386 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • φυγό-ξενος
    Fremde, Gastfreunde scheuend, ihnen abhold
  • φυγό-πολις
    die Stadt fliehend, meidend
  • φυγο-πονία
    ἡ, Arbeitsscheu, Scheu vor Anstrengung
  • φυγό-πονος
    Arbeit, Anstrengung fliehend, arbeitsscheu
  • φυγο-πτόλεμος
    den Krieg scheuend, feig
  • φύζα
    ἡ, fugio, 'biegen'; in der Bedeutung 'Schrecken', sonst in der Bedeutung 'feige Flucht'
  • φυζανικός
    u. φυζαλέος
    flüchtig, scheu
  • φυή
    ἡ, Wuchs, Leibesgestalt, äußeres Ansehen, bes. schöner Wuchs, Wohlgestalt. Übh. Schönheit; auch die ganze natürliche Anlage od. Beschaffenheit, auch geistige Anlagen; auch das reife, männliche Alter; Stamm, Geschlecht
  • φύημα
    τό, Geschwür, Gewächs
  • φύκη
    ἡ, das Weibchen des Fisches φύκης
  • φῡκήν
    ῆνος, ὁ, u. φύκης
    ὁ, ein im Meertang, im Seegrase lebender Fisch
  • φῡκίδιον
    τό, zum Essen
  • φῡκιόεις
    όεσσα, όεν, 1) voll Tang, Meergras; 2) geschminkt, gefärbt
  • φῡκιο-φόρος
    Tang, Meergras tragend
  • φῡκιο-χαίτης
    ὁ, mit Haaren wie Meertang
  • φῡκίς
    ίδος, ἡ, das Weibchen des Fisches φύκης
  • φῡκο-γείτων
    ονος, dem Meertang nahe, am Meere wohnend, lebend; Priapus
  • φῡκό-θριξ
    τριχος, mit Haaren wie Meergras, mit Meergras wie mit Haaren bewachsen
  • φῦκος
    τό, Meertang, Seegras; von βρύον nur der Größe nach verschieden. Auch die Schminke, die aus einer purpurroten Art des Meertanges bereitet wurde, mit der die Griechinnen die Wangen färbten, um ihnen die Farbe ξανϑός zu geben
  • φῡκο-φάγος
    Tang, Meergras fressend, ein Fisch
  • φῡκόω
    1) schminken, rotfärben; 2) mit Meergras ausstopfen
  • φυκτός
    dem man entfliehen kann, vermeidlich; auch = geflohen, vermieden
  • φῡκ-ώδης
    ες, tangähnlich, voll Tang, Meergras
  • φῡλάζω
    die Zünfte, Stämme abteilen, in Zünfte, Stämme abteilen
  • φυλάκεια
    ἡ, die Binde, als ein Verwahrungsmittel
  • φυλάκειον
    τό, der Ort, wo Soldaten Wache halten, Wachposten, bes. Wach- od. Wartturm, Ort mit Besatzung. Bei den Alexandrinern die mit der weiblichen Reinigung befleckten Tücher
  • φυλακή
    ἡ, 1) das Wachen, Wachestehen, Wachehalten, die Wache als Handlung; bes. die Nachtwache; Wachposten; φυλακὴν ἔχειν περί τινα, wegen jemandes Wache halten, auf der Hut sein; aber φυλακὴ ἔχει αὐτόν, das Wachhalten hält ihn beschäftigt; φυλακὰς φυλάττειν, Wache halten, Wache tun. Übertr., φυλακὴν ποιεῖσϑαι, sich in Acht nehmen, vorsichtig sein; 2) die Schildwache, die Wächter, und später auch die Leibwache. Der Ort der Wache, Wachposten, Wach- od. Wartturm. Die Zeit der letzten Nachtwache, dah. der letzte Teil der Nacht; 3) der Ort, wo man bewacht wird, Gewahrsam, Gefängnis; τὸν Ἰσϑμὸν ἐν φυλακῇ ἔχειν, den Isthmus besetzt halten; τὸν τῆς γλώσσης χαρακτῆρα ἐν φυλακῇ ἔχειν, denselben Charakter der Sprache bewahren, beibehalten
  • φυλακίζω
    ins Gefängnis werfen
  • φυλακικός
    zum Bewachen gehörig, geschickt
