245 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • ξέσις
    ἡ, das Schaben, Abkratzen, Glätten, bes. des Holzes
  • ξέσμα
    τό, das Abgeschabte, Abgekratzte
  • ξέστης
    ὁ, ein Maß für flüssige u. trockne Dinge, sextarius der Römer
  • ξεστός
    geschabt, durch Behauen, Schaben, Hobeln u. dgl. geglättet u. poliert, bes. von Holzsachen; ἵππος, vom hölzernen Pferde; auch von behauenen, polierten Steinen; übh. glatt, kahl
  • ξεστο υργία
    ἡ, die Arbeit des Glättens, Polierens
  • ξέστρον
    τό, Werkzeug zum Glätten u. zum Bearbeiten des Holzes u. des Steins
  • ξέω
    schaben, glatt machen, durch Behauen, Hobeln, Schaben u. dgl. glätten, polieren, bes. vom Holze; ξέσσεν ἐπισταμένως, von der Bearbeitung des Holzes zum Schiff od. Hausbau; von den Arbeiten des Zimmermanns, Tischlers, Drechslers, Hornarbeiters, Steinmetzen. Übertr. von der Rede: fein ausarbeiten
  • ξηραίνω
    ξηρανῶ; trocknen, dörren
  • ξηρ-αλοιφέω
    eigtl. trocken salben, ein Ausdruck aus der Kunstsprache der Ringer, vom Einreiben des Leibes mit Öl ohne Wasser, welches vor dem Anfange der Leibesübungen geschah, um die Glieder geschmeidig zu machen
  • ξηρ-αλοιφία
    ἡ, das trockne Salben der Ringer, mit bloßem Öl
  • ξηρ-αμπέλινος
    χιτών, von der Farbe des trocknen Weinlaubes, eine erst bei den Römern aufgekommene Art Purpur, vestes xerampelinae
  • ξήρανσις
    ἡ, das Trocknen
  • ξηραντικός
    trocknend
  • ξηρασία
    ἡ, Trockenheit, Dürre
  • ξήριον
    τό, trocknes Heilmittel, Streupulver
  • ξηρο-βάτης
    ὁ, der auf dem Trocknen geht
  • ξηρο-βατικός
    ή, όν, auf dem Trocknen gehend, Ggstz ἔνυδρος
  • ξηρο-βιωτικός
    ή, όν, fähig auf dem Trocknen zu leben
  • ξηρο-κακο-ζηλία
    ἡ, mit Trockenheit verbundene κακοζηλία im Stile
  • ξηρό-καρπος
    mit trocknen Früchten
  • ξηρο-κέφαλος
    mit trocknem Kopfe
  • ξηρό-κολλα
    ἡ, trockner Leim
  • ξηρο-κολλούριον
    τό, trockne Augensalbe
  • ξηρό-κοπτος
    trocken abgehauen
  • ξηρο-λουτρέω
    trocken baden
  • ξηρό-μυρον
    τό, trockne wohlriechende Salbe, wohlriechendes Streupulver
  • ξηρο-νομικός
    ή, όν, auf dem Trocknen weidend
  • ξηρο-ποιέω
    trocken machen, austrocknen
  • ξηρο-ποιός
    trocken machend, ausdörrend
  • ξηρο-πόταμος
    ὁ, ein Fluß, der im Sommer austrocknet, Gießbach
  • ξηρο-πυρία
    ἡ, trocknes Schwitzbad
  • ξηρός
    trocken, dürr; γαῖα, vom Lande; von einem ausgetrockneten Flusse; τὸ ξηρὸν τοῦ ποταμοῠ, eine trockne Stelle im Flusse; ἡ ξηρά, sc. γῆ, das trockne, feste Land. Von der Stimme: rauh, heiser. Übh. leer, nichtig, trocken; ἐπὶ ξηροῖς καϑίζειν τινά, aufs Trockne setzen, ihn um alles das Seinige bringen; erschöpft
  • ξηρό-σαρκος
    mit trocknem Fleische
  • ξηρο-σμύρνη
    ἡ, trockne Myrrhe
  • ξηρότης
    ητος, ἡ, Trockenheit, Dürre
  • ξηρο-τριβέω
    trocken reiben
  • ξηρο-τριβία
    ἡ, das trockne Reiben
