DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • An diesem Strick hängt unser Glück, sagte der Schulze, da hing er das Bild des Landrats aus dem Fenster.
  • An diesem Strick muss man nicht ziehen.
    nl] Gij moet aan dat touwtje niet trekken.
  • An diesem Tage hätte die Weltgeschichte ihren Sinn verloren.
    geflügeltes Wort
  • An diesem Tische hat kein Afterredner Statt.
    i] Augustus hatte über seinen Speisetisch geschrieben: Quisquis amat dictis absentum rodere famam, hanc mensam vetitam noverit esse sibi.
    la] Absint offensae, cum fit celebratio mensae.
  • An dieser Stelle
    la] hoc loco
    Cicero (106-43 v. Chr.), In Verrem
  • An dives omnes quaerimus, nemo an bonus.
    Euripides (480-406 v. Chr.)
    de] Alle fragen wir, ob jemand reich ist, niemand, ob er gut ist.
  • An Dota schberrt ma it ai.
  • An douar so kozh, med n'eo ket sod.
  • An Dreck schwoabts oiwei owe, mia san de höchstn im Gebirg
  • An drei Dinge soll sich niemand kehren: an der Krämer Schwören, an der Hunde Hinken, an der Huren Winken.
  • An drei Dinge soll sich niemand kehren: an der Spieler Schwören, an der Bauern Geren und an der Weiber Zähren.
  • An drei Dingen erkennt man den Fürsten: bei Haltung gegebener Zusagen, reiner Straße und guter Münze.
  • An drei Dingen erkennt man den Sohn Abrahams: Gerechtigkeit im Herzen, Bescheidenheit des Geistes und Mäßigung in seinen Wünschen.
    Hebräisch
  • An drei Dingen erkennt man den Weisen: Schweigen, wenn Narren reden, denken, wenn andere glauben, und handeln, wenn Faule träumen.
    fr] Cinq propriétés caractérisent le sage: Ne pas interrompre celui qui parle, écouter et réfléchir, ne faire de questions que celles qui mènent à un but, répondre à propos et par ordre, le sot fait tout le contraire.
  • An drei Dingen erkennt man des Menschen Sinn in der Welt: im Trunk, im Zorn und am - Geld.
    fr] Trois choses font connaître l'homme: la bouteille, la bourse et la colère.
  • An drei Dingen erkennt man einen Weisen: Schweigen, wenn Narren reden, denken, wenn andere glauben, und handeln, wenn Faule träumen.
  • An drei Dingen erkennt man, ob jemand verheiratet ist oder nicht: wenn seine Haare aus dem Hute, seine Ellenbogen aus dem Ärmel und seine Zehen aus den Strümpfen hervorsehen.
  • An drei Dingen fehlt es noch immer in der Welt: an Münze, Holz und guten Freunden.
  • An drei Dingen ist immer etwas zu flicken: an einer Mühl', einer Uhr und eines Weibes Tücken.
  • An drei Dingen ist in Westfalen nicht Not: an dünnem Bier, langen Meilen und grobem Brot.
  • An drei Dingen kan Mancher den Tod erwischen: an Kalb, junge Hünle und rohen Fischen.
    la] Vitalus, pulli et pisces condi mortem multis pariunt.
  • An drei Dingen kann man erkennen, ob einer klug ist: wenn er seinen Zorn mäßigen, sein Haus wohl regieren und einen guten Brief stellen kann.
    zit] Das erste betrifft seine Begierden, das andere sein Leben und Wandel, das dritte sein Verstand.
  • An drei Dingen wird erkennt ein schlechtes Regiment: wenn der Zehrstand blüht, der Nährstand flieht (auswandert) und der Lehrstand vervieht (verdummt).
  • An drei Orten erweist man sich keine Ehre: im Gefängnis, im Klosett und im Schwitzbad.
    Jiddisch
  • An drei Orten erweist man sich nicht die Ehre: im Gefängnis, im Klosett und im Schwitzbad.
  • An drei Schöffen nimmt der König die Wahrheit.
    Rechtssprichwort
    i] Zur Schöpfung des Urteils waren drei Schöffen erforderlich.
    bm] Kon?el jest krále úředník.? Kon?el jest obecného dobrého slu?ebníkem.
    nl] Die waerheyt sol hij (de conick) nemen an drie Schepenen.
