DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Aus der Rolle gefallen sein.
    es] Perder los papeles./Salirse de su papel.
  • Aus der Rose entsteht der Dorn, und aus dem Dorn entsteht die Rose.
    it] Dalla rosa nasce la spina e dalla spina nasce la rosa.
  • Aus der Rübe kann man kein Blut pressen.
  • Aus der schlechtesten Hand kann Wahrheit mächtig noch wirken;
    Bei dem Schönen allein macht das Gefäß den Gehalt.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Votivtafeln
  • Aus der Schnur schreiten.
  • Aus der Schuld, aus der Gefahr.
    en] Out of debt, out of danger.
  • Aus der Schule darf man nichts verraten und würde man in Teer gebraten.
  • Aus der Schule der Weisheit gehen viele unbefriedigt nach Hause; aus der Schule der Narrheit tritt jeder mit voller Zufriedenheit.
  • Aus der Schule plaudern (schwatzen, waschen)
    i] Sachen, die geheim gehalten werden sollen, ausplaudern.
    ndt] Ut de Schôl pludern. Pommern
    en] to tell tales out of school.
    fr] commettre une indiscrétion.
    it] spifferare tutto
    es] Dar indicaciones a los no iniciados./Charlar desde la escuela.
  • Aus der Schusslinie gehen.
  • Aus der schwarzen Wolke regnet es nicht, sie erschrecken nur, aber wohl aus den grauen.
    Finnland
  • Aus der See, Salz, aus der Frau, Bosheit.
  • Aus der Situation wird sich das Weitere finden.
    var] Kommt Zeit, kommt Rat.
    la] Consilium nobis resque locusque dabunt.
  • Aus der Sklaverei geht nur der eigentliche dominus hervor, niemals der Despot oder, wie er auch heißt, der Tyrann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Riemer, 20.2.1809
  • Aus der Sprache kann man auf Bildung und Charakter eines Menschen schließen.
    Polen
    en] Speek, tat I may see thee.
    it] Apri boca, e fa ch' io ti conoscan.
    it] Parla, se vuoi esser conosciuto.
    la] Ut te videam, aliquid et loquere.
  • Aus der Spreu kann man den Staub nicht vertreiben.
  • Aus der Stolzenau weht ein schädlicher Wind.
  • Aus der Stuben ist gut tüdigen.
  • Aus der Suppn schaun die lachatn Gsichter.
    i] Beim Essen soll man fröhlich sein.
  • Aus der Tat entsteht Recht.
    la] Ex facto ius oritur.
  • Aus der Taufe heben.
  • Aus der Tiefe rufe ich zu dir, Herr.
    la] De profundis clamavi ad te, Domine.
  • Aus der Tiefe rufe ich, schrie der Bauer, als er in die Mistgrube gefallen war.
  • Aus der Tiefe steigen die Befreier der Menschheit; und wie die Quellen aus der Tiefe kommen, das Land fruchtbar zu machen, so wird der Acker der Menschheit ewig aus der Tiefe erfrischt.
    Wilhelm Raabe, Der Hungerpastor
  • Aus der Traum!
  • Aus der Trippe in den Schlagregen kommen.
    Quedlinburg
  • Aus der Tugend deiner Ahnen
    Musst du deine Burgen bau'n.
    Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), Unpolitische Lieder. Gedichte a. Gent. An Vlämsch-Belgien (1839)
  • Aus der Übung kommen.
    es] Perder la práctica.
  • Aus der Versenkung auftauchen.
  • Aus der vollen Flasche in die leere gießen.
  • Aus der Wahrheit Feuerspiegel
    Lächelt sie den Forscher an.
    Friedrich Schiller (1759-1805), an die Freude.
  • Aus der Wäsche/dem Anzug springen.
  • Aus der Weisch erkennt man das Getreide, aus den Scherben den Hafen.
    la] Spicam e culmo coniicere.
  • Aus der Weisheit Gottes manche Sachen schließen zu wollen ist nicht viel besser, als es aus seinem eignen Verstand zu tun.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1772 - 1773
  • Aus der Weite ist gut lügen.
    it] Egli ha bel dir bugie, chi viene da lontano.
    un] A' meszszünnen jöttek néha sekut hazudnak.
  • Aus der Welt nach Polen.
  • Aus der Welt scheiden.
