258 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • ὀροφικός
    zum Dache gehörig
  • ὀρόφινος
    mit Rohr bedeckt
  • ὄροφος
    ὁ, Rohr, womit man die Häuser deckt, Dachrohr; Dach, Decke; οὐδ' ὑπὸ τὸν αὐτὸν ὄροφον ἰέναι, wie auch wir ähnlich sagen 'unter einem Dache mit einem leben'
  • ὀροφόω
    mit einem Dache versehen, bedecken
  • ὀρόφωμα
    τό, Dach, Decke
  • ὀρόφωσις
    das Versehen mit einem Dache
  • ὀροφωτής
    ὁ, der mit einer Decke Versehende
  • ὀροφωτός
    bedacht
  • ὀρόχθειος
    hügelig
  • ὄρπηξ
    ηκος, junger Sproß, Sprößling; zur Peitsche gebraucht, d. Stachelstab; auch eine Lanze; μαράϑου, in der Mitte stehend zwischen Gras und Baum, also Strauch. Auch übertr., der Sohn, Abkömmling
  • ὀῤῥό-πισσα
    ἡ, das Wässrige des Teers, die Teergalle
  • ὀῤῥο-ποτέω
    Molken trinken
  • ὀῤῥο-ποτία
    ἡ, das Molkentrinken
  • ὀῤῥο-πύγιον
    τό, die hervorstehenden Schwanzfedern, der Schwanz der Vögel; vom Stachel der Wespen; die Schwanzflossen der Fische
  • ὀῤῥο-πῡγό-στικτος
    an den Schwanzfedern gefleckt, bunt
  • ὀῤῥός
    ὁ, Molken
  • ὄῤῥος
    ὁ, das Ende des Steißbeins, an welchem bei den Tieren der Schwanz sitzt; übh. Steiß
  • ὀῤῥόω
    in Molken verwandeln
  • ὀῤῥωδέω
    fürchten, befürchten
  • ὀῤῥωδής
    ές, furchtsam, scheu
  • ὀῤῥ-ώδης
    ες, molkenartig
  • ὀῤῥωδία
    ἡ, Furchtsamkeit, Scheu
  • ὀρσί-κτυπος
    Lärm erregend, Ζεύς, der Donner Erregende
  • ὀρσί-λοχος
    Scharen erregend
  • ὀρσι-νεφής
    ές, Wolken erregend
  • ὀρσι-πετής
    ές, den Flug erhebend
  • ὀρσί-πους
    ποδος, den Fuß erhebend, bewegend, schnellfüßig
  • ὀρσίτης (ὄρνυμι), ὁ
    ein kretischer Tanz
  • ὀρσο-δάκνη
    ἡ, Keimnager, eine Art Erdfloh, der die Keime der Pflanzen abbeißt u. zerstört
  • ὀρσο-θύρη
    ἡ, wahrscheinlich eine Tür, zu der man auf Stufen, auf einer Treppe hinansteigt, eine Stufentür
  • ὀρσο-λοπεύω u. ὀρσο-λοπέω
    reizen, kränken, anfeinden, anfallen
  • ὀρσό-λοπος
    zum Angriff geneigt, kriegerisch, unruhig
  • ὀρσο-τριαίνης
    ὁ, der Dreizackbeweger, -schwinger Poseidon, in der Form Ὀρσοτρίαινα
  • ὀρσ-ύδρα
    ἡ, Wasserröhre
  • ὀρταλίζω
    ἐπὶ τῶν ἀρχομένων ἀναπτερύσσεσϑαι ὀρνίϑων, od. ἀναῤῥιπτεῖν τὰ νήπια τῶν παίδων, mit den Flügeln schlagen wie ein junger Vogel, od. hüpfen wie ein junges Tier
  • ὀρταλίς
    u. ὀρταλιχεύς
    ὁ, das Junge eines Tieres, bes. junger Vogel, Küchlein
  • ὀρτάλιχος
    ὁ, die Küchlein; die Hähne
  • ὀρτυγο-θήρας
    ὁ, Wachteljäger, -sänger
  • ὀρτυγό-κομπος
    der sich mit Wachteln brüstet
  • ὀρτυγο-κοπέω
    Wachteln schlagen
  • ὀρτυγο-κοπία
    ἡ, das Wachtelschlagen, ein Spiel der jungen Leute in Athen, wie unser Hahnenschlag
  • ὀρτυγο-κοπικός
    ή, όν, zum Wachtelschlagen gehörig
  • ὀρτυγο-κόπος