  • ξηρο-τροφικός
    ή, όν, auf dem Trocknen lebend, trockne Nahrung liebend
  • ξηρο-φαγέω
    trockne Nahrung essen, fasten
  • ξηρο-φαγία
    ἡ, das Essen trockner Nahrung, trockne Nahrung. Bei den Christen die Fastenzeit
  • ξηρ-οφθαλμία
    ἡ, Trockenheit des Auges, eine Art Augenentzündung
  • ξηρ-όφθαλμος
    mit trocknen Augen
  • ξηρό-φλοιος
    mit trockner Rinde
  • ξηρό-φωνος
    mit trockner, heiserer Stimme
  • ξηρ-ώδης
    ες, wie trocken, trocken aussehend
  • ξίφαι
    αἱ, die Eisen am Hobel
  • ξιφ-ήρης
    ες, mit dem Schwerte versehen, gerüstet
  • ξιφη-φορέω
    ein Schwert tragen
  • ξιφη-φορία
    ἡ, das Tragen eines Schwertes
  • ξιφη-φόρος
    ein Schwert tragend
  • ξιφίας
    ὁ, alles Schwertförmige; a) der Schwertfisch; b) eine Art der Kometen
  • ξιφίζω
    einen Schwertertanz tanzen, ein kriegerischer Tanz, wobei man die Hände ausstreckt, wie wenn man ein Schwert hält
  • ξιφίον
    τό, Schwertchen. Auch eine Pflanze, gladiolus communis
  • ξιφισμός
    ὁ, u. ξίφισμα
    τό, ein kriegerischer Tanz
  • ξιφιστής
    ὁ, u. ξιφιστήρ
    ῆρος, ὁ, das Degengehenk
  • ξιφο-δήλητος
    mit dem Schwerte getötet; ϑάνατος, Tod durch's Schwert
  • ξιφο-δρέπανον
    τό, sichelförmiger Degen, Sichelschwert
  • ξιφο-ειδής
    ές, schwertförmig
  • ξιφο-θήκη
    ἡ, Degenscheide
  • ξιφο-κτονέω
    mit dem Schwerte töten
  • ξιφο-κτόνος
    mit dem Schwerte tötend
  • ξιφο-μάχαιρα
    ἡ, Säbelschwert, der Gestalt u. dem Gebrauche nach Säbel u. Schwert zusammen
  • ξιφο-ποιός
    ὁ, Schwerter machend, Schwertfeger
  • ξίφος
    τό, Schwert, Degen; an einem Gehenk, τελαμών, über der Schulter getragen; kleine Dolche, von Taschenspielern und Jägern gebraucht. Im engern Sinne: der gerade Degen, zum Unterschiede von dem krummen Säbel, μάχαιρα. Auch der degenförmige Knochen im Rücken des Blackfisches; eine Pflanze
  • ξιφ-ουλκέω
    das Schwert, den Degen ziehen
  • ξιφ-ουλκία
    ἡ, das Ziehen des Schwertes
  • ξιφ-ουλκός
    das Schwert ziehend
  • ξιφ-ουργός
    Schwerter machend
  • ξιφύδριον
    τό, die Muschel τελλίνη
  • ξοανο-γλύφος
    Bilder schnitzend, der Bilderschnitzer
  • ξόανον
    τό, eigtl. alles aus Holz Geschnitzte; bes. aber Götterbilder aus Holz, auch aus Stein, u. später auch aus anderen Stoffen gearbeitet; aus Cypressenholz
  • ξοανο-ποιΐα
    ἡ, u. ξοαν-ουργία
    ἡ, das Schnitzen oder Aushauen von hölzernen oder steinernen Bildwerken
  • ξοΐς
    ΐδος, ἡ, Werkzeug zum Arbeiten in Holz und Stein, Schnitzmesser, Meißel
  • ξουθό-πτερος
    mit braungelben Flügeln, die Biene
  • ξουθός
    gelblich, bräunlich; eine Mittelfarbe zwischen ξανϑός u. πυῤῥός; διὰ ξουϑᾶν γενύων, von der Nachtigall
  • ξυήλη
    ἡ, u. ξυάλη
    ἡ, ein Messer Holz zu schaben und zu schnitzen. Auch ein Sichelschwert
  • ξυηρός
    geschabt, geglättet
  • ξυλάριον
    τό, u. ξυλάφιον
    τό, Stückchen Holz
