248 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • οἰνο-γευστικός
    ή, όν, zum Weinkosten gehörig; ἡ οἰνογευστική, die Kunst, den Wein zu kosten
  • οἰνο-δόκος
    Wein in sich aufnehmend, fassend
  • οἰνο-δότας
    ὁ, der Weingeber, -spender
  • οἰνο-δοτέω
    Wein geben
  • οἰνο-δυνάστης
    ὁ, der Weinbeherrscher
  • οἰνο-ειδής
    ές, weinähnlich, -artig
  • οἰνόεις
    εσσα, εν, von, mit Wein gemacht, 1) ein aus Graupen, Wasser, Öl u. Wein gemachter Brei oder Kuchen, den besonders die athenischen Ruderer bekamen. 2) eine Pflanze
  • οἰνο-ηθέω
    den Wein durchschlagen
  • οἰνο-ηθητήσ
    ὁ, der Weindurchseiger
  • οἰνο-θήκη
    ἡ, Weinlager, Weinbehältnis
  • οἰνο-θήρας
    ὁ, auch οἰνοϑηρίς, ίδος, ὴ, ein Strauch, dessen Wurzel nach Wein riecht
  • οἰνό-θρυπτος
    durch Wein verweichlicht
  • οἰνο-κάπηλος
    ὁ, Weinhändler
  • οἰνο-κάχλη
    ἡ, die vom Wein Sprudelnde, Berauschte
  • οἰνό-ληπτος
    vom Wein ergriffen, trunken
  • οἰνο-μανής
    ές, von rasender Liebe zum Wein, weintoll
  • οἰνο-μανία
    ἡ, Weintollheit
  • οἰνο-μάχλη
    ἡ, die von Wein, Weinrausch Üppige
  • οἰνό-μελι
    ιτος, τό, Weinhonig, eine Art Met
  • οἰνο-μήτωρ
    ορος, ἡ, Weinmutter
  • οἰνο-πέδη
    ἡ, u. οἰνό-πεδον
    τό, Weinland, Weinberg
  • οἰνό-πεδος
    mit Weinland, weintragend
  • οἰνο-πέπαντος βότρυς
    Traube, in der der Wein gereift ist
  • οἰν-οπίπης
    ὁ, u. οἰν-οπίπη
    ἡ, nach Wein gaffend, lüstern nach Wein
  • οἰνο-πλάνητος
    durch Wein verwirrt, weinbetört
  • οἰνο-πληθής
    ές, voll Weines, weinreich
  • οἰνο-πλήξ
    ῆγος, u. οἰνό-πληκτος
    vom Wein getroffen, trunken
  • οἰνο-ποιέω
    Wein bereiten
  • οἰνο-ποιΐα
    ἡ, Weinbereitung
  • οἰνο-ποιός
    Wein bereitend
  • οἰνό-πολος
    sich mit Wein beschäftigend
  • οἰνο-πόρος
    Wein darbietend
  • οἰνο-ποσία
    ἡ, das Weintrinken
  • οἰνο-ποτέω
    Wein trinken
  • οἰνο-ποτήρ
    ῆρος, ὁ, Weintrinker
  • οἰνο-πότης
    ὁ, Weintrinker, Zecher
  • οἰν-όπτης
    ὁ, Weinschauer, der beim Trinken darauf sehen mußte, daß man das rechte Maß Wasser zum Wein mischte
  • οἰνο-πωλέω
    Wein verkaufen
  • οἰνο-πώλης
    ὁ, Weinhändler
  • οἰνο-πώλιον
    τό, ein Ort, wo Wein verkauft wird, ein Weinhaus
  • οἶνος
    ὁ, Wein; auch αἴϑοψ, ἐρυϑρός, μέλας, also bes. roten Wein, auch als ἡδύς, μελιηδής, μελίφρων, süß, auch als εὐώδης, duftend, bezeichnet; er wurde gewöhnlich mit Wasser gemischt; ἐν οἴνῳ, beim Weine; auch von weinähnlichen, berauschenden Getränken; κρίϑινος, eine Art Bier aus Gerste; ἐκ κριϑῶν, Palmwein, Lotoswein; diesen weinähnlichen Getränken wird der echte Wein als οἶνος ἀμπέλινος entgeggstzt. Der Wein wurde übrigens mit verschiedenen Ingredienzien abgezogen, um ihm einen andern Geschmack zu verleihen. Auch der Ort, wo der Wein verkauft wird, heißt οἶνος
  • οἰνό-σπονδα
    τά, Spenden, Libationen mit Wein
  • οἰνοσσόος
    Wein erhaltend
  • οἰνο-τόκος