  • φυλακίς
    ίδος, ἡ, u. φυλάκισσα
    ἡ, Wächterin; ναῦς, Wachtschiff
  • φυλακίτης
    ὁ, der Gefangene
  • φυλακτήριον
    τό, 1) Ort, Posten, fester Platz, wo sich Wächter, Besatzungen befinden, Wachtposten, besetzter Platz. Bes. ein mit den Türmen der Stadtmauern verbundener Ort für die Wächter, ein Wachthaus; 2) ein Verwahrungs- oder Schutzmittel, ein Amulet
  • φυλακτήριος
    bewachend, beschützend, bewahrend
  • φυλάκτης
    ὁ, eine Obrigkeit in Kumä
  • φυλακτικός
    gut bewachend, beschützend, geschickt zum Bewachen, wachsam; τῶν ὄντων, das Vorhandene zu schützen geschickt; geschickt sich zu hüten, behutsam, vorsichtig
  • φύλαξ
    ακος, ὁ, Wächter, ausgestellte Wache, ein Einzelner von der Besatzung, im plur. οἱ φύλακες die Besatzung; οἱ ὄπισϑεν φύλακες, die Nachhut. Bewahrer, Behüter, Beschützer
  • φυλάξιμος
    1) zu bewachen u. zu bewahren, was man beschützen kann; 2) wovor man sich hüten kann
  • φύλαξις
    ἡ, Bewachung, Beschützung, Beobachtung
  • φῡλ-αρχέω
    ein φυλάρχης sein, sein Amt haben
  • φῡλάρχης
    ὁ, Anführer, Vorsteher einer φυλή, bes. im Kriege bei der Reiterei
  • φῡλ-αρχία
    ἡ, das Amt des φυλάρχης
  • φύλ-αρχος
    ὁ, in Rom der praefectus tribuum, tribunus
  • φυλάσσω
    intrans., wachen, nicht schlafen, Wache halten. Trans., 1) bewachen, beschützen, bewahren, von Personen, Herden u. anderen Sachen; das Haus hüten, es nicht verlassen; φυλάττειν τινὰ ἀπό τινος, einen vor einem od. vor etwas beschützen; τινὶ τιμωρίαν, einem die Rache aufsparen; φυλάττεσϑαι παρά τινι, bei etwas verwahrt, verborgen liegen; 2) beobachten, belauern; νόστον, auf die Heimkehr lauern; bes. die rechte Zeit abpassen, wahrnehmen; ἀριστοποιουμένους φυλάξας τοὺς στρατιώτας, er paßte die Zeit ab, wo die Soldaten frühstückten; 3) übh. bewachen, beobachten, aufrecht erhalten; χόλον, den Zorn bewahren, ihn nicht aufgeben; αἰδῶ καὶ φιλότητα, Ehrfurcht und Liebe bewahren; ὅρκια, Schwüre bewahren, in Ehren halten; ἔπ ος, = dem Befehl Folge leisten; οὐκ ἐφύλαξα ἀπειλὰς ὑμετέρας, ich habe eure Drohungen nicht beachtet; σιγὴν φυλάσσετε, beobachtet Stillschweigen; τοῦτο μόνον φυλάττωμεν, das allein wollen wir festhalten; sich etwas bewahren, im Geiste od. im Gedächtnisse; sich hüten, sich vorsehen, auf seiner Hut sein; πεφυλαγμένος εἶναι, vorsichtig sein; τινὰ od. τί, vor einem, vor etwas sich hüten; τινός, wegen etwas besorgt, auf seiner Hut sein; dah. ἄρκτοι πεφυλαγμέναι ὠκεανοῖο, die sich vor dem Meere hüten, nie untergehen
  • φῡλετεύω
    zum Zunftgenossen machen, in die Zunft aufnehmen
  • φῡλέτης
    ὁ, von derselben Zunft, Zunftgenosse, tribulis
  • φῡλετικός
    dem φυλέτης gehörig, eigen, ihn betreffend
  • φῡλέτις
    ιδος, ἡ, z. B. ἐκκλησία φυλέτις, comitia tributa
  • φῡλή
    ἡ, 1) die Vereinigung einzelner zu einer Gemeinde, einem Staate; dah. Volksstamm, Volksabteilung, Klasse, Zunft, wie die tribus der Römer. In Athen seit Kleisthenes zehn, nur nach dem Wohnsitz bestimmte Stämme; 2) eine Abteilung im Heere, die zu einer φυλή gehörigen Krieger; bes. bei der Reiterei; 3) übh. Geschlecht, Gattung, Ordnung