  • An drei Stücken mangelt es den Menschen: am Anfang, Mittel und Ende.
  • An dreien ist kein Segen: an dem, der alles kauft, an dem, der sich immer nur auf die Verdienste seiner Eltern (Ahnen) stützt, und an dem, der den Erlöser bringen möchte.
    i] Der erste ist arm oder verarmt bald, der andere hat kein eigenes Verdienst und der dritte befindet sich in schlechten Umständen.
  • An dreierlei Leuten ist kein Mangel: an Priestern, Juden und Huren.
  • An dreyen Dingen wird es der Welt noch vor dem Jüngstentag mangeln: an Holz, an guter Münz und an guten Freunden.
  • An dronken Wüüf as an Engel uu-nt Bâd.
    Amrum
    i] Ein trunken Weib ist ein Engel im Bette.
  • An dummen Leuten fehlt's nicht.
    fr] Plus de gens bestes que d'asne chrestien.
  • An dummen Leuten sind Rüben und Sack verloren.
  • An Dunckel (Dünkel) bind man kein Pferdt.
  • An dünnen, unmerkbaren Seilen hängen oft fürchterliche Gewichte.
    Friedrich Schiller (1759-1805)
  • An e Sod is kân Broche.
    i] An einem Geheimnis ist kein Segen (berächah).
    i] Als Bemerkung, wenn man sieht, dass einer dem andern was in die Ohren raunt.
  • An eager beaver.
  • An eagle does/will not catch flies.
  • An eandem Romanis in bello virtutem quam in pace lasciviam adesse creditis? Nostris illi dissensionibus ac discordiis clari vitia hostium in gloriam exercitus sui vertunt; quem contractum ex diversissimis gentibus ut secundae res tenent, ita adversae dissolvent, nisi si Gallos et Germanos et (pudet dictu) Britannorum plerosque, licet dominationi alienae commodent, diutius tamen hostes quam servos, fide et affectu teneri putatis Metus ac terror sunt infirma vincla caritatis; quae ubi removeris, qui timere desierint, odisse incipient Omnia victoriae incitamenta pro nobis sunt: nullae Romanos coniuges accendunt, nulli parentes fugam exprobraturi sunt; aut nulla plerisque patria aut alia est Paucos numero, trepidos ignorantia, caelum ipsum ac mare et silvas, ignota omnia circumspectantes, clausos quodam modo ac vinctos dii vobis tradiderunt Ne terreat vanus aspectus et auri fulgor atque argenti, quod neque tegit neque vulnerat In ipsa hostium acie inveniemus nostras manus: agnoscent Britanni suam causam, recordabuntur Galli priorem libertatem, deserent illos ceteri Germani, tamquam nuper Usipi reliquerunt Nec quicquam ultra formidinis: vacua castella, senum coloniae, inter male parentes et iniuste imperantes aegra municipia et discordantia Hic dux, hic exercitus: ibi tributa et metalla et ceterae servientium poenae, quas in aeternum perferre aut statim ulcisci in hoc campo est Proinde ituri in aciem et maiores vestros et posteros cogitate!