    Wein erzeugend
  • οἰνο-τρόπαι
    αἱ, die Weinverwandlerinnen, so hießen die drei Töchter des Königs Anios von Delos, weil sie Wasser in Wein verwandeln konnten
  • οἰνο-τρόφος
    Wein nährend, tragend
  • οἰνο-φαγία
    ἡ, das Weinessen
  • οἰνο-φλυγέω
    ein οἰνόφλυξ, trunken sein
  • οἰνο-φλυγία
    ἡ, Weintrunkenheit, Trunksucht
  • οἰνό-φλυξ
    υγος, u. οἰνό-φλυκτος
    weintrunken, trunksüchtig
  • οἰνο-φορεῖον
    τό, Weinfaß
  • οἰνο-φορέω
    Wein tragen
  • οἰνο-φόρος
    Wein tragend, enthaltend
  • οἰνο-φύλαξ
    ακος, ὁ, Weinhüter
  • οἰνό-φυτος
    mit Wein bepflanzt; κτήματα, Besitzungen mit Weinbergen. Aber οἰνοφύτος Λύαιος ist = der Weinpflanzende
  • οἰνο-χαρής
    ές, sich am Weine freuend
  • οἰνο-χάρων
    οντος, ὁ, ein Charon des Weines, heißt Philipp von Macedonien, weil er die Lebenden durch vergifteten Wein in die Unterwelt beförderte, zugleich mit Anspielung auf οἰνοχαρής, wegen seiner bekannten Trunkliebe
  • οἰνο-χοεία
    ἡ, das Weineinschenken
  • οἰνο-χοέω
    Mundschenk sein, Wein einschenken
  • οἰνο-χόη
    ἱ, das Gefäß zum Eingießen des Weines aus dem großen Mischgefäße in die Becher, Gießkanne; der Schenktisch mit den Trinkgefäßen
  • οἰνο-χόημα
    τό, der eingegossene Wein, ein Fest, wobei Wein geschenkt wird
  • οἰνο-χοϊκός
    ή, όν, zum Mundschenken gehörig
  • οἰνο-χόος
    Wein zum Trinken einschenkend, der Wein-, Mundschenk
  • οἰνό-χρως
    ωτος, weinfarbig
  • οἰνό-χυτον
    πόμα, der Trank des eingeschenkten Weines
  • οἶν-οψ
    οπος, weinfarbig, wie Wein aussehend. Beiw. des unruhigen, wellenschlagenden Meeres; auch von der Farbe der Stiere: dunkelrot
  • οἰνόω
    mit Wein berauschen
  • οἴνωσις
    ἡ, die Trunkenheit
  • οἰνωτός
    berauscht, betrunken
  • οἴνωτρον
    τό, der Weinpfahl
  • οἰν-ώψ
    ῶπος, weinfarbig; τὸν οἰνῶπ' ἀνέχουσα κισσόν, auf die Ähnlichkeit der Blätter und Früchte gehend; auch Βάκχος, mit Reben gekränzt
  • οἰό-βατος
    allein gehend, einsam, öde
  • οἰό-βιος
    einsam lebend
  • οἰό-βοτος
    von Schafen beweidet
  • οἰο-βουκόλος
    allein, nur ein Rind weidend
  • οἰο-βώτας
    ὁ, der allein Weidende; νῦν δ' αὖ φρενὸς οἰοβώτας, der seinen Sinn allein weidet, d. i. der seinen Weg allein geht, der Eigensinnige
  • οἰο-γένεια
    ἡ, die einzige Tochter
  • οἰό-ζωνος
    = μονόστολος, der Alleingehende
  • οἰόθεν
    von einem allein, von einer Seite allein; verstärktes οἶος, ganz allein, allein für sich
  • οἰόθι
    allein, für sich
  • οἰό-κερως
    ωτος, einhörnig
  • οἴομαι