  • φυλία
    ἡ, der wilde Ölbaum
  • φυλίκη
    ἡ, ein stets grünender Baum, eine Rhamnusart
  • φυλλάζω
    Blätter haben, bekommen
  • φυλλ-άκανθος
    mit stachligen Blättern
  • φυλλ-άμπελον
    τό, Weinlaub
  • φυλλάριον
    τό, Blättchen
  • φυλλάς
    άδος, ἡ, 1) ein Blätterhaufen, ein Lager, eine Streu von Blättern; 2) ein Ast mit Blättern; Laubwerk, Laub; τεμενία, der laubreiche Hain; φυλλὰς εὔκαρπος, Fruchtbaum; ἡ δριμεῖα, ein Kräutergericht
  • φυλλεῖον
    τό, Laubwerk, allerlei Blätter von Küchengewächsen, Grünzeug; bes. die Zugabe von Raute, Coriander, Münze, Petersilie u. ähnlichen würzhaften Kräutern, die man beim Einkauf der Gartengewächse bekam
  • φυλλιάω
    Blätter haben, Blätter ohne Frucht treiben
  • φυλλίζω
    abblatten
  • φυλλικός
    blätterig, zu den Blättern gehörig
  • φύλλινος
    von Blättern, Laub gemacht
  • φυλλίς
    ίδος, ἡ, ein Kräutergericht
  • φυλλίτης
    ὁ, ein Wettkampf, dessen Siegespreis in Laubkränzen besteht. Ἡ φυλλῖτις, eine aus lauter Blättern bestehende Pflanze, Hirschzunge, asplenium scolopendrium
  • φυλλο-βολέω
    1) die Blätter abwerfen, fallen lassen; 2) mit Blättern, Blumen werfen, bestreuen
  • φυλλο-βολία
    ἡ, 1) das Abwerfen, Verlieren der Blätter; 2) das Werfen, Bestreuen mit Blättern u. Blumen, gew. Zeichen des Beifalls u. der Ehre für die Sieger in öffentlichen Wettkämpfen
  • φυλλο-βόλος
    die Blätter, das Laub abwerfend, verlierend
  • φυλλό-κομος
    mit Blättern behaart, dicht belaubt
  • φυλλο-κοπέω
    die Blätter, das Laub abschneiden
  • φυλλο-λογέω
    die Blätter, das Laub ablesen, abstreifen
  • φυλλο-μανέω
    wild ins Laub treiben, ohne Früchte anzusetzen
  • φυλλο-μανής
    ές, wild ins Laub treibend
  • φύλλον
    τό, 1) Blatt, Laub. Auch Blumen; übh. Pflanze; 2) der blätterähnliche Same des Silphium; eine unbestimmte Pflanze. Auch, wie folium, ein Gewürz
  • φυλλοῤ-ῥαγέω
    die Blätter aufspringen, platzen lassen
  • φυλλοῤ-ῥαγία
    ἡ, das Aufspringen, Platzen der Blätter
  • φυλλοῤ-ῥοέω
    die Blätter fallen lassen, verlieren
  • φυλλόῤ-ῥοια
    ἡ, das Abwerfen, Abfallen der Blätter
  • φυλλοῤ-ῥόος
    die Blätter, das Laub fallen lassend, verlierend
  • φυλλο-σινής
    ές, Blätter beschädigend
  • φυλλό-σκεπος
    von Laub, von Blättern überdeckt
  • φυλλό-στρωτος
    mit Blättern, Laub überstreut, bedeckt
  • φυλλο-τόκος
    Blätter erzeugend
  • φυλλο-τόμος
    Blätter, Laub abschneidend
  • φυλλο-τρώξ
    ῶγος, Blätter, Laub benagend, fressend
  • φυλλο-φορέω
    Blätter tragen
  • φυλλο-φόρος
    Blätter, Laub tragend, bringend
  • φυλλο-φυέω
    Blätter, Laub treiben
  • φυλλο-χοέω
    die Blätter streuen, fallen lassen, κόμην, von Bäumen
  • φυλλο-χόος
    die Blätter streuend, verlierend; μήν, der Monat, der das Laub von den Bäumen auf die Erde streut