  • Aus der Wolke nimm die Feuchtigkeit nicht fort.
  • Aus der Wolke quillt der Segen,
    Strömt der Regen;
    Aus der Wolke ohne Wahl,
    Zuckt der Strahl.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Das Lied von der Glocke
  • Aus der Zarin Brüsten fließt auch kein Wein.
  • Aus der Zeche fallen.
    i] In Dönhoffstädt, sich einen Rausch antrinken, aber auch in dem Sinn: aus der Ordnung kommen.
  • Aus der Zuia kriecht immer eine Schlange.
    i] Einem geweihten Orte mit Moschee und Schule. Ein Sprichwort der Dschuads (arabischer Schwertadel), womit sie den Marabouts (dem arabischen Religionsadel) zum Vorwurfe machen, was man in allen Ländern von dem geistlichen Stande sagt; man beschuldigt sie des Ehrgeizes, des Ränkemachens, des unaufhörlichen Begehrens nach den Gütern dieser Erde, welches sich unter die heuchlerische Liebe zu Gott versteckt.
  • Aus derselben Ackerkrume wächst das Unkraut wie die Blume
    und das Unkraut macht sich breit.
    Friedrich von Bodenstedt (1819-1892)
  • Aus derselben Blume zieht die Schlange Gift und die Bienen Honig.
    Armenien
    nl] De bloem daar de bij honig uit zuigt, zuigt de spin venijn uit.
  • Aus derselben Blüte zieht die Biene ihren Honig und die Wespe ihr Gift.
  • Aus des Armen Fohlen wird schnell ein Pferd und aus des Reichen Tochter wird schnell eine Braut.
    ee] Vaese mehe varsast saab ruttu hobene ja rikka mehe tütrest saab ruttu pruut.
  • Aus des Dummen Sack ist es leicht die Metze zu nehmen.
    ee] Rumala kotist on kerge matti võtta.
  • Aus des Esels Wadel wird kein Sieb.
    la] Asini cauda non facit cribrum.
  • Aus des Fremden Tier bekommt man wohl ein Tier, aber aus des Fremden Brot bekommt man kein Brot.
    ee] Küll ial võõra lojuksest saab lojust, aga võõra leivast ei saa leiba.
  • Aus des Fürsten Brunnen schöpfe nicht.
    Osmanien
  • Aus des Irrtums falschen Weiten
    Sammelt euch und sucht beizeiten
    Euch zurecht zu finden.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Generalbeichte
  • Aus des Kargen Haus gehet nichts als Rauch.
    nl] Karigheid is huisverdriet; spaarzaamheid rouwt niemand.
  • Aus des Meeres tiefem, tiefem Grunde,
    Klingen Abendglocken dumpf und matt.
    Wilhelm Müller (1794-1827), Vineta.
  • Aus des Volkes Mark machen die Höfe Quark.
  • Aus des Waldes eigener Mitte erhält die Axt den Stiel.
    zit] Aus dem Walde kommt der Keil, der ihm bringt so viel Unheil.
  • Aus des Wolfes Rachen.
  • Aus deutschem Boden sind alle jene großen Ideen hervorgegangen, die von geschicktern und unternehmendern oder glücklichern Völkern ins Werk gesetzt und benutzt worden sind.
    Ludwig Börne (1786-1837), Der Narr im weißen Schwan
  • Aus deutschem Herzen.
    i] für: ohne Falsch. Auch in Belgien gilt diese Redensart dem Wallonischen und Französischen gegenüber für aufrichtig und wahr, wie auf vlämisch z] plattdeutsch sprechen' soviel wie schlicht deutsch reden heißt.
  • Aus deutschen Eichen, macht man keine Galgen für die Reichen.
  • Aus Deutschmanns Haus kommt nichts heraus.
    Cincinnati, Nordamerika
  • Aus die Maus.
  • Aus diesem Flachs lässt sich kein gut (o. besser) Garn spinnen.
    nl] Dat vlas is niet te spinnen.
  • Aus diesem Flachs wird noch etwas werden, über den man am Jakobstag (25. VII) einen Heuschober ziehen kann.
    ee] Tuust linast saa viil asi, kost jakapäävälgi hainaruaga üle võit minnä.