    ὁ, der Wachtelschläger, der das Spiel des Wachtelschlagens spielt
  • ὀρτυγο-μανία
    ἡ, Wachtelsucht, unmäßige Liebhaberei für Wachteln
  • ὀρτυγο-μήτρα
    ἡ, Wachtelmutter, ein mit den Wachteln fortziehender Vogel, vielleicht unser Wachtelkönig
  • ὀρτυγο-πώλης
    ὁ, Wachtelhändler
  • ὀρτυγο-τροφεῖον
    τό, der Ort, wo Wachteln gefüttert werden, Wachtelhaus
  • ὀρτυγο-τροφέω
    Wachteln füttern, halten
  • ὀρτυγο-τρόφος
    Wachteln fütternd, haltend
  • ὄρτυξ
    υγος, ὁ, die Wachtel. Auch ein Kraut
  • ὀρτυγο-φόρος
    Wachteln tragend
  • ὀρύα
    ἡ, Darm
  • ὄρυγγος
    ὁ, der Bart des Ziegenbocks
  • ὄρυγμα
    τό, das Gegrabene, die Grube, der Graben. Auch ein unter der Erde hinlaufender, unterirdischer Gang. In Athen = βάραϑρον, die Grube, in welche die zum Tode verurteilten Verbrecher gestürzt wurden; ὁ ἐπὶ τῷ ὀρύγματι = der Henker
  • ὄρυζα
    ἡ, u. ὄρυζον
    τό, der Reis, die Pflanze u. die Frucht
  • ὀρυζίτης πλακοῦς, ὁ
    Reiskuchen
  • ὀρυζο-τροφέω
    Reis ziehen
  • ὀρυκτής
    ὁ, u. ὀρυκτήρ
    ῆρος, ὁ, der Grabende, der Gräber. Das Werkzeug zum Graben, a) Spaten, Spitzeisen; b) die Pflugschar
  • ὀρυκτικός
    zum Graben gehörig
  • ὀρυκτίς
    ίδος, ἡ, ein Belagerungswerkzeug, zum Minengraben
  • ὀρυκτός
    gegraben; χρυσός, durch Bergbau gewonnenes Gold; ἰχϑῠς, fossile Fische
  • ὀρυμαγδός
    ὁ, Geräusch, Lärm, bes. das verworrene Getöse versammelter Heere od. der Kämpfenden; oft von den in die Schlacht Ziehenden; vom rauschenden Flusse, von dem Getöse, welches der Kyklop macht, indem er das Bündel Holz hinwirft
  • ὄρυξ
    υγος, 1) spitziges Eisen zum Graben od. Bohren, bes. Spitzeisen, Werkzeug des Steinmetzen zum Einhauen, Eingraben in Stein; Ackergerätschaften. 2) eine Gazellenart in Ägypten od. Libyen, wegen ihrer geraden spitzigen Hörner so benannt. 3) eine Wallfischart, vielleicht das Seeeinhorn
  • ὄρυξις
    ἡ, das Graben
  • ὄρυς
    υος, ὁ, ein unbekanntes wildes Tier in Libyen
  • ὀρύσσω
    durchgraben; ausgraben lassen; eingraben
  • ὀρυχή
    ἡ, das Graben, der Graben
  • ὀρφακίνης
    ὁ, heißt der Fisch ὀρφός, wenn er jung ist
  • ὀρφάνευμα
    τό, der Zustand des Verwaistseins
  • ὀρφανεύω
    Waisen pflegen, erziehen; eine Waise sein
  • ὀρφανία
    ἡ, das Waisesein
  • ὀρφανίζω
    verwaisen, zur Waise machen; ὁϑοὔνεκ' ἐκ δυοῖν ἔσοιϑ' ὠρφανισμένος βίου, des Vaters u. der Mutter; Πηλείδης ὀρφανιζόμενος, der von den Eltern entfernt ist; übh. berauben
  • ὀρφανικός
    verwaist, elternlos; ἦμαρ ὀρφανικόν, der Tag der Verwaisung, der zur Waise macht, übh. der Zustand, das Leben einer Waise; die Waise betreffend
  • ὀρφάνιος
    verwaist
  • ὀρφανιστής
    ὁ, der Pfleger der Waisen
  • ὀρφανός
