vnd jre Brüder sprachen zu jnen / Wie stehets mit euch?
    18Sie sprachen / Auff / last vns zu jnen hin auffziehen / denn wir haben das Land besehen /das ist fast gut / Drumb eilet vnd seid nicht faul zu ziehen / das jr kompt das Land einzunemen.
    18Wenn jr komet / werdet jr zu einem sichern Volck komen /Vnd das Land ist weit vnd breit / denn Gott hats in ewr hende gegeben / Einen solchen ort / da nichts gebricht / alles das auff Erden ist.
    18DA zogen von dannen aus den geschlechten Dan von Zarea vnd Esthaol / sechs hundert Man gerüst mit jren waffen zum streit /
    18vnd zogen hinauff vnd lagerten sich zu KiriathJearim in Juda / Daher nenneten sie die Stet / das lager Dan / bis auff diesen tag / das hinder KiriathJearim ist. [144a]
    18VND von dannen giengen sie auff das gebirge Ephraim / vnd kamen zum hause Micha.
    18Da antworten die fünff Menner / die ausgegangen waren das land Lais zu erkunden / vnd sprachen zu jren Brüdern / Wisset jr auch / das in diesen heusern ein Leibrock / Heiligthumb / Bildnis vnd Abgott sind? Nu müget jr dencken was euch zu thun ist.
    18Sie kereten da ein / vnd kamen an das haus des Knabens des Leuiten in Micha hause / vnd grüsseten jn freundlich.
    18Aber die sechs hundert Gerüste mit jrem Harnisch /die von den kindern Dan waren / stunden fur dem thor.
    18Vnd die fünff Menner / die das Land zu erkunden ausgezogen waren / giengen hin auff vnd kamen da hin / vnd namen das Bilde / den Leibrock /das Heiligthumb vnd Abgott / Die weil stund der Priester fur dem thor / bey den sechs hundert Gerüsten mit jrem harnisch.
    18ALs nu jene ins haus Micha komen waren / vnd namen das Bilde / den Leibrock / das Heiligthumb vnd Abgott / sprach der Priester zu jnen / Was macht jr?
    18Sie antworten jm / Schweig vnd halt das maul zu / vnd zeuch mit vns / das du vnser Vater vnd Priester seiest. Jst dirs besser / das du in des einigen Mans haus Priester seiest / Oder vnter einem gantzen Stam vnd Geschlecht in Jsrael?
    18Das gefiel dem Priester wol / vnd nam beide den Leibrock / das Heiligthumb vnd Bilde / vnd kam mit vnter das volck.
    18Vnd da sie sich wandten vnd hinzogen / schickten sie die Kindlin vnd das Vieh / vnd was sie köstlichs hatten / vor jnen her.
    18DA sie nu fern von Michas haus kamen / schrien die Menner so in den heusern waren / bey Michas haus / vnd folgeten den kindern Dan nach / vnd rieffen den kindern Dan.
    18Sie aber wandten jr andlitz vmb / vnd sprachen zu Micha / Was ist dir / das du also ein geschrey machst?
    18Er antwortet / Jr habt meine Götter genomen / die ich gemacht hatte / vnd den Priester / vnd ziehet hin / vnd was hab ich nu mehr? Vnd jr fraget noch / was mir feile?
    18Aber die kinder Dan sprachen zu jm / Las deine stim nicht hören bey vns / das nicht auff dich stossen zornige Leute / vnd deine Seele vnd deines hauses Seele nicht auffgereumet werde.
    18Also giengen die kinder Dan jrs weges. Vnd Micha da er sahe das sie jm zu starck waren / wand er sich / vnd kam wider zu seinem hause.
    18SJe aber namen / das Micha gemacht hatte / vnd den Prister den er hatte / vnd kamen an Lais / an ein still sicher Volck / vnd schlugen sie mit der scherffe des Schwerts / vnd verbrandten die Stad mit fewr.
    18Vnd war niemand der sie errettet / Denn sie lag ferne von Zidon / vnd hatten mit den Leuten nichts zuschaffen / vnd sie lag im grunde / welcher an BethRehob ligt. Da baweten sie die Stad vnd woneten drinnen /
    18vnd nenneten sie Dan / nach dem namen jres vaters Dan / der von Jsrael geboren war / Vnd die Stad hies vorzeiten Lais.
