• Sprichwörter, Redensarten, Zitate

    Proverbs - Sayings - Quotes

  • A B C D E F G H I J K L

  • Da denkt kein Russe dran.
    i] Lieblingswort Berliner Gassenjungen.

    Da der Allerhöchste die Völker zerteilte und zerstreute der Menschen Kinder, da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Kinder Israel.
    5Mose 32, 8

    Da der Arm saß, da war es entweder trucken oder nass.

    Da der Bauer den fliegen die stette nicht gunte, und wolt sie mit einem Strohwisch verbrennen, steckte er das gantze Haus an.

    Da der Dichter durch Antizipation die Welt vorwegnimmt, so ist ihm die auf ihn losdringende, wirkliche Welt unbequem und störend, sie will ihm geben, was er schon hat, aber anders, das er sich zum zweitenmale zueignen muss.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Tag- und Jahreshefte bis 1780

    Da der eine Spott und Schaden gekauft hat, da kann ihn der andere umsonst kriegen.

    Da der Esel nicht wolte nasse heut tragen, muss er endtlich rauhe Ziegel tragen.

    Da der Gipfel dessen, was Kunst und Genie darstellen, eine leichte Erscheinung ist, so werden die Nachkommenden gereizt, sich's leicht zu machen und auf den Schein zu arbeiten.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Propyläen, Einleitung

    Da der größte Teil der Menschen so schwachsinnig ist, an diesen kleinen Dingen Geschmack zu finden, so sind die, welche sich weigern, ihnen um so wohlfeilen Preis gefällig zu sein, in meinenAugen noch schwachsinniger als jene.
    Philip Dormer Stanhope, 4. Earl of Chesterfield (1694-1773), Briefe an seinen Sohn, Bath, 29. 9. 1746

    da der HERR, euer Gott, das Wasser des Jordans austrocknete vor euch, bis ihr hinüberginget, gleichwie der HERR, euer Gott, tat in dem Schilfmeer, das er vor uns austrocknete, bis wir hindurchgingen,
    Josua 4, 23

    Da der Herrgott seine Esel kannte, ließ er sie alle ohne Hörner.

    Da der Knabe hineinkam, stand David auf vom Ort gegen Mittag und fiel auf sein Antlitz zur Erde und beugte sich dreimal nieder, und sie küßten sich miteinander und weinten miteinander, David aber am allermeisten.
    1Samuel 20, 41

    Da der Kranke genaß, er Gott vergaß.

    Da der kranke genaß, je (nie, viel) er ärger was.
    zit] Vor Zeiten sagten die Klosterleute: Daemon languebat, tunc monachus esse volebat, sed dum convaluit, mansit ut ante fuit.
    zit] Mancher der spricht, o lieber Gott: ich will fromb werden, hilff aus not; alsbald er aber tut genesen, kehrt er zum vorigen sündlichen wesen.
    mhd] Dô der siech man genas, dô was er als er ê was.
    mhd] Si gedenken aber an daz Sprichwort nicht: dô der sieche lîp genas, do beliep er, als er ê was.
    mhd] Wen sprichet: dô der siech genas, dô was er der er ouch ê was.
    mhd] Dem spricht man, dô der siech genas, dô wart er boeser dann er was.
    nl] Als de kranke weêr genas, was't erger, dan't te voren was.
    la] Quando languebat, monachus bonus esse uolebat: sed cum conualuit, mansit ut ante fuit.
    la] Surgens aegrotus reprobus fit denique totus.

    Da der Mann von Geist sich immer wieder seiner Unwissenheit bewusst wird, zieht er fast aus allen Büchern Lehren für sich selbst.
    Claude Adrien Helvétius (1715-1771), Vom Geist

    Da der Mensch doch einmal die Sehnsucht nicht los werden soll, so ist es heilsam, wenn sie sich nach einem bestimmten Objekte hinrichtet, wenn sie sich bestrebt, ein abgeschiedenes großes Vergangene ernst und harmlos in der Gegenwart wieder darzustellen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - Tiecks Dramaturgische Blätter

    Da der Mensch einmal von Kindesbeinen an ein eitles und stolzes Geschöpf ist, so schmeichle man seiner Eitelkeit wenigstens in wirklich guten Dingen und halte seinen Stolz auf etwas, das zu seinem wahren Vorteil gereicht.
    John Locke (1632-1704), Gedanken über Erziehung

    Da der Mensch für seine Liebe dieselbe Einheit sucht, die er für seine Vernunft begehrt, so ist er so lange für oder wider Völker parteiisch als er ihre Unterschiede nicht unter einer höhern Einheit auszugleichen weiß.
    Jean Paul (1763-1825), Vorschule der Asthetik

    Da der Mensch nicht immer schaffen und hervorbringen kann, obschon solches freilich für ihn das Wünschenswerteste bleibt, so unterhält und erfreut ihn doch, wenn er das Verlorene aufsucht, das Zerstörte wieder herstellt, das Zerstreute sammelt, ordnet und belebt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Ausgrabungen