    verwaist, elternlos, bes. vaterlos; ὀρφαναί, elternlose Töchter. In allgemeiner Bdtg, wie unser verwaist, beraubt, ermangelnd, entbehrend; ὕβριος, ohne Übermut; dah. auch von Eltern; πότμος ὀρφανὸς γενεᾶς, kinderlos
  • ὀρφανο-τροφεῖον
    τό, Waisenhaus
  • ὀρφανο-τροφέω
    Waisen ernähren, erziehen
  • ὀρφανο-τρόφος
    Waisen ernährend, erziehend
  • ὀρφανο-φύλαξ
    ακος, ὁ, Waisenhüter. In Athen hießen so die von Staatswegen mit der Erziehung der Kinder der im Kriege gefallenen Bürger beauftragten Männer, welche deren Erbgut verwalten mußten
  • ὀρφανόω
    von einem alten, schwach gewordenen Manne
  • Ὀρφεο-τελεστής
    ὁ, der in die Mysterien des Orpheus Einweihende
  • ὀρφναῖος
    finster, schwarz, stets Beiwort der Nacht; nächtlich, zur Nachtzeit
  • ὄρφνη
    ἡ, die Finsternis, das Dunkel, bes. die Nacht; die Unterwelt; ὑπὸ τὴν ὄρφνην, in der Finsternis
  • ὄρφνηθεν
    aus der Finsternis, aus der Nacht
  • ὄρφνινος
    eine aus schwarz, rot u. weiß gemischte Farbe
  • ὀρφνίς
    ίδος, ἡ, ein schwarzes Kleid
  • ὀρφνός
    finster, dunkel, schwarz, dunkelbraun
  • ὀρφν-ώδης
    ες, schwärzlich
  • ὀρφο-βοτία
    ἡ, Pflege u. Erziehung der Waisen
  • ὄρφος
    ὁ, ein Meerfisch
  • ὀρχάμη
    ἡ, ein eingeschlossenes, mit wilden Bäumen bepflanztes Stück Land, ein Park
  • ὄρχαμος
    der Vorangehende, der Erste; gew. ὄρχ. ἀνδρῶν u. ὄρχαμος λαῶν, von den Heerführern; aber auch der Sauhirt Eumaios heißt ὄρχαμος ἀνδρῶν, wie der Rinderhirt Philoitios. Der Anführer; auch = κορυφαῖος, der Chorführer
  • ὀρχάς
    άδος, ἡ, eine Olivenart, von der Gestalt der Hoden
  • ὄρχατος
    ὁ, ein umzäunter u. bepflanzter Platz, Garten; φυτῶν ὄρχατος, Kräutergarten
  • ὀρχέομαι
    tanzen, hüpfen, springen; ὀρχεῖται δὲ καρδία φόβῳ, es klopft vor Furcht; pantomimisch, durch den Tanz darstellen
  • ὀρχηδόν
    der Reihe nach, Mann für Mann
  • ὀρχηθμός
    ὁ, Tanz
  • ὄρχημα
    τό, Tanz, pantomimische Darstellung
  • ὀρχηματικός
    zum Tanze gehörig
  • ὄρχησις
    ἡ, das Tanzen, ein Teil der Gymnastik; ἡ ἐν ὅπλοις ὄρχησις, Waffentanz; bes. die Kunst des pantomimischen Tänzers
  • ὀρχησμός
    ὁ, das Tanzen
  • ὀρχηστής
    ὁ, u. ὀρχηστήρ
    ῆρος, ὁ, der Tänzer; bes. von Pantomimen
  • ὀρχηστικός
    zum Tanze gehörig; ἡ ὀρχηστικὴ τέχνη, die Tanzkunst; ὀρχηστικαὶ ὑποϑέσεις, pantomimisch
  • ὀρχηστο-διδάσκαλος
    ὁ, der Tanzlehrer, Tanzmeister
  • ὀρχηστο-μανέω
    rasende Liebe zum Tanze, bes. zum pantomimischen haben
  • ὀρχήστρα
    ἡ, der Tanzplatz, im athenischen Theater der halbrunde Platz zwischen der Bühne u. den im Halbkreise amphitheatralisch aufsteigenden Sitzen der Zuschauer; auch übertr., πολέμου, der Tummelplatz, der Schauplatz des Krieges
  • ὀρχηστρικός
    den Tänzer betreffend, ἑταῖραι, Tänzerinnen
  • ὀρχηστύς
