uiv="Content-Language" content="de"> uiv="content-type" content="text/html; charset=ISO-8859-1"> Ghismonda von d'Albert

Ghismonda (d'Albert nach Karl Immermann), Oper 3 Akte (1895 Dresden)
Musik von Eugene d'Albert

Tankred, Fürst von Salern - Bariton
Herzog Manfred - Bariton
Dagobert - Baßbariton
Guiscardo, sein Sohn - Tenor
Ghismonda, Tankreds Tochter - Sopran
Anfang des 16. Jahrhunderts

Akt I: Saal im Schlosse Tankreds. Ghismonda, die sich aus dem von den kalten Geboten der Etikette geregelten Hofleben hinaussehnt, weist die Werbung des Grafen Manfred zurück. Offen erklärt sie ihm, daß sie ihn wohl heiraten würde, wenn ihr Vater darauf bestände, auf Liebe von ihrer Seite dürfe er aber nicht rechnen. Manfred ist mit diesem Bescheid zufrieden. Beim Verlobungsfest läßt Manfred lebende Bilder stellen, und bei einem davon stehen Guiscardo, den vor kurzem erst sein Vater Dagobert zum fürstlichen Dienst aufs Schloß gebracht hat, und Ghismonda allein als Endymion und Luna. Schon während Ghismonda den schönen Jüngling darüber unterrichtete, was er bei diesem Bilde zu tun hätte, war in seinem jungen Herzen wilde Liebe zu der bezaubernden Frau erwacht, und er hatte beim Scheiden in elementarem Gefühlsausbruch den Saum ihres Schleiers geküßt. Als sich jetzt der Vorhang über dem gestellten Bilde senkt, verläßt Endymion seine Stellung und sinkt vor der als Göttin Luna noch schönern Ghismonda in die Knie. Dies hat Manfred noch bemerkt, und während das Fest seinen Fortgang nimmt, beschließt er, Tankred davon zu benachrichtigen und Rache zu nehmen.

Akt II: Schloßgarten. Ghismonda und Guiscardo gestehen sich ihre heiße Liebe, beschließen aber, ihren Herzen Zwang anzutun, sich zu trennen und nie wieder ein Wort der Liebe zu wechseln. Sie sind von Tankred und Manfred belauscht worden, und kaum hat Ghismonda Giuscardo verlassen, als ihr Vater hervortritt, den Jüngling barsch zur Rechenschaft zieht und, als er das Zusammentreffen mit der Fürstin leugnet, niedersticht. Entsetzt über seine Tat, sinkt er auf eine Bank, ruft selber um Hilfe und bezeichnet den herbeieilenden Dienern gegenüber sich selbst als den Mörder.

Akt III: Schloßterrasse. Als Ghismonda vernimmt, daß Guiscardo von ihrem eignen Vater ermordet worden, befiehlt sie, die Leiche vor sie zu bringen, und klagt sich selbst der Hauptschuld am Tode des Geliebten an, weil sie ihm Schweigen über ihre Liebe auferlegt. - Verwandlung. Saal bei Ghismonda. Vor der Leiche, ihrem Vater, ihrem Bräutigam und allem Hofstaat und Volk bekennt Ghismonda, daß nicht Manfred, sondern der Tote ihr Bräutigam gewesen sei. Sie bleibt allein am Sarge, bekränzt die Leiche, trinkt Gift und sinkt entseelt neben ihrer toten Liebe nieder.

Handlung

  • Faksimile
    Opernführer Johannes Scholtze, ca. 1920 (PDF)
  • operone