  • Aus diesem Haupte, wo der Apfel lag,
    Wird euch die neue beßre Freiheit grünen,
    Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit,
    Und neues Leben blüht aus dem Ruinen.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Tell 4, 2 Attinghausen
  • Aus diesem Jungen wird ja kein Arbeitsmann, der wollene Kumtriemen und ein Krummholz aus Erlenholz hat.
    Estland
  • Aus diesem kühlen Grunde.
  • Aus diesem Reisig wird kein Bündel.
  • Aus diesem Teige wird kein gut Brot.
  • Aus dieser Ähre ist weiter kein Korn zu dreschen.
  • Aus dieser Erde quillen meine Freuden,
    Und diese Sonne scheinet meinen Leiden;
    Kann ich mich erst von ihnen scheiden,
    Dann mag, was will und kann geschehn.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust I, Studierzimmer I Faust Vs 1663
  • Aus dieser Idee der Gleichheit der Menschen im gemeinen Wesen geht nun auch die Formel hervor: Jedes Glied desselben muss zu jeder Stufe eines Standes in demselben (die einem Untertan zukommen kann) gelangen dürfen, wozu ihn sein Talent, sein Fleiß und sein Glück hinbringen können ...
    Immanuel Kant (1724-1804), Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis
  • Aus dieser Unkenntnis, wie Träume und andere starke Vorstellungen von Visionen und Empfindungen zu unterscheiden sind, ist der größte Teil der Religion der Heiden in der Vergangenheit entstanden, die Satyrn, Faune, Nymphen und dergleichen verehrten, und ebenso heute die Meinung, die primitive Leute von Feen, Geistern, Kobolden und der Macht der Hexen haben.
    Thomas Hobbes (1588-1679), Leviathan
  • Aus dieser Wurzel kommt dies Kraut.
    i] Das ist die Ursache davon, hierin liegt der Grund.
  • Aus dir mach ich Frikassee/Hackfleisch!
  • Aus dir spricht mein böser Genius.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Egmont A IV, Der Culenburgische Palast
    Alba
  • Aus Disteln wachsen (kommen) keine Feigen.
    nl] Op distelen wassen geene rozen.
  • Aus Distelsamen wachsen kein Rosen mit Franzen.
    Ulm
  • Aus Dôle kommen gute Krieger nicht, so wenig man aus Binsen Lanzen flicht.
    i] Dôle am Doubs, wo 1870 Garibaldi sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte.
  • Aus Domnau Verstand holen.
  • Aus Dornen wachsen Rosen.
    la] Quum pusilla est spina bona videtur.
  • Aus Dreck bekommt man ja kein Konfekt.
    ee] Ega sitast kompekki saa.
  • Aus Dreck werden Teufel erzeugt.
    ee] Sidast pergelid sigivad.
  • Aus Dreck wird keine Seide, aus Hühnerkot kein Tuch.
    ee] Sitast ei saa siidi, kanapasast kalevit.
  • Aus Dreck wird Weißbrot.
    ee] Sitast saab saia.
  • Aus drei Anekdoten ist es möglich, das Bild eines Menschen zu geben.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche, Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen, Vorwort (KSA 1: 803)
  • Aus drei Dingen besteht die Liebe: sie ist ein langes Hoffen, ein süß Verarmen und ein geschwinder Hass.
  • Aus drei Dingen erkennt man den Menschen: aus den Augen, aus dem Beutel und aus dem Becher.
  • Aus drei Dingen kann man sich (über jemand) ein Urteil machen: aus Kleidung, Gang und Lachen.
    la] Vestitus, risus, incessus arguunt hominis ingenium.
  • Aus drei Dingen macht der Teufel seinen Salat: Aus Advokatenzungen, Notarsfingern und das dritte behält er sich vor.
    it] Di tre cose il diavolo si fa insalata: di lingua d' avvocati, di dita di notaj, e la terza è riservata.
  • Aus Dulden kommt Wohlsein.
    England
  • Aus dürrem Holz ist gut drehen.
    i] Der alte Mann gehört in den Rat.
  • Aus ehrworten zcu keinen Stunden ist ymands zcu halden verbunden, dann einer wol versagen mag, was er eim auss ehren zcu hat gesagt.
  • Aus Eiern entspringt nichts Vierfüßiges.
  • Aus eigenem Antrieb
    la] proprio motu
  • Aus eigenem Beutel zahlen (zehren).