    ύος, ἡ, das Tanzen, der Tanz
  • ὀρχίλος
    ὁ, ein Vogel, wahrscheinlich = τροχίλος, Zaunkönig
  • ὀρχιπεδάω
    den Hodensack aus Geilheit anfassen
  • ὀρχι-πέδη
    ἡ, Hodensessel, -zwang, Unvermögen zum Beischlaf
  • ὀρχί-πεδον
    τό, der Hodensack, die Hoden
  • ὄρχις
    ιος u. εως, ὁ, 1) die Hode. 2) eine Pflanze mit hodenförmigen Wurzelknollen. Auch eine Olivenart
  • ὄρχος
    ὁ, ein Gehege, ein umzäunter Raum, der bepflanzt ist, Garten, Weingarten; mit ὀρϑός zusammenhangend u. eigtl. eine Reihe bedeutend; auch Grube, Gruft, bes. zur Pflanzung eines Absenkers
  • ὀρχο-τομέω
    die Hoden abschneiden, entmannen, kastrieren
  • ὀρχο-τομία
    ἡ, das Hodenabschneiden, die Entmannung
  • ὀρ-ώδης
    ες, 1) (ὄρος) bergartig, gebirgig. 2) (ὀρός) molkenartig, molkig
  • ὄς
    ἥ, ὅ, welcher, welche, welches, der, die, das; 1) ὅς γε, der ja, wie quippe qui, einen Grund angebend. 2) ὅςπερ, welcher nämlich, doch, ja, qui quidem
  • ὅς
    ἥ, ὅν, sein, seine, sein
  • ὁσάκις
    wievielmal, c. opt. der wiederholten Handlung in Beziehung auf die Vergangenheit
  • ὁσα-πλάσιος
    u. ὁσα-πλασίων
    ον, wievielfach, wievielmal
  • ὁσά-πους
    ποδος, wievielfüßig
  • ὁσαχῇπερ
    so vielmal, -fach auch immer
  • ὁσαχοῦ
    relatives Correlativ zu ποσαχοῦ, an so viel Orten wie
  • ὁσ-έτειος
    u. ὁσ-έτιος
    alljährlich (quotannis, für quotquot annis, ὅσα ἔτη)
  • ὁσ-ημέραι
    soviel Tage wie sind, täglich, Tag für Tag (quotidie, = quotquot dies)
  • ὅσιος
    durch göttliches Gesetz bestimmt, erlaubt, dem Naturgesetz entsprechend; bes. ὁσία, substantivisch, wobei man βουλή, δίκη zu ergänzen pflegt, das göttliche, natürliche Recht; οὐχ ὁσίη κακὰ ῥάπτειν ἀλλήλοισιν, es ist nicht nach göttlichem Recht erlaubt; ὁσία ἐστίν, es ist nach göttlichem oder natürlichem Rechte erlaubt; ἐκ πάσης ὁσίης, nach vollem Rechte; πολλὴν ὁσίαν τοῦ πράγματος νομίσαι, d. i. eine Sache für ganz recht halten. Bes. was sich auf die Götter bezieht, im Gegensatz des Menschlichen, von allem, was der Mensch den Göttern zu erzeigen schuldig ist, Gottesdienst; ὁσία κρεάων, der Brauch des Fleischkostens beim Opfern; ὁσίης ἐπιβῆναι, einen heiligen Dienst, Brauch begehen; ὁσίη γένετο, der heilige Brauch ging vor sich; κἀγὼ νομίσας πολλὴν ὁσίαν τοῦ πράγματος, ich glaubte, fromm und recht zu tun; von dem, was man den Toten schuldig ist, wie λουτρὰ ὅσια, die heiligen Waschungen; ὅσια πανουργήσασα. Antigone will den Toten ihr Recht widerfahren lassen und dadurch das Gesetz des Kreon übertreten; ἀπὸ τῶν ὁσίων τε καὶ νομίμων, auf die Gebräuche bei Bestattung der Toten gehend; heilig, ehrwürdig; ἱερῶν πατρῴων δ' ὅσιος ὤν, d. i. die heiligen Gebräuche der Väter in Ehren haltend; rein; δι' ὁσίων χειρῶν ϑιγών, mit reinen Händen, die man vor dem Opfer