  • ξυλεία
    ἡ, 1) das Holzfällen, Holzholen. 2) das Holzwerk, Bauholz, z. B. zu Schiffen
  • ξυλεύομαι
    sich Holz holen, Holz fällen
  • ξυλεύς
    ὁ, Holzsammler
  • ξυλη-βόρος
    Holz fressend, von Würmern
  • ξυλ-ηγέω
    Holz führen, herbeischaffen
  • ξυλ-ηγός
    Holz führend, tragend
  • ξυλήφιον
    τό, Stückchen Holz
  • ξυλία
    ἡ, Holzwerk
  • ξυλίζομαι
    Holz lesen, holen
  • ξυλικός
    von Holz, hölzern; καρποί, Baumfrüchte
  • ξύλινος
    von Holz, hölzern; καρποὶ ξύλινοι, Baumfrüchte; λίνα, Baumwolle
  • ξυλίτης
    ὁ, holzähnlich, ein Fisch
  • ξυλο-βάλσαμον
    τό, Holz des Balsambaumes
  • ξυλο-γλύφος
    Holz schnitzend
  • ξυλο-γραφέω
    auf Holz, auf eine hölzerne Tafel schreiben
  • ξυλο-ειδής
    ές, holzartig, -ähnlich
  • ξυλο-θήκη
    ἡ, Holzbehältnis, Holzstall
  • ξυλο-κανθήλια
    τά, hölzerner Packsattel
  • ξυλο-κασσία
    ἡ, eine Art Zimmet
  • ξυλο-καστέλλιον
    τό, von castellum abgeleitet, hölzernes Häuschen
  • ξυλο-κατά-σκευος
    von Holz gemacht
  • ξυλό-κερκος
    ἡ, ein Tor in Constantinopel
  • ξυλο-κιννάμωμον
    τό, Holz des Zimmetbaumes
  • ξυλό-κολλα
    ἡ, Holzleim
  • ξυλο-κοπέω
    mit dem Stocke schlagen
  • ξυλο-κοπία
    ἡ, das Schlagen mit dem Stocke, Stockprügel
  • ξυλο-κόπος
    Holz hauend, schlagend, spaltend; Baumhacker, Specht
  • ξυλο-λεπής
    ές, Holz abschälend
  • ξυλο-λυχνο ῦχος
    ὁ, Holzleuchter
  • ξυλό-λωτος
    ὁ, Holzlotus
  • ξυλο-μανέω
    unmäßig ins Holz treiben, von zu üppigem Pflanzenwuchse
  • ξυλο-μιγής
    ές, mit Holz gemischt
  • ξύλον
    τό, das Holz (von ξύω), das abgehauen ist, zum Verbrennen oder zu anderer Benutzung für den Haus- und Schiffbau; ξύλα νήϊα, Schiffbauholz. Übh. alles aus Holz Gemachte, Stock, Knittel. Besond. ein bei Sklaven gebrauchtes Zwangs- und Strafwerkzeug, in welches der Hals oder die Füße eingespannt wurden; auch Wahnsinnige oder Tolle wurden in dies Holz gesteckt. Πρῶτον ξύλον ist im athenischen Theater die vorderste, unterste Sitzbank; denn die Sitze waren vor Alters von Holz, der Name blieb aber auch in dem von Stein gebauten Theater; es saßen die Prytanen und Magistrate darauf. Vom Kreuz, an das die Verbrecher geheftet werden. Von lebendigem Holze, der Baum, bei alexandrinischen Dichtern; die Baumwolle: εἴρια ἀπὸ ξύλου. Öfter der Baumwollenbaum; εἵματα ἀπὸ ξύλων, Kleider aus Bast, βίβλος. Übertr., ein hölzerner, stumpfsinniger Mensch. Auch ein bestimmtes Längenmaß hieß so, = 3 πήχεις, 41/2 Fuß
  • ξυλο-παγής
    ές, aus Holz zusammengefügt
  • ξυλο-πέδη
    hölzerner Fußblock
  • ξυλο-πέταλον
    τό, Holzblatt, eine Pflanze
  • ξυλό-πους
    ποδος, mit hölzernen Füßen
  • ξυλο-πώλης
    ὁ, Holzhändler
  • ξυλό-σπογγος
    ὁ, ein an einen Stock gebundener Schwamm
  • ξυλό-στεγος
    mit hölzernem Dache, auch ξυλο- στεγής
  • ξυλο-σχίστης
    ὁ, der Holzspalter