  • Aus eigenem Fasse schmeckt der Wein am besten.
  • Aus eigenem Hanfe werden die besten Seile.
  • Aus eigenen Fehlern lernt man, mit fremden Fehlern verdient man Geld.
    Zarko Petan (1929- ), slowenischer Autor
  • Aus eigenen Mitteln
    la] de proprio
  • Aus eigener Kraft kommt man nicht über den Strohhalm.
    ee] Oma jõuga ei saa üle õlekõrre.
  • Aus eigener Kraft, auf eigene Faust
    la] proprio Marte
  • Aus eigener Kraft
    la] suo Marte
  • Aus eigener Machtvollkommenheit
    la] propria auctoritate
  • Aus eilen kompt oft traurigkeit.
  • Aus eim Rünslin ein Bach machen.
  • Aus einem (jungen) Wolfe wird kein Lamm.
    se] Af ulfen bliver aldrig lam.
  • Aus einem (reichen, jungen) schlecker wird ein armer (alter) lecker.
    en] Who dainties love shalt beggars prove.
    fr] A grasse cuisine, pauvreté voisine.? Après grand barquet petit pain.? De grasse table à l'étable.
    la] Nam multos morbos fercula multa ferunt.
    se] Af en rik läckermund blir en fattig tallrik slickare.
  • Aus einem Aasgeier wird kein Adler (o. Falke).
    en] A carrion kite will never make a good hawk.
    fr] D'un buse on ne peut faire un épervier.
  • Aus einem Ackergaul wird kein Reitpferd.
    en] A kindly aver will never make a good horse. (Bohn II, 68.)
  • Aus einem Adler wird keine Taube.
    it] D'aquila non nasce colomba.
  • Aus einem alten Brunnen bekommt man Wasser für Fladen.
    ee] Vanast kaost saa vatsa vesi.
  • Aus einem alten Klepper kann ein schönes Reitpferd werden.
  • Aus einem alten Mantel wird ein neues Wams.
  • Aus einem alten Rock lässt sich kein neuer Mantel machen.
    i] Einem Alten seine veralteten und mit seinem Marke verknöcherten Ansichten zu nehmen, und ihm dafür junge, frische, kühne Ideen zu geben, ist ebenso unmöglich.
  • Aus einem alten Schwanze wird kein frischer Hering.
  • Aus einem alten Topf isst man die beste Suppe.
  • Aus einem Alten wird kein Experte.
    Finnland
  • Aus einem Alten wird nicht mehr ein Junger, aber aus einem Jungen wohl ein Alter.
    ee] Vanast ei saa enam noort, aga noorest küll vana.
  • Aus einem alten Wolfe wird nicht erst ein Schaf.
    nl] Een oude wolf verbetert sich niet.
  • Aus einem Ameisenhaufen einen Berg.
    Tschechien
  • Aus einem anderen Fasse laufen.
    i] Anders aussehen, schmecken.
  • Aus einem andern Tone singen (sprechen).
    i] Vorteilhaftere, mildere Bedingungen, günstigere Anerbietungen machen.
    fr] Changer de gamme.
    fr] Chanter plus haut, au sur un autre ton.
    nl] Uit eenen anderen grondtoon spelen.
  • Aus einem armen Arsch einen reichen Dreck scheißen, geht nicht.
  • Aus einem armen Haus dampft kein Bratenduft heraus.
  • Aus einem armen Tropf wird oft ein großer Schopf.
  • Aus einem Augenblick lässt sich kein Gesicht beurteilen, es muß eine Folge da sein.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1776 - 1779
  • Aus einem Bächlein machst du mächtige Sanktöme.
    la] E rivo flumina magna facis.
  • Aus einem Bader ein Bischof werden.
    i] Allgemein: aus einer unbedeutenden Stellung zu einer hohen Würde emporsteigen.
    la] A remo ad tribunal.
  • Aus einem Balken wird kein Haus und aus einer Blume kein Strauß.
  • Aus einem Baron ist leicht ein Graf zu machen.
    fr] Harcourt fit comte neuf l'an mil trois cent trente neuf.
  • Aus einem Bauern wird wohl ein Herr, aber aus einem Herrn wird nicht mehr ein Bauer.
    ee] Talupojast saab küll saksa, aga saksast ei saa enam talupoega.
  • Aus Einem Becher kann man nicht Essig und Honig zugleich trinken.