  • φυλλόω
    1) belauben; 2) zum Blatte, zu Laub werden
  • φυλλ-ώδης
    ες, blattähnlich, blätterreich, laubreich
  • φύλλωμα
    τό, Belaubung, Laub
  • φῡλο-βασιλεύς
    ὁ, der von einer jeden φυλή zur Verrichtung der Opfer gewählte βασιλεύς, wie der rex sacrificulus der Römer
  • φῡλο-κρινέω
    die Stämme, Geschlechter unterscheiden
  • φῡλο-κρίνησις
    ἡ, Unterscheidung der Geschlechter, Gattungen
  • φῡλο-κρινητικός
    ή, όν, zur Unterscheidung der Geschlechter gehörig, geschickt
  • φῦλον
    τό (φύω, eigtl. von Natur zusammengehörig und sich von anderen nach der Art, nach dem Vaterlande od. nach der Blutsverwandtschaft unterscheidend), Stamm, Geschlecht, Gattung, Art; von allen lebenden Wesen; gew. im plur., eine Menge von einer und derselben Gattung bezeichnend, Schar, Schwarm; auch ein Mückenschwarm. Im engeren Sinne, Volksstamm, Volk, Nation. Und im engsten Sinne: Stamm, Geschlecht; κατὰ φῦλα, neben κατὰ φρήτρας, allgemeiner als dieses zu fassen, nach Stämmen
  • φύλ-οπις
    ιδος, ἡ, Schlachtgeschrei, Schlachtgetümmel, Feldschlacht; Streit
  • φύμα
    τό, Gewächs, Erzeugnis, bes. Gewächs, Auswuchs am Leibe, Geschwür, Geschwulst
  • φυματίας
    ὁ, einer, der Auswüchse, Geschwüre hat
  • φυματόω
    Auswüchse erzeugen, u. pass. Auswüchse, Geschwüre bekommen
  • φυματ-ώδης
    ες, Auswüchsen, Geschwüren ähnlich, voll von Auswüchsen, Geschwüren
  • φυξ-άνωρ
    ορος, Männer fliehend, männerscheu
  • φυξείω
    ich habe Luft zu fliehen, ich möchte fliehen
  • φυξ-ήλιος
    die Sonne fliehend, den Schatten suchend
  • φύξ-ηλις
    ιος u. ιδος, flüchtig, feig
  • φυξί-μηλα
    τά, δένδρα, Bäume, die der Beschädigung durch Schafe und ähnliche Tiere, μῆλα, entwachsen sind
  • φύξιμος
    ον, 1) wohin man fliehen, seine Zuflucht nehmen kann; τὸ φύξιμον, der Zufluchtsort; 2) dem man entfliehen, entgehen kann, vermeidlich; auch wovor man fliehen möchte, = widrig, abscheulich; φύξιμός τινα, im Stande, einem zu entfliehen
  • φύξιον
    τό, Zufluchtsort
  • φύξιος
    ον, zur Flucht gehörig, sie befördernd, Beiwort des Zeus
  • φυξί-πολις
    ὁ, ἡ, aus der Stadt fliehend, verwiesen, verbannt
  • φύξις
    ἡ, 1) Flucht; 2) Zuflucht
  • φύρᾱμα
    τό, das Gemischte, Geknetete, der Mehlteig, Gerstenteig, auch ein eigenes Gebäck
  • φύρᾱσις
    ἡ, das Kneten, Durcheinanderrühren
  • φῡρᾱτής
    ὁ, der mischt, knetet, verwirrt
  • φῡράω
    mischen, vermischen; zusammenrühren, kneten; mengen, u. übertr., verwirren; μαλακὴν φωνὴν πρὸς τοὺς ἐραστὰς φυράσασϑαι, eine zärtliche Stimme gegen die Liebhaber annehmen; verunreinigen
  • φύρδην
    gemischt, vermischt, geknetet, verwirrt, unordentlich
  • φύρμα
    τό, Gemengsel, Schmutz, Auswurf, Unreinigkeit
  • φυρμός
    ὁ, Verwirrung, Unordnung
  • φύρσιμος
    ον, gemischt, gerieben, zu reiben
  • φύρσις
    ἡ, das Mischen, Kneten, Reiben
  • φυρτός
    gemischt, geknetet, beschmutzt
  • φύρω
