242 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • νημερτής
    ές, ohne Fehl, wahrhaftig, wahr; Beiwort des wahrsagenden Proteus; βουλὴ νημερτής, ein Ratschluß, der unfehlbar in Erfüllung gehen wird; ἔπος, ein zuverlässiges Wort; νημερτέα εἰπεῖν, der Wahrheit gemäß reden
  • νηνεμέω
    windstill, ruhig werden, sein
  • νηνεμία
    ἡ, die Windstille; γαλήνη νηνεμίη, windstille Meeresruhe; νηνεμίης, während der Windstille
  • νήνεμος
    ον, ohne Wind, windstill; übh. still, ruhig
  • νηνία
    ἡ, Lob- und Klagegesang um Verstorbene, das lat. nenia
  • νηξί-πους
    ποδος, schwimmfüßig, Fische
  • νῆξις
    ἡ, das Schwimmen
  • νηο-πόλος
    der sich im Tempel aufhält und beschäftigt, Tempeldiener, Priester
  • νηο-πορέω
    zu Schiffe fahren
  • νηο-σόος
    Schiffe rettend, schützend
  • νη-οῦχος
    Schiffe haltend, festhaltend
  • νηο-φθόρος
    das Schiff verderbend, zerstörend
  • νηο-φόρα
    νῶτα ϑαλάσσης, Schiffe tragend
  • νη-παθής
    ές, ohne Leid, das Leid mildernd
  • νή-πεκτος
    u. νη-πεκτής
    ές, ungekämmt
  • νη-πελέω
    unvermögend, ohnmächtig sein
  • νη-πενθής
    ές, ohne Leid, ohne Trauer. Gew. Leid, Kummer lindernd, verscheuchend; von einem solchen Zaubermittel
  • νη-πευθής
    ές, unerforschlich, unaussprechlich
  • νηπιάα
    ἡ, kindisches Wesen, Kinderei, νηπιάας ὀχέειν, Kinderei treiben
  • νηπίασις
    ἡ, das Kindischsein
  • νηπιαχεύω
    kindisch sein, Kinderspiele treiben
  • νηπίαχος
    unmündig, kindisch
  • νηπιέη
    ἡ, Unmündigkeit, Kindheit; kindische Unbeholfenheit; gew. kindisches Wesen, Torheit
  • νηπίεος
    zum Kinde gehörig; νηπιέη χείρ, des Kindes
  • νηπιο-κτόνος
    Kinder tötend
  • νηπιο-πρεπής
    ές, für Kinder schicklich
  • νήπιος
    eigentlich vom ersten Kindesalter, wie infans, vom Kinde, das noch nicht sprechen kann, unmündig; auch νήπια allein: die Jungen. Dah. βία νηπίη, die schwache Kraft des Kindes. Häufig übertr. auf den Verstand: kindisch, unerfahren, töricht; auch = ahnungslos, der Zukunft unkundig
  • νηπιότης
    ητος, ἡ, Kindheit, Unmündigkeit, kindisches Wesen, Torheit; ἀπὸ νηπιότητος, von Kindheit an
  • νηπιο-φανής
    ές, wie ein Kind erscheinend
  • νηπιο-φροσύνη
    ἡ, kindischer Sinn, Torheit
  • νηπιό-φρων
    ον, kindisch gesinnt, töricht
  • νηπι-ώδης
    ες, nach Art unmündiger Kinder
  • νή-πλεκτος
    ungeflochten, mit ungeflochtenem Haare
  • νηποινί
    ungestraft
  • νή-ποινος
    ungestraft, straflos; νήποινον φυτῶν αἶσαν, fruchttragender Bäume unteilhaft
  • νήπτης
    ὁ, der Nüchterne
  • νηπτικός
    nüchtern, der mäßig lebt
  • νή-πυστος