    18VND die kinder Dan richteten fur sich auff das Bilde. Vnd Jonathan der son Gerson / des sons Manasse vnd seine Söne waren Priester vnter dem stam der Daniter / bis an die zeit / da sie aus dem Lande gefangen gefürt worden.
    18Vnd satzten also vnter sich das Bilde Micha / das er gemacht hatte / so lange als das haus Gottes war zu Silo.
    19ZV der zeit war kein König in Jsrael. Vnd ein Leuitischer man war Frembdling / an der seiten des gebirges Ephraim / vnd hatte jm ein Kebsweib zum weib genomen von Bethlehem Juda.
    19Vnd da sie hatte neben jm gehuret / lieff sie von jm zu jres vaters hause gen Bethlehem Juda / vnd war daselbs vier monden lang.
    19VND jr Man macht sich auff vnd zoch jr nach /das er freundlich mit jr redet / vnd sie wider zu sich holet / vnd hatte einen Knaben vnd ein par Esel [144b] mit sich. Vnd sie füret jn in jres Vaters haus /Da jn aber der Dirnen vater sahe / ward er fro vnd empfieng jn.
    19Vnd sein Schweher / der Dirnen vater /hielt jn / das er drey tage bey jm blieb / assen vnd truncken / vnd blieben des nachts da.
    19DEs vierden tags machten sie sich des morgens früe auff / vnd er stund auff vnd wolt ziehen. Da sprach der Dirnen vater zu seinem Eidam / Labe dein hertz vor mit eim bissen brots / darnach solt jr ziehen.
    19Vnd sie satzten sich vnd assen beide mit ein ander vnd truncken. Da sprach der Dirnen vater zu dem Man / Lieber / bleib vber nacht / vnd las dein hertz guter ding sein.
    19Da aber der Man auffstund / vnd wolt ziehen / nötiget jn sein Schweher / das er vber nacht da bleib.
    19DEs morgens am fünfften tag / macht er sich früe auff / vnd wolt ziehen. Da sprach der Dirnen vater /Lieber / labe dein hertz / vnd las vns verziehen bis sich der tag neiget / Vnd assen also die beide mit einander.
    19Vnd der Man macht sich auff / vnd wolt ziehen mit seinem Kebsweib vnd mit seinem Knaben. Aber sein Schweher / der Dirnen vater / sprach zu jm / Sihe der tag lest abe vnd wil abend werden /bleib vber nacht / Sihe hie ist Herberge noch diesen tag / bleib hie vber nacht / vnd las dein hertz guter ding sein / Morgen so stehet jr früe auff vnd ziehet ewers wegs zu deiner Hütten.
    19ABer der Man wolt nicht vber nacht bleiben /Sondern macht sich auff / vnd zoch hin / vnd kam bis fur Jebus / das ist Jerusalem / vnd sein par Esel beladen / vnd sein Kebsweib mit jm.
    19Da sie nu bey Jebus kamen / fiel der tag fast dahin / Vnd der Knabe sprach zu seinem Herrn / Lieber zeuch vnd las vns in diese Stad der Jebusiter einkeren / vnd vber nacht drinnen bleiben.
    19Aber sein Herr sprach zu jm / Wir wöllen nicht in der Frembden Stad einkeren / die nicht sind von den kindern Jsrael / Sondern wöllen hin vbergen Gibea.
    19Vnd sprach zu seinem Knaben / Gehe fort / das wir hinzu komen an einen ort / vnd vber nacht zu Gibea oder zu Rama bleiben.
    19VND sie zogen fort vnd wandelten / vnd die Sonne gieng jnen vnter hart bey Gibea / die da ligt vnter BenJamin.
    19Vnd sie kereten daselbs ein / das sie hinein kemen / vnd vber nacht zu Gibea blieben. Da er aber hin ein kam / satzt er sich in der Stad gassen / Denn es war niemand / der sie die nacht im Hause herbergen wolt.
    19VND sihe / da kam ein alter Man von seiner erbeit vom Felde am abend / vnd er war auch vom gebirge Ephraim / vnd ein Frembdling zu Gibea / Aber die Leute des orts waren kinder Jemini.
    19Vnd da er seine augen auffhub / vnd sahe den Gast auff der gassen / sprach er zu jm / Wo wiltu hin? vnd wo kompstu her?