    de] Oder glaubt ihr etwa, die Römer seien im Krieg ebenso tapfer wie im Frieden zügellos? Nur durch unsere dauernde Zwietracht sind sie berühmt, die Schwächen ihrer Feinde verwandeln sie in Triumphe ihres Heeres Das ist ein Haufen, zusammengeworfen aus den verschiedensten Stämmen; das Glück hält ihn beieinander, das Unglück zerstreut ihn Mag sein, daß Gallier, Germanen und (ich schäme mich, es zu sagen) sehr viele Britannier für die fremden Herren ihr Blut opfern, sie sind dennoch länger Feinde gewesen, als sie jetzt Sklaven sind: Meint ihr also, Überzeugung und Zuneigung hielten sie dort fest? Furcht und Schrecken sind nur schwache Bande für die Anhänglichkeit; löst man sie, so nimmt Haß den Platz der Furcht ein Alle Antriebe zum Sieg sind auf unserer Seite: Keine Ehefrauen feuern die Römer an, keine Eltern tadeln ihre Flucht; die meisten haben gar keine Heimat oder doch in einem fremden Land Eine Handvoll Leute sind sie, die, ängstlich in einem unbekannten Land, sich nach dem Himmel, nach Meer und Wäldern umschauen und lauter Unbekanntes sehen: So haben die Götter sie euch ausgeliefert, eingeschlossen gewissermaßen und gefesselt Laßt euch nicht erschrecken, wenn ihr eitlen Firlefanz seht, den Glanz des Goldes und Silbers, das weder schützt noch verwundet Mitten im feindlichen Heer werden wir unsere Bundesgenossen finden: Die Britannier werden ihre eigene Sache wiedererkennen, die Gallier erinnern sich an ihre frühere Freiheit, wie neulich schon die Usipeter, so werden ihnen auch die übrigen Germanen davonlaufen Und weiter ist nichts zu fürchten: Die Kastelle sind leer, in ihren Niederlassungen hocken nur Greise, in den Kleinstädten herrschen Verdrossenheit und Widerwille bei mangelndem Gehorsam und ungerechtem Regiment Auf unserer Seite steht ein Führer, steht ein Heer; dort drüben gibt es Steuern, Arbeit im Bergwerk und all die anderen Qualen der Knechtschaft Ihr könnt sie in Ewigkeit ertragen oder euch sofort auf diesem Schlachtfeld dafür rächen Geht also in den Kampf und denkt dabei an eure Ahnen und die Nachwelt! (Gaius Cornelius Tacitus)
  • An ear to the ground.
  • An earful.
  • An earl by right, by courtesy a man.
    Alfred Austin (1835-1913), The Season.
  • An early bird catches the worm.
  • An early bird will hop farther.
  • An early bird.
  • An early start makes easy stages.
  • An easy shepherd makes the wolf void wool.
  • An easy study.
  • An easy/soft touch.
  • An eben diese Betrachtung [über Goethes gegenständliches Denken] schließt sich die vieljährige Richtung meines Geistes gegen die Französische Revolution unmittelbar an, und es erklärt sich die grenzenlose Bemühung, dieses schrecklichste aller Ereignisse in seinen Ursachen und Folgen dichterisch zu gewältigen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre - Bedeutende Fördernis durch ein einziges geistreiches Wort
  • An eben diesem Tage ersoff der Branntweinschenke Conradi, in Brunnenwasser. Das Wasser, das seine vermaledeite Industrie gänzlich vom Schenktisch der Musen-Söhne zu verdrängen rastlos bemüht war, hat sich an ihm gerochen.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1796 - 1799
  • An eel escapes from a good fisherman.
  • An egg and to bed.
  • An egg is an egg, said the beadle, but he took the goose-egg.
  • An egg is an egg, said the boor, and took the goose's egg.
  • An egg is better to-day, than a pullet to-morrow.
  • An egg is dear on Easter day.
  • An egg is valuable to the Christ day (i.e. Easter)
  • An egg today is better than a hen tomorrow.
  • An egg will be in three bodies in twenty-four hours.
  • An ego totiens de eadem re audiam?
    Terenz (184-158 v. Chr.), Adelphoe
    de] Soll ich mir ständig dasselbe anhören?
  • An Ehren ab, an Schanden auf, das ist der Welt Lauf.
  • An Ei is en Gräul und en groß Geschrei um en Brei (Bereitung, Gericht).
    Sauerland
  • An Eigen ist die rechte Leibzucht der Frauen.
    Rechtssprichwort
    i] Leibzucht (Leibgedinge, Wittum) ist das dingliche Nutzungsrecht, das der Mann vor oder nach Eingehung der Ehe für den Leib, d.i. für das Leben der Frau gerichtlich an seinen Liegenschaften, also an wahrem Eigen und nicht an Fahrhabe bestellte, um das Bestehen derselben im etwaigen Witwenstande zu sichern. Dies Nutzungsrecht erlosch mit dem Tode der Frau.
  • An eigenen Gedanken und gespanntem Tuche gehet viel abe.
    Martin Luther (1483-1546) in der Auslegung des 7. Kap. Johannis
    la] Cogitationes saepissime fallunt.
  • An Eigennutz und Tand wird der Mensch erkannt.
    nl] Eigenbaat is de toetssteen der menschen.
  • An eigner Nasenspitze wohnt für manche schon der Horizont.
  • An eim fluss ein prunnen graben.
  • An eim schwartzen Kessel reibt sich niemand weiß.
  • An ein faules (stinkend) Fass legt man keinen silbernen (kostbaren) Reif.
