DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Amsterdam ist die Perle aller Städte.
    i] Als solche galt es früher, wie als Sitz und Sammelplatz des Reichtums).
  • Amsterdam, du grote Stadt, büst gebaut up Palen, wenn du nun ins umme fallst, wel sall dat bitalen.
    i] Nicht allein in Amsterdam, sondern in ganz Holland ruhen beinahe alle Häuser auf Rosten. An und für sich ist indes die Befürchtung des Umfallens eine kindische Vorstellung. Dennoch gab im vorvorigen Jahrhundert eine Erscheinung einigen Grund zu dieser Befürchtung. Um das Jahr 1730 fanden sich nämlich plötzlich Würmer ein, wahrscheinlich mit Schiffen aus Indien gekommen, welche in kurzer Zeit die Wände der Schiffe und die Pfähle an den Dämmen durchbohrten und unbrauchbar machten. Die Besorgnis war groß, da man kein Vertilgungsmittel kannte. Man fürchtete, sie würden die Pfähle angreifen, worauf Amsterdam ruht. Sie verloren sich indes nach einigen Jahren infolge eines strengen Winters wieder.
  • Amsterdam, haaste Geld, ik hewwe Waare, sagte de Besenbinner.
    Westfalen
  • Amsterdamer Ränder (Giljones).
    Jüdisch-deutsch, Warschau
    Es ist hier der Bücherrand gemeint. Die Amsterdamer Ausgaben des Talmud sind von den Juden ihrer schönen Ausstattung und breiten Ränder wegen sehr gesucht und gut bezahlt. Es wird daher mit diesem Ausdruck ein Mensch (oder eine Sache) bezeichnet, dessen (deren) innerer Gehalt hinter seiner (ihrer) schönen äußern Form zurücksteht.
  • Amsterdamken, as ik dir noch ênmol so guamm, sullt du nêt völ behollen, sä de Feling, do harr he de 30 Gülden mitbrocht.
    i] Der Westfälinger war auf seinem Hausierhandel bis Amsterdam gekommen, wo er für 30 Gulden seine Ware abgesetzt hatte, er fürchtete, wenn er noch einmal so viel Ware hinbringe, dass die Zahlungsmittel der Stadt erschöpft werden würden.
  • Amt adelt niemand.
    Rechtssprichwort
    i] Nicht der Amtsbesitz führt zum Adel, sondern der Adel besitzt die Ämter. Die Rechte und Ämter, die der Adel besaß, erwarben sie durch den Geburtsstand, es waren Folgen, nicht Ursachen des Adels.
  • Amt bringt Ehre, aber die Tugend nicht immer Amt.
    dk] Som ved amt erlangen ere, sau bör amt erlanges ved dyd.
  • Amt bringt Käppchen.
  • Amt bringt Samt.
  • Amt gibt Kappen(, sind's nicht Kappen, so sind's doch Lappen).
    i] Der Ursprung dieses Sprichworts fällt nach den Berichten Grunar's in seiner 'Preussischen Chronik' in die Zeit des Hochmeisters Heinrich von Richtenberg, der von 1470-77, obwohl in großer Armut, regierte, da Preußen sich nach dem verderblichen dreizehnjährigen Kreige noch nicht erholt hatte. Diese Dürftigkeit drückte auch die Ordensbrüder, und oft war nicht einmal so viel Geld in der Kasse, dass ihnen die nötigen Kleider angeschafft werden konnten. Einer darunter, Matthias von Beybelen, bat den Hochmeister zu wiederholten malen um ein neues Kleid, zeigte ihm die zerrissenen Lappen, erhielt aber immer schlechten Trost. Auf fortgesetztes anhaltendes Bitten gab ihm endlich der Hochmeister das Amt, die Zinskäse von den Schäfern einzunehmen, wobei er bald so viel erwarb, dass er sich ein neues Kleid anschaffen konnte. Als sich nun viele über die schleunige Verbesserung seiner Umstände wunderten und ihn darum befragten, pflegte er zu antwowrten: Amt gibt Kappen. Diese Antwort wurde zum Sprichwort, auch außerhalb Preussens, und wird gebraucht von denen, welche bei geringer Besoldung sich Nebenzugänge zu verschaffen wissen)
  • Amt hat Würde, aber die Würde nicht stets das Amt.
    dk] Som ambt besidder vaerdighed, burde vaerdighed besidder ambt.
  • Amt lehrt den Mann.
  • Amt macht verdammt.
    i] Wenn es schlecht verwaltet wird.