waschen mußte; οὐκ ὅσιον ποιεῦμαι, ich halte es für gottlos; selten von Menschen, welche die durch das göttliche Gesetz vorgeschriebenen Pflichten gegen andere erfüllen. Aber auch im Gegensatze von ἱερός bezeichnet es eigentlich das nicht von Menschen den Göttern Geweihte, sondern durch das göttliche Gesetz oder allgemeine Übereinkunft Geheiligte, erlaubte Dinge, sowohl von Staats-, als von Privatsachen; τὴν πόλιν κοσμεῖν καὶ τοῖς ἱεροῖς καὶ τοῖς ὁσίοις, wobei man an Tempel und an Staatsgebäude und andere Einrichtungen denken kann; daher χωρίον ὅσιον, ein Ort, der nicht den Göttern geweiht ist, von Menschen betreten werden darf. Der Ausdruck ὁσίας ἕνεκα ποιεῖσϑαί τι, bezieht sich auf die erste Bedeutung, etwas nur deshalb tun, weil es ein alter heiliger Brauch ist, nur so der Gewohnheit wegen, ohne sich weiter etwas dabei zu denken, also nur obenhin und des äußern Scheins wegen tun, um sich damit einer Pflicht entledigt zu haben, ohne daß es vom Herzen kommt
  • ὁσιότης
    ητος, ἡ, sowohl objectiv göttliches Recht, was den Göttern gebührt, Gottesdienst, als auch subjectiv Heiligkeit der Gesinnung, Gottesfurcht; neben σωφροσύνη als Tugend des Kyros gerühmt; Rechtlichkeit, Gewissenhaftigkeit
  • ὁσι-ουργέω
    etwas Heiliges, Frommes tun
  • ὁσι-ουργός
    ein heiliges, frommes Werk verrichtend
  • ὁσίοω
    heilig machen, heiligen, weihen; auch durch Sühnopfer von einer Schuld befreien; wie auch φυγαῖσιν ὡσίουν αἷμα, durch Verbannung reinigen; στόμα εὔφημον ἅπας ὁσιούσϑω, jeder halte seinen Mund rein, spreche nichts Unheiliges; ὁσιοῠν τινα τῇ γῇ, einem Toten die gebührende Ehre erweisen, ihn mit Erde bedecken aus Frömmigkeit
  • Ὀσιριάζω
    dem Osirisdienst ergeben sein
  • ὁσίωσις
    ἡ, Heiligung, Sühnung von etwas
  • ὁσιωτήρ
    ῆρος, ὁ, das Opfertier, welches geschlachtet wird, wenn der Priester gewählt ist, in Delphi
  • ὀσμάομαι
    riechen, wittern, spüren
  • ὀσμάς
    άδος, ἡ, ein wohlriechendes Kraut
  • ὀσμή
    ἡ, Geruch, sowohl Wohlgeruch, als Gestank; der Geruchssinn
  • ὀσμήρης
    ες, u. ὀσμηρός
    riechend, sowohl wohlriechend, als stinkend
  • ὄσμησις
    ἡ, das Riechen, der Geruch
  • ὀσμητός
    gerochen, riechbar
  • ὀσμύλη
    ἡ, ein starkriechender Meerpolyp
  • ὅσος
    ὅση
    ὄσον
    1) relativ. Correlativ zu πόσος, sowohl von der Größe: so groß wie, als vom Raum: so weit wie, von der Zeit: so lange als, und von der Zahl: so viel wie, auch vom Grade der Kraft und Anstrengung: so sehr wie, quantus; τόσσον ἔνερϑ' Ἀΐδεω, ὅσον οὐρανός ἐστ' ἀπὸ γαίης, so weit der Himmel von der Erde ist; οὔ μοι Τρώων τόσσον μέλει ἄλγος ὀπίσσω, ὅσσον σεῖο, nicht so sehr wie dein Schmerz; ἐς τοσοῦτον αἰκίας πεσεῖν, ὅσον πέπτωκεν ἤδη, so tief wie er gesunken; βόϑρον ὄρυξ' ὅσσον τε πυγούσιον