    meinen, vermuten, von ungewissen, zweifelhaften Dingen; a) in Beziehung auf die Zukunft: ahnen, wo wir auch 'denken' brauchen; ἀλλά μιν οἴω κήδεσι μοχϑήσειν καὶ πλείοσιν, ich denke, er wird noch mehr zu leiden haben; bei schlimmen Dingen, wo wir fürchten sagen können; ὀϊόμενος ϑανέεσϑαι, der fürchtet, ahnet, daß er sterben werde; νηὸς ἔφεσσαί με, μή με κατακτείνωσι, διωκέμεναι γὰρ ὀΐω, ich fürchte, daß sie mich verfolgen; τρώσεσϑαι ὀΐω, ich fürchte, daß mancher getötet werden wird, wo sich aber der Fürchtende selbst mit einschließt, wie τῶνδε μνήσεσϑαι ὀΐω, ich hoffe, wir werden uns dessen erinnern; von guten Dingen: hoffen, und von dem, was der Meinende selbst tun will: gedenken, gesonnen, gewillt sein; οὐ γὰρ ἔγωγ' ἔτι σοι πείσεσϑαι ὀΐω, ich bin nicht gesonnen, dir noch ferner zu gehorchen; κιχήσεσϑαι δέ σ' ὀΐω, ich denke, dich einzuholen; absolut: τῷ ἑπόμην ἐπὶ νηός, ὀϊόμενός περ, ἀνάγκῃ, obwohl ich es ahnte, was er tun werde; b) in Beziehung auf Vergangenes oder Gegenwärtiges: ein bestimmtes Urteil milder hinstellend, wie unser, 'ich sollte meinen', 'ich denke', 'ich glaube'; ὀϊομένη τὸν κάμμορον, immer sich den Unglücklichen vorstellend, und hoffend, daß er zurückkehre; auch γόον ὠΐετο ϑυμός, das Herz ahnete Kummer; αὐτίκα γὰρ κατὰ ϑυμὸν ὀΐσατο, er ahnete es im Herzen; ἀλλά μοι ὧδ' ἀνὰ ϑυμὸν ὀΐεται, ὡς ἔσεταί περ, so ahnet es mir im Geiste; αἰεὶ ὀΐεαι, immer argwöhnst du; εἴ τις οἴεται τόδε βροτὸς δικάζειν, wenn einer meint; dafürhalten; mit einem einfachen acc., für wahr halten; am häufigsten bescheidener Ausdruck od. höflich als bloße Vermutung aussprechend, was als sichere und unbestreitbare Behauptung gelten soll. Nach einer Frage, bes. einer negativen, drückt οἶμαι eine nachdrückliche Bekräftigung aus, das versteht sich! das will ich meinen!; οἴεσϑαί γε χρή, so muß man wohl annehmen, sicherlich. Zuweilen entspricht es dem lat. opinor, bei einer Erinnerung aus dem Gedächtnis, die man nicht als unzweifelhaft hinstellen will, wenn mir recht ist, denke ich. Auch ironisch wie credo. Oft wird auch die Frage πῶς οἴει; πῶς οἴεσϑε; zur Steigerung mit größerem Nachdruck eingeschoben: wie glaubst du wohl? Οἴομαι δεῖν, ich halte für nötig, ist oft so viel wie ich habe mir vorgesetzt, ich will; λέγειν οἴεται δεῖν ποιεῖν δεινούς, er will die Leute zu geschickten Rednern machen; οἴεται δεῖν εἰδέναι, er will sehr klug sein, bildet sich ein, sehr klug zu sein. Aber Ἀναξαγόρου οἴει κατηγορεῖν, du glaubst den Anaragoras anzuklagen. Mit ὥςπερ οὐκ οἴομαι, wie ich es denn nicht glaube, wird eine negative Annahme hinzugesetzt, zur Bekräftigung. Absolut οἰηϑείς, in großer Erwartung
  • οἱονανεί
    wie wenn etwa
  • οἱονεί
    wie wenn gleichsam
  • οἰονόμος
    allein weidend = der Schafhirt; von Gegenden: einsam
  • οἰό-νους
    der Verstand zu haben scheint, scherzhaft zur Ableitung von οἶνος gebildet
  • οἰο-πέδῑλος
    mit einem Schuh
  • οἰό-ποκος
    vom Schafe: geschoren
  • οἰο-πολέω
    allein sein, einsam leben; oder von οἶς, Schafe hüten, weiden
  • οἰο-πόλος
    1) von οἶος, allein seiend, einsam; von Gegenden. 2) (οἶς), Schafe hütend, weidend, vom Hermes
  • οἰο-προ-κρεμάς
    γυπίας πέτρα, allein hervorragend u. herüberhangend
  • οἶος
