DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Aber es ist schwierig, dass einer, der durch Gaben des Geistes ausgezeichnet ist, sich nicht überheben soll.
    Martin Luther (1483-1546), Tischreden
  • Aber es ist unnütz, über Unmögliches nachzudenken ...
    Francesco Petrarca (1304-1374), an Francesco Nelli in Florenz
  • Aber es ist wunderbar: wie sich der Mensch an ruhige Zustände gewöhnt und in denselben verharren mag, so gibt es auch eine Gewöhnung zum Unruhigen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Kampagne in Frankreich, November 1792
  • Aber es kommt oft vor, dass tugendlose, aber von sich selbst eingenommene Menschen andern tugendhaften ihre Fehler vorwerfen, weil ihnen selbst diese Tugenden fehlen.
    Mahabharata (400 v. Chr.)
  • Aber es scheint so, dass wenn man sich des Unbegreiflichen in irgend einem Falle abtut und es nicht anerkennen will, man zur Genugtuung in eine andere unbegreifliche Vorstellungsart verfällt ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Riemer, 24.7.1809
  • Aber fleischlich gesinnet sein, ist der Tod.
    Römer 8,6
  • Aber fordert nicht die Vernunft, daß Jeder sein eigener Gesetzgeber sei? Nur seinen eigenen Gesetzen soll der Mensch gehorchen.
    Novalis, Aphorismen, III. Politische Aphorismen
  • Aber Frauen, die Teil einer Urfrau sind, kehren sich gar nicht an die Männer; die Tribaden entstehen aus diesem Geschlecht.
    Platon (428-347 v. Chr.), Das Gastmahl
  • Aber freilich tausend und tausend Gedanken steigen in mir auf und ab. Meine Seele ist wie ein ewiges Feuerwerk ohne Rast.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Charlotte v.Stein, 30.6.1780
  • Aber freilich wird durch theatralische Erfahrungen Glauben, Liebe und Hoffnung nicht vermehrt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Schiller, 28.4.1801
  • Aber freilich, um eine große Persönlichkeit zu empfinden und zu ehren, muss man auch wiederum selber etwas sein. Alle, die dem Euripides das Erhabene abgesprochen, waren arme Heringe und einer solchen Erhebung nicht fähig, oder sie waren unverschämte Scharlatane, die durch Anmaßlichkeit in den Augen einer schwachen Welt mehr aus sich machen wollten, [ ... ], als sie waren.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 13.2.1831
  • Aber freilich, wenn wir Deutschen nicht aus dem engen Kreise unserer eigenen Umgebung hinausblicken, so kommen wir gar zu leicht in diesen pedantischen Dünkel. Ich sehe mich daher gern bei fremden Nationen um und rate jedem, es auch seinerseits zu tun.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 31.1.1827
  • Aber freilich, wie viele bemühen sich der Früchte wegen um ihre Bäume, um den allerertragreichsten Besitz, dagegen, um die Freundschaft bekümmern sich die meisten nur lässig und ohne Lust.
    Xenophon (426-355 v. Chr.), Erinnerungen an Sokrates (469-399 v. Chr.)
  • Aber freue dich nur mit mir. Es ist so traurig, sich allein zu freuen.
    Gotthold Ephraim Lessing, Minna von Barnhelm
  • Aber für manchen ist es ja so schwer, stets lustig und guter Dinge zu sein. Glücklich, wer es ist!
    Georg Ludwig Weerth (1822-1856), an die Mutter, 22. 11. 1844
  • Aber für Museen bin ich selten nur in Stimmung; denn es sind Konservenbüchsen; ihre Schönheit schmeckt nach Blech.
    Otto Julius Bierbaum, Blätter aus Fiesole
  • Aber fürchte die Schuld und mehr noch den Hochmut,
    Der wie berauschender Wein rasch dir die Sinne verwirrt.