    mischen, vermischen, unter einander mengen; bes. mit irgend einer Feuchtigkeit anmachen; benetzen, besudeln, verunreinigen und verderben. Bes. den Teig zu Brot oder Kuchen mischen und kneten; auch absolut, ὁ φύρων, sc. τὰ ἄλφιτα, der Brotteig knetet; πεφυρμένα τὰ ἄλφιτα οἴνῳ καὶ ἐλαίῳ, geschrotene Gerste mit Öl und Wein gemischt. Pass., mit etwas untermischt, voll wovon sein. Übertr., durcheinander mengen, verwirren, in Unordnung bringen; ἔφυρον εἰκῆ πάντα, sie mengte alles aufs Geratewohl durch einander, trieben alles ohne Ordnung u. Regel; φύρειν ἐν ταῖς ὁμιλίαις, unüberlegt, verworren durch einander reden; pass. in Unordnung, Verwirrung, Bestürzung geraten,; beschmutzen; φύρεσϑαι πρὸς τὸν ἄνϑρωπον, sich mit dem Menschen abgeben, mit ihm umgehen; πεφυρμένος περὶ γαστέρος ὁρμήν, sich in den Lüsten des Bauches wälzen
  • φῦσα
    ἡ, 1) der Blasebalg; 2) Hauch, Anhauch, Wind, Blähung; bes. die Lohe oder der Luftzug der Flamme; = φυσαλίς, Wasserblase; 3) der Krater eines feuerspeienden Berges
  • φῡσαλίς
    ίδος, u. φῡσαλλίς
    ἡ, 1) Blase, Wasserblase; 2) ein Blasinstrument, eine Art Flöte; 3) eine Pflanze mit blasenartiger Fruchthülle, wahrscheinlich unsere Judenkirsche
  • φύσαλος
    ὁ, 1) eine Krötenart, die sich aufblasen u. einen giftigen Hauch haben soll. Auch ein giftiger Fisch, der sich aufbläht; 2) ein Walfisch
  • φῡσασμός
    ὁ, das Blasen
  • φῡσᾱτήριον
    τό, Blasinstrument
  • φῡσάω
    blasen, Ggstz von ἀάζω; vom Winde; hauchen, von Menschen; schnauben; vom Blasebalge; vom Winde: wehen; δεινὰ φυσάω, schrecklich schnauben, zornig sein; μέγα φυσᾶν, stolz und aufgeblasen sein. Gew. trans., aufblasen, aufblähen; im obszönen Sinne; τὰς γνάϑους, die Backen aufblasen, als Ausdruck des Stolzes; sprichwörtl. δίκτυον φυσᾶν, ein Netz aufblasen, von vergeblicher Arbeit. Übertr., τινά, einen durch Lob, Schmeichelei u. vgl. aufgeblasen, hochmütig machen; pass., ἐφ' οἷς φυσηϑεὶς Παυσανίας, aufgeblasen sein. Anblasen, anfachen, durch Blasen in Bewegung setzen; auch ein Blasinstrument, die Flöte blasen. Aushauchen, herausblasen, ausströmen lassen
  • φύσημα
    τό, 1) das Geblasene, durch Blasen, Atmen Hervorgebrachte, der Hauch; der durch Blasen, Schnauben bewirkte Ton, bes. das Gezisch der Schlangen; 2) das Aufgeblasene, die Blase, auch die inwendig hohlen, unreifen Perlen; 3) das Blasen, Hauchen, Schnauben, von Pferden; übertr., der Stolz; 4) μέλανος αἵματος φυσήματα, von geschlachteten Kühen, die schwarzes Blut aus der Wunde hervorsprudeln lassen; 5) Fichtenharz
  • φῡσημάτιον
    τό, das Bläschen
  • φύσησις
    ἡ, das Blasen, Schnauben, das Anblasen
  • φῡσητήρ
    ῆρος, ὁ, 1) ein Werkzeug zum Blasen, Pfeife, Röhre zum Aufblasen; a) Blasebalg, Fächer, das Feuer anzufachen; b) die Blaseröhre, bes. der Walfische, durch welche sie Luft mit Wasser ausspritzen, auch der Tintenfische, mit welcher sie den Tintenfast ausspritzen u. ihre Eier legen. Der Walfisch selbst heißt so, der Blaser, od. Blasefisch; 2) der Blaser, der bläst od. anbläst