    allein, ohne andere Hilfe oder Begleitung; καὶ οἶος, auch allein, ohne Hilfe; verstärkt οἰόϑεν οἶος, ganz allein; εἷς οἶος, oft, δύ' οἴω, zwei allein; οἶος ἀπὸ σεῖο, οἶος ἀπ' ἀνϑρώπων, d. i. verlassen von dir, von den Menschen; auch τῶν οἶος, von denen verlassen; οἶος μετὰ τοῖσιν, allein unter diesen; οἴη ἐν ἀϑανάτοισιν, allein unter den Göttinnen. Auch, wie μόνος, einzig in seiner Art, vortrefflich
  • οἷος
    relativ. zum Fragewort ποῖος, qualis, so beschaffen wie; a) sich bestimmt auf das Demonstrativum τοῖος beziehend; ἀκουέμεν ἀοιδοὖ τοίου, οἷος ὅδ' ἐστίν, einen solchen Sänger zu hören, wie der hier ist; auch auf das einfache Demonstrativum bezüglich; mit ausgelassenem Demonstrativum, welches leicht zu ergänzen ist; οὐδὲν οἷον τὸ αὐτὸν ἐρωτᾶν, nichts ist so wie das Selbstfragen, dies ist das Beste; οὐκ ἄν που περὶ τοῦ τοιούτου ὁ λόγος εἴη οἵου τοῦ ἐνός, über ein solches, wie das eine ist; πρὸς ἄνδρας τολμηροὺς οἵους καὶ Ἀϑηναίους, zu solch verwegenen Männern, wie auch die Athener sind; συγγράφεσϑαι λόγους οἵους εἰς τὰ δικαστήρια, solche Reden, wie sie für die Gerichte passen; b) in indirekter Frage: von welcher Art, was für ein, u. im verwundernden oder unwilligen Ausruf; οἷον δὴ τὸν μῦϑον ἐπεφράσϑης ἀγορεῦσαι, welch eine Rede hast du doch da vorzubringen gewußt!; im neutr., οἷον δή νυ ϑεοὺς βροτοὶ αἰτιόωνται, wie beschuldigen doch die Sterblichen die Götter; οἷά μ' ἔοργας, nach dem, was du mir getan hast; τὸν δὲ ἄνακτα χόλος λάβεν, οἷον ἄκουσεν, nach dem, was er gehört, oder weil er solches gehört hatte; mit einer dem lat. quae est tua humanitas entsprechenden Wendung: οἷος ἐκείνου ϑυμὸς ὑπέρβιος, οὔ σε μεϑήσει, wie sein Herz ist, d. i. da sein Herz so ist, nach seinem Übermute; πρὸς οἷα δουλείας ζυγὰ χωροῦμεν, οἷοι νῷν ἐφεστᾶσι σκοποί, da solche Späher dabei stehen; τίς δὲ τολμήσει κλύων τὰ τοῦδ' ἕπεσϑαι τἀνδρός, οἷ' ἐϑέσπισεν, nach dem, was er weissagte, da er solches geweissagt; τὴν ἐμαυτοῦ τύχην ἀπέκλαιον, οἵου ἀνδρὸς ἑταίρου ἐστερημένος εἴην, ich beklagte mein Geschick, welches Mannes ich beraubt sei; c) c. acc., οἶδ' ἀρετὴν οἷός ἐσσι, was für ein Mann an Trefflichkeit du bist; c. inf., οἷος ἐκεῖνος ἔην τελέσαι ἔργον τε ἔπος τε, so wie jener war, ein Werk zu vollenden, d. i. so tüchtig wie er war in der Ausführung eines Werkes; ϑέαμα δ' εἰςόψει τάχα τοιοῠτον οἷον καὶ στυγοῦντ' ἐπ οικτίσαι, ein solches Schauspiel, wie es auch der Feind bejammert, so daß auch der Hassende Mitleid empfindet; οἵ γε ἀγαϑοὶ δίκαιοί τε καὶ οἷοι μὴ ἀδικεῖν, von der Art, daß sie nicht Unrecht tun; οἷοςτε c. inf. = im Stande sein, geschickt sein, etwas zu tun, d. i. ich kann es tun; neutr. οἷόν τέ ἐστιν, es ist möglich; ἕως ἔτι τὸ πέλαγος οἷόν τε περαιοῠσϑαι, so lange es noch möglich; οἷόν τε οἴει, hältst du es für möglich; οἷόν τε ὄν, da es möglich ist; ὡς οἷόν τε μάλιστα, so sehr wie möglich; die Geneigteit etwas zu tun, wie wir sagen: er ist im Stande dies zu tun, für 'er ist nicht abgeneigt'; d) die Attiker verdoppeln das Wort in demselben Satze; σκέψαι δέ, οἵῳ ὄντι μοι περὶ σὲ οἷος ὢν περὶ ἐμὲ ἔπειτά μοι μέμφῃ, vergleiche mein Betragen gegen dich mit deinem gegen mich, und dann tadele mich; e) Adverbial = Ausdruck einer indirekten Frage und eines verwundernden Ausrufs