    Emanuel Geibel (1815-1884), Buch der Betrachtungen: Gnomen
  • Aber ganz abscheulich ists, auf dem Wege der Liebe
    Schlangen zu fürchten und Gift unter den Rosen der Lust,
    Wenn im schönsten Moment der hin sich gebenden Freude
    Deinem sinkenden Haupt lispelnde Sorge sich naht.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Römische Elegien XVIII
  • Aber gehen Sie einmal in unsere großen Städte, und es wird Ihnen anders zumute werden. Halten Sie einmal einen Umgang an der Seite eines zweiten hinkenden Teufels oder eines Arztes von ausgedehnter Praxis, und er wird Ihnen Geschichten zuflüstern, dass Sie über das Elend erschrecken und über die Gebrechen erstaunen, von denen die menschliche Natur heimgesucht ist und an denen die Gesellschaft leidet.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 12.3.1828
  • Aber gehorchet auch ihr! Denn Rat zu hören ist besser.
    Homer (8. Jh. v. Chr.), Ilias, I, 272
  • Aber gewisse Dinge will ich lieber schlecht, nach andrer Willen, machen; als allein nach meinem, gut.
    Gotthold Ephraim Lessing, Nathan der Weise
  • Aber gib doch nur acht!' bat ihn Agathe. 'Bin ich die zeitgemäße, wirtschaftlich oder geistig irgendwie tätige Frau? Nein. Bin ich die verliebte Frau? Auch nicht. Bin ich die gute, ausgleichende, vereinfachende, nestbildende Gefährtin und Mutter? Schon gar nicht. Was bleibt da noch übrig? Wozu bin ich also auf der Welt? Die Geselligkeit, in der wir uns bewegen, das muß ich dir doch gleich sagen, ist mir im Grunde völlig gleichgültig. Und ich glaube beinahe, was es an Musik, Dichtung und Kunst gibt, das gebildete Kreise entzückt, könnte ich auch ganz gut entbehren.
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Aber Glück hat auf die Dauer doch zumeist wohl nur der Tüchtige.
    Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke (1800-1891), Über Strategie (1871)
  • Aber glücklicherweise kann man sich auch in jedem Stande sittlich bearbeiten und bilden.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Sabine Wolff, 1.9.1803
  • Aber Gott fügt es, wie er es für gut findet, und uns armen Sterblichen bleibt weiter nichts, als zu tragen und uns empor zu halten, so gut und so lange es gehen will.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 15.6.1828
  • Aber Götter sollten nicht
    Mit Menschen wie mit ihresgleichen wandeln:
    Das sterbliche Geschlecht ist viel zu schwach,
    In ungewohnter Höhe nicht zu schwindeln.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Iphigenie A I Sz 3
    Iphigenie Vs 315f
  • Aber gottgesandte Wechselwinde treiben
    Seitwärts ihn der vorgesteckten Fahrt ab,
    Und er scheint sich ihnen hinzugeben,
    Strebet leise sie zu überlisten,
    Treu dem Zweck auch auf dem schiefen Wege.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Seefahrt
  • Aber hat Natur uns viel entzogen,
    War die Kunst uns freundlich doch gewogen,
    Unser Herz erwarmt an ihrem Licht.
    Friedrich Schiller, An die Freunde
  • Aber herrlicher war die Zeit, in der uns das Höchste,
    Was der Mensch sich denkt, als nah und erreichbar gezeigt ward.
    Da war jedem die Zunge gelöst, es sprachen die Greise,
    Männer und Jünglinge laut voll hohen Sinns und Gefühles.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Hermann und Dorothea 6. Gesang Vs 36f.
  • Aber hier wie überhaupt,
    Kommt es anders als man glaubt.
    Wilhelm Busch (1832-1908), Plisch und Plum
  • Aber hier, wie überhaupt, kommt es anders, als man glaubt.
    Wilhelm Busch, Plisch und Plum
  • Aber höhere, geistigere Naturen fühlen es, dass mit der Verlobung noch nichts andres erreicht sei als die Gelegenheit für die Liebe, der Anfang, und dass die Liebe nur in unermüdlicher Tätigkeit, in gegenseitigem Werben Seele um Seele bestehen könne ...
    Theodor Storm (1817-1888), an Constanze Esmarch, 8. 5. 1846
  • Aber Hülfe schafft euch tätig wirkend
    Selber, und vertilget alle Spuren
    Meines Fußes, der gewaltig auftrat.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Vorspiel zu Eröffnung des Weimarischen Theaters (Majestät)
  • Aber ich besorge, ich werde zuletzt den ahl bey dem schwantze nicht halten, so ringet und dringet er sich zu drehen.