  • ξυλο-τόμος
    Holz schneidend, spaltend, ὁ ξ., der Holzhauer
  • ξυλό-τονα ὄργανα, τά
    Schleudermaschinen, wo elastisches Holz die Stelle der Sehne vertritt
  • ξυλο-τρόφος
    Holz nährend, tragend
  • ξυλο-τρώκτης
    ὁ, Holznager, -spalter
  • ξυλο υργέω
    Holz verarbeiten
  • ξυλο υργία
    ἡ, Bearbeitung des Holzes
  • ξυλο υργικός
    ή, όν, zum Bearbeiten des Holzes gehörig
  • ξυλο υργός
    Holz bearbeitend, ὁ ξ., Zimmermann, Tischler, Bildschnitzer
  • ξυλο-φάγος
    Holz fressend, von Würmern
  • ξυλο-φανής
    ές, wie Holz erscheinend, aussehend
  • ξυλο-φθόρος
    Holz verderbend
  • ξυλο-φορέω
    Holz tragen, bes. einen hölzernen Stock, einen Knittel tragen, wie die Cyniker taten
  • ξυλο-φορία
    ἡ, das Holztragen
  • ξυλο-φόριος
    zum Holztragen gehörig; τὰ ξυλοφόρια, sc. ἱερά, das Laubhüttenfest der Juden
  • ξυλο-φόρος
    Holz tragend
  • ξυλό-φρακτος
    mit Holz eingehägt, befestigt
  • ξυλο-χάρτια
    τά, hölzerne Schreibtäfelchen
  • ξύλοχος
    ὁ, waldige Gegend, Gebüsch, bes. als Aufenthalt des Wildes; ἐν ξυλόχῳ λέοντος, im waldigen Schlupfwinkel, Aufenthalt des Löwen
  • ξυλόω
    zu Holz machen, in Holz verwandeln; im pass. = zu Holz werden; auch = aus Holz machen, bauen
  • ξυλύφιον
    τό, Stückchen Holz
  • ξυλ-ώδης
    ες, holzreich
  • ξυλών
    ῶνος, ὁ, Holzplatz, Holzstall
  • ξύλωσις
    ἡ, der hölzerne Teil des Hauses, das Balkenwerk
  • ξυν-εείκοσι
    zwanzig zugleich, zusammen
  • ξυνή-βιος
    zusammenlebend
  • ξυνήϊος
    gemeinsam; οὐδ' ἔτι που ἴδμεν ξυνήϊα κείμενα, gemeinsames Eigentum, das dem ganzen Heere gehört, noch nicht verteilt ist
  • ξῡνήων
    ονος, ὁ, u. ξῡνήν
    ῆνος, der etwas mit anderen gemeinschaftlich hat, Teilnehmer, Genosse
  • ξῡνο-δοτήρ
    ῆρος, ὁ, der allen gemeinsam Gebende, Apollo, auch Bacchus
  • ξῡνός
    gemeinschaftlich, allen gemeinsam angehörend; Ἐνυάλιος, eigtl. der beiden Teilen gleiche Kriegsgott, von gleichem, unentschiedenem Kampfe; γαῖα δ' ἔτι ξυνὴ πάντων καὶ μακρὸς Ὄλυμπος, das andere ist an die einzelnen Götter verteilt
  • ξῡνό-φρων
    ονος, gleiches Sinnes für alle, Apollo
  • ξῡνο-χαρής
    ές, alle gleich, gemeinsam erfreuend, Apollo
  • ξῡνόω
    gemein machen, mitteilen
  • ξῡνωνία
    ἡ, Gemeinschaft
  • ξυραῖος
    geschoren
  • ξυράω
    scheren, das Haupt- oder Barthaar abscheren; sprichwörtlich ξυρεῖ γὰρ ἐν χρῷ τοῦτο μὴ χαίρειν τινά, eigtl. bis auf die Haut glatt wegscheren, von der nächsten und dringendsten Gefahr, von einem ans Leben greifenden Schmerze; ξυρέονται τὰς ὀφρύας, sie scheren sich die Augenbrauen ab; ξυρεῖν λέοντα, den Löwen scheren, sprichwörtlich von allem Gefährlichen
  • ξυρ-ήκης
    ες, scharf wie ein Schermesser; kahl abgeschoren, κουρᾷ ξυρήκει καὶ μελαμπέπλῳ στολῇ, als Zeichen der Trauer
  • ξυρήσιμος
    scherbar, der Schur bedürftig
  • ξύρησις
    ἡ, u. ξυρησμός