  • ὄϊος
    vom Schafe; γάλα, Schafmilch; ἔρι ον, Schafwolle
  • οἰό-φρων
    ονος, eigensinnig
  • οἰο-χίτων
    ωνος, nur im Untergewande, im bloßen Rock ohne Mantel, also leicht gekleidet
  • οἰόω
    machen, daß einer allein ist, verlassen, im Stich lassen
  • ὄϊς (ovis), ὁ, ἡ, das Schaf, sowohl das männliche als das weibliche; doch wird das männliche, der Schafbock, gew. ausdrücklich bezeichnet durch ἄρσην, wie das weibliche durch ὄϊς ϑῆλυς
  • οἶσθα
    du weißt
  • οἶσις
    ἡ, das Tragen
  • οἰσό-καρπον
    die Frucht des οἶσος
  • οἶσον
    τό, Flechtwerk, Taue
  • οἶσος
    ὁ, oder οἰσός, ein weidenartiger Strauch, dessen Zweige zu Flechtwerk und Stricken benutzt wurden
  • οἰσο-φάγος
    ὁ, der Schlund, die Speiseröhre, durch welche das Essen getragen wird
  • οἰσπάτη
    ἡ, Schafmist
  • οἴσπη
    ἡ, das Fett und der Schmutz der ungewaschenen Schafwolle
  • οἰσπώτη
    ἡ, u. οἰσπότη
    ἡ, der fettige Schmutz der ungewaschenen Schafwolle; Schafmist
  • οἰστέον
    man muß tragen
  • ὀΐστευμα
    τό, der abgeschossene Pfeil
  • ὀϊστευτήρ
    ῆρος, ὁ, u. ὀϊστευτής
    ὁ, der mit dem Pfeile Schießende
  • ὀϊστευτύς
    ύος, ἡ, die Kunst des Pfeilschießens
  • ὀϊστεύω
    mit dem Pfeile schießen; ὅν τις ὀϊστεύσας ἔβαλεν, d. i. den einer mit dem Pfeile getroffen hat
  • οἰστικός
    tragend, bringend
  • ὀϊστο-βόλος
    den Pfeil schießend
  • ὀϊστο-βρόχιον
    τό, Pfeilschlinge
  • ὀϊστο-δέγμων
    ονος, Pfeile fassend, enthaltend
  • ὀϊστο-θήκη
    ἡ, u. ὀϊστο-δόκη
    ἡ, Pfeilbehälter, Köcher
  • ὀϊστο-κόμος
    die Pfeile besorgend, haltend
  • οἰστός
    zu tragen, erträglich
  • ὀϊστός
    ὁ, der Getragene, Geworfene, der Pfeil; χαλκήρης, mit eherner Spitze; πτερόεις, gefiedert
  • ὀϊστ-οῦχος
    Pfeile haltend
  • ὀϊστο-φόρος
    Pfeile tragend
  • οἰστράω
    1) eigtl. von der Bremse: durch den Stich das Vieh wild machen, in Wut versetzen; übertr., anstacheln, reizen, bes. in heftige Leidenschaft, Wut versetzen. 2) intrans., von Tieren, durch den Stich oder das Gesumme der Bremsen (οἶστρος) unruhig, wild werden; übertr., in heftige Leidenschaft geraten, außer sich geraten, rasen
  • οἰστρηδόν
    wie von der Bremse gestochen, wütend
  • οἰστρήεις
    εσσα, εν, von den Bremsen gestochen, wütend
  • οἰστρ-ηλασία
    ἡ, das Stechen der Bremse, welches das Vieh herumtreibt und in Wut versetzt, u. übertr., die Wut, heftige Leidenschaft
  • οἰστρ-ηλατέω
    eigtl. von der Bremse, durch den Stich das Vieh scheuchen, wild machen, übertr., in Wut, heftige Leidenschaft versetzen
  • οἰστρ-ήλατος
    von der Bremse getrieben, übertr., in Wut, heftige Leidenschaft versetzt; οἰστρηλάτῳ δείματι, von der mit Wahnsinn geißelnden Furcht