    Martin Luther (1483-1546)
  • Aber ich bin gewiss, dass gute, stille, leidende Menschen weit lieber im stillen Wohltaten annehmen, als sie hier mit prahlerischer Publizität zu empfangen.
    Heinrich von Kleist (1777-1811), an Wilhelmine von Zenge, 13. 9. 1800
  • Aber ich glaube, dass die Armen die Reichen hassen und dass die Reichen vor den Armen Angst haben.
    Gustave Flaubert (1821-1880), an George Sand, 1871
  • Aber ich klage die ganze sich 'zivilisiert' nennende Menschheit an, dass sie trotz aller Religionen und trotz einer achttausendjährigen Weltgeschichte noch heutigen Tages nicht wissen will, dass dieses 'Zivilisieren' nichts anderes als ein 'Terrorisieren' ist!
    Karl May, Und Friede auf Erden!
  • Aber ich meine doch zu sehen, zu hören, mich zu erwärmen; dies kann nicht falsch sein.
    René Descartes, Untersuchungen über die Grundlagen der Philosophie
  • Aber ich schreibe nicht, um dem elterlichen Egoismus zu schmeicheln, um Kauderwelsch und Unsinn nachzubeten oder Humbug zu unterstützen, - ich erzähle nur die Wahrheit.
    Charlotte Brontë, Jane Eyre
  • Aber ich suchte auch den ganzen Stand [Schauspieler] in der äußeren Achtung zu heben, indem ich die besten und hoffnungsvollsten in meine Kreise zog und dadurch der Welt zeigte, dass ich sie eines geselligen Verkehrs mit mir wert achtete [ ... ]. Schiller verfuhr in demselbigen Sinne wie ich. Er verkehrte mit Schauspielern und Schauspielerinnen sehr viel. Er war gleich mir bei allen Proben gegenwärtig, und nach jeder gelungenen Vorstellung von einem seiner Stücke pflegte er sie zu sich einzuladen und sich mit ihnen einen guten Tag zu machen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 22.3.1825
  • Aber ich werde der letzte nicht sein, den es bitter gereute,
    Frauenrat befolget zu haben.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Reineke Fucht 7. Gesang Vs 101
  • Aber ich will nächstens unter euch treten und fürchterliche Musterung halten.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Räuber II, 3
  • Aber ihr Frauen habt Unrecht, wenn ihr immer Partei macht, ihr leset gewöhnlich ein Buch, um darin Nahrung für euer Herz zu finden, einen Helden, den ihr lieben könntet! So soll man aber eigentlich nicht lesen, und es kommt gar nicht darauf an, dass euch dieser oder jener Charakter gefalle, sondern dass euch das Buch gefalle.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 3.10.1828
  • Aber ihr Männer, ihr schüttet mit eurer Kraft und Begierde auch die Liebe zugleich in den Umarmungen aus!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Aber ihr wisst nicht, dass auch Deutschland nicht mehr durch die alten Kniffe getäuscht werden kann, dass sogar die Deutschen gemerkt, wie der Nationalhaß nur ein Mittel ist, eine Nation durch die andere zu knechten ...
    Heinrich Heine (1797-1856), Französische Zustände
  • Aber im Durchschnitt bestimmt die Erkenntnis des Menschen, von welcher Art sie auch sei, sein Tun und Lassen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 542
  • Aber im gewöhnlichen Leben, das nun einmal eine Verkettung aller bedeutet, hat der Tierschutz das gleiche Recht wie alle anderen ethischen Bestrebungen, schon weil sich eine Teilethik, eine Sonderethik für nur eine Klasse von Geschöpfen mit dem Begriff der Ethik nicht vereinen lässt.
    Manfred Kyber (1880-1933), Tierschutz und Kultur
  • Aber im höhem Sinne kommt doch alles darauf an, welchen Kreis das Genie sich bezeichnet, in welchem es wirken, was es für Elemente zusammenfaßt, aus denen es bilden will.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Rameaus Neffe, Anmerkungen - Geschmack
  • Aber im Königreiche des Geizes bucht man Nichts als Schaden, solange nur das Geld heil bleibt.