  • φῡσητήριον
    τό, 1) Blasebalg, Fächer, um Feuer anzufachen; 2) Blasinstrument; 3) Luftloch
  • φῡσητής
    ὁ, der Bläser
  • φῡσητικός
    zum Blasen fähig, geschickt, gewöhnlich blasend
  • φῡσητός
    geblasen, aufgeblasen; τὸ φυσητόν, ein Fächer zum Anfachen des Feuers
  • φῡσή-φρων
    aufgeblasenes Sinnes, leichtsinnig, eitel
  • φῡσίᾱμα
    τό, das Blasen, Schnauben, Hauchen
  • φῡσιασμός
    ὁ, das Blasen, Aufblasen, Schnauben, Schnarchen
  • φῡσιάω
    blasen, schnauben, heftig, mit Anstrengung atmen. Übertr., sich aufblasen, großprahlen; trans., aufblasen, aufblähen
  • φῡσιγγόομαι
    pass., aufgebracht, erhitzt sein, wie Kampfhähne, die man durch Knoblauch kampflustig machte; daher heißen auch die aufgebrachten Megareer ὀδύναις πεφυσιγγωμένοι, mit Anspielung auf den in ihrem Lande viel gebauten Knoblauch: da wurden die Megarer bollenwild ob so großen Leids
  • φυσί-γναθος
    die Backen aufblasend; ὁ φυσίγναϑος, Pausback, kom. Froschname
  • φῦσιγξ
    ιγγος, ἡ, eigtl. die Blase, dah. der blasenähnlich hohle Stengel des Knoblauchs und anderer Zwiebelgewächse und die äußerste Haut, die den Kopf oder die Bolle des Knoblauchs umschließt. Auch eine eigene Art Knoblauch
  • φῡσί-ζοος
    Leben erzeugend, hervorbringend, belebend
  • φυσικεύομαι
    als Naturkundiger, Physiker sprechen
  • φυσικίλλος
    ὁ, eine Art Brot
  • φυσικός
    1) natürlich, von der Natur geschaffen, bewirkt, angeboren; im Ggstz des Erlernten; im Ggstz von νομικός; im Ggstz des künstlich Erzwungenen; 2) naturgemäß, nach den Gesetzen der Natur, in der Naturordnung begründet, im Ggstz des Wider- oder Übernatürlichen u. Wunderbaren, physisch; αἴτια φυσικά, physische Ursachen im Ggstz der ἠϑικά; dah. ἡ φυσικὴ ϑεωρία, auch ἡ φυσική allein, = Naturforschung, Untersuchung der Naturkörper u. -erscheinungen, u. übh. des Wesens der Dinge; οἱ φυσικοί, die ältesten ionischen und eleatischen Philosophen, die sich mit Erforschung des Wesens und des Urgrundes der Dinge bebeschäftigten, Naturphilosophen; τὸ φυσικόν, der Teil der Philosophie, der sich mit der Erforschung des Wesens und des Urgrundes der Dinge beschäftigte, wie besonders die Stoiker die Philosophie einteilen in φυσικόν, ἠϑικόν u. διαλεκτικόν; auch = zauberisch, sympathetisch, φάρ-μακα φυσικά, im Ggstz der künstlichen Arzneimittel der Ärzte, und φυσικοί, Zauberer, die besondere Kenntnisse der Naturkräfte zu besitzen vorgaben
  • φύσιμος
    ον, zum Zeugen, Wachsen, Keimen geschickt, fähig
  • φυσιο-γνωμονέω
    die Natur beurteilen, nach der Natur, der natürlichen Bildung urteilen, bes. einen Menschen aus seiner Gesichtsbildung beurteilen; von der die Richter umstehenden Volksmenge: τὸν παριόντα βλέψονται καὶ φυσιογνωμονήσουσι τοὺς ἀποψηφισαμένους, nach den Gesichtszügen beurteilen u. erkennen
  • φυσιο-γνωμονία
    ἡ, die Wissenschaft, einen Menschen nach seiner Natur oder Bildung, bes. seinen Gesichtszügen zu beurteilen