    ὁ, das Scheren, Abscheren des Haares
  • ξυρίας
    ὁ, der Geschorene
  • ξυριάω
    ich habe Lust, mich scheren zu lassen
  • ξυρίς
    ίδος, ἡ, eine gewürzige Pflanze, wie die Schwertlilie, wahrscheinlich von der Ähnlichkeit ihrer Blätter mit einem Schermesser
  • ξυρο-δόκη
    ἡ, Schermesserfutteral
  • ξυρόν
    τό, das Schermesser. Von der haarfeinen Schärfe der Schermesserklinge übertr.; sprichwörtlich von dem entscheidenden Augenblicke, wo ein Haarbreit den Ausschlag geben kann: ἐπὶ ξυροῦ ἀκμῆς ἔχεται ἡμῖν πρήγματα ἢ εἶναι ἐλευϑέροισι ἢ δούλοισι; ἀνϑρώπων σωτῆρες ἐπὶ ξυροῦ ἤδη ἐόντων, von den Dioskuren, den Rettern in der äußersten Gefahr
  • ξυρο-φορέω
    ein Schermesser tragen
  • ξύρω
    ξύρομαι, sich scheren lassen
  • ξύσιλος
    schabig
  • ξύσις
    ἡ, das Schaben, Kratzen
  • ξύσμα
    τό, das Abgeschabte, Abgekratzte; ὀϑονέων, gezupfte Leinwand, Charpie; auch kleine durch Schärfe der Säfte von der Oberfläche der Därme abgeschabte Teilchen; τὰ καλούμενα ξύσματα ἐν τῷ ἀέρι, Sonnenstäubchen. Auch das Eingekratzte, Eingeritzte, = γράμματα, die Schrift. Abgeschabte Stellen, Striemen von Schlägen, Narben von Wunden
  • ξυσματ-ώδης
    ες; κοιλίη ξυσματώδεα διαχωρέουσα, von einem Stuhlgang, in dem sich kleiner Abgang von der Oberfläche der Därme findet
  • ξυσμός
    ὁ, das Schaben, Kratzen, bes. beim Jucken; auch das Jucken selbst, also = κνησμός
  • ξυστ-αρχέω
    ein ξυστάρχης sein
  • ξυστ-άρχης
    ὁ, Vorsteher eines ξυστός, Ringeplatzes
  • ξυστήρ
    ῆρος, ὁ, der Schabende, Kratzende, Suid. - Ein Werkzeug zum Schaben, Kratzen, Schabemesser, Leon. Tar. 4 (VI, 205), unter den τέκτονος ἄρμενα genannt.
  • ξυστήριος
    zum Schaben, Abkratzen gehörig; τὸ ξυστήριον, Werkzeug
  • ξυστιδωτός
    ein Kleid
  • ξυστικός
    schabend, kratzend- Zum ξυστός gehörend, sich darin übend
  • ξυστίς
    ίδος, ἡ; λεπτὸν ὕφασμα περιβόλαιον, ἢ χιτὼν ποδήρης γυναικεῖος, ἰδίως τὸ τῶν τραγῳδῶν ἔνδυμα, ein langes, feines u. dünnes Schleppkleid, wie es bes. die Chortänzer in den Tragödien hatten
  • ξυστο-βόλος
    speerwerfend, Bacchus
  • ξυστόν
    τό, 1) die geglättete hölzerne Stange des Wurfspießes, der Lanzenschaft, die Lanze selbst. 2) ein Werkzeug der Zimmerleute, wahrscheinlich zum Richten und Abgleichen zweier Oberflächen; auch der Maurer. 3) xystum der Römer
  • ξυστός
    ὁ, ein bedeckter Säulengang in den Gymnasien, wo die Leibesübungen im Winter vorgenommen wurden, auch zum Lustwandeln benutzt; von dem künstlich gearbeiteten, geglätteten Fußboden (ξύω, ξέω) benannt. Der ganze Übungsplatz der Athleten in Elis. Bei den Römern auch ξυστόν, xystum, eine offene Terrasse vor den Säulengängen ihrer Landhäuser
  • ξυστός
    geschabt, geglättet
  • ξυστο-φόρος
    Stangen-, Lanzenträger
  • ξυστρίς
    ίδος, ἡ, u. ξύστρα
    ἡ, Werkzeug zum Schaben oder Abreiben, bes. Badestriegel. Auch die Pferdestriegel. Auch ein Werkzeug der Ärzte zum Eingießen gewisser Säfte. Bei den Säulen die Kannelierung