  • Amt ohne Sold ist ein Schlüssel zu der Untertanen Gold.
  • Amt ohne Sold macht Diebe.
    dk] Bestilling uden lön giver tyve.
  • Amt ohne Verstand gilt wenig im Land.
    la] Est decor obtusus cui nullus competit vsus.
    se] Lithin makth aer vm then hedher aenghin dygdh fölgher.
  • Amt und Können sind nicht zur Last.
    ee] Ammet ja oskus pole kuormaks.
  • Amt und Person soll man unterscheiden wohl.
  • Amt und Werk zeigen an, was der Mann kann.
    fr] L'office et la somme, monstreront quel soit l'homme.
  • Amt und Würde gibt eine scheinbare Überlegenheit, welche selten von der persönlichen begleitet wird: Denn das Schicksal pflegt sich an der Höhe des Amtes durch die Geringfügigkeit der Verdienste zu rächen.
    Baltasar Gracián (1601-1658), Handorakel und Kunst der Weltklugheit
  • Amt wird keinem zur Eh' gegeben, drum soll man's brauchen, weil man's hat.
  • Ämtchen bringen Käppchen,
    Ämtchen bringen Läppchen,
    Reißen oft die Kappen
    Und das Kleid in Lappen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Zahme Xenien VIII
  • Ämtchen bringt Käppchen.
    i] Mönche tragen Kapuzen, Bischöfe Mützen, Äbte 'Käppchen', Kardinäle Hüte, der Papst eine dreifache Krone. Jedes kleine Amt wirft Vorteile ab.
    ndt] Alle Ämter gevt Kappen.
    ndt] Empter geben Kappen.
    nl] Het ambt geeft kappen.
    fr] Il n'y a point d'emploi sans bénéfice.
    fr] On ne peut manier le beurre, qu'on ne s'engraisse les doigts.
    la] Quodlibet officium lucri pinguedine crassum.
  • Ämter geben Töpfe, aber keine Köpfe.
    fr] Point de bénéfice sans charges.
  • Ämter geben Würde und Bürde.
    Rechtssprichwort
    i] D. h. Rechte und Pflichten.
    la] Capere (o. Tradere) provinciam. Plato
  • Ämter kommen oben, die Eheleute werden unten zusammengeschoben.
    nl] Brui loften en officiën worden van den hemel toegeschikt.
  • Ämter machen wohl dicke Bäuche, aber keine vollen Köpfe.
  • Ämter sind Brunnen.
    dk] Bestilling erne (em beder) ere guds, dog personnerne ere tis dievelens.
  • Ämter sind Gottes, die Amtleute des Teufels.
  • Ämter soll man scheiden von der Person.
    Martin Luther, Tischreden
  • Ämter und Ehren stehen ihm an, wie dem Ochsen ein Sattel und dem Esel eine Bischofsmütze.
  • Ämter und Posten hängen nicht am Baum, aber am Schiebkarren (= Gönner).
    nl] Ambten en posten hangen niet ann den boom, maar wel aan den kruiwagen.
  • Ämter und Zünfte müssen so rein sein, als wenn sie von den Tauben gelesen wären.
    i] Wer in eine Zunft oder Gilde aufgenommen zu werden verlangt, darf nicht in Ansehung seiner Geburt, noch seines Lebenswandels beurteilt werden. Den Gedanken: Wer zu einem Amte gekommen ist, muss es nach Ehre und Würde desselben führen, drückten die Griechen in dem Sprichwort aus: Wer nach Sparta gekommen ist, schmückt es!
    la] Spartam nactus est, hanc orna.
  • Ämter wären schon gut, wenn nur die Rechenschaft (o. das Rechnungslegen, Rechnungtun) nicht wäre.
  • Ämter, die besten, darben, tragen Stroh statt Garben.
  • Ämter, wobei die darben, die sie verwalten, sind Diebesanstalten.
  • Ämterlaufbahn
    la] cursus honorum
  • Ämtle - Schlämple.
    i] Schlamp = nachlässiges Tun oder Nebengewinn.
  • Amtleute geben dem Herrn ein Ei
    Und nehmen den Untertanen (o. Bauern) zwei.
  • Amtleute haben die Schlüssel zu der Bauern Gelde.
  • Amtleute hüten wie der Fuchs die Gänschen, und richten wie der Wolf über die Schafe.
  • Amtleute kommen eher in Gefahr als ein Schiffmann.