    ungehört, von dem man nichts erfahren
  • νηπυτιεύομαι
    kindisch sein, Kinderei treiben
  • νηπυτία
    ἡ, Kindheit
  • νηπύτιος
    α, ον, unmündiges Kind; übertr., kindisches Sinnes, unverständig, töricht
  • νήριθμος
    unzählig
  • νήριον
    τό, nerium, der Oleanderstrauch, sonst ῥοδοδάφνη
  • νῆρις
    ιος, ἡ, der Oleanderstrauch; eine Nardenart, νάρδος ὀρεινή, oder der Sevenbaum
  • νήριστος
    unbestritten
  • νηρίτης
    ὁ, eine bunte Meerschnecke mit einem Deckel
  • νηριτό-μῡθος
    geschwätzig
  • νήριτος
    1) unbestritten, gewiß. 2) = νήριϑμος, unzählig
  • νηριτό-φυλλος
    mit unzähligen Blättern
  • νηρός
    feucht
  • νησαῖος
    zur Insel gehörig, auf einer Insel
  • νησεύομαι
    eine Insel sein
  • νησι-άρχης
    ὁ, u. νησί-αρχος
    ὁ, der Inselbeherrscher
  • νησιάς
    άδος, ἡ, Insel
  • νησίδιον
    τό, Inselchen
  • νησίζω
    eine Insel bilden, sein
  • νησίον
    τό, u. νησίς
    ῖδος, ἡ, Inselchen
  • νῆσις
    ἡ, 1) das Spinnen. 2) das An-, Aufhäufen
  • νησῖτις
    ιδος, ἡ, zur Insel gehörig
  • νησιώτης
    ὁ, der Inselbewohner
  • νησιῶτις
    ιδος, ἡ, πέτρα, Fels der Insel
  • νησιωτικός
    den Inselbewohner betreffend
  • νησο-ειδής
    ές, inselartig
  • νησο-μαχία
    ἡ, die Inselschlacht
  • νησο-ποιέω
    zur Insel machen
  • νῆσος
    ἡ, eigtl. das schwimmende Land, die Insel; τᾷ μεγάλᾳ Δωρίδι νάσῳ, der Peloponnes
  • νησο-φύλαξ
    ακος, ὁ, Inselwächter
  • νησόω
    zur Insel machen
  • νῆσσα
    ἡ, die Schwimmende (νέω), die Ente
  • νησσαῖος
    von der Ente, entenartig
  • νησσάριον
    τό, Entchen
  • νησσο-ειδής
    ές, entenartig
  • νησσο-τροφεῖον
    τό, Ort, wo man Enten auffüttert
  • νηστεία
    ἡ, das Fasten, Nüchternsein. In Athen hieß so bes. der dritte Tag des Thesmophorienfestes
  • νήστειρα
    ἱ, die Fastende
  • νηστεύς
    ὁ, u. νηστευτής
    ὁ, der Fastende
  • νηστεύω
    fasten; übertr., sich einer Sache enthalten
  • νήστης
    ὁ, der Fastende
  • νηστικός
    zum Spinnen gehörig; ἡ νηστική, sc. τέχνη, Spinnkunst
  • νήστιμος
    zum Fasten gehörig; ἡμέρα, Fasttag
  • νῆστις
    ιος u. ιδος, nicht essend, fastend, u. nicht gegessen habend, nüchtern; akt., Hunger erregend. Ἡ νῆστις, der Leerdarm, intestinum jejunum, weil er immer leer gefunden wird; das Element des Wassers u. der Luft
  • νηστο-ποσία
    ἡ, das Nüchterntrinken
  • νηστο-ποτέω
    nüchtern trinken
  • νησύδριον
    τό, Inselchen
  • νή-τιτος
    ungerächt, ungestraft
  • νητο-ειδής
    ές, der νήτη ähnlich
  • νῆτος
    ἡ νήτη, sc. χορδή, die unterste, höchste Saite des ältesten Tetrachords
  • νητός
    gehäuft, aufgehäuft