ἔνϑα καὶ ἔνϑα, so groß wie eine Elle; ὅσσαι νύκτες τε καὶ ἡμέραι ἐκ Διός εἰσιν, d. i. alle Nächte und Tage, so viel sind; τὴν δὲ γυναῖκα εὗρον ὅσην τε ὄρεος κορυφήν, sie fanden sie so groß, wie ein Berggipfel ist; στρατοῦ μοῖραν, ὅσην δή κοτε ἔχων, wie groß er immer war; ὅσον τάχος, so schnell wie möglich; ἐλείπετο τῆς νυκτός, ὅσον σκοταίους διελϑεῖν τὸ πεδίον, es blieb so viel übrig, daß sie im Finstern durch die Ebene kamen. 2) Steht πᾶς nicht dabei, so drückt ἄν mit dem Conj. eine bedingte, unbestimmte Allgemeinheit aus. 3) zum Ausdruck einer indirecten Frage und bes. eines Ausrufs der Verwunderung; ὁρᾷς, Ὀδυσσεῦ, τὴν ϑεῶν ἰσχύν, ὅση, wie groß die Macht der Götter ist; τὸν γενόμενον οἱ προςήκοντες ὀλοφύρονται, ὅσα μιν δεῖ ἀναπλῆσαι κακά, was für große Leiden er ertragen muß, d. i. daß er so Großes erdulden müsse; ϑαυμαστὰ ὅσα, wie mir um quantum, es ist zu verwundern, wie viel. 4) sehr gew. wird ὅσον adverbial gebraucht, von der Stimme: so laut, vom Raume: soweit, von der Zahl: so viel, von der Zeit: so lange. Steht die Bestimmung des Raumes im accus. dabei, so nimmt es die Bedeutung 'ungefähr' an; ὅσον τ' ἐπὶ ἥμισυ, ungefähr bis zur Hälfte; ὅσῳ - τοσούτῳ, um so viel - als, je - desto; superl., ἀνακραγόντες ὅσον ἐδύναντο μέγιστον, so laut wie sie konnten; ἀλλ' ὅσον ἐς Σκαιάς τε πύλας καὶ φηγὸν ἵκανεν, er kam so weit, wie es bis zum skaiischen Tor ist, nur bis zu dem Tore; πρόβατα, ὅσον ϑύματα, Schafe, nur zu den Opfern hinreichend; ὅσον εἶπα, ich habe es nur gesagt. Ὅσον οὐ, auch in einem Worte ὁσονού geschrieben, wie das lat, tantum non, fast, beinahe; ὅσον ὅσον, ein klein wenig; ὅσον αὐτίκα, ὅσον οὔπω, in nicht gar langer Zeit, gar bald; ὅσον cum inf., nur in soweit daß; ὅσον μόνον τὴν δυςχέρειαν κατασβέσαι, nur so viel, um zu verlöschen; mit einem nomen absolut, ὅσα ἄνϑρωποι, in so weit, in so fern sie Menschen sind; εἰς ὅσον ἀνϑρώπῳ δυνατὸν μάλιστα, so weit es nur einem Menschen möglich ist
  • ὄσος-περ
    so groß auch, so viel wie nur, wie groß nur
  • ὀσπριο-δόχος
    Hülsenfrüchte fassend, enthaltend
  • ὀσπριο-θήκη
    ἡ, Behältnis für Hülsenfrüchte
  • ὄσπριον
    τό, gew. plur., Hülsenfrucht, bes. Bohnen
  • ὀσπριο-πώλης
    ὁ, Hülsenfruchthändler
  • ὀσπριο-φαγέω
    Hülsenfrüchte essen
  • ὀσπρι-ώδης
    ες, von der Art der Hülsenfrüchte, ihnen ähnlich
  • ὀσπρο-λέων
    οντος, ὁ, der Hülsenfruchtlöwe, ein den Hülsenfrüchten schädliches Unkraut
  • ὄσσα