    19Er aber antwortet jm / Wir reisen von Bethlehem Juda / bis wir komen an die seite des gebirges Ephraim / da her ich bin / Vnd bin gen Bethlehem Juda gezogen / vnd ziehe jtzt zum Hause des HERRN / vnd niemand wil mich herbergen.
    19Wir haben stro vnd futter fur vnser Esel / vnd brot vnd wein fur mich vnd deine Magd vnd fur den Knaben /der mit deinem Knecht ist / das vns nichts gebricht.
    19Der alte Man sprach / Friede sey mit dir / Alles was dir mangelt findestu bey mir / bleib nur nicht vber nacht auff der gassen.
    19Vnd füret jn in sein Haus / vnd gab den Eseln futter / Vnd sie wuschen jre füsse / vnd assen vnd truncken.
    19VND da jr hertz nu guter dinge war / Sihe / da kamen die Leute der Stad / böse Buben / vnd vmbgaben das haus / vnd pochten an die thür / vnd sprachen zu dem alten Man / dem Hauswirt / Bringe den Man er aus / der in dein haus komen ist / das wir jn erkennen.
    19Aber der Man der Hauswirt gieng zu jnen er aus / vnd sprach zu jnen / Nicht meine Brüder / thut nicht so vbel / nach dem dieser Man in mein haus komen ist / thut nicht eine solche torheit.
    19Sihe / ich habe eine Tochter noch eine Jungfraw /vnd dieser ein Kebsweib / die wil ich euch er aus bringen / Die möcht jr zu schanden machen / [145a] vnd thut mit jnen was euch gefellet / Aber an diesem Man thut nicht eine solche torheit.
    19Aber die Leute wolten jm nicht gehorchen. Da fasset der Man sein Kebsweib / vnd bracht sie zu jnen hin aus / Die erkenneten sie / vnd zuerbeiten sich die gantze nacht /bis an den morgen / Vnd da die Morgenröte anbrach /liessen sie sie gehen.
    19Da kam das Weib hart vor morgens vnd fiel nider fur der thür am hause des Mans / da jr Herr innen war / vnd lag da bis es liecht ward.
    19DA nu jr Herr des morgens auff stund / vnd die thür auffthet am Hause vnd er ausgieng das er seines wegs zöge / Sihe / da lag sein Kebsweib fur der thür des hauses / vnd jre Hende auff der schwelle.
    19Er aber sprach zu jr / Stehe auff / las vns zihen / Aber sie antwortete nicht. Da nam er sie auff den Esel / macht sich auff / vnd zoch an seinen ort.
    19Als er nu heim kam / nam er ein Messer vnd fasset sein Kebsweib /vnd stücket sie mit bein vnd mit alle / in zwelff stück / vnd sandte sie in alle grentze Jsrael.
    19Wer das sahe der sprach / Solchs ist nicht geschehen noch gesehen / sint der zeit die kinder Jsrael aus Egyptenland gezogen sind / bis auff diesen tag / Nu bedenckt euch vber dem / vnd gebt rat / vnd sagt an.
    20DA zogen die kinder Jsrael aus / vnd versamleten sich zu hauff wie ein Man / von Dan bis gen Berseba / vnd vom land Gilead zu dem HERRN gen Mizpa /
    20Vnd tratten zu hauff die Obersten des gantzen volcks aller stemme Jsrael / in der gemeine Gottes / vier hundert tausent Man zu fuss / die das schwert auszogen.
    20Aber die kinder BenJamin höreten / das die kinder Jsrael hinauff gen Mizpa gezogen waren. Vnd die kinder Jsrael sprachen / Saget / wie ist das vbel zugangen?
    20DA antwortet der Leuit / des weibs Man die erwürget war / vnd sprach. Jch kam gen Gibea in BenJamin mit meinem Kebsweibe vber nacht da zubleiben.
    20Da machten sich wider mich auff / die Bürger zu Gibea / vnd vmbgaben mich im haus des nachts /vnd gedachten mich zu erwürgen / vnd haben mein Kebsweib geschendet / das sie gestorben ist.
    20Da fasset ich mein Kebsweib vnd zustücket sie / vnd sand es in alle feld des erbes Jsrael / Denn sie haben einen mutwillen vnd torheit gethan in Jsrael /
    20Sihe / da seid jr kinder Jsrael alle / schafft euch rat vnd thut hie zu.