  • νητός
    gesponnen, gedreht
  • νῆτρον
    τό, die Spindel, von νέω, spinnen
  • νηττίον
    τό, Entchen
  • νηττο-κτόνος
    ὁ, u. νηττο-φόνος
    Ententöter, eine Adlerart
  • νηττο-φύλαξ
    ακος, ὁ, Entenwächter, -wärter
  • νή-ϋγμος
    lautlos
  • νή-ϋτμος
    atemlos, geruchlos
  • νηφαλιεύω
    ein Trankopfer ohne Wein bringen
  • νηφάλιος
    nüchtern, ohne Wein; von Trankopfern ohne Wein, aus Wasser, Milch, Honig, wie sie bes. den Eumeniden, den Musen u. den Nymphen dargebracht wurden; νηφάλια ξύλα, das bei solchen Opfern zu brauchende Holz; auch = besonnen, nüchtern
  • νηφαλιότης
    ητος, ἡ, Nüchternheit
  • νηφαλισμός
    ὁ, Nüchternheit, übertr., Besonnenheit, Aufmerksamkeit
  • νηφαντικός
    nüchtern machend
  • νηφόντως
    nüchtern, mit Bedacht
  • νήφω
    nüchtern, mäßig sein u. leben, bes. keinen Wein trinken; übertr., nüchtern u. besonnen sein
  • νηχαλέος
    schwimmend
  • νηχεῖον
    τό, Schwimmplatz
  • νή-χυτος
    reichlich, weit ergossen
  • νήχω
    schwimmen
  • νῆψις
    ἡ, Nüchternheit
  • νιβατισμός
    ὁ, ein phrygischer Tanz
  • νιγλαρεύω
    die νίγλαρος blasen
  • νίγλαρος
    ὁ, eine kleine Flöte, Pfeife, mit welcher der Takt für die Ruderer angegeben wurde
  • νίζω
    waschen, abwaschen; ἐκ ποταμοῦ χρόα νίζετο, er wusch sich den Leib ab; νίψατο δ' αὐτὸς χεῖρας, er wusch sich die Hände; am häufigsten: Hände u. Füße waschen (auch ohne Zusatz); νίψασϑαι ἁλός, sich aus dem Meere waschen. Abwaschen, reinigen, d. i. entsühnen. Ausgießen
  • νῑκαῖος
    den Sieg betreffend; Ζεύς, der Siegverleiher
  • νικάριον
    τό, eine Augensalbe
  • νῑκάω
    1) intrans., siegen; den Vorzug haben, überlegen sein; νικήσας, der Sieger; ἐν Πυϑίοισι νικᾶν, vom Sieger in den Kampfspielen; Siegersein (gesiegt haben); νικᾶσϑαι, unterliegen; πᾶσι τοῖς κριταῖς, ἑνὶ κριτῇ, mit der Stimme aller Richter in einem Wettkampfe siegen; νικᾷ πάσαις ταῖς ψήφοις ὁ νόμος, das Gesetz geht mit allen Stimmen durch; κακὴ βουλὴ νίκησε, der böse Rat siegte, behielt die Oberhand; ἡ γνώμη ἐνίκησε, die Meinung behielt die Oberhand, fand Beifall, ging durch; ἐκ τῆς νικώσης ἔπραττον πάντα, nach der durchgegangenen Meinung, nach Stimmenmehrheit, ; γνώμῃ νικῶν, mit einer Meinung durchdringend; auch = einen Prozess gewinnen; ἐνίκησε τοῦ κλήρου, in dem Prozess wegen der Erbschaft. 2) trans., besiegen, überwinden, übertreffen; πόδεσσι δὲ πάντας ἐνίκα, mit den Füßen, im Laufe; auch von Leidenschaften; νόον νίκησε νεοίη, von Fehlern, Umständen, die einen wozu zwingen; μὴ φόβος σε νικάτω φρένας, überwältigen. Auch der acc. der Sache wird hinzugesetzt; νίκην νικᾶν, einen Sieg ersiegen; πάντα ἐνίκα, alle Kämpfe gewann er, in allen Kämpfen siegte er; γνώμην ἐν τῷ δήμῳ, eine Meinung, einen Vorschlag durchsetzen; Ὀλύμπια νενικηκότι, dem Sieger in den olympischen Spielen; τὴν μάχην, in der Schlacht siegen