  • ξύστρον
    τό, Werkzeug zum Schaben, Abkratzen, Polieren
  • ξυστρο-ποιός
    der ξύστρας macht
  • ξυστρο-φύλαξ
    ακος, ὁ, Behältnis für die ξύστρα
  • ξυστρωτός
    aufgekratzt; bes. auch von Säulen, = kanneliert
  • ξύω
    schaben, abreiben und dadurch glätten; λίστροισιν δάπεδον ξῦον, sie rieben mit Schürfeisen den Fußboden ab u. glätteten ihn; vom Gewebe; ἑανὸν - ὅν οἱ Ἀϑήνη ἔξυσ' ἀσκήσασα, sie hatte das Gewand glatt gemacht, d. i. sauber und fein gearbeitet, denn der Weber muß das feine Gewebe sorgfältig von Flocken rein und glatt halten; ξῦσαι ἀπὸ γῆρας ὀλοιόν, das Alter hinwegreiben, tilgen; vom Holze: schaben, glätten; auch ritzen, einkratzen
  • Ο
    ο
    ὃ μικρόν, das kleine, d. i. kurze ο, im Ggstz des ὃ μέγα, des großen oder langen ω, der fünfzehnte Buchstabe des griechischen Alphabets; als Zahlzeichen ο' = 70, und ,ο = 70000. Im Anlaut erscheint ο oft, ohne daß es als ein bestimmtes Präfixum erkannt werden könnte. Hier möge nur auf Bekanntes hingewiesen werden: βέλος - ὀβελός, κέλλω - ὀκέλλω, δύρομαι - ὀδύρομαι, νύσσω - ὄνυξ, nomen - ὄνομα, recken - ὀρέγω

  • ἡ, τό
    der, die, das; 1) als reines Demonstrativum; a) substantivisch gebraucht; ὁ γὰρ ἦλϑε, denn der war gekommen; unserem 'er, sie, es' entsprechend; τοῦ εἵνεκα, ἵνα -, ὅτι -, deswegen, damit -, weil -; sogar τοῦ αἵματος ἐμπίνει, für τούτου, dessen Blut; τό μοι ἔννεπε, τί σοι χρεὼν ὑπουργεῖν, das sage mir; τῆς γὰρ πέφυκα μητρός, von der bin ich geboren, die ist meine Mutter; bes. ὁ μὲν - ὁ δέ, οἱ μὲν - οἱ δέ, einen Gegensatz und gewöhnlich eine Einteilung ausdrückend (der zwar - der aber), der eine - der andere, dieser - jener; auch, bes. τὸ μὲν - τὸ δέ, durch teils - teils zu übersetzen; auch τὰ μὲν - τὰ δέ, wie τὸ μὲν - τὸ δέ, in Beziehung auf ein Adjectivum oder Verbum, teils - teils. Aber auch ohne ein vorangegangenes ὁ μέν steht oft ὁ δέ allein, der aber, um das Subject des Folgenden im Gegensatz hervorzuheben. Auch = auf diese Weise; τῇπερ τελευτήσεσϑαι ἔμελλεν, so sollte es vollendet werden. Wiederholt τῇ μὲν - τῇ δέ, bes. vom Orte: hier - dort, bald hier - bald dort; auch = teils - teils. Τοῦ, deswegen. Mit Präpositionen von der Zeit, ἐκ τοῦ, seitdem, πρὸ τοῦ, vor dem, ἐν τῷ, unterdessen. Auch auf die erste Person bezieht sich, ὅ σφιν ἀμύνω ἦμαρ ἀναγκαῖον, der hier, der ich; b) adjectivisch; παῖδα δ' ἐμοὶ λῦσαί τε φίλην τά τ' ἄποινα δέχεσϑαι, das, was er in den Händen hält, als Lösegeld anzunehmen; sich auf einen Relativsatz beziehend, ὁ ξεῖνος, τὸν πάντες ἀτίμων, der Fremdling, den alle beschimpften; oder wenn das subst. nur im Verlaufe des Satzes erklärend hinzugefügt ist: αἴ κεν πως ἐϑέλῃσιν ἐπὶ Τρώεσσιν ἀρῆξαι, τοὺς δὲ κατὰ πρύμνας τε καὶ ἀμφ' ἅλα ἔλσαι Ἀχαιούς, ob er nicht den Troern helfen wolle, die aber zu den Schiffen u. an das Meer in die Enge treiben wolle, nämlich die Achäer; eine hinzeigende, stark hervorhebende Kraft: ἂψ δ' ὁ πάϊς - ἐκλίνϑη, der aber, nämlich der Knabe, bog sich zurüch; τὸν Χρύσην ἠτίμησε, den Chryses da, den ehrwürdigen, beschimpfte er; Νέστωρ ὁ γέρων, Nestor, der bekannte, ehrwürdige Greis, wie ὁ γέρων Πρίαμος, der alte, der Priamos; τὰ τεύχεα καλά, von den berühmten Waffen des Achilleus. 