    20DA macht sich alles Volck auff wie ein Man / vnd sprach / Es sol niemand in seine hütten gehen / noch in sein haus keren.
    20Sondern das wollen wir jtzt thun wider Gibea /
    20Lasst vns lossen / vnd nemen zehen Man von hundert / vnd hundert von tausent / vnd tausent von zehen tausent / aus allen stemmen Jsrael /das sie speise nemen fur das volck / das sie komen vnd thun mit Gibea BenJamin / nach all jrer torheit /die sie in Jsrael gethan haben.
    20Also versamleten sich zu der Stad alle Menner Jsrael / wie ein Man vnd verbunden sich.
    20VND die stemme Jsrael sandten Menner zu allen geschlechten BenJamin / vnd liessen jnen sagen / Was ist das fur eine Bosheit die bey euch geschehen ist?
    20So gebt nu her die Menner / die bösen Buben zu Gibea / das wir sie tödten / vnd das vbel aus Jsrael thun. Aber die kinder BenJamin wolten nicht gehorchen der stim jrer Brüder der kinder Jsrael /
    20Sondern sie versamleten sich aus den Stedten gen Gibea / auszuziehen in den streit wider die kinder Jsrael.
    20Vnd wurden des tags gezelet die kinder BenJamin aus den Stedten / sechs vnd zwenzig tausent Man / die das schwert auszogen / On die Bürger zu Gibea / der wurden sieben hundert gezelet ausserlesen Man.
    20Vnd vnter allem diesem volck waren sieben hundert Man ausserlesen / die Linck waren /vnd kunden mit der Schleuder ein har treffen / das sie nicht feileten. [145b]
    20ABer der von Jsrael (on die von BenJamin) wurden gezelet vier hundert tausent Man / die das schwert füreten / vnd alle streitbar Menner.
    20Die machten sich auff / vnd zogen hin auff zum hause Gottes / vnd fragten Gott / vnd sprachen / Wer sol fur vns hin auff ziehen den streit anzufahen mit den kindern BenJamin1? Der HERR sprach / Juda sol anfahen.
    20Also machten sich die kinder Jsrael des morgens auff vnd lagerten sich fur Gibea.
    20Vnd ein jederman von Jsrael gieng er aus zu streitten mit BenJamin / vnd schickten sich zu streitten wider Gibea.
    20Da fielen die kinder BenJamin er aus aus Gibea / vnd schlugen des tags vnter Jsrael zwey vnd zwenzig tausent zu boden.
    20ABer das volck der Man von Jsrael ermannet sich / vnd rüsteten sich noch weiter zu streiten / am selben ort / da sie sich des vorigen tages gerüstet hatten.
    20Vnd die kinder Jsrael zogen hin auff vnd weineten fur dem HERRN bis an den abend / Vnd fragten den HERRN / vnd sprachen / Sollen wir mehr nahen zu streitten mit den kindern BenJamin / vnsern Brüdern? Der HERR sprach / Ziehet hin auff` zu jnen.
    20Vnd da die Kinder Jsrael sich machten an die kinder BenJamin des andern tages /
    20fielen die BenJamiter er aus aus Gibea jnen entgegen des selben tages / vnd schlugen von den kindern Jsrael noch achzehen tausent zu boden / die alle das schwert füreten.
    20DA zogen alle kinder Jsrael hin auff / vnd alles Volck / vnd kamen zum hause Gottes / vnd weineten /vnd blieben daselbs fur dem HERRN / vnd fasteten den tag bis zu abend / vnd opfferten Brandopffer vnd Danckopffer fur dem HERRN.
    20Vnd die kinder Jsrael fragten den HERRN (Es war aber daselbs die Lade des bunds Gottes zu der selbigen zeit /
    20vnd Pinehas / der son Eleasar Aarons son / stund fur jm zu der selbigen zeit) vnd sprachen / Sollen wir mehr ausziehen zu streiten mit den kindern BenJamin vnsern Brüdern / Oder sol ich ablassen? Der HERR sprach /Ziehet hinauff / Morgen wil JCH2 sie in ewre hende geben.
    20VND die kinder Jsrael bestelleten einen Hinderhalt auff Gibea vmb her
    20vnd zogen also die kinder Jsrael hinauff / des dritten tags an die kinder BenJamin / vnd rüsteten sich an Gibea / wie vor zweymals.
