Sprichwörter, Redensarten, Zitate
R

  • Rascher Anfang, rasches Ende.
    Altmann VI, 401.
  • Rechten Adel spürt man an adeligen Tugenden, nicht an Kleidern oder Ketten.
    Henisch, 21, 38; Petri, II, 513.
    Was der Adel unter adeligen Tugenden versteht, kann man zum Theil aus den Zunamen ersehen, den früher adelige Geschlechter führten. Bei den Dänen finden wir die gekrönten Juul's, die kühnen Vind's, die treuen Kruse's, die schönen Marsvin's, die guten Grubb's, die lustigen Brahe's, die kostbaren Lycko's, die hochgesinnten Skram's, die beredten Parsberg's, die schwarzbärtigen Munk's, die bösen Brusk's u.s.w. (Prov. dan., 6.)
  • Reddet d' Apen, reddet d' Bêwerkatten, rept d' Bûere un frit't Flat (?).
    (Lüneburg)
    Es war mir bisher nicht möglich, den Sinn dieses Sprichworts zu ermitteln.
  • Richte nicht mehr an, als du schmalzen kannst.
  • Richtiger Anfang macht richtigen Ausgang.
    Dän.: Af stet begyndelse vorder tit store ting. (Prov. dan., 61.)
  • Roas (heraus) mit dem Alden, doass der Noüe Roam (Raum) hoat.
    Gomolcke, 1183.
    Von alten Menschen, alten Zähnen, Bäumen u.s.w.
  • Röth Abend vnd weiss Morgenröth macht, dass der Wandersmann dapffer geht.
    Lehmann, II, 536, 33.
  • Roth Abend- und weisse Morgenröth, macht dass der Wandrer freudig geht.
    Schwed.: Aftenröd och morgen grå vaskert väder gerna spå. (Strömbäck.) - Aftonrådo sköon morgen bådar. (Grubb, 8.)
  • Rother Abend und brauner Morgen sind des Pilgers Wunsch und Sorgen.
    Frz.: Rouge soir et blanc matin c'est la journée de pèlerin.
    - Rouge soir et blanc matin, renjoye au c?ur de pélerins.
    - Rouge vespre et blanc matin est la joie au pélerin. (Leroux, I, 71.)
    Lat.: Rubrum vesper, album mane peregrino. (Bovill, I, 47.)
  • Rother Abend und grauer Morgen bringen einen schönen Tag.
    Wie sich die Sonne erhebt, steigen die Morgennebel wie Rauchsäulen aus den Thälern empor, verschwinden aber bald in der sich immer mehr erwärmenden Luft. Abends findet der entgegengesetzte Process statt; die sich allmählich abkühlende Luft zieht sich zusammen, die Wolken sinken an den Bergen herab und lösen sich in der erwärmten Luft wieder auf. Dies Hellwerden ist aber kein Zeichen dauernder Heiterkeit. Die Franzosen sagen daher: Temps, qui se fait beau la nuit dure peu quand le jour luit. (Vgl. darüber Dove, Witterungsverhältnisse, Berlin 1842, S. 22 fg.)
    Engl.: An evening red and a morning grey is a sign of a fair day. (Bohn II, 36.)
    It.: Il rossor della sera buon tempo mena.
    - Sera rosso e negro mattino allegra il pellegrino. (Bohn II, 36.)
  • Rother Abendhimmel verspricht einen heitern Morgen.
  • Rufe den Amtmann, sagte der Herr zur Magd, als sie meldete, dass der Fleischer den Ochsen sehen wolle.
  • Ruhig, Anton, kaltes Blut
    (Deutz.)
  • Rühr' ihm den Ais nicht an!
  • Rür den aiss nicht an, man thut dir sonst den deinen auff.
    Henisch, 35, 17.
    Vgl. über das niederdeutsche Wort, das hier Schwär oder Beule bedeutet, Campe, Wörterbuch, I, 95a und das Bremer Wörterbuch.
  • Rüstig Alter ist des Lebens Psalter.
    Lat.: Cervina senectus.
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