  • Amtleute machen ein Loch auf und stopfen das andere zu.
  • Amtleute müssen klug sein.
  • Amtleute müssen manche Pille verschlucken.
  • Amtleute nehmen die Leilaken (Inletten) von einem Bette und decken sie aufs andere.
  • Amtleute nehmen von den Füßen und decken (schmücken) damit den Kopf.
  • Amtleute nehmen von einem Altar und schmücken damit den anderen.
  • Amtleute schneiden das beste Stück vom Tuch, Gott geb', dass dem Herrn zu einem Rock übrig bleibt.
  • Amtleute sollen die Bauern hegen und nicht fegen,
    Sich ihrer erbarmen und sie nicht verarmen,
    In Not erfreuen, nicht mit Strafe bedräuen,
    Ihre Arbeit ehren und nicht beschweren.
  • Amtleute und Pfleger,
    Förster und Häger,
    Schaffner und Jäger,
    Schösser und Prokurator,
    Verwalter und Kurator
    haben nicht großen Lohn,
    werden gleichwohl reich davon.
    var] Amptleut und Pfleger, Förster und Heger, Kastner und Schösser, bawen Häusser und Schlösser, haben kleinen lohn, werden reich davon. Nun zeug mir an, wie das sein kann. Ihr griff, die weiss nicht iederman; sie schreiben ein X vor ein U, so kommen sie mit der Rechnung zu.
  • Amtleute und Schösser bauen schöne Schlösser.
    zit] Amtleute und Schösser (Zoll- und Steuerheber) bauen große Häuser und Schlösser, und kriegen doch wenig Sold, sind nicht treu noch hold, die Rechnung kann nicht fehlen, die Diebe müssen stehlen. Preußischer Hausfreund, Berlin 1810
  • Amtmann - verdammt man.
  • Amtmann Bär
    Schickt mich her,
    Ich sollte holen
    Zwei Pistolen,
    Eine für dich
    Und eine für mich,
    Ich bin ab
    Und du noch nicht.
    Abzählvers
  • Amtmänner kommen schwer in den Himmel.
    zit] Der Teufel war einst in einer Spielgesellschaft, da bekam er Nachricht, dass nächsten Tag ein Amtmann begraben werde.
  • Amtscheller Brobäller
    scheißt ouf da Däller!
  • Amtseid wird manchem leid.
  • Amtsmiene: Gesichtsrobe.
  • Amtsschimmel.
  • Amtssessel
    la] sella curulis
  • Amu Antonon, sed gardu vian monon.
  • Amu domon novan kaj amikon malnovan.
  • Amu edzinon plej kore, sed tenu ?in bonmore.
  • Amu min, amu mian hundon.
  • Amul hot a Meisel a Heisel.
    Jüdisch-deutsch, Brody
    i] Manchmal hat ein Mäuslein ein Häuslein.
    Wenn sich jemand auf unbedeutende Dinge viel einbildet. In Warschau auch, um ein gewisses Siegesgefühl darüber auszudrücken, dass man endlich in den Besitz einer Sache gelangt ist, die man lebhaft gewünscht hat; so wie etwa die Maus stolz auf ihr Loch ist, das zu ihrer Wohnung führt.
  • Amuo de namorados.
  • Amuri e signuria nun vonnu cumpagnia.
  • Amuse le chien avec un os, et la femme avec un mensonge.
  • Amuser la galerie.
  • Amuser le tapis.
  • Amüsiere dich, denn es gibt nichts in der Welt, dass wir unser Eigen nennen können.
  • Amvundon, kiu ĝin faras, tiu ĝin sanigas.
  • Amy de bouche qui coeur ne touche vaut autant aveugle que louche.
  • Amy de gulosité, enemy de santé.
  • Amy de lopin et de tasse de vin, tenir ne doibs pour bon voisin.
  • Amy de plusieurs, Amy de nulluy.
  • Amy de table est variable.
  • Amy de tous, amy de nul.
  • Amy feal vaut mieux qu'argent ny or, qui conque le trouve a trouvé grand trésor.