  • φυσιο-γνωμονικός
    ή, όν, zur φυσιογνωμονία gehörig, geschickt, geübt, zu ihrer Anwendung geneigt
  • φυσιο-γνώμων
    ονος, eigtl. die Natur beurteilend, nach der Natur urteilend, gew. den Charakter des Menschen nach seiner natürlichen Bildung, bes. seinen Gesichtszügen beurteilend
  • φυσιο-λογέω
    die Natur, die Beschaffenheit der natürlichen Körper untersuchen, bes. die Natur in ihrem Wesen, ihren Gründen untersuchen u. sie anderen erklären; übh. aus natürlichen Gründen erklären
  • φυσιο-λόγημα
    τό, Erforschung der Natur
  • φυσιο-λογία
    ἡ, Untersuchung der natürlichen Körper, bes. Untersuchung der Natur in ihrem Wesen und ihren Gründen. Auch übh. Erklärung aus natürlichen Gründen
  • φυσιο-λόγος
    die Beschaffenheit der natürlichen Körper untersuchend, bes. die Natur in ihrem Wesen u. ihren Gründen untersuchend u. sie anderen erklärend, Naturforscher, Naturphilosoph
  • φυσιο-ποιέω
    zur Natur machen
  • φυσιόω
    1) τινά, mit folgdm infin., einem etwas zur Natur machen; 2) blasen, aufblähen
  • φύσις
    ἡ, 1) die Natur; a) die natürliche, angeborne Beschaffenheit, die Naturanlage, das Wesen einer Person od. Sache; φύσιν προςφέρομεν ἀϑανάτοις, dem νόος entgegengesetzt, also das Äußere. Bes. die Anlagen des Geistes, Talent, Genie; γυνὴ δὲ ϑῆλυς οὖσα κοὐκ ἀνδρὸς φύσιν, nicht von der Natur eines Mannes; b) die Naturordnung, Einrichtung der Natur; φύσει, von Natur, nach einem Naturtriebe; κατὰ φύσιν, nach der Natur, nach natürlichen Gesetzen; ὁ κατὰ φύσιν πατήρ, natürlicher od. leiblicher Vater; παρὰ φύσιν, wider die Naturordnung, naturwidrig; κῶς φύσιν ἔχει πολλὰς μυριάδας φονεῠσαι τὸν Ἡρακλέα; wie ist es natürlich od. natürlicher Weise denkbar, daß er viele Tausende getötet hat?; τοῠτο φύσιν οὐκ ἔχει, das ist gegen die Natur; φύσιν ἔχει γενέσϑαι, es liegt in der Natur, daß es so geschieht, es pflegt nach dem Gange der Natur so zu geschehen; 2) die Natur als die zeugende, schaffende Kraft, dah. Zeugung, Erschaffung, Entstehung; 3) das Erzeugte, ein Geschöpf, das Geschlecht, die Nachkommenschaft; ϑηλεῖα φ., die Weiber; auch von leblosen Gegenständen
  • φυσίωμα
    τό, die angeborene Neigung, der Naturtrieb
  • φυσίωσις
    ἡ, die Artung, gleichsam die Naturalisation
  • φυσίωσις
    ἡ, das sich Aufblasen, Aufblähen, der Stolz
  • φύσκη
    ἡ, der Magen u. der dicke Darm u. die daraus bereitete Wurst; die Blase, Schwiele in der Hand
  • φύσκων
    Dickbauch, Schmeerbauch; Spottname des fünften Ptolemäus
  • φῡσό-βαθρον
    τό, Gestell zum Blasebalge
  • φῡσο-ειδής
    ές, von der Art, Gestalt einer Blase, blasenförmig
  • φυστή
    eine Art Brot, Kuchen aus Gerstenmehl, wozu der Teig nur leicht eingerührt, nicht derb geknetet war
  • φύστις
    ἡ, Nachkommenschaft, Geschlecht
  • φῡσ-ώδης
    ες, voll Wind, windig; Wind verursachend, blähend
  • φυτ-αγωγέω
    ein Gewächs ziehen, seinem Wuchs eine Richtung geben