    20Da furen die kinder BenJamin er aus / dem Volck entgegen / vnd rissen sich von der Stad / vnd fiengen an zuschlahen / vnd zuuerwunden vom Volck / wie vor zweymals im feld auff zwo strassen / der eine gen BethEl / die ander gen Gibea gehet / bey dreissig man in Jsrael.
    20Da gedachten die kinder BenJamin / Sie sind geschlagen fur vns / wie vor hin. Aber die kinder Jsrael sprachen / Last vns fliehen / das wir sie von der Stad reissen auff die strassen.
    20DA machten sich auff alle man von Jsrael von jrem ort / vnd rüsteten sich zu BaalThamar. Vnd der Hinderhalt Jsrael brach erfür an seinem Ort / von der höle Gaba /
    20vnd kamen gegen Gibea zehen tausent Man / ausserlesen aus gantzem Jsrael / das der streit hart ward / Sie wusten aber nicht / das sie das vnglück treffen würde.
    20Also schlug3 der HERR BenJamin fur den kindern Jsrael / das die kinder Jsrael auff den tag verderbeten fünff vnd zwenzig tausent / vnd hundert Man in BenJamin / die alle das schwert füreten.
    20Denn da die kinder BenJamin sahen das sie geschlagen waren / Gaben jnen die menner Jsrael raum / Denn sie verliessen sich auff den Hinderhalt / den sie bey Gibea bestellet hatten.
    20Vnd der Hinderhalt eilet auch / vnd brach erfur zu Gibea zu / vnd zog sich hin an vnd schlug die gantze Stad mit der scherffe des schwerts.
    20SJe hatten aber eine Losung mit ein ander / die Menner von Jsrael vnd der Hinderhalt / mit dem schwert vber sie zu fallen / wenn der rauch von der Stad sich erhübe.
    20Da nu die Menner von Jsrael sich wandten im streit / vnd BenJamin anfieng zuschlahen / vnd verwundten in Jsrael bey dreissig Man / vnd gedachten / Sie sind fur vns geschlagen wie im vorigen streit /
    20Da fieng [146a] an sich zurheben von der Stad ein rauch stracks vber sich / Vnd BenJamin wand sich hinder sich / vnd sihe / Da gieng die Stad gantz auff gen Himel.
    20VND die Menner von Jsrael wandten sich vmb /vnd erschreckten die menner BenJamin / denn sie sahen / das sie das vnglück treffen wolt /
    20vnd wandten sich fur den mennern Jsrael / auff den weg zur wüsten / Aber der streit folget jnen nach / Dazu die von den Stedten hin einkomen waren / die verderbeten sie drinnen.
    20Vnd sie vmbringeten BenJamin vnd jagten jm nach / bis gen Menuah / vnd zutratten sie bis fur Gibea / gegen der Sonnen auffgang.
    20Vnd es fielen von BenJamin achzehen tausent Man / die alle streitbare Menner waren.
    20DA wandten sie sich vnd flohen zu der wüsten /an den fels Rimmon / Aber auff derselben strassen schlugen sie fünff tausent Man / vnd folgeten jnen hinden nach bis gen Gideom / vnd schlugen jr zwey tausent.
    20Vnd also fielen des tags von BenJamin fünff vnd zwenzig tausent Man die das schwert füreten / vnd alle streitbare Menner waren.
    20Nur sechs hundert Man wandten sich vnd flohen zur wüsten zum fels Rimmon / vnd blieben im fels Rimmon vier monden.
    20Vnd die menner Jsrael kamen wider zu den kindern BenJamin vnd schlugen mit der scherffe des schwerts die in der Stad / beide Leute vnd Vieh vnd alles was man fand / vnd alle Stedte die man fand /verbrand man mit fewr.
    21DJe Menner aber Jsrael hatten zu Mizpa geschworen vnd gesagt / Niemand sol seine Tochter den BenJamitern zum Weibe geben.
    21Vnd das Volck kam zu dem hause Gottes / vnd bleib da bis zu abend fur Gott / vnd huben auff jre stimme / vnd weineten seer /
    21vnd sprachen / O HERR Gott von Jsrael / Warumb ist das geschehen in Jsrael / das heute eines Stams von Jsrael weniger worden ist?
    21Des andern morgens machte sich das Volck früe auff / vnd bawete da einen Altar / vnd opfferten Brandopffer vnd Danckopffer.