  • νίκη
    ἡ, der Sieg; der Sieg in der Schlacht; νίκη Μενελάου der Sieg, den Menelaus davonträgt; im Rechtsstreit; oft Sieg in den Kampfspielen
  • νίκημα
    τό, das Ersiegte, der Sieg
  • νῑκητήριος
    den Sieger oder den Sieg betreffend; δόξα, Siegesruhm; φιλήματα, Kuß zum Lohne des Sieges; τὸ νικητήριον, der Siegespreis; σὸν τὸ νικητήριον, dein ist der Siegespreis; τὰ νικητήρια, das Siegesfest; ἑστιᾶσϑαι, das Siegesfest mit einem Schmause feiern
  • νῑκητής
    ὁ, der Sieger
  • νῑκητικός
    zum Siege gehörig, siegreich, geeignet zu siegen
  • νῑκήτρια
    ἡ, Siegerin
  • νῑκη-φορέω
    den Sieg davontragen, siegen
  • νῑκη-φορία
    ἡ, das Davontragen des Sieges
  • νῑκη-φόρος
    den Sieg davontragend, siegreich, dor. νικᾱφόρος, in den Kampfspielen siegend; Δίκη, den Sieg verleihend
  • νῑκό-βουλος
    im Rate siegend
  • νῑκο-μάχας
    ὁ, Sieger in der Schlacht
  • νῑκο-ποιός
    den Sieg machend, bringend
  • νικύλεα
    τά, eine Feigenart bei den Kretern
  • νίμμα
    τό, u. νιμμός
    ὁ, Waschwasser
  • νιπτήρ
    ῆρος, ὁ, das Waschbecken
  • νίπτρον
    τό, das Waschwasser
  • νίσσομαι
    gehen, kommen, zurückgehen
  • νιτρία
    ἡ, ein Ort, wo νίτρον gegraben wird
  • νιτρῖτις
    ιδος, ἡ, γῆ, νίτρον enthaltend
  • νίτρον
    τό, Alkali, Laugensalz, Sodasalz, Natron, woraus durch Beimischung von Öl Seife gemacht wird, also zum Waschen gebraucht. Zuweilen auch ein vegetabilisches Kali, aus der Asche von Bäumen u. Pflanzen, das wie bei uns als Lauge zum Reinigen der Wäsche gebraucht wurde
  • νιτρο-πηγικός
    ή, όν, das Gewinnen des Natrums betreffend
  • νιτρο-ποιός
    Natron machend
  • νιτρόω
    mit Natrum reinigen
  • νιτρ-ώδης
    ες, dem Natron ähnlich, voll Natron
  • νίφα
    Schnee
  • νῑφ-αργής
    ές, vom Schnee glänzend, weiß
  • νιφάς
    άδος, ἡ, Schneeflocke; im plur., Schnee, Schneegestöber; ὥςτε νιφάδες χιόνος πίπτουσι ϑαμειαὶ ἤματι χειμερίῳ, zum Gleichnis der dicht fallenden Geschosse; auch ἔπεα νιφάδεσσιν ἐοικότα χειμερίῃσιν, die Fülle der Beredtsamkeit ausdrückend; der sing. nur collectiv gebraucht, Schnee; vom Goldregen des Zeus; übertr., von Wurfgeschossen; οὔρεα ἴδῃσι καὶ νιφάσι συνηρεφέα, mit Schnee bedeckt
  • νιφετός
    ὁ, der fallende Schnee, das Schneegestöber
  • νιφετ-ώδης
    ες, schneeig
  • νιφό-βλητος
    u. νιφο-βλής
    ῆτος, u. νιφό-βολος
    mit Schnee beworfen, bedeckt