  • οἴστρημα
    τό, die erregte Wut, auch trans., das Wut Erregende; οἰστρήματα λύσσης, das, was in Wut zu versetzen pflegt
  • οἴστρησις
    ἡ, das Wuten, heftige Leidenschaft, bes. von der Liebe
  • οἰστρο-βολέω
    mit dem Stachel treffen, verwunden
  • οἰστρο-δίνητος
    u. οἰστρο-δόνητος
    von der Bremse herumgetrieben, übertr., in Wut, Leidenschaft umhergetrieben
  • οἰστρο-μανής
    ές, vom Bremsenstiche rasend, übh. wütend
  • οἰστρο-μανία
    ἡ, Wut, rasende Leidenschaft
  • οἰστρο-πλήξ
    ῆγος, ὁ, von der Bremse gestochen, wütend
  • οἶστρος
    ὁ, oestrus, die Bremse, die das Vieh verfolgt und plagt; oft bei der in die Kuh verwandelten Io; daher Stich, Stachel, auch übertr. von heftigen Leidenschaften; μανίᾳ, von dem wütenden, Unglück prophezeienden Geschrei der Vögel; bes. von Liebesraserei
  • οἰστρο-φόρος
    einen Stachel tragend, zur Wut oder Leidenschaft anreizend
  • οἰστρόω
    in Wut, Leidenschaft versetzen
  • οἰστρ-ώδης
    ες, wie von der Bremse getrieben, gestachelt, wahnsinnig
  • οἰσύα
    ἡ, wie οἶσος, ein weidenartiger Strauch, Bandweide
  • οἰσύϊνος
    von den Zweigen der οἰσύα, aus Weidenzweigen gemacht, geflochten
  • οἰσυο-πλόκος
    aus Weidenruten flechtend
  • οἰσυ-ουργός
    aus Weidenzweigen arbeitend
  • οἰσυπηρὸν ἔριον
    schweißige, schmutzige Wolle
  • οἰσυπίς
    ίδος, ἡ, ein Flausch, Flocken Wolle, bes. ungewaschene Fettwolle
  • οἴσυπος
    der fette Schweiß oder Schmutz der ungewaschenen Schafwolle (von οἶς), auch Schafmist
  • οἰτό-λινος
    ὁ, Gesang vom Tode des Linos
  • οἶτος
    ὁ, Los, Geschick; Unglück
  • οἴφω
    u. οἰφέω
    heiraten u. ehelich beiwohnen, beschlafen
  • οἰχνέω
    u. οἰχνεύω
    gehen, kommen; ἀγγελίης οἴχνεσκε, er pflegte als Bote zu gehen
  • οἴχομαι
    gehen, bes. weggehen, sich auf den Weg begeben; fortgegangen sein, fortsein; so heißt Odysseus, der 20 Jahre vom Vaterlande entfernt ist, oft δὴν οἰχόμενος. Oft steht ein Participium dabei, die Art des Entfernens angebend, οἴχεται φεύγων, fliehend geht er davon; ᾤχετ' ἀποπτάμενος, er flog davon; νηῒ οἴχεσϑαι, zu Schiffe abfahren; Περσῶν τῶν οἰχομένων Ἑλλάδ' ἐς αἶαν. die nach Griechenland gezogen sind; οἴχεται ἀγομένη, sie wird weggeführt; ᾤχετο ἄγων, er führte weg; οἶδα γὰρ ὅπη οἴχονται, wohin sie weggegangen sind; ᾤχετο ἄγων τὸν ἵππον, er führte das Pferd fort; ᾤχοντο δ' ἐν τοῖς ὀχυροῖς, sie waren fortgegangen und befanden sich nun in den festen Plätzen. Bes. Euphemismus für sterben; ᾤχοντ' ἄφαντοι, sie kamen um; τὸ Περσῶν ἄνϑος οἴχεται πεσόν, ist dahingesunken; οἴχομαι φόβῳ, ich komme um vor Furcht; οἱ οἰχόμενοι, die Gestorbenen. Auch von leblosen Dingen wird es gebraucht, sowohl übh. eine schnelle Bewegung bezeichnend, daherfahren, von Geschossen u. Stürmen, als bes. verloren gehen, untergehen, verschwinden, πῆ σοὶ μένος οἴχεται; wohin ist dein Mut? wo bleibt dein Mut?