  • Amy pour aultre veille
  • Amyris insanit.
    de] Amyris ist verrückt (geworden)
  • Amyris ist wahnsinnig.
    i] Dies altgriechische Sprichwort wurde gebraucht, wenn einer allein eine Gefahr voraussah und sich deshalb bei Zeiten in Acht nahm, andere ihn aber deswegen zum Narren hielten, bis sie endlich ihren Schaden einsahen, dass sie Narren gewesen. - Amyris, ein Sybarite, war von seinen Landsleuten nach Delphis geschickt worden, um das Orakel zu fragen, wie lange sie sich ihres glücklichen Zustandes zu erfreuen haben würden, worauf er die Antwort erhielt: so lange, bis sie würden anfangen die Menschen mehr als die Götter zu ehren. Als Amyris glaubte, dass ein solcher Fall eingetreten sei, packte er seine Sachen zusammen und zog fort, die Sybariten nannten ihn wahnsinng, mussten aber erfahren, dass ihn ein richtiger Blick dem Unglück zu rechter Zeit entzogen habe.
  • Amys leaux et vieux, fait bons en chaque lieux.
  • Amys sont bons en toute place qui n'en a (s'il est sage) s'en face.
  • An 'n groten As gehört 'ne grote Bückse.
    Iserlohn
    i] An einen großen Arsch gehört eine große Hose.
  • An 'n irsten April schickt man de Narren wohen man will, un de Kinner nach de Apteik, dat sei Müggenfett, Puckelblau oder Krewtblaut halen.
  • An 'n Mund vull Aeten sitt väl Ehre.
    Bremen
  • An (seidenem) Faden hängen
    la] pendere filo
  • An abstraction is one thing that represents several real things equally well.
    Edsger W. Dijkstra
  • An abundance of goods does no harm.
  • An accident waiting to happen.
  • An ace/a person's ace in the hole.
  • An Aegidius man säen muss.
    Masuren
    pl] Jelzi, si ac wygelziij.
  • An affectionate calf sucks two mothers.
  • An Agathe (10. 1.) Sonnenschein bringt viel Korn und Wein.
  • An agreeable manner may set off handsome features, but can never alter plain ones.
    Jane Austen
  • Än äht versöfn seng.
    Siebenbürgen-Sachsen
    i] In etwas ersoffen sein, tief darin stecken.
  • An Ai is an Ai, sad thi Pruwst, man hi greab doch efter at gratst.
    Föhr
    de] Ein Ei ist ein Ei, sagte der Propst, aber er griff doch nach dem größten.
    Man will damit sagen, dass Geistliche wohl die Eitelkeit und Verachtung irdischer Güter predigen, aber da, wo es Gelegenheit zum Zulangen gibt, gerade nicht blöde sind.
  • An áit a mbíonn mná bíonn caint agus an áit a mbíonn géanna bíonn callán.
    en] Where there are women there is talk, and where there are geese there is cackling.
  • An Akschen (Eigensinniger) fallt in der Blote herein.
    Jüdisch-deutsch, Warschau
    i] Blote = Polota, polnisch = Strassenkot. Das gewöhnliche Los des Eigensinnigen ist, dass er sich beschädigt, zu Nachtheil kommt, den Kürzern zieht.
  • An albatross around one's neck.
    Phrase
  • An Albertus Sonne, im Winter wenig Wonne.
  • An Albertus Sonnenschein, tritt ein harter Winter ein.
  • An Alexis send' ich dich;
    Er wird, Rose, dich nun pflegen.
    Christoph August Tiedge (1752-1841), Das Echo oder Alexis und Ida. Die Sendung der Rose (1812). Melodie von Friedrich Heinrich Himmel (1765-1814), (1814)
  • An all time high.
  • An all-time low.
  • An alle die über mich lästern: I love to entertain you!
  • An alle Himmel schreib ichs an,
    die diesen Ball umspannen:
    Nicht der Tyrann ist ein schimpflicher Mann,
    aber der Knecht des Tyrannen.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Allen Knechtschaffenen
  • An allem ist zu zweifeln.
    i] Wahlspruch von Karl Marx (1818-1883)
    la] De omnibus dubitandum.
  • An allem Mangel, und jedes Ding schwebt zwischen Tür und Angel.
    William Shakespeare (1564-1616), Richard II.
  • An allem Ort und Ende
    Soll der gesegnet sein,
    Den Arbeit seiner Hände
    Ernähret still und fein.
    Daniel Friderici (1584-1638), Ehren-Liedlein (1614), Familiengemälde
  • An allen Ecken und Enden.
  • An allen Gliedern zittern.
    i] Von sehr Furchtsamen.
  • An allen Instrumenten sind die Männer begabt, nur das Instrument der Treue bereitet ihnen Schwierigkeiten.