  • νιφόεις
    εσσα, εν, schneeig, voll Schnee; Οὔ. λυμπος, von hohen Bergen
  • νιφό-κτυπος
    von Schnee umrauscht, umstöbert, vom Pan
  • νιφο-στιβής
    ές, wo man im Schnee wandelt
  • νιφο-ψυχής
    ές, schneekalt
  • νίφω
    schneien; νίφει, es schneit; übertr., νιφάδος ὀλοᾶς νιφομένης, vom Steinhagel. Pass. νίφομαι, beschneit werden
  • νίψις
    ἡ, das Waschen
  • νοερη-τόκος
    Gott, den Logos, die Vernunft erzeugend
  • νοερός
    verständig. So heißt auch Apollo
  • νοερότης
    ητος, ἡ, Intellektualität, im Ggstz der Sinnlichkeit
  • νοέω
    wahrnehmen, bemerken; a) mit den Augen; immer schon von dem bloßen Eindruck auf das Gesicht, dem sinnlichen Sehen unterschieden u. eine Verstandestätigkeit mit andeutend; b) geistig wahrnehmen, bemerken u. einsehen, erkennen; νοέεις δὲ καὶ αὐτός, du siehst es selbst ein; auch von künftigen Dingen: voraussehen; denken; νόον νοεῖν, einen Gedanken denken; absol., νοήσας, es bedacht habend, verständig; φράζε πᾶν ὅσον νοεῖς, sage alles, was du denkst; im Sinne haben; c. inf., νοέω φρεσὶ τιμήσασϑαι, gesonnen sein, etwas zu tun; ἱκανοὶ ὄντες, ἃ ἂν νοήσωσιν, ἐπιτελεῖν, was sie ersinnen, beschließen; erdenken; bedenken, beherzigen, erwägen; οἶμαί τι τοιοῦτον νοεῖν τοὺς τὴν ψυχὴν ὀνομάσαντας, daß sie so etwas meinen. So auch von leblosen Dingen, τί νοεῖ χρησμός, νόμος, was will er sagen, was bedeutet er. Selten von der Gesinnung; σοὶ δ' ἐγὼ ἐσϑλὰ νοέων ἐρέω erklärt, obwohl das Einsehen, Denken vorzuziehen ist; bei sich überlegen, gedenken; κείνου ταῦτα νενωμένου, als er dieses bei sich überlegt u. beschlossen hatte. Pass., τὰ νοούμενα, das Gedachte
  • νόημα
    τό (das Wahrgenommene, nur in geistiger Beziehung), der Gedanke; νέες ὠκεῖαι, ὡςεὶ πτερὸν ἠὲ νόημα, schnell wie der Gedanke; übh. Sinnesart, Sinn. Übh. Denkkraft, Verstand; auch Absicht, Entschluß
  • νοηματίζω
    denken
  • νοηματικός
    den Gedanken betreffend
  • νοήμων
    ον, nachdenkend, einsichtsvoll, verständig
  • νόησις
    ἡ, das Wahrnehmen, bes. geistiges, Begreifen, Denken
  • νοητικός
    zum Begreifen, Denken geschickt
  • νοητός
    was nur geistig wahrgenommen, nur mit dem Verstande begriffen werden kann, intellektuell
  • νοθεία
    ἡ, uneheliche Geburt, der Stand unehelicher Kinder
  • νοθεῖος
    den Unehelichen, Unechten betreffend; τὰ νοϑεῖα χρήματα, der Anteil des unehelichen Sohnes am väterlichen Erbe
  • νόθευσις
    ἡ, das Verfälschen
  • νοθευτής
    ὁ, der Verfälscher
  • νοθεύω
    unecht machen, verfälschen, unterschieben. Oft im pass., für unecht erklärt, gehalten werden, bes. von Schriftwerken
  • νοθο-γενής