  • An ein schlechtes Buch macht man keine silbernen Klausuren.
  • An ein schön Spiel denkt man gern.
    fr] A beau jeu, beau retour.
  • An ein stumpfes Messer braucht man keine goldene Klinge zu setzen. Soll am Messer eins von Blei sein, dann lieber der Griff als die Schneide.
    Russland
  • An eine alte Sünde darf man sich nicht erinnern.
    ee] Vanna pattu ei pia mitte mälehtetama.
  • an eine andere Schule versetzt werden
  • An eine böse sache soll man einen trunck Wein gießen.
    zit] Mit dem Gegenteil einen Trunk tun, so wird sie vertragen.
  • An eine böse Ziege bindest du deine nicht an.
  • An eine Hure gepicht sein.
    zit] Wir Deutschen reden, wer an eine Hur gepicht ist, der' u.s.w.
  • An eine reine Quelle soll man mit reinem Eimer gehen.
    Russland
  • An eine schwache (schwankende) Wand muss man sich nicht lehnen.
    dk] Ondt er at støtte sig til ludende væg.
    nl] Tegen eenen zwacken muur zal men niet leunen.
  • An eine Wand, so den Fall droht, pisst kein Hund.
  • An einem Aalschwanz bleibt keine Klette hangen.
  • An einem Abend kann man nicht zwei Räusche haben.
  • An einem Abend verduftet, was den Sommer über erschuftet.
  • An einem alten buhler will jedermann ein Narren haben.
  • An einem alten Haus hat man immer was zu flicken.
  • An einem alten Haus hat man immerdar (o. immer was) zu flicken.
    en] An old sack asked much patching.
  • An einem alten Knochen nagt selbst ein Hund nicht mehr.
  • An einem Alten und einem Buben ist jede Wohltat verschwendet.
  • An einem andern kann man leicht sehen, was man Lust zu tadeln hat.
  • An einem Bein nagen muss man nicht mehr.
  • An einem braven Herzen prallt das Unglück ab.
    Spanien
  • An einem Christen stirbt nichts, nur sein Creutz vnnd elend.
  • An einem Diamantenkoller hat sich schon mancher Frauen Tugend erhängt.
  • An einem Dichter kann man Symptome beobachten, die einen Kommerzialrat für die Internierung reif machen würden.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Sprüche und Widersprüche
  • An einem dünnen Ast hängen.
  • An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter.
    Konfuzius (551-479 v. Chr.)
  • An einem einzigen geistvollen Menschen kann der Umgang genug haben: ist aber nichts als die gewöhnliche Sorte zu finden, so ist es gut, von dieser recht viele zu haben, damit durch die Mannigfaltigkeit und das Zusammenwirken etwas herauskomme, und der Himmel schenke ihm dazu Geduld.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), Aphorismen zur Lebensweisheit, Paränesen und Maximen
  • An einem Esel hast du einen Sohn, an einem Schwiegersohn hast du nur einen Esel.
    Kurdistan
  • An einem Fenster klebt ein festter Mann.
    Ein Jüngling will ein weiches Weib besuchen.
    Ein grauer Clown zieht sich die Stiefl an.
    Ein Kinderwagen schreit und Hunde fluchen.
    Alfred Lichtenstein (1889-1914), Die Dämmerung
  • An einem Feste muss man keine Perlen verlieren.
    Arabien
    i] Denn man wird sie nicht wieder bekommen, weil an diesem Tage das Gesindel obenauf ist.
    fr] Aux bonnes fètes les bons coups.
  • An einem Filzhut Schnüre tragen.
    i] Um allzu große Vorsicht zu charakterisieren.
  • An einem Fuchs bricht man nicht Wildbann.
  • An einem Gaste und an einem Weibe hat man nach drei Tagen genug.
  • An einem Geheimnis ist kein Segen.
    Jüdisch-deutsch] An e Sod is kaan Brooche.
  • An einem gehenden Mühlrade gibt's keine Spinnweben.
    nl] Daar wast geen spinrag aan een' draaijenden molenkam.
  • An einem Geschlagenen will (ein) jeder zum Ritter werden.
    la] Cadente quercu quilibet signa tecat.
  • An einem Gliede kalendern.
    i] Von denen, welchen alte Schäden den Wetterwechsel melden.