    Francesco Petrarca (1304-1374), an Francesco Nelli in Avignon
  • Aber im stillen Gemach entwirft bedeutende Zirkel
    Sinnend der Weise, beschleicht forschend den schaffenden Geist.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Der Spaziergang
  • Aber in den Wissenschaften ist die absoluteste Freiheit nötig: denn da wirkt man nicht für heut und morgen, sondern für undenklich vorschreitende Zeitenreihe.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wanderjahre III,14
  • Aber in der Länge, Carlos, man wird der Weiber gar bald satt ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Clavigo A I, Clavigos Wohnung
    Clavigo
  • Aber in einem jeden Kreise bedroht den jungen Menschen der Tagesgeist, und nichts ist nötiger, als früh genug ihm die Richtung bemerklich zu machen, wohin sein Wille zu steuern hat.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 481
  • Aber in einem Übermaße von Historie hört der Mensch wieder auf, und ohne jene Hülle des Unhistorischen würde er nie angefangen haben und anzufangen wagen. Wo finden sich Taten, die der Mensch zu tun vermöchte, ohne vorher in jene Dunstschicht des Unhistorischen eingegangen zu sein?
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), Unzeitgemäße Betrachtungen
  • Aber in natürlich gut gearteten Menschen sind dem Alter Ruhe, Aufhören vom Zufall abhängiger Bestrebungen, Geduld, Freiheit von zu ängstlichen Sorgen eigen, und diese Vorzüge erhöhen und verschönern alles.
    Wilhelm von Humboldt (1767-1835), Brief an eine Freundin, 3. September 1832
  • Aber in welchem Lande könnte man sie nicht wiederholen! Die sinnliche Liebe führt immer zu dieser grausamen Wahrheit. Die große Liebe entfernt davon. Für italienische Damen braucht es zwei oder drei Jahre, bis sie bemerken, daß ein sehr schöner Bursch nichts als ein Esel ist; in Paris dagegen können zwei oder drei Jahre hingehen, bis ein geistreicher Mann, der sich schlecht anzieht und linkisch benimmt, nicht mehr für einen Dummkopf gilt.
    Stendhal, Ueber Frauenschönheit, Liebe, Ehe
  • Aber ist das Geld nicht eine ebenso sichere Methode der Behandlung menschlicher Beziehungen wie die Gewalt und erlaubt uns, auf ihre naive Anwendung zu verzichten? Es ist vergeistigte Gewalt, eine geschmeidige, hochentwickelte und schöpferische Spezialform der Gewalt. Beruht nicht das Geschäft auf List und Zwang, auf Übervorteilung und Ausnützung, nur sind diese zivilisiert, ganz in das Innere des Menschen verlegt, ja geradezu in das Aussehen seiner Freiheit gekleidet? Der Kapitalismus, als Organisation der Ichsucht nach der Rangordnung der Kräfte, sich Geld zu verschaffen, ist geradezu die größte und dabei noch humanste Ordnung, die wir zu Deiner Ehre haben ausbilden können; ein genaueres Maß trägt das menschliche Tun nicht in sich!'
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Aber ist nicht eben Schwierigkeiten zu heben das Lebensgeschäft des Staats- und Weltbürgers?
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - Vorschlag zur Einführung der deutschen Sprache in Polen
  • Aber je mehr Weide sie hatten, desto mehr fraßen sie sich satt;
    Als sie sich sattgefressen hatten, wurden sie übermütig.
    Hosea 13,6
  • Aber jede Frau kann aus einem Weisen einen Narren machen.
  • Aber jede Missgestalt des Geistes ist hässlicher als die des Leibes, weil sie einer höheren Gattung von Schönheit widerstreitet.
    Baltasar Gracián (1601-1658), Handorakel und Kunst der Weltklugheit
  • Aber jeden Augenblick, den wir frei sind von militärischer Tätigkeit, vom Krieg, müssen wir ausnutzen, um zu lernen, und zwar von Anfang an.
    Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924), IV. Kongreß der Kommunistischen Internationale
  • Aber jeder Atom der Materie ist eine ebenso unendliche Welt als das ganze Universum; im kleinsten Teil tönt das ewige Wort der göttlichen Bejahung wieder.