    ές, u. νοθο-γέννητος
    unehelich, unecht geboren
  • νοθο-καλλοσύνη
    ἡ, unechte Schönheit
  • νόθος
    unehelich, mit einer Beischläferin od. Sklavin erzeugt. Übh. verfälscht, untergeschoben, unecht, falsch; bes. von Schriftwerken
  • νομαδία
    ἡ, ein Haus zusammenlebender Nomaden
  • νομαδιαῖος
    wie Nomaden zusammenlebend
  • νομαδικός
    u. νομαδίτης
    ὁ, zum Hirtenleben gehörig, nomadisch; βίος, das nomadische Leben der Hirtenvölker; adv. νομαδικῶς, nach Nomadenart
  • νομαδό-στοιχος
    nach der Reihe von der Weide zurückkehrend
  • νομάζω
    weiden, vom Hirten; νομάζομαι, weiden, vom Vieh
  • νομαῖος
    von der Weide, auf der Weide lebend
  • νόμαιος
    gebräuchlich, herkömmlich; ἄλλο τι νόμαιον, ein anderer Brauch
  • νομ-ανδρία
    ἡ, Versammlung der Hirten
  • νομ-άρχης
    ὁ, der Vorsteher, Befehlshaber eines νομός, eines Gaues, bei den Ägyptern, bei den Skythen
  • νομ-αρχία
    ἡ, die Würde, das Amt des νομ-άρχης
  • νομάς
    άδος, ὁ, ἡ, Viehherden weidend u. mit ihnen umherziehend, umherschweifend; οἱ Νομάδες, mit ihren Herden herumziehende Hirtenvölker, Nomaden; ἵππος, auf der Weide umherschweifend; τῆς πέδης τῆς διανεμομένης τοὺς πόδας μου, gewissermaßen = sich an den Füßen weidend, daran haftend, die Weidefessel, für 'die Fessel auf dem Weideplatze'
  • νόμευμα
    τό, das Geweidete, die Herde
  • νομεύς
    ὁ, 1) der Weidende, der Hirt, bes. des kleinen Viehes; auch übh. Verwalter, dem ἐπιμελητής entsprechend. 2) der Verteiler, der zuteilt. 3) οἱ νομέες die Seitenhölzer od. Rippen des Schiffes; Schiffsseile, Segelwerk, lat. numellus
  • νομευτικός
    den Hirten betreffend; die Kunst des Hirten
  • νομεύω
    ein Hirt sein, weiden; βουσὶ νομοὺς νομεύειν, mit Rindern die Weiden beweiden, abweiden; pass., von den Herden selbst
  • νομή
    ἡ, 1) wie νομός, Weideplatz, Weide; auch die Nahrung, das Futter; ἡ τοῦ πυρὸς νομή, das Umsichfressen; auch von einem Geschwür; νομὴν ποιεῖσϑαι, weiden, 2) die Verteilung, Austeilung; bes. der Erbschaft
  • νομίζω
    1) als Sitte, Brauch, Gesetz anerkennen, einen Brauch mitmachen, üben; ἱπποτροφίας νομίζων, d. i. Pferde haltend nach dem Brauch; μεγασϑενῆ νόμισαν χρυσόν, sie achteten das Gold hoch; ϑεούς, Götter anerkennen, ehren; im Gebrauch haben; βίον ἀργυροστερῆ, ein räuberisches Leben führen; γλῶσσαν, von Alters her eine Sprache im Gebrauch haben, sie sprechen; οὔτε ἀσπίδα οὔτε δόρυ, sie führen sie, brauchen sie nicht; ὁρτήν, πανήγυριν, von Alters her feiern; auch = einen Gebrauch annehmen, eine Sitte einführen; im perf. act., Ἕλληνες ἀπ' Αἰγυπτίων ταῦτα νενομίκασι, diesen Gebrauch