  • An einem goldenen Stricke führt der Hase den Löwen.
  • An einem großen schalk verwandelt sich selten der alte Balg.
    la] Homines extremae malitiae nunquam aut raro fiunt meliores.
  • An einem Haar hängen.
  • An einem Haar zieht man mich hin, wo ich gern bin.
  • An einem Halm wachsen ja nicht zwei Ähren.
    ee] Ega üte kõrre otsah katte pääd ei kasu.
  • An einem Handwerk trägt man nicht schwer.
    bm] Remeslo plece netízí, a s ním blaze.
    dk] Godt haandverk er en god tære-penge som let bæres.
  • An einem Helden ist alles verzeihlich, nur nicht die Schwäche.
    Jakob Bosshart (1862-1924), Bausteine zu Leben und Zeit
  • An einem Jesuiten bricht man kein Gesetz und an einem Fuchse keine Wildbahn.
  • An einem jungen Weibe frisst ein alter Mann einen sanften Tod.
  • An einem Karren mit jemandem ziehen.
    i] Mit jemand gleiches Interesse haben oder gleiches Schicksal dulden müssen.
    la] Idem jugum trahere.
  • An einem kleinen Splitter kann ein großer Mann ersticken.
    en] A mote may choke a man.
  • An einem Kopf, der schlecht geschoren, ist die Ehr' verloren.
  • An einem langen Tag erkennst du das Herz eines Menschen.
  • An einem Leben ist ohnedem weiter nichts, nach meiner realistischen Vorstellungsart, als das Detail, besonders nun gar bei einem Particulier, wo keine Resultate zu denken sind, deren Weite und Breite uns allenfalls imponieren könnten, und bei einem Künstler, dessen Werke, die bleibenden Wirkungen seines Daseins, nicht vor unsern Augen stehn.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Schiller, 4.2.1796
  • An einem Mädchen und einem Weinstock sieht man nichts, bis sie den Rock hochziehen.
  • An einem Mann fehlt's keiner schönen Maid, wie an Prozessen guten Advokaten zu keiner Zeit.
  • An einem Mann wird hochgepreist, wenn ehr und tugend er beweist.
  • An einem Menschen liegt so viel als am andern. Ein jeglicher hat sein besondere Gab, Kunst, Weisheit, Gerechtigkeit.
    Paracelsus (1493-1541), De ordine doni
  • An einem morschen Seil darf man nicht zu stark ziehen.
  • An einem nackten Schaf ist nischte abzuscharen.
  • An einem Nagel hängt sehr viel.
  • An einem närrischen Weibe soll sich keiner reiben.
    fr] A femme sotte nul ne s'y frotte.
  • An einem nassen Sack kann man sich nicht trocknen.
  • An einem Nestore ist mehr gelegen, denn an zehn Ajacen.
    i] Weisheit geht über Stärke.
  • An einem neuen Sacke bleibt das Mehl hängen.
    nl] Aan nieuwe zakken blijft het meel hangen.
  • An einem offenen Paradiesgärtchen geht der Mensch gleichgültig vorbei und wird erst traurig, wenn es verschlossen ist.
    Gottfried Keller (1819-1890), Das Sinngedicht
  • An einem Ort ich gern bin, da zög man mich mit einem Härlein hin.
    la] Quando libens graditur crine vir attrahitur.
  • An einem Ort zu bleiben heißt, sich durch seine Nachbarn schützen.
    Bantu
  • An einem Ort, wo ich gerne bin, zieht man mich an einem Härlein hin.
  • An einem Pfennig sieht man wie ein Gulden gemünzt (geschlagen) ist.
    nl] Aan een' penning ziet men, hoe een gulden gemunt is.
  • An einem Platz ohne Hunde lehre die Katzen bellen.
  • An einem Problem vorbeireden.
    en] The elephant in the room.
  • An einem Rade, das sich dreht, wächst kein Moos.
    nl] Daar wast geen mos aan een' draaijenden molenkam.
  • An einem reichen Mädchen sieht man den Buckel nicht.
  • An einem Rocken mit jemandem spinnen.
  • An einem Ross schätzt man nicht die Stärke, sondern die Rasse.
    Konfuzius (551-479 v. Chr.), Gespräche Lunyu
  • An einem rotzigen Buben und einem lausigen Heinsel (= Fohlen) soll man nicht verzweifeln.