  • An allen Körpern, die wir lebendig nennen, bemerken wir die Kraft, ihresgleichen hervorzubringen. Wenn wir diese Kraft geteilt gewahr werden, bezeichnen wir sie unter dem Namen der beiden Geschlechter. Diese Kraft ist diejenige, welche alle lebendigen Körper miteinander gemein haben, da sonst ihre Art zu sein sehr verschieden ist.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Aphorismen und Fragmente - Urphänomen
  • An allen Naturwesen, die wir gewahr werden, bemerken wir zuerst, dass sie einen Bezug auf sich selbst haben.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften I,4
  • An allen orten dieser welt wirdt Gottes macht uns fürgestellt.
    la] Omnis in orbe locus, fert Deitatis opus.
  • An allen Orten ist gut leben.
  • An allen Orten, wo gespielt wird, finden sich Spielprofessoren, Leute, die sich in einigen Dutzend Karrieren den Hals gebrochen haben und jetzt dem Neuling mit ihrer Schicksalskenntnis zu Hilfe kommen.
    Multatuli, Millionen-Studien
  • An allen Türen anbossen.
  • An Allerheiligen (1. 11.) feucht,
    Da wird der Winter nicht leicht.
  • An Allerheiligen (1. 11.) geh' in den Wald,
    nimm von der Birke einen Span,
    und da siehst du es ihm gleich an,
    ob der Winter warm ist oder kalt:
    Ist der Span trucken,
    wird ein warmer Winter anrucken,
    aber ist er naß genommen,
    wird ein kalter Winter kommen.
  • An Allerheiligen (1. 11.) sitzt der Winter auf den Zweigen.
  • An Allerheiligen (1. 11.) Sonnenschein,
    Da tritt ein übler Nachsommer ein.
  • An Allerheiligen (1. 11.) Sonnenschein,
    Dann tritt noch Nachsommer ein;
    Doch ein später Altweibersommer tut nicht gut
    Und steht er auch in aller Heiligen Hut.
  • An alles kommt ein Ende außer an Frauenarbeit und und Qual in der Hölle.
  • An alles leget die Natur die leise,
    Doch unabwehrbar starke Hand; sie legt sie
    An eines Kindes liebliches Gebild,
    Wie an die Rosenknospe, und sie schafft
    Sie beide voll und reif zu Mann und Rose,
    So dass du Kind und Knospe nicht mehr kennst!
    Leopold Schefer (1784-1862), Laienbrevier
  • An Allmende graben, die da frieden.
    Rechtssprichwort
    i] Das Privateigentum musste von der Allmende nicht bloß durch einen Zaun, sondern auch durch einen neben dem Zaun gezogenen Graben geschieden sein, den der Privatbesitzer ziehen musste. Frieden - die Grenzen so klar stellen, dass kein Streit zwischen Nachbarn entstehen kann.
  • An alta Hahn und an alta Mann sind um fünf Kreuzer gnue.
    Oberösterreich
    i] Teuer genug bezahlt.
  • An alte Drênl.
    i] Von drehen (kreisen). Eine alte Weibsperson, welche viele Jahre in einem Hause sich geschäftig umherbewegt hat.
  • An alte Hiebe muss man nicht denken.
    i] Alte Hiebe schmerzen aufs neue, wenn man ihrer gedenkt.
  • An alte Scherben sein.
    Oberösterreich
    i] So werden wohl alle gebrechliche Leute in Oberösterreich genannt.
  • An alte' Schuh is alsfort zu flicke'!
    Jüdisch
  • An altem Kessel beschmeisst man sich gern.
  • An altem Kuhfleisch ist viel Kochens.
  • An altem Kuhfleisch kocht man lange (ist lange Kochens).
    i] In schwierigen, verwickelten Angelegenheiten ist lange zu beratschlagen.
  • An alten Flinten, die nicht schießen, fehlt es nicht.
  • An alten häfen (Kesseln) und schälcken ist alls waschen verlorn.
  • An alten Häfen ist alles waschen, purgieren oder arzneien verloren.
  • An alten Häfen und Schälken ist das Waschen verloren.
  • An alten Häusern und alten Weibern ist stets was zu flicken.
  • An alten Hunden ist Chrisam und Tauff verloren.
  • An alten kesseln beromet man sich gern.
  • An alten Kesseln macht man sich rußig.
  • An alten Kesseln ramigt man sich.
  • An alten Kesseln reiben ist keine hohe Kunst und heißt Ramfangen.
  • An alten Schuhen gibt's dauernd was zu flicken.
  • An alten Stiefeln mag der Hund sich abkiefeln.