    Friedrich Schelling (1775-1854), Ideen zu einer Philosophie der Natur
  • Aber jeder muss seine Fehler selbst büßen!
    Petronius, Satyricon
  • Aber jedes Temperament verlangt seine eigene Behandlung: Wenn ein heißblütiger Mensch durch Langsamkeit systematisch gereizt wird, so ein stiller durch plötzliche Heftigkeit.
    Nikolai Gawrilowitsch Tschernyschewski (1828-1889), Was tun?
  • Aber jenen höhern Kunstsinn der Wollust, durch den die männliche Kraft erst zur Schönheit gebildet wird, lehrt nur die Liebe allein den Jüngling. Es ist Elektrizität des Gefühls, dabei aber im Innern ein stilles leises Rauschen, im Äußern eine gewisse klare Durchsichtigkeit ...
    Friedrich Schlegel (1772-1829), Lucinde
  • Aber jener ist auch mir wert, der ruhige Bürger,
    Der sein väterlich Erbe mit stillen Schritten umgehet
    Und die Erde besorgt, so wie es die Stunden gebieten.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Hermann und Dorothea 5. Gesang Vs 19 3
  • Aber kalt und zurückhaltend empfing sie mich, und als ich ihr einige innige Worte zuflüsterte, wandte sie mir laut lachend den Rücken zu.
    Wilhelm Hauff, Phantasien im Bremer Ratskeller
  • Aber kein Genuss ist vorübergehend: denn der Eindruck, den er zurückläßt, ist bleibend ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Lehrjahre V,10
  • Aber kein Kranker kann durch eines unempfindlichen Arztes grausames: es hat nicht viel zu sagen, mehr geängstigt werden, als ein Seelenkranker durch einen gefühllosen Freund.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an E. W. Behrisch, 2.11.1767
  • Aber kein Übel gibt es, das langes Leben nicht mit sich brächte.
    Francesco Petrarca (1304-1374), an Stefano Colonna den Alten in Rom
  • Aber komisch ist nur das Entgegengesetzte von Nichtkomisch, das ist alles.
    Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), Heretiker
  • Aber Lehr und Rede,
    Selbst ein Beispiel, wenig will es frommen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Pandora
    Prometheus Vs 1070
  • Aber Leib und Gebein ist nicht zum besten verwahret,
    Wenn die geistliche Hand der weltlichen Zügel sich anmaßt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Hermann und Dorothea 6. Gesang Vs 300f.
  • Aber leider ist selbst das kaum Vergangene für den Menschen selten belehrend ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Winckelmam und sein Jahrhundert - Vorrede
  • Aber leiten
    Zu dem ewig Guten, ewig Schönen,
    Ist der Götter Werk, die lasst gewähren.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Pandora
    Eos Vs 1085
  • Aber liebe keinen Mann in wahrem Ernst, auch zum Spaß nicht weiter, als daß du mit einem unschuldigen Erröten in Ehren wieder davon kommen kannst.
    Shakespeare, Wie es Euch gefällt
  • Aber man fährt wie eine abgeschossene Kanonenkugel über die Erde dahin, und wenn man heimkommt, soll man rings ihre Höhen und Tiefen erkundet haben.
    Adelbert von Chamisso (1781-1838), Reise um die Welt
  • Aber man gelangt gar bald auf dem Wege der Berühmtheit zur Geringachtung derselben.
    Goethe, A. G. v. Stroganoff, 1825-1830
  • Aber man kann studieren, und sich tief in den Irrtum hinein studieren.
    Gotthold Ephraim Lessing, Hamburgische Dramaturgie
  • Aber man kann unmöglich die Wut des hungrigen Magens bändigen, welcher den Menschen so vielen Kummer verursacht!
    Homer, Odyssee
  • Aber man kann zweifeln, ob es wohlgetan ist, alle Handlungen der Menschen durch eine Kette von Gesetzen fest zu umgrenzen, so dass sie eine Übertretung nicht mehr wagen.
    Johann Amos Comenius (1592-1670), Das einzig Notwendige
  • Aber man muss wissen, wo man steht und wohin die anderen wollen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 989
  • Aber man soll Böses mit Gutem vergelten.
    en] But we must do good against evil.