    Franken
  • An einem runden Tische ist jeder Platz der erste.
    en] At a round table there's no dispute of place.
    fr] Ronde table ôte le debat.
    it] A tavola ronda non si contende del luoco.
  • An einem rußigen Kessel kann man sich nicht sauber reiben.
  • An einem rußigen Kessel macht man sich schwarz.
    Franken
  • An einem Sack guten Korns soll man, wenn man ihn aus der Mühle zurück empfängt, nicht mehr Mangel spüren, als wenn man mit einer Rute ins Wasser schlägt.
    Rechtssprichwort
    i] Damit wurde im alten deutschen Recht ausgedrückt, dass der Müller seine Mahlgäste nicht übervorteilen solle.
  • An einem schlechten Wochentage davongehen.
    Schlesien
  • An einem schmutzigen Sack (o. Lumpen) kann man sich nicht sauberwaschen (o. -wischen).
  • An einem Schneeball saugen.
    nl] Hij zuigt aan een' sneeuwbal.
  • An einem schönen Mann sieht Kleidung schön aus.
  • An einem schönen Singvogel findet man ja nicht immer ein schönes Kleid.
    Estland
  • An einem schönen Tage muss man nicht ohne Mantel (Schirm u.s.w.) ausgehen.
    i] Vorsorge ist nützlich.
    es] El dia de calor, ese te arropa mejor.
  • An einem schwachen (morschen) Seile muss man gelinde (nicht zu stark) ziehen.
    zit] Mit eim seil das bös ist und schwach, soll man ziehen allgemach.
    mhd] Mit kranken seilen sal men lyslik trecken.
    la] Funibus utendam parce qui robore cassi.
    dk] Man kan ei drage haard med brudet reb.
    nl] Aan een krank zeel zal men zachkens trekken.? Mit enen cranken repe sal men liselic trecken.
    la] Paulatim trahere non forti consule reste.
  • An einem schwachen Stricke darf man nicht stark ziehen.
    nl] Aan een kwaden reep moet men zachtjes trekken.
  • An einem schwarzen Rocke sieht man die kleinste Faser.
    i] Eine Nachlässigkeit des Hirten verdirbt die ganze Herde. Der geringste Fehler im geistlichen Stande gebiert die unverzeihlichsten Sünden im bürgerlichen.
  • An einem Seil miteinander ziehen.
    i] Entweder sein Mitschuldiger oder mit ihm eines Sinnes sein, ein gemeinschaftliches Geschäft mit ihm besorgen, ein Schicksal mit ihm tragen.
  • An einem sommerlangen Tage kann man viel sagen.
  • An einem starken Baume ist gut anhalten.
    fr] Il faut se tenir au gros de l'arbre.
    nl] Men moet zich altijd vasthouden aan het dikste van den boom.
  • An einem Stocke, dar Hummeln in seyn, soll man nicht klopfen.
    zit] Denn sie fliegen gern aus und stechen.
  • An einem Strang mit jemandem ziehen.
    i] Mit ihm einig sein oder gemeinschaftlich mit ihm ertragen, bekämpfen, betreiben.
  • An einem Tag kann eine Maus nicht verfaulen.
  • An einem Tag wie jeder andere.
    geflügeltes Wort
  • An einem Tag zwischen zwei Feiertagen nicht arbeiten Brückentag.
    fr] faire le pont.
  • An einem Toren ist immer Hopfen und Malz verloren.
    it] Si perde molto per esser stolta.
  • An einem toten Adler rupft jede Krähe.
  • An einem Toten muss man ein Schwert nicht versuchen.
    i] Abwesende und Tote nicht in verleumderischer Weise angreifen.
    bm] Meče na mrtvém nezkou?ej.
  • An einem unsaubern Troge stirbt kein Schwein.
  • An einem vertrunkenen Kalb ist viel zu wagen.
    ndt] 'N verdrunken Kalf is sagd to wagen.
    Ostfriesland
  • An einem vorgeworfenen Bissen ist noch niemand erstickt.
    i] In Bezug auf vorgeworfene Wohltaten.
  • An einem wahren Porträt muß man erkennen, welchen Maler es vorstellt.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Kunst
  • An einem Weib und einer Mühl ist jmmer zu bessern und zu flicken.