  • οἰωνίζομαι
    den Flug und die Stimmen der Vögel beobachten, um daraus Vorbedeutungen zu entnehmen und zu wahrsagen. Als eine Vorbedeutung ansehen, ahnen; ὃν οἰωνίσαιτ' ἄν τις μᾶλλον ἰδὼν ἢ προςειπεῖν βούλοιτο, den man lieber als einen Anblick von böser Vorbedeutung vermeiden, als ihn anreden möchte
  • οἰωνικός
    den Vogelflug und Wahrsagungen daraus betreffend
  • οἰώνισμα
    τό, Vogelzeichen, eine aus dem Fluge oder der Stimme der Vögel entnommene Vorbedeutung oder Weissagung
  • οἰωνισμός
    ὁ, die Weissagung aus dem Fluge u. der Stimme der Vögel, übh. das Weissagen, die Prophezeiung
  • οἰωνιστήριον
    τό, Ort zur Beobachtung des Vogelfluges. Das Vogelzeichen und die in demselben liegende Vorbedeutung
  • οἰωνιστής
    ὁ, Vogelschauer, der aus dem Fluge od. den Stimmen der Vögel weissagt
  • οἰωνιστικός
    das Beobachten des Vogelflugs und das Prophezeien aus demselben betreffend; ἡ οἰωνιστική, die Vogelschaukunft
  • οἰωνό-βρωτος
    von Raubvögeln gefressen
  • οἰωνο-θέτης
    ὁ, der Vogelschauer, der die Bedeutung der Vogelzeichen bestimmt
  • οἰωνό-θροος
    γόος, von Vögeln ertönende, erhobene Klage
  • οἰωνο-κτόνος
    (Raub-) Vögel tötend
  • οἰωνο-μαντεία
    ἡ, das Weissagen aus dem Fluge oder der Stimme der Vögel
  • οἰωνο-μαντικός
    ή, όν, das Weissagen aus dem Vögelfluge betreffend, ἡ οἰωνομαντική, die Kunst des Weissagens aus dem Vogelfluge
  • οἰωνό-μαντις
    ὁ, der aus dem Fluge od. den Stimmen der Vögel weissagt
  • οἰωνό-μικτος
    mit Vogelgestalt gemischt
  • οἰωνο-πόλος
    ὁ, der sich mit weissagenden Vögeln, οἰωνοῖς beschäftigt, ihren Flug od. ihre Stimme beobachtet und daraus weissagt
  • οἰωνός
    ὁ (οἶος), ein einzeln, einsam fliegender Vogel, wie die Raubvögel, die nie schwarmweise fliegen, Geier u. Adler; φῆναι ἢ αἰγυπιοί, als Sinnbild der Schnelligkeit. Der Adler ist Zeus' Bote; meist von Raubvögeln. Weil besonders diese größeren, einzeln fliegenden, selten gesehenen Vögel als von den Göttern gesendet und die Zukunft andeutend betrachtet wurden, ist οἰωνός der Wahrsagevogel. Dah. Vogelzeichen, eine aus dem Fluge oder der Stimme der Vögel entnommene Vorbedeutung der Zukunft, das Weissagen aus dem Vogelfluge; εἷς οἰωνὸς ἄριστος, ἀμύνεσϑαι περὶ πάτρης, eine Vorbedeutung ist die beste, fürs Vaterland zu kämpfen, sagt Hektor, das Hinweisen auf andere Vogelzeichen ablehnend; οἰωνοὶ ἀγαϑοί, gute Vorzeichen; πρὸς οἰωνοῦ τιϑέμενος, es als eine Vorbedeutung auslegen
  • οἰωνο-σκοπεῖον
    τό, ein Ort, von dem aus man den Flug od. die Stimmen der Vögel beobachtet
  • οἰωνο-σκοπέω
    Flug u. Stimme der Vögel beobachten, um danach zu weissagen
  • οἰωνο-σκόπημα
    τό, das Zeichen, welches aus dem Fluge oder den Stimmen der Vögel entnommen wird, augurium
  • οἰωνο-σκοπία
    ἡ, Geschäft und Amt des οἰωνοσκόπος
  • οἰωνο-σκοπικός
    ή, όν, die Vogelschau betreffend; ἡ οἰωνοσκοπική, die Kunst, den Flug der Vögel zu beobachten und aus demselben zu weissagen
  • οἰωνο-σκόπος
    ὁ, der Vogelschauer, der die Stimme und den Flug der Vögel beobachtet und daraus weissagt
  • οἰωτός
    χιτών, ὁ, Rock von Schaffellen
  • ὀκέλλω
    Schiffe auf den Strand treiben, scheitern lassen; allgemeiner, τὸν πλόον ὀκέλλει, treibt, nimmt den Lauf; auch intr., τῶν νεῶν πολλαὶ ὀκέλλουσι καὶ ἐκπίπτουσι, stranden; übertr., ὤκειλεν εἰς πολυτελῆ δίαιταν ἐκ τῆς παλαιᾶς σωφροσύνης, er ging über
  • ὀκλαδίας