    William Shakespeare (1564-1616), Ende gut, alles gut II, 5
  • Aber man soll den Gegenteil hören, bevor man ihn richtet.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Reineke Fuchs 9. Gesang Vs 79
  • Aber mein Körper war wie eine Harfe, und ihre Worte und Gebärden waren wie Finger, die über die Saiten strichen.
    James Joyce (1882-1941), Arabia
  • Aber mir liegt kein Mädchen nackt genug da.
    Martial (40-102), Epigramme
  • Aber mit der Zeit wirst du alt, dann siehst du den Tod. Dann begreifst du, daß nichts - nichts - nichts - nicht Macht noch Ruhm, Reichtum, Genuß oder Schmerzlosigkeit soviel wert sind wie die einfache Fähigkeit zu atmen, wie das einfache Am-Leben-sein - bei aller Qual des Sich-erinnern-müssens und allem Leid durch den unwiederherstellbaren, vernutzten Körper; nur zu wissen, daß man am Leben ist..
    Faulkner, Eine Legende
  • Aber Motivation hat mit Wollen keine Berührung; sie lässt sich nicht nach dem Gegensatz von Zwang und Freiheit einteilen, sie ist tiefster Zwang und höchste Freiheit.
    Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften
  • Aber nach Willkür lebend seiner Lust gemäß ist der, welcher dem Sinnengenuss huldigt; und ein heiliges Leben führt der immerdar, welcher an der Überwindung seiner Sinne seine Freude hat.
    Mahabharata (400 v. Chr.), Buch 14
  • Aber nicht allein die allgemeinen Tendenzen entscheiden in dem Fortgang der Geschichte: es bedarf immer großer Persönlichkeiten, um sie zur Geltung zu bringen.
    Leopold von Ranke (1795-1886), Weltgeschichte
  • Aber nicht die Klügsten allein haben die besten Einfälle. Gute Einfälle sind Geschenke des Glückes.
    Gotthold Ephraim Lessing, Philotas
  • Aber nicht genug, dass uns die Bühne mit Schicksalen der Menschheit bekannt macht, sie lehrt uns auch gerechter gegen den Unglücklichen sein und nachsichtsvoller über ihn zu richten.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet
  • Aber nicht nur der Krieg soll Betten der Ehre aufschlagen, auch der Friede, und dieser umso mehr, da er länger dauert und also mehr Bettfähige finden und machen kann.
    Jean Paul (1763-1825), Politische Fastenpredigten
  • Aber nicht zufrieden, den Arm des Volkes zu entwaffnen, sucht man noch die heiligsten Quellen seiner Kraft durch das Laster zu vergiften. Dies ist der feinste, gefährlichste und abscheulichste Angriff auf die Freiheit.
    Georg Büchner (1813-1837), Dantons Tod
  • Aber nichts ist verloren und verschwunden,
    Was die geheimnisvoll waltenden Stunden
    In den dunkel schaffenden Schoß aufnahmen.
    Die Zeit ist eine blühende Flur,
    Ein großes Lebendiges ist die Natur,
    Und alles ist Frucht, und alles ist Samen.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Die Braut von Messina, 1999/2004 (Chor)
  • Aber niemals ist das Vaterland liebenswerter als in den Tagen der Not.
    Carl von Ossietzky (1889-1938), Das boykottierte Vaterland
  • Aber noch einen schönere Nutzen, der zugleich mit der größten Zufriedenheit verknüpft ist, danken wir dem lebendigen Umgang mit unterrichteten Menschen und der Freimütigkeit dieses Umgangs. Oft ist ein Wink, ein Wort, eine Warnung, ein Beifall, ein Widerspruch zur rechten Zeit fähig, Epoche in uns zu machen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - Rede bei Eröffnung der Freitagsgesellschaft
  • Aber noch erhabner ist es, den Menschen zu sehen im Kampf mit seinem Schicksale, wenn er es wagt einzugreifen in den Gang der Weltgeschichte, wenn er an die Erreichung seines Zwecks sein Höchstes, sein Alles. setzt.
    Georg Büchner (1813-1837), Kato von Utika
  • Aber noch gilt es ein grässliches Wagen,
    Leben und Blut in die Schanze zu schlagen!
    Theodor Körner (1791-1813), Bundeslied vor der Schlacht, 12. 5. 1813
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