    ἡ, ein von den Göttern veranlaßtes Gerücht, Gerede, ϑεία κλῃδών, das sich unter den Menschen verbreitet, ohne daß man recht weiß, woher es kommt, das eben, weil man seinen Ursprung nicht angeben kann, und weil es sich oft unerklärlich schnell verbreitet, als etwas Göttliches erscheint; auch personifiziert, als Botin des Zeus. Übh. die Stimme, περικαλλέα ὄσσαν ἱεῖσαι, von den Musen, aber auch vom Gebrüll des Stiers. Der Klang der Cither, das Getöse beim Kampfe. Wahrsagende Stimme, übh. ein vorbedeutender Schall, Laut, ἀρτιεπ ὴς πατρία ὄσσα, von Apollo's weissagender Stimme; von der Stimme eines vorbedeutenden Vogels; κακὴν ὄτταν, ein böses Omen
  • ὄσσε
    τώ, die beiden Augen
  • ὀσσεία
    ἡ, Vorhersagung, Ahnung, bes. von etwas Schlimmem; dah. wie religio, Bedenklichkeit, abergläubische Furcht
  • ὀσσεύομαι
    aus einem göttlichen Zeichen eine wahrsagende Stimme ahnen, die Zukunft vorhersagen; dah. auch = abominari, vermeiden als eine schlimme Vorbedeutung
  • ὁσσίχος
    quantulus, wie klein
  • ὄσσομαι
    im Geiste vor Augen haben, sich vorstellen; ὀσσόμενος πατέρ' ἐσϑλὸν ἐνὶ φρεσίν, an den Vater denkend, im Geist sich ihn vorstellend; geradezu = sehen. Gew. im Geiste sehen, vorhersehen, ahnen; auch vorher verkündigen, die Zukunft andeuten, durch den Blick, die Mienen; ἐς δ' ἰδέτην πάντων κεφαλάς, ὄσσοντο δ' ὄλεϑρον, die Adler verkündeten durch ihr Herabsehen Verderben; Κάλχαντα πρώτιστα κάκ' ὀσσόμενος προςέειπεν, Schlimmes durch seinen Blick verkündigend
  • ὀστ-άγρα
    ἡ, die Zange, um die Splitter zerbrochener Knochen herauszuholen; auch ein Kraut
  • ὄστακος
    ὁ, ein Meerkrebs
  • ὀστέϊνος
    knöchern, von Knochen
  • ὀστεο-γενής
    ές, von Knochen erzeugt, τὸ ὀστεογενές nannte Plato das Rückenmark
  • ὀστεο-κόπος
    Knochen zerschlagend, zermalmend, ὀδύνη, ein Schmerz, der, wie wir sagen, durch Mark und Bein geht; subst. ὁ ὀστ. eine Ermattung, bei der einem die Knochen wie zerschlagen vorkommen
  • ὀστεο-λογία
    ἡ, die Lehre von den Knochen
  • ὀστεο-λόγος
    Knochen sammelnd
  • ὀστέον
    τό, der Knochen, das Gebein; λευκὰ ὀστέα, das weiße vom Fleisch entblößte Gebein der Toten; auch der Stein im Obst
  • ὀστε-ουλκός
    ὁ, eine Zange zum Herausziehen von Knochensplittern
  • ὅς-τις
    ἥ-τις, ὅ, τι
    welcher, welche, welches
  • ὀστίτης μυελός
    ὁ, Knochenmark
  • ὄστλιγξ
    ιγγος, ὁ, das Haar, bes. gekräuseltes, die Haarlocke; auch von den ähnlich gestalteten Fängen des Tintenfisches. Der Kamm der Weintraube, aus welchem die krause Verästelung des Blüten- und Fruchtstiels eine Art Locke bildet, und die gekräuselten Weinranken. Der geschlängelte Blitz u. übh. Lichtstrahl
  • ὀστο-δερμία
    ἡ, Knochenhaut
  • ὀστο-δοχεῖον
    τό, Knochenbehälter
  • ὀστο-ειδής
    ές, knochenartig
  • ὀστο-θήκη
    ἡ, Knochenbehälter
  • ὀστο-κατ-άκτης
    ὁ, u. ὀστο-κλάστης
    ὁ, Knochenbrecher
  • ὀστο-κόραξ
    ακος, ὁ, Knochenrabe
  • ὀστο-λογέω
    Knochen sammeln, von Toten
  • ὀστο-λογία
    ἡ, das Aufsammeln von Knochen, bes. nach Verbrennung des Leichnams
  • ὀστο-λόγος