    21VND die kinder Jsrael sprachen / Wer ist jrgent von den stemmen Jsrael / der nicht mit der Gemeine ist er auff komen zum HERRN? Denn es war ein grosser Eid geschehen / das / wer nicht hin auff keme zum HERRN gen Mizpa / der solt des tods sterben.
    21Vnd es rewete die kinder Jsrael vber BenJamin jre brüdere / vnd sprachen / Heute ist ein Stam von Jsrael abgebrochen /
    21Wie wollen wir jnen thun / das die vbrigen Weiber kriegen? Denn wir haben geschworen bey dem HERRN / das wir jnen von vnsern Töchtern nicht Weiber geben.
    21VND sprachen / Wer ist jrgent von den stemmen Jsrael / die nicht hin auff komen sind zum HERRN gen Mizpa? Vnd sihe / da war niemand gewesen im Lager der gemeine / von Jabes in Gilead /
    21Denn sie zeleten das volck / vnd sihe / da war kein Bürger da von Jabes in Gilead.
    21DA sandte die Gemeine zwelff tausent Man dahin / von streitbarn mennern / vnd geboten jnen / vnd sprachen / Gehet hin vnd schlagt mit der schwerff des schwerts / die Bürger zu Jabes in Gilead / mit Weib vnd Kind.
    21Doch also solt jr thun /Alles was Menlich ist / vnd alle Weiber die beim man gelegen sind verbannet.
    21Vnd sie funden bey den Bürgern zu Jabes in Gilead / vier hundert Dirnen / die Jungfrawen / vnd bey keinem man gelegen waren / die brachten sie ins Lager gen Silo die da ligt im lande Canaan.
    21DA sandte die gantze Gemeine hin / vnd lies reden mit den kindern BenJamin / die im fels Rimmon waren / vnd rieffen jnen friedlich.
    21Also kamen die kinder BenJamin wider zu derselbigen zeit / Vnd gaben jnen die Weiber / die sie hatten erhalten von den weibern Jabes zu Gilead / vnd funden [146b] keine mehr also.
    21Da rewet es das volck vber BenJamin das der HERR ein Riss / gemacht hatte / in den stemmen Jsrael.
    21VNd die Eltesten der Gemeine sprachen / Was wollen wir thun / das die vbrigen auch weiber kriegen? Denn die weiber in BenJamin sind vertilget.
    21Vnd sprachen / Die vbrigen von BenJamin müssen ja jr Erbe behalten / das nicht ein Stam ausgetilget werde von Jsrael.
    21Vnd wir können jnen vnsere Töchter nicht zu weibern geben / Denn die kinder Jsrael haben geschworen vnd gesagt / Verflucht sey /der den BenJamitern ein weib gibt.
    21VND sie sprachen / Sihe / Es ist ein Jarfest des HERRN zu Silo / die zur Mitternacht werts ligt BethEl / gegen der Sonnen auffgang / auff der strassen /da man hin auff gehet von BethEl gen Sichem / vnd von mittag werts ligt sie gegen Libona.
    21Vnd sie geboten den kindern BenJamin / vnd sprachen / Gehet hin / vnd lauret in den Weinbergen /
    21Wenn jr denn sehet / das die töchter Silo er aus mit Reigen zum Tantz gehen / so faret erfür aus den Weinbergen / vnd neme ein jglicher jm ein Weib von den töchtern Silo /vnd gehet hin ins land BenJamin.
    21Wenn aber jre Veter oder Brüder komen mit vns zu rechten / wollen wir zu jnen sagen / Seid jnen gnedig / denn wir haben sie nicht genomen mit streit / Sondern jr wolt sie jnen nicht geben / Die schuld ist jtzt ewer.
    21DJe kinder BenJamin thaten also / vnd namen Weiber nach jrer zal / von den Reigen / die sie raubten / Vnd zogen hin / vnd woneten in jrem Erbteil vnd baweten Stedte vnd woneten drinne.
    21Auch die kinder Jsrael machten sich von dannen zu der zeit / ein jglicher zu seinem Stam vnd zu seinem Geschlecht /Vnd zogen von dannen aus / ein jglicher zu seinem Erbteil.
    21Zu der zeit war kein König in Jsrael / Ein jglicher thet was jn recht dauchte.