2) Das Pronomen ὁ, ἡ, τό steht auch für das Relativum ὅς, ἥ, ὅ (articulus postpositivus); Νέστωρ ἀνόρουσε - λιγὺς Πυλίων ἀγορητής, τοῦ καὶ ἀπὸ γλώσσης μέλιτος γλυκίων ῥέεν αὐδή· τῷ δ' ἤδη δύο μὲν γενεαὶ ἐφϑίατο, Nestor erhob sich, der helltönende Redner. Von dessen Zunge floß auch die Rede süßer als Honig. Dem waren aber schon zwei Geschlechter hingeschwunden; einmal τά, ἀλλὰ τὰ μὲν πολίων ἐξ ἐπράϑομεν, τὰ δέδασται, in lebhaftem Ausdrucke, für unsere Auffassungsweise allerdings auffallend, 'das erbeuteten wir, das ist geteilt', in welcher Stelle allein der relative Gebrauch stattzufinden scheinen könnte. 3) ὁ, ἡ, τό, als bloßer Artikel; a) ἐφόνευσας τὸν ἀδελφόν, du hast deinen Bruder getötet; ὁ ἀγαϑὸς ἀνήρ, ὁ τῶν Ἑλλήνων πρὸς τοὺς Πέρσας πόλεμος, ἡ ἄνω πόλις, der brave Mann, der Krieg der Griechen gegen die Perser (eigtl. der griechische Perserkrieg als ein Begriff zu fassen), die Oberstadt; οὗτος ὁ ἀνήρ, ὁ ἐμὸς παῖς, auch ὁ τοιοῠτος ἀνήρ, ein solcher Mann, wie er vorher beschrieben ist; οἱ Θρᾷκες δεῦρο, ihr Thracier da, hierher!; b) auch Eigennamen, wenn sie entweder übh. als bekannte, berühmte bezeichnet werden sollen, od. wenn darauf hingewiesen wird, daß von ihnen schon die Rede gewesen ist, erhalten häufig den Artikel; c) die näheren Bestimmungen mit dem Artikel werden dem Substantivum nachgesetzt; auch oft ohne Substantivum, wenn dies ein leicht zu ergänzendes ist, und bilden dann mit dem Artikel einen eigenen Begriff. Bes. geläufig ist ό Διός, der Sohn des Zeus, ἡ Λητοῦς, die Tochter der Leto; δεῖ φέρειν τὰ τῶν ϑεῶν, was die Götter schicken; τὰ μὲν ϑεῶν παρέβαν, die Befehle der Götter; τὰ τῆς τύχης κρατεῖ, die Bestimmungen des Geschicks; τὰ τῶν Ἀϑηναίων φρονεῖν, es mit den Athenern halten; τὸ τῶν παίδων, was die Kinder gewöhnlich tun; ἀνεμνήσϑην τὸ τῶν ἁλιέων, was die Schiffer zu tun pflegen. Eben so durch Auslassung eines subst. oder des partic. ὤν ist auch der Gebrauch des Artikels bei Adverbien zu erklären, ἡ αὔριον, sc. ἡμέρα, der morgende Tag, ἡ Λυδιστί, sc. ἁρμονία, die lydische Tonart, οἱ ἐνϑάδε, sc. ἄνϑρωποι, die Hiesigen; οἱ πάνυ τῶν στρατιωτῶν, die Besten der Soldaten. Ohne daß ein bestimmtes Nomen zu ergänzen ist, steht τό und τά vor Adverbien, bes. der Zeit, teils um sie wirklich zu Substantiven zu machen, τὸ νῦν, das Jetzt, τὸ πρίν, das Vormals, teils so, daß sie Adverbia bleiben, die nur bes. hervorgehoben werden, τὸ πάρος, eigtl. was das Frühere anbetrifft; d) bei pronom. tritt der Artikel