  • An alten Stiefeln schmiert man sich müde.
  • An alten Töpfen und schälken ist alles waschen verloren.
  • An alten Wölfen und bösen Menschen ist Hopfen und Malz verloren.
  • An Alter bricht, ün a Jünger baut, is noch nit gleich.
    Jüdisch-deutsch, Warschau
    i] Dies den Rabbinern entlehnte Sprichwort preist die Vorzüge des Alters der Jugend gegenüber. Es behauptet, das Einreißen des erfahrenen Alters sei nützlicher als das Aufbauen der leichtsinnigen Jugend.
  • An alter Ochs is aa amal a Kaibl gwesn.
  • An alter oder ungewisser schuld nimmt man haberstroh.
  • An Amalie (10. 1.) Sonnenschein,
    Bringt viel Korn und Weizen ein.
  • An ambassador beareth no blame.
  • An amen clerk.
  • An American will go to hell for a bag of coffee.
  • An an Stich anhäng'n.
    i] Ihm eine beißende Rede geben. Wenn diese gar zu verständlich oder persönlich war, nannte man sie Messnerstich.
  • An anbrennts Scheitl brennt besser als an anders.
  • An anderen enden ist auch gut brodt essen.
  • An anderen enden sind auch leut.
  • An anderen Orten gehen die Hunde auch barfuß.
  • An anderer leute kindern und an frembden hunden hat man das Brot verloren.
    var] An ander Lüte Kinder und a frönde Hünd het me's Brot verlore.
    Schweiz
    i] Der Hund läuft davon, oder man muss ihn seinem Herrn unentgeltlich wiedergeben. Wird auch auf den Fall angewandt, wenn jemand auf fremden Acker rechtswidrig gebaut hat und dadurch der Ernte verlustig geht.
    nl] Aan vreemde lieden kinderen en vreemde honden is somtijds de kost verloren.
    la] Qui canem alit exterum, huic praeter lorum nil fit reliquum.
    nl] Qui canem alit peregrinum, huic nil reliqui fit, praeter linum.
    se] Fåfäng kost på annars barn och hundar.
  • An andern enden ist auch gut brodt essen.
  • An andern enden sind auch leut.
  • An andern Leuten zum Ritter werden wollen.
  • An andern Orten ist auch gut Brot essen.
  • An andern sieht man das kleinste Läuschen, an sich keine Hundslaus.
  • An andern sieht man's kleinste Läuschen, an sich keine Hundslaus.
  • An andrer Leute Kindern und fremden Hunden hat man das Brot verloren.
  • An angry bull has short horns.
  • An angry man has nothing but accusations to utter.
  • An angry man heeds no counsel.
  • An angry man is not fit to pray.
  • An angry man suffers temporary insanity.
  • An angry person is seldom reasonable; a reasonable person is seldom angry..
  • An angry word is like striking with a knife.
  • An animal, throw him some raw meat.
  • An Annas Tage (26. 7.) kühl und trocken,
    Da kann der Bauer stets frohlocken.
  • An anne's Oast (ein anderer Ort), an andere Mensch.
    Tirol
  • An anneri Mutter hat a (auch) a liabes Kind.
    Franken
    i] Damit tröstet sich, wer einen Korb erhalten hat.
  • An annrer Bauch, an annrer Brauch.
    Franken
    i] Auf schwangere Frauenspersonen angewandt.
  • An Anschlägen geht oft viel ein wie an rohem Tuche.
    dk] Paa anslag gaaer meget ind, ligesom klæde og gammelt kiød.
  • An Anschlägen verliert man am meisten (o. am wenigsten).
  • An ant can do more than an ox that is lying down.
  • An ant guarding a mango
  • An ant hole may collapse an embankment.
  • An ant is over six feet tall when measured by its own foot-rule.
  • An ant may work its heart out, but it can't make money.
  • An ant on the move does more than a dozing ox.
  • An ant watching over a bunch of mangoes
  • An ant's nest could bring down a hill.
  • An ape 's an ape, a varlet 's a varlet, tho' they be clad in silk or scarlet.
  • An Ape is an Ape, a varlet's a varlet,
    Though they be clad in silk or scarlet.
  • An ape is an ape, though dressed in a cape.
  • An ape is never merry when his clog is at his heels.
  • An ape is still an spe even though he wears insignia of gold.
  • An ape's an ape, a varlet's a varlet, though they be clad in silk or scarlet.
  • An ape's an ape, though he wear a gold ring.
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