  • An einem Weibe kann sich der Mann keine Ehre erschlagen.
    nl] Men kan geene eer aan een wijf slaan.
  • An einem Weibe, einer Mühle und einem alten Hause ist immer etwas zu verbessern.
  • An einem weichen Ei kann man neun oder achtzehen Schanden begehen.
    zit] Das alt sprichwort sach: neun schand man ob eyen Ay entpfach.
    zit] Man sagt im Sprichwort, dass neun schanden an einem weichen Ey zu begehen seyen ... . Da sich einer beschmieret, mehr als einen Streich auffs Ey thut, vom Brodt beisset, die Schale zubricht, oder aus dem Ey trincket, zweimal saltzet, und was dess Dinges der Höflichkeit mehr ist.
    zit] Dass er fürhin nicht Brodt und Bisslein schneid, das Ey nicht am rechten Ort auffschläget, vmbrühret, reyn aussisset, nit recht wider die schalen vor sich legt.
  • An einem weißen Kleide sieht man die Flecken zuerst (o. am leichtesten).
    nl] Het witste kleed is 't eerst besmet.
  • An einem Wolf bricht man keine Wildbahn.
    Rechtssprichwort
    i] Wer einen Wolf schießt, der wird nicht als Jagdfrevler bestraft.
  • An einem Wort liegt alles.
    Ein eintzigs Wort hilfft mir: schreibts GOtt mir einmal Ein /
    So werd' ich stätts ein Lamb mit Gott gezeichnet seyn.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Andertes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 37
  • An einem wüsten Kessel kann man sich nicht sauber machen (weiß reiben).
    i] Wüsten von Wust = Unflat.
  • An einem zerrissenen Sacke und einer alten Scheune hat man immer zu flicken.
    nl] Een versleten zak en een oude schoen behoeven veel gelapt te worden.
  • An einem zum Ritter und Meister werden wollen.
    zit] An einem zum Ritter werden.
  • An einem Zwerge die Größe des Riesen messen.
  • An einen (keinen) Stock kommen.
    zit] Heirate die P., du gehst mit ihr an kan Stock an, d.h. du machst mit ihr eine gute Partie.
  • An einen dampfenden Topf wagt sich keine Fliege.
    es] A olla que hierve, ninguna mosca se atreve.
  • An einen faulen Pfahl kann man sich nicht halten (lehnen).
    nl] Men kan zich aan geen' vuilen paal doen wrijven.
  • An einen geschickten Spieler gewöhnen sich gute Karten.
  • An einen groben Sack gehört ein grobes Bändel.
    la] Malo nodo malus quaerendus est cuneus.
  • An einen gütigen Menschen wird man sich stets gern erinnern.
  • An einen hohen Baum kann der Wind leicht heran.
  • An einen nassen Sack kann man sich nicht trocknen.
  • An einen Platz gebunden sein.
    nl] Aan eene plaats gebonden zijn.
  • An einen sauern Apfelbaum gebunden sein.
    i] An einen widerwärtigen Mann verheiratet sein.
    en] To be tied to the sour apple-tree.
    it] Se ha mangiato le candele, ora coga gli stoppini.
  • An einen solchen Fuß gehört kein anderer Schuh.
  • An einen Tag hast du einen Freund gesehen, am andern Tag einen Bruder.
  • An einer anderen Aychen (Eiche) anklopfen müssen.
    zit] Denn wan sie - jre Gugel nicht hette ausgezogen, und Gukkutzer worden wären, so müsste N. an einer anderen Aychen anklopfen.
  • An einer Arzneidosis für alle gehen auch die Kranken zugrunde.
  • An einer bösen Schuld soll man geschnitten Stroh an Bezahlung nehmen.
  • An einer Frau und an einer Mühle gibt's immer was zu basseln und zu flicken.
    ndt] An 're junge Frau und e Mühle gits immer z' verbessern. Aargau
    en] He that has wife and children, wants no business.
    fr] A une femme et à une vieille maison, il y a toujours à refaire.
    fr] Il n'y a femme, cheval ou vache qui n'ait toujours quelque tache.
    it] Al mulino ed alla sposa manca sempre qualche cosa.
    nl] Die een oud huis heeft en eene jonge vrouw, heeft werk genoeg.
    nl] Een jonge vrouw en molenrad, daaran ontbreekt gemeenlijk wat.
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