in der Frage auf; ποῖον τὸν μῦϑον ἔειπες, was hast du da für ein Wort gesagt?; τὸ ποῖον εὑρὼν φάρμακον νόσου, was ist das für ein Heilmittel, das er erfunden hat ?; τὰ ποῖα ταῦτα, was ist das, was du sagst?; e) Adjectiva werden durch den Artikel zu Substantiven erhoben, οἱ ἀγαϑοί, die Guten, τὸ καλόν, das Schöne. So auch Participia (οἱ ἔχοντες, die Reichen), welche jedesmal den Artikel bei sich haben, wenn sie für einen Erklärungssatz stehen: der, welcher, τίς οὖν ὁ λύσων σ' ἐστίν; wer ist der, welcher dich befreien wird, dein Retter?; τὰ δοκοῦντα, die Beschlüsse, ὁ βουλόμενος, jeder, der da will, wofür im Deutschen oft der unbestimmte Artikel ein gesetzt wird; οὐκ ἂν εὗρες ῥᾳδίως τὸν νύκτωρ πορευόμενον, man hätte nicht leicht Einen gefunden, der bei Nacht reifte; ὅτι μέλλοιεν Ἀϑηναῖοι αἱρεῖσϑαι τὸν ἐροῦντα, Einen, der da eine Rede halten sollte; μάλα γὰρ χαλεπὸν εὑρεῖν τοὺς ἐϑελήσοντας μένειν, ἐπειδάν τινας φεύγοντας τῶν ἑαυτοῦ ὁρῶσι, Leute zu finden, die da werden Stand halten wollen; auch εἰσὶν οἱ λέγοντες, es gibt Leute, die da sagen. So auch in der Anrede, ἄνδρες οἱ παρεόντες, ihr Anwesenden, und beim Prädicat; f) beim Infinitiv; τοῦ ζῆν ἀπεστέρησεν, des Lebens; ἀλλ' ἴσως ἐγὼ αἴτιος τὸ σὲ ἀποκρί. νασϑαι, wahrscheinlich bin ich schuld, daß du antwortest; g) Überhaupt kann jedes Wort und jeder Satz durch Vorsetzung von τό als ein für sich bestehender Gegenstand behandelt werden; ἐρωτώμενος τὸ Ποδαπὸς εἴη, als die bekannte Frage 'was für ein Landsmann er sei' an ihn gerichtet wurde; bei Philosophen u. bes. Gramm. τὸ ἄνϑρωπος, τὸ λέγω, der Begriff oder das Wort Mensch
  • ὀά
    wehe! ach!
  • ὄα
    ἡ, auch ὄη u. οἴη, der Sperberbaum, sorbus, seine Frucht, ὄον, Sperber- od. Arlesbeeren
  • ὄα
    ἡ, = οἴα, Schaffell
  • ὄαρ
    αρος, ἡ, Genossin, Gesellschafterin, besonders Ehegenossin, Gattin
  • ὀαρίζω
    vertrauten Umgang haben, sich vertraulich unterhalten; τινί, mit einem (vom Gespräche)
  • ὀάρισμα
    τό, vertrauter Umgang, trauliches, liebevolles Gespräch, bes. zwischen Eheleuten u. Liebenden, übh. Unterredung
  • ὀαρισμός
    ὁ, = ὀαριστύς, trauliches Liebesgespräch
  • ὀαριστής
    ὁ, der, mit dem man vertraulich umgeht u. sich unterhält, Genosse, Gesellschafter; auch Schwätzer
  • ὀαριστύς
    ύος, ἡ, vertraulicher Umgang, trauliches, liebevolles Gespräch; bes. zwischen Liebenden od. Eheleuten, πάρφασις, Liebesgespräch als Betörungsmittel; übh. Umgang, Verkehr, auch πολέμου, der Verkehr des Krieges, wie es im Kriege zu gehen pflegt; προμάχων ὀαριστύς, die Genossenschaft, Schar der Vorkämpfer
  • ὄαρος
    ὁ, trauliches Gespräch, vertrauter Umgang; bes. Liebesgespräch; übh. Unterhaltung, Rede, auch Gesang; ψόγιον ὄαρον ἐννέπων, von der tadelnden Rede
  • ὀβελιαῖος
    u. ὀβελαῖος
    spießförmig, einen Spieß lang; am Bratspieß geröstet
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