  • φυταλιά
    ἡ, die Pflanzstätte, der Baum- u. Weingarten, im Ggstz des Saat- od. Ackerlandes; die Pflanzung; das Gepflanzte, das Gewächs; φυταλιὰ Παλλάδος, der Ölbaum. Auch der letzte Teil des Winters, wo man Bäume pflanzt
  • φυτάλμιος
    ον, 1) zeugend, nährend, Fruchtbarkeit befördernd; Beiwort der Götter, wie almus, alma, z. B. Poseidon; φυτάλμιοι γέροντες, die greisen, alten Väter; λέκτρα φυτάλμια, das Ehebett; χϑὼν φυτάλμιος, das Geburts-, Vaterland; 2) natürlich, von der Natur herrührend, angeboren; ἀλαῶν ὀμμάτων φυτάλμιος, von einem Blindgeborenen
  • φυτάς
    άδος, ἡ, die Pflanze, das Pflanzreis, der Senker, bes. des Ölbaums
  • φυτεία
    ἡ, 1) das Pflanzen, die Pflanzung, übertr., die Erzeugung; 2) der Wuchs der Pflanze
  • φύτευμα
    τό, das Gepflanzte, die Pflanze, der Baum; auch Name einer besonderen Pflanzengattung
  • φυτεύσιμος
    ον, zur Pflanzung, Baumzucht geschickt
  • φύτευσις
    ἡ, das Pflanzen, übertr., das Erzeugen
  • φυτευτήριον
    τό, eine Pflanze, die von Ausläufern od. aus der Baumschule genommen ist
  • φυτευτής
    ὁ, der Pflanzer
  • φυτευτικός
    zum Pflanzen gehörig, das Pflanzen betreffend
  • φυτευτός
    gepflanzt, übtr., erzeugt
  • φυτεύω
    pflanzen, Bäume, andere Gewächse pflanzen; als Ggstz von ἀρόω auch bepflanzen. Übertr., zeugen, erzeugen; οἱ φυτεύσαντες, die Eltern; überh. hervorbringen, bewirken, anstiften, bes. von schlimmen Dingen
  • φυτη-κομέω
    Pflanzen und Gewächse pflegen, bauen
  • φυτη-κομία
    ἡ, die Pflege der Pflanzen, die Baumzucht, Gärtnerei
  • φυτη-κόμος
    Pflanzen, Gewächse, Bäume pflegend; daher ὁ φυτηκόμος = der Gärtner, auch der Winzer
  • φυτικός
    von Pflanzen, Gewächsen kommend, pflanzenartig
  • φύτιος
    ον, zeugend, hervorbringend, Beiwort mehrerer Götter, = φυτάλμιος, Ζεύς, Ἥλιος, Ἄρτεμις
  • φύτλη
    ἡ, Natur, Erzeugung, Geschlecht, Gattung
  • φυτο-ειδῶς
    pflanzenartig
  • φυτόν
    τό, das Gewachsene, das Gewächs, bes. Gartengewächs, ein im Garten gezogener Baum. Auch ein Gewächs am Leibe, ein Geschwür. Übh. Geschöpf; auch von Menschen: Sprößling, Kind; φυτὸν οὐράνιον heißt der Mensch
  • φυτός
    gewachsen, was wachsen kann; act., erzeugend, fruchtbar
  • φυτο-σκαφία
    ἡ, das Umgraben od. Behacken einer Pflanze
  • φυτο-σκάφος
    Pflanzen umgrabend od. behackend, sie durch Umgraben des Landes pflegend, ὁ φυτ. = der Gärtner
  • φυτο-σπορία
    ἡ, das Pflanzen, bes. von Bäumen u. Weinstöcken
  • φυτο-σπόρος
    (Pflanzen) säend; übertr., ὁ φυτοσπόρος, der Erzeuger
  • φυτο-τροφέω
    Pflanzen ziehen, pflanzen
  • φυτο-τροφία
    ἡ, Zucht od. Pflege der Gewächse, Gärtnerei
  • φυτο-τρόφος
    Gewächse, bes. Bäume ziehend, pflegend, ὁ φ., der Gärtner
  • φυτ-ουργέω
    Gewächse bearbeiten od. pflegen
  • φυτ-ούργημα
    τό, Pflege der Gewächse, Pflanzung
  • φυτ-ουργία
    ἡ, Bearbeitung und Pflege der Gewächse, Gärtnerei
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