haben die Hellenen von den Ägyptern angenommen; gesetzlich bestimmen. Dah. im pass. als Sitte, Brauch, Gesetz anerkannt, üblichsein; τοῦ ϑεῶν νομίζεται, d. i. für welches Gottes Eigentum gilt es?; bes. von den bei Leichenbegängnissen üblichen Feierlichkeiten; λαμβάνειν τὰ νομιζόμενα, das Übliche; σωφροσύνη νενόμιστο, sie galt, war Sitte; κατὰ τὰ νομιζόμενα λέγοντες, nach dem Herkömmlichen. Daher übh. c. inf. gewohnt sein, pflegen, die Sitte haben. Auch mit dem dat., wie χρῆσϑαι, woran gewöhnt sein, etwas brauchen; νομίζουσι Αἰγύπτιοι οὐδ' ἥρωσιν οὐδέν, sie sind an Halbgötter nicht gewöhnt, d. i. die Verehrung der Halbgötter ist bei ihnen nicht üblich; φωνῇ νομίζουσι Σκυϑικῇ, sie bedienen sich der scythischen Sprache seit langer Zeit; bes. vom Gelde, das im Gebrauch ist; οἱ Βυζάντιοι σιδηρῷ νομίζουσι, οἱ Καρχηδόνιοι σκύτεσι, sie brauchen Eisen, Lederstücke als Münze; τὰς ἄλλας πόλιας νομίζεσϑαι, nach gewissen hergebrachten Gesetzen verwaltet werden. 2) übh. meinen, glauben, wofür halten; ὅϑεν καὶ Ἕλληνες ἤρξαντο νομισϑῆναι, für Hellenen gehalten zu werden; νομίζοντα λέγειν ἃ ἔλεγεν, indem er es so meinte, ernstlich; auch Ggstz des wirklichen Seins
  • νομικός
    die Gesetze betreffend, gesetzlich; besonders = in den Gesetzen erfahren, rechtskundig; verteilend; ἡ νομική, die Rechtswissenschaft, Rechtskunde; auch adv. νομικῶς, gesetzlich
  • νόμιμος
    ον, dem Gebrauche, der Sitte, dem Gesetze gemäß; τὰ νόμιμα, die Satzungen, Gesetze; also Herkommen, Gewohnheitsrecht, ; bes. auch das bei der Bestattung Übliche; gesetzlich, rechtmäßig; von Menschen: νόμιμοι καὶ κόσμιοι, rechtlich; adv., κοσμίως γε καὶ νομίμως ὁτιοῦν πρᾶγμα πραττόμενον, wie es nach dem Herkommen sich gebührt
  • νομιμότης
    ητος, ἡ, Gesetzlichkeit, Gesetzmäßigkeit
  • νόμιος
    zur Weide gehörig, den Hirten betreffend; μέλος, Hirtenlied; ϑεός, Hirtengott, Schutzgott der Herd; auch Bacchus heißt so u. Apollo
  • νόμισις
    ἡ, das herkömmliche Meinen, die herkömmliche Ansicht, der Brauch
  • νόμισμα
    τό, das durch Gebrauch und Sitte Anerkannte, Eingeführte, die Sitte; Gesetz; übh. Staatseinrichtung; gew. die Münze, das Geld
  • νομισματικός
    die Münze betreffend
  • νομισμάτιον
    τό, kleine Münze
  • νομισματο-πώλης
    ὁ, Münzenhändler, Geldwechsler
  • νομισματο-πωλικός
    ή, όν, zum Geschäft des Geldwechslers gehörig
  • νομιστεύω
    pass., gebräuchlich, gültig sein, von der Münze
  • νομιστί
    nach dem Herkommen, nach der Sitte
  • νομο-αίολος
    reich an mannigfachen Gesangweisen
  • νομο-γραφέω
    Gesetze schreiben
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