    die Knochen, Gebeine sammelnd, Titel einer Tragödie des Aeschylus
  • ὀστο-μαχία
    ἡ, auch ὀστομάχιον, τό, ein Spiel mit vierzehn Beinplatten von verschiedener geometrischer Gestalt, aus denen man allerlei Figuren zusammensetzte, wie unser chinesisches Rätselspiel
  • ὀστο-φαγέω
    Knochen essen
  • ὀστο-φάγος
    Knochen essend
  • ὀστο-φανέω
    Knochen zeigen
  • ὀστο-φυής
    ές, von knöcherner Natur, Beschaffenheit
  • ὀστρακεύς
    ὁ, der Verfertiger irdener Geschirre, Töpfer
  • ὀστρακηρός
    von der Art od. Beschaffenheit irdener Geschirre; ζῷα ὀστρακηρά, Schaltiere
  • όστρακίας
    ὁ, eine Art Kuchen
  • ὀστρακίζω
    mit Scherben abstimmen u. verurteilen, aus der Stadt durch das Scherbengericht verbannen. Wenn 6000 Bürger einen großen Mann für die Freiheit gefährlich bezeichneten u. seinen Namen auf eine Scherbe schrieben, so ward er auf 10 Jahre aus Athen verbannt
  • ὀστρακίνδα
    παιδιά, Scherbenspiel, bei dem eine Scherbe, welche auf einer Seite schwarz, auf der andern weiß war, auf eine Linie geworfen wurde; je nachdem die eine oder die andere Seite oben zu liegen kam, mußte die eine der spielenden Parteien fliehen und die andere sie verfolgen; ὀστρακίνδα βλέπειν, nach der Scherbe sehen, zugleich eine Anspielung auf den Ostracismus
  • ὀστράκινος
    irden, tönern; bes. von Geschirren, Töpfen
  • ὀστρακίς
    ίδος, ἡ, die holzigen Schuppen, welche den Pinienkern bedecken
  • ὀστρακισμός
    ὁ, das Scherbengericht u. die Verurteilung, Verbannung durch dasselbe
  • ὀστρακίτης
    ὁ, 1) eine Steinart, ostracites, Meerschaum. 2) eine Art Kuchen
  • ὀστρακό-δερμος
    mit harter Schale, bes. von Schaltieren; νῶτον, mit harter Schale
  • ὀστρακο-κονία
    ἡ, Estrich von zerschlagenen Ziegeln od. Scherben
  • ὄστρακον
    τό, die harte Schale des Eies. Die Schale der Schaltiere, Krebse, Muscheln, Schildkröten. Gewöhnlich ein Gefäß von gebranntem Ton, übh. alles aus Ton Gemachte; von der Muse des Euripides ποῦ 'στὶν ἡ τοῖς ὀστράκοις αὕτη κροτοῦσα, die auf, mit Töpfen Musik macht, was auf den schlechten Klang gehen muß; ὀστράκου με-ταπεσόντος, geht auf das unter ὀστρακίνδα erwähnte Spiel, fast wie unser 'das Blatt hat sich gewandt'. Bes. auch die Scherbe od. das irdene Täfelchen, worauf bei Gericht abgestimmt wurde, und welches vorzugsweise in dem Scherbengerichte, wo es sich um Verbannung eines zu mächtigen Bürgers handelte, gebraucht wurde
  • ὀστρακό-νωτος
    mit hartschaligem Rücken
  • ὀστρακο-ποιός
    irdene Geschirre machend, der Töpfer
  • ὀστρακο-φορέω
    durch eine Scherbe seine Stimme abgeben
  • ὀστρακο-φορία
    ἡ, das Abgeben seiner Stimme mit einer Scherbe
  • ὀστρακό-χροος
    mit harter Haut od. Schale; ὀστρακό-χροα, vom Krebs
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