    ϑρόνος, ὁ, ein Klappstuhl, Feldstuhl, den man zusammenlegen kann; δίφρος, wo man sieht, daß sich die reichen Athener solche Stühle nachtragen ließen
  • ὀκλαδιάω
    ich will, bin im Begriff in die Kniee zu sinken
  • ὀκλαδόν
    u. ὀκλαδιστί
    mit gebogenen Knieen kauernd, hockend
  • ὀκλάζω
    mit gebogenen Knieen sich auf die Fersen niederlassen, hinhocken, hinkauern; καὶ ὤκλαζε καὶ ἐξανίστατο, in einem persichen Tanze; c. acc., zusammenlegen, krümmen; sich auf die Kniee niederlassen. Übertr., οὐ σῆς κραδίης ὑψαύχενος ὤκλασεν ὄγκος, legte sich. Auch = müde werden; aus Erschöpfung nachlassen, erschlaffen
  • ὄκλασις
    ἡ, das mit gebogenen Knieen Niedersitzen auf die Fersen; βοός, das Biegen der Kniee
  • ὄκλασμα
    τό, ein Tanz, von dem darin vorkommenden Hinhocken benannt
  • ὀκλαστί
    z. B. πηδᾶν, vom Hüpfen des Frosches
  • ὀκνέω
    zaudern, zögern, Bedenken tragen; ὅταν τι δρᾷς ἐς κέρδος, οὐκ ὀκνεῖν πρέπει, mußt du nicht Bedenken tragen; auch = sich scheuen; auch wie die Verba des Fürchtens mit μή construiert; auch περί τινος, für einen besorgt sein
  • ὀκνηρός
    saumselig, bedenklich; ἐλπίδες ὀκνηρότεραι, von der Furcht
  • ὄκνος
    ὁ, 1) das Zaudern, Zögern, aus Furcht oder aus Trägheit, oder auch aus körperlicher Ermüdung; τοῦ πόνου γὰρ οὐκ ὄκνος, will nicht säumen. 2) eine Reiherart, die Rohrdommel, sonst ἀστερίας. 3) in einem Gemälde des Sokrates soll ὄκνος eine allegorische Figur gewesen sein, ein Mann, der ein Seil dreht, welches eine Eselin wieder zernagt; daher Symbol jeder vergebens unternommenen, nie zu Ende kommenden Arbeit, Ocnus spartum torquens; daher sprichwörtlich συνάγει τοῦ Ὄκνου τὴν ϑώ-μιγγα, wo es auch als eine schlechte Hausfrau gedeutet wird, welche durchbringt, was der Mann erwirbt
  • ὀκνό-φιλος
    das Zaudern liebend
  • ὄκος
    ὁ, oder ὄκκος, oculus, das Auge
  • ὀκριάω
    rauh, scharf machen, nur pass.; übertr., vom Zorn; πανϑυμαδὸν ὀκριόωντο, in vollem Zorne wurden sie gegen einander aufgebracht
  • ὀκρί-βας
    αντος, ὁ, 1) Gerüst auf der Schaubühne, bes. in der Tragödie, von wo herab die Schauspieler sprachen; έφεστῶτα ὀκρίβασιν οὕτως ὑψηλοῖς, vom tragischen Kothurn. 2) die Staffelei des Malers. 3) der erhöhte Sitz des Kutschers, Kutschbock; übh., wie κιλλίβας, ein Gerüst, hinaufzusteigen oder etwas darauf zu stellen; auch = κίλλος, Esel, wilder Bock
  • ὀκρί-βατον
    τό, vom Kutscherbock
  • ὀκριο-ειδής
    ές, von spitziger Gestalt, einer Hervorragung ähnlich
  • ὀκριόεις
    εσσα, εν, mit vielen hervorragenden Ecken u. Spitzen, eckig, scharf, rauh; λίϑος, μάρμαρος, πέτρος, von Steinen, mit denen man wirft; ὀκριοέσσῃ χϑονὶ τῇδε πελῶ, vom felsigen, rauhen Kaukasus; ὀκριόεντι λίϑῳ, Schleifstein
  • ὄκρις
    ιος, ἡ, jede Hervorragung, Spitze
  • ὀκρίωμα
    τό, Unebenheit, hervorstehende Spitze
  • ὀ-κρυόεις
    εσσα, εν, kalt, Schauder erregend, fürchterlich; ὀκρυόεσσα βᾶρις, vom Nachen des Charon; öfter von allem, was sich auf Tod und Unterwelt bezieht; es ist übrigens oft mit ὀκριόεις verwechselt, mit dem es allerdings auch einige Ähnlichkeit in der Bedeutung hat, obgleich es nie von körperlicher Rauhheit oder Unebenheit gebraucht wird
  • ὀκτά-βλωμος
    achtbissig, ἄρτος, wahrscheinlich eine Art Brote, welche beim Backen durch Einschnitte in acht gleiche Teile geteilt waren
  • ὀκτα-δάκτυλος
    von acht Fingern, acht Finger lang, breit
  • ὀκτά-δραχμος
    acht Drachmen wert, schwer
  • ὀκτά-εδρος
    achtseitig, τὸ ὀκτ., mit acht Seitenflächen
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