  • Aus einem beleidigten Diener wird ein gefährlicher Feind.
    dk] Portörned tiener bliver tut stoirte fiende.
  • Aus einem betrübten Busen kommt kein fröhlicher Seufzer.
  • Aus einem Betttuch kann man ein Kopftuch machen, aber aus einem Kopftuch kein Betttuch.
  • Aus einem Birnbaum kann man nicht Milch melken.
  • Aus einem bösen Busche kommt schwerlich ein guter Dorn.
  • Aus einem bösen Ey wird kein gut Küchelchen.
  • Aus einem bösen pfaffen kann wohl ein guter mönch werden.
  • Aus einem bösen Wort soll man keine Beleidigung machen und ein geworfener Stock muss den Hund nicht treffen.
  • Aus einem Brunnen betrachte nicht den Himmel.
  • Aus einem Brunnen in den anderen fallen.
  • Aus einem buch alles machen.
  • Aus einem Bussard kann man keinen Sperber machen.
    i] Die Erziehung kann aus einem Menschen nicht alles machen. Angeborene Trägheit und Dummheit lässt sich nicht in ihr Gelegenheit verwandeln.
    fr] D'une buse on ne saurait faire un épervier. ('buse' im vertraulichen Sinne = Dummkopf)
    fr] On ne saurait faire d'une busc un épervier.
  • Aus einem Dankeschön kann man keine Pelze nähn.
  • Aus einem Dochte, das stark glimmt, lässt sich leicht ein Licht blasen.
  • Aus einem dummen Loch weht dummer Wind.
    (o.
    i] Seinen Zustand verschlimmern.)hu] Bolond lyukból bolond szél fúj.
  • Aus einem dürftigen Sommer wächst ein magerer Herbst.
    Estland
  • Aus einem Ei macht die Henne gern zwei.
    i] Wo sie eins findet, legt sie gern ein zweites dazu.
  • Aus einem Eimer in das andere.
    hu] Csöbörbol vödörbe.
  • Aus einem Eimer in den anderen.
  • Aus einem Eimer kan man den durst besser leschen als auss einem Fingerhut.
  • Aus einem eitel Stöcke und Pflöcke machen.
    Martin Luther (1483-1546)
  • Aus einem engen Freund kann ein großer Feind werden.
  • Aus einem engen Herzen kommen keine großen Gedanken.
    fr] Coeur étroit n'est jamais au large.
  • Aus einem erkennst du alle.
    la] Et crimine ab uno disce omnes. Vergil (70-19 v. Chr.)
    la] Ex uno specta omnes.
  • Aus einem Esel machst du kein Reitpferd, du magst es zäumen wie du willst.
  • Aus einem Esel wird kein Pferd.
  • Aus einem Esel wird nimmermehr ein Reitpferd, magst ihn zäumen wie du willst.
    la] Parisios stolidum si quis transmittit asellum, si fuit hic asinus, non ibi fiet equus.
  • Aus einem Esel wirdt kein Hengst, man schicke jhn, wohin man wölle.
  • Aus einem Falken kann man keinen Sperber machen.
  • Aus einem Falken wird nie eine Eule werden.
  • Aus einem Fall schließe auf alle.
    la] Ex uno specta omnia.
  • Aus einem Fasse schöpfen.
    i] Von denen, die Überfluss an allem, was sie wünschen, haben. Aber schon Hesiod ermahnt, zu schonen, wenn das Fass die Hälfte sei, weil das Sparen auf dem Boden den Zweck nicht mehr erreiche.
  • Aus einem faulen Ei wird kein guter Brei, von einer Kröte (erhält man) keine gute Haut.
    ee] Mädamunast ei saa hääd putru, kärnakonnast hääd nahka.
  • Aus einem Ferkel wird eine Sau.
    i] Um zu sagen, dass man Kindern nicht jedes Benehmen nachsehen kann.
  • Aus einem finstern Kopf kommt Finsternis.
  • Aus einem Floh ein Pferd (o. Kamel) machen.
  • aus einem Floh einen Elefanten machen
  • Aus einem Floh wird ein Bär gemacht und aus einer Maus ein Ochs.
    ee] Kirbust tetäs karu ja hiirest härg.
  • Aus einem Frechdachs wird ein Mann, aber nicht aus einem, der immer unnütz lacht.
