DICTUM

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  • AKADEMIE
  • Aus der Akademie kommen. (Altgr.)
    info] Von Plato's Schule entlehnt. Von einem, der mit ernster Miene und gelehrtem Ansehen einhergeht oder in schön gewählten Worten spricht.
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  • AKANSA
  • Besser kalten Akansa als heissen Akra. - Wullschlägel.
    info] Akansa = ein in Blätter gewickeltes Welschkorngericht der Neger in Surinam; Akra = ein Oelgebäck. - Besser etwas Geringes mit Genuss als Grosses mit Verdruss. Besser arm und glücklich als reich und unglücklich.
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  • AKANSA
  • Ich bin der Akansa, immer zwei für einen Dreistüber. (Surinam.) - Wullschlägel.
    info] Wie es auch komme, ich bleibe mir gleich, mich wirst du stets unverändert finden.
  • 1
  • AKAZIE
  • Akazien gewähren keinen Genuss, sie sind blos zum Zerschneiden gut. - Tendlau, 174.
    info] Von Menschen, die zu nichts zu gebrauchen sind.
  • 1
  • AKKORD
  • Besser wohlfeiler Accord als theures Advokatenwort.
  • 1
  • AKKORD
  • E moren Akort as besser, ewe e fett Prozess. - Dicks, 5.
  • 1
  • AKKORD
  • Ein magerer Accord ist besser als ein fetter Process.
  • 1
  • AKKORD
  • Vär Akkord, na gên Kîf (Streit). - Kern, 137.
  • 1
  • AKKORD
  • Als hätte er's im Akkord.
  • 2
  • AKKORDIEREN
  • Accordiren ist der erste Gewinn.
  • 1
  • AKKORDIEREN
  • Er accordirt mit unserm Harjet (Herrgott). (Jüd.-deutsch.) - Tendlau, 664.
  • 2
  • AKKURAT
  • Allzu akkurat ist tischlermäßig.
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  • AKKURAT
  • Accurat scheisst kan Bauer. (Niederösterr.)
  • 1
  • AKKURAT
  • Akrat ist koa (kein) Pfarrer. - Schöpf, 9.
    info] Wortspiel mit Kurat.
  • 1
  • AKKURAT
  • Allto akkrat is börgerlick. (Oldenburg.) - Firmenich, I, 233, 67.
  • 1
  • AKKURAT
  • Nu accrâds nich. - Frischbier, II, 23.
    info] Nun thue ich's gerade nicht.
  • 2
  • AKORN
  • Akorn und Geissmist b'hebt den Mann, wie er ist. - Kirchhofer, 302.
  • 1
  • AKSCHEN
  • An Akschen (Eigensinniger) fallt in der Blote herein. (Jüd.-deutsch. Warschau.)
    info] Blote = Polota, polnisch = Strassenkoth. Sinn: Das gewöhnliche Los des Eigensinnigen ist, dass er sich beschädigt, zu Nachtheil kommt, den Kürzern zieht.
  • 1
  • AKT
  • Bis zum letzten Act kommen. - Erasm. 5.
    info] Ans Ziel, ans Ende, bis zum Händeklatschen, sagten die Römer.
  • 2
  • AKT
  • Den letzten Act spielen.
    info] Die Sache ganz und gar beenden.
    Lat.: Supremum fabulae actum addere. (Cicero.) (Erasmus, 730.)
  • 2
  • AKTEN
  • Die Acten darüber sind noch nicht geschlossen.
  • 2
  • AKTIE
  • Wie die Actie, so die Rente (Dividende).
    info] Um zu bezeichnen, dass jeder nach Verhältniss seines Antheils interessirt ist, sagen die Franzosen: Chacun y est pour sa vade, weil dasjenige Geld, welches man zu Anfange gewisser Spiele als Brélan u.s.w. einsetzt, la vade heisst.
  • 1
  • AKTIE
  • Mit diesen Actien ist nichts.
    info] Die Sache hat keinen Werth.
  • 2
  • AKTIE
  • Seine Actien fallen (steigen).
    info] Die Aussichten auf den Erfolg seiner Pläne, Speculationen, Hoffnungen u.s.w. mindern (mehren) sich. »Bei solchem Regiment«, sagte der vertriebene Prinz, »steigen meine Actien.«
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  • AKTIVITÄT
  • In ruhende Activität setzen.
    info] Diese eine contradictio in adjecto enthaltende Redensart, die in Baiern sprichwörtlich ist, rührt von dem ehemaligen Minister des Innern von Baiern her. Als nämlich 1850 die Landwehr zu Nürnberg bei einem Königsfeste nicht ausrückte, wurde sie von dem genannten Minister des Innern, unter dem sie in Baiern steht, in den Zustand der »ruhenden Activität« versetzt. Die Bezeichnung fand solchen Anklang, dass sie bald sprichwörtlich wurde.
  • 2
  • AKZEPTIEREN
  • Ich will acceptiren, aber nicht quittiren.
    info] Was man mir gibt, nehme ich zwar als Abschlagszahlung an, behalte mir aber meine weitern Ansprüche vor. Eine jüdische Redensart in Warschau, die den Gedanken ausspricht: »Nimm das Gebotene und behalte dir das Recht vor, mehr zu verlangen«, lautet: »Le Ojlem nemen (einen) tikkech muhn (mahnen). Scherzhafte Uebersetzung der Worte ?le Ojlem? mit ?nimm? und ?tikkech? mit mahnen.« Im letzten polnischen Aufstande hörte man in Warschau bei Veröffentlichung der Concession des Kaisers den Ruf des Volkes: Akceptajemy ale nie kwitajemy, d.h. wir wollen acceptiren, aber nicht quittiren.
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  • AKZEPTIEREN
  • Wer acceptirt, muss bezahlen. - Eisenhart, IV, 39; Pistor., I, 2; Volkmar, 355.
    info] Wechselrecht. Kaufmännisches Sprichwort. Wer einen Wechselbrief einmal angenommen, hat sich dadurch auch verbindlich gemacht, die darin enthaltene Summe zu bezahlen, auch wenn der Trassant mittlerweile gestorben oder fallit geworden, oder die Acceptation aus Irrthum geschehen ist und der Acceptant bei Annahme des Wechselbriefs nicht die gehörige Vorsicht beobachtet hat. Das Sprichwort ist, wie das ganze Wechselgeschäft italienischen Ursprungs. Ueber die Fälle, in denen es seine Anwendung verliert, siehe den oben angeführten Eisenhart, §. 2.
    Hillebrandt, 172; Hertius, I, 28; Simrock, 45.
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