    Da der Mensch, wenn er einigermaßen resolut ist, auch das Notwendige selbst zu wollen übernimmt...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit III,12

    Da der oberste Bäcker sah, daß die Deutung gut war, sprach er zu Joseph: Mir hat auch geträumt, ich trüge drei weiße Körbe auf meinem Haupt
    1Mose 40, 16

    Da der Pfaff ein Weib nahm, verschlug er seine Pfaffheit.
    i] Der katholische Geistliche, welcher nach empfangener Weihe heiratet, geht seiner geistlichen Würde verlustig.
    mhd] Do der phaffe wib nam, do vorslug er die phaffheit.

    Da der Schmied den Ambos hämmert, hämmert ihm der Mönch die Frau.

    Da der Staat entstanden ist aus dem Bedürfnis, Klassengegensätze im Zaum zu halten, da er aber gleichzeitig mitten im Konflikt dieser Klassen entstanden ist, so ist er in der Regel Staat der mächtigsten, ökonomisch herrschenden Klasse, die vermittelst seiner auch politisch herrschende Klasse wird und so neue Mittel erwirbt zur Niederhaltung und Ausbeutung der unterdrückten Klasse.
    Friedrich Engels (1820-1895), Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates

    Dâ der tiufel niht hin mac, dâ sent er sînen boten hin.

    Da der Tor die Törin nahm, ward der Tor der Törin Mann.

    Da der wein wächst, da trinkt man den schlechsten.
    zit] Also diejenigen, und die ort, davon man alle Tugendt und Christlichen wandel lernen und erwarten soll, seind im tun und Leben ärgerlich.

    Da der Wirt ein Hahnrei ist, ziehen die Gäste gerne ein.

    Da der Wolf gefangen war, da wollt er fromm werden.

    Da der Wolf liegt, da beisst er nicht.

    Da der Zaun am niedrigsten ist, will jedermann übersteigen.

    Dá Deus a roupa conforme o frio.

    Dá Deus amêndoas a quem não tem dentes.

    Dá Deus asas à formiga para se perder mais asinha.

    Dá Deus na eira, e tolhe-o Maria na maceira.

    Dá Deus nozes a quem não tem dentes, e dentes a quem não tem nozes.

    Dá Deus nozes a quem não tem dentes.

    Dá Deus o frio conforme a roupa.

    Dá Deus o frio conforme o cobertor.

    Dá Deus toucinho aos judeus.

    Da die Artischocken in großer Herren Gärten wuchsen, waren sie angenehm, jetzo da sie bey Bauern zu finden, helt man nichts darauf.

    Da die bildenden Künste allein vermögend sind, die Schönheit der Form hervorzubringen, da sie hierzu der Hülfe keiner andern Kunst bedürfen, da andere Künste gänzlich darauf Verzicht tun müssen: so ist es wohl unstreitig, dass diese Schönheit nicht anders als ihre Bestimmung sein kann.
    Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), Laokoon

    Da die Ehe (in ihren verschiedenen Formen) eine wirtschaftlichpolitisch-soziale Form ist (und nicht eine sentimentalerotische), so vollzieht sich die Zeugung der nächsten Generation zu allen Zeiten zum großen Teil außer der Ehe.
    Oswald Spengler (1880-1936), Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass

    Da die Frau allgemein für undankbar gehalten wird, tut sie alles Gute von ihrem Mann in die Tasche mit dem Sieb.

    Da die Götter menschlicher noch waren, waren Menschen göttlicher.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Die Götter Griechenlands
    en] When the gods were more human, men were more divine.

    Da die Grammatik die Kunst sein soll, die Schwierigkeiten einer Sprache zu lösen, darf der Hebel nicht schwerer sein als die Last.
    Antoine de Rivarol (1753-1801), Maximen und Reflexionen

    Da die Großen nun auch einmal Menschen sind, so denkt sie der Bürger, wenn er sie lieben will als seinesgleichen, und das kann er am füglichsten, wenn er sie als liebende Gatten als zärtliche Eltern als anhängliche Geschwister als treue Freunde sich vorstellen darf.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit I,5

    Da die Hitze alle Körper ausdehnt, so sind die Jahre in dem warmen Italien viel länger als in dem kalten Deutschland.
    Heinrich Heine (1797-1856)

    Da die Kirche die Liebe nicht unterdrücken konnte, hat sie sie zumindest desinfizieren wollen, und darum die Ehe eingesetzt.
    Charles Baudelaire (1821-1867), Tagebücher

    Da die Kunst die Natur nachahmt, und die Natur alles immer so gut wie ihr nur möglich ist macht, ist auch die Kunst irrtumsfrei wie die Natur.
    Robert großeteste (1180-1253), De gener. son

  • A B C D E F G H I J K L

  • operone