    Finnland
  • Aus einem Freund, dem man sein Versprechen nicht hält, macht man leicht einen Feind.
  • Aus einem fröhlichen Herzen kommen keine Seufzer.
  • Aus einem frommen Mann ein großer Schalk werden kann.
  • Aus einem Funken kann ein Steppenbrand werden.
    Mao Tse-tung
  • Aus einem Funken wird leicht (o. oft) ein großes Feuer!
  • Aus einem Furz einen Donnerschlag machen.
  • Aus einem Geck(en) wird leicht ein Narr.
  • Aus einem Gimpel kann niemand einen Falken machen.
  • Aus einem Glase ins andere gießen.
    zit] Sollen wir denn immer kleinere Münzen verwechseln und das Kapital so wenig vermehren und immer neue Bücher machen, wie die Apotheker neue Mixturen.
    i] Also gegen die Oberflächlichkeit und Wiederkäuerei in der Wissenschaft, gegen das ewige Wiederholen alter Dinge in neuen Formen.
  • Aus einem goldenen Kalbe wird leicht ein goldener Ochs.
  • Aus einem Griechen kann man zehn Juden machen.
    Bulgarien
    i] Während bei uns und anderswo in Europa der jüdische Stamm sich durch größere Gewandtheit und Schlauheit in Geschäften vor seinen christlichen Mitbürgern auszeichnet, ist in Bulgarien und wohl überall in der Türkei das Verhältnis ein ganz anderes. Es herrscht dort das obige Sprichwort, und es ist wahr, der Handel ist den Juden von den viel schlaueren Bulgaren beinahe vollständig aus den Händen genommen.
  • Aus einem großen Gedanken werden viel kleine.
    zit] Wenn die Könige bauen, haben die Kärrner zu tun. Schiller
  • Aus einem guten Dieb wird ein guter Wächter.
  • Aus einem guten Menschen kann mit einem Schlage ein böser werden, aus einem Bösen wird nie plötzlich ein Guter.
    Sándor Petöfi (1823-1849), Aus den politischen Aufsätzen, 27. 5. 1848
  • Aus einem guten Schildknappen wird ein guter Ritter.
    i] Wenigstens hatte Sancho Pansa diese Hoffnung.
  • Aus einem guten Zuhörer wird ein guter Erzähler.
    i] Man muss immer damit rechnen, dass Anvertrautes weitererzählt wird.
    pl] Kto chec bigć dobrym powiadaczem, trzeba?eby był pier wéj dobrym słuchaczem.
  • Aus einem Haar einen Mastbaum machen.
  • Aus einem Habicht wird keine Taube.
    ee] Kullist ei saa tuvikest.
  • Aus einem Hagestolz wird ein Höllensteg.
    ee] Vanastpoisist saa põrgu purde.
  • Aus einem Haufen einen Berg machen.
  • Aus einem Haus, in dem viel gestritten wird, ziehen eines Tages selbst die Hühner aus.
    Äthiopien
  • Aus einem heimlichen Feinde muss man einen öffentlichen machen.
  • Aus einem Herzen keine Mördergrube machen.
    Nach Matth. 21, 13
  • Aus einem hinkenden Kalbe wird eine hinkende Kuh (o. ein lahmer Ochs).
  • Aus einem Hirtenhund wird kein Hühnerhund.
    ee] Ei linnukoerast karjakoera saa.
  • Aus einem hohlen Hafen reden.
    i] Worte reden, die man selbst nicht versteht und wobei man keine Gedanken hat, auch wider die viel versprechenden Heuchler und Scheinheiligen.
    zit] Lesen, Beten ohn' Verstand und aus einem hohlen Hafen klaffen, was können sie mit Beten schaffen. Murner
    zit] Der hatt auss holem Hafen geredt, der vil mehr verheissen het, dann leisten möchten all sein fründ. Murner
    zit] Mein Gebein müsse in meiner eygenen Haut wie in einem Mörser zerstossen und zermalmt werden, hat auch dessfalls aus keinem lären Hafen geredet. Grimmelshausen, Das wunderliche Vogelnest
  • Aus einem Holzapfel wird keine Ananas.
  • Aus einem Hügel einen Berg machen.
  • Aus einem Huhne brät' kein Speck, es lieg' in Golde oder Dreck.
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